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Oliver W.

Probleme mit DB Baureihe 612

Startbeitrag von Oliver W. am 11.08.2004 09:39

Nachdem die Bahn bei einer planmäßigen Instandhaltung an einem Dieseltriebfahrzeug der Baureihe VT 612 einen Anriss in einer Radsatzwelle erkannt hat, werden vorsorglich alle Fahrzeuge dieser Baureihe zu Untersuchungen in die Werke gerufen.

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) wurde informiert und hat Sicherheitsmaßnahmen angeordnet.

Bis zur Klärung der Schadensursache an der Radsatzwelle wurden folgende Schritte eingeleitet, um die technische Zuverlässigkeit des Fahrzeugs im Betrieb abzusichern:

Alle Radsatzwellen der 192 Fahrzeuge der Baureihe VT 612 werden einem verkürzten Inspektionszyklus unterzogen. Die Radsatzwellen werden ab sofort bereits nach 60.000 Kilometern Laufleistung einer Ultraschalluntersuchung unterzogen (bisher: 480.000 Kilometer). Zur Entlastung der Radsatzwelle wird die Neigetechnik der Fahrzeuge vorsorglich ausgeschaltet.

Gemeinsam mit dem Fahrzeughersteller und dem Radsatzhersteller hat die Deutsche Bahn sofort eine technische Fachgruppe zur Ursachenfindung gebildet. Das Eisenbahn-Bundesamt ist in alle Phasen eingebunden.

Aufgrund der notwendigen Untersuchungen stehen vorübergehend nur 25 Fahrzeuge zur Verfügung. Daher erarbeitet die Deutsche Bahn auf den betroffenen Linien für die Kunden ein Ersatzangebot. Bis wieder alle VT 612 einsatzbereit sind werden auch andere Fahrzeuge im Regelbetrieb verkehren.

Auf folgenden Strecken im mitteldeutschen Raum muss zum Teil mit längeren Fahrtzeiten und Zugausfällen gerechnet werden. Auch beim Platzangebot kann es da zu Engpässen kommen, so eine Sprecherin der Bahn in Sachsen: Leipzig-Hof, Zwickau-Hof, Halle-Hannover, die Regionalexpress-Linie 1 über Erfurt und Jena sowie die Fernverkehrslinien Dresden-Nürnberg, Dresden- Zittau und Dresden-Görlitz. Die Bahn geht davon aus, dass die Überprüfung mehrere Tage dauern kann. Bis zu zwei Wochen sind im Gespräch.

Ab heute Morgen werde auf den Strecken mit Ersatzzügen gefahren, die nicht über Neigetechnik verfügen.
So wurde zum Beispiel der IC Nürnberg-Dresden heute mit Loks der Baureihe 232/233 gefahren.

Die Deutsche Bahn entschuldigt sich bei ihren Kunden, da es wegen der ausgeschalteten Neigetechnik zu verlängerten Fahrzeiten so wie zu Zugausfällen kommen kann.

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