HG Norderstedt - FC St. Pauli 29:28 (16:10)

Startbeitrag von DrmedRasen am 14.11.2010 19:29

Ergebnisticker...

Bericht folgt!

Antworten:

was denn bei den jungs von pauli los? vor allem wenn man sich die letzten beiden halbzeitergebnisse anguckt!

von SweetLou - am 14.11.2010 22:02
Nach Handball-Krimi gab's Fernsehverzicht
Von Ulrich Stückler 17. November 2010, 06:00 Uhr Das Hamburg-Liga-Männerteam der HG Norderstedt besiegt den FC St. Pauli mit 29:28, muss aber im Aufstiegsrennen beständiger werden


Hagen Kröger, 21, stammt aus der Jugendarbeit der HGN.
Foto: Thomas Maibom
Norderstedt. Vielleicht ist es rückblickend betrachtet doch gut gewesen, dass sich die Hamburg-Liga-Handballer der HG Norderstedt bei ihrem 29:28 (16:10)-Heimsieg über den bislang ungeschlagenen Titelaspiranten FC St. Pauli (2./11:3 Punkte/211:185 Tore) unfreiwillig selber einen Handball-Krimi beschert haben.

"Ich hatte den Jungs für diesen Dienstag Trainingsfrei geben wollen, damit wir gemeinsam das Bundesliga-Derby des HSV-Handball gegen den THW Kiel im Fernsehen ansehen", sagte HGN-Trainer Markus Ginckel, "aber die Mannschaftsvertreter sind zu mir gekommen und haben von sich aus darum gebeten, dass wir diese Übungseinheit wahrnehmen. Das ist eine sehr feine Reaktion von Team und sagt mir, dass alle den Ernst der Lage erkannt haben; nämlich das unser Sieg nichts Wert ist, wenn wir nun nicht nachlegen."

Und dieser angestrebte Sieg am kommenden Sonntag, 17.15 Uhr, beim Buxtehuder SV wird nicht leicht einzufahren sein, auch wenn die Tabellensituation etwas Anderes vorgaukeln mag.

Die Norderstedter haben sich durch den Sturz des Ligaprimus nicht nur auf den vierten Platz (10:4 Punkte/228:199 Tore) vorgearbeitet. Anstatt im Falle einer Niederlage mit fünf Zählern Differenz zu Rang eins einen schon fast aussichtslosen Rückstand auf den einzigen Aufstiegsplatz aufzuweisen, haben die HGN-Männer durch ihren Husarenstreich die obere Tabellenhälfte enger zusammengerückt. Zwischen dem Ersten (AMTV mit 12:2 Punkten) und dem Siebten (TSV Ellerbek II, 8:6) liegen nur vier Zähler.


Der Buxtehuder SV als nächster Gegner darf nicht unterschätzt werden

Aber auch weil der nächste Gegner der Norderstedter als Tabellenzehnter (3:11/188:225) zurzeit ums sportliche Überleben kämpft, weiß Markus Ginckel, dass die Trauben in der Buxtehuder Halle an der Hansestraße recht hoch hängen: "Beim BSV zu spielen ist traditionell sehr unangenehm. Wir können nur mit vollem Einsatz dort gewinnen und insofern bin ich sehr froh, dass mein Team voller Ehrgeiz ist."

Und zwar möglichst über 60 Minuten. Denn das in der Schlussphase dramatische Match gegen den FC St. Pauli hat beide Gesichter der HGN offenbart. Und nur das Team der ersten 40 Minuten wird sich am kommenden Sonntag in Buxtehude behaupten können.

Nach 15 Minuten (7:7) hatten die Hausherren das Tempo angezogen und sich mit leicht anmutenden Kombinationen auf 12:7 (22.) abgesetzt und ihren Vorsprung bis auf 21:13 (37.) ausgebaut. Alles schien zu klappen. St. Pauli wirkte gehemmt gegen die beherzt zupackende Abwehr hinter der zuerst Sven Meyer (drei parierte Siebenmeter) und später Nils Frenzel einen guten Tag hatten.

Was dann passierte und Frenzel zwang, zehn Sekunden vor Ende mit seiner neunten Parade in 20 Minuten gegen den frei auf ihn zulaufenden Florian Mierau zum Helden des Spiels zu werden, sah Rückraumspieler Andreas Butzmann so: "Wir wurden plötzlich unkonzentriert und haben Bälle regelrecht weggeworfen", sagte der siebenfache Torschütze, "man muss sagen, das uns Nils das Spiel gerettet hat."


Eine homogene Mischung aus Jung und Alt ist die Stärke der HGN

Auslöser für die Fahrigkeit waren drei Zeitstrafen. Die rund vierminütige Überzahl genügte den Gästen, um auf 17:21 (40.) zu verkürzen und von da an wieder an ihre Chance zu glauben.

Vielleicht wäre das Match ganz gekippt, hätten nicht ganz unterschiedliche Spielertypen Verantwortung übernommen. Gelungene Einzelaktionen des zweiten Mannschaftsführers Thiemo Fraatz, 29, und von Teamcaptain Hagen Kröger, 21, setzten jeweils im rechten Moment Impulse. Ganz zu schweigen vom verwegenen Kempa-Trick, den Timm Conring, 30, für Eike Wertz, 18, zum 29:27 (60.) auflegte.

"Das ist beispielhaft für das Team", sagte Markus Ginckel, "bei uns spielen viele Junge, die aus unserem eigenen Nachwuchs stammen, mit einigen Erfahrenen. Diese Mischung passt und macht uns stark." Aber nur, wenn dieser Mix künftig für 60 Minuten reicht...


von Long John - am 17.11.2010 09:37
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