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vor 5 Jahren, 4 Monaten
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jogib

Marienhafe - Hoykenkamp

Startbeitrag von jogib am 10.04.2013 12:05

Marienhafer liefern sich packende Partie gegen den Tabellenführer TS Hoykenkamp

Nach einem 14:9 geriet die Pliuto-Sieben vor 300 Zuschauern noch in Rückstand – und glich 56 sekunden vor Schluss zum 26:26 aus.


Wechselbad der Gefühle in der Kurt-Knippelmeyer-Halle: Nach einer grandiosen ersten Halbzeit haben die Landesliga-Handballer von Tura Marienhafe im spannenden Spitzenspiel gegen TS Hoykenkamp zur Pause bereits mit 14:9 geführt. Doch die ehrgeizigen Brookmerlander mussten den Tabellenführer vor einer prächtigen Kulisse von etwa 300 Zuschauern noch vom Haken lassen. Mit der überraschend starkoffensiven Abwehrreihe der Gäste, die gleich drei Sonderbewacher abstellten und bereits an der Mittellinie attackierten, kam Tura in Durchgang zwei nicht zurecht und sah sich zwei Minuten vor Schluss gar mit 24:26 im Hintertreffen. 56 Sekunden vor Spielende aber behielt Gernolt Lengert vom Siebenmeterpunkt aus die Nerven: Der erfahrene Marienhafer warf den Ball knallhart zum vollauf verdienten Unentschieden in den rechten oberen Winkel. Durch das 26:26 konnte Tura den Abstand nicht verkürzen und liegt fünf Spieltage vor Saisonende weiter vier Punkte hinter Tabellenführer TS Hoykenkamp zurück. Nun gilt die Konzentration der heimstarken Marienhafer, die in dieser Saison in allen elf Partien vor eigenem Publikum ungeschlagen sind, dem Duell mit dem TuS Bramsche um die Vizemeisterschaft. Womöglich wird diese mit Aufstiegsspielen belohnt. Direkt nach Ende der intensiven Schlagerpartie war die Stimmung im Lager der hoch motivierten Gastgeber zunächst zwiespältig. „Das Remis ist im ersten Moment bitter, denn bis zur 40. Minute hatten wir alles im Griff“, bilanzierte Victor Pliuto. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Marienhafer noch mit 19:15 geführt, ehe die immer stärker werdenden Hoykenkamper dank ihres cleveren taktischen Schachzugs eine erfolgreiche Aufholjagd starteten. „Am Ende müssen wir uns mit einem Punkt zufriedengeben, von dem wir noch nicht wissen, ob er uns weiterhilft“, sagte der Tura-Trainer. Sein Gegenüber, TS Coach Thorsten Stürenburg, versprach am kommenden Wochenende beim Aufeinandertreffen seiner Mannschaft mit dem Marienhafer Rivalen TuS Bramsche Schützenhilfe. Mit ein paar Minuten Abstand allerdings überwog auch bei Pliuto die Genugtuung, vor schöner Kulisse bei toller Stimmung für ein Handballfest gesorgt zu haben: „Das hat unserer Mannschaft zu Saisonbeginn kaum jemand zugetraut. Sie hat sich gut entwickelt“, lobte Pliuto. Tragischer Held bei den Marienhafern war Sören Rossow. Der Rückraumspieler wuchs in den Anfangsminuten über sich hinaus und hatte mit vier Trefferngroßen Anteil am fulminanten Start von Tura. Rossow warf zudem in der spannenden Endphase nicht nur den Anschlusstreffer zum 25:26. Der junge Marienhafer lief in der Schlussminute auch einen Gegenstoß, bei dem er von hinten gefoult wurde. Dabei zog sich Rossoweine schmerzhafte Schultereckgelenkssprengung zu. Die lädierten Bänder müssen laut seiner Auskunft nicht operiert werden, ein achtwöchiges Sportverbot heißt für ihn aber Saisonende. Das 17-köpfige Aufgebot von Tura, in dem Thomas Detmers, Kai Gronewold und Lengert aushalfen, beeindruckte den Spitzenreiter zunächst nachhaltig mit sattelfester Abwehr und sicherer Chancenverwertung. So zog Tura nach einem 3:3 (6.) über 7:4 (10.) auf 10:4 (17.) durch Keno Lücken davon. Mit zwei gehaltenen Siebenmetern gefiel Jörg Maltzahn. Mit schnellen Angriffsaktionen überrumpelten Lücken, Vincent Brumund oder Rossow immer wieder den Klassenprimus zum 12:6 (20.). Marienhafes Souveränität überzeugte und ließ hoffen. Doch Hoykenkamp kam mächtig auf. Dauerhaft gleich drei Sonderbewacher gegen ihre stärksten Werfer stellten die Gastgeber vor Probleme. Gronewold und Lengert, die beide mit Knieblessuren spielten, leisteten im 3:3-Angriff Schwerstarbeit. Angeführt vom wurfgewaltigen Rückraumspieler Nico Skormachowitsch, der neunmal erfolgreich war, kämpften sich die Gäste Tor um Tor heran. In der 44. Minute war der Ausgleich mit dem 19:19 geschafft. Mit dem 21:20 (48.) gelang der Turnerschaft die erste Führung. Doch Tura hielt im spannenden Endspurt dagegen. „Das war ein schöner Kampf vor einer tollen Kulisse“, meinte Tura-Abteilungsleiter Peter Adena. „Wir können auf unsere Jungs
stolz sein.“

Tura Marienhafe: Maltzahn, Haneburger, Spinneker – Brumund (7/3), Rossow (6), Keno Lücken (3), Detmers (2), Gronewold (4), Lengert (3), Poppinga, Remmer Janssen, Jörn Janssen, Stefan Lücken, Kramer.

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