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Radioforum Österreich
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4
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Peter Hofer, Brubacker, DX-Project-Graz

Strom-Internet als Störsender - ORF berichtet über Powerline

Startbeitrag von DX-Project-Graz am 09.01.2006 20:59

http://futurezone.orf.at/it/stories/81531/

Hier wird nun ENDLICH vom ORF Stellung genommen.

Ich bin vollkommen gegen PLC und fordere natürlich die sofortige Einstellung. Es lebe die Kurzwelle!

Antworten:

Irgendwo habe ich gelesen, daß es in Linz schon Hotels gibt, die Ärger mit geschäftsreisenden Stammgästen wegen PLC haben. So soll z. B. ein geschäftreisender Engländer nicht mehr in Linz im
Hotel absteigen, weil dort wegen Powerline sein Weltempfänger nicht mehr funktioniert und er seine
BBC da nicht mehr hören kann.

Auch die neuen elektronischen Reisepass - Check ins sollen nicht funktionieren, wenn PLC in der Nähe ist.
Die LINZ AG hat sich wohl schwer getäuscht, wenn sie, wie noch 2003 behauptet, nur ein paar nörgelnde, mobbende Amateurfunker Schwierigkeiten machen.
Auch das Militär funkt schließlich auch auch Kurzwellen-Frequenzen.

Bin neugierig, wann der Spuk vorbei ist.

von Peter Hofer - am 12.01.2006 10:49
Kann mich noch erinnern, dass das hier durch die Medien ging, dass die MVV – als einziger größerer deutscher Versorger der auf Powerline setzte – mit Linz einen Vertrag o. ä. über die Powerline-Technik abgeschlossen hatte. Die MVV hat sich aber langsam auch wieder von Powerline abgewandt, wenngleich es in Mannheim aber weiterhin noch aktiv ist, soweit ich weiß.

von Brubacker - am 12.01.2006 17:50
Auf Rücksicht der unbedarften PLC User läßt man das Ding halt noch weiterlaufen, bis es einschläft und
schaltet nicht sofort ab. Aber es wird nicht mehr ausgebaut und schon gar nicht werden neue Kunden geworben. Man wartet auf den "natürlichen" Abgang, damit der Schadensersatz nicht zu groß wird.

Die Linz AG wirbt aber fröhlich weiter nach Powerline - Kunden. Obwohl falsche Versprechungen gegeben wurden: Am Anfang hießt es - insbesondere wegen der EU Förderungen - daß man mit Powerline das flache Land erschließen will. Dabei reicht der Pegel eines Powerline-Signals keine 500 Meter weit ( weil eben soviel Energie durch die Abstrahlung an die Luft verloren geht !).

Eigentlich pervers: Das Nutzsignal für den PLC Anwender geht keine 500 Meter weit auf der Stromleitung, eine empfindliche Kurzwellen-Empfangsanlage kann aber noch in vielen Kilometern Entfernugn gestört werden.
Daß man im Zeitalter von Satellit, Glasfaser und Ghz-Wlan noch so eine Schrott-Technik wie PLC einführt, ist mir völlig unverständlich !

Dann wurde von der Linz AG noch hervorgehoben, daß sie mit PLC einen weiteren Anbieter und damit einen kostengünstigen Wettbewerb veranstaltet und verschweigt, daß das Kabelnetz der LIWEST auch
der Linz AG gehört.

Wahrscheinlich werden eines Tages die 5000 PLC Kunden der Linz AG ein "Super-Angebot" erhalten, auf das Liwest - Kabel wechseln zu wollen.

Aber das Schlimmste ist wohl, daß man Funkfrequenzen stört, die Benützern zugesprochen wurden, die dafür eine staatliche Prüfung abgelegt haben und die immerhin für die Funkfrequenzen auch Gebühren an den Staat zahlen.

Wenn die mit Powerline so weitermachen, bin neugierig, wann dann mal ein findiger Rechtsanwalt die Linz AG wegen Beeinträchtigung der Informationsfreiheit klagt.
Wenn die nämlich verhindert, daß ich z.B. auf Kurzwelle einen Radiosender empfangen kann, ist mein
Menschenrecht auf freie Meinungsbildung - und damit auch Äußerung verletzt.

Wegen so einer Klage beim europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mußte seinerzeit ja auch
Privatradio in Österreich erlaubt werden.



von Peter Hofer - am 13.01.2006 10:47
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