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Oberliga - Thüringen - Handball
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
J.R.56

?! ....... oder das Lied von den zehn kleinen Negerlein

Startbeitrag von J.R.56 am 07.02.2006 11:29


Erst mal Glückwunsch an die Suhler Gastgeber für die engagierte Leistung, die sie am letzten Sonntag abgeliefert hatten. Toll auch der gut recherchierte Artikel über den Hermsdorfer Handball im Programmheft.
Zur Vorgeschichte.
Jede Mannschaft hatte in der laufenden Saison schon mit Verletzungsproblemen zu kämpfen gehabt, nun hatte es auch beim Tabellenführer deftig zugeschlagen. Der letzte Donnerstag war in diesem Sinne ein rabenschwarzer Tag.
Erst Stefans Sehnenabriss am rechten Daumen, dann Eikes Kapselriss und Mischis Handverletzung machten das Kraut so richtig fett. Da die potentiellen Nachrückekader aus der Zwoten auch nicht präsent waren, konnte nur unsere A- Junior M. Parybyk mitfahren.
Ohne den kompletten rechten Rückraum und mit 7 Feldspielern + Marcus musste diese Aufgabe in Angriff genommen werden.
Man merkte unseren Jungs schon die Unsicherheit in Angriff und Deckung an. In dieser Zusammensetzung wurde noch nie trainiert, geschweige zusammen gespielt. Umso höher muss ich die mannschaftliche Gesamtleistung loben. Das Spiel begann sehr zäh.
Die Hermsdorfer rannten bis zur 20 Minute immer einem zwei Tore Rückstand hinterher.
Es zeigten sich, aus dem bereits oben Geschilderten, einige gravierende Deckungsprobleme. Die Verwertungsquote im Angriff ließ auch mächtig zu wünschen übrig. Mit der Einwechslung von „Ossi“ im Tor kam mehr Stabilität. Die Gäste gingen mit 9:8 (22`) erstmals in Führung.
Suhls Trainerfuchs Gerd Stefanowsky nahm eine Auszeit und stellte in der Suhler Deckung um. Dies zeigte Wirkung und die sich gerade stabilisierenden Hermsdorfer gerieten erneut ins Hintertreffen (10:13 nach 27`). Mit Glück und Geschick wurde noch der Anschluss (12:13) bis zum Pausenpfiff erzielt.
Die Ansprache des Trainers in der Pause möchte ich nicht weiter kommentieren, nur soviel, es wurde recht laut.
Die Jungs kamen hoch motiviert zur zweiten Halbzeit aufs Parkett. Dem ersten Angriff der Gäste fehlte noch der krönende Abschluss (Geisi wurde klasse frei gespielt, traf aber nur den Pfosten da er auch noch 7 Meter reif gefoult wurde). Dem folgenden Gegentreffer der Gastgeber zum 12:14 folgte die Spiel entscheidende Phase für die Youngsters. Die Kreuzritter machten aus einem zwei Tore Rückstand binnen 8 Minuten eine 4 Tore Führung. Die Deckung stand wie eine Wand und im Gegenzugverhalten wurden die Gastgeber ausgekontert. „Heile“, noch in der ersten Halbzeit mächtig in der Mannschaftskritik stehend, netzte mehrfach gekonnt ein. Am Ende brachte er es auf 7 Buden.
Bis zur 50`, beim Stand von 24:20 und zur 55` (27:23) lief alles noch in geregelten Bahnen.
Die letzten fünf Minuten, Parallelen zum Goldbach Spiel waren unverkennbar, sollten das Spiel fast noch zum Kippen bringen. Hermsdorf kassierte in den letzten 6 Minuten der Partie 5 seiner insgesamt 6 Zeitstrafen und spielte von da dann permanent in Unterzahl. Es wurden den Gästen nicht nur zwei glasklare Siebenmeter verweigert, sondern dem Gastgeber auch noch einer geschenkt. Zustimmung bekamen die Hermsdorfer auch von fachlich kompetenter Seite, Sonnebergs Trainer St. Albrecht, der die Gäste in den letzten 5 Minuten klar benachteiligt sah. Die sich daraus rekrutierende Hektik auf dem Parkett und auf den Rängen, muss man leider dem einen Spielleiter zuordnen, auch wenn mir bewusst ist, dass uns diese Äußerung mit Sicherheit auch mal wieder auf die Füße fallen kann. Man sieht sich im Leben halt manchmal nicht nur einmal (Goldbach) und das war dieses mal nun die zweite mehr oder weniger unangenehme Begegnung in dieser Saison.
P.S. Die sich anschließende Diskussion in der Sportlergaststätte mit dem Suhler Hallensprecher über die Nichtentschuldigung vom Hermsdorfer Spieler beim Kopftreffer (59:45) am Suhler Torwart möchte ich klarstellen. Unser Spieler hat sich nach dem Spiel sofort entschuldigt und auch noch von unserem Masseur den Eisbeutel, zur Kühlung, gebracht. Er selbst (der Hallensprecher) sollte aber jegliche unsachliche Spielkommentierung, während des Spieles, unterlassen. Ein Spielbeobachter hätte die dort getätigten Äußerungen auch schnell zum Nachteil des Vereins auslegen können. Es gibt Regel, wir wissen aus Erfahrung wovon wir reden.



OTZ Regionalteil vom 07.02.2006
Spitzenreiter muss sich durchbeißen




Handball: Knapper Auswärtssieg - Schiris rücken ins Rampenlicht - Riedel hat OP-Termin
Männer - Oberliga: HC 99 Suhl - SV Hermsdorf 26:27 (14:13).
(OTZ/piek) Jetzt hat es auch den Spitzenreiter erwischt.
Mit Michael Remme, Stefan Riedel und Eike Rach fehlten bei den Handballern des SV Hermsdorf am Sonntag beim Punktspiel in der legendären Suhler Wolfsgrube verletzungsbedingt gleich drei Leistungsträger. Es reichte trotzdem zum 17. Sieg im 18. Spiel.
"Es war ein Arbeitssieg. Wir haben uns durchgebissen", sagte SVH-Trainer Steffen Schreiber. Manager Ralf Johnke meinte nur "Hauptsache gewonnen!"
Recht hatten beide. Hermsdorf tat sich schwer. Im zweiten Abschnitt gelang zwar eine Drei-Tore-Führung. Spielerische Glanzpunkte fehlten. Suhl nahm Ferenc Bergner, der im halbrechten Rückraum spielte, in Manndeckung. Mit dieser taktischen Maßnahme hatten die Gäste so ihre Schwierigkeiten. Michael Tänzer rückte auf halblinks, agierte clever, suchte die 1:1-Aktionen. Die Gastgeber kamen heran. Hermsdorf konnte sich wieder befreien. Als sich alle schon mit einem knappen Sieg für den Tabellenführer abgefunden hatten, rückten plötzlich die Spielleiter ins Rampenlicht.
Es waren genau die beiden Herren, die das Spiel der Hermsdorf in Goldbach leiteten. Sie drückten der Partie in den letzten fünf Minuten "ihren" Stempel auf. Der drei Tore Vorsprung schrumpfte. "Ich bin nicht der Trainertyp, der sich gleich über Schiedsrichter aufregt. Was die zwei aber in den letzten Minuten gepfiffen haben, kann ich nicht verstehen. Tut mir leid! Da fehlen mir die Worte", sagte Schreiber.
Noch acht Punktspiele liegen vor seinem Team. Das Gros der Partien muss der SVH ohne Stefan Riedel auskommen. Wie OTZ erfuhr, hat der 24-Jährige am heutigen Dienstag in Jena einen OP-Termin. Am Daumen seiner Wurfhand ist eine Sehne gerissen, die ersetzt werden muss. Mindestens fünf Wochen wird Riedel fehlen. Läuft die Heilung ohne Komplikationen ab, könnte er im April zur Regionalliga-Relegation wieder mit dabei sein.
Nicht ganz so schlimm ist offenbar die Verletzung von Rechtsaußen Eike Rach. Statt vier bis sechs Wochen Pause, wie erst vermeldet, könnte Rach etwas früher zurück kehren. Unklar ist, wie lange Aufbauspieler Michael Remme ausfällt. Er hat sich im Training an der Hand verletzt. Positiv ist die Meldung, dass Daniel Franke ab sofort wieder regelmäßig trainieren kann. Er ist für die rechte Seite mehr als eine Alternative.

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