...nur kleine Geister halten Ordnung...

Startbeitrag von Biba am 06.12.2006 10:12

Hallo,

ich hab große Lust auch einen Eintrag in dieses Forum zu schreiben...Ist auch nicht so das ich nicht schreiben könnte...kann ich! Ist auch nicht so das ich nix zu sagen hätte, hab ich!

Aber irgendwie will es nicht so richtig raus.
Hab mich bisher im Elternforum getummelt, hab zwei hb girlies, und da war das Schreiben gar nicht so schwer, nach einer gewissen Anlaufzeit.
Irgendwo hab ich hier im "Du weißt du bist hb, wenn..." quergelesen und dachte mir: Klar, du weißt du bist hb, wenn deine Töchter als hb´s getestet wurden, und du sie immer so furchtbar normal fandest und insgeheim den Nachbarkindern ein bißchen Dummheit unterstellt hast, weil sie nicht mit 9 Jahren Siedler von Catan spielen konnten...).

Ich selber wurde damals bei der Einschulung auch positiv auf hb getestet, aber irgendwie hat das danach niemals wieder jemand zur Kenntnis genommen. Ich glaub das war früher einfach noch nicht so präsent in den Köpfen von Eltern und Lehrern, bin auch schon ein Oldie (38)! Hab auch die typische underachiver Karriere hinter mir und bin froh das ich seit zwei Jahren nicht mehr für Geld arbeiten gehe, hab es eh nirgends lang ausgehalten (Gärtnerausbildung, Fachhochschulstudium zur Sozialarbeiterin:eek:,
dann Minijob im Zoofachhandel ...ach ja, und Mutter auch noch seit 12 Jahren). Vielleicht haben es aber auch die anderen nicht mit mir ausgehalten und mir deshalb das Leben schwer gemacht, sodaß ICH dachte ICH halte es nicht mehr aus...wer weiß.
Nun mach ich nur noch auf Mutter und Musikerin...leider gibts dafür nur viel Ehre...

Tja, schöne grüße an alle, die auch so chronisch verwirrt, desorientiert und planlos sind
Biba

Antworten:

...

von Bommel - am 06.12.2006 17:47
Hallo Suemajak,

danke für deinen Eintrag, ich dachte schon mein Chaos ist zu groß für dieses Forum ;).

Diese Umtriebigkeit ist doch immer wieder aufs Neue ein Hemmschuh, oder? Andererseits verhindert sie das wir irgendwo Moos ansetzten...

Ich hab erst spät mit dem Musik-machen angefangen (vor sechs Jahren nämlich) und spiele seitdem Folk (alles querbeet) zum Mittanzen in einer kleinen Folkcombo und seit einiger Zeit auch noch in einer Bigband (Jazz, Funk, Rock und Swing)...gerade hab ich mir auch ein Saxophonquartett angesehen, daß unter anderem auch Klezmer spielt. Aber da bin ich mir noch nicht sicher ob mir das gefällt. Ach ja, ich spiele AltoSax, Flöten (C und Alt) und Djembe...und ganz selten singe ich auch noch, aber nur wenn´s sich nicht vermeiden läßt :D, ist nicht so ganz mein Ding.
Hört sich schon viel an für so kurze Zeit, gell? Aber auch hier muß ständig ne neue Stimulanz her, sonst zeckt das nicht mehr. Meine mit-Musiker sind schon manchmal, milde gesagt, irritiert wenn ich schon wieder ein neues Stück, ein neues Arragement oder gar ein neues Instrument anschleppe. Aber wenn ich zulange im selben Brei rühre krieg ich die Krise und vor allem kann ich dann tatsächlich die einfachsten Stücke nicht mehr spielen, verrückt oder?
Heißt übrigens nicht das ich das alles immer perfekt beherrschen würde...trotzdem brauche immer wieder neuen input.

Manchmal nervt mich das selber ganz furchtbar, aber so ist es eben.
Wir sind auch vier vom gleichen Schlag, mit unterschiedlicher Chaosgewichtung. Allerdings ist mein Mann so ein Hochleistertyp, zielstrebig, Schule-Ausbildung-Beruf alles eine gerade Linie...bin immer wieder baff wie er es mit mir aushält (seit 16 Jahren!!) und ich mit ihm, grins.
Aber die girlies haben deutlich mehr von meinen Genen.
Ich bin auch immer wieder erstaunt, daß wir trotz aller Wirrungen irgendwie vorankommen und den Alltag meistern.

Wenn ich jetzt noch was fände mit dem ich Geld verdienen könnte...Musik ist wohl eine brotlose Kunst...außer man würde POP-STAR, KREISCH.

Gruß Birgit

von Biba - am 07.12.2006 08:49
Hallo Birgit,

herzlich Willkommen,

ich kenne vieles von dem, was Du beschrieben hast........bis auf die Musikaliät:D

Ob Musik so Brotlos ist, wie Du schreibst, bin ich nicht so sicher......vielleicht brauchst Du einfach noch ein wenig Zeit und Inspitration?.........wer weiß?

Ich fand Deine Beschreibung Deiner Familie herzerfrischend.

Meine Cousine wurde auch HB getestet, ohne nennenswerte Folgen. Ich glaube, dass ist in unserer Generation wirklich nicht üblich gewesen,weil man nicht viel darüber wußte........heute passiert da mehr, ist aber auch nicht unbedingt einfacher:D

Ich finde es richtig beeindruckend, wie Du Dich hinter Deine Musik klemmst........

Ich freu mich, mehr von Dir zu lesen....

tschöööö
Kapitänin

von Kapitänin - am 08.12.2006 08:34
Hallo Kapitänin,

ich ahnte schon, daß es noch anderen Menschen so geht wie mir, aber erst seit ich hier in den Foren mitschreibe erkenne ich wieviele es sind. So wie bei den Kindern immer wieder ähnliches Verhalten und auch ähnliche Probleme auftauchen, so ist das scheinbar auch in der Erwachsenenfraktion. Mit anderen Schwerpunkten natürlich. Sehr interessant finde ich ja auch, daß vermutlich die meisten von uns Erwachsenen hb´lern ohne spezielle Förderung durch Leben gehen mußten.

Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob unsere Kinder mit all der zusätzlichen Aufmerksamkeit tatsächlich besser fahren (langfristig betrachtet).

Ich selber kämpfe mit den Folgen der nicht-Förderung, glaub ich. Kann aber auch sein, daß es mit Förderung genauso aussähe...ist halt doch alles relativ:p.

Neben Zeit und Inspiration brauchts vor allem wohl noch literweise Transpiration:D

Und ein paar taube Nachbarn könnten auch hilfreich sein:D:D

Ich bin allerdings selber erstaunt, daß ich solange konsequent am Musik-machen drangeblieben bin. Es macht einfach richtig Spaß und ich geb zu das ich ein Auftritts-Junkie geworden bin. So allein im stillen Kämmerlein wäre ich bestimmt nicht so dabei geblieben.

Gruß Birgit

von Biba - am 08.12.2006 09:14
Hallo, Biba,

aus welcher Ecke von Berlin kommst du eigentlich?
Mit der Musik geht es mir ähnlich, ein Grund, weswegen wir den Nachbarn adieu gesagt haben und in ein Haus gezogen sind , um rund um die Uhr Musik machen zu können ( und im Garten zu sitzen ). Meine 11 jährige Girlie-Tochter hat sich mit ihren " Auftritten ) schon manchmal ihr Taschengeld verbessert.
gruß aus dem Süden von Berlin
Dorischka

von Dorischka - am 08.12.2006 19:31
Hi Dorischka,

ihr habt den Umzug also vollständig überlebt, das ist schön!

Wir wohnen in Neukölln, aber schon fast in Treptow, direkt an der ehemaligen Grenze. Jaa, so ein Haus wäre in Blick auf´s musizieren echt great, aber leider fehlt uns dazu das nötige Kleingeld, bzw. die Bereitschaft sich finanziell auf sehr lange Zeit festzulegen...Glücklicher Weise haben wir eine Hausbesitzerin in der Band, sodas zumindest die regelmäßigen Proben stressfrei funktionieren.

Was machst du denn für Musik?

Du kannst mich auch weiterhin gerne per e-mail erreichen (wolltest du sowiso, weißte noch?)

Gruß Birgit

von Biba - am 09.12.2006 08:56
Hallo, Biba,

ich erwache seit ein paar Tagen aus einem katatonischen Zustand, der mich nach meinem Umzug befallen hatte, der gleichzeitig mit meiner Abschlußinzenierung meiner Fortbildung gelaufen ist.
Danach war ich halb tot.
Lesen, schlafen ( soweit die Kinder es zulassen) und in der Wanne liegen, eine Woche lang, aber allmählich erwache ich wieder zum Leben.
Ich werde dir auch noch die angekündigte E-Mail schreiben, nur haben wir noch kein Internet-Anschluß, so daß ich noch nicht so oft ins Netz kann.
Zur Musik; als Jugendliche habe ich mal etwas Gitarre gespielt, aber das war nicht mein Instrument.
Mit 21 habe ich ein paar Jahre Trompetenunterricht gehabt, das Instrument auch mit viel Lust gespielt. Als die Kinder klein waren, kam ich kaum noch zum spielen, denn Trompete ist wie alle Blasinstrumente recht übungsintensiv.
Aber eigentlich wollte ich immer Klavier spielen, schon als Kind. Aber meinem Vater war der Unterricht zu teuer, außerdem mußte er als Kind Klavier lernen und hatte seitdem eine Abneigung dagegen.
Mein Liebster spielt auch mehrere Instrumente und er hat mich immer ermutigt. Aber er spielt so gut, wie ich fand, daß mich das entmutigt hat. Bis er mir irgendwann eine Klavierschule mitbrachte und ich auf seinem Synthesizer anfing zu üben.
ab dann hatte es mich gepackt, Das ist jetzt 3 Jahre her und ich habe mir inzwischen das Klavier meiner Oma geholt, das irgendwo in den Familienräumen ungenutzt zirkulierte. Ich liebe mein Klavier, es gibt kaum etwas, was mich so entspannt.
Vor 2 1/2Jahren kam noch Akkordeon dazu, in das Instrument habe ich mich auch verliebt, als meine Nichte, die Pianistin ist, es bei einer Familienweihnachtsfeier mitbrachte. Mein Mann sah an dem besessenen Blitzen in meinen Augen, das ich mir auch bald eins hole.
Ich spiele alles mögliche, von Klassik bis Klezmer, von Blues bis Rock.
Da mein Mann auch viel Musik macht, war der Umzug in ein Haus für uns ein absoluter Glücksgriff.
Es ist sehr entspannend, nicht mehr auf Nachbarn und Zeiten achten zu müssen, sondern mich beim Musizieren einfach treiben zu lassen.
Wir haben uns im Keller ein Musikübungsraum eingerichtet, aber mein Sahnestückchen, mein Klavier, ist in meinem Zimmer.
Dann wohnt ihr also umweit der Wildenbruchstraße/ Harzer Straße, da hatte mein Bruder früher sein Geschäft.
Okay, den Rest mail ich dir lieber privat.
Liebe Grüße
Dorischka


von Dorischka - am 12.12.2006 19:35
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