Ersten Matchball verwandelt -

Startbeitrag von J.R.56 am 12.03.2006 12:08

Im Schneechaos kühlen Kopf bewart und die Meisterschaft perfekt gemacht.
Schon die Anreise war stressig. Für ansonsten 30 Minuten haben wir fast die dreifache Zeit gebraucht. Der Winterdienst war überfordert, die Hermsdorfer Handballer im Endeffekt nicht.
Auch wenn es nicht die Galavorstellung war, die man sich vielleicht gewünscht hatte, gewonnen ist gewonnen. Im Endeffekt hat sich die Mannschaft durchgesetzt, die die gesamte Saison am konstantesten spielte und das waren nun mal die Kreuzritter, trotz des verletzungsbedingten Ausfalls der drei „R“ (Riedel, Remme, Rach) .
Die Zielvorgabe des Trainerduos war eindeutig formuliert. Heute machen wir den „Sack zu“.
Der Druck, der auf der Mannschaft lastet, war vor allem in der ersten Halbzeit merklich spürbar. Co Steffen Reis ließ mehrfach seinem Unmut freien Lauf. Ob es nun am Ball oder an der Unkonzentriertheit lag, 11 einfache technische Fehler waren einfach zu viel des Guten.
Das Spiel begann sehr ausgeglichen. Apoldas Trainer R. Börmel hatte wohl sehr genau die Pokalniederlage gegen die Hermsdorfer von vor 14 Tagen analysiert. Der Gastgeber begann ohne V. Sawa und zeigte sich vor allem im Deckungsverband sehr robust und stabil.
Bis zur 5. Minute ausgeglichenes Spiel beim 2:2. Danach kam die Angriffsmaschine der Gäste auf Betriebstemperatur. Die Wurffehler beim Gastgeber häuften sich und die Kreuzritter zogen, ohne zu glänzen, bis zur 10. Minute auf 7:3 davon. Ferenc als Denker und Lenker und Geisi, als Kämpfer am Kreis, überzeugten bis dahin.
Wer nun dachte es läuft alles so seinen normalen Gang, der sah sich getäuscht. Des folgte die Phase der 7 Fang- und 3 Abspielfehler. Nach 15 Minuten stand es auf einmal nur noch 7:6.
Auszeit durch die Hermsdorfer Bank. Die brachte aber wenig, schlimmer, Apolda ging sogar nach 18 Minuten erstmals mit 8:7 in Führung. Nach über zehn Minuten (in der 20`) wieder ein Treffer für die Hermsdorfer zum 8:8. Apolda konterte zum 9:8. Beim 9:9 Time Out durch den Apoldaer Trainer. Danach ging aber die Post nicht beim Gastgeber, sonder bei den Kreuzritter ab. Nach 25 Minuten stand es 12:9 für die Gäste, zur Halbzeit 15:12.
In der Halbzeitpause sachliche Analyse. Howie meckerte das schlechte Handling mit dem Ball an. Die Truppe schwor sich auf die zweite Halbzeit ein. Wir wollen es wissen.
Nach 35 Minuten 18:15, nach 40 Minuten 21:18. Der Vorsprung pegelte sich immer so bei 3 bis 4 Toren ein. Bis dahin auch von der Fairness her ein ansehnliches Spiel. Das hohe Tempo im Spiel sorgte aber dann dafür, dass bedingt durch den Kräfteverschleiß, der Gegenspieler teilweise nur noch mit unlauteren Mittel gebremst werden konnte. Bis zur 39. Minute gab es für Hermsdorf zwei und den Gastgeber gar nur eine Zeitstrafe und das bei den für ihre strenge Regelauslegung bekannten Schiedsrichtern Dähne/Scholz. Es wurde danach, wie gesagt, etwas ruppiger. Maus flog gegen die Hallenwand und prellte sich dabei die Hüfte. Marcus musste dafür ran. Nach 45 Minuten 25:22 für den Gast aus dem Holzland. Die letzten 10 Minuten des Spiels begannen mit einer 29:25 Führung der Kreuzritter. In der 51. Minute (30:25) Auszeit durch den Gastgeber. Es folgten taktische Umstellungen. Beide Rückraumschützen der Hermsdorfer wurden nun Press genommen. Unsere Zwergen Garde um Maus, Marcus, Ziege und Heile mussten das Spiel nun machen. Die Manndeckung zeigte auch kurzzeitig Erfolg (30:27). Danach hatte man sich darauf eingestellt und spielten die größere Cleverness und Abgezocktheit gnadenlos aus. Heile, in der ersten Halbzeit ohne Wurfglück und Norman, mit mächtigen Rückenschmerzen ins Spiel gegangen, netzten mehrfach erfolgreich ein. Ziege zeigte endlich mal wieder auf seiner angestammten Linksaußenposition was er eigentlich leisten kann. Maus und später Marcus trieben das Spiel der Gäste an. Die letzten 7 Minuten waren dann nur noch Schaulaufen. Die individuellen Stärken der Hermsdorfer sorgten dann für klare Fronten. Nach knapp 59 Minuten, beim Stande von 35:28, war alles gegessen. Der Schlusspfiff ließ alle Jubeln. Endstand 35:30 für die Holzländer.
Mit der sich anschließenden Sektdusche wurde der Thüringenmeister euphorisch gefeiert.
Leider leerte sich die Apoldaer Halle bis auf die mitgereisten Gästefans sehr schnell.
Der Sieg und die errungene Meisterschaft wurden dann noch kurzfristig im Big Brother Haus (Hermsdorfer Bergstübel) gefeiert.
Dank allen, die an diesem Erfolg teilhatten. Es gilt nun, die noch ausstehenden Spiele zur Vorbereitung der Relegation zu nutzen und den Kranken- und Verletztenstand zu senken.

Statistik: Kietzmann(5); Nowak(2); Geisenhainer(4); Tänzer(0); Parybyk(0); Heilwagen(5); Kühne(2); Bergner(11/7); Herzig(6)
7 - Meter: SVH 7/7 Apolda 4/2
2 - Minuten: SVH 4 Apolda 8 + RK (58`) für V. Sawa

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