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vor 10 Jahren, 10 Monaten
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Leipziger Nahverkehr

Bohrmaschine "Leonie" kann nun loslegen

Startbeitrag von Leipziger Nahverkehr am 11.01.2007 19:09

Mit einem feierlichen Akt wurde heute mit den unterirdischen Vortriebsarbeiten des Projektes „City-Tunnel Leipzig“ begonnen. „Jetzt kann sich das Rad drehen, Leonie baut den City-Tunnel“, kündigte Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD) bei der Tunneltaufe an. „Ich wünsche den Mineuren gutes Gelingen und eine unfallfreie Fahrt durch Leipzigs Untergrund. Die Tunnelbauer haben mir versichert, dass Leipzigs City keinen Kratzer abbekommt. Ich nehme sie beim Wort“, so Jurk weiter.

Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Sachsen und die Bahnregion Südost, Hans-Jürgen Lücking, begrüßte die über 200 Gäste, darunter auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, auf der Baustelle Bayerischer Bahnhof. Er wünschte der Tunnelbohrmaschine eine gute Fahrt zum Hauptbahnhof. Der Riesenbohrer wurde von der Leipziger Bevölkerung auf den Namen „Leonie“ getauft.

Als Taufpatin agierte Prof. Angelika Meeth-Milbradt, Ehefrau des sächsischen Ministerpräsidenten. "Ich wünsche den Tunnelbauern die Kraft der Löwen, dass sie Leonie sicher und präzise durch die Leipziger Erde fahren. Und den Mineuren wünsche ich den Schutz der Heiligen Barbara, damit sie unversehrt jeden Abend zu ihren Familien und Freunden kommen“, so Prof. Angelika Meeth-Milbradt. "Bei meinen Leipzig-Besuchen werde ich mich immer über die Fortschritte informieren lassen." Ganz in der bergmännischen Tradition vertritt sie als Tunnelpatin die Heilige Barbara – Schutzpatronin der Bergleute – und wird die Bauarbeiten künftig begleiten. Nach altem Brauch wird der Tunnel während der Bauzeit nach dem Vornamen der Patin benannt. Frau Meeth-Milbradt sprach die Hoffnung aus, zum Barbara-Tag am 4. Dezember die erste fertig gestellte Röhre besichtigen zu können. Mit einem symbolischen Knopfdruck startete die Tunnelpatin die Tunnelbohrmaschine, die am 15. Januar 2007 ihre 1750 Meter lange Fahrt durch den Leipziger Untergrund beginnt. Entsprechend der bergmännischen Tradition wurde die Schildtaufe von einem evangelischen und einem katholischen Geistlichen begleitet.

Die Schildbohrmaschine, hergestellt von der deutschen Firma Herrenknecht, hat einen Durchmesser von neun und eine Länge einschließlich der Nachläufer von 65 Metern. Sie bohrt nicht nur die Tunnelröhre und entsorgt automatisch den aufgebohrten Baugrund, sie baut auch gleich aus 40 Zentimeter starken Betonringen die Tunnelwand ein.

Der Citytunnel – eines der wichtigsten innerstädtischen Infrastrukturprojekte in Deutschland – verbindet künftig in Leipzig die beiden Kopfbahnhöfe Leipzig Hauptbahnhof und den Bayerischen Bahnhof. Die neu geschaffene Schieneninfrastruktur ermöglicht es, dass Züge unterirdisch direkt durch Leipzigs Innenstadt fahren und deutliche Fahrzeitverkürzungen erreichen.

Text: Medienservice Sachsen / SMWA
Foto: Martin Böttcher


Foto: Am 15. Januar 2007 wird sich die Tunnelbohrmaschine Leonie in Bewegung setzen und den ersten Abschnitt des City-Tunnels auffahren.


L-NV-Links:Projekte: City-Tunnel Leipzig23.12.2006: Am 11. Januar Schildtaufe für City-Tunnel-BohrerWeblinks:Offizielle Seite des Freistaats zum City-TunnelAktuelle Bilder und Erklärungen zum City-Tunnel - von Frank ErittHomepage der bauausführenden ARGE

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