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Forum Hamburg-Liga Handball
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vor 13 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 6 Monaten
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Woodstein, Poirot

HGN - NSV

Startbeitrag von Poirot am 22.01.2005 10:04

Abstiegskampf statt Prestige-Duell

Stadtderby: Die Oberliga-Handballer der HGN und vom NSV treffen zum zweiten Mal in dieser Saison aufeinander.


Von Ulrich Stückler

Norderstedt - "Das ist kein Prestige-Duell mehr", sagt Carsten Heide, Trainer der Oberliga-Handballmänner der HG Norderstedt, "aus dem Spiel um die ,Ehre' ist mittlerweile ein echter Abstiegskampf geworden." Mit der Einschätzung dürfte der Trainer richtig liegen, denn wenn am Sonntag (17 Uhr) Heides Team und die Männer vom Norderstedter SV zum zweiten Mal in dieser Saison im Schulzentrum Süd aufeinandertreffen, dann geht es in der Tat nicht mehr nur um die "Vorherrschaft" in Sachen Handball in der Stadt Norderstedt, sondern ums sportliche Überleben beider Teams.

Mit 11:13 Punkten auf dem Konto sind die HGN-Männer als Tabellenachter nur noch zwei Zähler vom zehnten Rang entfernt. Dieser Platz würde zum Saisonende im Fall des Abstiegs der SG Wilhelmsburg als zweite oder gar dritte Hamburger Mannschaft aus der Regionalliga Nord ebenfalls noch den Gang in die 2. Hamburger Liga bedeuten.

Noch schlechter steht es um das Team von NSV-Trainer Volker Paul. Mit 8:16 Zählern liegen Pauls Männer auf dem Abstiegsrang elf und müssen unbedingt punkten, um noch an mindestens zwei Konkurrenten vorbeizuziehen. "Allerdings sind wir diese Situation mittlerweile gewöhnt. Das und die Rolle des ,Underdogs' könnten uns vielleicht sogar helfen", meint Volker Paul vorsichtig optimistisch.

Nur die Personalsituation bereitet dem NSV-Trainer Sorgen. Während Carsten Heide seine beste Formation aufbieten kann, müssen die NSVer ohne Torsten Riecken (verletzt) und Kristian Steiner auskommen. Außerdem konnten die angeschlagenen Jan Augustin und Sören Banse die Woche über nicht trainieren.

Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2005/01/22/389843.html

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HGN - NSV 20:18 (12:9)

HGN gewinnt, doch Heide geht

Derby: Die Oberliga-Handballer der HG Norderstedt schlagen den Norderstedter SV mit 20:18.


Von Ulrich Stückler

Norderstedt - Handball zum Mit-der-Zunge-schnalzen bot das vierte Oberliga-Derby zwischen den Männern der HG Norderstedt und vom Norderstedter SV nicht. Nervös und fahrig präsentierten sich beim 20:18 (12:9)-Sieg der HGN die Angriffsreihen beider Teams. Und doch waren sich die rund 400 Zuschauer nach der Partie im Schulzentrum Süd einig: "Das war das beste aller Derbys. So soll Handball sein", so der einhellige Tenor auf den Rängen.

Beide Teams kämpften um jeden Ball, zeigten Einsatz und Siegeswillen und boten den Fans ein Spiel, dessen Ausgang bis zur letzten Minute offen blieb.

Dabei sah es Mitte der ersten Hälfte kurzzeitig danach aus, als würde sich die HGN wieder einen deutlichen Sieg erspielen können: Zehn Minuten lang blieb der NSV ohne Torerfolg, scheiterte immer wieder am starken HGN-Torhüter Marius Leichsenring. "Das ist kaum noch zu toppen, was Marius hier gezeigt hat", sagte HGN-Trainer Carsten Heide, "ohne Marius hätten wir verloren." Doch nach dem 7:3-Zwischenstand (18.) wieder das alte Spiel: Die Abwehrreihen dominierten, vorne wurden reihenweise Chancen vergeben.

Es war halt ein Abstiegs-Duell, weshalb wohl beide Teams in der Offensive nicht gerade souverän auftraten. Auf Seiten des NSV kam vielleicht noch hinzu, daß die Truppe von Trainer Volker Paul zuvor überraschend in Runde drei des Hamburger Pokalwettbewerbs beim eine Klasse tiefer spielenden Niendorfer TSV mit 24:25 ausgeschieden war.

Doch auf den Einsatzwillen seiner Spieler hatte sich das Pokal-Aus nicht niedergeschlagen: "Das war ein echtes Kampfspiel, das aber von beiden Seiten fair geführt wurde", analysierte Paul, "wir haben die Partie nicht in der Abwehr, sondern durch unsere rund 30 Fehlversuche verloren."

In beiden Angriffsreihen wurden mit Thiemo Fraatz (HGN) und Thiago Santos (NSV) zwei wichtige Rückraumschützen gezielt neutralisiert. So hatten andere Akteure die Möglichkeit, sich in den Vordergrund zu spielen. War es in Halbzeit eins Benjamin Etzdorf, der mit fünf Treffern den NSV am Leben hielt, so brachte Ardian Leti mit seinen beherzten Alleingängen den vielleicht entscheidenden Unterschied zu Gunsten der HGN. "Dabei war ich vor dem Derby schon ein wenig nervös", sagte der fünffache Torschütze, "schließlich ist das ja immer ein besonderes Spiel."

Letztlich war es das Team mit dem etwas besseren Keeper, das sich in den entscheidenden Momenten abgeklärter zeigte und so den Sieg davontrug. In jedem Fall machte dieses Nachbar-Duell Appetit auf eine Neuauflage.

Die wird es auf Seiten der HGN, sollten beide Teams in der Oberliga bleiben, nicht mehr unter der Regie von Carsten Heide geben. Der Coach verkündete das Ende seiner zweijährigen Tätigkeit bei der HGN zum Saisonende: "Ich werde mindestens ein Jahr lang kein Team trainieren", erklärte Heide, "ich bin beruflich sehr eingebunden, habe kaum noch Freizeit und möchte endlich wieder meine Person in den Vordergrund stellen. Ich hoffe auf eine Trotzreaktion der Spieler, daß sie mir zeigen werden, welchen Fehler ich da begehe, sie aufzugeben."

HGN - NSV 20:18 (12:9) - Der Spielverlauf: 2:0 (4. Minute), 2:1, 3:2, 4:3 (9.), 7:3 (17.), 8:4, 8:6, 9:6 (23.), 9:7, 10:8, 11:9, 12:9 - 12:11 (33.), 14:12, 14:13, 16:13 (44.), 16:14, 17:14, 18:15 (53.), 19:16 (55.), 19:18 (57.), 20:18 (58.).

Die Tore für die HGN: Ardian Leti (5), Heiko Peters (5/4 Siebenmeter), Thiemo Fraatz, Timm Conring (je 3), Dennis Struwe, Sascha Burmeister, Christian Sörensen, Sascha Miesner (je 1).

Die Tore für den NSV: Benjamin Etzdorf (6/2), Marc Feldtmann (3), Thiago Santos, René Prignitz, Florian Kellerhoff (alle 2), Simon Drosdatis, Rafael Nakashima und Sören Banse (alle 1).

Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2005/01/25/390732.html



von Woodstein - am 25.01.2005 12:16
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