oe24: Zweites bundesweites Privatradio in Österreich startet

Startbeitrag von Ihre Majestät am 12.09.2013 07:06

Kronehit bekommt bald Konkurrenz durch einen weiteren nationalen Privatsender: Aus Antenne Wien, Tirol und Salzburg wird der neue Sender oe24. Auch Frequenzen in Vorarlberg und eine ganze Kette in der Steiermark (noch nicht in Ausschreibung, es geht wohl um die ehem. Radio Graz/Eins-Kanäle) soll den Fellners zugeschlagen werden. Damit hätten sie die kritische Masse zusammen um die bundesweite Lizenz zu beantragen. Das was die Politik bei Energy mit Erfolg verhindert hat, nimmt sie bei den Fellners mit Kusshand: Denn das Kapital bliebt in Österreich. Ein Grund warum man Energy national mit allen Mitteln verhindern musste.

Die 50 interessantesten Antworten:

Tlw. haben wir in anderen Threads schon drueber gesprochen. Ich zitiere mal paar Passagen.

Zitat
Habakukk
Offenbar soll aus den Fellner-Antennen (zumindest Antenne Wien und Antenne Tirol) wohl Oe24 werden:

http://derstandard.at/1378248061648/oe24-wird-radioaktiv

Ob auch Salzburg davon betroffen ist? Und ich finde den entsprechenden Bescheid nicht. Was kann man von Oe24 erwarten? Die werden doch keinen Nachrichtensender starten?


Zitat
Habakukk
Ah gefunden, der muss das sein:
https://www.rtr.at/de/m/KOA119213001

OK, ausser dem Namen und den Verpackungselementen wird sich wohl nicht arg viel aendern.


Die Antragstellerin beabsichtigt, ab August 2013 ihren Programmauftritt zu verändern und sich unter neuer Marke (und neuem Programmnamen) mit modernen „Verpackungselementen“ zu präsentieren. Das Sendeschema soll noch stärker an die Hörgewohnheiten angepasst werden und auch die „Online-Generation“ noch stärker ansprechen. Das Programm soll in Hinkunft deutlicher auf die angesprochene Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen und die Kernzielgruppe der 25- bis 49-jährigen modernen Erwachsenen fokussiert werden. Diese Generation ist durch Verankerung im Berufsleben und Interesse an rascher und aktueller Information ohne unnötige Verpackung oder Späße interessiert.
[...]
Die geplante Änderung lasse sich im Wesentlichen damit zusammenfassen, dass das Programm etwas moderner, etwas straffer und für die Zielgruppe etwas informativer wird. Das neu geplante Programm finde jedoch nach Auffassung der Antragstellerin nach wie vor im Zulassungsbescheid Deckung.


Was sagt eigentlich der ORF zu dem Namen? Oe24 koennte ja durchaus das 24.Programm des ORF sein... :D


Zitat
Cyberjack
Zitat
Habakukk
... Generation ist durch Verankerung im Berufsleben und Interesse an rascher und aktueller Information ohne unnötige Verpackung oder Späße interessiert.


:eek:

Es wird doch nicht langsam mal jemand auf den Trichter kommen, daß das ewig unlustige Comedygehampel, die nervigen Claims und das dumme Gelaber die Zielgruppe nerven könnten?
(ganz allgemein für fast alle Sender ...)

M.


Zitat
andimik
Oe24 klingt wie eine Fusion aus Ö2 und FM4 ... :joke:


Zitat
Peter Schwarz
Ein informationsorientiertes Programm wäre gar nicht schlecht. Das fehlt m.E. in Österreich.


von Habakukk - am 12.09.2013 09:10
Zitat
Ihre Majestät
Damit hätten sie die kritische Masse zusammen um die bundesweite Lizenz zu beantragen.

Die Frage ist, wieviel man dzt. schon erreicht, um 2014 einen Antrag auf bundesweites Radio einbringen zu können.

Ich hab die folgenden Zahlen gefunden:

Wien 102,5 und St. Pölten
2,2 Mio (siehe https://www.rtr.at/uploads/media/KOA_1.192_11_003_Wien_102_5_MHz.pdf )

Salzburg
640.000 (siehe https://www.rtr.at/de/m/KOA147012005/KOA_1.470_12_005.pdf )

Imst
15.000

Landeck
20.000 (beide siehe https://www.rtr.at/de/m/KOA153213004/KOA_1.532_13-004.pdf )

Haiming
35.000 (siehe https://www.rtr.at/uploads/media/KOA_1.532_12_002.pdf )

Innsbruck
210.000 (siehe https://www.rtr.at/uploads/media/KOA_1.532-11-003_Zulassungsbescheid_Innsbruck_105_1_MHz.pdf )

Östl. Nordtirol
400.000 (siehe https://www.rtr.at/uploads/media/Bescheid_KOA_1.530_11_001_%C3%96stliches_Nordtirol_und_Teile_des_Tiroler_Oberlandes.pdf )

Lienz
35.000 (siehe https://www.rtr.at/de/m/KOA1537-05-1-ZulassungLienz/KOA1537-05-1-ZulassungLienz.pdf )

ergibt 3,520 Mio Einwohner.

Bitte um Verständnis, falls ich mich vertan hab. In Tirol kennt sich unser Habakukk besser aus ...

Wir sprechen aber dann vom Jahr 2016 (diese Ausschreibung geht dann bis Feber 2017), vorher geht das anscheinend wegen der o.g. Zahlen doch nicht.

Vergleiche https://www.rtr.at/de/m/KOA101012001

von andimik - am 12.09.2013 09:15
Ich frage mich nur, ob die kritische Masse wirklich schon erreicht ist?

Ich habe mal die versorgten Einwohner aus den einzelnen Bescheiden rausgesucht:

Vorarlberg:
Bregenz/Dornbirn 110 000

Tirol:
Innsbruck 210 000
Imst/Landeck 35 000 (-9000 Doppelversorgung)
Haiming 35 000 (-7000 Doppelversorgung)
Unterland 115 000 (-13000 Doppelversorgung)
Kitzbuehel 40 000 (-10000 Doppelversorgung)
Osttirol 35 000
[Zum Vergleich: Life Radio Tirol versorgt ca. 550 000]

Salzburg:
komplettes Bundesland inkl. Overspill 470 000

Wien/Niederoesterreich:
Wien mit St.Poelten 2 200 000

Oberoesterreich:
Wels 110 000 (derzeit Welle 1)


Sind in Summe gut 3,3 Millionen. Oesterreich hat ca. 8,5 Millionen Einwohner. Da fehlt doch noch einiges. Gut, wenn noch bisschen was in der Steiermark dazu kommt, mag nochmal 1 Million dazu kommen. Ist aber doch noch weit weg von den notwendigen 60%. Oder habe ich etwas vergessen?

Es braucht mindestens noch den Oberoesterreichischen Zentralraum (neben Wels noch Linz und Steyr), das ergibt eine knappe Million. Es braucht noch Klagenfurt (einige 100000) und es gibt noch viel Potenzial in Niederoesterreich.

@andimik: Oha, da hatten wir zur selben Zeit die gleiche Idee. :-)

von Habakukk - am 12.09.2013 09:22
Zitat
forza_viola
man bedenke die Reichweite der 101,8 nach Oberösterreich und dann hätte man die 60%


Da kommt soweit ich das verstanden habe nix dazu. Die im Entscheid genannten 470 000 entsprechen den versorgten Personen, egal ob die nun im Bundesland Salzburg oder in Oberoesterreich wohnen.

Die folgenden gerade neu gestarteten Ausschreibungen von ex Radio Eins-Frequenzen wuerden wohl fuer oe24 ganz gut passen:

Ausschreibung der Übertragungskapazitäten KALWANG (Stellerberg) 88,9 MHz, OEBLARN (Strimitzen) 107,2 MHz, ROTTENMANN (Sonnenberg) 104,8 MHz und SCHLADMING 4 (Hochwurzen) 106,3 MHz (KOA 1.470/13-009)
https://www.rtr.at/de/m/KOA147013009

Ausschreibung der Übertragungskapazitäten KNITTELFELD (Eiglerhöhe) 105,1 MHz, MURAU (Stolzalpe) 104,2 MHz und UNZMARKT (Rittersberg) 106,9 MHz (KOA 1.466/13-008)
https://www.rtr.at/de/m/KOA146613008

Ausschreibung der Übertragungskapazität BRUCK MUR 1 (Mugel) 89,6 MHz (KOA 1.460/13-002)
https://www.rtr.at/de/m/KOA146013002

Mit etwas Glueck kriegen sie die 89,6 in Graz (wuerde Frequenztechnisch auch gut zu Bruck passen):

Ausschreibung der Übertragungskapazität GRAZ 8 (Eisenberg - Funkstelle Grambach) 89,60 MHz (KOA 1.193/13-041)
https://www.rtr.at/de/m/KOA119313041

Zitat
Unterkärnten DX - MPDX
Man hat sich auch für die im Frühjahr Ausgeschriebenen Kapazitäten in Unterkärnten beworben.
Es gab zwei Bewerber, Welle 1 und Fellner, wer das Rennen jedoch gemacht hat bleibt offen...

Auf einen Entscheid in der Ausschreibung Lokalradio Wolfsberg warte ich auch:

Ausschreibung der Übertragungskapazitäten WOLFSBERG 2 100,2 MHz, BRUECKL (Lippekogel) 98,2 MHz und BLEIBURG (Weissenegger Berg) 92,1 MHz (KOA 1.218/12-006)
https://www.rtr.at/de/m/KOA121812006

Das waeren so die aktuellen Ausschreibungen, mit den die Fellner-Antenne noch einiges an Einwohnern hinzugewinnen koennte. Gerade die Steiermark waere wichtig, da dort ja doch relativ viele Einwohner wohnen. Allerdings braucht es dafuer auch eine ganze Menge an Fuellsendern. Da fehlt noch das ganze Eck, in dem z.B. Soundportal verbreitet wird.

@andimik: Wir sind ja eh fast zur gleichen Zahl gekommen. Man sieht in jedem Fall, dass da noch ordentlich was dazu kommen muss.

von Habakukk - am 12.09.2013 11:28
Zitat
102.2
1) Starke und brauchbare UKW Frequenzen sind in Oesterreich nichtmehr zu bekommen, die sind schon via Ueberversorgung an Kronehit u. ORF vergeben.

Mit der bundesweiten Lizenz koennte oe24 aber dann wie Kronehit den massiven Ausbau mit weiteren Funzeln voran treiben.

Zitat
102.2
2) Die Fellners konnten nie wirklich Radio machen, auch den Markennamen "Oe24" halte ich seltsam bis komisch. Warum "24"?

Weil das Online-Portal der Tageszeitung "Österreich" genauso heisst.

Was mich an der ganzen Geschichte nur aergert: Oe24 bzw. Antenne Fellner setzt sich gegen seine Mitbewerber ja v.a. deshalb durch, weil sie auf dem Papier angeblich *echtes* Lokalradio planen. Man lese nur mal den Bescheid fuer Bregenz/Dornbirn.

Da wird also ein Anbieter lizensiert, der auf dem Papier ein Lokalradio plant, real aber dann eh nur ein fremdgesteuertes Pseudolokalradio veranstalten wird, das nur dazu dient, frueher oder spaeter in einer bundesweiten Lizenz aufzugehen.

Auch wenn das andere wie Energy und Welle 1 nicht so viel anders machen: ich wuerde mich da als Konkurrent aergern und wirklich genau schauen, dass auf oe24 Bregenz dann auch wirklich echtes Lokalradio mit der in der Bewerbung erwaehnten Mannschaft laeuft und nicht nur ein Rechner fremderstellte Inhalte und Playlisten aus Wien zusammenwuerfelt.

von Habakukk - am 12.09.2013 14:21
Zitat
Habakukk
Mit der bundesweiten Lizenz koennte oe24 aber dann wie Kronehit den massiven Ausbau mit weiteren Funzeln voran treiben.

.


Dies halte ich technisch zwar fuer machbar, allerdings wird man sicher keine bessere Abdeckung als Kronehit erreichen koennen. Eine der Kernfragen wird sein, ob man auf den wichtigsten Autobahnen, etwa der A1 oder A2 einen durchgehenden Empfang ermoeglichen kann. Die 102,5 in Wien kommt nichtmal im noerdlichen Niederoesterreich an, wo etwa 88.6 noch ganz gut empfangbar ist. Wir hier wieder ueber 100 bis 500 Watt Funzeln sprechen und wichtige oesterreichische Skigebiete in den Bergen werden vermutl. auch nicht versorgt werden.

Rein vom "geistigen Anspruch" frage ich mich ironischer Weise, ob die Fellners ein hoeheres Niveau im Radio zustande bringen als KroneHit? oder wird dies der "Wettbewerb der Bloedelsender", etwa enge Rotation der Musik und duemmliches Ge-duze . Sieht man sich das Niveau von "News" u. dgl. an, koennte man es fast meinen.

von 102.1 - am 13.09.2013 00:28
@102.2:
In Niederoesterreich und Oberoesterreich auf dem eher flacheren Land brauchst du fuer eine gute Versorgung sicherlich leistungsstarke Sender, weil du sonst eine Vielzahl an Kleinsendern benoetigst, um auf das gleiche Gebiet zu kommen. Aber in den Bergregionen, wo der Empfang starker Sender sowieso nach jedem Knick eines Tales schlecht oder verzerrt wird, brauchst du so oder so eine Vielzahl an Fuellsendern.

Schau nach Tirol: Kronehit hat zwar die starke 106,5 am Patscherkofel, kommt aber trotzdem wie alle anderen nicht um viele viele Fuellsender im Inntal und den Seitentaelern aus. Da ist die Versorgung von U1 oder Antenne Tirol kaum schlechter, obwohl die keinen leistungsstarken Sender haben.

Man kann sicher vielerorts noch eine Reihe von Funzeln nachschieben, da sehe ich technisch kein Problem. Das wird aber sicherlich wie immer zu Lasten des Fernempfangs von Nachbarsendern gehen, was fuer uns DXer wieder aergerlich ist.

von Habakukk - am 13.09.2013 07:19
Zitat
RTL 102.5 Fan
Interessant ist es insbesondere, dass ein österreichischer Anbieter es schafft, während NRJ daran gescheitert ist, was wiedermal mehr den gegenwärtigen Zustand der Medienpolitik in diesem Land aufzeigt. Es ist ein Armutszeugnis, dass in Zeiten des Vereinten Europas eine Behörde eines Landes einem ausländischen Investor so Steine in den Weg legen kann und nationale Betreiber so leicht vorankommen. :mad:


Naja, ganz so einfach würde ich das nicht sehen, denn es hat schon Gründe warum Energy-NRJ nicht senden wird/darf. Ausserdem sollte man auch Energy Stationen im deutschsprachigen Raum betrachten, denen geht es nicht wirklich gut, es ist auch eine Geldfrage dahinter. Ausserdem zum Thema Radio Graz, da war Energy seit ein paar Jahren Eigentümer, nur zur Info!
Desweiteren, auch wenn ich mir von oe24 nicht wirklich was erhoffe finde ich es trotzdem gut, dass wieder ein "Nationaler" Player am Markt ist, oder kommt, weil wenn man sich die Geschäftsstrukturen fast aller Privatsender ansieht, sieht man wer oder welche Firmen eigentlich dahinter stehen, und fast garnichts rein Nationales überhaupt vorhanden ist. Ausser z.b. Radio Soundportal.

von MPDX - UnterkärntenDX - am 14.09.2013 12:27
die gleiche Abdeckung wie Kronehit wird man veraussichtl. nicht erreichen koennen, jedoch einen grossen Prozentsatz der oesterr. Bevoelkerung. Ein durchgehender Empfang auf oesterreichs wichtigsten Autobahnen wird dann am Ende das Maximum des Machbaren darstellen. Mehr wird nicht drinnen sein.

In der letzten Zeit tauchten aber immer wieder Koordinierungen auf, wo ich vermuten kann, dass dies auf Oe24 hinfuehrt?

Etwa die 89.6 in Graz mit 1KW
Entweder eine Karteileiche, oder immer noch in den Plaenen gefuehrt, die 107,3 in Linz mit 10 KW?

Nimmt man die anderen Fellner Antennen hinzu, bleibt nur noch der Zentralraum von Kaernten und Vorarlberg sowie Steiermark offen, und diesen wird man mit irgendwelchen Funzeln abdecken.

Eventuell lassen sich noch Funzeln im Burgenland finden, oder auch in Niederoesterreich, Poysdorf, oder irgendwo im Waldviertel, bei Horn oder Hollabrun, oder auch in Krems an der Donau?

Die NRJ Sender in Wien, Salzburg u. Innsbruck werden mit Sicherheit weitersenden, da sie ja ihnen eine Frequenz rechtskraeftig zugewiesen wurde.

von 102.1 - am 14.09.2013 13:00
Zitat
Unterkärnten DX
Naja, ganz so einfach würde ich das nicht sehen, denn es hat schon Gründe warum Energy-NRJ nicht senden wird/darf. Ausserdem sollte man auch Energy Stationen im deutschsprachigen Raum betrachten, denen geht es nicht wirklich gut, es ist auch eine Geldfrage dahinter. Ausserdem zum Thema Radio Graz, da war Energy seit ein paar Jahren Eigentümer, nur zur Info!


NRJ Frankreich hat probiert in Österreich eine bundesweite Lizenz zu erhalten, wie wir alle wissen, ist das nicht gelungen; Welle 1 hat ähnliche Frequenzusagen einfach erhalten, während man bei NRJ gesagt hat "Nicht möglich". Die Behörde dreht sich es halt immer sowie sie will, da gibt es genug Möglichkeiten. Ja, NRJ war Eigentümer von Radio Graz und wollte das Programm ja umwandeln, was untersagt wurde. Da das mit der bundesweiten Lizenz nicht mehr funktioniert, hat man Radio Graz/Radio 1 nun eingestellt und investiert vielleicht auch nicht mehr soviel in die bestehenden Energys. Die sind ganz einfach sauer auf den österreichischen Markt.
Den Konzern NRJ selbst geht's wunderbar, umlängst wieder reichweitenstärkster Sender Frankreichs geworden (das Original ist im Gegensatz zu den Energy-Ablegern im deutschsprachigen Raum auch wirklich gut!), und auch in weiteren Ländern in Süd/Südosteuropa sind Investionen/Markteinstiege eventuell geplant.

Zitat
Unterkärnten DX
Desweiteren, auch wenn ich mir von oe24 nicht wirklich was erhoffe finde ich es trotzdem gut, dass wieder ein "Nationaler" Player am Markt ist, oder kommt, weil wenn man sich die Geschäftsstrukturen fast aller Privatsender ansieht, sieht man wer oder welche Firmen eigentlich dahinter stehen, und fast garnichts rein Nationales überhaupt vorhanden ist. Ausser z.b. Radio Soundportal.


Wo liegt der Unterschied, ob ein Betreiber national oder international ist? In Zeiten von Globalisierung sowie der Europäischen Union ist das relativ egal und meiner Meinung sogar eine Bereicherung, wenn es europaweit agierende Unternehmen gibt.

von RTL 102.5 Fan - am 14.09.2013 13:08
Ich glaube, die haben nicht nach der Marktlücke gesucht und dann die Zielgruppe definiert, sondern erst die Zielgruppe festgelegt und dann die Marktlücke gesucht. Zielgruppe sind kaufkräftige Personen die klassischer Weise zwischen 14 und 49 Jahre alt sind, auf Marken und Trends Wert legen und auch das Geld dafür haben. Und davon auch nicht nur ein paar Exoten, sondern die breite "Masse". Hörer deutschsprachiger Musik gehören da klischeehafter Weise nicht dazu. Das Programm soll einerseits unterhaltend sein (für jeden anhörbar), andererseits seriös wirken (evtl. mit einem elitären Hauch); ein Programm für Leute, die zwar gerne eine ähnliche/gleiche Musik hören wie die breite Masse, sich aber andererseits von dieser Masse auch abheben möchten oder sich einfach eine etwas kühlere Programmgestaltung wünschen. Ob diese Marktlücke tatsächlich eine ist wird sich zeigen; in den Städten könnte ich mir das aber gut vorstellen.

von Zwölf - am 20.09.2013 22:58
Zitat
Franz Brazda priv.
Laut dem Link www.radio-ö24.at/ ist aber nur die 102,5 MHz in Wien als Oe24 davon betroffen. Was ist mit 96,3 in St. Pölten, der Antenne Salzburg bzw. Tirol ? Anscheinend wird sich aber am Programmtyp Antenne Wien etc. eh aber wenig bis gar nichts ändern, Schade.
Bitte wem interessiert noch die besten Hits etc. !
Vielleicht sollten Dies, die Fellners doch noch einmal überdenken.
LG Franz aus Wien:confused:



Schrittweise werden die oesterreichweit das gleiche Programm einfuehren, sonst waere es ja nicht ein bundesweites Privatradio.

Die Fellners werden hier nichts ueberdenken.

Wie schon oft gesagt, wirklich Radio machen konnten die Fellners ohnehin nie und selbst ihre Zeitungen die sie herausgeben sind tlw. fragwuerdig. Fuer die wiener Frequenz 102,5 wirds ein erneuter Relaunch und eine "neu" Reform, nach der naechsten "neu" Reform, nur dass eben wirklich nichts neu ist, ausser ein Markenname, anderes geclaime aber die gleiche Musik unter dem abgedroschenen Titel "die besten Hits".

"Oe24" halte ich einen komplett laecherlichen Namen der obendrein noch hirnlos wirkt. Haetten sie sich wenigstens "Antenne Oesterreich", "Antenne Rot Weiss Rot" oder "Antenne Austria" genannt.

Man kann sich heute schon fragen, wann der naechste Re-launch kommt?

von 102.1 - am 23.09.2013 10:59
Zitat
RTL 102.5 Fan

Österreich und ein gescheites Radioprogramm? Das können sie nicht, die Österreicher.


Radio ist in Oesterreich nur eine Laermbelaestigung, leider viel zu oft auch eine Zusatzbelastung am Arbeitsplatz. Mit Unterzeichnung eines Arbeitsvertrages in Oesterreich wird man quasi dazu gezwungen sich diesen Unsinn tag taeglich anzu tun und in fast jedem oesterreichischen Buero ist irgendein Kollege zu finden, der ganz bessessen darauf ist, seine Kollegen zwangszubegluecken.

ORF Radios, alle politisch, arogant, besserwisserisch und keine gute Musik.
Privatsender, endloses geclaime entweder "besser" oder "neu" zu sein, was aber im Grunde alt ist, seichte Informationen, geduze, manchmal etwas bessere Musik als auf ORF, manchmal auch noch schlechter.

Gut, in Wien gibts zumindest Superfly oder Stephansdom, in einigen anderen Ecken Lounge, die man als positiv bezeichnen kann.

Schade um die Zeiten von "Antenne Austria" u. den Kaernter Privatsendern, die aus Italien her kamen, damals konnten die Oesterreicher sehr wohl Radio machen.

von 102.1 - am 26.09.2013 17:02
Zitat
Kurt Tirol
Ich glaube für Radio Ö24 wäre es besser wenn es in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland ein Eigenständiges Pogramm sendet.

In Salzburg läuft die Antenne sehr gut und ein Bundesweites Radio aus Wien ( schon wieder )hätte sicher um ca. 50% weniger Hörer, denn es gibt ja schon Ö3 und Kronehit die Bundesweit senden.

In Tirol hat die Antenne einen schweren Stand, denn es gibt ja schon Life Radio, Kronehit, NRJ, Welle1 und so weiter.

Die neue Antenne ( oder Ö24 ) in Vorarlberg; mal sehen.


In Vorarlberg läuft die eigenständige Antenne Vol. meines Wissens, auch sehr erfolgreich und gehört nicht zum Fellner Antenne Verbund. Wie auch Steiermark/Kärnten eigenständig sind. In Tirol tümpelt die Antenne nurmehr so vor sich hin. Ohne eigenständige Moderation. Antenne Tirol, als Vorgänger von Liferadio T war glaub ich auf einem guten Weg. Seit dem Lizenzwechsel,(vormals Arabella wenn ich nicht irre), verlor sie zusehens an Bedeutung.

von tomtino - am 10.10.2013 17:36
Ich frage mich nur, was da in Steyr nun kommen soll. Das ist ja momentan ein ziemlicher Verhau:

- Welle 1 Salzburg GmbH: veranstaltet laut Lizenzen ein Lokalradio in Salzburg (Welle 1 Salzburg, Hot AC-Format) und ein Lokalradio in Linz (Welle 1 Linz, Hot AC-Format)

- Welle 1 Oberösterreich GmbH: veranstaltet laut Lizenz ein Lokalradio namens "Radio Steyr" (Rock AC-Format), real handelt es sich aber doch nur um einen regionalen Ableger der Welle 1 Salzburg (Hot AC-Format).

- Antenne Oberösterreich GmbH: veranstaltet laut Lizenzen ein Lokalradio namens "Welle 1 Wels" (AC-Format), sowie ein noch namenloses geplantes Lokalradio für Steyr (Hot AC-Format).

Gibt es denn auf 98,3 in Wels mittlerweile eine eigenständige Welle 1 Version? Es sollten ja laut Lizenz Vormittag und Nachmittag eigenständige Sendungen laufen ("Wels am Vormittag", "Wels am Nachmittag"). Zumindest die Vormittagssendung sollte ja vollständig in Wels produziert werden. Oder wird nach wie vor nur Welle 1 Steyr übernommen?

Welle 1 Steyr müsste eigentlich spürbar mehr Rocktitel im Programm haben als Welle 1 Salzburg. Ist das denn so?

Die Frage ist, was werden die auf 90,4 für ein Programm starten? Nach etwas vergleichbarem zu oe24 oder Antenne Salzburg klingt das ja nicht. Oder geht das Programm am Ende sogar gar nicht mehr als Lokalradio auf Sendung, weil die Antenne in den nächsten 2 Jahren bereits die 60%-Hürde geknackt hat?

@102,2:
oe24 hat noch keine bundesweite Zulassung. Aber in Summe ist Antenne Österreich mit all seinen Lizenzen relativ nahe an den magischen 60% dran, die nötig sind, um eine bundesweite Lizenz zu beantragen.

von Habakukk - am 04.03.2014 09:17
Zitat
andimik
Das kann sich in den nächsten Jahren ja noch ergeben ..


"kann" ja, nur denke ich, fehlts hier gewaltig an Strategie und Umsetzung.

Oe24 macht fuer mich sehr wenig Sinn. Die haben in Wien ja weniger Marktanteil als es noch die Antenne Wien war. Auch eine Zusammenlegung zu einem einheitlichen Programm wuerde wenig Sinn machten, haben doch diverse "Fellner Antennen" noch mehr Marktanteil als Oe24 in Wien.

Hinzu kommt noch die fehlende Verfuegbarkeit von UKW Frequenzen, und div. offenbar zugeteilte, aber niemals in Betrieb gegangene Funzeln in Vorarlberg? Und selbst wenn man in Oestereich unueberwindbare Huerden ueberschreitet und DAB+ oesterreichweit einfuehrt, ist es mehr als fraglich ob man sich wegen Oe24 ein DAB+ Radio kaufen wuerde....

Ich glaube kaum, das Oe24 in Oesterreich jemand noch ernst nimmt.

von 102.1 - am 05.03.2014 11:34
Zitat
delfi
Fragt sich auch, wie interessant eine schwache Minifunzel für den Küchenbrüllwürfel ist? Der spielt doch jetzt schon oft genug nur auf den leistungsstarken ORF-Frequenzen wirklich gut.


Ich halte Oe24 als kein ernstzunehmendes Geschaeftsmodell. Es ist eher ein Experimentier-Funk der Fellner-Brueder.

- Der Markt ist bereits aufgeteilt, und nimmt nicht mehr auf, und somit kein Potenzial.
- Gute Frequenzen gibts keine mehr, um einen halbwegs durchgaengigen Empfang auf Fernverkehrsstrassen und Autobahnen zu ermoeglichen
- Die Kooridinierung einer leistungsschwachen Funzel neben einer Stark-Frequenz zeigt die Not und Erbaermlichkeit dieses Unterfangens
- Der Kauf eines DAB Radios wird sicher nicht von Oe24 abhaengig sein.
- Die Uebernahme bestehnder Anbieter ( Arabella oder Lounge waere vielleicht noch naheliegend) wird auch nicht zur Diskussion stehen.

von 102.1 - am 12.06.2014 15:43
Zitat
delfi
@102.2
Betrachte meine Aussage allgemein. Ich habe schon oft erlebt, dass mit den vorhandenen Radios nur die großen Platzhirsche gehört werden, einfach, weil die Privaten oft nur zu schwach und angerauscht aus dem Lautsprecher kommen würden. Viele Leute mögen es auch nicht, die Stabantenne des Radios mitten in den Raum zeigen zu lassen, um besseren Empfang zu haben.


Auch dies ist wiederum zu verstehen. Nur, wer ist am leichtesten zu empfangen? der ORF, weil er sich die staerksten Frequenzen sichern konnte. Es scheint ja dass bei den Privatsendern nur die Regionalradios recht gute und orf-aehnliche Abdeckung haben, und KroneHit bundesweit auf eine Viel-Funzel-Strategie faehrt. Selbst letzteres wird Oe24 relativ schwer fallen.

Bei Oe24 ist auch kein System dahinter, das irgendwie Sinn machen koennte. So ist etwa in Mariazell die 102,4 noch frei, und wer immer diese Frequenz bekommt, wird sich mit der 102,5 in Wien ueberschneiden.
Daher waere es naheliegend, wenn Oe24 sich fuer diese Frequenz bemueht.

von 102.1 - am 12.06.2014 18:37
Antenne Österreich/Ö24 hat immerhin:
- Wien, Niederösterreich-West (inkl. St.Pölten) und das nördliche Burgenland
- Mit Steyr und Wels und vermutlich bald auch Linz den oberösterreichischen Zentralraum
- Bundesland Salzburg komplett inklusive Gaisberg-Overspill nach Oberösterreich
- Bundesland Tirol fast komplett (inkl. Osttirol)
- Mit Bregenz und Dornbirn schon mal die wichtigsten Ballungsräume Vorarlbergs
- die westliche Steiermark inklusive Graz

Was halt noch fehlt, ist Kärnten. Teile Ober- und Niederösterreichs mit vielen Einwohnern werden auch noch nicht versorgt. Mit recht viel mehr hat Kronehit damals die bundesweite Lizenz aber auch nicht bekommen.

Leistungsstarke Frequenzen wären imho v.a. in Ober- und Niederösterreich gefragt. Ansonsten ist die Landschaft doch sowieso bergig und man braucht sowieso alle 5-10km einen neuen Füllsender (auch der ORF). Insofern sehe ich da keinen so gravierenden Nachteil, dass man dort nur mit 500W-Frequenzen unterwegs ist.

von Habakukk - am 13.06.2014 10:56
Zitat
delfi
Zitat:
damit wird die schöne 94.2 (eine tolle DX-Frequenz, vierfach belegt mit Scattern) wieder sinnlos blockiert.

Orte ich da eine beginnende Resignation? Ich würds verstehen. Mir war früher auf UKW wichtig, die Programme auch hören zu können. Viele gute Stationen gäbe es ja. Nur sind viele weit von uns weg und in den Augen mancher Leute nicht mehr ortsüblich. Also werden solche Frequenzen mit lokalen Stationen belegt. So verliert man einen Lieblingssender nach den anderen, ohne dafür einen adäquaten Gegenwert zu bekommen. Mir hat man UKW mit dieser Verfunzelung und der Aufschaltung belangloser Programme längst vermiest.


Genau so ist es. Seit Kronehit hier vor etwa 4 Jahren massiv begonnen hat, systematisch alle semi-Ortssender und entfernten "Schätze" zuzufunzeln, und auch Soundportal sich ordentlich mit Funzeln ins Zeug gelegt hat, bin ich immer mehr nur noch enttäuscht.

Vieles geht nach wie vor, aber wenn 100 kHz neben ein RDS-Niveau Füllsender von Kronehit stört, ist der Empfang nicht mehr wie er war. Oder einfach weggestört. Bestes Beispiel 107.0 Kronehit aus Übelbach, deckt die halbe West- und Oststeiermark ab. Braucht kein Mensch, war nach dem Eischaos im Februar 6 Wochen unbemerkt off air. In der Zeit konnte ich ständig tagtäglich dem bosnischen Radio Velkaton lauschen. Natürlich wird der österreichische Standard-Hörer sagen "empfange ich eh nicht " oder "was soll ich mit den Jugosendern" [sic!], aber ich finde gerade diese weiter entfernten Lokalsender spannend und interessant.

Nicht zuletzt das DX Hobby hat mich vor einigen Jahren dazu gebracht (auch) Bosnisch/Kroatisch/Serbisch zu studieren... :cheers:

von DX-Project-Graz - am 23.06.2014 18:03
Zitat
DX-Project-Graz

Genau so ist es. Seit Kronehit hier vor etwa 4 Jahren massiv begonnen hat, systematisch alle semi-Ortssender und entfernten "Schätze" zuzufunzeln, und auch Soundportal sich ordentlich mit Funzeln ins Zeug gelegt hat, bin ich immer mehr nur noch enttäuscht.

Vieles geht nach wie vor, aber wenn 100 kHz neben ein RDS-Niveau Füllsender von Kronehit stört, ist der Empfang nicht mehr wie er war. Oder einfach weggestört. Bestes Beispiel 107.0 Kronehit aus Übelbach, deckt die halbe West- und Oststeiermark ab. Braucht kein Mensch, war nach dem Eischaos im Februar 6 Wochen unbemerkt off air. In der Zeit konnte ich ständig tagtäglich dem bosnischen Radio Velkaton lauschen. Natürlich wird der österreichische Standard-Hörer sagen "empfange ich eh nicht " oder "was soll ich mit den Jugosendern" [sic!], aber ich finde gerade diese weiter entfernten Lokalsender spannend und interessant.

Nicht zuletzt das DX Hobby hat mich vor einigen Jahren dazu gebracht (auch) Bosnisch/Kroatisch/Serbisch zu studieren... :cheers:


Da geht's mir aehnlich, und vermult. vielen anderen hier im Forum auch. Auch ich kam eigentl. nur durch Interesse an fremden Kulturen und insbs. Sprache zum Radio und zum DXen und habe so manche Sprache, etwa Franzoesich, Tschechisch oder Slovakisch quasi nur durch das Radio besser kennengelernt. Wenn ich in Oeserreich bin, laeuft auch bei mir eher Tschechien oder ein Programm aus der Slovakei, als irgendwas aus Oesterreich.

Mit slavischen Sprachen komme ich generell noch ganz gut zurecht und verstehe auch einiges, Ungarisch liegt mir jedoch sehr sehr fern.

Interessant ist dennoch in Oesterreich, dass bei Schnee und Eis die ganze schoene neue Funzelwelt von Kronehit zusammenfaellt wie ein Kartenhaus. Beobachtet habe ich das schon sehr oft.

von 102.1 - am 23.06.2014 18:37
Zitat
delfi

Genau. Die Leute schalten mitunter gar kein Radio mehr ein.


ich habe noch keinen intelektuellen bzw. gebildeten Oesterreicher kennengelernt, der KroneHit erstgenommen hat. Ich habe eher den Eindruck, man muss irgendwie geistig minder-bemittelt sein, um diesen Sender auch ertragen zu koennen. Bei Oe24 wird's vermutlich aehnlich sein.

Ich sehe an Oe24 und dem moeglichen bundesweiten Betrieb, den " Sargnagel " fuer das Radio in Oesterreich selbst.

Und, hat jemand Hirn, findet er auch meist Kritik meist politischer Natur am ORF und dessen Struktur u. Organisation. Gerade aus diesem Grund, ist auch fuer mich im Grenznahen Bereich zu Bayern der BR ein wahrer Segen, ebenfalls der DLF mit seinen Nachrichten.

Bleibt nurmehr DAB+ solange sie nach Oesterreich einstrahlen, oder das Internet. Die Zeiten, wo man auf UKW BBC World Service aus Bratislava bekam, sind in Wien u. Ost Oesterreich leider auch vorbei.

von 102.1 - am 24.06.2014 13:50
Ich höre gar kein österreichisches Radio mehr. Auch kein Deutsches. Dürfte jetzt bald 1 Jahr sein, dass meine quasi 100%ige Nicht-Anhörphase andauert. Und ich lebe gut damit!

Auf Tune.in hab ich meine Liste von Webstreams, die ich dann mal abklappere. Das ist kunterbunt aus ganz Europa zusammengestellt, sodass mir auch nie langweilig wird. Außerhalb läuft meine Musik, ich bin damit mehr als glücklich. Zuhause Internetradio, unterwegs Internetradio und/oder Playlist vom Handy. Ab Gemona in Richtung Italien kommt dann wieder Radio dran, ebenso in Slowenien oder sonst wo.

Die Verstopfung vom UKW-Band merk ich hier nicht so schlimm, es ist immer noch spannend, was man alles so empfangen kann, mein Hören von diesen Sendern hat aber abgenommen, einerseits, weil sie nicht alle konstant stabil gehen und andererseits, weil Hören via Internet bei mir erheblich zugelegt hat. Deswegen: DX auf UKW, für Radiogenuss Internet - meine Ideallösung.

Was die Österreicher für Müll auf UKW vesenden ist mir dabei recht sch..egal ;)
Wird beim DX rasch übersprungen und gehört sowieso nicht.

oe24 ist wieder so Formatradiomüll nach deutschem Vorbild, wo alles bis auf die genaue Sekunde geplant wird, die Musikabteilung outgesourct wird und halt "irgendeine" Musik eingekauft wird. Das Konzept Nischenstrategien zu besetzen, kennt man am Radiomarkt halt nicht.

Die meisten Leute, die ich kennen, hören Radio im Auto (wesegen Kronehit oft "gewinnt", weil eben viel Frequenzen), jedoch immer mehr nutzen im Auto eigene CDs, Playlists oder eben tune.in, was konstant stabil läuft. Spotify ist auch am Kommen. Im Grenzenlosen Europa gibt's zum Glück (aber noch immer zu wenige) Wege, lokalen Programmen auszuweichen.

von RTL 102.5 Fan - am 24.06.2014 14:21
Zeit, mal zu schauen, wie nahe sie den 60% schon sind.

Zitat
Habakukk
Ich frage mich nur, ob die kritische Masse wirklich schon erreicht ist?

Ich habe mal die versorgten Einwohner aus den einzelnen Bescheiden rausgesucht:

Vorarlberg:
Bregenz/Dornbirn 110 000

Tirol:
Innsbruck 210 000
Imst/Landeck 35 000 (-9000 Doppelversorgung)
Haiming 35 000 (-7000 Doppelversorgung)
Unterland 115 000 (-13000 Doppelversorgung)
Kitzbuehel 40 000 (-10000 Doppelversorgung)
Osttirol 35 000
[Zum Vergleich: Life Radio Tirol versorgt ca. 550 000]

Salzburg:
komplettes Bundesland inkl. Overspill 470 000

Wien/Niederoesterreich:
Wien mit St.Poelten 2 200 000

Oberoesterreich:
Wels 110 000 (derzeit Welle 1)


Sind in Summe gut 3,3 Millionen. Oesterreich hat ca. 8,5 Millionen Einwohner. Da fehlt doch noch einiges. Gut, wenn noch bisschen was in der Steiermark dazu kommt, mag nochmal 1 Million dazu kommen. Ist aber doch noch weit weg von den notwendigen 60%. Oder habe ich etwas vergessen?

Es braucht mindestens noch den Oberoesterreichischen Zentralraum (neben Wels noch Linz und Steyr), das ergibt eine knappe Million. Es braucht noch Klagenfurt (einige 100000) und es gibt noch viel Potenzial in Niederoesterreich.

@andimik: Oha, da hatten wir zur selben Zeit die gleiche Idee. :-)


So, was ist seitdem alles dazu gekommen?
- Aichfeld (+64000)
- Obersteiermark (ca +70000, 80000 abzueglich 104,8 Rottenmann)
- Steyr (+53000)

Also knapp 200000 dazu, sind wir bei 3,5 Mio EW.

Wenn noch Graz 94,2 dazu kommt:
- Graz (+240000, wahrscheinlich etwas mehr, da dann vom Plabutsch)

Dann sind wir bei vielleicht knapp 4 Mio EW. Fehlt immer noch mindestens 1 Mio Leute fuer die 60%, es sei denn, ich hab mich wo verrechnet. Da braucht es in jedem Fall noch Frequenzen in Linz (bringt 400000-500000) und Klagenfurt (100000-200000).

von Habakukk - am 25.07.2014 11:17
Zitat
102.2
Zitat
Habakukk
Vielleicht ist der Coup ja auch nur der, in Summe die 60% zu erreichen, um in 2 Jahren die bundesweite Lizenz einzusacken und diese dann später für teures Geld weiter zu verkaufen?


Hier macht es wenig Sinn zu spekulieren. Tatsache ist, mit der derzeitigen Einstellung, die die Fellners und Oe24 an den Tag legen wird's sicher nix mit einem zweiten landesweiten Privatradio. Die aktuellen Ergebnisse des Radiotests zeigen wieviele Leute dieses Programm ueberhaupt interessiert.


Die Quoten hätten möglicher Weise aber ganz anders ausgesehen, wenn man Ö24 etwa auf den Frequenzen von Antenne Salzburg ausgestrahlt hätte.

Ab wann gilt denn ein Programm als bundesweit? Wäre z.B. ein "Ö24 Salzburg" (mit Regionalfenster/Ö24 als Mantelprogramm) schon rechtswidrig? Wären DAB-Programme, die ihr Programme bundesweit ausstrahlen rechtswidrig?

von Zwölf - am 27.07.2014 16:09
Zitat
Zwölf
Ab wann gilt denn ein Programm als bundesweit? Wäre z.B. ein "Ö24 Salzburg" (mit Regionalfenster/Ö24 als Mantelprogramm) schon rechtswidrig? Wären DAB-Programme, die ihr Programme bundesweit ausstrahlen rechtswidrig?


Auf UKW benoetigt man extra eine bundesweite Lizenz. Die kann man alle 2 Jahre beantragen. Man braucht dazu aber vorher bereits landesweite/lokale Lizenzen, mit denen man in Summe 60% der Bevoelkerung erreicht. Mit einer bundesweiten Lizenz kann man (wie Kronehit) in ganz Oesterreich ein und dasselbe Programm verbreiten.

Das heisst: Oe24/Antenne steht derzeit irgendwo bei knapp 50% und braucht noch paar Lizenzen, um die 60% Huerde zu knacken.

Bis dahin haben sie eine Reihe unterschiedlicher Lizenzen, auf denen unterschiedliche Programme laufen. Man kann sicher in beschraenktem Masse ein bundesweites Mantelprogramm kreieren, das dann zu bestimmten Zeiten durchgeschaltet wird. Aber richtig bundesweites Radio gibt es nur mit der bundesweiten Lizenz.

Bei DAB ist die Sachlage wieder eine andere.

von Habakukk - am 28.07.2014 07:09
Zitat
forza_viola
Zitat
102.1
Diese Frequenzen duerften allesamt so schwach sein, dass sie nichtmal den oberoesterreichischen Zentralraum abdecken koennen.


Du hast soeben bewiesen, dass du keine Ahnung hat.


Daher schrieb ich auch "duerften". Wie stark oder schwach sind die wirklich? Ist durch die 89.2 Linz wirklich "kuechenbruellwuerfeltauglich" und "beifahrertauglich" abgedeckt?

Ich betrachte hier die Sache weniger von DXer Seite:

So hat die 89.2 in Linz grade mal 0.2 kW, die niedrigste Leistung von allen Sendern in Linz. ( Selbst Radio RFO hat mehr Leistung)

In Steyr sind es 0.05 kW, das ist zwar nicht viel, aber dennoch etwas mehr als div. andere Anbieter, allerdings nicht so stark wie Welle 1, die dort mit 1.36 kW sendet. Lt. FMSCAN ist die 90.4 kaum bis Enns zu empfangen, schon gar nicht bis Traun, geschweige den Linz oder Wels. So ist mit der 90.4 und der 89.2 lt. meiner Meinung kein sauberer und durchaengiger Empfang machbar.

Die von der Welle 1 genutzte 98,3 duerfte in Traun noch emfpangbar sein, in Linz eher nicht, sollte sie auch an Oe24 gehen?

Allgemein denke ich, dass hier grade mal sehr kleines Gebiet mit 3 Funzeln abgedeckt werden kann, wobei ich die 98.3 als die Hauptfrequenz sehen wuerde, so Oe24 sie bekommt.

von 102.1 - am 06.07.2015 13:20
Zitat
delfi
Zitat:
Dass die 90,4 komplett Rauschfrei und Aussetzerfrei bis an die Grenze zu CZ geht, bezweifle ich dennoch.

Komplett rauschfrei? Ja, gibt es so etwas überhaupt auf UKW? Selbst wenn wir die großen ORF-Hauptsender nehmen, gibt es genügend Orte, wo der Empfang mangelhaft ist. Als kleiner Tipp: Ö1 in Kärnten im Versorgungsgebiet vom Dobratsch.

Aber generell hat Speedy01 bereits das entscheidende gesagt: Es kommt nicht nur auf die Sendeleistung, sondern auch den Standort an.


In Freistadt sendet Lounge FM auf 90.6, und nicht jedes Radio wird die 90,4 stoerungsfrei empfangen koennen, und schon gar nicht an der Grenze zu CZ. Das glaube ich einfach nicht. Ja, als DXer geht das vielleicht, aber fuer Otto Normalverbraucher ist das nichts.

Generell halte ich von der Koordinierung im Raum Linz ueberhaupt nichts. Da haette ich eher dem ORF die 90.1 weggenommen, und Oe24 gegeben, und im Tausch die heutigen Oe24 Funzeln, die man hier so herumkoordiniert dem ORF gegeben. Damit kann dann ORF Radio Niederoesterreich in Oeberoesterreich abdecken, was sie eben von Niederoesterreich aus nicht koennen, oder nicht wollen.

Es gibt ueberhaupt keine Notwendigkeit ORF Radio Niederoesterreich mit 10 kW in Linz zu verbreiten, und selbst wenn man irgendeine Ecke von Niederoesterreich nur von Oeberoesterreich abdecken kann, wuerden es die derzeitigen Oe24 Funzeln allemal tun.

von 102.1 - am 08.07.2015 11:07
Zitat
delfi
Zitat
102.1
Zitat
delfi
Ich frage mich immer wieder, wie man es schaffen kann, Frequenzen, die in Regionen, wie hier im Mühlviertel, quasi ortsüblich sind, für neue Sender zu "finden".


Es ist halt nicht gewuenscht, dass man in Oesterreich den BR hoert. Bei der Frage, was ortsueblich sei, haette ich dennoch eher den Brotjackriegel gesehen, als den Wendelstein. Da duerfte im Raum Freistadt oder Linz die 92.1 recht gut gehen.



Der Brotjacklriegel liegt durch zahlreiche Hügel verdeckt hinter den Bergen. Zum Wendelstein besteht aber freie Sicht. Deshalb ist von dort auch der Empfang ungleich besser.


Den Wendelstein sowie die Hochries konnte man als den BR Hauptsender im unteren Mühlviertel sowie dem angrenzenden Waldviertel bezeichnen.

@102,1 Die 90,1 vom Lichtenberg ist nicht rund.

von forza_viola - am 08.07.2015 12:23
Zitat
forza_viola
Zitat
delfi
Zitat
102.1
Zitat
delfi
Ich frage mich immer wieder, wie man es schaffen kann, Frequenzen, die in Regionen, wie hier im Mühlviertel, quasi ortsüblich sind, für neue Sender zu "finden".


Es ist halt nicht gewuenscht, dass man in Oesterreich den BR hoert. Bei der Frage, was ortsueblich sei, haette ich dennoch eher den Brotjackriegel gesehen, als den Wendelstein. Da duerfte im Raum Freistadt oder Linz die 92.1 recht gut gehen.



Der Brotjacklriegel liegt durch zahlreiche Hügel verdeckt hinter den Bergen. Zum Wendelstein besteht aber freie Sicht. Deshalb ist von dort auch der Empfang ungleich besser.


Den Wendelstein sowie die Hochries konnte man als den BR Hauptsender im unteren Mühlviertel sowie dem angrenzenden Waldviertel bezeichnen.

@102,1 Die 90,1 vom Lichtenberg ist nicht rund.


@Forza_viola

Wenn man nicht will, will man nicht, egal ob Rundstrahler oder nicht.

Dennoch sehe ich 10 kW aus Linz fuer ORF Radio Niederoesterreich als unverhaeltnismaessig, waehrend sich andere Anbeiter mit 200 Watt Funzeln zufriedengeben muessen.

von 102.1 - am 08.07.2015 12:35
In irgendeiner Monster Aktion hatte man vor einigen Jahren dem ORF ganze 3 Frequenzen in Linz entzogen. Diese Frequenzen waren alle nicht sondernderlich leistungsstark, allerdings auch nicht die Uebelsten. Teils bleiben diese in Linz, teils wurde umkoordiniert. Ich betrachtete diese Aktion nicht nur als verstaendlich, sonderen mehr als flexibel, in oesterreichs starrer Radioszene. Heute senden div. Privatsender darueber.

Warum die 90.1 hier ausgenommen war, hatte mich dennoch ueberrascht. Hier herrschte immer konsequente Starre und Blockade-Mentalitaet, dabei ist die Frage der Versorung von den westlichsten Teilen von Niederoesterreich auch andern zu loesen.

Sollte aus Oe24 wirklich etwas serioeses werden, so brauchen sie in mindestens jeder Landeshauptstadt eine Art Hauptfrequenz, irgendetwas was keine Funzel ist, und ein bischen weiter ins Umland hinausgeht, (soferene kein Bergland ) sodass man auch mit normalem Kuechenradio etwas hoeren kann, ohne DX Ausruestung. Die Randbereiche kann man dann mit 20 bis 500 Watt Funzeln versorgen, wenn man will.

Nur hier, im Umfeld von Linz, Wels, Steyr und Enns mit 3 kleinen Funzeln zu arbeiten halte ich fuer sinnlos Da hat ja Lounge FM oesterreichweit eine bessere Abdeckung..

von 102.1 - am 08.07.2015 16:01
Zitat
Habakukk
Eigentlich der falsche Thread, aber weil das alles bisher auch schon hier besprochen wurde:

Zitat
forza_viola
Zitat
andimik
Zu Perg siehe Testversuch von Welle Salzburg
https://www.rtr.at/de/m/KOA137916006

Von heute bis Donnerstag


Werde die Frequenz heute testen im Raum Amstetten - Steyr. Sowie die 87,7 aus Wels.
Wird sicher Probleme mit Radio OÖ geben auf der selben Frequenz auf der A1 zw. Amstetten West und St. Valentin.
Näheres später


Heute im BNetzA-Update:

Neuer A-Eintrag für Perg: 94,5 MHz (ex 94,6 MHz) mit 100W (ex 50W).

Anscheinend hat der Test wohl wirklich ergeben, dass man die Frequenz nochmal korrigieren muss. Nun ist man aber wieder näher dran am Brotjacklriegel. Ob das so günstig ist?



also ganz ehrlich, ich kenne diese Gegend sehr gut und da wäre die 94,6 auf jeden fall besser gewählt als die 94,5 :-(

von forza_viola - am 27.09.2016 05:13
Zitat
csap1363
Was ich nicht versteh: was wollen die mit 4 (in Worten: v i e r ) neukoordinierten UKW-Frequenzen am Lanzenberg in Perg allein im letzten Jahr, und Kronehit ist eh schon dort?

1.) 89,7 (ist gut verträglich, stört kaum was)
2.) 100,0 (stört DLF)
3.) 103,6 (stört Antenne Bayern)
4.) 94,5 (stört Bayern 3)

Die Störwirkung der 101,0 Kronehit, die ja schon in Betrieb ist, geht mit gleichen Parametern wie die jetzt neu hineinkoordinierten Frequenzen bis ins Atterseegebiet hinein.

Vielleicht könnte ja wer eine Radiomobile-Karte erstellen, die die Störwirkung besser aufzeigt.


Mich fasziniert wie stark die 101,0 vor allem im oberösterreichischen Ennstal ist, wo der Brotjacklriegel fast gleichzustellen mit dem Lichtenberg ist/war.
Entlang der B115 ab Garsten flussaufwärts wechselt Kronehit ständig von 92,6/105,3/101,0/105,6.

Die 94,5 wird also genauso eine Reichweite haben und was mit BR-Klassik in diesem besagten gebiet nun ist kann man sich denken...

Aber bitte nun BOT es geht um den Kassenschlager oe24

von forza_viola - am 28.09.2016 04:55
Zitat
delfi
Ich frag mich immer wieder, was solche Frequenzen bringen, wenn sie ohnehin nicht wirklich frei sind. Das Gewohnte geht dann nicht mehr und das Neue auch nicht gescheit. Welche gründe soll es für potentielle Zuhörer da geben, eine solche neue Frequenz überhaupt einzuschalten?


Abgesehen davon, dass Oe24 eine Todgeburt ist und schon immer war, bundesweit werden die nie senden, dafuer gibts kaum brauchbare Frequenzen, ausser Funzeln. Auch Quoten machen die keine, dazu ist das Programm viel zu uebel. Ich denke, die Funzeln in Vorarlberg oder in der Steiermark werden ohnehin nicht gehoert, oder nur als Stoersender wahrgenommen. Dann kommt noch dazu dass die Fellners sowieso nie Radio machen konnten, selbst deren Zeitungen sind schon miserabel genug, dagegen hat die Bild-Zeitung ja noch Niveau und Bildungswert. Oft wundert mich, dass es diesen Oe24 Thread noch gibt, und diesem Radioprogramm ueberhaupt irgendeine Beachtung noch schenkt.

Einzig oesterreichweit zu senden, koennte Oe24 nur ueber DVB-T2 bewerkstelligen. Auch das ginge, und dazu benoetigen sie vermutl. eine oesterreichweite Zulassung/Genehmigung, Einwilligung div. Behoerden, und daher koennen sie sich zweites bundesweites Privatradio wohl nennen.... Andere Wahl waere noch DAB+, nur dies will man seitens ORF/Politik und Krone wiederum nicht.

von 102.1 - am 04.01.2017 21:52
Ich konnte nun während eines Spaziergangs etwas Oberhalb meines Standortes mit dem Pocketradio die
Dornbirner Oe24 Frequenz 95,9 Mhz zwischen der Starken 95,8 Mhz ( Rete Uno von der Valzeina ) und der noch Stärkeren
96,0 Mhz ( Radio Voarlberg vom Dünserberg ) mit RDS " herausschälen " allerdings nur mit punktgenauer
Positionierung des Kopfhörerkabels.
Die Distanz ist Etwa 35 Km. Der Standort wo Ich gewesen bin ist ca. 500 m über NN mit Freier Sicht in die
Richtung Dornbirn. Vom Sender aus gesehen in Richtung 240° laut Bundesnetzagentur gehen ca. 56 Watt
nach 240 ° `raus.

@ lindau42,

Hallo,

In Deine Richtung wird auf der 96,8 Mhz vom Gebhardsberg mit knapp 11 Watt gesendet.
Ausserdem steht auch noch eine 96,8 Mhz vom Standort Bezau in der Bundesnetzdatenliste mit 1630 m
über NN mit 23 Watt in Deine Richtung. Könnte der eventuell stören ?
Der Sender Bezau ist ja 1080 m höher als der auf dem Gebhardsberg und überragt den Pfänder um 580 m.

von RADIO354 - am 05.01.2017 09:28
Zitat
speedy01
Übers Programm von Ö24 kann man denken
wie man will,es wird halt überall immer wieder
das selbe gespielt.:-(


Die Rotation der Musik ist in Oesterreich generell sehr sehr eng. Da wundert mich oft, dass einige KroneHit oder Oe24 kritisieren, beim ORF ist es meistens kaum besser, oft sogar noch schlechter. Grausam sind auch die Nachrichten und deren mangelender Inhalt bei den oesterreichischen Privatsendern. Bei den Nachrichten wird man in Oesterreich grade mal bei Oe1 des oefteren fuendig, ist aber vom Deutschlandfunk oder der BBC weit entfernt.

Wollte Oe24 wirklich zweites bundesweites Radio werden und im UKW Bereich auch etwas erreichen wollen, muessten sie massiv Funzeln nach-koordinieren. In den Alpen waere dies vermutl. leicht moeglich. In div. oesterreichischen Landeshauptstaedten sind kaum noch brauchbare starke Frequenzen frei, - oder man kauft und uebernimmt einen bestehenden Betreiber. Jedes Jahr eine einzige Funzel in Betrieb zu nehmen, ist da wenig ueberzeugend.

Selbst die 102,5 in Wien ist nicht so stark wie die 88.6, obwohl beide mit gleicher Leistung senden sollten? Als Antenne Wien noch auf 102,5 sendete, erschien mir die Sendeleistung noch besser als heute.

von 102.1 - am 05.01.2017 13:39
Zitat
RADIO354
Ich konnte nun während eines Spaziergangs etwas Oberhalb meines Standortes mit dem Pocketradio die
Dornbirner Oe24 Frequenz 95,9 Mhz zwischen der Starken 95,8 Mhz ( Rete Uno von der Valzeina ) und der noch Stärkeren
96,0 Mhz ( Radio Voarlberg vom Dünserberg ) mit RDS " herausschälen " allerdings nur mit punktgenauer
Positionierung des Kopfhörerkabels.
Die Distanz ist Etwa 35 Km. Der Standort wo Ich gewesen bin ist ca. 500 m über NN mit Freier Sicht in die
Richtung Dornbirn. Vom Sender aus gesehen in Richtung 240° laut Bundesnetzagentur gehen ca. 56 Watt
nach 240 ° `raus.

@ lindau42,

Hallo,

In Deine Richtung wird auf der 96,8 Mhz vom Gebhardsberg mit knapp 11 Watt gesendet.
Ausserdem steht auch noch eine 96,8 Mhz vom Standort Bezau in der Bundesnetzdatenliste mit 1630 m
über NN mit 23 Watt in Deine Richtung. Könnte der eventuell stören ?
Der Sender Bezau ist ja 1080 m höher als der auf dem Gebhardsberg und überragt den Pfänder um 580 m.

Bezau kann gut sein. Von da hatte ich zu UKW-Zeiten auf 104,7 Kronehit ähnlich stark/schwach wie vom Gebhardsberg auf der 91,5. Beide Frequenzen sind zusätzlich mit Störsendern auf schweizer Seite belegt

von lindau42 - am 05.01.2017 14:09
Zitat
MPDX - UnterkärntenDX
Naja, ich bin gespannt wie Herr Fellner die extreme Frequenzknappheit lösen will....
Den viele gibts ja nicht mehr und einige Stationen die sich laut Standard Artikel anbieten würden an Ö24 zu gehen um die Bedekung von 60% zu schaffen verkaufen sicher nicht! Aber ganz ehrlich - was bietet Ö24 was wir nicht schon haben, Nachrichten in hoher Journalistischer Qualität sicher nicht!

Link: https://derstandard.at/2000071537639/Bundesweites-Privatradio-Fellner-will-sich-mit-Radio-Oe24-bewerben


Ja, nur wenn ich nochmal darauf verweisen darf: Die Diskussion um "zweites bundesweites Privatradio" geht schon seit dieser Thread begonnen wurde. Auch damals wurde davon gesprochen, "man wolle sich fuer ein zweites bundesweites Privatradio bewerben". Bis heute ist da nichts geschehen.

Was die Frequenzknappheit betrifft, ich denke, Funzeln werden sich zumindest finden lassen, um das bestehende Verbreitungsgebiet etwas zu erweitern. Gefordert waere hier eine UKW Verbreitung in jeder Landeshauptstadt, und zumindest teilweise entlang der Autobahnen. Nur hier hat Fellner auch nichts getan, waehrend 88,6 oder Arabella und tlw. auch Energy Wien aktiv nach Frequenzen suchten. So haette Oe24 schon lange nach weiteren Funzeln suchen muessen, etwa an der A21 oder in Hollabrunn, oder Horn, Zwettl, in der Wachau und in Mistelbach und Hornsburg, zuzueglich zu der Frequenz in Wien und St. Poelten.

Und, ja, in Mariazell ist die 102,4 noch frei, und wuerde ganz gut zu der bestehenden 102,5 in Wien passen. Nur hier will man auch nichts zun. Kein Interesse, keine Bewerbung nichts.

Hr. Fellner redet, er will, tut aber nichts.

Sein Schmierblatt "Oesterreich" scheint auch gerne die Meinung, zu schreiben, von welchem er am Meisten Geld bekommt. Vielleicht ist es nur ein weiterer Versuch von Hrn. Fellner an Geldgeber zu kommen.

von 102.1 - am 07.01.2018 09:05
Auch wenn es selbst "offizielle Stellen" mutmaßen, aber eine "extrem knappe Frequenzknappheit" ist in Österreich keineswegs gegeben, so etwas gibt es nur in Istanbul. Das Problem ist vielmehr, daß Koordinierungsprozesse immer viel Zeit in Anspruch nehmen, weil stets Befürchtungen zu besänftigen sind, weil Einspruchsfristen abzuwarten sind, weil im Zweifelsfall Abstrahlversuche zu organisieren und durchzuführen sind, weil dann vielleicht nochmal ein neues Konzept auszuarbeiten ist und im Nu sind zwei Jahre um.

Nach meiner Rechnung kommt Radio OE24 derzeit auf eine technische Reichweite von 49%. Um bis zur Frist im Juli 2018 die notwendigen 60% zu erreichen, ist eine Übernahme anderer Lizenzen (die zufällig grad zur Verfügung stehen) zwingend notwendig. Mit der Koordinierung neuer Frequenzen geht sich das zeitlich nie und nimmer aus, da müßte man bis zur nächsten Ausschreibung (2020?) warten und in der Zwischenzeit richtig Vollgas geben.

Herr Fellner meint, das Privatradiogesetz müßte repariert werden. Damit hat er recht, aber an dem Gesetz müßte noch viel mehr geändert werden (wenngleich diesbezüglich Österreich dem benachbarten Bayern um ein halbes Jahrhundert voraus ist). Dummerweise wurde das Gesetz von Leuten im Flachland gemacht, denen die Wellenausbreitung im Gebirge fremd ist. Wollte man immer dem Gesetz Genüge tun, müßte man hie und da Füllsender mit einer technischen Reichweite von 0 Einwohnern betreiben. Solche Späße kann sich der ORF leisten (siehe Sender Stubbach in der Obersteiermark, der ist echt lustig), nicht aber Privatradios, die nach kommerziellen Gesichtspunkten agieren müssen.

von MHM - am 07.01.2018 11:21
Zitat
MHM

Herr Fellner meint, das Privatradiogesetz müßte repariert werden. Damit hat er recht, aber an dem Gesetz müßte noch viel mehr geändert werden (wenngleich diesbezüglich Österreich dem benachbarten Bayern um ein halbes Jahrhundert voraus ist). Dummerweise wurde das Gesetz von Leuten im Flachland gemacht, denen die Wellenausbreitung im Gebirge fremd ist. Wollte man immer dem Gesetz Genüge tun, müßte man hie und da Füllsender mit einer technischen Reichweite von 0 Einwohnern betreiben. Solche Späße kann sich der ORF leisten (siehe Sender Stubbach in der Obersteiermark, der ist echt lustig), nicht aber Privatradios, die nach kommerziellen Gesichtspunkten agieren müssen.


Im Gebirge kann man leichter Funzlen neu-koordinieren, als im Flachland. Ich denke, da geht noch einiges Mehr, wenn man will und den Rueckhalt dazu hat.

Ohne Politik geht da in Oesterreich nichts, und schon gar nichts wenn es um ein zweites bundesweites Radio geht. Am Ende hat ja Jemand der bundesweit senden darf, auch leichter die Moeglichkeit neue Funzlen zu bekommen. KroneHit macht das ja auch permanent.

Ich denke eher, dass in der derzeitigen neuen Regierung etwas neues im Radio machbar ist, soferne man in Oesterreich ueberhaupt von "Neu" im Radio sprechen kann..... Die Volkspartei wird eher kein Interesse an Fellner und seinem Journalismus haben, aber viel eher die Freiheitlichen. Folge dessen, wird Hr. Fellner bei den Freiheitlichen hausieren gehen um die notwendige rechtliche Grundlage zu bekommen. Ich kann mir das alles sehr gut vorstellen.

@Habakukk

Die von Dir genannte Aufstellung ist DX-technisch korrekt, allerdings nichts fuer Otto Normalverbraucher.
Zuzueglich zu Graz, Klagenfurt oder Villach muesste Fellner wie besprochen mehr Frequenzen in Niederoesterreich bekommen, und in Vorarlberg fuer eine durchgehende Verbindung nach Tirol sorgen.
Ebenfalls Salzburg muesste an den Raum Linz und Wels durchgehend an der A1 mit Frequenzen versorgt werden. Dann wird es vielleicht etwas und mit etwas mehr Marketing wird die Reichweite auch etwas zunehmen, allerdinds nicht an KroneHit herankommen.

von 102.1 - am 07.01.2018 12:42
@102.1:
Mir ging es darum, wie die 60% Hürde zu schaffen ist. Da ist Zwettl, Hornburg oder auch die durchgängige Verbindung auf der A1 eher zweitrangig. Ich denke, ohne Graz wird man die 60% keinesfalls knacken können. Und Klagenfurt bis Villach ist ebenfalls ein Ballungsraum, in dem viele Leute wohnen. Wenn er das bis Mitte 2018 schaffen will, geht das fast nur, in dem er bestehende Lizenzen aufkauft, da sehe ich Lounge FM oder evtl. auch Welle 1 als Kandidaten.

Ärgerlich daran finde ich nur, dass andere Bewerber in zurück liegenden Ausschreibungen gerade deshalb unterlegen waren, weil Fellners Oe24 immer vorgab, dort ein echtes Lokalradio starten zu wollen. Die Realität kann man sich tagtäglich anhören. Das wusste doch damals schon jeder, dass es nur um das Einsacken von Frequenzen für eine kommende bundesweite Lizenz geht. Dazu kommen Frequenzen, die wiederholt tlw. über ein halbes Jahr außer Betrieb sind, weil man offenbar dadurch Geld einsparen will.

Angenommen, es klappt mit der 60%-Hürde: was kann man von einem bundesweiten Oe24 erwarten? Ich glaube, nicht viel! Denn ein ordentliches Programm könnte man ja auch ohne bundesweite Lizenz schon jetzt starten.

von Habakukk - am 07.01.2018 13:39
Zitat
Habakukk
@102.1:
Mir ging es darum, wie die 60% Hürde zu schaffen ist. Da ist Zwettl, Hornburg oder auch die durchgängige Verbindung auf der A1 eher zweitrangig. Ich denke, ohne Graz wird man die 60% keinesfalls knacken können. Und Klagenfurt bis Villach ist ebenfalls ein Ballungsraum, in dem viele Leute wohnen. Wenn er das bis Mitte 2018 schaffen will, geht das fast nur, in dem er bestehende Lizenzen aufkauft, da sehe ich Lounge FM oder evtl. auch Welle 1 als Kandidaten.

Ärgerlich daran finde ich nur, dass andere Bewerber in zurück liegenden Ausschreibungen gerade deshalb unterlegen waren, weil Fellners Oe24 immer vorgab, dort ein echtes Lokalradio starten zu wollen. Die Realität kann man sich tagtäglich anhören. Das wusste doch damals schon jeder, dass es nur um das Einsacken von Frequenzen für eine kommende bundesweite Lizenz geht. Dazu kommen Frequenzen, die wiederholt tlw. über ein halbes Jahr außer Betrieb sind, weil man offenbar dadurch Geld einsparen will.

Angenommen, es klappt mit der 60%-Hürde: was kann man von einem bundesweiten Oe24 erwarten? Ich glaube, nicht viel! Denn ein ordentliches Programm könnte man ja auch ohne bundesweite Lizenz schon jetzt starten.


Ich habe Deinen Beitrag schon verstanden. Ich bin der Meinung, wenn Oe24 wirklich Interesse an einem Ausbau oder einem bundesweiten Betrieb zeigt, haette man einfach mehr gemacht ( oder musste man auf einen politischen Wechsel nach der letzten Nationalratswahl abwarten? ) . Ich denke, relativ Problemlos koennte Oe24 in Mistelbach, Horn, Zwettl oder Mariazell ( die dort brachliegende 102,6) beantragen. Hier ging es mehr um bestehendes Empfangsgebiet um die 102,5 aus Wien und die 96,3 in St. Poelten auszubauen. Arabella machte dies ja auch.

Ob Fellner Lounge-FM oder Welle 1 kaufen wird, weis ich nicht. Eine Motivation dafuer duerfte in Deinen Darstellungen existieren und erscheint auch verstaendlich. Rein strategisch wuerde es natuerlich Sinn machen, "unmoralische Angebote zu legen" um wie Du schreibst die notwendige 60% Abdeckung in Oesterreich zu erreichen. Nur gibt es bei Lounge und Welle 1 bereits so viele Ueberschneidungen mit bestehender Oe24 Abdeckung in anderen Ecken von Oesterreich, sodass dies wieder in Frage stehen wuerde.

So sendet Welle 1 sowie Lounge bereits in Linz, nur in Linz ist Oe24 bereits vertreten. Daraus waere zu folgern dass Fellner nur an einzelnen Lounge-FM oder Welle1 Frequenzen interessiert sei, etwa in Klagenfurt oder vielleicht auch in Graz?

In Graz wurde vor einigen Jahren Radio Stephansdom die Frequenz 94,2 zugesprochen. Offenbar scheint Radio Stephansdom dort bis heute nicht zu senden? Moeglw. wegen Einspruechen und Rechsstreitigkeiten seitens Fellner? Selbst in diesem Forum liest man wenig darueber.

Interessant ist, dass Oe24 bis heute kein Interesse an DAB+ gezeigt hat. Dabei waere eine bundesweite DAB+ Verbreitung ein netter Zusatzdienst zu bestehenden und schwachen UKW Frequenzen.

Interessant ist auch, dass Oe24 den Begriff "Musiksender" in seinen Claim aufgenommen hat. 88.6 scheint sich nicht mehr als "Musiksender" zu bezeichnen.

von 102.1 - am 08.01.2018 08:45
Zitat
102.1
Ich bin der Meinung, wenn Oe24 wirklich Interesse an einem Ausbau oder einem bundesweiten Betrieb zeigt, haette man einfach mehr gemacht.

Man hat ja nicht "nichts" gemacht. Vorrangiges Ziel scheint halt das Erreichen der bundesweiten Lizenz zu sein, um sich die lokalen "Alibi"-Lokalradio-Studios möglichst schnell einsparen zu können. Dazu ist es wahrscheinlich sinnvoller, Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte zu erschließen, als vorhandene Lokallizenzen in einwohnerschwachen Gegenden auszubauen. Nicht vergessen, das alles kostet auch Geld. Der Ausbau in MIstelbach, Horn usw. kostet vergleichsweise viel Geld für vergleichsweise wenig Hörer, das dann anderweitig z.B. zum Aufkauen einer Lounge FM-Lizenz z.B. für Graz fehlen würde.

Zitat
102.1
Nur gibt es bei Lounge und Welle 1 bereits so viele Ueberschneidungen mit bestehender Oe24 Abdeckung in anderen Ecken von Oesterreich, sodass dies wieder in Frage stehen wuerde.
So sendet Welle 1 sowie Lounge bereits in Linz, nur in Linz ist Oe24 bereits vertreten. Daraus waere zu folgern dass Fellner nur an einzelnen Lounge-FM oder Welle1 Frequenzen interessiert sei, etwa in Klagenfurt oder vielleicht auch in Graz?

Lounge FM wie Welle 1 haben ja separate Lizenzen für die einzelnen Lokalgebiete. Lounge FM sendet ja sogar auf Basis mehrerer unterschiedlicher Firmen. Schau dir mal die Lizenznehmer bei der RTR an. So wäre es für Fellner problemlos möglich, nur die Lounge FM-Lizenzen in Graz und Klagenfurt zu übernehmen, während Innsbruck, Linz und Co., wo es Überschneidungen gibt, weiter bei Lounge FM verbleiben. Ähnlich wäre es bei Welle 1.

von Habakukk - am 08.01.2018 09:00
Zitat
Habakukk
Zitat
102.1
Ich bin der Meinung, wenn Oe24 wirklich Interesse an einem Ausbau oder einem bundesweiten Betrieb zeigt, haette man einfach mehr gemacht.

Man hat ja nicht "nichts" gemacht. Vorrangiges Ziel scheint halt das Erreichen der bundesweiten Lizenz zu sein, um sich die lokalen "Alibi"-Lokalradio-Studios möglichst schnell einsparen zu können. Dazu ist es wahrscheinlich sinnvoller, Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte zu erschließen, als vorhandene Lokallizenzen in einwohnerschwachen Gegenden auszubauen. Nicht vergessen, das alles kostet auch Geld. Der Ausbau in MIstelbach, Horn usw. kostet vergleichsweise viel Geld für vergleichsweise wenig Hörer, das dann anderweitig z.B. zum Aufkauen einer Lounge FM-Lizenz z.B. für Graz fehlen würde.

Zitat
102.1
Nur gibt es bei Lounge und Welle 1 bereits so viele Ueberschneidungen mit bestehender Oe24 Abdeckung in anderen Ecken von Oesterreich, sodass dies wieder in Frage stehen wuerde.
So sendet Welle 1 sowie Lounge bereits in Linz, nur in Linz ist Oe24 bereits vertreten. Daraus waere zu folgern dass Fellner nur an einzelnen Lounge-FM oder Welle1 Frequenzen interessiert sei, etwa in Klagenfurt oder vielleicht auch in Graz?

Lounge FM wie Welle 1 haben ja separate Lizenzen für die einzelnen Lokalgebiete. Lounge FM sendet ja sogar auf Basis mehrerer unterschiedlicher Firmen. Schau dir mal die Lizenznehmer bei der RTR an. So wäre es für Fellner problemlos möglich, nur die Lounge FM-Lizenzen in Graz und Klagenfurt zu übernehmen, während Innsbruck, Linz und Co., wo es Überschneidungen gibt, weiter bei Lounge FM verbleiben. Ähnlich wäre es bei Welle 1.


88,6 sowie Energy betreiben Sender im Raum Mistelbach, Arabella will dort auch senden. Warum nicht Oe24? Die 102,5 hat nach Norden hin entweder Einzuege, oder ist schwaecher oder hat eine schlechtere Strahlungscharakteristik als die 88,6 vom gleichen Standort.

Das mit den separaten lokalen Lizenzen bei Weille 1 und Lounge FM wusste ich nicht.

Mit "nichts gemacht" meine ich eher "Wie lange geht diese Diskussion schon?" Der Thread laeuft seit 2013, und bis heute hat es Fellner nicht geschafft bundesweit zu senden. Was soll diesmal anders sein, als damals?

Oe24 hat in den letzten Jahren vielleicht eine Funzel pro Jahr in Betrieb genommen. Was soll dabei schon rauskommen? Oder die bis heute laecherliche "Abdeckung" in Vorarlberg.

All diese Punkte erscheinen mir wenig glaubwuerdig, zumal in Tirol und Salzburg bis heute nicht der Name "Oe24" verwendet wird.

von 102.1 - am 08.01.2018 09:19
Zitat
102.1
88,6 sowie Energy betreiben Sender im Raum Mistelbach, Arabella will dort auch senden. Warum nicht Oe24?

Da kann ich wirklich nur spekulieren. Weder Energy noch Arabella kratzen ansatzweise an der 60%-Grenze, die haben keine Chance auf eine bundesweite Lizenz, es sei denn, sie kaufen in ganz großem Stil andere auf. Deshalb haben die vermutlich ganz andere Beweggründe und schauen eben eher, was sie im Bereich ihres lizensierten Gebietes verbessern können.
Mit einem (zumindest mittelfristig) bundesweiten Fokus wie bei Antenne/Oe24 und dieser 60%-Hürde planst du wahrscheinlich ganz anders.

Zitat
102.1
Mit "nichts gemacht" meine ich eher "Wie lange geht diese Diskussion schon?"

Natürlich schon recht lange. Vermutlich, weil die das eben auch schon länger vor haben. Deshalb ärgert es mich auch, dass man irgendwelche Lokalradiolizenzen an Oe24 vergeben hat, gerade mit der Begründung, dass deren geplantes Programm angeblich "lokaler" als das der Konkurrenz sei, wenn doch absehbar war, dass das alles irgendwann in einem bundesweiten Lizenztopf landen wird und es dann vorbei ist mit diesem Pseudo-Lokalradio.

Zitat
102.1
Der Thread laeuft seit 2013, und bis heute hat es Fellner nicht geschafft bundesweit zu senden. Was soll diesmal anders sein, als damals?

Ich vermute, die 2-Jahresklausel war bisher das Problem. Ein Teil der Oe24-Lizenzen hat diese 2-Jahres-Frist jetzt hinter sich und zählt also erst heuer dazu. Vor 2 Jahren war man wohl noch zu weit weg von den 60%. Dazu kommt, dass u.U. der eine oder andere Anbieter heute schlechter da steht als noch vor 2 Jahren und vielleicht eher bereit ist, die eine oder andere Lizenz an Fellner zu verscherbeln, um dadurch den Betrieb anderer Lizenzen zu sanieren. Ist jetzt nur so eine Vermutung...

Zitat

Oe24 hat in den letzten Jahren vielleicht eine Funzel pro Jahr in Betrieb genommen. Was soll dabei schon rauskommen? Oder die bis heute laecherliche "Abdeckung" in Vorarlberg.

Denen geht es nicht um den Ausbau ihrer Lokalradios oder um die Hörer, die wollen möglichst schnell *auf dem Papier* die 60%-Hürde schaffen, um dann ein bundesweit einheitliches Billig-Dudelprogramm a la Kronehit starten zu können. Denn wenn es Oe24 schon heute um die Hörer ginge, wäre nicht z.B. ständig ein Teil der Frequenzen monatelang off-air, um noch paar Cent einzusparen.

von Habakukk - am 08.01.2018 10:11
Zitat
Habakukk
Zitat
102.1
88,6 sowie Energy betreiben Sender im Raum Mistelbach, Arabella will dort auch senden. Warum nicht Oe24?

Da kann ich wirklich nur spekulieren. Weder Energy noch Arabella kratzen ansatzweise an der 60%-Grenze, die haben keine Chance auf eine bundesweite Lizenz, es sei denn, sie kaufen in ganz großem Stil andere auf. Deshalb haben die vermutlich ganz andere Beweggründe und schauen eben eher, was sie im Bereich ihres lizensierten Gebietes verbessern können.
Mit einem (zumindest mittelfristig) bundesweiten Fokus wie bei Antenne/Oe24 und dieser 60%-Hürde planst du wahrscheinlich ganz anders.

Zitat
102.1
Mit "nichts gemacht" meine ich eher "Wie lange geht diese Diskussion schon?"

Natürlich schon recht lange. Vermutlich, weil die das eben auch schon länger vor haben. Deshalb ärgert es mich auch, dass man irgendwelche Lokalradiolizenzen an Oe24 vergeben hat, gerade mit der Begründung, dass deren geplantes Programm angeblich "lokaler" als das der Konkurrenz sei, wenn doch absehbar war, dass das alles irgendwann in einem bundesweiten Lizenztopf landen wird und es dann vorbei ist mit diesem Pseudo-Lokalradio.

Zitat
102.1
Der Thread laeuft seit 2013, und bis heute hat es Fellner nicht geschafft bundesweit zu senden. Was soll diesmal anders sein, als damals?

Ich vermute, die 2-Jahresklausel war bisher das Problem. Ein Teil der Oe24-Lizenzen hat diese 2-Jahres-Frist jetzt hinter sich und zählt also erst heuer dazu. Vor 2 Jahren war man wohl noch zu weit weg von den 60%. Dazu kommt, dass u.U. der eine oder andere Anbieter heute schlechter da steht als noch vor 2 Jahren und vielleicht eher bereit ist, die eine oder andere Lizenz an Fellner zu verscherbeln, um dadurch den Betrieb anderer Lizenzen zu sanieren. Ist jetzt nur so eine Vermutung...

Zitat

Oe24 hat in den letzten Jahren vielleicht eine Funzel pro Jahr in Betrieb genommen. Was soll dabei schon rauskommen? Oder die bis heute laecherliche "Abdeckung" in Vorarlberg.

Denen geht es nicht um den Ausbau ihrer Lokalradios oder um die Hörer, die wollen möglichst schnell *auf dem Papier* die 60%-Hürde schaffen, um dann ein bundesweit einheitliches Billig-Dudelprogramm a la Kronehit starten zu können. Denn wenn es Oe24 schon heute um die Hörer ginge, wäre nicht z.B. ständig ein Teil der Frequenzen monatelang off-air, um noch paar Cent einzusparen.


Ich habe auch den Eindruck, dass es hier um eine "60% Huerde" auf dem Papier geht, nichts Anderes als das.

Wenn ich mir ansehe, was KroneHit in Oesterreich aufgebaut hat, und wieviele Hoerer die wirklich haben, so wird Oe24 wahrscheinlich bis ziemlich sicher nichtmal ansatzweise dort hin kommen koennen.

Erstens gibt es zu wenig freie, brauchbare und sinnvolle Frequenzen, selbst durch Zukaeufe nicht, und zweitens kann Fellner kein Radio machen, es fehlt einfach am Talent dazu.

Vom Rado versteht Fellner einfach nichts. Der mangelnde Erfolg von Oe24 in Hoererzahlen, Tagesreichweiten und dgl. sowie deren grausames Marketing so wie wir es bisher gesehen haben, bringt da wenig. Selbst die Bezeichnung "24" ist da ungluecklich gewaehlt, da "24" fuer mich eher auf tiefergehende Nachrichten schliessen laesst, als dieser seichte Unsinn, den Fellner so bringt. Lies mal deren Schmierblatt "Oesterreich", eine versuchte unglueckliche und misslungene Kopie aus den USA zusammen mit oesterreichischen Inhalten und Halbwahrheiten.

60% Huerde oder nicht, fuer halbwegs anstaendigen Erfolg muss man auf Autobahnen in Oesterreich durchgaengig empfangbar sein um glauwuerdig Hoerer anzusprechen, und jede groessere und mittelgrosse Stadt in Oesterreich erreichen. Mache ich das nicht, bleibt der Erfolg einfach aus.

Ich habe nichts gegen ein zweites bundesweites Radioprogramm, allerdings sehe ich da nur ein Blasen von heisser Luft, ein Taktieren und moegliche Machtspiele in Oesterreichs seltsamer Radiolandschaft.

von 102.1 - am 08.01.2018 13:08
Zaehlen wir nochmal nach. Das war die Rechnung von 2013, seitdem hat sich ja nicht allzu viel getan...
http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?15048,1171746,1171775#msg-1171775

Oe24 Vorarlberg:
Bregenz/Dornbirn 110 000

Antenne Tirol:
Innsbruck 210 000
Imst/Landeck 35 000 (-9000 Doppelversorgung)
Haiming 35 000 (-7000 Doppelversorgung)
Laengenfeld/Soelden 7000 (-1500 Doppelversorgung)
Unterland 115 000 (-13000 Doppelversorgung)
Kitzbuehel 40 000 (-10000 Doppelversorgung)
Osttirol 35 000
[Zum Vergleich: Life Radio Tirol versorgt ca. 550 000]

Antenne Salzburg:
komplettes Bundesland inkl. Overspill 470 000

Oe24 Wien:
Wien mit St.Poelten 2 200 000

Oe24 Oberoesterreich:
Wels 110 000
Linz +280 000
Perg +20000

Steyr 53000
Kremsmuenster +28000

Oe24 Steiermark:
Obersteiermark: 112000
Aichfeld 72000 (-1000 Doppelversorgung)


Sind in Summe gut 3,7 Millionen, da hat sich also seit 2013 recht wenig veraendert. Oesterreich hat ca. 8,5 Millionen Einwohner, man braeuchte also 5.1 Millionen . Da fehlen noch gut 1.6 Millionen.

Dann schauen wir mal bei Lounge FM:
Graz 300000
Klagenfurt 115000
Oberoesterreich 740000 (wuerde nochmal 200000 mehr gegenueber der derzeitigen Oe24 Lizenz bringen)

Dann schauen wir mal bei Welle 1:
Graz 280000
Klagenfurt+Villach ca. 300000

Also egal, ob mit Lounge FM oder Welle 1 Lizenzen, der Zugewinn waere maximal um die 500000-600000, wuerde ich sagen. Da fehlt immer noch so einiges...

von Habakukk - am 18.01.2018 16:53
Zitat
Habakukk
Zaehlen wir nochmal nach. Das war die Rechnung von 2013, seitdem hat sich ja nicht allzu viel getan...
http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?15048,1171746,1171775#msg-1171775

Da fehlt immer noch so einiges...


Da fehlt leider mehr als einiges!

Ich denke Oe24 wird in Oesterreich niemals ein brauchbares bundesweites Privatradio werden. Entweder wird die gesetzte erforderliche Reichweite in Prozent deutlich gesenkt, oder es werden massiv neue Frequenzen und Funzeln koordiniert, oder Oe24 taetigt Zukauefe. Eine Umkoordinerung von Ueberversorgung des ORF kommt ohnehin nie in Frage. Die Absenkung der Prozentzahl bekommt Fellner nur politisch hin.

Selbst wenn die 60% erreicht werden, so ist das sicher nicht die Loesung. Wem hilft es etwas wenn ich zwar die Stadt Lienz in Osttirol und deren dort wohnende Einwohner erreiche, wenn aber im Autoradio bei der Fahrt das Signal dann kaum ueber die Stadt hinausgeht? Selbst in Bregenz wird er mit der Funzel nicht weit kommen, da muss noch einiges an Funzeln koordiniert werden, um brauchbar einen mobilen und sinnvollen Empfang zu ermoeglichen.

Des Weiteren was die Quotenfrage und den Erfolg betrifft, im Vergleich zu KroneHit wuede Oe24 malximal die Haelfte der Einschaltquoten erreichen, wenn ueberhaupt. Selbst ein Drittel davon waere ein Erfolg.

Man muss sich ja nur ansehen, wass Oe24 bisher gemacht hat. Es wurden kaum neue Frequenzen bzw. Funzeln in Betrieb genommen, um ernsthaft mehr abzudecken. Und selbst war es vielleicht eine oder zwei Funzlen pro Jahr und mit einem solchen "Tempo" braucht man viele Jahrzehnte um Oesterreich jemals abzudecken. Selbst Antenne Salzburg und Antenne Tirol wurden in Oe24 nie wahrnehmbar integriert. Auch fuer DAB+ gab es kein Interessen. Es gab immer nur Ausreden und Gruende, pseudo-amerikanischen Aktionismus, nette Grinse-Fotos, aber keine glaubwuerdigen Aktionen und schon gar keine Resultate.

von 102.1 - am 19.01.2018 14:09
Hallo Zusammen,

Ich habe Heute gegen 11:30 Uhr mal den Empfang vom Oe24 auf der A 1 / A 13 im Abschnitt Rheintal getestet. Das Radio war auf der 96,8 Mhz eingestellt.
Das ist Bregenz 3/ Gebhardsberg mit 0,063 KW ERP Max.
Auf dem Blau eingezeichnetem Streckenabschnitt war das Programm
Beifahrertauglich zu empfangen. Wobei trotz Aktivierter AF das Autoradio nicht zur Dornbirner 95,9 Mhz schaltete.
Gemäss Sendertabelle UKW Vorarlberg steht bei der Dornbirner UKW 95,9 Mhz aich ein " i " in der
Spalte " gepl. " was auf eine Inaktive Frequenz hindeuten könnte,
Auch auf der FM Scan Karte und der Dort verlinkten FM List ist auch nur der Bregenzer Sender vorhanden.
Läuft den Dornbirn 95,9 Mhz überhaupt ?

Die Dornbirner Frequenz ist so grauenhaft ungünstig gewählt ( aus Sicht meines Empfangsstandortes ) das
ein Empfang Dieser Zwischen 2 Starken Sendern 95,8 Mhz ( Rete Uno ) und 96,0 Mhz ( Radio Vorarlberg )
" eingeklemmten " selbst mit Modifiziertem ( 2x 80 Hz Filten ) DE 1103 absolut nicht gegeben ist.

von RADIO354 - am 21.01.2018 14:53
Zitat
delfi
Fragt sich nur, welche Hörer man verprellt, wenn man ohnehin auf unzureichenden Frequenzen präsent ist/war?


Wie schon mal geschrieben, Oe24 ist in der letzten Zeit etwas hoerbarer geworden, zumindest was die Musik betriff. Der Rest von Fellner's Plaenen sind mir bisher bis heute nicht geheuer.

Erstens hat Oe24 kaum Hoerer, in Wien haben die oft weniger Hoerer und Marktanteil als Superfly, Energy oder Arabella.

Zweitens, mit den bisherigen unzureichenden Funzeln, die abgesehen von der 102.5 in Wien, irgendwo in Oesterreich koordiniert sind, geht da nichts.

Was soll diesmal anders sein?

Oe24 wird miemals zweites bundesweites Privatradio werden, nicht mit dieser Einstellung. Da haette Fellner schon lange neue nach neuen Frequenzen suchen muessen. Moeglich waere da sicher noch etwas, gerade im alpinen Raum duerften sich einige brauchbare Funzeln koordinieren lassen, ebenfalls in der Wachau, oder entlang den Autobahnen besonders an der A1 und A2. Notfalls koennte man hier aehnlich wie in Tschechien oder auch Frankreich das macht, ein Funzelnetz mit Gleichwelle betreiben.

Geschehen ist da in der Vergangenheit, und seit dieser Thread begonnen hat, kaum etwas, ausser Ankuendigungen und Grinse-Gesichter auf Hochglanzblaettern.

Bei einer DAB+ Strateigie waere dies durchaus moeglich.

von 102.1 - am 22.01.2018 15:03
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