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Informationen zum Thema:
Forum:
Café Philo
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 5 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 5 Jahren, 1 Monat
Beteiligte Autoren:
Hoatzin, fünkchen, Frederica

Für was diskutiert man?

Startbeitrag von Hoatzin am 27.05.2013 15:40

Hallo!

Ich versuche jetzt mal öfters in einem Forum zu schreiben, weil ich gesprächiger werden möchte. Ich glaube oft, dass es nicht relevant ist seine eigene Meinung zu sagen.

Ich verstehe den Sinn von Diskussionen nicht. Warum redet man über ein bestimmtes Thema?
Wenn ich über etwas wissen will, dann kann ich darüber nachlesen. Wenn ich wissen will, was andere Menschen über ein Thema denken, dann kann ich ja einfach darüber googeln...Es gibt kaum Fragen, die nicht gestellt wurden...
Oder möchte man wissen, wie speziell eine bestimmte Person, z.B. ein Freund über eine Sache denkt, und man möchte sodurch mehr über ihn wissen? Ist es dann so, dass man an der Psyche dieser Person interessiert ist, also warum sie etwas denkt und dann auch noch was bewirkt haben könnte, dass er auf diese Art denkt? Aber es gibt wiederum Menschen, die eben in Foren mit vielen verschiedenen Leuten diskutieren oder Leute, die das mit fremden Menschen tun. Will man wirklich bei sovielen Menschen eruieren, wie sie alle einzeln ticken?
Ist es also so, dass jeder, der gerne diskutiert, sich auch gleichzeitig für Psychologie interessiert? Es diskutieren aber die meisten Menschen gerne, quer durch alle Schichten und Milieus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die alle sich für Psychologie interessieren... Es könnte sein, dass ich einfach wissen will, was andere Menschen über meine Meinung denken....
Sind Diskussionen also dazu da, um festzustellen, inwieweit meine eigene Meinung und somit auch mehr oder weniger ich selbst von den anderen unterscheide oder mit ihnen gemeinsam habe?
Es wäre dann eine Erscheinungsform des menschlichen Sozialverhaltens, denn ich glaube, dass Zusammengehörigkeit sich dadurch auszeichnet, dass in einer Grupppe oder zwischen zwei Menschen gewisse Gemeinsamkeiten bestehen.. Durch das Diskutieren stellt man also fest, inwieweit man sich ähnlich ist und somit sich sympathisch findet?
Ah, ich verstehe, und deswegen sind einem Menschen mit gemeinsamen Interessen lieber, weil das die Grundlage dafür legt, dass man überhaupt miteinander reden kann...
Somit könnte man sich erklären, dass beim Diskutieren oftmals es gar nicht so wichtig ist, ob die Aussagen faktisch richtig sind oder nicht....Ansonsten könnte man wie gesagt es einfach in einem Buch nachlesen.... Denn wenn es mich wirklich interessieren würde, weshalb Menschen diskutieren, dann könnte ich ein Buch über biologische und verhaltenswissenschaftliche Anthropologie lesen...Es wäre doch geradezu absurd, wenn ich mit einer Person über dieses Thema rede, weil ich Informationen hören möchte, die ich ansonsten in solchen Büchern finden würde... Hiermit hätte ich mein Vorhaben mit diesem Thema ein Gespräch zu eröffnen ad absurdum geführt.

Wie man sieht habe ich durch eine Art Monolog diese Frage selbst beantwortet, bzw. wüsste ich wo ich sowas nachlesen kann.....Auch hier ist wieder kein Bedarf, zu diskutieren, also das alles auszusprechen. Das Einzige was mir die Antworten nur mehr bringen würden, ist, dass entweder andere Leute mir zustimmen oder eben nicht und dann genauer erläutern, wo sie etwas anders sehen.....Vielleicht würde ich damit nicht einverstanden sein und ihnen wieder entgegnen.....Und am Ende kommen wir dann vielleicht zu einem Kompromiss, aber wozu brauche ich ihn? 100% wahr wird er auch nicht sein und wie gesagt, wenn es mir um absoluter Wahrheit geht, dann lese ich einfach darüber.
Natürlich, es gibt auch Themen, über die man nicht nachlesen kann....Aber so viele verschiedene Meinungen kann es zu einem Thema nicht geben....Also auch hier wieder, könnte ich in zig Foren mir viele Meinungen ansehen und so sehr anders werden die Meinungen wohl nicht ausfallen, wenn ich wieder ein eigenes Topic eröffne oder in Reallife mit anderen Menschen darüber rede.

Das alles hat also doch im Grunde damit zu tun, herauszufinden, ob andere mir ähnlich sind oder nicht und inwiefern. Aber was ist, wenn man eine Person bereits sympathisch findet? Ach ich merke gerade , die mögliche Antwort dazu habe ich bereits erwähnt....Man möchte herausfinden, wie die Person denkt und man möchte ihn sodurch besser kennenlernen....

Ja, ich drehe mich jetzt im Kreis.... Und ich sehe für mich selbst immer noch keinen Sinn zu diskutieren...Denn meine Meinungen leite ich einfach durch Logik her, das glaube ich zumindest, so messe ich dem keine Bedeutung zu. Es ist doch wie als hätte man eine Gleichung gelöst. Wenn man mir zustimmt...Dann schön, da sind sie dann einfach auf demselbem Schluss gekommen....Und wenn nicht.....Habe ich schon oben erläutert.

Naja, ich schicke diesen Gedankenwirr einfach mal ab, mal schauen was dabei rauskommt.

Antworten:

Ich muss dir in vielen Punkten zustimmen. Dennoch denke ich, dass du noch etwas anderes übersiehst, etwas was zu den typischen Punkten einer "guten" Diskussion dazu gehört.

Es ist richtig, dass Diskussionen im privaten einen wichtige Kenntnisse über den Gegenüber liefern. Indem du erfährst, wie jemand anderes denkt, kannst du auf seine inneren Zustände schließen. Es gibt also durchaus einen Unterschied in der Zielsetzung bei einer Diskussion mit Freunden oder mit Fremden.

Und ja, du erkennst auch ganz richtig. Diskussionen sagen nicht nur was über andere, sondern auch über mich aus. Ich möchte Menschen überzeugen und ihnen damit etwas von meiner Weltsicht geben und ihnen zeigen, dass ich etwas mehr weiß als andere. Das ist auch ein Grund wieso einige Diskussionen, zum Beispiel die über "Herzensthemen", die vielen Leuten sehr wichtig sind (z.B. Religion), oft so ausarten. Einige Menschen fühlen sich (leider) geradezu gekränkt, wenn sie in einer Diskussion den anderen nicht überzeugen können. Es scheint mir teilweise so, dass diese Menschen Angst hätten, ihr Weltbild würde zerfallen, würden sie es wagen, von ihrem eigentlichen Standpunkt abzurücken. So ist nur leider eine Diskussion nicht möglich ^^

Ein Forum oder die Diskussion mit Fremden dagegen hat zwei Vorteile:
Einerseits kann man sich hier weitesgehend vor Wertung schützen. Hat man zum Beispiel Fragen, die man sich nicht traut öffentlich zu fragen, kann man dies Anonym zum Beispiel im Internet machen (Deswegen sind gerade Seiten im Dr. Sommer-Stil so beliebt ;) ). Hätten deine Vorredner nicht besagte Fragen gestellt, hättest du heute auch nichts, was du googlen könntest. Manchmal ist ein Thema aber so speziell, dass man beim alleinigen Durchstöbern des Wissens der Welt (= Internet/Bücher) seine Frage nicht völlig beantwortet findet. Manchmal findet man nur auf Teile seiner Frage eine Antwort, weil man das Gefühl hat, dass die eigene Situation sich doch nicht völlig mit der des ersten Fragestellers deckt.
Hier greift dann der zweite Teil: Man erhofft sich, dass der Diskussionspartner (dies kann auch ein privater sein) mehr weiß/andere Dinge weiß als man selbst und somit Lösungsvorschläge für das eigene Dilemma bringen kann.

Der Sinn von Diskussionen ist ein Thema zu klären, dass du alleine nicht klären kannst. Genauso wie die Frage, die du hier gerade in den Raum wirfst.
Egal wie schlau, niemand kann alles wissen, alles verstehen, alles kennen und alles erlebt haben. Genau deswegen sind Diskussionen so wichtig, um über die Standpunkte der anderen Menschen deine eigene Sicht auf die Welt zu erweitern. Forschung zum Beispiel wäre ohne Diskussionen unmöglich.

Diskussionen werfen Kontroversen auf, Stellen Denkfehler in den Vordergrund und eröffnen alternative Antworten auf eine Frage.
Auch bei perfekter Logik läuft man Gefahr Dinge zu übersehen oder sich zu "verdenken" ;) Vielen große Denkern unserer Zeit (z.B. Descartes und anderen Philosophen) erging es genauso.

Auch durch eine Diskussion findest du vielleicht nicht die 100% richtige Antwort, aber du, und dein Gesprächspartner macht doch (hoffentlich) einen Schritt in die richtige Richtung.
Natürlich geht man damit auch manchmal den falschen Weg, aber nur im ständigen Diskurs, nur durch das dauerhafte Hinterfragen, ist Wahrheitsfindung (oder Annäherung) möglich.

Und glaub mir, es gibt noch so viele Fragen, die noch nicht gestellt wurden, und noch mehr, auf die es noch keine Antwort gibt ;) Da kannst du beilangen nicht alles in Büchern etc. nachlesen.

Deswegen ist Diskussion eine Möglichkeit, Antworten zu finden.
Diskussionen erweitern deinen Horizont.
Diskussionen machen es dir möglich, die wirklich großen Fragen der Menschheit anzufechten.

Und vielleicht sind die "unsinnigen" Diskussionen über den Alltag einfach nur eine Übung dieser großen (wenn nicht vielleicht der größten) menschlichen Errungenschaft - der Sprache ;)

Viele Grüße,
fünkchen

von fünkchen - am 27.05.2013 16:54
Deine Antwort hat jetzt meinen Horizont erweitert^^
Ich glaube ich habe im Grunde einfach das Vertrauen darin verloren, dass es möglich ist, solche Diskussionen zu führen....

Keine Ahnung, jedes Mal wenn ich irgendwie eine Meinung abgebe, das tue ich mittlerweile selten, darum weiß ich auch nicht mehr so genau, wie andere Leute genau darauf reagieren, aber da habe ich irgendwie das Gefühl, dass sie nicht wirklich darauf antworten...

Bei dir habe ich aber dieses Gefühl gehabt.

In diesem Forum z.B. nicht wirklich.

[www.allround-talk-forum.com] + (/psyche-und-seele-forum/1209390-fuer-diskutiert-man-3.html )

Bei diesen Antworten fühle ich mich irgendwie frustriert und frustrierende Antworten habe ich eigentlich größtenteils in meinem Leben bekommen
Ich finde es aber nun auch peinlich das alles auf Intelligenz zurückzuführen...
Ich meine...So schwer war ja die Frage nicht, oder?
Ich will mich jetzt auch nicht über andere Leute stellen...
Und ich glaube das manche es einfach als Scheinlösung nehmen, dass sie sich denken, dass sie einfach zu intelligent sind, wenn andere sie nicht verstehen..
Das möchte ich nicht.


Ich bin jetzt auch nicht getestet worden, ich weiß nicht, wie hoch mein IQ ist...Ich habe aber eh vor nächsten Monat einen Test bei der Mensa zu machen...Ich bin mit einer Psychologin befreundet und sie sagt, man würde mir die Hochbegabung ansehen wie die Nase im Gesicht xD.

Habe ich also hiermit lediglich ein Beispiel für die typischen Probleme eines Hochbegabten erlebt?

von Hoatzin - am 27.05.2013 18:17
Hey,

Ich kann leider nur sehr wenige Beiträge einsehen in dem anderen Forum, aber ich verstehe was du meinst. Ich nenne sowas immer "Diskussionen von Menschen die das diskutieren verlernt haben" ;) Auch wenn ich den letzten Beitrag sehr gut fand.

Man sollte nie die Hoffnung in gute Diskussionen verlieren. Manchmal ist man auch ganz überrascht mit welchen Menschen man tiefgehende Diskussionen führen kann. Aber es ist doch etwas was man lernen muss (denke ich zumindest). Und vorallem: Was anstrengend ist. Jeder Gesprächspartner muss sich die Zeit nehmen, dem anderen zuzuhören, es zu verstehen, die neuen Informationen ins eigene Wissensnetz einzubauen, seine Meinung neu zu generieren, mit der alten Meinung abzugleichen, und dann weiter Pro-/Contra-Argumente sich erdenken, um zu Antworten. Das ist ein kognitiv sehr anstrengender Prozess, der Zeit und Mühe benötigt.

Viele Menschen haben auf sowas einfach keinen Bock. Ich liebe gerade solche Diskussionen und habe Spaß daran. Deswegen ist es für mich gar nicht schlimm, mir diese Zeit zu nehmen.



Typisches Problem eines Hochbegabten? Puuuh, ich weiß nicht. Ich denke, dass mit höherer Intelligenz die Wahrscheinlichkeit steigt, auf gute Gesprächspartner zu treffen, die diskutieren können, und nicht nur die eigene Meinung nennen und auf dieser verharren.
Viel wichtiger ist hier allerdings die Erfahrung, denke ich. Wenn man keine Meinung hat, nichts woraus man sein Wissen ziehen kann, kann man auch nicht gut argumentieren.

Aber so richtig komme ich hier nicht auf einen grünen Zweig. Es widerstrebt mir, ähnlich wie dir, solche Probleme wie die deinen alleine auf die Intelligenz zurück zu führen.... aber so richtig komme ich auch nicht drum herum :D

Ich lasse das einfach mal so im Raum stehen, und warte auf weitere Beiträge.



Du willst zu Mensa? Wieso wünschst du dir deine Intelligenz testen zu lassen? Rein aus Interesse, keine Wertung hier^^ Ich höre gerne die Geschichten, die Menschen zu gewissen Entscheidungen treiben.

Viele Grüße,

fünkchen

von fünkchen - am 28.05.2013 15:14
Hallo!
Danke für die Antwort!

Ja, der letzte Beitrag war echt gut =D. Ich habe einfach schon zu schnell die Hoffnung aufgegeben xD. Bin anscheinend doch pessimistisch veranlagt.

Vielleicht habe ich mich auch noch nie auf diese Anstrengung eingelassen....Wenn ich zurückdenke, sind bei mir Gespräche meistens eher einseitig gewesen, wo ich z.B. Leute ausgefragt habe oder sie mir Dinge erzählt haben und ich zugehört habe und dann hin und wieder meine Fragen dazu gestellt habe oder so xD.
Naja, wird Zeit für mich das zu lernen =D.

___
Hmm....Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Erfahrungen mit den Eltern vielleicht sehr prägen. Mit beiden Eltern habe ich nicht wirklich gut reden können. Gut, mit meinem Vater konnte ich hin und wieder stundenlang philosophieren, aber oft hatte er keine Lust zu antworten und tat dann so, als würde er die Antwort nicht wissen oder er war der Meinung, dass Dinge selbst herausfinden oder selbst nachzulesen besser wäre als andere zu belästigen xD.

Meine Mutter war die reinste Katastrophe. Alles was man sagte, schaffte sie irgendwie negativ auszulegen >__>.

Vielleicht sticht durch solche Erfahrungen es einem mehr ins Auge, wenn Leute nicht wirklich auf einen eingehen oder man schnell die Hoffnung aufgibt, dass sie einen vielleicht doch verstehen können und das Gespräch befriedigend ausfallen wird xD.

Hast du eigentlich auch oft solche Erfahrungen gemacht, wo Leute nicht wirklich auf deine Frage eingehen?

Rest schicke ich dir per PN, es ist mir doch zu unangenehm darüber zu reden xD.

von Hoatzin - am 28.05.2013 17:34
Hey,
Klar, die Erfahrungen mit den Eltern sind sehr wichtig, können aber zum Beispiel durch gute Erfahrungen im restlichen sozialen Umfeld kompensiert werden. Aber es tut mir Leid, dass du hier so schlechte Erfahrungen gemacht hast.

Aber das Wissen, dass solche Erfahrungen dich geprägt haben könnten, sind der erste Schritt in Richtung "Besserung". Du scheinst ja zu ahnen, woran es liegt und kannst dann in Zukunft genau drauf zu achten das schematische Verhalten gegenüber deinen Eltern aktiv im Gespräch mit anderen zu vermeiden.

Und ja, solche Erfahrungen macht wohl jeder mal. Schlimm ist es nur, wenn sowas bei persönlich wichtigen Themen passiert.

Ich habe deine PN schon gelesen und werde in nächster Zeit drauf antworten. Möchte mir dafür ausreichend Zeit nehmen ;)

Wie alt bist du eigentlich?

Liebe Grüße,
fünkchen

von fünkchen - am 29.05.2013 09:31
Nächsten Monat werde ich 19 Jahre zählen...Ich finde es schrecklich, wie die Zeit schnell und ungenutzt vergeht und man immer älter wird..

Und du xD?

von Hoatzin - am 30.05.2013 00:43
Zitat
Hoatzin
Hallo!

Ich versuche jetzt mal öfters in einem Forum zu schreiben, weil ich gesprächiger werden möchte. Ich glaube oft, dass es nicht relevant ist seine eigene Meinung zu sagen.

Ich verstehe den Sinn von Diskussionen nicht. Warum redet man über ein bestimmtes Thema?
Wenn ich über etwas wissen will, dann kann ich darüber nachlesen. Wenn ich wissen will, was andere Menschen über ein Thema denken, dann kann ich ja einfach darüber googeln...Es gibt kaum Fragen, die nicht gestellt wurden...
Oder möchte man wissen, wie speziell eine bestimmte Person, z.B. ein Freund über eine Sache denkt, und man möchte sodurch mehr über ihn wissen? Ist es dann so, dass man an der Psyche dieser Person interessiert ist, also warum sie etwas denkt und dann auch noch was bewirkt haben könnte, dass er auf diese Art denkt? Aber es gibt wiederum Menschen, die eben in Foren mit vielen verschiedenen Leuten diskutieren oder Leute, die das mit fremden Menschen tun. Will man wirklich bei sovielen Menschen eruieren, wie sie alle einzeln ticken?
Ist es also so, dass jeder, der gerne diskutiert, sich auch gleichzeitig für Psychologie interessiert? Es diskutieren aber die meisten Menschen gerne, quer durch alle Schichten und Milieus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die alle sich für Psychologie interessieren... Es könnte sein, dass ich einfach wissen will, was andere Menschen über meine Meinung denken....i rauskommt.


Ich diskutiere gerne mit anderen Menschen!

Einerseits natürlich, weil mich deren Wissen oder Standpunkt interessiert, vor allem aber, weil ich in der Diskussion meine eigenen Gedanken viel besser/ schneller/ intensiver/ direkter entwickeln kann, als wenn ich ein Buch lese.
Und auch gleich Feedback dazu bekomme.

Durch die Diskussion lerne ich sowohl etwas über das Thema, aber auch etwas über den Diskussionspartner, seinen Standpunkt, meinen Standpunkt - der ja oft erst im Laufe einer Diskussion auch für einen selbst klarer wird - und mich selbst (mein Bezug zum Thema, zum Diskusisonspartner, Entwicklung eigener Ideen, evtl. werde ich mir bewusster über Werte etc.).

Also bringt mich eine Diskussion schon weiter als nur Lesen.

Ich habe im Gegenteil NACH dem Lesen oft das Bedürfnis, das Gelesene mit andern zu diskutieren, um tiefer in die Materie einzudringen, als ich das nur mit meinen eigenen Gedanken und mit Texten anderer, ohne direktes Feedback könnte.

In der Diskussion (bilde ich mir ein) denke ich schneller als beim reinen Lesen.

LG
Frederica

von Frederica - am 05.06.2013 12:53
Habe dir eine PN geschickt.

von fünkchen - am 25.06.2013 12:46
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