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Radioforum Österreich
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
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Habakukk, -Ole-, andimik, Wiesbadener, DX-Fritz, dxbruelhart

Antenne Salzburg jetzt vom Gaisberg?

Startbeitrag von Habakukk am 05.07.2006 14:09

Ein DX-Kollege aus dem Rosenheimer Raum hat mir gemailt, dass er seit kurzem die Antenne Salzburg auf 101,8 MHz mit O=5 empfangen kann, ähnlich gut wie die ORF-Programme vom Gaisberg. Bis vor kurzem kam die 101,8 ziemlich schlecht, da der Untersberg von ihm aus eher abgeschattet ist. Eher setzte sich sogar B5 aktuell durch vom Tegernseer Tal/Wallberg.

Dass die 101,8 nun so viel besser ankommt, deutet darauf hin, dass das Signal möglicherweise nun vom Gaisberg kommt. Weiß da jemand etwas und kann jemand diese Beobachtungen bestätigen (ich muss heute abend erst mal ausprobieren, ob sich bei mir etwas verändert hat)?

Die 101,8 dürfte ja laut Genfer Wellenplan mit 10kW rund vom Gaisberg betrieben werden.

Antworten:

Jawohl, siehe RTR.

http://www.rtr.at/web.nsf/deutsch/Rundfunk_Veranstalter_Hoerfunk_Hoerfunk_E6132D6E93429CBBC12571A1005EF298?OpenDocument

Mich wundert, dass das nicht publik gemacht worden ist ...

Dieses "Relikt" stammt ja noch von Melody, wenn ich mich nicht täusche.

von andimik - am 05.07.2006 15:11
@Andreas:
Naja, man hat den Wechsel der 106,5 von Kronehit in Innsbruck ja auch nicht publik gemacht. Ob die mit 630W, oder mit 20kW senden, war ja doch ein deutlicher Unterschied. Anscheinend kann man mit einmal zugeteilten Frequenzen machen was man will, solange das international koordinierbar ist.

Ja interessant, da werde ich gleich mal testen, wie sich der Empfang hier nun verändert hat. Insbesondere auch Richtung München wärs interessant, ob Antenne Salzburg jetzt besser geht und die 101,7 noch empfindlicher stört....

von Habakukk - am 05.07.2006 15:19
Mit Innsbruck hast du recht. Da kam auch nix.

von andimik - am 05.07.2006 15:28
Was mir als erstes auffällt, ist der geänderte PS-Code:
_ANTENNE
SALZBURG
also das Leerzeichen vor ANTENNE. Oder ist das schon länger so?

Bisher konnte ich diesen Sender nur bei ganz exakter Ausrichtung der Stabantenne empfangen. Jetzt habe ich den Eindruck, dass dieser Empfangswinkel deutlich breiter ist.

von DX-Fritz - am 08.07.2006 17:06
Hier am südlichen Ende des Attersees (Weissenbach) ist der Empfang von Antenne Salzburg auf 101,8 jetzt viel besser als im letzten Sommer. Hier hat sich also die Verlagerung zum Gaisberg sehr gelohnt, hier kommt die 101,8 jetzt mit Ortssenderqualität und gänzlich unverzerrt.

von dxbruelhart - am 31.07.2006 15:07
Es scheint so, als entdecke man die alten Genf-Koordinierungen wieder. Man hat in Österreich ja auch aufgrund der neuen Regelung des bundesweiten Radios nun stärkeren Bedarf: nach Patscherkofel 106,5 und Gaisberg 101,8 (ehemals 101,7) könnte sich am Gaisberg vielleicht bald noch was tun: dort wird über einen Ringtausch mit der Radiofabrik spekuliert. Deren Frequenz ist - allerdings als 107,6 - mit 100 kW auf dem Gaisberg koordiniert. Nur ein "Waffenstillstandsabkommen" mit Deutschland sorgt dafür, dass die Frequenz mit mageren 500 Watt derzeit als 107,5 vom tiefer gelegenen Standort Maria Plain in Betrieb ist. Allerdings hätte Österreich jederzeit die Chance, dieses Abkommen aufzukündigen, da die Genf-Koordinierungen Vorrang haben. Grund ist, dass es bislang nicht gelungen ist, eine bessere Frequenz für Kronehit im Salzburger Land zu finden. Eine Umkoordinierung der 94,0 mit höherer Leistung zum Untersberg wurde wieder ad acta gelegt. Somit ist es nicht ausgeschlossen, dass Kronehit bald mit hoher Leistung auf der 107,6 vom Gaisberg sendet - vielleicht nicht mit den vollen 100, dafür aber viell. mit 20 kW und leichten Einzügen nach Bayern wg. Hochries 107,7. Im Gegenzug könnte die Radiofabrik auf 94,0 wechseln, was auch eine Verbesserung darstellt, und man könnte sich die geplante Funzel auf der Festung einsparen. Fraglich ist nur, was mit der 107,4 in Taufkirchen passiert. Diese konnte erst mit dem Waffenstillstandsabkommen D-AUT in Betrieb genommen werden. Ich sehe aber kein Problem, wenn die 107,6 vom Gaisberg mit entspr. Einzügen arbeitet. Als ich zuletzt mal im Salzburger Land war, ist mir schon aufgefallen, dass dort Wendelstein und Hochries kaum noch gehen. Im Interferenzbereich rund um den Chiemsee hat Antenne Bayern ja auch die gute 103,7 aus Einham, also sehe ich schon eine realistische Chance.

von Wiesbadener - am 12.08.2006 11:22
Hmm. Alternativ gäbe es als "bessere" Frequenz für die bundesweite Kette auch die 106,2 MHz. Die war wohl mal als QRG für Oberösterreich vorgesehen, hat praktisch die gleichen Einzüge wie die 101,2 und dürfte gen Nord mit 10 kW gefahren werden.

von -Ole- - am 12.08.2006 13:57
Na das wird dann lustig: 107,6 Gaisberg gegen 107,7 Hochries... Das plättet die Hochries von Osten her bis kurz vor Rosenheim... Es sei denn, man macht wirklich dicke Einzüge rein.

von Habakukk - am 12.08.2006 15:19
Wie wäre es denn damit:

- Bayern gibt die 107,4 auf
- Gaisberg kriegt die 107,5 mit 5 kW

Ginge das?

von -Ole- - am 12.08.2006 18:26
Um das nochmal aufzurollen: wieviel Spekulation ist denn hier nun dahinter und wieviel "tatsächliche" Planung? Also spielt die KommAustria bzw. Kronehit tatsächlich ernsthaft mit dem Gedanken, die 107,6 zu aktivieren? Was mich außerdem wundert, ist, dass die 107,6 schon lange wieder aus dem Genfer Wellenplan entfernt wurde, aber halt noch bei der BNetzA zu finden ist. Ich hatte da eher gedacht, das Thema mit der 107,6 wäre schon lange erledigt und der Eintrag bei der BNetzA nur eine Karteileiche des alten Genfer Eintrags.

Und Stichpunkt "Waffenstillstandsabkommen": was betrifft das denn noch alles? Denn so wie es geschildert wurde, hat das ja NUR Nachteile für Österreich (die 107,4 Pfarrkirchen stört deutlich mehr als es eine 107,4 Dommelstadl je getan hätte und die 107,5 vom Plainberg ist mit ihren 500W natürlich auch der Witz im Vergleich zu möglichen 100kW vom Gaisberg, Inferferenzen mit Hochries hin oder her. So einseitig sind Waffenstillstandsabkommen aber eher selten....

Also was haben die Österreicher im Gegenzug bekommen, dass sie diese Nachteile in Kauf genommen haben? Die 94,0 vielleicht, die ja eigentlich eine deutsche Frequenz mal war? Oder dass die 106,2 anders/stärker nach D strahlen darf als eigentlich laut Diagramm vorgesehen (da gehen ja 500W raus, das Richtdiagramm nach OÖ sieht aber m.W. nur 100-200W vor)? Ich denke mal, da muss doch im Gegenzug auch Österreich etwas bekommen haben dafür, denn so ohne weiteres wirft man keine 100kW-Frequenz über Bord, nur damit der Nachbar glücklich ist.

Und die Frage, die darauf folgt: Womit ist zu rechnen, sollten die Österreicher tatsächlich die 107,6 in Betrieb nehmen? Muss dann in Pfarrkichen die 107,4 aufgegeben werden? Müssen die Österreicher dann an anderer Stelle wieder Einschränkungen machen?

von Habakukk - am 21.08.2006 11:51
Kleiner Nachtrag zum Thema Gaisberg:

Seit neuestem steht die 106,2 von Welle 1 mit 2kW im Senderkataster drin. Diese 2kW geisterten ja schon zum Sendestart herum, ich habe auch eigentlich keine Änderung im Empfang bemerkt (kann allerdings auch eine Planung sein, die 530W auf 2kW hochzufahren). Jedenfalls sehr interessant, das ganze...

Womöglich tauschen Kronehit und Welle 1 ja auch mal die Frequenzen? Wäre letztendlich auch eine Option, das Problem von Kronehit zu lösen... In Innsbruck ist der Clou ja gelungen: Lokalradio von der 106,5 runterschmeißen, und die Lokalfrequenz dann Genf84-konform mit hoher Leistung für Kronehit in Betrieb nehmen. Gleiches wäre auf 106,2 in Salzburg doch auch möglich, wobei hier doch eh Verbindungen bestehen zwischen Kronehit und Welle 1, oder täusche ich mich da? Da muss man ja nicht mal prozessieren...

von Habakukk - am 21.08.2006 13:26
@Habakukk: Du musst bedenken, dass der damalige Deal D-AUT lange Zeit vor der Planung eines nationalen Privatradios und sogar noch vor der Einführung des Kommerzfunks generell in Österreich durchgeführt wurde. Die Eckpunkte waren damals:

Österreich bekommt die 94,0, die einst in Högl koordiniert und mit Radio Untersberg auch in Betrieb war

Deutschland darf die in Dommelstadl koordinierte 107,4 MHz in Taufkirchen einsetzen, gleichzeitig besiegelt Österreich den Verzicht der 107,6 am Gaisberg .

Da ich ständig mit jemandem aus Oberbayern in Kontakt stehe, der in diese Planungen involviert ist, weiß ich, dass es derzeit alle möglichen Versuche gibt, Kronehit eine bessere QRG als die 94,0 zuzuteilen. In diesem Zuge kam auch die 107,6 wieder in die Diskussion. Problem dürfte sein: wenn die 107,6 tatsächlich vom Gaisberg in Betrieb geht, fordert Bayern mit Sicherheit die 94,0 wieder zurück (notfalls für Deutschlandradio Kultur), und die Radiofabrik müsste sich mit der 97,2 und mageren 20 Watt von der Festung Hohensalzburg begnügen. Ich sehe, da fließt noch viel Wasser die Salzach runter, bis sích dort wirklich was bewegt.

Aber du hast schon recht: wie kann man nur so blöd sein (tschuldigung) und auf eine 100 kW-Frequenz verzichten...

von Wiesbadener - am 24.08.2006 11:18
Hmmm... Die 97,3 der Radiofabrik steht mittlerweile für Nonntal drin, nicht mehr für die Festung. Neben der 102,5 ist das schon die zweite Frequenz, die man von der Festung weg woanders hinkoordiniert hat. Anscheinend ist der Standort irgendwie doch ungünstig, oder es gab Probleme mit den Besitzern dort?

Wo hat denn Kronehit die größten Versorgungsprobleme im Salzburger Raum? Nach Süden übernimmt doch schnell die sehr gute 104,2 aus Hallein mit ihren 630 Watt, das sollte doch eigentlich soweit gut ineinander übergehen, auch weiter Richtung Zell am See. Lieber noch paar lokale Frequenzen im Innergebirg nachkoordinieren, wo nötig (Lofer usw...).

Richtung Salzkammergut fehlt die starke Gaisberg-Frequenz vielleicht schon bisschen im Übergang zu/zwischen den einzelnen Funzeln. Also so im Bereich zwischen Gaisberg und Bad Ischl ist der Empfang möglicherweise nicht 100%ig gewährleistet, weil halt noch dazu eine Frequenz in Bad Ischl fehlt. Andrerseits ist Kronehit da z.T. massiv überversorgt, gerade Vöcklabruck 87,9 und Gmunden 93,9 erreichen doch vermutlich ein ähnliches Gebiet. Da sich die 93,9 sowieso mit der 94,0 beißt, würde ich die evtl. auf 93,8 korrigieren und nach Bad Ischl verlagern, Gmunden muss doch eigentlich mit 87,9 und auch 92,6 gut genug versorgt sein. Oder meckert dann der ORF wegen Gmunden 93,5? Dann wundert mich aber, wie Vöcklabruck 87,9 trotz Bad Ischl 88,1 (Ö3) zustande gekommen ist. Ohne Gmunden 93,9 könnte man doch die 94,0 vom Gaisberg auch zusätzlich nach Osten strahlen lassen, es müssen ja nicht die vollen 250W sein, aber zumindest mal eine Antenne mit 50-100W in diese Richtung könnte ja schon helfen.

Was Richtung Norden bei Kronehit fehlt (der Gaisberg versorgt ja beim ORF große Teile Oberösterreichs), gleicht ja dafür eine überdurchschnittlich starke Frequenz in Schärding zum Teil aus, denke ich. Die 104,9 ist im Vergleich zu den ORF-Frequenzen ziemlich weitreichend. Die Linzer 92,6 reicht natürlich nicht so weit wie die 100kW-Brutzler, zu unterschätzen ist sie allerdings auch nicht. Vielleicht ließe sich ja auch die 104,9 noch weiter hochkoordinieren, zumindest Richtung Süden und Osten, also von runden 8kW auf gerichtete 20kW oder so. Im Bereich Braunau könnte man evtl. ja noch eine Füllfunzel nachkoordinieren, wenn's sein muss. Life Radio braucht da offensichtlich auch eine, weil der Gaisberg fehlt. Ich denke da an eine Gleichwelle zu Hallein 104,2, sofern das mit Landshut 104,1 und anderen deutschen Frequenzen vereinbar ist. In Hallein könnte man ja von derzeitigen 630W noch auf die international koordinierten 2kW hochfahren, solange das mehr bringt als nur die Reflexionsverzerrungen zu erhöhen.

Mein Vorschlag wäre also:
- Hallein 104,2 auf 2kW hochfahren (wie international koordiniert)
- Gaisberg 94,0 250W (zusätzlich auch Richtung Nordost)
- Gmunden 93,9 abschalten und als 93,8 Bad Ischl in Betrieb nehmen.
- 104,2 Braunau/Adenberg oder Braunau/Stadt (wo halt nötig) nachkoordinieren.

von Habakukk - am 24.08.2006 12:13
Ahja, noch ne generelle Frage: wie würde man denn, angenommen, das mit der 107,6 würde doch klappen, einen Frequenztausch zwischen Kronehit und Radiofabrik in Österreich denn durchführen? Müsste man da im Zweifel beide Frequenzen pro forma nochmal ausschreiben, oder wie kriegt man das hin? In einem gewissen Rahmen scheinen die Programme ja die Parameter der ihren zugewiesenen Frequenzen schon minimal abändern zu dürfen. Also z.B. die diversen Leistungserhöhungen in Linz, Steyr, Melk usw., oder z.B. auch leichte Standortverlagerungen gegenüber der Lizenz wie bei U1 Radio oder Hit FM. Aber ein kompletter Frequenztausch zwischen 2 Anbietern???

von Habakukk - am 24.08.2006 12:33
Zitat

Die 97,3 der Radiofabrik steht mittlerweile für Nonntal drin


...und ist nun mittlerweile on-air. Hörbar von deutscher Seite her ab ca. Teisendorf im wilden Mischmasch mit Bayern 3 Ismaning. Kurz vor Freilassing dominiert dann die Radiofabrik klar, aber ein störungsfreies Signal habe ich auch dort noch nicht reinbekommen. Aber soll ja auch nur in der Innenstadt als Füllsender funktionieren.

von Habakukk - am 06.01.2007 13:18
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