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Radioforum Österreich
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102.1, andimik, Wasat, delfi, Franz Brazda priv., martin2, Satliebhaber, fp, Reinhard Macho

historische Frage zu OE3?

Startbeitrag von 102.1 am 18.01.2016 23:11

Oe3 gibt es in Oesterreich seit 1968? oder 1967? soweit mein Wissen.

Was mich hier interessiert haette, ist dass immer wieder zu hoeren ist, dass es bereits in den 50er Jahren ein "3. Programm" gegeben haben soll, welches auf UKW 99,9 in Wien sendete? wenngleich auch nur testweise? Was wurde da gesendet? und "wer" ? Die RAVAG? Und hies es damals einfach nur "3. Programm" oder wurde auch schon von "OE3" gesprochen?

Antworten:

Ö3 startete am 1.10.1967.

Was das ältere 3. Programm betrifft... das lag lange vor meiner Zeit. Es wurde meines Wissens gemeinschaftlich mehreren Besatzungsmächte-Anstalten als UKW-Versuchsprogramm veranstaltet. Es wurde, ich glaube in den frühen 1960ern wegen Geldnot eingestellt. Anscheinend sendete es nur stundenweise eigenes Programm. Muss aber durchaus beliebt gewesen sein. Mehr weiß ich dazu auch nicht.

von delfi - am 19.01.2016 07:07
Auf der 3. Programmkette (Wien 99,9 MHz) wurde damals ein Stereo-Versuchsprogramm aufgeschaltet. Kann mich noch an die Testsendungen erinnern wo die Kanäle (linker bzw. rechter) mit Hörbeispielen getestet worden sind. Damit die Lautsprecher auch richtig gepolt bzw. richtig aufgestellt waren.
Diese Tests dienten den Radiofabriken bzw. Radioreparaturwerkstätten. Sowas gab es damals auch noch in Wien. (Grundig, Siemens etc.).
Lang ists her.
LG Franz aus Wien ;)

von Franz Brazda priv. - am 19.01.2016 07:45
War das in der Zeit nach dem "ersten" 3. Programm und vor Ö3?

von delfi - am 19.01.2016 08:14
Warum hies es damals eigentlich "3. Programm"?

In Wien gab's damals "Rot Weiss Rot", "Alpenland" bzw. RAVAG, zuzuegl. dazu die Besatzungssender fuer die Briten und Amerikaner. Nummern wurden damals offenbar keine vergeben?

von 102.1 - am 19.01.2016 10:23
Der Reihe nach:

1955 verließen die Besatzungsmächte Österreich. Doch schon ab 1953 wurden die 4 Senderketten der Besatzungszonen nach und nach an Österreich übergeben und daraus der "Österreichische Rundfunk" geschaffen. Es gab 2 Programme:
1. Programm: Regional (zeitweise auseinandergeschaltet)
2. Programm: National
Beide Programme waren Mischprogramme mit allen Arten von Sendungen, nur das eine mit regionalen Bezügen und mehr volkstümlich, das andere mit nationalen Bezügen und Wien-zentriert ("bildungsbürgerlich" ).

Da die Rundfunkversorgung Österreichs auf Mittelwelle sehr unbefriedigend war, wollte man wie schon in Deutschland auf UKW setzen und begann 1953 mit dem Aufbau eines UKW-Sendernetzes, das zunächst jedoch nur einen kleinen Teil der Bevölkerung erreichen konnte und somit als 3. Programm mit eigenen Sendungen beschickt wurde. Produziert wurden die Sendungen von den Studios in den Landeshauptstädten und dann, zumindest anfänglich, an den Senderstandorten zeitgleich von Tonbändern abgespielt, weil die Tonleitungen, welche die Mittelwellensender verbanden, eine zu geringe Tonqualität boten. Das Richtfunknetz war erst im Aufbau und für Ballempfang war der Abstand der ersten Sender zu groß.

Sendebeginn war am 06.09.1953 über Wien-Kahlenberg und Klagenfurt. Salzburg-Gaisberg und Linz-Freinberg waren ebenfalls betriebsbereit, aber die Amerikaner fürchteten, dass über das 3. Programm sowjetische Propaganda verbreitet werden könnte. Man beobachtete daher zunächst und gab erst am 08.10.1953 den Sendebetrieb frei.

Das Programm lief anfänglich nur abends, typischerweise von 19 Uhr bis 23 Uhr, am Wochenende auch schon nachmittags. Es bestand aus sehr verschiedenartigen Programmen: Hörspiele, Kindersendungen, Orchesterkonzerte, Buchbesprechungen, aber auch "moderne" Musik. Das rief in den 1950ern noch heftige Kritik hervor, weil diese "Negermusik" (durfte man damals noch schreiben) die Jugend rabiat machen und verderben würde.

Am 01.10,1967 trat eine große Programmreform in Kraft, die dem ziemlich verstaubten öst. Rundfunk ein zeitgemäßes Programm bescheren sollte. Auch der Name wurde von "Österreichischer Rundfunk" in ORF geändert. Da auf UKW praktisch Vollversorgung mit 3 Senderketten bestand, konnte eine Formattrennung durchgeführt werden:
Ö1: Kultur und Information
ÖR: Regionalprogramme mit eher traditioneller Unterhaltung
Ö3: Pop und Service

Vorbild für Ö3 war "Hilversum 3" in den Niederlanden, das als Reaktion auf die Piraten-Seesender am 11.10.1965 begann und das erste öffentlich-rechtliche Pop-Programm in Europa war. Am 30.09.1967, also einen Tag vor Ö3, folgte "BBC Radio 1" ebenfalls diesem Vorbild, und auch als Reaktion auf die Piratensender.

von Wasat - am 19.01.2016 22:24
@Wasat: Interessante Ausfuehrung.

In Deutschland waren die 3. Programme oft auch fuer Gastarbeiter vorgesehen, befor sie zu Pop und Service Programmen ausgebaut wurden. Da wurde etwa auf Griechisch, Spanisch, Italienisch oder Tuerkisch fuer etwa 30 Minuten ein unterschiedliches Wort u. Nachrichtenprogramm gebracht. Gab es diese Entwicklung in Oesterreich auch?

Ich hatte auch mal gelesen, dass der ORF erst 1958 gegruendet wurde. War diese Organisation zuvor immer noch die RAVAG? D.h. das von Dir genannte 1. und 2. Programm wuerde dann auch nicht nur in Wien von der RAVAG stammen?

Der Sender Rot-Weiss-Rot duerfte in Linz und Salzburg auch weitaus frueher, also vor 1955 abgeschaltet worden sein, als in Wien, wo man noch bis 1955 sendete?

von 102.1 - am 19.01.2016 23:07
Fremdsprachenprogramme für Gastarbeiter gab es in Österreich nie. Lediglich in Wien wurde 1979 das Englisch-sprachige "Blue Danube Radio" geschaffen, nachdem Wien die dritte UNO-Stadt geworden war.

Zum Namen:

Die RAVAG (Radio Verkehrs AG) war eine Gesellschaft mit teils öffentlichen, teils privaten, aber staatsnahen Teilhabern und mit staatlicher Lizenz. 1938 ging die Gesellschaft im "Reichsrundfunk" auf.

1945 bildeten die 4 Besatzungsmächte eigene Rundfunkanstalten, wobei jene der Sowjets in Wien offiziell weiter den Namen RAVAG trug, jedoch in den Besitz der Republik Österreich überging.

1955 wurden die einzelnen Anstalten unter dem Titel "Österreichisches Rundspruchwesen" vereint und am 11.12.1957 in die "Österreichischer Rundfunk Ges. m. b. H." umbenannt. Erst am 01.01.1967 entstand der ORF als Anstalt des öffentlichen Rechts. Am 01.10.1967 erfolgte dann die große Programmumstellung.

"Radio Wien" (Sowjetzone) hatte schon ab Ende 1945 am Wochenende ein 2. Programm. "Alpenland" (Britische Zone) begann 1950 mit einem 2. Programm, allerdings nur über schwache Sender in Graz und Klagenfurt. In der französischen und US-Zone gab es keine 2. Programme.

Erst mit dem Beschluss, die Sendeanstalten zusammenzuführen, begann man ab 1953 gemeinsame Sendungen über die bestehenden Sender der 2. Programme. Durch das Freiwerden der AFN-Sender in Linz und Salzburg konnte dann auch dort das 2. Programm gesendet werden.

Das mit RWR stimmt. Die letzte RWR-Sendung lief:
Kronstorf und Salzburg 15.03.1954
Wien-Steinhof 27.07.1955

von Wasat - am 19.01.2016 23:54
Die bereits vielfach in diesem Forum erwähnten detaillierten Seiten
http://www.wabweb.net/radio/index.htm (Inhaltsverzeichnis)

behandeln auch die Geschichte des 3. Programms, und zwar unter der Überschrift
"1953 - Der Aufbau des UKW-Sendernetzes":
http://www.wabweb.net/radio/frames/radioaf5.htm

von fp - am 20.01.2016 09:21
Auf Wabwebs Seite kann man auch nachlesen, dass das erste 3. Programm mit 1.1.1962 eingestellt wurde und ein eingeschränkter Programmbetrieb erst wieder 1963 aufgenommen wurde.

Hat eigentlich jemand von Euch noch Programmübersichten aus der Zeit des ersten 3. Programms?

von delfi - am 20.01.2016 15:14
Hier eine abfotografierte Zeitungsseite aus dem "Linzer Volksblatt" mit dem Radiowochenprogramm für Oberösterreich und Bayern (+ Deutsches Fernsehen) vom 15.-21.01.1956: http://www.wabweb.net/radio/images/Radioprogramm_LinzerVolksblatt_15-21011956.JPG

von Wasat - am 23.01.2016 10:35
Zitat
Wasat
Hier eine abfotografierte Zeitungsseite aus dem "Linzer Volksblatt" mit dem Radiowochenprogramm für Oberösterreich und Bayern (+ Deutsches Fernsehen) vom 15.-21.01.1956: http://www.wabweb.net/radio/images/Radioprogramm_LinzerVolksblatt_15-21011956.JPG


Oesterreich duerfte in Sachen Radio fuer die damalige Zeit im Jahr 1956 relativ fortschrittlich gewesen sein. 3 Programme gab es damals in wenigen anderen europaeischen Laendern.

von 102.1 - am 23.01.2016 14:26
Danke Wasat!
Das ist ja höchst interessant. Alleine wenn man die Sendezeiten anschaut. 5,30-1 Uhr im 1.+2. Programm und 5,30-23 Uhr im 3.
Wenn ich daran denke, dass Ö1 und ÖR bis in die 1990er, bevor auf 24-Stunden-betrieb umgeschaltet wurde, nur von 6-23,10 und 5-22,30 (Sa 24) Uhr sendeten, war das schon sehr fortschrittlich.

Früher mag Radio bei uns fortschrittlich und innovativ gewesen sein. Wie seht ihr das für das "heute"?

von delfi - am 24.01.2016 14:46
Zitat
delfi
.....
Wenn ich daran denke, dass Ö1 und ÖR bis in die 1990er, bevor auf 24-Stunden-betrieb umgeschaltet wurde, nur von 6-23,10 und 5-22,30 (Sa 24) Uhr sendeten, war das schon sehr fortschrittlich.
....
Interessant war auch damals, das die Sender nach Programmende definitiv abgeschaltet worden sind und dann die Gleichwellensender etwa aus dem ex. Jugoslawien im Wiener Raum empfangen konnte. LG Franz aus Wien ;)

von Franz Brazda priv. - am 24.01.2016 16:53
Zitat
delfi

Früher mag Radio bei uns fortschrittlich und innovativ gewesen sein. Wie seht ihr das für das "heute"?


Heute haben ehemalige repressive Staaten, etwa ex CSSR, heute CZ und SK, eine freiere Radiolandschaft als Oesterreich.

Was mich im Zusammenhang mit 1967 und Rundfunk in Oesterreich noch interessiert haette, waere das Rundfunkvolksbegehren in Oesterreich und dessen Resultat und Umsetzung?

War da nicht die Idee des Rundfunkvolksbegehrens den ORF von der Politik zu trennen? Aber Politik und ORF sind ja seit jeher fast bis heute noch sehr in einander verwoben.

Und, war die Einfuehrung von OE3 eines der Resultate des Rundfunkvolksbegehrens? - oder nur ein Nebenprodukt?

von 102.1 - am 25.01.2016 11:19
Zitat
102.1
War da nicht die Idee des Rundfunkvolksbegehrens den ORF von der Politik zu trennen?


Die Sozialdemokraten bevorzugten einen staatsnahen Rundfunk und haben daher das Rundfunkvolksbegehren nicht unterstützten. Die ÖVP bekam jedoch 1966 die absolute Mehrheit, sodass man auf Basis des Volksbegehrens ein neues Rundfunkgesetz ausformulieren konnte. Dieses wurde aber nur mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ beschlossen.

1970 gewann die SPÖ die Wahlen und stellte in den folgenden 29 Jahren den Bundeskanzler und die Mehrheit im Parlament. 1974 wurde das Rundfunkgesetz geändert und damit der ORF wieder stärker der Politik unterworfen. Dann herrschte Stillstand in der strukturellen Entwicklung des Rundfunks in Österreich. Und an diesen Stillstand hat man sich eben gewöhnt.

Zitat
102.1
Und, war die Einfuehrung von OE3 eines der Resultate des Rundfunkvolksbegehrens?


Im Rundfunkgesetz (BGBl. 195/1966) steht nur etwas von mindestens 3 Radio- und mindestens 2 TV-Programmen. Ein Radioprogramm muss regional sein. Zusätzlich ist ein Auslandsdienst auf Kurzwelle vorgeschrieben. Ein weiterer Ausbau des Angebots ist ausdrücklich erwünscht.

Die Programmstruktur dürfte dem ersten Intendanten Gerd Bacher zu verdanken sein. Dieser erfand auch den Begriff ORF. Bacher war Journalist und außerhalb der Perioden als ORF-Generalintendant Zeitungsherausgeber. Er hatte zwar kein Rundfunk-Fachwissen, war aber gewöhnt, über Zäune zu blicken. Bacher stammte aus Salzburg und begann seine berufliche Laufbahn bei den "Salzburger Nachrichten", die von der US-Besatzungsmacht gegründet und lange Zeit geführt wurden. Damit war ihm die Rundfunkentwicklung in den USA, und somit auch das Formatradio, wohl bekannt. Ö3 dürfte aber, wie schon oben erwähnt, seine Vorlage in "Hilversum 3" in den Niederlanden gehabt haben.

von Wasat - am 25.01.2016 18:18
Zitat
Wasat

1970 gewann die SPÖ die Wahlen und stellte in den folgenden 29 Jahren den Bundeskanzler und die Mehrheit im Parlament. 1974 wurde das Rundfunkgesetz geändert und damit der ORF wieder stärker der Politik unterworfen.


Hatte dies auch 1974 merkbare Aenderungen im Programm zufolge?

Zitat
Wasat

Dann herrschte Stillstand in der strukturellen Entwicklung des Rundfunks in Österreich. Und an diesen Stillstand hat man sich eben gewöhnt.


Die Schuessel-Regierung wollte da nichts machen?

Zitat
Wasat

Zusätzlich ist ein Auslandsdienst auf Kurzwelle vorgeschrieben. .


D.h. der ORF muss ein Kurzwellenprogramm ausstrahlen? Macht er dies noch?

von 102.1 - am 25.01.2016 22:47
das Kurzwellenprogramm wurde vor einigen Jahren eingestellt so viel ich weiß.

von Reinhard Macho - am 26.01.2016 01:46
Wer will, kann ja das ORF-G durchlesen. Es gibt mehrere Fassungen.

Wichtigste Änderung ist das Streichen des Wortes "mindestens". Daher gibt es auf Ö3 keine Regionalisierung mehr und FS2 Wien ist auch eine nette Erinnerung.

von andimik - am 26.01.2016 08:46
Zitat
andimik

Daher gibt es auf Ö3 keine Regionalisierung mehr und FS2 Wien ist auch eine nette Erinnerung.


Ich wusste nur, dass es einmal ein OE3 Kaernten gab. Wie unterschied sich dieses Programm zu dem bundesweiten OE3? Gab es frueher eine noch staerkere Regionalisierung von OE3?

von 102.1 - am 26.01.2016 14:24
Zitat
102.1
.....Ich wusste nur, dass es einmal ein OE3 Kaernten gab. Wie unterschied sich dieses Programm zu dem bundesweiten OE3? Gab es frueher eine noch staerkere Regionalisierung von OE3?
Die OE3 Kärnten Regionalisierung (102,9 MHz Dobratsch) wurde als Reaktion zu den aus Italien nach Österreich einstrahlenden Sendern (Radio Valcanale, Radio Uno etc.) aufgeschaltet.
Gleiches gab es auch in der Steiermark als OE3 Stmk. (101,7 MHz Schöckl) gegen den aus Jugoslawien später Slowenien bis Wien einstrahlenden Sender Radio mm2 (101,6 danach 102,8 MHz).
Beide OE3 Regionalsender benutzen die für FM4 geplanten Frequenzen. Das alles war so etwa Mitte der 80er des vorigen Jahrtausends. Der Programmunterschied zum bundesweiten OE3 bestand lediglich aus ein paar regionale Meldungen bzw. Werbung.
LG Franz aus Wien ;)

von Franz Brazda priv. - am 26.01.2016 15:21
Zitat
102.1
Hatte dies auch 1974 merkbare Aenderungen im Programm zufolge?


Das betraf nur die Leitungs- und Aufsichtsorgane. Allerdings meinte später Bacher, der 1974 vorläufig "abgesägt" wurde: "Zwischen '67 und '74 habe ich eine herrliche Orgel gehabt, danach hat man sie zwangsgedrosselt." Bacher kehrte 1978 in den "zwangsgedrosselten" ORF als Intendant zurück. Dazwischen war er übrigens Medienberater von Helmut Kohl.

Zitat
102.1
Die Schuessel-Regierung wollte da nichts machen?


In der ÖVP gibt es auch genügend Leute, die von der statischen Situation profitieren. Ich kann mich aber erinnern, dass es Forderungen gab, FS1 und Ö3 zu privatisieren. Besser wäre dadurch nichts geworden, denn auch ein privates Ö3 hätte mit aller Macht seinen Marktanteil behalten wollen. Unter Schüssel wurde allerdings der Auslandsdienst gestrichen.

Zitat
102.1
D.h. der ORF muss ein Kurzwellenprogramm ausstrahlen? Macht er dies noch?


Die Fassung des Rundfunkgesetzes von 2001 sieht dies nicht mehr vor. Somit wurden von der damaligen Regierung die Mittel gestrichen, denn bezahlt musste dieser Dienst seit jeher von der Bundesregierung werden.

Die KW-Sendeanlage in Moosbrunn wird von der ORS (2005 ausgegliederte ORF-Sendetechnik) weiter betrieben, so lange dies kostendeckend möglich ist. Täglich wird am Morgen noch 70 Minuten Ö1 auf 6155 kHz übertragen.

von Wasat - am 26.01.2016 16:39
Ö3 Kärnten brachte eigene Sendungen, nicht zu vergessen das Eishockeymagazin.

von andimik - am 27.01.2016 05:34
Das war praktisch in der halben Steiermark zu hören, da die ganze Kärntner Ö3-Kette auf Ö3-K regionalisiert wurde (99,5MHz und 101,2MHz im Grazer Raum, jeweils völlig freie Frequenzen), später war dann nur mehr 90,4MHz auf Ö3-K geschaltet, und noch später war hier 90,4MHz nicht mehr gut empfangbar, zumindest mit meinem Equipment nicht.

"Kärntner Eishockeymagazin": war das einzige regionale das ich gehört habe; gut gemachte Mischung aus Liveeinstiegen und Musik, bei Ereignissen wurde die Musik unterbrochen. Ein ziemlicher Schwindel, ich kann mich dunkel an eine Reportage vom Hönigmann oder Haslitzer erinnern: es lief Musik, dann kam der Reporter mit seinem Einstieg und hat ganz normal unaufgeregt gefragt "...gehts schon?", und dann praktisch übergangslos mit überschlagender Stimme ".. Tooooor, Tooooor, ....." usw. Das war das letzte Mal dass ich mir das angehört habe.

Empfänger war ein altes Autoradio und ein normaler Dipol im Zimmer.

von martin2 - am 28.01.2016 10:51
Selbst Jahre danach war Ö3 regionalisiert, denn ich habe mich immer gewandert, dass nur Kärntner Veranstaltungen angekündigt wurden

von andimik - am 28.01.2016 11:10
Zitat
martin2
Das war praktisch in der halben Steiermark zu hören, da die ganze Kärntner Ö3-Kette auf Ö3-K regionalisiert wurde (99,5MHz und 101,2MHz im Grazer Raum, jeweils völlig freie Frequenzen), .......
99,5 MHz ist Koralpe, 101,2 MHz war bzw. ist das die Turrach ? Fragt mit LG Franz aus Wien ? :confused:

von Franz Brazda priv. - am 28.01.2016 11:25
Zitat
Franz Brazda priv.
Zitat
martin2
Das war praktisch in der halben Steiermark zu hören, da die ganze Kärntner Ö3-Kette auf Ö3-K regionalisiert wurde (99,5MHz und 101,2MHz im Grazer Raum, jeweils völlig freie Frequenzen), .......
99,5 MHz ist Koralpe, 101,2 MHz war bzw. ist das die Turrach ? Fragt mit LG Franz aus Wien ? :confused:


101,2 war damals der Dobratsch vor der Umstellung auf 102,9.

von martin2 - am 28.01.2016 12:13
Zitat
martin2
[......
101,2 war damals der Dobratsch vor der Umstellung auf 102,9.
Danke, hatte ich ganz vergessen das da die GEN84 Umstellungen waren. Durch die 102,9 MHz konnte man Radio mm2 (102,8 MHz) aus Maribor nicht mehr im östl. Kärnten empfangen. Auch Radio Valcanale vom Mt. Lussari bei Tarvis in Italien mußte damals die 102,7 MHz aufgeben und wechselte auf 103,4 MHz. LG Franz aus Wien ;-)

von Franz Brazda priv. - am 28.01.2016 13:02
Aha danke, damals war ich noch nicht so interessiert

von andimik - am 28.01.2016 13:58
Wenn ich mich dunkel zurück erinnere... kann es sein, dass es auf der 90,4 auch mal ein eigenes kärnter Ö3-Nachmittagsprogramm gegeben hat? Ich meine so etwas dunkel in Erinnerung zu haben.

von delfi - am 28.01.2016 23:01
Zitat
martin2
Zitat
Franz Brazda priv.
Zitat
martin2
Das war praktisch in der halben Steiermark zu hören, da die ganze Kärntner Ö3-Kette auf Ö3-K regionalisiert wurde (99,5MHz und 101,2MHz im Grazer Raum, jeweils völlig freie Frequenzen), .......
99,5 MHz ist Koralpe, 101,2 MHz war bzw. ist das die Turrach ? Fragt mit LG Franz aus Wien ? :confused:


101,2 war damals der Dobratsch vor der Umstellung auf 102,9.


Ich müsste mich sehr täuschen wenn es nicht so gewesen ist:

Oe3 Kärnten lief auf 90,4 MHz in Mono (Dobratsch, heute noch Ö3). Da ich nur im Sommer in Kärnten war, bemerkte ich als einzigen Unterschied, dass am Freitagabend anstatt Treffpunkt Ö3 der Treffpunkt Kärnten lief. Auf 101,2 MHz in Stereo (Dobratsch heute 102,9 MHz FM4) lief das normale Ö3 Programm.

1986 zogen am Feitagabend die anderen Bundesländer nach und brachten ihren eignen regionalen Treffpunkt Ö3. Ich hörte damals zu Hause in der Schweiz immer den Treffpunkt Vorarlberg. Um 8.15 Uhr morgens liefern etwa 1-2 Minuten Regionalnachrichten (pro Bundesland). Diese Regionalisierung lief aber nicht lange und wurde nach ca. 1 Jahr aufgehoben.

Dass in Kärnten am Freitag einen eigenen Treffpunkt Ö3 ausgestrahlt wurde, stand damals auch in der Fernseh- und Radio-Zeitschrift Hörzu. Man beachte, dass es bis ca. 1984 in Österreich eine komplett eigene Hörzu-Ausgabe gab. Sie hatte absolut keine Ähnlichkeit mit der deutschen Ausgabe. Leider wurde die dann aufgegeben. Dies nachdem die Zeitschrift die ganze Woche auf den Markt kam. Ob dies ein Zusammenhang hat, weiss ich nicht.

von Satliebhaber - am 02.02.2016 09:27
Ö3 hat mich damals nicht interessiert, denn die Kanaltaler Radios waren besser ;-)

von andimik - am 02.02.2016 12:00
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