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vor 5 Jahren, 1 Monat
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jogib

Aufstieg krönt Brookmerlander Handball-Feiertag

Startbeitrag von jogib am 27.05.2013 13:26

Tura-Team von Trainer Pliuto schlägt HSG Stedingen im Finale mit 35:29 und steigt in die Verbandsliga auf

In der voll besetzten Kurt-Knippelmeyer-Halle erlebten die Fans ein spannendes Kampfspiel,
bei dem bis zum 29:26 (54.) alles offen war.

Die gut 500 Fans hielt es schon lange nicht mehr auf ihren Sitzen. Mit lautstarkem Applaus im Stehen feierten sie ihre Marienhafer Handball-Helden, die am Ende doch noch einmal zu Boden gingen. Alle Tura-Spieler stürzten sich im ersten Überschwang der Gefühle auf ihren glänzend aufgelegten Torhüter Stefan Spinneker. Danach wurde in der Kurt-Knippelmeyer-Halle eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt, die auch im 14. Spiel der so grandiosen Saison 2012/2013 für die Gäste unbezwingbar blieb: Durch den mit viel Leidenschaft und Herz erkämpften 35:29-Heimsieg (15:12) gegen den Herausforderer HSG Stedingen hat die Marienhafer Herrenmannschaft des Erfolgstrainers Victor Pliuto den Aufstieg in die Verbandsliga Nordsee geschafft und Pfingsten zum Brookmerlander Handball-Feiertag werden lassen. „Vor der Saison ist noch vom Ziel Klassenerhalt gesprochen worden. Die Mannschaft ist aber immer souveräner geworden und hat sich diesen tollen Erfolg durch harte Arbeit verdient“, freute sich Pliuto mit seinen überglücklichen Spielern, die bei einem Handball-Krimi vor großer Kulisse die Hauptrolle prächtig meisterten. Gut 15 Jahre ist es her, als das Aushängeschild der ostfriesischen Handball-Hochburg Tura mit seinem Durchmarsch bis in die Oberliga für Furore sorgte. Damals mussten die Marienhafer allerdings keine Relegation der Landesliga-Vizemeister überstehen. Nach dem 34:35 im Hinspiel in Lemwerder machten sich die Hausherren auf ein hartes Stück Arbeit gegen die Gäste aus der Wesermarsch gefasst. Bestens vonPliuto eingestellt, der seiner Sieben mit Videoanalysen den letzten Feinschliff gab, meisterte Tura die Herausforderung mit viel Einsatz, mannschaftlicher Geschlossenheit und besonderen Trumpfassen: Ob vom Siebenmeterpunkt, beiGegenstößen oder frei von den Außenpositionen, Torhüter Spinneker zog Stedingen mit 14 glänzenden Paraden den Zahn. „Wir hätten noch Stunden spielen können und wären nicht rangekommen. Der Torhüter hat sehr gut gehalten“, sagte HSG-Trainer Bastian Friese. Auch mit dem erfahrenen Gernold Lengert, der im Hinspiel am Donnerstag urlaubsbedingt gefehlt hatte, bekam es Stedingen erstmals zu tun und fand ebenso gegen den zwölffachen Torschützen kein Gegenmittel. Das i-Tüpfelchen war die grandiose Unterstützung durch die Tura-Fans, die für Gänsehaut-Atmosphäre sorgten. Schon gut eine Stunde vor dem Anpfiff war die Tribüne prall gefüllt. „Vielen Dank, Ihr seid erstklassig“, zog Tura-Kapitän Helmut Kramer den Hut vor den Anhängern. Dermit 44 Jahren älteste Marienhafer Spieler, der einst noch mit Pliuto an seiner Seite bis in die Oberliga vorgestoßen war, strahlte besonders: „Danke, Jungs, dass ich noch ’mal Verbandsliga spielen darf.“ Davor standen 60 packende Final-Minuten. Tura erwischte einen glänzenden Start mit 4:1 und gab fortan die Führung nicht mehr ab, die HSG nahm schon nach sechs Minuten eine Auszeit. Danach wurde Marienhafes Top-Talent Keno Lücken mit einem Sonderbewacher bedacht, was Tura gar nicht schmeckte. Zu schnelle Abschlüsse der Gastgeber bestrafte Stedingen mit dem 5:7 (14.). Mit einem herrlichen Dreher markierte Lengert das 10:6 (17.). Weil Marienhafe ohne seinen Spielmacher weiter Mühe hatte, zum klaren Abschluss zu kommen, verkürzten die Gäste bis auf 11:12 (24.). Durch seine tollen Paraden verhinderte Spinneker jedoch, dass die knackige Partie kippte.Der torhungrige Lengert, Vincent Brumund per Gegenstoß und erneut Lengert vom Siebenmeterpunkt aus nach einem Foul an Lücken warfen zur Pause eine Drei-Tore-Führung heraus. Mit einem furiosen Dreierpack erhöhte Lengert nach dem Seitenwechsel. Gleichermaßen setzte der ehemalige Oberliga-Spieler den Kreisläufer Kramer herrlich in Szene. Sein 19:14 (34.) wurde lautstark gefeiert. Als Kramer sogar das 20:14 (37.) folgen ließ und sich beim Gast mit dem rechten Rückraumspieler Paul-Philipp Lapsien der wichtigste Werfer verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte, schienen die Brookmerlander Oberwasser zu bekommen. Doch Stedingen steckte nicht auf. Angetrieben vom überragenden, zehnfachen Torschützen Sönke Dierks, der wieselflink und enorm wendig immer wieder knallhart abschloss, verkürzte der Vizemeister der Landesliga Bremen bis auf 21:18 (42.). Der junge Linksaußen Remmer Janssen gab mit zwei Treffern zum 23:18 prompt die richtige Anwort. Aber auch als Carsten Frevert das 26: 20(46.) herauswarf und Lengert in Unterzahl das 28:22 (50.) markierte, ließ die HSG noch nicht locker. Bis auf 26:29 (54.) kam sie noch einmal heran und weckte mit einer offensiven Abwehr ungute Erinnerungen an das Hinspiel. Als Spinneker aber einen Ball mit dem Kopf abwehrte und Tido Poppinga den Gegenstoß sicher zum 31:26 (55.) in die Maschen hämmerte, durfte langsam gefeiert werden. Bei Kramers Abschluss mit Tura-Tor Nummer 35 stimmten die Fans die La-Ola-Welle an. „Mit diesem Publikum im Rücken geben die Spieler doppelt so viel Gas“, lobte Pliuto. Die grandiose Heimserie hängt indes auch wohl mit seinen Turnschuhen als Glücksbringer zusammen, die er die komplette Saison trug. Nach dem Finale wurden sie entsorgt. Der Erfolgstrainer erhielt brandneue Sportschuhe. Mit dem Modell der Marke „Highspeed“ geht es in die neue Verbandsliga-Saison.

Tura Marienhafe: Spinneker, Maltzahn – Kramer (8), Poppinga (1), Brumund (4), R. Janssen (2), K. Lücken (4), Frevert (4), G. Lengert (12/2), H. Lengert, J. Janssen, Detmers, Adena; es fehlten: Haneburger, Strube, Rossow, Gronewold, S. Lücken.



Gronewold, Lengert und Frevert kommen
Gernold Lengert, Kai Gronewold und Carsten Frevert verstärken in der kommenden Saison den Kader des Verbandsligisten Tura Marienhafe. Weil sie diese drei Leistungsträger verliert, verzichtet Tura II als Meister auf den Aufstieg in die Weser-Ems-Liga. Der Kader der ersten Mannschaft bleibt weitestgehend zusammen. Sören Rossow kehrt nach seiner Schulteroperation zurück. Wie Keno Lücken zukünftigt eingesetzt werden kann, hängt von seinem Studienort ab.

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