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Informationen zum Thema:
Forum:
Café Philo
Beiträge im Thema:
29
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Zweigesicht, Bommel, Takahe, anni11, a³, Parodox1981, Regula, oesb

Erwachsene HB und ehemalige Underachiever gesucht

Startbeitrag von Zweigesicht am 15.02.2007 12:47

Liebe Hochbegabte

Ich interessiere mich sehr für die Lebens- (und Leidens!)geschichten bzw. Vergangenheit und aktuelle Situation von heute hochbegabten Erwachsenen und ehemaligen Underachievern.

Seit Beginn meines Studiums in Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Pädagogische Psychologie beschäftige ich mich mit Hochbegabung und zum Abschluss führe ich nun eine eigene Untersuchung durch.
Wer wäre bereit, sich auf ein Gespräch mit mir einzulassen? Aus Legitimationsgründen kann ich leider nur Interviews mit getesteten HB durchführen, aber natürlich bin ich auch sonst offen für einen Austausch.
Ich kenne mich mittlerweile sehr gut mit Hochbegabung und Underachievement aus und bin neben der wissenschaftlichen Seite sehr am persönlichen Schicksal interessiert.

Ich hoffe auf einige Zuschriften und wünsche allen alles Gute auf dem weiteren Lebensweg!
Pascale

PS: Da ich in der Schweiz wohnhaft bin, solltet Ihr möglichst auch hier oder im ganz nahen Ausland leben.

Antworten:

Hallo Pascale,

schade, schade, aber die Schweiz ist nun wirklich nicht bei mir um die Ecke!

Aber interessantes Thema, nicht?
LG Astrid

von a³ - am 15.02.2007 14:06
Liebe Astrid

Ja, das ist wirklich schade!
Das Thema ist unbestritten höchst interessant und nimmt mich seit sechs Jahren gefangen....

Ich werde weiter hoffen und abwarten.. :cool:
Liebe Grüsse
Pascale

von Zweigesicht - am 15.02.2007 14:36
Vielleicht solltest Du versuchen, Deine Anfrage ins Forum des EHK zu stellen?

LG
Regula

von Regula - am 15.02.2007 14:58
@regula: wollte ich demnächst machen! danke für die anregung.

@@#$%&: du hast natürlich recht, ich hätte die definition mitgeben sollen. das konzept des underachievements geht auf die schulleistungen zurück, die erheblich hinter dem zurück liegen, was aufgrund des potentials erwartet werden könnte. die genaue grenze für meine untersuchung kann ich dann selbst bestimmen.
ich sage jetzt grob einfach mal, underachiever sind hochbegabte, die früher (deshalb habe ich von ehemaligen underachievern gesprochen) schlecht in der schule waren, sprich eine klasse repetieren mussten oder nur mit ach und krach den abschluss geschafft haben.
ich hoffe, mein anliegen ist nun ein wenig klarer...
liebe grüsse
pascale

von Zweigesicht - am 15.02.2007 17:40
Hallo,

finde ich super das man sich damit immer mehr auseinandersetzt - obwohl ich mir wünschte, dass die breite Masse es auch verstehen würde, aber vielleicht helfen solche Anfragen und Studien ja auch das Klischee der Vorurteile in der breiten Masse zu beheben...

Gab es bzgl. der Tests nicht mal einen Aufsatz der besagte, dass IQ Tests nicht zwangsläufig die Hochbegabung aufdecken müssen, da viele Hochbegabte Probleme haben Aufgaben unter Zeitdruck zu lösen (wie z.B. bei Mensa)? Die würden Dir dann alle nicht Auskunft erteilen dürfen??? Verstehe aber das es für die Arbeit wichtig ist... ich kann leider nur mit der Meinung der Psychotherapeutin aufwarten, aber das wird wohl nicht genügen, oder???

LG Paradox (die in Bayern lebt)

von Parodox1981 - am 15.02.2007 17:58
hallo paradox

für meine arbeit gehe ich von der intellektuellen hochbegabung aus, die ich über den iq definiere, auch wenn ich ganz deiner meinung bin, dass hinter der hochbegabung mehr und teils auch anderes steckt, als in einem intelligenztest gemessen wird.
eine meinung reicht für mich daher eher nicht, es sollte schon einer der geläufigen tests durchgeführt worden sein.
aber danke für deinen eintrag!

lg pascale


von Zweigesicht - am 15.02.2007 18:06
Hallo Pascale,

du schreibst, dass du Informationen über schlechte Schüler einholen möchtest.
Underachiever sind meines Erachtens bei weitem nicht nur Klassenwiederholer.
Ich konnte nie schlechter als eine 2 mit nach Hause bringen und trotzdem konte ich nicht richtig aus mir heraus.
Das war für mich auch jahrelang schwer nachvollziehbar.
Interessant ist, wo das Underachievment beginnt.

Übrigens fällt mir dazu das neue Buch von Andrea Brackmann ein, welches im März 07 erscheinen soll.

"Ganz normal hochbegabt"

Das soll den späterkannten Hochbegabten sowie den erwachsenen Underachievern
gewidmet sein.Ich weiß zwar nicht, ob so eine Form der Werbung erlaubt ist, aber hier im Forum wird es hoffentlich gestattet sein.
Vielleicht hilft dir das weiter.

Weiterhin gibt es am 17.3. ein HB-Symposium in Hannover.Da gibt es auch einen Vortrag zum Thema Underachievment.

LG Astrid


von a³ - am 15.02.2007 19:00
Hallo Pascale,

würde dir gerne helfen, lebe aber auch nicht in der Nähe der Schweiz. I
ciao

Takahe

von Takahe - am 15.02.2007 21:34
@Zweigesicht
Hallo,
ich habe immer gedacht ich wäre auch ein Underarchiever, aber nach deiner Definition bin ich das nicht. Ich habe alle Klasse mit ach und weh geschafft, dann einen erstklassigen Realschulabschluss hingelegt /ich habe die Notwendigkeit gesehen. Und dann ein gutes Abi. Meine Berufs- und Uniabschlüsse habe ich immer mit 1 oder Auszeichnung gemacht, denn da habe ich eine Notwendigkeit gesehen. Es ist heute noch so, geht mir der Sinn einer Aufgabe nicht auf, tue ich mich unendlich schwer.

von oesb - am 15.02.2007 22:38
@astrid
wenn alle als underachiever gelten würden, die nicht genau die leistung erbringen, die sie erbringen könnten, dann gäbe es fast nur noch underachiever.
hanses und rost (1994) beispielsweise definieren underachiever als diejenigen schülerInnen, die intelligenzmässig zu den 10% der stärksten gehören, aber deren noten sich in der unteren hälfte der klasse bewegen.
für mich und meine untersuchung die grenze zwischen underachiever und nicht-underachiever zu ziehen wird schwierig, da bin ich mir selbst noch nicht im klaren darüber, deshalb suche ich grundsätzlich einfach mal hochbegabte erwachsene für meine interviews.

@takahe
ja, du wärest dazumals sicher als underachiever bezeichnet worden! schade, wohnst du so weit weg (wo genau?).... das wird wahrscheinlich noch schwierig werden, meine stichprobe zu rekrutieren...

@oesb
man ist ja nicht für immer underachiever bzw. keiner! wenn du vor deinem abschluss stets schlechte noten geschrieben hast, warst du zu dieser zeit sicherlich ein underachiever, konntest dich danach aber aufraffen und hast mit bravour die obligatorische schule beendet. "oesb hat's doch noch gepackt", werden sich die lehrer gesagt haben, aber ich verstehe ganz gut, dass du dich weiterhin schwer tust, wenn du den sinn einer sache nicht siehst. bei manchen dingen muss man einfach durch, das gilt leider für alle im leben...ob hb oder nicht :-(

von Zweigesicht - am 15.02.2007 23:07
...

von Bommel - am 16.02.2007 11:25
Liebe Sue

Deine Geschichte ist sehr bewegend und ein Interview mit Dir wäre sicher total interessant, aber Nordrhein-Westfalen (das bedeutet doch Nrw, oder? ich kenne mich zugegebenermassen überhaupt nicht aus in Deutschland) ist doch seeehr weit weg. Ihr kommt nicht etwa diesen Frühling oder Sommer mal in die Schweiz Ferien machen?? :-)

Wann haben sich die Dinge bei Dir dann "zum Guten" gewendet?
Jedenfalls wünsche ich Dir und Deinen Kindern nur das Allerbeste!
Herzlich,
Pascale

von Zweigesicht - am 16.02.2007 12:15
...

von Bommel - am 16.02.2007 12:47
Hallo
Ja, hoffentlich auch noch Zumthor, die Therme würde ich so gerne sehen.
sue

von Bommel - am 16.02.2007 23:08
...

von Bommel - am 17.02.2007 13:19
Hallo Pacale,

ich wohne wie Sue auch in NRW, nur noch weiter nördlich als sie. Habe einen ählich kunterbunten Lebenslauf, wenn auch nicht mit Einser-Abi und ohne Hochschulabschluss... Arbeite heute trotzdem hoch qualifiziert und gerne.
Die Underachiever-Probleme holen mich aber immer mal wieder ein.

Kannst du deine Interviews nicht auch per Fragebogen machen? Oder per Telefonkonferenz?

Wenn du im deutschsprachigen Raum eine genügende Anzahl ProbandInnen zusammenkriegen willst, kommst du vermutlich um NRW nicht herum (17 Mio. Einwohner)...

Ich kenne noch eine Reihe anderer Underachiever, aber die sind m.W. alle nicht getestet.

LG

Takahe

von Takahe - am 18.02.2007 21:50
Hallo @#$%&,

z.B. daran, dass jemand eine Seminararbeit vorlegt, die eher eine Magisterarbeit wäre und bei seiner Magisterarbeit dann daran scheitert, dass er mit Umfang und Niveau einer Doktorarbeit immer noch nicht zufrieden ist und sie deswegen ganrnicht erst abgibt... ???

Z.B. daran, dass jemand im Taxi (das er zum Geldverdienen fährt) hochtheoretische Bücher liest - vorzugsweise in verschiedenen Fremdsprachen?

Nur Beobachtungen und Vermutungen, natürlich untauglich für wissenschaftliche Arbeiten, da hast du recht. Und ich glaube auch, dass diese Personen sich noch nie für sich mit der Thematik beschäftigt haben und deswegen als Probanden garnicht in Frage kämen...

T.

von Takahe - am 20.02.2007 13:50
Hallo @#$%&,

ich bin ja nicht getestet, aber eine Form von Underachievment würde ich mir schon auch zuschreiben. Ich habe zum Beispiel häufig die berühmte Angst vor dem Sieg. Beispiel (beim Tischtennisturnier als Kind öfter erlebt): Ich spielte deutlich besser als manche andere, führte deutlich, als mir bewußt war, dass ich gewinnen könnte, bekam ich so einen Schrecken (warum auch immer) dass ich schlechter spielte und öfter gegen schlechtere Gegner verlor. Hat auch was mit mentale Särke zu tun, ist aber m.E. auch eine Form von Underachievment. Manche beflügelt direkte Konkurrenz (ist bei mir in manchen Bereichen auch so), manchmal hemmt sie.

Zitat
Takahe
...und bei seiner Magisterarbeit dann daran scheitert, dass er mit Umfang und Niveau einer Doktorarbeit immer noch nicht zufrieden ist und sie deswegen ganrnicht erst abgibt... ???


Ich kenne auch zwei Kandidaten, die seit vielen Jahren ihre Doktorarbeit in der Schublade liegen haben, eigentlich fertig, aber den eigenen Ansprüchen nicht genügend und deshalb wurden sie nicht abgegeben und werden wahrscheinlich auch niemals abgegeben werden. Die Angst, keine sehr gute Note zu bekommen ist sehr groß. Einiges spricht dafür, dass diese Kandidaten hb sind, aber getestet sind sie beide nicht.

Lg

Anni

von anni11 - am 20.02.2007 16:49
Zitat
@#$%&
Für mich fallen solche Beispiele eher unter Perfektionismus im einen Fall, Prüfungsangst im anderen.


Klar ist das Perfektionismus. Aber der ist ja bekanntlich u.a. eines der vielen Merkmale von HB.

Lg Anni

von anni11 - am 20.02.2007 19:33
...

von Bommel - am 21.02.2007 07:10
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