Die Kreuzritter zementieren ihre Tabellenführung

Startbeitrag von J.R.56 am 20.02.2006 15:24

Man kann über die Partie sagen was man will aber die Gäste aus dem Holzland haben verdient zwei Punkte aus Bad Blankenburg mit nach Hause genommen.
Der Sieg ist um so höher zu bewerten, weil die Verletztenliste nicht kleiner, sondern noch größer geworden ist. Mit 3 A- Junioren im Kader wurde ein mit voller Kapelle angetretener HSV bezwungen. Spieltechnisch gesehen präsentierten sich die Gäste eine Klasse besser als die Hausherren.
Die Überraschung begann schon auf der Torhüterposition. Der noch am Samstag für seine Leistung bei den Junioren gescholtene 17 jährige A- Jugendtorhüter Matthias Passarge, hütete über 60 Minuten das Tor der Gäste. Er sollte in Hinblick auf die eventuelle Relegation seine Bewährungsprobe bekommen, da Torwartlegende Karsten „Ossi“ Oswald, zum Zeitpunkt der Relegation, seiner vor der Entbindung stehenden Frau zur Seite stehen wird. „Ossi“ und Pierre akzeptierten die Entscheidung des Trainers anstandslos,Matthias dankte dem Einsatz mit einer tollen Leistung.
Die Gäste begannen die Partie mit der Erfolgsaufstellung aus dem Königseespiel. Nur Youngster Marvin Schreck, am Vortage erfolgreichster Werfer bei den Junioren (18 Tore), rückte als Neuling in die Anfangsformation. Er sollte den gefährlichen Rechtsaußen, Stefan Oertel, offensiv bespielen.
Zwei Klasse Paraden des Hermsdorfer Torhüters und zwei Kontertore waren einen verheisungsvollen Auftakt für die Gäste. Die Chance für das 3:0 war da, wurde aber versemmelt und im Gegenzug gelang dem Gastgeber der Anschluss. Die Hermsdorfer, aus einer 6:0 Deckung heraus, waren sehr agil. Manko in der ersten Halbzeit die Chancenverwertung und zu viele technische Fehler (10 Stück). Das hatten wir lange nicht mehr. Nach 5 Minuten stand es 4:3 für die Gäste, nach 10 Minuten 6:5, nach 15 Minuten 8:8.
Es folgte die beste Phase der Kreuzritter. Es gelang die Fehlerquote etwas einzudämmen und der nun im Angriff eingesetzte Norman Kietzmann schwang sich zum „Vollstrecker“ auf. Seinen fünf Toren in Halbzeit eins ließ er in der Zwoten noch 8 weitere folgen. Die Gäste konnten sich über 12:9 (20`) bis zur 25. Minute auf 14:11 absetzten. Probleme bekamen die Hermsdorfer nur über den Halbrechten, durch den Tschechen Stanislav Starha. Erst folgte die etwas niederschmetternde Verletzung von Mischi Remme am linken Fuß. Er fiel für den Rest des Spieles aus und eine erste Diagnose deutet auf eine längere Spielpause hin. Die sich daraus ergebenden personellen Umstellungen, A-Junior Marcus Parybyk rückte ins Team, führten zu Anpassungsproblemen.Bis zur Pause konnte der HSV bis zum Anschlusstreffer zum 16:15 verkürzen.
Ordnen der Reihen in der Halbzeitpause. In Halbzeit Zwei sollten sich die spielerischen Möglichkeiten der Hermsdorfer noch besser auszahlen. Die Probleme mit dem Rückraumwerfern des HSV wurden erkannt und die Deckung auf eine offensive 5 +1 Abwehr umgestellt. Damit hatte der Gastgeber in Folge so seine Probleme und den Hermsdorfern gelang es eins ums andere Mal, den Ball weg zu spitzeln oder unmotivierte Würfe der Gastgeber zu provozieren. Die eigene Wurfquote verbesserte sich obwohl dem ansonsten sehr sicheren Konterspiel mehrfach der krönende Abschluss fehlte. Norman, im Hinspiel noch mächtig gescholten, setzte die Akzente. Seine Quote, 13 Tore bei 15 Wurfversuchen, war schon klasse. Ferenc als sicherer Vollstrecker vom Punkt war die nächste Trumpfkarte der Gäste. Nach 45 Minuten stand es 25:20 für die Holzländer. Bis zur 55. Minute erhöhte sich der Vorsprung auf 30:23. Eine Vorentscheidung war schon lange gefallen. Die nun langsam nachlassenden Kräfte der Gäste führten noch zur Ergebniskosmetik. Man wollte auch dem Publikum ein paar Schmeckerchen bieten, die gingen aber mehr oder weniger in die Hose. Der Gastgeber kam gegen die in Unterzahl spielenden Hermsdorfer noch zu mehreren Kontertoren und konnte das Ergebnis freundlicher gestallten.
Fazit. Auch mit einer personell geschwächten Mannschaft haben die Kreuzritter ihre Klasse bewiesen und das knappe Hinspielergebnis vergessen gemacht. Dem mitgereisten Fanblock, trotz Faschingsumzug in Hermsdorf, ein Dankeschön für die unermüdliche Unterstützung.
Es zeigte sich, dass der vor zwei Jahren beschrittene Weg, ein einheitliches Spielkonzept über alle Mannschaften hinweg zu trainieren, der richtige ist. Die drei eingesetzten Nachwuchsspieler konnten die Spielvorgaben problemlos umsetzten, da in der A, B und C-Jugend das gleiche trainiert wird wie in der Ersten und Zweiten. Sicherlich auch ein Grund für die Hermsdorfer Erfolge, an der die Landesauswahltrainer Uwe Remme und Jens Friedrich und die anderen hier ungenannten Übungsleiter maßgeblichen Anteil haben.

Statistik: Tore: Kietzmann(13); Remme(0); Nowak(0); Geisenhainer(2); Tänzer(2); Parybyk(0); Heilwagen(2); Schreck(3); Bergner(9/6)
7 Meter : SVH 6/1
2 Minuten SVH: 3 HSV: 5

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