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Radioforum Österreich
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Grundsatzdiskussion: Vielfalt im Radio (aus dem Thread: DAB/DAB+ in Österreich)

Startbeitrag von - am 04.06.2013 12:02

[Dieser Beitrag wurde wegen eines Verstoßes gegen die guten Sitten entfernt.]

EDIT von DX-Project-Graz: Titel des Threads wieder hinzugefügt, nachdem vom User ParadiseFM leider sinnloserweise entfernt. Macht es eigentlich Spaß, mir ständig administrative Mehrarbeit zu machen? :mad:

Antworten:

Grundsatzdiskussion: Vielfalt im Radio (aus dem Thread: DAB/DAB+ in Österreich)

Ich würde mich für die österreichische oder deutsche Seite entscheiden. Weil da verstehe ich auch, wass man im Radio erzählt!

von delfi - am 04.06.2013 12:14
Zitat
ParadiseFM
Also wenn ich mir die Vielfalt an Radiosendern in Sankt Petersburg, Kiew, Odessa, Chisinau, Belgrad, Tirana oder Bukarest so anschaue und mal mit Wien oder Innsbruck vergleiche, fällt es nicht schwer sich für eine Seite zu entscheiden...


es würde schon Budweis reichen...

von forza_viola - am 04.06.2013 12:15
Was ist Vielfalt?

Das haben wir mit Laibach oder Italien auch schon einmal diskutiert. Was nutzt es, wenn man ein Duzend Radiostationen empfängt und alle bringen die gleichen Nachrichten, weil sie sie nur zukaufen?

von andimik - am 04.06.2013 12:36

Gelöscht.

[Dieser Beitrag wurde wegen eines Verstoßes gegen die guten Sitten entfernt.]

von - - am 04.06.2013 12:49
Ist beim Autofahren irgendwie umständlich ...

von andimik - am 04.06.2013 14:00

Grundsatzdiskussion: Vielfalt im Radio (aus dem Thread: DAB/DAB+ in Österreich)

Zitat:
im Radio geht es ja vor allem um die Musik, und da schneiden fast alle unserer Nachbarländer besser ab als D oder AT. selbst die Schweiz hat mit DRS drü, Option Musique, Couleur 3 und Virus bessere ALternativen.
nur wegen den NAchrichten schalte ich gewiss kein Radio ein, die gibts auch im Netz


Das ist ausschließlich DEINE persönliche Meinung. Sie soll hier auch respektiert werden. Du darfst aber nicht davon ausgehen, dass Deine Vorlieben auch für andere Leute passen!

von delfi - am 04.06.2013 14:11
das sehe ich anders. wenn das Bedürfnis an Nachrichten doch so groß wäre, würden die meisten Sender nicht so stiefmütterlich damit umgehen. maximal 5 Min. sind doch den meisten Leuten eh schon zu lang zumal es auf die Qualität der Nachrichten ankommt. was interessieren mich ellenlange Meldungen mit O-Tönen über Syrien, Türkei, Irak und der ganze Quak wenn aber nicht mal was übers Hochwasser hier vor meiner Haustüre berichtet wird???


wer Nachrichten will kann doch zb in den o.g. Ländern Radio Mayak, RAI Radio 1, Radio 24, Isoradio oder SLo1 hören. Da kommt mitnichten alles von der selben Agentur!!!

von - - am 04.06.2013 14:39
ganz interessant vor allem bei Kronehit, wenn von 2 Toten oder dgl. in Thüringen oder Hessen die Rede ist... da frage ich ich auch oft :eek:

von forza_viola - am 04.06.2013 15:05
Zitat
ParadiseFM
im Radio geht es ja vor allem um die Musik, und da schneiden fast alle unserer Nachbarländer besser ab als D oder AT. selbst die Schweiz hat mit DRS drü, Option Musique, Couleur 3 und Virus bessere ALternativen.

nur wegen den NAchrichten schalte ich gewiss kein Radio ein, die gibts auch im Netz


zumal die Schweiz die Vielfalt auch ueber den neuen DAB+ Standard erreicht !
- sorry musste jetzt so gesagt warden !

von 102.1 - am 04.06.2013 18:08
Zitat

das sehe ich anders. wenn das Bedürfnis an Nachrichten doch so groß wäre, würden die meisten Sender nicht so stiefmütterlich damit umgehen. maximal 5 Min. sind doch den meisten Leuten eh schon zu lang zumal es auf die Qualität der Nachrichten ankommt. was interessieren mich ellenlange Meldungen mit O-Tönen über Syrien, Türkei, Irak und der ganze Quak wenn aber nicht mal was übers Hochwasser hier vor meiner Haustüre berichtet wird???


wer Nachrichten will kann doch zb in den o.g. Ländern Radio Mayak, RAI Radio 1, Radio 24, Isoradio oder SLo1 hören. Da kommt mitnichten alles von der selben Agentur!!!

So finster siehts bei Nachrichten doch gar nicht aus in Bayern; B5 und teilweise DLF bieten doch einiges; auch regionales. Beim Thema Radionachrichtenangebot ist Österreich zwar ein bisschen Entwicklungsland, aber der ORF bringt schon einiges von vor der österreichischen Haustür. Ich empfehle dir Ö2 zu hören; da gibt's dann bestimmt auch was zum Hochwasser in deiner Nähe.
(Delfi's Hinweis auf die beschränkte Verallgemeinbarkeit deiner Vorlieben war übrigens nicht nur auf Nachrichten beschränkt, sondern gilt meiner Interpretation nach auch für den Musikgeschmack.)

von Zwölf - am 04.06.2013 18:53
---

von delfi - am 04.06.2013 20:42
Zitat
ParadiseFM
Also wenn ich mir die Vielfalt an Radiosendern in Sankt Petersburg, Kiew, Odessa, Chisinau, Belgrad, Tirana oder Bukarest so anschaue und mal mit Wien oder Innsbruck vergleiche, fällt es nicht schwer sich für eine Seite zu entscheiden..


Da stimm ich dir zu. Ich kenn nur die Radioszenen einiger dieser Städte, aber was ich da gehört hab ist um Welten besser.

Man soll nicht "generalisieren", aber Österreich kann vieles - Radio machen gehört nicht dazu. Ich ignoriere österreichisches Radio im Grunde fast schon zu 100%. Das hat mehrere Gründe, vor allem ist es der fehlende Dynamik, die Österreich im Radio eben nicht aufweist.

Zitat
andimik
Was ist Vielfalt?

Das haben wir mit Laibach oder Italien auch schon einmal diskutiert. Was nutzt es, wenn man ein Duzend Radiostationen empfängt und alle bringen die gleichen Nachrichten, weil sie sie nur zukaufen?


... und wie ich schon damals gesagt hab, die meisten Menschen hören Radio nicht primär, um sich zu informieren. Die meisten Menschen hören Radio noch immer wegen der Musik, die gespielt wird.

Wenn auf Radio Salomon Nachrichten sind, ist es im Grunde egal, ob die auch auf Veseljak oder sonst wo laufen. Das sind zwei ganz unterschiedliche Sachen.

Ich kann nur von meiner persönlichen Erfahrung sprechen: Ich informiere ich zu 70% via das Internet, sei es via Smartphone, PC zuhause etc.. - und die restlichen 30% entfallen auf Zeitung und Radio. Wobei die letzte Nachrichtensendung, die ich auf einen österreichischen Radiosender gehört habe, ist auch lange her - RTL 102.5 ist hier meine primäre Informationsquelle, wenn ich Radio höre.

Aber was ParadiseFM angesprochen hat, stimmt schon. Es gibt keine wahrhaftige Vielfalt in Österreich bezogen auf die Musik.

Ich kenne in Italien bezogen auf die Radioszenen fast schon jede Ecke des Landes von Norden bis Süden und in jeder Region ist etwas für mich dabei. Gerade letztes Wochenende war ich für 4 Tage in Italien unterwegs, von Marche, Abruzzen, Apulien, Kampanien, Lazio, Toscana, Emilia/Romagna - sagen wir also überall.

Neben Autofahren hatte ich natürlich Zeit Radio zu hören. Je nach Region hab ich die zweite Favouritenseite des Autoradios mit Ortssender vollgemacht - in den meisten Regionen und Städten waren die 6 Plätze zu wenig um alles das abzuspeichern, was mir zugesagt hat, so umfangreich ist das Angebot.

In Österreich schaff ich nichtmal 6 Plätze, weil es oftmals nichtmal soviele Programme via UKW gibt und auch wenn...

Und es ist nicht nur so in Italien, sondern auch in den Niederlanden, Spanien, Frankreich und viele andere Länder genau dasselbe.

Was mich immer wieder von Neuem fasziniert ist die Verpackung italienischer, niederländischer oder französischer Radiostationen. Mit vielen Specialeffects, innovativen Ideen und kreativen Neueinfällen schaffen sie es mich immer wieder neu zu begeistern. Man schafft es immer wieder mich neu zu begeistern.

Umlängst hat Dimensione Suono Roma es geschafft mich zu begeistern: Die Kombination "La radio della capitale" (Das Radio der Hauptstadt) mit Spezialeffekten, die Moderation, die Jingles, die Musikauswahl - Radio, das lebt! Ich war begeistert, insbesondere da sich das Programm seit meinen letzten Besuch vor 1 Jahr deutlich verbessert hat und eine genau meinen Musikgeschmack treffenden Musikmix mit den "hit più ritmate della città" schafft - viele 90er Dancesongs gepaart mit breiterer Auswahl aktueller Songs.

Stereocittà ist noch so ein Beispiel. Der kleine Sender aus dem Veneto, vorwiegend auf 95.00, überrascht mich jedes mal mit der Machart und der Musikauswahl.
Man sagt wortwörtlich "Wir haben genug vom üblichen Musikprogramm" und transformiert diese Stimmung auch ins laufende Programm.

Aber auch die großen Networks in Italien wie den Marktführer RTL 102.5 höre ich sehr gerne, einfach weil hier mal Musik läuft, mit der ich nie rechnen würde, die Moderation locker ist und ja, hier spielen auch persönliche Motive eine Rolle, da ich paar Mitarbeiter/Moderatoren von RTL 102.5 persönlich kenne.

Aber egal ob es nun Stereocittà, ein kleines Projekt im Veneto, oder ein großes Network wie RTL 102.5 ist - sie gehen neue Wege, sie spielen eine breitere Musikauswahl, sie "leben".

Und das von Friuli im Nordosten bis Bari im Süden - das ganze Land hat eine atemberaubende Radioszene mit einer "Verpackung" die einfach nur genial gestaltet ist - ansprechend, modern, überraschend. Ich lasse mich immer wieder gern von diesen unzähligen Stationen von Neuem begeistern.

In fast keinen Landstrich Europas ist mir hingegen diese trocken gestaltete Radiowelt begnetet wie im deutschsprachigen Raum. Der Grund für dieses Problem ist die fehlende Innovation, die fehlende Motivation sich deutlich von der Konkurrenz abzuheben, Nischen zu nutzen etc.

Ich finde es sehr schade, dass Österreich es nicht schafft ähnliches zusammenzubringen, aber ich gebe langsam, aber doch die Hoffnung auf mehr VIelfalt hierzulande auf.

Sowie vieles allgemein in Österreich nicht meinen Geschmack trifft, trifft es auch die Radioauswahl nicht. Dank Internetradio und dem nahen Ausland hat man aber in fast allen Bereichen Österreichs die Möglichkeit sich eben diese Sender anzuhören, die wirklich noch Innovation bringen und die mich immer wieder begeistern.
Mittlerweile kenn ich daher die Programminhalte von Radio Norba in Apulien besser als die von Kronehit und bin auch voll in dieser lebenden Radioszene Italiens drinnen.


Und ich lasse mich gerne weiterhin begeistern von den vielen großartigen Programmen in ganz Europa, die täglich neue Wege bestreiten und Innovation leben.

Und außerdem: Medien-Albanien würd ich Österreich auch nicht mehr nennen - Albanien bietet was ich so in Montenegro mitgekriegt hab genau das oben beschriebene - eine pulsierende, innovative Radioszene mit vielen unterschiedlichen Programmen.

So sehr ich mir eine Vielfalt in Österreich wünschen würde, ich halte es für ausgeschlossen, dass das in den nächsten Jahren eintreffen wird. Und da ich in wenigen Jahren wohl sowieso in Italien leben werde, wird mich das dann auch nur mehr am Rand tangieren :)

von RTL 102.5 Fan - am 04.06.2013 21:04
Um Gotteswillen gibts da nicht schlimmeres

von speedy01 - am 05.06.2013 04:01
Zitat
speedy01
Um Gotteswillen gibts da nicht schlimmeres


...? :confused:

von DX-Project-Graz - am 05.06.2013 07:32
ja, den Ö3 zum Beispiel...!

Zitat

Die meisten Menschen hören Radio noch immer wegen der Musik, die gespielt wird.


Genau das ist nun mal ein Fakt. Tue ich auch nicht anders. Die Gründe dafür sind vielfältig: Vielen geht diese hektische Bericherstattung mit Musikbetten, Trennern und Drumherum auf die Nerven, bei der alles zwanghaft auf 2:30 gekürzt werden muss und man sich dafür ein paar (vermeintlich) wichtige Meldungen aus USA, China und Nahost rauspickt.

Ebenso stört mich, dass ständig von vermeintlichen Elitestaaten palavert wird, aber was bei uns vor der Haustüre geschieht, wird entweder (vor allem wenn es Freitagabend oder am WE passiert) gar nicht gemeldet oder aber mit etlichen Stunden Verspätung!

Zitat

So finster siehts bei Nachrichten doch gar nicht aus in Bayern; B5 und teilweise DLF bieten doch einiges; auch regionales


Naja, also hier habe ich nichts davon bemerkt. Da kann an einem Samstagabend das Wackerwerk in die Luft fliegen und die Menschen erfahren erst Montagfrüh in der Morningshow und aus der Zeitung davon.
So war ( von Charivari RO mal abgesehen, wobei ich es dort selbst nicht gehört habe) am WE trotz Hochwassers kaum ein Wort davon im BR und den BLR-Radios zu hören - wir haben hier den ORF Salzburg gehört und geschaut ! Man will ja eher wissen, was einen persönlich betrifft, als was da irgendwo 8000 km entfernt geschieht.

Zitat

Beim Thema Radionachrichtenangebot ist Österreich zwar ein bisschen Entwicklungsland, aber der ORF bringt schon einiges von vor der österreichischen Haustür. Ich empfehle dir Ö2 zu hören; da gibt's dann bestimmt auch was zum Hochwasser in deiner Nähe.


Genau das ist ja das Problem hier in den Grenzregionen: Die finden gar nicht statt im deutschen Hörfunk! Genau wie zb Meckpomm oder Ostfriesland nicht im NDR stattfinden (nur Hamburg und Hannover) oder Nord/Osthessen nicht im HR (nur Rhein-Main orientiert). Ich habe ja auch die gute Sondersendung auf ORF S gehört, Aber dafür wären ja (auch) die deutschen Programme zuständig gewesen: Und wo waren die? Das Hochwasser war dann auf den Lokalen (wo am WE nur wenige Stunden live kommen oder komplett voicetracking gefahren wird), die einiges nachzuholen hatten am MO Top-Thema - da waren die Pegel hier aber schon längst wieder am Sinken! Und B3 hat trotzdem munter "gute Laune" verbreitet und im Ticketcounter o.ä. Konzertkarten verschenkt. Auf B2 und B5 war auch erst am Mo das Hochwasser Topthema, gebraucht hätten wir es am Sonntag!


Zitat

Da stimm ich dir zu. Ich kenn nur die Radioszenen einiger dieser Städte, aber was ich da gehört hab ist um Welten besser.


Vor allem gibt es dort für jeden Musikgeschmack, für jede Altersgruppe einen Sender: Vom Kind (Deti Radio, Itsy Bitsy, Peque Radio) bis zum Greis (Russkoe Radio, Gramofon), für Hardrockfans (Ultra 7019) genauso wie für Liebhaber von Breakbeat und Drum n bass (YuFM) oder House (Megapolis) und Rock (Mania).

Zitat

vor allem ist es der fehlende Dynamik, die Österreich im Radio eben nicht aufweist.


Also Kronehit, Welle 1 und sogar Ö3 haben schon deutlich mehr Drive als zb Charivari oder das schnarchige B3.. Auch NRJ Salzburg klingt (selbst unmoderiert) deutlich flotter als NRJ Nürnberg oder München, weil dort bessere Jingles laufen und mehr Dance / Electro statt dieser unerträglichen Heul-Pop-Kacke.

Zitat

Aber auch die großen Networks in Italien wie den Marktführer RTL 102.5 höre ich sehr gerne, einfach weil hier mal Musik läuft


Gutes Beispiel! Ich kenne ja auch RTL 1025 TV und da läuft genau wie auf FM viel Italienisches. Sender wie RDS, DEEJAY oder RTL oder auch Capital sind doch total durchformatierte Hitradios, die es aber dennoch schaffen, flott daherzukommen und auch Titel in Landessprache nicht ignorieren, die zb auf Kronehit oder Ö3 (außer Fendrich / Ambros dort und Sido beim ersten) nicht stattfinden. Für ruhigere Zeiten gibt es KK Italia oder Radio Capri mit viel Lounge, Softpop und Chillout.

Zitat

Albanien bietet was ich so in Montenegro mitgekriegt hab genau das oben beschriebene - eine pulsierende, innovative Radioszene mit vielen unterschiedlichen Programmen.


albanische Sender gefallen mir auch sehr gut.
Die Sender aus Tirana gehen quasi im ganzen Land (von Girokastra und Ochridregion mal abgesheen vl..)

dort hat man Talkradios (Radio Klan, Radio SCAN, Alsat, BBC, Ora News), traditionelle albanische Musik (Ngjalla, Kontakt, Al FM), Rock (New Planet), Dance (Plus 2), House , Techno (Club FM, DJ Whats up), Hits (Top Albania, NRG), Oldies (Top Gold), Kirche (R. Maria) , Pop (GM Radio, KISS), Softpop (Loveradio), Reiseberichte / World Music (R. Tra vel)...sogar zwei italienische Sender (R. Maria Italia und Radio Italia SMI) werden dort ausgestrahlt.

der staatl. Rundfunk von Albanien schafft es trotz seiner angespannten finanziellen Lage mit Radio Tirana 1 ein abwechslungsreiches Programm für Menschen zwischen 30 und 60 anzubieten, mit vielen Infos und traditioneller Musik sowie Oldies. Radio Tirana 2 auf 95.8 ist ein wirklich top gemachtes Jugendradio mit einem guten Mix aus weltweiten Charthits, nationalen Künstlern und Neuvorstellungen, da können sich youFM oder Njoy eine Scheibe von abschneiden!


man muss sich ja nur mal Radio Split oder R. Dubrovnik anhören, was die bieten: Morgens Infos, nachmittags dalmatische Volksmusik,abends top-aktuelle Charts und nachts Acid-Mixe!!

Zitat

Weil da verstehe ich auch, wass man im Radio erzählt!


Das ist kein Argument. Erstens verstehen die dortigen Einwohner ja ihre eigene Sprache, und zweitens höre ich lieber DFM oder FG Istanbul über Livestream und schalte bei der Werbung stumm als mir zum zehnten Mal dieses abartige Deprigejaule von Emily Sanders, Rihanna oder Silbermond anzuhören.

von - - am 05.06.2013 07:55

Re: Gelöscht.

kurze Abfrage in der Sender Tabelle fuer den Standort Tirana

40 UKW Programme mit Sendestandort Tirana !

Wien hat wieviele Programmme?

soviel zum Begriff Medien-Albanien, der offenbar positive besetzt ist.

von 102.1 - am 05.06.2013 18:29
Die die in Wien ausgestrahlt werden? Deutlich weniger. ABER dafür dürfte es den meisten wohl schlechter gehen.

von delfi - am 05.06.2013 18:56
im Rundfunk hat Wien hat nichtmal die Haelfte von dem zu bieten was Tirana hat.....

von 102.1 - am 05.06.2013 20:50
Die Wiener haben eben Besseres zu tun als Radio zu hören. Das Radio ist bei uns zum banalen Begleitmedium geworden, an das keine besondere Ansprüche gestellt werden. Wer spezielle Wünsche hat, kann heute andere technische Plattformen nutzen.

Ich brauche im Radio keine Musik mehr. Mir ist weder bei uns noch im Ausland je ein Sender untergekommen, wo mich nicht mindestens die Hälfte der gespielten Musiktitel genervt haben. Ich habe aber am Smartphone zahllose Titel, die ich dann höre, wenn ich möchte. Und ich kann weiterschalten, wenn mir etwas gerade nicht recht gefällt. Ich höre daher nur mehr Quasselradio: Ö1, DLF, B5. Und bei Ö1 höre ich längere Sendungen meist zeitversetzt als Download. Ich glaube kaum, dass in Albanien die Leute diese Möglichkeiten haben.

Sicherlich hat die Entwicklung des Rundfunks bei uns damit zu tun, dass es lange ein Monopol gab und die Österreicher ziemlich obrigkeitshörig ist. Daher gibt es bei uns auch keine Kultur der Bürgerradios wie in Skandinavien, wo es früher an und für sich ähnliche monopolistische Rundfunkstrukturen wie bei uns gab. Es hilft aber nichts. Unsere Gesellschaft hat sich vom Radio weg entwickelt und kommt sicher nicht mehr zurück.

von Wasat - am 05.06.2013 21:13
der Wiener geht vermutl. mehr ins Kaffeehaus, in die Oper oder zum Heurigen, manchmal auch in den Prater.

die Obrigkeitshoerigkeit in der oesterreichischen Bevoelkerung ist mir leider auch viel zu oft negative aufgefallen. Durch den jahrzehntelang monopolitisch gepraegten Rundfunk hoeren die Leute dort gerne immer die gleichen langweiligen Musikstuecke, etwa wie auf Radio Wien sie laufen.

Richtige Wienerlieder, und auch richtige oesterreichische Volksmusik, scheint aus Radio Wien oder Radio Niederoesterreich offenbar gaenzlich verschwunden zu sein, bzw. ist nicht sehr leicht wahrnehmbar geworden.

von 102.1 - am 06.06.2013 06:52
Zitat
Wasat
Die Wiener haben eben Besseres zu tun als Radio zu hören. Das Radio ist bei uns zum banalen Begleitmedium geworden, an das keine besondere Ansprüche gestellt werden. [...]

Ich brauche im Radio keine Musik mehr. Mir ist weder bei uns noch im Ausland je ein Sender untergekommen, wo mich nicht mindestens die Hälfte der gespielten Musiktitel genervt haben. Ich habe aber am Smartphone zahllose Titel, die ich dann höre, wenn ich möchte. Und ich kann weiterschalten, wenn mir etwas gerade nicht recht gefällt. Ich höre daher nur mehr Quasselradio: Ö1, DLF, B5.
[...] Unsere Gesellschaft hat sich vom Radio weg entwickelt und kommt sicher nicht mehr zurück.


Dem kann ich als "Piefke" auch von Deutschland aus zustimmen. Die Sender, die "Radio Gaga" von Queen spielen, sollten mal auf den Text achten. Weder "gaga" noch "bla-bla", sondern Inhalte. Österreichische Sender nutze ich seit dem Wegfall des internationalen Programms deren zwei: Ö1 (sehr gute Sendungen) und Lounge FM (sowohl die AT- als auch die DE-Version), weil es mich am Morgen entspannt aufstehen lässt.

von rolling_stone - am 06.06.2013 07:01
wobei beim Thema "Piefke" weitere Dinge aufkommen. So sei der Deutsche in Oesterreich nicht beliebt, insbs. auf Grund seines Piefke Akzents, den deutschen Synchronfilm findet man in Oesterreichs Medienlandschaft ohne Ende.....

von 102.1 - am 06.06.2013 07:30
Das mit den Piefkes ist etwas anders. Gut, an der "Sprache" erkennt man schon, dass einer nicht ein Einheimischer ist. Den Piefke macht aber vor allem die Art aus, wie er sich gibt. Wie etwa bergsteigen mit Stöckelschuhen und so und sich benehmen, als sei er der Übermensch. Solche Typen gibt es nicht nur unter den Deutschen. Auch die Wiener haben, meist zu Unrecht, nicht überall den besten Ruf.

von delfi - am 06.06.2013 08:00
Vor einigen Monaten gab es mal einen netten Beitrag zu "Piefkes" vs. Ösis in "Karambolage" auf arte:
http://www.arte.tv/de/das-wort-piefke/7326398.html

Ja, manchmal schäme ich mich auch für Deutsche beispielsweise in Spanien fremd. Umgekehrt hört man immer heraus, wenn jemand Österreicher ist. Ich hatte als Student mit einem Professor aus Wien zu tun, bei dem ich immer den Eindruck hatte, schon vom Klang seiner Sprache her, dass er es nicht verkraftet hatte, von einer Weltstadt in die Uni-Provinz Mannheim geraten zu sein. Im Allgemeinen finde ich aber die Sprache sehr sympathisch. Gerade die leichte Wiener Färbung hatte für mich immer etwas Entspanntes, Leichtes.

Zitat
Hajo Kruse, arte Karambolage
Wie man die unterschiedliche Mentalität von Piefke und Ösi formulieren kann? Ganz einfach. Piefke sieht es so: Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnunglos. Der Ösi meint dagegen: Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.


von rolling_stone - am 06.06.2013 08:11
Solange jemand noch irgendwie Dialekt redet, macht ihn das sympatisch.

Ich hab die Große Chance nur einmal gesehen, aber als Sido auf Berlinerisch geredet hat, war er für mich ok.

von andimik - am 06.06.2013 08:50
Zitat
andimik
Solange jemand noch irgendwie Dialekt redet, macht ihn das sympatisch [...]als Sido auf Berlinerisch geredet hat, war er für mich ok.


Eben, weil er es wohl auh noch selbst reden kann. Solange es aber, wie beim gestern gezeigten Film "Der Kaktus", einstudiert und damit aufgesetzt wirkt,ist das Ganze nur noch peinlich.

Auch wenn wir alle sehr mobil sind und sein sollen: Selbst wenn man keinen Dialekt mehr spricht, wird man durch seine Sprachfärbung immer verraten, wo seine Heimat ist.

von rolling_stone - am 06.06.2013 08:54
Das ist ja nix Schlechtes.

von andimik - am 06.06.2013 09:00
Zitat
andimik
Das ist ja nix Schlechtes.

Das habe ich auch nie behauptet. Ich wehre mich nur gegen Serien,in denen die Dialoge so aufgesetzt und der Dialekt so verkrampft wird, dass es nur noch peinlich ist. Eine Volksmusiksendung ohne Dialekt wäre für mich genauso wenig vorstellbar.

von rolling_stone - am 06.06.2013 09:05
Mal abgesehen davon... Als Österreicher brauch i mir a in Norddeitschlond ned is Meu zreissn, damit mi oana vaschted.

von delfi - am 06.06.2013 09:23
Zitat
102.2
So sei der Deutsche in Oesterreich nicht beliebt, insbs. auf Grund seines Piefke Akzents...


Ich meine, dass es ein weitgehend überholtes Vorurteil ist, das sich aber hartnäckig hält. Heute haben die meisten Ösis persönliche Erfahrungen mit Deutschen, viele auch Freunde oder Verwandte in Deutschland. Außerdem haben sich in den letzten Jahren über 50.000 Deutsche in Österreich heimisch gemacht. Auch bei uns in der Firma laufen Sachsen und Westfalen herum. Hier in Oberösterreich mag man vielleicht toleranter sein als anderswo, weil vor 50 Jahren ca. 20% der Bevölkerung aus dem Banat und Siebenbürger stammten und daher etwas "merkwürdig" sprachen.

von Wasat - am 06.06.2013 10:15
Was Wasat sagt, stimmt schon so. Ich persönlich kenne zumindest niemanden, der reserviert gegenüber Deutschen eingestellt wäre. Und was länderübergreifende Bekanntschaften betrifft... da brauchen wir nicht lange zu suchen. Alleine wenn wir schauen, wie viele von uns hier im Forum persönlich kennen. Da spielt die gedachte Linie namens Grenze auch absolut keine Rolle.

von delfi - am 06.06.2013 12:12
Mir ist auch aufgefallen, dass in Österreich recht ausführlich über Deutschland berichtet wird. Aber in Deutschland? Nur dann, wenn Österreich mal Ärger mit der EU hat (Hayder, Bankgeheimnis). Positive Presse gibts leider selten. Und gerade wenn man sich Tirol anschaut, sind Ländergrenzen ein Witz.

von rolling_stone - am 06.06.2013 12:17
Also wenn ich in Deutschland bin, was oft der Fall ist, habe ich nicht das Gefühl, im Ausland zu sein.

von delfi - am 06.06.2013 13:14
Zitat
rolling_stone
Mir ist auch aufgefallen, dass in Österreich recht ausführlich über Deutschland berichtet wird. Aber in Deutschland? Nur dann, wenn Österreich mal Ärger mit der EU hat (Hayder, Bankgeheimnis). Positive Presse gibts leider selten. Und gerade wenn man sich Tirol anschaut, sind Ländergrenzen ein Witz.


Vermutl. hat Deutschland als Wirtschaftspartner mehr Bedeutung fuer Oesterreich, als Oesterreich fuer Deutschland haette. ? Was hier die Politik betrifft, so wuerde ich meinen, dass der Ausgang der Bundestagswahl in Deutschland weitaus mehr Auswirkungen auf Oesterreich haben kann, als so manche Wahl in einem oesterreichischen Bundesland auf gesamt Oesterreich haben kann. ?

Weil der Name Hayder fiel: Der Knabe hat sich halt auch einige Aeusserungen geleistet, die eben unpassend waren, und in Deutschland so sicher nicht ohne rechtliche Konsequenzen gewesen waeren, (etwa die SS als anstaendige Leute zu beschreiben, oder die die Beschaeftigungspolitik in der Nazi Zeit in positivem Lichte darzustellen)

von 102.1 - am 06.06.2013 13:24
Der schrieb sich Haider ..

von andimik - am 06.06.2013 13:31
Zitat
delfi
Also wenn ich in Deutschland bin, was oft der Fall ist, habe ich nicht das Gefühl, im Ausland zu sein.


Geht mir umgekehrt genauso. Und grad auch wegen der offenen Grenzen fuehlt sich das nicht anders an als wenn ich hier innerhalb Deutschlands die Landkreisgrenze wechsel oder in ein anderes Bundesland fahre.

Tirol oder Salzburg ist fuer mich auch naeher an der Heimat als z.B. Baden-Wuerttemberg, Hessen oder Sachsen.

von Habakukk - am 06.06.2013 14:34
Zitat
Habakukk
Zitat
delfi
Also wenn ich in Deutschland bin, was oft der Fall ist, habe ich nicht das Gefühl, im Ausland zu sein.


Geht mir umgekehrt genauso. Und grad auch wegen der offenen Grenzen fuehlt sich das nicht anders an als wenn ich hier innerhalb Deutschlands die Landkreisgrenze wechsel oder in ein anderes Bundesland fahre.


Dem kann ich mich nur anschließen. :cheers:

Zitat
rolling_stone
Mir ist auch aufgefallen, dass in Österreich recht ausführlich über Deutschland berichtet wird. Aber in Deutschland? Nur dann, wenn Österreich mal Ärger mit der EU hat (Hayder, Bankgeheimnis). Positive Presse gibts leider selten. Und gerade wenn man sich Tirol anschaut, sind Ländergrenzen ein Witz.


Ja, das ist leider so. In der Zeit im Bild ist ein wichtiges politisches Thema in Deutschland durchaus mal auf der Eins - in der Tagesschau ist das kaum denkbar und sicherlich auch ein Grund, weshalb in diese Richtung eine größere Distanz herrscht.

von DigiAndi - am 06.06.2013 19:24
Zitat
delfi

Also wenn ich in Deutschland bin, was oft der Fall ist, habe ich nicht das Gefühl, im Ausland zu sein.


Ausland - gibt's in der Form für mich gar nicht. Ich unterscheide eher zwischen "Bekannten Regionen" und "weniger bekannten Regionen".

In Deutschland hängt das von der Region ab - in Mecklenburg-Vorpommern sind die Unterschiede schon größer als in Bayern oder generell im Süden Deutschlands.

Mir geht's jedes Mal so wenn ich in unserer Nachbarregion Friuli/Friaul unterwegs bin. Ich bin dort regelmäßig und fühle mich mit dem Landstrich sehr verbunden, daher ist das für mich kein Ausland, sondern ein Teil meiner Heimat. Wieso sollte Heimat immer mit Staatsgrenzen enden?

Mein Begriff von "Heimat" reicht von hier bis kurz vor Venedig und Triest plus die Region bis Ljubljana, da sie kulturell sehr ähnlich ist. Ich fühle mich mit dieser Kultur bzw. auch Region mehr verbunden als mit Vorarlberg oder Oberösterreich (nördlich der Alpen ist nach meiner subjektiven Aufassung die Sonne schwächer, der Regen häufiger und alles irgendwie weniger südländischer :D ). Insbesondere bei Friuli ist diese Prägung sehr stark ausgeprägt, ich kenne Leute dort, ich kenn durch die FmList Arbeit jeden Hügel und jede Erhebung und daher ist die Grenze für mich bereits verschwunden.

Generell seh ich die Mitgliedsländer der EU als "Bundestaaten" an und Grenzen haben für mich keinerlei Bedeutung mehr. Eine Sache von vielen, die wir der EU und den europäischen Einigungsprozess verdanken.

von RTL 102.5 Fan - am 06.06.2013 19:38
Um grenzenlos eingestellt zu sein, braucht es keine EU. Auch vor dem österreichischen EU-Beitritt habe ich nicht anders gedacht/gefühlt als heute.

von delfi - am 06.06.2013 19:56
gerade in Sueddeutschland und dem angrenzenden Oesterreich scheint sich die Welt sehr aehnlich zu sein, in Sprache, Einstellung u. Wertvorstellung.

von 102.1 - am 06.06.2013 20:04
Zitat
delfi
Um grenzenlos eingestellt zu sein, braucht es keine EU. Auch vor dem österreichischen EU-Beitritt habe ich nicht anders gedacht/gefühlt als heute.


Doch gerade die braucht es! In einer globalisierten Welt braucht man sowas wie die EU um international besser vertreten zu werden. Die EU ist ein einzigartiges Projekt, was Europa die längste Friedensperiode der Geschichte gebracht hat und gerade heute stehen wir soweit schon im europäischen Einigungsprozess, dass es ein tödlicher Fehler wäre das alles rückgängig zu machen.

Viel besser wäre es die Rolle der EU neu zu überdenken und die Misstände aktiv zu beseitigen. Dazu zählt vor allem die Heraushebung wie wichtig eine Vereinigung wie die EU ist - für jeden einzelnen und nicht nur für die Wirtschaft (aber um den Spruch der WKÖ zu zitieren: "Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut").

Daher würde ich ein Modell allà "Vereinigte Staaten von Europa" anstreben. Die Nationalstaaten werden Bundesstaaten und können weiterhin in vielen Bereichen tun und lassen was sie wollen. Wichtige, für Gesamteuropa wichtige Entscheidungen werden jedoch in Brüssel (oder sonst wo) getroffen - dazu gehört aber die gesamte EU reformiert von Grund auf. Eine repräsentative Regierung, Stärkung des EU-Parlaments, Führungspersonen etc.

Europa hat das Potenzial ein Musterkontinent zu werden, wenn man erkennt das Vielfalt kein Hemnnis ist, sondern im Gegenteil eine Bereicherung für uns alle ist. Dazu zählt auch die Symbolik der EU - gibt es keine Grenzen mehr, so ist das ein Teil der Kommunizierung des EU-Leitbildes und langsam aber doch fallen auch in den Köpfen der Menschen die Grenzen.

Ich glaube fest daran, dass Europa eines Tages der Kontinent ist, dem es am Besten von allen geht - mit einer starken, bürgernahen EU und einem grenzenlosen Europa, wo Sprachen und Vielseitigkeit gepaart mit Internationalität die wichtigsten Eckpfeiler der Gesellschaft sind - auf hohen wirtschaftlichen, sozialen und arbeitsrechtlichen Niveau.

von RTL 102.5 Fan - am 06.06.2013 20:08
Was es natürlich leicht macht, ist dass drüben in Salzburg und Tirol die gleiche Sprache gesprochen wird. ich weiß nicht, ob ich einen ähnlich starken Bezug zu den Nachbarn hätte, wenn die wie z.B. in Tschechien eine andere Sprache sprechen würden.

von Habakukk - am 06.06.2013 20:21
Zitat
RTL 102.5 Fan
In einer globalisierten Welt braucht man sowas wie die EU um international besser vertreten zu werden.


Das Problem ist, dass die EU für alles Schlechte verantwortlich gemacht wird, auch wenn sie gar nichts dafür kann. Außerdem ängstigen sich viele Menschen vor großen Amtsapparaten, deren Wirken sie nicht durchschauen können. Wer hat schon eine praktische Ahnung von der Verwaltung und dem Rechtswesen in einen modernen Staaten?

Das ist übrigens in den USA auch so. Die staatlichen Behörden in Washington haben bei der Bevölkerung der USA ein ähnlich schlechtes Ansehen wie die Institutionen der EU. In einigen Bundesstaaten wie Texas gibt es auch Unabhängigkeitsbewegungen. Die USA sind ja letztlich auch als Zweckbündnis entstanden. Die meisten Bundesstaaten sind seinerzeit mit ziemlich knapper Mehrheit der Union beigetreten. Und theoretisch könnten sich auch wieder austreten. Ist aber in über 200 Jahren noch nie passiert

von Wasat - am 06.06.2013 21:08
Zitat

Was es natürlich leicht macht, ist dass drüben in Salzburg und Tirol die gleiche Sprache gesprochen wird. ich weiß nicht, ob ich einen ähnlich starken Bezug zu den Nachbarn hätte, wenn die wie z.B. in Tschechien eine andere Sprache sprechen würden.

Ich denke im direkten Grenzbereich wäre es vielleicht ähnlich; aber in 100km Entfernung zur Grenze würde man sich der Region dann wohl kaum noch verbunden fühlen. Die Sprache ist halt doch auch ein großer Teil der gemeinsamen Kultur.
Ich glaube (West)Österreich ist für Bayern oft weniger Ausland als so manch norddeutsches Bundesland.
(Zählen denn eigentlich die Bayern überhaupt auch zu den "Piefkes"?)
In Österreich hatte ich erst einmal das Gefühl wirklich im Ausland zu sein und das war als ich mal abends oder nachts durch die Wiener Fußgängerzone gegangen bin und kaum ein deutsches Wort gehört habe. Also zumindest für mich gilt - die Sprache spielt schon eine Rolle.

von Zwölf - am 06.06.2013 21:29
Zitat
Zwölf
Ich denke im direkten Grenzbereich wäre es vielleicht ähnlich; aber in 100km Entfernung zur Grenze würde man sich der Region dann wohl kaum noch verbunden fühlen. Die Sprache ist halt doch auch ein großer Teil der gemeinsamen Kultur.

Absolut.
Zitat

Ich glaube (West)Österreich ist für Bayern oft weniger Ausland als so manch norddeutsches Bundesland.
(Zählen denn eigentlich die Bayern überhaupt auch zu den "Piefkes"?)

Ich sage ja, gerade was den Alpenraum (hatte ich mit Tirol verallgemeinert, um auch "Italien" einzubeziehen) sind Ländergrenzen ein Witz.Ähnlich Teile von Rheinland-Pfalz und das Elsass.
Zitat

In Österreich hatte ich erst einmal das Gefühl wirklich im Ausland zu sein und das war als ich mal abends oder nachts durch die Wiener Fußgängerzone gegangen bin und kaum ein deutsches Wort gehört habe. Also zumindest für mich gilt - die Sprache spielt schon eine Rolle.

So ging es mir vor fast zwanzig Jahren bei Dresden. Wenn die Leute in den normalen Slang gerutscht sind, habe ich weniger verstanden als von manchem "Fernseh-Schwyzerdütsch" (entschuldigt die abenteuerliche Schreibweise. Das war zwar Deutschland, aber auch irgendwie Ausland.
Was lernen wir daraus? Heimat ist da, wo man sich zu Hause fühlt.


Und schon haben wir einen schönen OT-Faden. Toll, dass es auch solche Arten des Austauschs gibt.

von rolling_stone - am 07.06.2013 04:17
Was hat Dresden mit Schweizerdeutsch zu tun?

von andimik - am 07.06.2013 04:47
Zitat
andimik
Was hat Dresden mit Schweizerdeutsch zu tun?

Ganz einfach,wenn manche jugendlichen Dresdner in ihren Slang gefallen sind, war es fürmich als Hessen sogar schwerer verständlich als Schweizerdeutsch,,,,:joke:

von rolling_stone - am 07.06.2013 04:49
Zitat:
Doch gerade die braucht es! In einer globalisierten Welt braucht man sowas wie die EU um international besser vertreten zu werden.

Ich wollte mit meiner Aussage nicht die EU als solches in Zweifel stellen. Ich wollte damit nur sagen, dass die grenzenlose Freiheit IN UNSEREN EIGENEN Köpfen beginnt.

Die vereinigten Staaten von Europa wären schon irgendwie ein Fernziel. Aber ob wir alle wirklich so zusammenwachsen, bezweifle ich. Es wurde weiter oben schon das Beispiel mit Tschechisch genannt. Verschiedene Sprachen verbinden halt nicht extra. Würde man in den USA 50 Sprachen sprechen, bin ich mir sicher, dass es nie zu den USA, so wie wir sie heute kennen, gekommen wäre.

von delfi - am 07.06.2013 05:13
Zitat
delfi


Ich wollte mit meiner Aussage nicht die EU als solches in Zweifel stellen. Ich wollte damit nur sagen, dass die grenzenlose Freiheit IN UNSEREN EIGENEN Köpfen beginnt.


Daran krankt es in Deutschland leider auch noch. Es gibt zumindest politisch immer noch eine Art Neiddebatte zwischen Ost und West.

von rolling_stone - am 07.06.2013 05:20
Ein Land, in dem es keine offizielle Amtssprache gibt: USA.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f0/US_ancestry2000_de.png

Recht interessant. Wobei natürlich nach Generationen die Muttersprachen schwinden.

von andimik - am 07.06.2013 06:39
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