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Oberliga - Thüringen - Handball
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
J.R.56, Raumi03

Deutlicher Sieg mit rassistischem Hintergrund

Startbeitrag von J.R.56 am 05.03.2006 09:51

Nachdem die Erste zum Handballerfasching sich toll präsentiert hatte und das Ganze am Freitag eine rundum gelungene Veranstaltung war mit über 300 Handballern, Fans und Gästen, wurde der Samstag aus sportlicher Sicht für die Erste, Zwote und die A- Junioren auch ein ordentlicher Abend. Spielerisch lief nicht alles rund aber alle drei Mannschaften gewannen ihre Spiele mit mehr als 11 Toren Vorsprung.
Trotz personellem Notstand kam am Ende ein deutlicher 32:21 Sieg heraus.
Bis zur 5. Minute stand es noch pari pari (2:2). Danach konnte sich der Gastgeber schrittweise absetzten. Das Gothaer Spiel, welches vorrangig auf ihren Rückraumwerfer L. Gewalt zugeschnitten war, wurde vom Gastgeber erkannt und mit offensiver Deckung bespielt. Das brachte die Angriffsbemühungen der Gäste arg ins Stottern. Bis zur 15. Minute konnten sich die Kreuzritter auf 8:4 absetzten. Die Deckung hatte bis dahin mehrfach Würfe der Gäste erfolgreich geblockt. Nach 22. Minuten stand es 13:5 für den Gastgeber.
Es folgte eine unschöne Situation. Der bis dato überragend spielende Ferenc Bergner, zuvor schon mehrfach vom Gegner überhart bearbeitet, schupste seinen Gegenspieler leicht und sah dafür die Rote Karte. Sicherlich für von einem Führungsspieler nicht rühmlich aber wenn man die 20 Minuten vorher sieht, dann war der Frust verständlich, zu sehr wurde er geprügelt.
Die Reihen mussten neu gerichtet werden und der Vorsprung hielt sich bis zur Pause beim 17:10.
Eklat Anfang der zweiten Halbzeit. Und wieder war Ferenc mit von der Partie. Dieses Mal aber war es unter der Gürtellinie. Gothas Co-Trainer lies sich zu einer rassistischen Äußerung gegen ihn hinreisen. Danach flippte Ferenc etwas aus. Für einen Übungsleiter und verantwortlichen Trainer ein Armutszeugnis und beschämend zugleich.
In Halbzeit zwei konnte Gotha anfänglich verkürzen (35`18:14). Auszeit durch den hermsdorfer Trainer. Kurze Ansprache, danach lief es wieder besser. 23:16 nach 45 Minuten, 27:18 nach 50 Minuten. Die Messen waren gelesen. Geisi markierte beim 32:20 den 700. Treffer für die Holzländer.
Fazit: Gewonnen trotz mäßiger Wurfquote. Die Gäste waren einfach zu langsam und versuchten ihre Nachteile mit übertriebener Härte auszugleichen. Zwei Punkte näher am Meistertitel und der Relegation.
Statistik: Tore: Kietzmann(7); Nowak(1); Geisenhainer(6); Tänzer(3); Parybyk(n.e.); Heilwagen(2); Kühne(2); Klecha(2); Bergner(5/1); Herzig(4/2)
7- Meter : SVH 3/1 Gotha 3/1
2- Minuten : SVH 5 ( dabei 1xRK) Gotha: 11 (dabei 3x2`für die Nr.8)

Antworten:

Bericht OTZ / Regionalteil

Bergners Ansturm gestoppt

Handball: Tumultartige Zustände kurz vor Ultimo - Hermsdorf besiegt schwachen Gast
Von Jens Henning Männer, Oberliga: SV Hermsdorf - Ernestiner SV Gotha 32:21 (17:10). Neun Minuten vor Schluss, beim Stand von 27:18 für Hermsdorf, gab es an der Gothaer Bank tumultartige Zustände. Auslöser war ein erneutes Foul an einen Hermsdorfer. Die Schiris zeigten ebenfalls Rot.

Ferenc Bergner, der nach seiner Herunterstellung längst in Zivil-Sachen das Spiel beobachtete, konnte sich diese Unfairness nicht mehr mit ansehen. Er war aufgebracht, stand schon zwei Meter im Spielfeld. Die Situation schien geklärt.

Da wollte plötzlich Bergner auf den Gothaer Mannschaftsverantwortlichen zustürmen. Zum Glück konnte ihn sein SVH-Mitspieler Stefan Riedel aufhalten.

Auch der herbei geeilte Co-Trainer Steffen Reis, der Bergner vorsorglich in den Kabinengang drängte, verhinderte wahrscheinlich Schlimmeres.

Wie OTZ erfuhr, soll der Gothaer Trainer den Hermsdorfer Sportfreund in Anspielung auf seine dunkle Hautfarbe mit einer rassistischen Äußerung persönlich beleidigt haben (Der Wortlaut ist dem Berichterstatter bekannt).

Die Hermsdorfer Verantwortlichen verzichteten ebenfalls zum Schutz des Spielers darauf, diesen Vorfall offiziell ins Spielprotokoll einzutragen.

Hermsdorfs Handballer sind seit Sonnabend nur noch zwei Punkte vom Meistertitel entfernt. Mit 32:21 setzten sie sich locker gegen einen schwachen Gegner aus Gotha durch.

Viel wichtiger war für die beiden Trainer Steffen Schreiber und Steffen Reis: Es hat sich kein Spieler weiter verletzt. Obwohl es während der 60 Minuten einige Schrecksekunden gab, wo den Verantwortlichen auf der Hermsdorfer Auswechselbank mächtig Angst und Bange wurde.

Die Gothaer, die im Vergleich zum Heimspiel diesmal einen langsamen und behäbigen Handball zeigten, langten einige Male zu und gefährdeten damit die Gesundheit des Kontrahenten.

Ferenc Bergner wurde bei seinem Treffer zum 8:3 (14.) böse im Gesicht getroffen. Er musste auf dem Parkett liegend von Masseur Holger Posse versorgt werden. Acht Minuten später war Schluss für den Hermsdorfer Führungsspieler. Wegen einer Unsportlichkeit - er riss sich los und schlug dabei einem Gothaer auf den Unterarm - sah er die Rote Karte. Der Gastgeber musste umstellen. Spielerisch klappte an diesem Abend längst nicht alles, trotz eines starken Mario Kühne. Das war auch der einzige Kritikpunkt Schreibers in der Analyse. Der SVH war klar unterlegen. Die Gothaer, sieht man mal vom wurfstarken Lars Gewalt ab, hatten nie eine Chance.

von J.R.56 - am 06.03.2006 08:15

Richtigstellung

Ich möchte mich hiermit offiziell beim Trainer von Gotha entschuldigen. Die Äußerung kam nicht von ihm sondern von seinem Co.

von J.R.56 - am 09.03.2006 09:35

Re: Richtigstellung

Was hat denn der Utz gesagt würde mich schon interessieren.

von Raumi03 - am 09.03.2006 16:33
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