Spielbericht Gotha - Ziegelheim

Startbeitrag von D.G. am 31.01.2006 07:47

Ernestiner SV Gotha - LSV Ziegelheim 23:21 (11:14)
Mit einer mehr als enttäuschenden Niederlage gingen die Ziegelheimer am Sonntagabend auf die Heimreise. Gegen die abstiegsbedrohten Gothaer bestimmten sie eigentlich die gesamte Partie, lagen ständig mit drei, vier Toren in Front, um aber in den letzten zehn Minuten kein einziges Mal mehr zu treffen. So wandelten die teilweise überhart zu Werke gehenden Gastgeber ein 17:20 in eine 23:20-Führung. Auf LSV-Seite wurde Andre Heinig schmerzlich vermisst, denn es gab bis auf den wieder starken Keeper Tobias Hahn und mit Abstrichen Ralf Reusch keinen Lichtblick.

Der LSV begann mit viel Tempo und hatte damit Erfolg (7:3, 12.). Dennoch wirkten die Gäste nicht sonderlich sicher in der „kleberfreien Zone“ der Ernestiner-Sporthalle. Dazu eine Randnotiz: Gotha spielte mit Sondererlaubnis, den Handballern droht der Rausschmiss aus der Halle, weil sie trotz Verbots geringfügig Klebemittel benutzten. Vielleicht sollten die Verantwortlichen statt ewigen Verboten mal einen Blick über den Tellerrand wagen, um zu sehen wie die Haftmittel-Thematik anderswo behandelt wird und ihre absolut unzeitgemäße Haltung zum Handballsport und den damit verbundenen Notwendigkeiten dringendst überdenken! In vielen neuen Hallen in Thüringen geht es doch auch.

Ziegelheim hatte mit Tobias Hahn seine große Stütze an diesem Tag im eigenen Kasten stehen. So wurden die anfänglich kleinen Schwächen in der Offensive gut übertüncht. Nach dem Seitenwechsel waren die Ziegelheimer weiter tonangebend, vergaben aber oft sichere Einwurfgelegenheiten und damit die Chance, weiter davon zu ziehen. Schließlich ging ab der 50. Minute überhaupt nichts mehr. Keine Ideen im Angriff, Fern- und Nahwürfe überall hin, nur nicht ins Tor. Die Verunsicherung wuchs im Minutentakt und sollte sich vergrößern, als Gothas Schütze vom Dienst plötzlich Fahrt aufnahm und einen nach dem anderen versenkte. An diesem Tag gab es kein Halten mehr. Dem LSV gelang nichts, Gotha auf einmal alles, ohne dabei wirklich großen Handball zu spielen. Binnen weniger Minuten drehten sie einen scheinbar aussichtslosen Rückstand von 17:20 zur eigenen 23:20-Führung. Doch allzu überrascht durften die Gäste nicht sein, denn diese Misere hatte sich schon frühzeitig angekündigt. Lange Zeit lagen die Ziegelheimer eigentlich nur vorn, weil die Hausherren im Angriff selber versagten. Bleibt zu hoffen, dass diese Niederlage der richtige Dämpfer für die LSV-Truppe war. Träumereien vom Medaillenrang sind nur mit einer hundertprozentigen Einstellung erlaubt, erst recht gegen Kandidaten aus dem Tabellenkeller. Am Sonnabend kommt mit dem HV Ilmenau der nächste Überlebenskämpfer. Und denen steht das Wasser wahrlich bis Unterkante Oberlippe.

LSV: Urwank, Hahn; S. Graichen (3), Tetzner, Moritz (9/6), Reusch (6), Bartlick, Knöfler, R. Kühnert,
Sense (2), Harles (1), A. Zielke
Strafminuten: Gotha 10; LSV 8 7m: Gotha 5/4; LSV 8/6
Schiedsrichter: Obenaus / Seidemann (Gera)

Quelle: www.LSV-Ziegelheim.de

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