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Oberliga - Thüringen - Handball
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vor 13 Jahren, 3 Monaten
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DG79

LSV Ziegelheim - Goldbach

Startbeitrag von DG79 am 07.11.2004 11:30

LSV Ziegelheim - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim 28:26 (13:9)

Die Wiedergutmachung nach dem völligen Einbruch in Erfurt ist den Ziegelheimer Handballern mit einer großartigen kämpferischen Leistung gegen den amtierenden Vizemeister gelungen. Die Vorzeichen aber standen alles andere als günstig. Neben Youngster Robert Kühnert und dem Langzeitverletzten Michael Kornetzky fehlte zudem berufsbedingt Michael Pößiger. Um den Verlust in der Abwehr zu kompensieren, wurde dafür Olaf Zielke für die „Erste“ reaktiviert. Obwohl er als Spielertrainer der „Zweiten“ dort in den letzten Wochen nur teilweise zum Einsatz kam, sollte sich der Rückgriff dank seiner Erfahrenheit für die Abwehr rechtfertigen. So war es besonders die Hintermannschaft um Chef Andreas Zielke, die den Goldbachern im ersten Durchgang das Leben schwer machte. Nach einer anfänglichen Torehatz (3:3, 6. min) übernahmen die Ziegelheimer das Zepter. Großer Kampfgeist zeichnete dann auch das Abwehrspiel der Gastgeber aus. Die Goldbacher wurden früh am Wurf attackiert oder aber Keeper Urwank erledigte den Rest. So stahlen sich die Hausherren ganz allmählich bis auf 10:5 (15. min) davon. Im Angriff lief dennoch nicht alles rund. Es haperte am richtigen Spielfluss. Überraschende Hüftwürfe von Karsten Knöfler oder Einzelleistungen von Sylvio Graichen erwiesen sich in dieser Phase als besonders wertvoll. Und natürlich immer wieder im Blickpunkt die gute Abwehrarbeit. So trafen die LSV-Männer „dank“ des nun eingewechselten Goldbacher Klasse-Keepers Marc Walter zwischen der 15. und 25. Minute zwar lediglich zweimal, aber auch die Gäste erzielten bloß ein Tor (12:6, 25. min). Nach der Pause setzte sich Ziegelheim zunächst auf 15:10 ab. Danach zeigte aber endlich einmal Goldbachs Torhüter Walter, dass ihm auch ganz menschliche Fehler passieren. Die meisten Zuschauer wunderten sich nämlich noch, warum Steffen Moritz plötzlich bei eigenem Anwurf von der Mittellinie scheinbar völlig sinnlos den Ball langsam in Richtung Goldbacher Tor warf. Dort stand Marc Walter am Torkreis und diskutierte noch mit seinen Vorderleuten, als der Ball schließlich zur Überraschung der Gäste im Netz einschlug. Das änderte aber nichts daran, dass Goldbach immer näher rückte. Als schließlich in der 38.Minute Nick Sense nach der dritten Zeitstrafe vom Feld musste, schwante den über 450 Zuschauern Schlimmes (16:13). Die Abwehr wurde weiter geschwächt und im Angriff musste nun Youngster Franz-Josef Bartlick zum ersten Mal so richtig heiße Oberliga-Luft schnuppern. Während Steffen Moritz Sonderbewachung „genoss“, musste er mit Karsten Knöfler das Spiel aufziehen. Und beide zeigten sich in den entscheidenden Phasen hellwach. Zweimal überraschte Bartlick mit zwei blitzschnellen Würfen Gäste-Abwehr und -Torhüter und sorgte für euphorische Jubelausbrüche auf den Rängen (21:17, 47. min). Karsten Knöfler spitzelte von Außen zweimal den Ball in die Maschen. Im Gleichschritt ging es so in die Schlussrunde. Goldbach, meist über Glief, ließ nicht locker und verkürzte auf zwei, Ziegelheim erhöhte wieder auf drei Tore (23:20, 23:21, …26:23, 26:24, 58. min). Anderthalb Minuten vor Ende scheiterte Steffen Moritz vom 7m-Punkt und vergab da schon die Vorentscheidung, während Goldbach postwendend den 26:25-Anschluss herstellte. Jetzt waren die Zuschauer in der Wieratalhalle gefragt und der LSV konnte sich auf sie verlassen. Mit stehenden Ovationen und „LSV“-Sprechchören gaben sie ihrer Mannschaft für die letzten zwei Minuten noch einmal gehörig Auftrieb. Keiner im LSV-Dress wollte dieses Spiel noch abgeben und im Gegenzug wird Sylvio Graichen trotz von Goldbach praktizierter Manndeckung frei gespielt und haut den Ball ins Netz. Goldbach fightet auch weiter und erzielt eine halbe Minute vor Schluss das 27:26. Der LSV spielt den letzten Angriff taktisch diszipliniert aus, eine letzte Finte von Moritz, und der macht seinen Fehler wieder gut und trifft zum 28:26-Endstand. Die Halle kocht, alle Zuschauer stehen nach einer echten Energieleistung der LSV-Männer und feiern gemeinsam mit ihren Spielern minutenlang diesen wichtigen Erfolg über eine sich nie aufgebende Goldbacher Mannschaft.

LSV: Urwank, Hahn; A. Zielke, Graichen (8), Sense (1), Reusch, Etzold (1), Knöfler (5), Moritz (11/5),

Bartlick (2), O. Zielke

Strafzeiten: LSV 16 min + 1RK (3x2 min) / BW 10 min 7m: LSv 7/5; BW 2/2

Schiedsrichter: Frese (Hohenstein-Ernsttal) / Lehmann (Thalheim)

Quelle: [www.lsv-ziegelheim.de]

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