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Forum Hamburg-Liga Handball
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Thorsten Richter, Valko

Esingen gg. Barmbek 26:26 (17:11)

Startbeitrag von Valko am 17.12.2006 19:48

Ein Spiel das im Nachgang für einen Philosophenkurs geeignet gewesen wäre. Wurde von Esingen ein Punkt verloren (siehe Pausenstand) oder ein Punkt gewonnen?

Fakt ist: Esingen ist Herbstmeister!!!!!!!

Eine erwartet robuste Barmbeker Mannschaft lief lange Zeit dem Anschluß hinterher. In der ersten Halbzeit zum 8:9 und zum Ende des Spiels konnte kurzfristig eine Führung erspielt werden.

Der ausführliche Spielbericht wird wohl von Thorsten Richter kommen.

Schiedsrichtergespann (Hochsprung / Kamp):

Spätestens ab der 26. Spielminute die schwächsten Teilnehmer auf dem Spielfeld.

Antworten:

Esingen mit unbändigem Willen zum Herbstmeister

TuS Esingen – HG Hamburg-Barmbek 26:26 (17:11)
Tornesch, 17.12.2006, KGST-Sporthalle, 16:58 Uhr. Mit 13 Minuten Verspätung pfiffen die Schiedsrichter (Hochsprung, Kamp) das Top-Spiel der Handball-Oberliga der Männer an.
Die folgenden sechzig Minuten waren dann an Spannung kaum noch zu überbieten.
Immer wieder waren die Unparteiischen im Vordergrund, nicht immer, so hatte es den Anschein, waren sie dabei im Bilde. Eine Tätlichkeit gegen Till Krügel wurde zum Entsetzen der Esinger und der Mehrzahl der Zuschauer mit je einer Zeitstrafe für Täter und Opfer geahndet. „So eine Frechheit, die verdrehen und entscheiden das Spiel.“, soll Trainer Kay Germann nach der erfolgten Hinausstellung gegen seinen Spieler „gebrüllt“ haben. Das Schiedsrichtergespann fühlte sich beleidigt und ahndete dies mit einer roten Karte.
So man beide Teams ließ, wurde auch noch Handball gespielt.
Der äußere Rahmen war hervorragend: Die Tribüne war prall gefüllt. Esinger und Barmbeker freuten sich gemeinsam auf ein Top-Spiel. Immerhin traf hier der Tabellenführer auf den Tabellenzweiten.

Zum Spiel:
Abwehrarbeit wurde bei den Hausherren groß geschrieben. Das erste Gegentor fiel per Strafwurf in der sechsten Spielminute. Der Rest der Barmbeker Angriffsbemühungen blieb in der Abwehr hängen oder wurde Beute von Isaac Luarte Correas, der seinem Team über sechzig Minuten den Rücken stärkte und sensationelle Paraden zeigte.
Nach einem Foul an Daniel Quilitzsch (der in vollem Lauf zu Boden gerissen wurde), forderte Trainer Kay Germann lautstark den Schutz seiner Spieler und sah dafür die gelbe Karte.
HGHB holte nach dem 6:2 durch Florian Bitterlich (10. Spielminute) mächtig auf und profitierte dabei von etlichen Esinger Fehlversuchen. In der 22. Spielminute erzielten die Gäste die erste - und einzige – Führung zu 8:9. In der 23. Spielminute sahen die Handballbegeisterten in der Tornescher Halle zunächst die erneute Esinger Führung: Sowohl das 10:9 durch Till Krügel, als auch das 11:9 von Jan Karow fielen in dieser ereignisreichen Spielminute. Dann wurde Till über die Seitenlinie gerammt und sah dafür eine Zeitstrafe (da es seine dritte war, musste er auf die Tribüne). Kay Germann folgte ihm sehr zum Unmut der Esinger Fans. Esingen spielte danach mit vier Feldspielern weiter, Barmbek mit fünf.
Der Hinausstellung ihres Trainers zum Trotz gelang Esingen sechs Tore in Folge zur 17:11 Pausenführung.
In Halbzeit zwei zollte Esingen der kraftraubenden Abwehrarbeit und der häufigen Unterzahl (insgesamt erhielt Esingen neun Zeitstrafen – einschließlich der Roten Karte) Tribut und der komfortable Vorsprung schwand dahin. In der 49.ten Spielminute führte Esingen noch 24:20, vier Minuten später mussten sie - trotz hervorragender Torhüterleistung - den 24:24-Ausgleich hinnehmen. War alle Mühe umsonst? Jan Karow brachte sein Team noch einmal mit zwei Toren in Führung – 26:24. Da waren es noch zwei Minuten bis zum Ende. Bleibt Esingen doch Tabellenführer? Barmbek glich aus, doch Dennis Lißner hatte den Sieg in der Hand – Millimeter fehlten: Von Linksaußen geworfen traf der Ball am Torwart der HG Hamburg Barmbek vorbei den Pfosten und sprang ins Feld zurück und nicht ins Tor – so ein Pech. Mit 26:26 endete das Spiel und Esingen blieb Tabellenführer – Herbstmeister.

Spieltelegramm:
3:1 (6. Minute), 6:2 (10.), 7:6 (16.), 8:9 (22.), 11:9 (23.), 12:10 (25.), 17:11 (Halbzeit), 18:12 (35.), 21:16 (40.), 24:20 (49.), 24:24 (53.), 26:24 (58.), 26:26 – Endstand.

Tore/Siebenmeter:
TuS Esingen: Florian Bitterlich (9 / davon 1 Siebenmeter), Nils Rosenowsky (5/1), Jan Karow (4), Till Krügel, Dennis Lißner, Thomas Stegmann und Dennis Vogt (je 2).

HGHB: Tobias Stößer (8), Jan Freitag und Jan Hagelstein (je 3), Henning Baller (3/2), Björn Werner und Michael Bauer (je 2), sowie Rene Prignitz, Felix Charbatzadeh, Helge Otto, Jan Augustin und Stefan Keiber (je 1)


von Thorsten Richter - am 17.12.2006 22:09
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