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Informationen zum Thema:
Forum:
ItaloClassicBikes
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren
Beteiligte Autoren:
Lothar Eßer, Urs, robert

IIS-zündanlage ???????????

Startbeitrag von robert am 09.05.2004 17:23

hi
möchte gern mit ruhigem gewissen mit licht unterwegs sein !!!! ohne ständig an die batterie denken zu müssen !!
will ne neue zündanlage/lima zulegen !
"kenne" nur die witt und die kennfeld anlagen ! letztens bekam ich den tip:IIS-zündanlage!!
es hiesse, sie solle neue pick ups besitzen. hier die seite :
[perso.wanadoo.fr]
leider bin ich der englischen sprache nicht so mächtig !!!!
wer hat dazu erfahrungen sammeln können ??
würde mich über antworten freuen, damit ich weiss was das beste für meine 1000er ist !!!!!!!
(bj.73)
besten dank im vorraus !!!!
gruss robert

Antworten:

Grüezi Robert,
ja, ja die Stromversorgung, sicher die Achillesferse der alten 3 Zylinder von Laverda (vor 1980)
Es gibt 2 Lösungen und die kennst Du ja schon!

Suche einfach im Phorum von:
[f25.parsimony.net]
im Archiv nach folgendem Beitrag:
Geschrieben von Urs am 25. Juni 2003 09:42:49:

Da steht alles drin!

Die alten 1000'er Laverdas haben eine sehr grosse Batterie drin und missbrauchen diesen als "Regler"
d.h. der kleine 4-eckige Klotz mit den beiden Anschlüssen von der Ladespule und dem + & - Pol ist ebn nur ein einfacher Gleichrichter (nichts Regler). Zusammen mit der grossen Batterie und deren geringen Innenwiderstand wird die Bord-Spannung dann meist auf ein erträgliches Mass gesenkt. Wenn Du nun einfach unverändert einen Gelakku verbaust, geht dieser sicher innert kürzester Zeit kaputt!!(schade ums viele Geld!)
Fakt ist mit der normalen Ladespule drin und eingeschaltetem Abblendlicht wird die Batterie erst ab 4'500 bis 5'000 1/min geladen.

Lösungen:
1.)Nimm die grösste Batterie die Du bei Louis, Polo, oder Hein Gerike bekommst. Und lade diese vor der Ausfahrt auf und achte darauf , dass Du bei niederen Drehzahlen nicht immer das Licht anhast! Sehr lange wird die Batterie nicht halten, aber so eine bis zwei Sommer kann dies schon halten.
Nicht sehr elegant, aber es funktioniert recht gut.

2.) besorge Dir einen richtigen Regler, welcher die Spannung welche auf die Batterie kommt auf ca. 14.2V begenzt. (solche Regler gibt es beim guten Auto/Boots-Elektriker.)
Zum überprüfen der Ladefunktion, kanst Du dann ein Ampere-Meter zwischen Batterie + und Anschluss schalten, dann kannst Du sehr schön kontrollieren wann Strom zur Batterie fliesst, oder ob noch Strom der Batterie entnommen wird. Gleichzeitig kannst Du auch noch die Spannung checken, wenn mehr als ca. 13.4V ansteht wird die Batterie vermutlich nicht entladen. Höher als 14.4V sollte die Spannung auch bei hohen Drehzahlen nicht kommen.

3.)Du montierst eine DMC Zündung (kriegst Du bei OCT, oder Andy Wagner) und eine zusätzliche Ladespule, dann hat die Laverda etwas mehr el. Leistung. Aber auch hier brauchst Du einen richtigen Regler. In dieser Konfiguration sollte dann bereits ab ca. 3'000 bis 3'300 1/min mit eingeschaltetem Abblendlicht die Battereie leicht geladen werden. (Kontrolle wie oben) Ich selber bin diese Konfiguration mit einer rel. kleinen Billig-Batterie längere Zeit ohne Probleme gefahren. Mann muss halt darauf achten, dass mann nicht längere Zeit niedertourig mit eingeschaltetem Licht fährt.

4.) technisch sicher die beste und weitaus eleganteste Lösung ist das System von John von IIS aus Australien:
[wwwrsphysse.anu.edu.au]
hier findest Du Details dazu.
Hier wird der ganze Alternator durch einen 210W 3-Phasen Alternator ersetzt und gleichzeitig wohl das beste verfügbare Zündsystem verwendet. Es handelt sich um eine elektronische Kondensator-Zündung, welche sehr gut funktionieren soll. Dies ist vermutlich der einzige Weg um eine alte Laverda auf den elektrischen Stand der Nippon-Denso zu bringen, welcher ab 1980 ab Serie zum Einsatz kam. Damit sind dann auch längere Fahrten bei kleiner Drehzahl und mit Licht problemlos möglich. Aber auch hier sollten nicht Griffheizungen oder änliche Sachen montiert werden! ;-) dazu ist die Leistung des Ladesystems immer noch zu klein

So damit wäre eigentlich alles zur Elektrik der alten Laverdas gesagt.
Beste Grüsse und viel Spass mit Deiner 3CL
Urs

von Urs - am 11.05.2004 07:15
Hallo Robert,

ergänzend zu dem guten Input von Urs noch eine kleine Ausführung hinsichtlich der IIS. Ich hab ziemlich lange Chatts mit John gehabt, der sich im Bereich Zündung etc. sehr gut auskennt.

Die IIS unterscheidet sich eigentlich nicht wesentlich in den Grundfunktionen von der DMC. Beide verringern den Strombedarf der Zündung bei gleichzeitiger Veränderung der Zündkurve anhand einer Kenn-Linie (nicht Kennfeld - dazu währe ein Sensor nötig, der die Stellung des Gasschiebers messen kann - nur bei einigen wenigen Vergasern (meist mit Drosselklappe) möglich.

Diese Kennlinie muss aber eben sehr unterschiedlich sein, je nach Aufbau des Motors (welche Verdichtung, welche Nocke, offen oder mit LuFi etc. etc. etc.). Hier bieten beide System eine Auswahl an vorprogrammierten Kurven, die sich - und jetzt kommt der Unterschied... - bei der Witt DMC eben nur über den Hersteller Uwe Witt verändern lassen sowie nur im ausgeschalteten Zustand umgeschaltet werden können, bei der IIS kannst Du aber optional diese Kurven selber programmieren und auch dann während der Fahrt zwischen den einzelnen Kurven "umschalten".

Wenn Du ein normales Motorrad fährst (ungetuned) und auch keinen Wert auf das letzte bischen Durchzug/Leistung legst, ist die DMC ein bewährtes Produkt. Wenn Du tüfteln und experimentiern willst, ist bietet die IIS mehr Möglichkeiten. Die Kosten sind annähernd gleich wenn ich es richtig erinnere. Bei der IIS gibt es Support aber nur in englisch, bei der DMC - da der Hersteller Deutscher ist - auch in Deutsch.

Deine Entscheidung... ;-)))

mfg


Lothar

von Lothar Eßer - am 11.05.2004 20:48
Hallo Robert & Lothar,
es ist richtig, dass sich beide Lösungen bezüglich Zündung sehr änlich sind.
Der 3 Phasen-Alternator von IIS ist jedoch ein doch beträchtlicher Unterschied zur einphasen-Spulen-Lösung mit der DMC.
Der 3 Phasen-Alternator bringt über 200W und müsste bereits ab 1500 1/min in der Lage sein die Batterie zu laden.
Bei der anderen Lösung liegt diese Grenze bei ca. 3'200 Umdr.

Ich selber kenne erst die Lösung mit der DMC, habe die schon selber verbaut und montiert. Für einen nächsten Upgrade würde ich hingegen die Lösung von IIS klar bevorzugen.
Diese Alternator Variante ist sicher technisch die bessere Lösung. (gemäss techn. Angaben)
Zur Montage Installation, Qualität, kann ich nichts sagen. Leider ist bei der DMC-Lösung mit Zusatzspule, die produzierte Leistung eigentlich immer noch zu klein. D.h. bei längerem bummeln beiniederen Drehzahlen, kann sich die Batterie immer noch entladen. Wenn Du aber darauf achtest, kannst Du damit sicher gut fahren und hast auch keine Probleme mehr.
... nur auf die Idee Griffheizungen zu montieren ider sowas, darf man immer noch nicht kommen! ;-)

Beste Grüsse
Urs

von Urs - am 12.05.2004 13:12
ja ,mensch super!!!!!!!!!!!!!
besten dank urs, besten dank lother!!!!!!!!!!
ich denk ich werde mich für die IIS entscheiden !
ich habe gehört, dass die wartezeit bei john im augenblick etwas länger sei !
er müsse sich um seine kranke frau kümmern !!! ??
mein englisch ist zwar mehr als bescheiden, aber es wird sch schon klappen!!!!!
kanke noch mal
gruss robert

von robert - am 13.05.2004 19:05
Nur der Vollständigkeit halber und ohne damit Urs völlig richtige Ausführungen in irgend einer Form zu bezweifeln: auch die Zündspulen der alten Laverdas lassen sich so wickeln, dass sie bereits ab ca. 1.700 - 2.000 U/min Ladestrom erzeugt (in Verbindung mit der DMC). Peter Piffka, Weilheim, macht sowas "unter Freunden" für überschaubares Geld. Und er weiß was er tut - er baut Elektro-Motoren nach Kunden-Anforderung (www.piffka.de).

Seine beiden 180°ler fahren problemlos die 1200Km von Weilheim über diverse Pässe bis Breganze und wieder retour ohne Problem. Die 73er läuft dabei sogar noch mit der ganz alten Zündspule, jedoch von ihm entsprechend modifiziert. Liefert etwas später die Lade-Leistung als die andere (76er), so daß er auf dem Rückweg in den Alpen das Licht ausschaten mußte. Sonst aber Null Problemo... (wenn ich da im Gegensatz dazu an die Batterie-Tauschaktion mit einer originalen 1000/1 vor 6 Jahren denke... - alle 250 Km dürfte ich mit ihm den Akku tauschen...)

;-)

Bezüglich John - ja das stimmt, allerdings geht es ihm zeitlich gesehen wohl wieder etwas besser, in sofern könnten u.U. die Wartezeiten sich wieder etwas normalisieren (wobei der Begriff "Normal" allerdings höchst individuell interpretierbar ist...)

mfg


Lothar

von Lothar Eßer - am 15.05.2004 17:16
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