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Café Philo
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 6 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 6 Jahren
Beteiligte Autoren:
Tinemine, zoe1981

Diagnostik im Erwachsenenalter?

Startbeitrag von zoe1981 am 31.07.2012 13:56

Mein Bruder und meine Tochter sind als hochbegabt getestet und beide sind im Bereich der obersten 0,5% Bei meiner Tochter kommt noch eine Tendenz zum Aspergersyndrom dazu.
Eine gewisse genetische Veranlagung scheint also vorhanden zu sein.

Ich merke immer mehr, dass der Leidensdruck größer wird. Ich merke, dass ich an verschiedenen Stellen anecke und niemand versteht, warum. Ich merke, dass ich mich (schon immer) anders fühle als andere. Ich merke, dass ich bestimmte Dinge, die für andere eine Leichtigkeit sind, nicht auf die Reihe bekomme, wie zB öde Standardaufgabe gut zu lösen, weil mir die Motivation dafür fehlt. Und vor allem im Beruf ist das extrem schwer und störend.
Ich studiere, arbeite Vollzeit und fühle mich immer noch nicht ausgelastet...
Mein Tag ist zwar voll, oft zu voll, aber eine 'geistige Befriedigung' (oder wie auch immer man das nennen möchte), erreiche ich nicht. Immer wieder mache ich neue Baustellen auf, arbeite mich ein, erreiche ein bestimmtes Ziel und dann wird das Thema langweilig, sprunghaft nennt man das wohl, oder?
Auch im sozialen Bereich gibt es Probleme. Ich komme mit den meisten super zurecht, schaffe es aber nicht Bekanntschaften aufzubauen, weil zB das 'ich melde mich bei jemanden' so gar nicht in meinem Verhalten drin ist. Schwer zu beschreiben, wie ich das meine. Ich lerne jemanden kennen, finde den/die sympathisch und wir tauschen Telefonnummern. Dann melde ich mich ewig nicht, weil ich einfach nicht dran denke. Die Freundschaften die ich habe, gibt es nur, weil entweder der Gegenüber sich bei mir meldet und damit lebt, dass von mir nichts kommt, oder weil es feste regelmäßige Treffen gibt, zu denen ich gehe. Ich meine sowas nicht böse, lieblos oder interessiere mich nicht für den Gegenüber, es ist eher so ein 'aus dem Auge, aus dem Sinn'-Ding.
Dazu bin ich extrem chaotisch und kriege die einfachsten Dinge nicht auf die Reihe, hätte ich zB keinen festen Ablauf die wichtigsten Dinge vor dem Verlassen des Hauses einzupacken, hätte ich noch häufiger den Schlüsseldienst bezahlt.

Was ich sagen will:
Ich denke, bei mir steckt auch irgendwas unerkanntes dahinter und vielleicht hilft es mir, wenn das 'Kind einen Namen bekommt'.
Aber wie geht man das an? Ruft man beim Psychologen an, macht einen Termin und dann die Diagnostik? Ich merke aber, durch Ärztewechsel zB, dass es kein großes Interesse an einer Diagnostik gibt, da es vorher schon welche gab (Depressionen aufgrund von BurnOut). Dass die Wurzel des ganzen etwas anderes sein könnte, kriege ich nicht vermittelt.
Wie läuft das ganze im Erwachsenenalter ab? Gibt es da überhaupt noch die Möglichkeit an die Ursachen zu kommen?
Mir geht es auch nicht nur um die Diagnostik des IQ-Wertes, sondern hauptsächlich um andere Schwerpunkte wie ADS, Asperger und co. Umso mehr ich in die Richtung lese, umso mehr merke ich, wie vieles davon auf mich zutrifft. Aber ich bin kein Psychologe und habe eigentlich keine Ahnung ;)

Antworten:

Hallo,

von mir auch ein pn :).

Gruss Tinemine

von Tinemine - am 31.07.2012 18:32
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