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Informationen zum Thema:
Forum:
Frieder Badstübner
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Frieder Badstübner, Sven Findeiß, Maria

Zukunft der Zwickauer Gymnasien

Startbeitrag von Frieder Badstübner am 05.05.2001 13:49

Das Thema Schulnetzplanung kocht in diesen Wochen wieder hoch. Insbesondere geht es um den Bestand der Zwickauer Gymnasien. Pia Findeiß, die zuständige Bürgermeisterin, hat angekündigt, dass aufgrund der geringen Schülerzahlen möglicherweise noch ein weiteres Gymnasium in den nächsten Jahren gechlossen werden muss.
Da rückt vor allem das GHG ins Blickfeld. Schlechter baulicher Zustand, keine Sporthalle und auch die "Abstimmung mit den Füßen" (viele Eltern suchen für ihre kids nach Alternativen, aus welchen Gründen auch immer) sind Argumente die gegen den geschichtsträchtigen Zwickauer Bildungsstandort sprechen.
Wie soll es weiter gehen mit Zwickaus Gymnasien?

Antworten:

:confused: Ich verstehe die Welt nicht mehr! Warum ausgerechnet das GHG? Ich gehe selber auf dieses Gymnasium und bin mit meiner schulischen Ausbildung zufrieden. Es gibt an allen Schulen gute und schlechte Lehrer und auch gute und schlechte Schüler.
Wie kommt man eigentlich auf die Aussage des schlechten baulichen Zustandes? Wenn man sich die Pesta oder andere Gymnasien Zwickaus ansieht ist deren Zustand meiner Meinung nach nicht. Was haben denn andere Gymnasien was das GHG nicht hat? Die Turnhalle fehlt schon seit dem diese Schule gebaut wurde und viele Generation haben auch mit einem "weiterem" Weg zur Sporthalle diese erreicht und ihr Abitur bestanden. Man kann doch eine Schließung nicht nur an der Sporthalle festmachen.
Ich möchte außerdem einmal wissen wer es nötig hat unsere Schule in aller Öffentlichkeit (siehe Freie Presse) so schlecht zu machen! Ich habe in den 7 Jahren die ich dieses Gymnasium besuche nicht ein Zimmer gefunden wo Fußtritte an den Wänden bis zur Decke waren. Wahrscheinlich hat man sich den Keller des Gebäudes angesehen!!!
Ich hoffe, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin und sich eine wirklich kluge Lösung für das Problem gefunden wird.
:hot:

von Sven Findeiß - am 08.05.2001 14:32
Mir fallt ein, dass ich den Zeitungsartikel aus der Freien Presse gerne mal hätte! Frieder könntest du ihn mir per mail zuschicken? Danke Dein Sven

von Sven Findeiß - am 08.05.2001 14:40
Wenn mit der Schließung von Gymnasien der Weg für alternative Ausbildungsmöglichkeiten frei gemacht werden würden, könnte man die Schließung des GHGs durchaus positiv betrachten. Da von alternativen Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland aber kaum und wenn dann nur beschränkt die Rede sein kann, stellt die Schließung nicht mehr als einen weiteren Schritt zur geistigen Verarmung ostdeutscher Regionen dar. Einzig ernstzunehmender Punkt in der bisherigen Argumentation sind die geringen Schülerzahlen. Aber beweist es sich nicht oft genug, dass Schüler in unterbesetzten Klassen bessere Resultate erzielen? Ich will damit nicht die Errichtung einer Eliteschule als Alternative angeben, sondern lediglich darauf verweisen, dass niedrige Schülerzahlen noch lange kein Grund für die Schließung einer Schule sein dürfen.

von Maria - am 08.05.2001 21:57
Hi, Maria,
ich bin noch beeindruckt von dem, was ich heute Abend im GHG erlebt habe: Ein nicht ganz emotionsfreies (wie könnte es anders sein) und dennoch sehr sachliches Forum mit hochkarätiger Besetzung.
Mein Resumé:
1. Das GHG lebt nicht nur von seiner Tradition, sondern auch von seiner Gegenwart, die sich sehen lasssen kann.
2. Das allein ist - wie auch der Stadtratsbeschluss zur Schulnetzplanung - kein Ruhekissen.
3. Die beiden VertreterInnen der SchülerInnen waren die absoluten Highlights des Abends (incl. Versprecher). Eine Schule, die solche Persönlichkeiten hervorbringt, kann keine Schule sein, die zu schließen ist.
4. Wir dürfen die Augen nicht verschließen vor dem Fakt, dass sich weniger SchülerInnen an den städtischen Gymnasien anmelden, als erhofft. Darum gilt:
a) die Stadt muss die baulichen Voraussetzungen schaffen, dass das GHG attraktiver wird, als es momentan ist.
b) die Schule (Leitung, SchülerInnenschaft und Eltern) müssen die Schule offensiver "vermarkten" und überzeugende Angebote unterbreiten.
Ich möchte, dass das GHG im Zentrum Zwickaus bestehen bleibt (und die Mehrheit des Stadtrates möchte das bislang auch). Die Entscheidung darüber, wie es weiter geht, trifft der Stadtrat (nicht Herr Vettermann und auch nicht der Kultusminister in Dresden). Die Probeabstimmung aber erfolgt mit den Füßen = Anmeldezahlen.
Darum schaffen wir es nur gemeinsam.

von Frieder Badstübner - am 17.05.2001 22:52
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