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Oberliga - Thüringen - Handball
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vor 11 Jahren, 7 Monaten
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Georg B.

ESV Lok Meiningen - HSV 1990 Apolda

Startbeitrag von Georg B. am 06.03.2006 18:46

ESV Lok Meiningen - HSV 1990 Apolda 25 : 17 (14:6)

Saustarkes Spiel der Lok-Männer

Das hätten sich die kühnsten Optimisten nicht träumen lassen, dass der ESV die Glockenstädter mit einer Niederlage und dazu noch in dieser Deutlichkeit wieder gen Osten schickte. Damit wahrte der ESV seine Chancen auf den Klassenerhalt. Vor allem Trainer Dieter Schulz war mehr als glücklich über diese tolle Leistung seiner Mannschaft. Man merkte den Einheimischen von der ersten Sekunde den unbedingten Siegeswillen an, wieder mit Frank Baumann, der den Dampfkessel gleich auf Touren brachte. Sein Kampfgeist breitete sich wie ein Virus in der Mannschaft aus. Apolda hatte Anwurf, scheiterte aber gleich am bestens aufgelegten Michael Jakob im ESV-Tor, der in der ersten Halbzeit 13 (2.HZ - 5 x) glasklare Chancen des HSV zunichte machte. Das war die Grundlage für das erfolgreiche Meininger Spiel. In den ersten 3 Minuten mussten beide Mannschaften ihrer Nervosität Tribut zollen. Beide vergaben gute Möglichkeiten. Christopher Westhues war es vorbehalten, den Torreigen zu eröffnen. Jens Kellner schloss sich ihm an und erzielte das 2:0. Dann hatten sich die Gäste sortiert und schafften mit Viorel Sava per 7m das 2:1, Mattias Koch nutzte einen Abpraller vom Meininger Torwart zum 2:2 und nachdem Adam erst einmal 2 Dinger vergeigt hatte, schaffte V.Sava 2:3-Führung, die aber die einzigste für die Gäste im Spiel (2:3/8.)blieb. Es schien, als liefe es wie immer. Der Favorit geht in Führung und Lok rennt dem Vorsprung hinterher. Diesmal war alles anders. In den nächsten 12 Minuten legten die Gastgeber den Grundstein für den Sieg. Mit Michael Jakob im Rücken und einer sehr beweglichen, gut gestaffelten und sehr aggressiven Deckung unterbanden die Lok-Spieler immer wieder das Apoldaer Angriffsspiel. Christopher Westhues und Michael Adam, der diesmal eine seiner besseren Leistungen ablieferte (7 Tore), waren in den nächsten 12 Minuten die Schützen, die Lok mit 9:3 in Front brachten. Die beiden Werfer der Gäste V.Sava (4/1) und Torsten Dippmann (kein Tor) wurden sofort schon bei der Ballannahme massiv gestört und kamen nicht zur Entfaltung. Nach dem 5:3 (15.) für Lok hatte Trainer Ralf Börmel (Apolda) die Auszeit genommen, um seine Jungs wieder auf Kurs zu bringen. Es brachte aber nichts. Sava traf nur das Holz, und dann blockte Niels Greiner noch zwei Würfe von ihm ab. Das zerrte schon deutlich an seinem Nervenkostüm. Er traf dann nur noch zum 9:4 und 10:5 und gleich nach der Pause noch einmal, mehr Treffer konnte er diesmal nicht beisteuern. Der ESV witterten Morgenluft und zog die erfolgreiche spielerische Linie bis zur Halbzeit durch. In dieser Phase war der Gast chancenlos und von dem Tempospiel des ESV völlig überrascht worden. Zur Entschuldigung des HSV muss man aber anmerken, dass an diesem Tag die Glücksgöttin eindeutig für die Meininger Mannschaft Partei ergriffen hatte. Die Quote der Holztreffer war bei Apolda deutlich höher (3x Sava +..). Aber auch solche Tage muss man verkraften, das wissen die Meininger Spieler nur zu gut. Der Pausenstand von 14:6 war schon die Sensation, wurde aber von den Lok-Spielern nicht überbewertet. Es kamen ja noch einmal 30 schwere Minuten und der Gast hatte mehr Alternativen auf der Bank. Die Ansage des HSV-Trainers in der Kabine war wohl eindeutig. Lok hatte Anwurf und Frank Baumann erzielte seinen 2.Treffer. Michael Jakob machte da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Er hielt einen 7m und den Nachwurf. Dann verschärfte Apolda das Tempo deutlich und konnte verkürzen (15:7). Die Lok-Spieler hielten aber noch voll dagegen und hatten das Glück des Tüchtigen, da wieder 2x das Holz Treffer der Gäste verhinderten. Westhues dagegen verwandelte einen Strafwurf und Thomas Kolbe erhöhte mit seinem 3.Treffer, nach Zuspiel von Baumann auf 17:7 (36.). Das war dann doch zuviel für die Gäste. Begünstigt durch eine Zeitstrafe für Jens Kellner und gleich anschließend für Niels Greiner, spielten sie jetzt ihre Überzahl mit viel Tempo aus und verkürzten auf 17:10 (41.). Für das kurioseste Tor sorgte wieder einmal Thomas Kolbe, er traf mit einem Sprungwurf über die HSV-Abwehr zum 18:10 (42.). Jetzt machte sich der Kräfteverschleiß bei Lok bemerkbar. Michael Adam überraschte mit einer Granate von 10 Metern den sich steigernden Torhüter Jens Golke im Gästetor (19:11/44.). Dann waren die Glockenstädter auf dem Vormarsch. Sie bestraften die sich einschleichenden Fehler durch Konzentrationsmängel bei Lok sofort und kamen bis auf 20:16 (50.) heran. Nach 8 Minuten der Abstinenz erzielten Mike Pfeiffer und Chr.Westhues ganz wichtige Treffer und setzten damit endgültig das Signal auf Sieg (54.). Die Gäste griffen zum letzten Mittel und praktizierten eine offene Mannsdeckung. Die Ballgewinne konnten sie aber nur noch 1x erfolgreich umsetzen (22:17/55.). Auch die letzte Zeitstrafe für M.Adam nützte nichts mehr, im Gegenteil, er hatte in den 2 Minuten noch einmal richtig Kraft geschöpft und machte mit den beiden letzten Treffern für Lok den Sack zu.

Fazit des Trainers: Ich war schon überrascht, dass meine Mannschaft zu solch einer Leistung über 60 Minuten nach der harten Saison bisher imstande ist. Es hat ja kaum einer der Spieler eine richtige Verschnaufpause bekommen. Um so mehr freue ich mich und bin glücklich über den Sieg. Es hat richtig gut getan und gibt viel Selbstvertrauen für die Begegnung am kommenden Sonntag in Gera.

Statistik: Jakob, Pfeiffer (1), Adam (7), Kellner (2), Kolbe (4), Greiner (2), Baumann (2), Volkmar, Westhues (7/2);

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