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Radioforum Österreich
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17
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 9 Monaten
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Zwölf, 102.1, andimik, raeuberhotzenplotz1, delfi

Rundfunkgebuehren in Oesterreich.

Startbeitrag von 102.1 am 24.09.2014 09:42

Keine GIS Gebuehr in Oesterreich, fuer PCs, Tablets und andere internetfaehige Geraete.

GIS, das scheint wie die GEZ zu sein.

http://diepresse.com/home/techscience/internet/3874010/Urteil_Keine-GISGebuhr-fur-PC-mit-Internet?from=gl.home_tech

Mal sehen, ob es bei diesem Urteil bleiben wird.

Antworten:

Wahrscheinlich kommt irgendwann auch in Österreich eine Haushaltsabgabe, und dann hat sich das Thema eh erledigt.

von Zwölf - am 24.09.2014 10:39
Werden in Oesterreich noch Hausbesuche gemacht, um zu kontrollieren, ob jemand einen Fernseher hat?

In UK und Irland gibts immer noch den TV License Inspector. Das faire darann ist aber dennoch, dass zwischen PC fuer Beruf und Geschaeft und richtigem Fernsehapparat unterschieden wird.

von 102.1 - am 24.09.2014 11:35
Ja, werden. Im leerstehenden Haus nebenan hat man auch Schwarzseher vermutet und hat die Nachbarn befragt.

von andimik - am 24.09.2014 12:12
Zitat
andimik
und hat die Nachbarn befragt.


Interessant, dass man hier die Nachbarn befragt und nicht selbst den Bewohner. Klingt irgendwie nach Methoden vergangener Zeiten.....

von 102.1 - am 24.09.2014 12:54
Zitat:
Im leerstehenden Haus

Hmmm... wer soll denn da die Tür aufmachen, wenn einer klingelt?

von delfi - am 24.09.2014 13:03
Auch bei uns in der BRD wurden die Nachbarn befragt. Folgende Situation.

Eine Person mit Aktentasche betritt unaufgefordert das Grundstück und geht einfach hinter das Haus in den Garten wo er mich antrifft.

"Hallo ich bin vom SWF. (Ein Auswei wird mir unter die Nase gehalten). Sie sind erwachsen und wohnen bei Ihren Eltern. Sie sind nicht angemeldet."

"Ich bin Zivi und habe kein Geld. Kann mich berfreien lassen"

"O.K. aber dann würde ich gerne mit Ihnen über Ihrten Nachbarn sprechen, was macht den eigentlich der Herr ..."

Ich war tatsächlich damals Zivi und wohnte in der BRD West ;) Wenigstens wolle er nicht wissen welche Programme ich anschaue :confused:

von raeuberhotzenplotz1 - am 25.09.2014 08:05
Zitat

Wenigstens wolle er nicht wissen welche Programme ich anschaue

Weshalb sollte ihn das interessieren? Selbst wenn du nur private oder ausländische Sender geschaut hättest, hättest du zahlen müssen, wenn du nicht ohnehin befreit gewesen wärst.

Diese GIS/GEZ-Methoden sind nicht sehr schön, aber was wären Alternativen? - eine Haushaltsabgabe, bei der jeder gezwungen wird zu zahlen ob er Rundfunk nutzt oder nicht, oder eine Verschlüsselung der ö.r. Programme über sämtliche Übertragungswege; dann kann man es aber auch gleich PayTV nennen. Österreich scheint mit SimpliTV geradewegs auf Zweiteres zuzusteuern

von Zwölf - am 25.09.2014 09:41
SimpliTV ist nicht nur PayTV!

von andimik - am 25.09.2014 11:43
Zitat
andimik
SimpliTV ist nicht nur PayTV!

Ich habe nicht gesagt, dass dann ganz SimpliTV PayTV ist, sondern der ORF. Denn freigeschaltet wird bzw. bleibt dann nur wer auch GIS zahlt; oder er bekommt Besuch.

von Zwölf - am 25.09.2014 13:13
Nein. simpliTV ist nicht an die GIS gekoppelt!

Das weiß ich 100%ig, ist bei mir der Fall, dass GIS auf eine andere Person in meinem Haushalt rennt.

von andimik - am 25.09.2014 13:40
ah ok. Also wäre es nur theoretisch möglich, dass SimpliTV oder Kabelanbieter Kundendaten von der GIS abgleichen lassen.

von Zwölf - am 25.09.2014 13:49
Also ich denke, dass bei der Registrierung die Hausnummern schon die sind, in denen GIS gezahlt wird. Ist aber nur so eine Idee.

von andimik - am 25.09.2014 14:26
Zitat
Zwölf

Diese GIS/GEZ-Methoden sind nicht sehr schön, aber was wären Alternativen? - eine Haushaltsabgabe, bei der jeder gezwungen wird zu zahlen ob er Rundfunk nutzt oder nicht, oder eine Verschlüsselung der ö.r. Programme über sämtliche Übertragungswege; dann kann man es aber auch gleich PayTV nennen. Österreich scheint mit SimpliTV geradewegs auf Zweiteres zuzusteuern


Zweiteres finde ich aber eine gute Loesung. Scheint, als ob man hier in Oesterreich eine vernuenftiger Loesung gefunden hat. Wer's will, soll's zahlen, wer's nicht zahlt, bekommts einfach nicht.

von 102.1 - am 25.09.2014 19:25
Ich finde gerade diese Denkweise aber auch etwas bedenklich, weil sie auch das Solidarsystem, welches bislang mit den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vom PayTV abgrenzt, in Frage stellt. Dadurch bestünde die Gefahr, dass z.B. Arbeitslose auf "Spar-Fernsehen" (zum Großteil wäre das wohl Overspill aus Deutschland) angewewiesen wären und möglicher Weise von österreichischen Großereignissen medial ausgeschlossen werden würden.
Außerdem scheint man gerade in Österreich die Rundfunkgebühr nicht nur als ein Programmentgelt zu sehen, sondern auch als einen Beitrag zur Gesellschaft. Andernfalls würde man keine Ust, Radiogebühr, Fernsehgebühr, Kunstförderung und Landesabgabe mit erheben. Dem steht nicht nur entgegen, aus dem Solidarsystem ein "Reichenfernsehen" zu machen, sondern auch, dass einige dann auf Kosten der eigenen Gesellschaft fernsehen, etwa wenn sie 3sat, ORF2Europe oder alpha Österreich konsumieren.
Außerdem würden dem ORF und den an der Rundfunkgebühr hängenden staatlichen Stellen wahrscheinlich die "Abonnenten" weglaufen, denn bei der derzeitigen Gebührenhöhe (ca. 20-25€ je nach Bundesland) ist auch Sky preislich nicht weit entfernt, mit dem Unterschied, dass man dort mehr als nur 4 Programme bekommt.
Insofern kann es eigentlich gar nicht im Interesse des ORFs oder des Staates liegen, die Sache einfach über eine Verschlüsselung zu lösen. Deshalb wird man sich wohl auch weiterhin um niedrigschwellige Empfangsmöglichkeiten bemühen und wohl weiterhin alle registrieren die fernsehen, egal ob ORF oder nicht.
Ganz abgesehen davon, dass eine TV-Verschlüsselung nicht das Radio-Problem lösen würde; es müssten also wohl trotzdem GIS-Menschen losgeschickt werden.

von Zwölf - am 25.09.2014 20:50
wir haben diese Diskussion regelmaessig im Deutschland Forum.

Ich selbst vertrete die Meinung, dass beim oeffentl. rechtlichen Rundfunk der Gedanke des Solidaritaetsprinzips und der Sozialen Marktordnung nicht gegeben ist. Dies steht ganz im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, der Pflegeversicherung, der Arbeitslosenversicherung, der gesetzlichen Rentenversicherung, des Solidaritaetsbeitrages, etc.. und diversen anderen Abgaben, die das Ziel haben, einen schwachen zu stuetzen, oder eine lebensnotwendige Infrastruktur ( Hospitaeler, Polizei, Militaer oder Feuerwehr) aufrecht zu erhalten.

Blickt man auf den Inhalt des ORF Fernsehprogramms koennte dieses leicht als Privatsender ueberleben, - Strukturveraenderungen innerhalb der Organisation mal vorausgesetzt.

von 102.1 - am 26.09.2014 18:52
Meines Wissens können sich Arbeitslose und einige andere Gruppen von dem Beitrag/Gebühr befreien lassen und dürfen die Programme trotzdem anschauen. Das erscheint mir schon ein Solidaritätsprinzip zu sein. Sicher, Fernsehen ist nicht lebensnotwendig, aber trotzdem hat doch jeder ein Recht auf Informationsfreiheit, Bildung und Unterhaltung. Die Privaten sind nur eine Ergänzung und nicht umgekehrt; man weiß nie, wann sie eine kostenpflichtige Grundverschlüsselung o.ä. einführen und damit manche Leute ausschließen. Gerade unter den Leuten die ohne Erwerbstätigkeit sind dürfte es einige geben, die einen Großteil ihres Tage nicht anders zu füllen wissen als mit Fernsehen. Da ist Fernsehen mehr als nur Luxus; es kann die Bewahrung vor grausamer Langweiligkeit oder Einsamkeit darstellen.

Und so ohne weiteres könnte der ORF auch nicht "leicht" als Privatsender überleben. Auf ORFeins laufen zahlreiche Sendungen deutscher Privatsender, die sich eigentlich nur dadurch auszeichnen, dass sie werbefrei sind, was sie dem öffentlich-rechtlichem Status des ORF zu verdanken haben. Mit einer Privatisierung würde dieser Vorteil schlagartig wegfallen und der ORF würde nur noch von seinem Namen aus früheren Zeiten her profitieren. (Für PayTV wäre der ORF eigentlich ja auch nicht gut genug um mit der Konkurrenz mithalten zu können)
Bei ORF2 könnte es schon eher funktionieren; hier dürfte eher das Problem sein, dass der Großteil der Zuschauer nicht zur "werberelevanten Zielgruppe" gehört.
Für die Nieschenprogramme ORF III und ORF Sport + sehe so gut wie gar keine Chance sich als Privatsender halten zu können.

von Zwölf - am 26.09.2014 19:40
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