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Café Philo
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vor 11 Jahren, 3 Monaten
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Kapitänin, Nany, Fifi, oesb, fassin, Pauline, TheDutchess, raquisha, Eos, IQueen0815, Takahe, rines

Wie schaffen es HBchen ausgeglichen und integriert zu sein?

Startbeitrag von Kapitänin am 23.08.2006 08:06

Hallo Ihr Lieben,

nach meiner Nachforschung wie underachiver sich anpassen interessiert es mich, wie andere HBchen sich entfalten und integrieren können.

Ich stelle dieses Thread auch hier ins Cafee Philo, da hier auch Schüler lesen und ich gerne auch ihre Meinung hören würde!!

Laut Literatur sind 50% der HB-Kinder gut integriert und können sich und ihre Persönlichkeit entfalten. Mich interessiert, wie sie es schaffen? Sie sind doch auch besonders, anders.

Ich hoffe auf eine anregende Disskussion. Ich bin überzeugt, wenn diese Seite von "HB-TUM" ins Gespräch kommt, dann ist es auch einfacher, das nach aussen zu vertreten.

Tschööö
Kapitänin

Antworten:

Hallo Kapitänin,

das ist interessant und daher schade, dass noch keiner was dazu geschrieben hat.
Ich bin eigentlich nicht der richtig um die Antwortrunde zu eröffnen, denn ich gehörte als HBchen(= kleines Kind mit HB, nehme ich an) zu den 50 Prozent, die nicht integriert waren.

Aber ich könnte mir vorstellen, die Antwort auf deine Frage, oder dein "Denkfehler" - wenn man es so ausdrücken will - ist, dass du das Anders-sein überbewertest.
HBs haben das Anders-sein nicht gepachtet.

Alle Menschen haben am Ende doch mit den ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, nämlich dass wir alle anders und besonders sind, und inmitten von so vielen Menschen leben sollen, die ebenfalls alle anders und besonders sind, und doch sollen wir uns ertragen oder sogar lieben und gleichzeitig unsere eigene Persönlichkeit entfalten. Nun, ich bin sicher klügere Menschen haben darüber schon Bücher geschrieben.

von fassin - am 26.08.2006 16:51
Hallo fassin,

ja., da ist bestimmt etwas dran. Das vielleicht HB-Menschen, die ein gutes Selbstwertgefühl haben auch gut mit ihrem "anderssein" umgehen können. Und es vielelicht wirklich nicht als so etwas besonderes empfinden. Wahrscheinlich weil sie sich spiegeln können und Freunde haben und sich gut integrieren können. Das ist so ungefähr das, was ich aus der Elterndiskussion für mich herausgezogen habe.

Jemand brachte die Anregung, dass das gute Integrieren vielleicht auch mit der Art der Begabung zusammenhängen könnte.

Hier scheint das Thema nicht so auf Interesse zu stoßen, was ich völlig okay finde.

Ich wollte gerne mal einen anderen Blickwinkel auf das HB-Tum werdfen.

Tja, HB-chen ist etwas ungllücklich gewählt, habe ich aus den Elternthread übenommen.......kann ich jetzt nicht mehr löschen.


Wenn Du schreibst, Du warst nicht integriert, kann ich daraus schließen, Du bist jetzt integriert?

Magst Du beschreiben, wie Du das geschafft hast?

Tschööö
Kapitänin

von Kapitänin - am 28.08.2006 15:06
Ich hatte den Thread ganz vergessen, entschuldige.
Warum genau ich aufgehört habe Außenseiter zu sein, kann ich nicht sagen. Teilweise lag es daran, dass ich zunehmend Menschen kennenlernte, die meine Art oder irgendetwas an mir mochten - vielleicht Zufall, die richtigen Menschen zu treffen. Teilweise habe ich auch gelernt besser zu Kommunizieren; also mich besser verständlich zu machen, andere weniger mißzuverstehen (etwas, das früher fast zwangsläufig passiert ist), besser deuten zu können, was um mich herum abläuft, ausserdem habe ich mich bemüht mich nicht mehr ungewollt seltsam zu verhalten, sondern nur noch bewusst seltsam. Ich wurde selbstbewusster, dadurch stieg meine Sozialkompetenz.

von fassin - am 13.09.2006 20:30
Hallo fassim,


du machst mir Mut. Ich hofe, meine Tochter findet einen ähnlichen WEg, wie Du beschrieben hast. Sie im Augenblick sehr starke Schwierigkeiten.


Das besser Kommunizieren und andere nicht misszuverstehen ist nicht einfach, gelingt mir immer noch nicht so gut. Jetzt ist natürlich interessant für mich, wie Du das angestellt hast. Gab es auslösende Erlebnisse?


Ich denke, meine Tochter wird selbst einen Weg finden, das kann ich ihr als Mutter wahrscheinlich abnehmen.

Tschööö
Kapitänin

von Kapitänin - am 15.09.2006 09:30
Hallo,

ich hatte auch gehofft, daß sich hier einige Antworten anfinden würden seit Erstellung des Themas. Ich bin nämlich zum Beispiel seit Kindergartenbeginn der Außenseiter in 90% aller gesellschaftlichen Kreise schlechthin wegen HB und AS-
Vielleicht finden sich ja noch einige positive Antworten, weil geben, geben muß es diese ja auf jeden Fall.

LG
Fifi

von Fifi - am 15.09.2006 13:08
Das Zentrale ist meines Erachtens, dass im Umfeld mindestens eine Person wirkliches Verständnis für eine/n HB haben und Unterstützung im/für das Umfeld Schule möglich gemacht wird. Wie auch immer. Die Intelligenz könnte Rahmen sprengen, die Anlagen für psychische Stabilität vielleicht auch..... wenn ein/e HB im Umfeld keine Stütze findet, wird sie/er kaum integriert, geschweige denn ausgeglichen sein können.

Hochbegabte, die kein oder wenig Verständnis und Unterstützung erfahren, können von der Suche danach sicher viele "Lieder singen".

Das ist so ja nicht neu, aber mir fällt leider nichts anderes ein. Tröstlich finde ich, dass es (zB über Internet und Organisationen) heute schon viel mehr Möglichkeiten gibt - wenigstens für Kinder, deren Eltern sich um Rat bemühen und für Jugendliche - verständnisvolle, hilfreiche Kontakte zu finden, als vor einigen Jahren noch.

@Fifi
Hast du mal beim DGhK beispielsweise nachgefragt, wer dir konkret weiterhelfen könnte?

Liebe Grüße, nany



von Nany - am 15.09.2006 14:03
@Nany
Nein, das nicht, ich glaube aber, daß ich gar nicht in der Position bin irgendwo anzufragen oder die Möglichkeit habe irgendetwas zu tun. Habe also kein Testergebnis o.ä. vorzuweisen, weil es wegen den ach so großen Verhaltensaufffälligkeiten niemals für irgendjemanden in Frage kam, die Leistungen wegen sterbenslangeweile seit Kl 1 vollkommen unauffällig waren hinsichtlich Potentials und ich mit Hochbegabten gar nicht zurecht kam auf intellektuellem Level, da ich diese als Lütte nicht anspruchsvoll genug fand, was nach Pädagogenmeinung nicht möglich sein kann für jemanden, der auch hochbegabt sein könnte.

LG
Fifi

von Fifi - am 15.09.2006 14:30

Würdest du dich denn testen lassen?

Wie alt bist du?

:) Nany

von Nany - am 15.09.2006 15:03

Achja, ich bin der Meinung, dass das sehr wohl sein kann. Hochbegabte sind doch auch unter sich sehr verschieden, zB darin, worauf sich die Ansprüche so richten...
in der Art, der emotionalen Intelligenz ;) usw.



von Nany - am 15.09.2006 15:11
Hallo !
Vielleicht liegt das "Problem" an der Höhe des IQs ? Je höher , desto andersartiger , nehme ich an .

von IQueen0815 - am 15.09.2006 17:02

Ich denke, es gibt mehrere Mögklichkeiten. Eine davon könnte sein, dass der IQ besonders hoch ist. Kann hier ja keiner beurteilen.

Liebe Grüße, Nany

von Nany - am 15.09.2006 19:50
Ich denke schon, ich denke ich würde mich gerne testen lassen! :) Nicht um der Nummer willen, sondern eher weil ich mir vorstelle, daß so ein Test auch eine kleine Herausforderung ist und deshalb ziemlich viel Spaß macht. Allerdings sind die hohen Preise für mich unmöglich aufzubringen, weil ich auch erst 18 bin und noch die Schule mache und vor dem Test bei Mensa scheue ich, da ich eine relativ große Schwäche habe und zwar in (Grund-)Rechnen. Mensa schickt ja generell nur die IQ Zahl, Profil nur gegen Aufpreis.

LG
Fifi

von Fifi - am 16.09.2006 12:08

Kannst du dir vorstellen, dass deine Eltern erstmal nur Beratungskosten für dich finanzieren würden? Wenn ein/e PsychologIn dann einen Test empfehlen würde, könnte man ja weitersehen.

LG
Nany





von Nany - am 16.09.2006 13:22
also zu integriert:

vor einigen wochen, als ich nach langer zeit wieder einmal den fersehr aufdrehte, stolperte ich über einen sehr sehr sehr guten film, dessen titel ich leider vergessen habe. es ging um einen hochbegabten kleinen jugen, dessen mutter barsängerin war. sie war vollkommen überfordert mit ihm.
schlussnedlich kam er in ienen hochbeganbtenschule. der film hatte ein happy end, der junge wurde glücklich. der schulusssatz des films ließ mir einen kalten schauer den rücken hinunterlaufen: "ERST WENN ALLE UM DICH HERUM ANDERS SIND, WIRST DU WIRKLICH DAZU GEHÖREN"

das ist ziemlich genau das, was auf meinen lebensweg zutrifft. ich (17, maturaklasse gymnasium) habe es bis heute nicht geschafft, mich in meine klasse zu integrieren. ich hatte im alter von 10- ca 14 jahren schwere minderwertigkeitsgefühle, weil ich gemobbt wurde, weil ich um jeden preis dazugehören wollte und weil ich nicht damit klar kam, dass ich anders war.
irgednwann stand ich dann über den dingen. ich hatte die erkenntnis, dass es ein PRIVILEG ist, nicht so zu sein, wei die masse. ich hatte zu diesem zeitpunkt aber keine freunde.

alles änderte sich, als ich auf einer schülerakademie für hochbegabte feststellte, dass ich doch nciht alleine auf der welt bin.

mit meiner klasse verstehe ich mich nochimmer nicht. diese leute leben in einer anderen welt. ich akzeptiere sie und sie akzeptieren mich. zumindest meistens.

ich glaube, dass man sich immer mit leuten, die so anders sind, wie man selbst, umgeben sollte. diese leute zu finden, kann man als glück bezeichnen. oder als schicksal.




von Eos - am 20.09.2006 19:49
Hi,

ich finde es wichtig, dass unsere sozialen Fähigkeiten genauso ernst genommen und gefördert werden sollten wie unsere intellektuellen. Ein Mensch, der nur aus Kopf besteht, ist nur ein halber Mensch und wird sein ganzes Leben lang darüber nachgrübeln, warum er/sie sich nicht ganz und heil fühlt.
Es gibt - bezogen auf die Intelligenz - drei Gruppen von Menschen, mit denen wir es im Laufe des Lebens zu tun bekommen:
- Diejenigen, die genauso intelligent wie wir sind, oder sogar intelligenter,
- Diejenigen, die weniger intelligent sind, die aber trotzdem über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügen,
- Und die weniger Intelligenten, die darunter leiden und uns das spüren lassen.

Wenn man um die letztere Gruppe einen großen Bogen macht,
wenn man lernt, auch mal eine "falsche" Erkenntnis eines anderen im Raum stehen zu lassen
und wenn man sich für die Menschen ebenso interessiert wie für Bücherwissen,

dann wird man befriedigende soziale Beziehungen zu netten, sympathischen Menschen aufbauen, mit denen einen eher gemeinsame Interessen verbinden, als der gemeinsame Platz beim IQ-Ranking.

Ich kann wirklich nicht sagen, dass mich mein IQ in meinen sozialen Beziehungen beeinträchtigt hätte. Das sind doch eher bestimmte Charakterzüge oder Verhaltensweisen, die uns das Zusammenleben mit anderen schwer machen. Bei mir war es z.B. meine totale Unsportlichkeit und mein fehlendes Interesse an "Frauenthemen" wie Mode oder Kosmetik.

Auch soziale Beziehungen sind Lernprozesse. Kinder fangen sofort nach der Geburt an, ihr soziales Netzwerk zu knüpfen. Aber Beziehungen sind auch Arbeit, sind auch Mühe und manchmal auch schmerzhaft. Diese Mühen muss man wollen, so ähnlich wie Klavierspielen lernen. Natürlich gibt es auch hier Wunderkinder, denen die Beziehungsarbeit so easybisi von der Hand geht, aber den meisten von uns geht das nicht so.

Wenn ich mich in meinen (freiwillig gewählten) Beziehungen auf Menschen beschränke, die "auf meinem Level ticken", dann wird die Auswahl ziemlich klein, denn das kann ja nicht das einzige Kriterium sein. Und bei der Arbeit habe ich es dann sowieso mit Menschen unterschiedlicher geistiger Potenziale zu tun. Da muss ich mich bewegen können, also ist es gut, auch ein "buntes" privates Umfeld zu haben.

Mir ist die Kassiererin im Supermarkt, die sich abends noch politisch engagiert und die Bilder malt, viel "seelenverwandter" als der Einser-Jurist, der nach 15 Stunden Arbeit noch zum Golfen geht.

Natürlich denke ich auch bei manchen Leuten, wenn sie den Mund aufmachen, "mein Gott, bist du dumm". Aber das steht vermutlich in keinem Zusammenhang mit deren IQ...!

Sorry für die Länge - kompliziertes Thema

von Takahe - am 22.09.2006 08:33
sehr komplex, ja.

Ich denke, die meisten intelligenten Kinder arbeiten am Beziehungknüpfen sehr. Ohne nur nach Intelligenz zu gehen. Akzeptanz braucht aber jedes Kind. Und für die braucht es in der Umgebung Authentizität.

Wenn Kinder sehr empathisch sind und auf Mangel an Akzeptanz und Authentizität treffen, ist die Gefahr von Selbstverleugnung und/oder ihres Hintanstellens groß.

An der Stelle ist der Handlungsspielraum von Kindern derart eingeschränkt, dass ihm nur Leiden bleibt.

Keine frohen Worte, aber so ist oft noch die Realität.

Nany

von Nany - am 22.09.2006 09:22
ich bin momentan 15 und in der 11, aber gut, was heisst das 15 schon.
ich bin jetzt schon 2 monate im chileaustausch, bleibe noch 3 wochen hier. ich weiss das ich auf dem weg bin, zu finden was ich moechte.
das war auch eigentlich der hauptgrund warum ich nach chile wollte, ich brauchte eine auszeit vom eigentlichen leben, in der zeit in meiner schule in der 10 war ich sehr ungluecklich.
ich fuehlte mich sehr schlecht in meiner haut, wollte nicht auf andere zugehen, dachte sie moegen mich sowieso nicht. ich wusste nicht ueber was ich mit ihnen reden sollte, warum und wie es kam, dass ich zum gedanklichen aussenseiter wurde, ich weiss es nicht. ich wurde nicht gemobbt, nicht ignoriert, bloss nicht eingeladen zu partys, sagte immer das falsche hatte ich das gefuehl.
das problem war dass ich ein problem mit mir hatte. ich konnte mich nicht akzeptieren und tja so ausleben was ich mir wuensche. das ist eine schreckliche situation, sich selbst nicht zu akzeptieren, ich habe nur noch gedacht, spaeter, nur noch fuer die zukunft gelebt. ich wollte abnehmen, mein aussehen perfektionieren (habe es nicht geschafft, was mich noch unsicherer gemacht hat, hatte taeglich essattacken, die erst hier aufgehoert haben), vorraussetzungen zu schaffen um irgendwann einmal so zu leben wie ich moechte. aber ich konnte so einfach nicht sein, wie ich mir das vorstellte. ich wusste, dass ich etwas erleben musste und wollte weg von allen.
ich weiss nicht ob alles an meiner hochbegabung liegt aber ich kann mir nicht erklaeren warum ich anders bin als alle anderen.
es ist wichtig herauszufinden, was man moechte. das ist nicht so einfach wenn man so lange alles unterdrueckt hat. in chile habe ich einfacher mit anderen deutschen und backpackern aus der welt kontakt geschlossen. ich fuehle mich wohler in meinem koerper. es ist so, dass es mit der zeit und mit dem schreiben kam. ich habe sozusagen ein dickeres fell bekommen. mit den chilenen an sich kann ich genausowenig anfangen wie damals mit meinen mitschuelern, auch das liess mich wieder zweifeln, warum andere deutsche so gut mit denen klarkamen und ich nicht.
ich kann nicht sagen dass ich sehr selbstbewusst bin, ich bin stark aber eher unsicher. vielleicht ist es auch ganz gut dass ich zumindest durch pfeifende und zurufende maenner hier anerkennung bekomme, seit ich hier bin, bin ich wirklich schoener, woran das liegt?
ich bin weniger schuechtern in aktionen, habe den ruf unpuenktlich zu sein. mir gefaellt das. ich bemuehe mich daran zu denken, dass gerade jetzt jetzt ist. ich handle nach impulsen, sage was ich spuere sagen zu muessen. es ist ein wundervolles gefuehl sich zu denken, dass warst du, so willst du leben. meine gedanken sind vielleicht nicht normal genug, ich hasse es ueber belangloses zu reden. und belanglos ist nach meiner definition etwas anderes als nach der anderer, habe ich gemerkt. ehrlich zu sein ist fuer mich das wichtigste, ehrlich mit mir selbst meine ich.
es ist so, ich habe eine ahnung, wie ich mich zu allem bringen kann, zu dem machen was ich will, denn was bin ich ausser dem was ich will. ich bin rastlos und mit dem zufrieden was ich habe kann ich nicht sein, weil ich weiss dass es noch so viele andere ebenen des erlebens gibt, in denen ich leben will bis zur naechtshoeheren. oder tieferen, was das beste ist kann man eher nicht sagen.

ob ich irgenwem helfen kann weiss ich nicht.ich wuerde es sehr gerne aber jeder kann sich nur selbst aendern, jeder ist anders, was kann man denn pauschal sagen. sei du selbst kann jeder sagen, wenn man nicht weiss wie kann es keiner umsetzen. es geht darum seinen impulsen zu folgen, so war es in meinem fall, aber da ich nicht weiss inwieweit ich fuer einen hochbegabten normal bin kann ich das auch nciht auf andere uebertragen.

ich habe hier zumindest zeitweise spass am leben gefunden, auch die tiefs geniesse ich schon fast, denn schmerz ist nicht unbedingt schlecht, wenn mein neues augenbrauenpiercing ueberhauptnicht geschmerzt haette, waere es nicht so mit mir verbunden. :cool:

grenzen zu brechen soweit wie man es nie fuer moeglich gehalten hat ist ein grund immer weiter zu leben.

ich bin nicht immer gluecklich

von rines - am 04.10.2006 20:51
Das glaube ich kaum dass es damit etwas zu tun hat wie hoch der iq ist. viele hbs verbergen ihre hochbegabung und verhalten sich wietestgehend wie normalbegabte, gehen den interessen der anderne nach und geben sich wie normalbegabte, weil sie sic hdurchaus darüber im klaren sind, dass die klassenkameraden nur selte ndamit klar komme ndass wer hb ist. er steth sofort als STREBER da auch wenn er nie lernt und die sachen "einfach so kann" bzw, beim erste nlesen automatishc mitlernt.

so ging /geht es mir. ich war integriert solange ich normal getan habe aber nach dem überspringen einer, dann irgendwann einer zweiten klasse onnte ich es schwer verheimlichen. denn mit 14 fällt man unter 16-19jährigen stark auf (11. Klasse jetzt).

mobbing hatte bei mir nämlich erst nach dem 2. überspringen angefangen (vorher war ich gut integriert) und ist nur aufgrund eines wechsels auf eine andere schule, wo ich betonte dass ich in eine unkomplizierte klasse muss, weil ich in den "problemklassen" oder etwas schwierigeren klassen sofort wieder am rand stehe. meine jetzige klasse kann zum glück sehr gut dami umgehen und akzeptieren das auch dass ich im Januar nach münchen fahre - ins deutsche museum, mit fünf anderen hbs von meiner schule ;)

letztendlich habe ich mich an der neuen schule integrieren können weil ich auf gmeeinsame interessen geachtet habe und mich mit denen, mit denen ich etwas gemeinsam habe, angefreundet habe. darüber hinaus gibts in meiner klasse noch eine weitere hb, die ist aber nur im künstlerisch-kreativen bereich hb und wird aufgrund dessen oftmals nicht als hb anerkannt. aber wenn man ihre zeichnungen sieht (sie ist 19!), sehen sie fast so realistisch aus wie auf einem foto.

lg Raquel



von raquisha - am 23.12.2006 00:54
Hallo rines,

ich wünsche Dir, das Du Deinen Weg finden und noch viel erleben auf vielen, vielen Ebenen wirst.....eine Ebene dieser vielen Möglichkeiten ist, sich zu "vereinfachen" und so in guten Kontakt zu anderen Menschen zu kommen.

Man kann beides wunderbar verbinden: Wachsen, sich ausdehen und sich fokussieren. Macht wirklich Spaß!!!

tschööö
Kapitänin

von Kapitänin - am 25.12.2006 02:20
Hallo Raquel,

ich freue mch, das die die Integration gelungen ist.

Es ist bestimmt nicht so leicht, aber Du hast es aktiv hinbekommen. Das macht anderen bestimmt viel Mut.

Was ist an diesem Museum in München für HB so interessant?

tschööö
Kapitänin

von Kapitänin - am 25.12.2006 02:25
Das ist eine sehr interessante Frage. Seit wir erfahren haben, dass unser Sohn sehr begabt ist, habe ich micht etwas in die Literatur dazu eingelesen.

Wir haben unseren Sohn (haben noch 3 andere, 2 "normale", 1 grenzwertig) nie anders als die anderen gesehen. Ja, er ist blitzgescheit und hat sich mit 4 das Lesen und Rechnen beigebracht, aber irgendwie gehörte das zu ihm, so wie das schnelle Laufen zum Ältesten. Er war auch sonst nicht anders als andere Jungs, also liebt Kämpfe und Waffen und Ballspiele.
Er hatte das ganz große Glück in eine Schule mit HB-Profil zu kommen. Wahrscheinlich ist das der Knackpunkt. Schulen und Lehrer neigen i.d.R. dazu Begabungen nicht zu fördern. Gute Leistungen werden in der Klasse von anderen Kindern als "Strebertum" verunglimpft, dadurch rutschen die sehr intelligenten Kinder in diese Ecke, empfinden sich als "anders", werden ausgegrenzt. Wenn Schule / Lehrer das nicht ändern können, wenn den begabten Kindern immer wieder (meist nutzlose) Anpassung nach unten abverlangt wird, ist das "Anderssein" in Wirklichkeit ein "Ausgestossen-Sein". Dies scheint übrigens in Deutschland verbreiteter zu sein als beispielsweise in Kanada oder USA, wo begabten (gifted) Kindern mehr Anerkennung als Ablehnung zuteil wird.

Kinder wollen akzeptiert und eingebunden sein (alle Menschen wollen und brauchen das). Möglicherweise brauchen HB deshalb vor allem leistungsstarke Schulen, in der das Wort "Streber" noch nicht einmal als Gedanke existiert.

Pauline

von Pauline - am 16.01.2007 08:14
Ich bin in die Klasse integriert, weil ich sehr früh gelernt habe, mich anzupassen. Ich kann zwar nirgendwo Ich selbst sein, wenn jemand anderes im Raum ist, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und die Maske sitzt gut, auch wenn es immer schwerer wird, se abzunehmen. Bald wird sie wahrscheinlich nicht mehr abgehen. Ich bin jetzt 15 und zum totalen Kopfmenschen geworden; ich kann nichts mehr tun, ohne darüber nachzudenken, was andere davon halten könnten. Deshalb rate ich jedem, der nicht so enden will wie ich: Sei du selbst und mach, was du willst, sonst wachst du eines Tages auf und merkst, dass du kein Mensch mehr bist, sondern nur noch eine Maschine.

MFG TheDutchess

von TheDutchess - am 18.01.2007 20:22
Hallo Kapitänin,
ausgeglichen und integriert war ich in meiner Kinder- und Jugendzeit nie. Erst mit 16 als ich die Schule und den Ort gewechselt habe, habe ich mir eine Maske zugelegt. Danach hatte ich die lang ersehnte Integration. Mit der Maske klappt das aber nicht 18 Stunden am Tag, also haben die Leute in der Clique mit der Zeit auch öfters mein wahres ich gesehen, dies wurde aber mit der Zeit akzeptiert und meine Maske konnte ich einmotten. Ich glaube an meine Kinder- und Jugendzeit denke ich nicht gerne zurück. es gab nur wenig Vertraute.
Meine Tochter hat ab ihrem Test zumindesten einige Vertraute gehabt. Wir haben das große Glück hier in der Nähe einen Treffpunkt für hb Kinder bis einschl, 4. Klasse zu haben. In der Schule war es oft Mobbing pur, dies wurd erst in der 7. Klasse besser. Eine neue Klasse mit einigen Leistungsträgern. Richtig glücklich ist sie nur wenn sie sowohl körperlich wie auch geistig ausgelastet ist. Zur Zeit steht sie voll im NC Stress und der Sport kommt ein wenig kurz, das merkt man doch schon.

von oesb - am 26.01.2007 22:19
Hallo Oesb,

es ist bestimmt nicht angenehm das Gefühl zu haben, nur durch eine "Maske" anerkannt zu werden. Sicherlich bist Du damit gut klar gekommen, aber ist das eine richtige Integration gewesen?

Ich hatte solch eine Maske schon als Kleinkind........

Schön, dass Deine Tochter die Möglichkeit erhält, sich ausleben zu dürfen.

Für meine Tochter haben wir das leider auch erst jetzt erkannt......aber lieber spät als nie.

Ich bin der Meinung, glücklich können Menschen wohl nur dann sein, wenn sie authentisch leben dürfen. Das ist natürlich keine neue und originelle Erkenntnis. Trotzdem ist mir die Bedeutung jetzt erst soooo richtig bewußt. Und es ist ein Spagat zwischen Intigrität und Anpassung.

Kannst Du denn jetzt Deine Maske ablegen?

tschööö
Kapitänin

von Kapitänin - am 30.01.2007 07:02
Zitat
Kapitänin
Hallo Oesb,

...Kannst Du denn jetzt Deine Maske ablegen?

tschööö
Kapitänin


Hallo Kapitänin,
hab ich doch geschrieben, die Maske konnte ich ziehmlich schnell innerhalb des 1, Jahres nach Schulwechsel einmotten. Die Leute mögen und akzeptieren mich trotz 'komischer' Schrullen. Natürlich nicht alle! Ich bin oft zu direkt oder denke mal wieder um die Ecke. ... halt Schrullen mit denen nicht jeder klar kommt. Aber es müssen mich auch nicht alle lieben. Dafür bin ich auch zu unbequem. Halt ein typischer Querdenker. Mit 44 Jahren immer noch nicht angepasst!
Trotzdem möchte ich nicht anders Leben.:rp:

von oesb - am 31.01.2007 00:10
Hallo Oesb,

habe ich überlesen, tschuldige.

Das Selbstbewußtsein zum Querdenken entwickel ich inzwischen auch. Bis vor kurzem wußte ich nicht einmal, das ich querdenke.

Je mehr ich mir vertraue, desto mehr Spaß macht das Ganze. Auch wenn ein laues Gegenwindchen weht......


tschööö
Kapitänin



von Kapitänin - am 31.01.2007 10:17
Zitat
Kapitänin
Hallo Oesb,
...
Das Selbstbewußtsein zum Querdenken entwickel ich inzwischen auch. Bis vor kurzem wußte ich nicht einmal, das ich querdenke.
Je mehr ich mir vertraue, desto mehr Spaß macht das Ganze. Auch wenn ein laues Gegenwindchen weht......
tschööö
Kapitänin

Hallo Kapitänin,
du musst aber zugeben es macht Spaß, :) insbesondere wenn man manchmal doch die etwas anderen Gesichter der Anderen beobachten kann;). Mit dieser Art der 'Provokation' kommst du oft weiter als mit überzeugenden Argumenten. Sie kommt bei den Anderen oft anders besser in den Denkprozess.
Viel Spaß noch mit dieser Art zu denken, man kann im überigen, wenn einem die Argumente ausgehen sein Kindchen damit hervorragenden kriegen.:spos:

von oesb - am 31.01.2007 15:19
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