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Sam Forum
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9
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Markus L, michael-123, R.M, bm3

SAM: Modifikation von Sitzlehne und Kopfstütze

Startbeitrag von michael-123 am 14.06.2009 17:03

Hallo,
die relativ bescheidene Sitzposition, die kritische Positionierung der Kopfstütze und den fehlenden Aufprallschutz an der Fahrer-Lehne für Fondpassagieren des SAM lässt sich mit einfachen Mitteln verbessern.
Die Modifikationen hab ich im WebLog [www.free-blog.in] dokumentiert.

Ciao
Michael

Antworten:

Hi Michael,

schoen gemachte Umbauten, nur die Schrauben welche nun das neue Polster fuer den Hintermann festhalten finde ich nicht ideal - evtl. koennte man die Schrauben unter den Schaumstoff verlegen und eine Schlossschraube mit rundem Kopf verwenden um das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Dein Video hat mir auch gut gefallen - was fuer eine Riemenscheibe hast du denn hinten drann? Das ist doch nicht die Originalscheibe (ist deine breiter?)

Markus

mit Sam 03 der gerade neue Akkus bekommt - 50Ah LiFePO4

von Markus L - am 16.06.2009 14:53

…Modifikation von Sitzlehne und Kopfstütze / LiFePO4-Umbau

Hallo Markus,
ja - da hast Du schon recht, habe mittlerweile den Aufprallschutz im oberen Bereich mit zwei versenkten Plastik-Clips befestigt und unten wurden die beiden Muttern etwas tiefer versenkt.

Mein SAM hat den Ketten-Umbau von Harald (70’er Kettenrad hinten) mit einer 5,5Jx17 Suzuki-Felge.

Kannst Du hier näheres zum geplanten 50Ah LiFePO4-Umbau schreiben ?
Ich hab’ diesbezüglich in den letzten Wochen mal intensiver recherchiert – Haralds und andere Bilder bzw. Zeichnungen „ausgewertet“, Foren und Datenblätter „studiert“.
Ziemlich interessant finde ich die ThunderSky (die Qualität scheint sich verbessert zu haben) TS-LFP40 [www.thunder-sky.com] , diese 40Ah (bei 3,2V nominal) Variante scheint momentan - vielleicht auch aufgrund der massiven Zunahme der Lithium ElektroRoller - in hohen Stückzahlen preiswert produziert zu werden.

In die SAM-Schublade passen 7 Stück quer (7x46mm = 322mm) und dann je 6 Stück der Länge nach rein (190mm + 15mm für die passiven Balancer (6¤/Stck.) und Verbindungsbleche ergibt 6x205mm = 1230mm). Da die Blöcke/Zellen nur 116mm in die Höhe ragen passen oben auf die 42Stck. noch mal 2x6Stck. flach drauf - also insgesamt 54Stck.
Die Boardstrom-Batterie würde ich dann auch noch gleich mit 4 zusätzlichen LiFePO4-Blöcken ersetzen – das sollte alles gerade so in die orig. Schublade passen und oben drauf ist noch der Platz (wie bisher) für die Leistungselektronik und das Zivan Ladegerät, welches natürlich mit seiner Lade-Charakteristik angepasst werden muß. Das SOC-Modul würde ich wahrscheinlich deaktivieren.

In der freien Bug-Schnauze wäre dann noch Platz für z.B. einen Stromerzeuger oder aber ein extra LiFePO4-Akku-Pack (z.B. 4Stck a 3,2V/ 100Ah), das an einem DC/AC-Inverter hängt und so bei Bedarf als „Notstromversorgung“ zum Laden der Fahrstromakkus über das Zivan (im 1KW-Modus) dient – diese Lösung bietet immerhin 1,2kWh brutto und kostet insgesamt nur etwa 100¤ mehr als der Benzin-Generator -> ach ja, da gibt es mittlerweile ein Kit zum Betrieb eines Benzin-Stromerzeugers mit Gas (Propan, LPG, …).

Diese 3,2V / 40Ah Zelle (3C dauer, 10C max. Entladung) kostet derzeit 71¤ inkl. Steuer z.B. bei [www.ebike-berlin.de] oder 60¤ pro Stück bei [shop.strato.de] (das dürfte der gleiche Zellen-Typ sein).

Also ab etwa 3900¤ für 58Stck. inkl. Zubehör ist schon jetzt der Lithium-Spass zu haben … nun wäre noch interessant zu Wissen, was in der LiPo-Szene derzeit so passiert.

Gruß
Michael


von michael-123 - am 16.06.2009 21:45

Re: …Modifikation von Sitzlehne und Kopfstütze / LiFePO4-Umbau

Hallo

Die Zellen von Peter sind keine Thundersky sondern Hipower, ich hab 15 Stk von den 40Ah Zellen zu 5 120 AH Blöcken zusammengeschaltet und kann bis jetzt nix negatives sagen.

Der Hauptunterschied ist wohl daß TS nur konfektioniert wärend Hipower sowohl die Zellenproduktion als auch die Konfektionierung selbst macht.

Der Preis rechnet sich je Ah kannst also auch größere nehmen wenn sie rein passen

Du solltest allerdings beachten daß die Zellen sich bei Entladeströmen bis 1C am wohlsten fühlen, bleibt man dauerhaft drüber dann ist mit einer Einschränkung der lebensdauer zu rechnen.

So wie die Zellen im SAM verbaut sind würde ich ein BMS bevorzugen mit dem ich den Zustand der Zellen im Cockpit überwachen kann.

Gruß

Roman



von R.M - am 17.06.2009 19:41

LiFePO4-Umbau - SAM 03 nun mit 50 Ah LiFePO4 von Hipower

Hallo,

jetzt hat es ein Weilchen gedauert bis ich antworte, aber ich wollte eben nicht nur ueber meine Projekte reden, sondern auch daran arbeiten :rp:

Also jetzt ist es soweit, seit dieser Woche ist mein SAM lithium powered. Endlich.

Ich kann euch gar nicht sagen wie genial es ist den SAM zu fahren wenn man sich nicht andauernd zurueckhalten muss damit man noch genug Elektronen im Bleibeutel hat um ans Ziel zu kommen.

Also ich habe nun 56 Stueck Highpower (gekauft ueber Juegen Peters, bastelwastel24.de) als Antriebsbatterien eingebaut. Diese Anzahl entspricht recht gut der Spannungen die bei den Bleibatterien vorhanden waren und bedarf deshalb z.B. auch keiner Anpassungen am Zivan etc.

Mit deutlichem Verdrahtungsaufwand (siehe Bilder) passen die 50Ah Zellen in die Batterieschublade und Hipower erlaubt es auch das man die Batterien legt. Die Motorsteuerung passt auch weiterhin rein, nur das Ladegeraet musste weichen. Es findet, zusammen mit dem BMS, hinter dem Ruecksitz platz.

Erste Erfahrungen sind gut (bisher nur knapp 100km gefahren .... und erst 2 normale Autos ueberholt :). Ich kann nun mit dem SAM im Ueberlandverkehr gut mithalten, bin kein Verkehrshindernis und hab auch noch meinen Spass. Die Spannung bricht zwar noch immer bei Belastung etwas ein (habe alles mit 25qmm Kupferlaminat verbunden) aber lange nicht so wie bei meinen alten Bleiern, die Endgeschwindigkeit (96kmh bei mir laut Tacho) ist gleich geblieben, aber ist nun auch auf der Ebene oder bei leichter Steigung zu erreichen (vermutlich aufgrund der hoeheren Spannung bei hoher Belastung). Vorher war dies nur bei leicht abschuessiger Strecke moeglich. Die knapp 80kg Gewichtsersparnis helfen sicherlich auch.

Eine microcontrollergesteuerte Einzelzellenueberwachung mit Einzelzellenlader (als Ausgleichslader) zusaetzlich zum Hauptlader ist in Bau und funktioniert derzeit nur fuer einen Teil der Zellen, daher lade ich mit dem Hauptlader nur bis ca. 80% der Ladeendspannung und auch beim Entladen mache ich noch keine Kapazitaetstests.

Der Hersteller gibt die Dauerentladung bis 1C an (also 50A, was auch meist ausreicht) und Kurzzeitbelastungen (bis 10 Sek, reicht allemal zum Beschleunigen) von bis zu 2C sind auch kein Thema.

Hier ein paar Bildchen

1) alte Bleier raus (die Effektas konnten kaum mehr 1kwh speichern)

2) neue LiFePO4 Zellen einpassen, passen wie kalkuliert, 6 stehen in der Mitte, 2 liegend an der Seite - im hinteren Teil wo die Motorsteuerung ist habe ich die Akkus dann auf die breite Seite gelegt, 3 uebereinander, 2 nebeneinander - der Kabelkanal in der Mitte

3) hier nun das gesamte Rack mit der Verkabelung fuer Zellenspannungsueberwachung und Zellentemperatur (die bunten Adern). Die Sicherung und der LEM Wandler fuer das SOC sind in der Mitte angebracht.

4) und hier sieht man schoen wie das alles reinpasst .... Millimeterarbeit an den Seitenteilen, auch sieht man die Kuehlschlaeuche, die Motorsteuerung im hinteren Teil sowie die ganzen anderen Kabel etc.

Die Bordspannung wollte ich auch noch unterbringen, das hatte rechnerisch auch gereicht aber wurde mir beim Einbau zu eng. Ich hab dann lieber etwas mehr abstand zwischen den Zellen im hinteren Teil gehalten und werde die 4 Zellen fuer die Bordversorgung vorne einbauen wo derzeit noch die 12V Effekta Bordbatterie sitzt. Vielleicht lasse ich diese auch.

Markus und sein SAM 03



P.S. hier noch was zur Abwechslung - einer meiner Elek-Trak E20 36V Gartentraktoren (der eigentlich als Ersatzteillager gekauft wurde aber fuer die Schwerarbeit bei hin und wieder herhalten muss) beim Dreckverladen vor kurzem. Der laeuft aber noch mit offenen blei-saeure Batterien und das bleibt auch so, das Gewicht ist sehr nuetzlich :)


von Markus L - am 21.07.2009 19:57

Re: LiFePO4-Umbau - SAM 03 nun mit 50 Ah LiFePO4 von Hipower

Hallo

Nicht schlecht die Traktoren, und dein Umbau auch nicht.

Was schaffen denn die Traktoren so, Hintergrund der Frage ist daß wir in der Famile einen Gartenbaubetrieb haben und wir in den Gewächshäuern immer mit den normalen Bobcats rumfahren müssen, was bei umfangreicheren Arbeiten schon recht stark müffelt.

Gruß

Roman

von R.M - am 21.07.2009 21:20

Re: Elek-Trak

Hi Roman,

ueber meine Elek-traks rede ich gerne. Die grossen Modelle (large Frame) wurden mit einem richtigen Getriebe ausgestattet. Sie sind vor allem zum Maehen, Planieren, Schneeschieben, Gartenfraesen, Schneefraesen und fuer Zugarbeiten geeignet. Es gab auch einen Frontlader aber den habe ich nicht und der ist auch recht selten. Die Schaufel die du auf dem Bild gesehen hast ist von mir selbst angebaut und wird mit einer 900kg Seilwinde gehoben. Sie eignet sich gut um Kies, Sand und loosen Dreck zu bewegen, aber wie du siehst muss man schon eine Rampe haben um einen Anhaenger zu beladen und Graben geht auch nicht da kein Abwaertsdruck moeglich.

Der Motor ist ein 36V Compound Wound Motor, aehnlich dem Thyringe im CityEL glaube ich. Er wird ueber Anfahrwiederstaende (Geschwindigkeit 1-4) und Feldschwaechung (Geschwindikeit 5-8) gesteuert. Dazu kommen 4 Untersetzungen im Getriebe. Fahrtrichtung wird ueber eine H-Bruecke aus 4 Schuetzen geschaltet. Der Motor kann schon mall kurzzeitig 200A oder mehr ziehen. Im Normalbetrieb bewegt sich der Strom zw. 25 und 75A. Maehwerk und Gartenfraese, Schneefraese habe ihre eigenen Motoren die sogar noch etwas mehr Drehmoment entwickeln sind als der Antriebsmotor. Der E20 wurde so benannt weil er in etwa das Drehmoment eines 20PS Benziners entwickelt.

Bzgl. Leistungsfaehighkeit hab ich mal ein paar Fans vom Gardenpulling gezeigt das so ein kleiner, leiser Elektrotraktor den Schlitten doch auch 43m ziehen kann (die Bahn ist 50m) , das war durchaus Respektabel finde ich - [markus.lorch.net]

Weitere Infos gibt es unter elek-trak.org und weitere Bilder von meinen Exemplaren unter [markus.lorch.net] - ich glaube ich habe die einzigen zwei E20 in Deutschland. Zumindest weiss ich von keinen anderen. In USA sind sie immer wieder mal noch zu bekommen, so ein 30J alter Traktor in gutem Zustand mit ein paar Anbauteilen wechselt dann oft fuer etwas ueber 1000 USD den Besitzer.

von Markus L - am 22.07.2009 05:09

Re: LiFePO4-Umbau - SAM 03 nun mit 50 Ah LiFePO4 von Hipower

Hallo Markus,

einen El-trak könnte ich höchstens zum Holz aus dem Wald fahren gebrauchen, aber auch interessant :)
Ich muss schon sagen, ich bin jetzt überrascht durch dein HiPower-Projekt.
Dann bist du jetzt der zweite LiFePo4-Fahrer nach Harald Dreher ?
Meine A123 stehen bisher immer noch bei mir rum, bin noch nicht dazu gekommen.
Ich habe mich jetzt mal etwas im Web dazu informiert und lese eigentlich weitgehend positive Meinungen und Erfahrungen zu den HiPower-Zellen solange man nicht mehr als 2 - 3C ziehen will, was ja beim SAM und 50Ah dann gegeben ist.
Es werden 1500 Zyklen Lebensdauer minimal oder 3 Jahre Garantie angegeben und die Zellen sind auch im Vergleich zu anderen nicht teuer, was langfristig wohl niedrigere Kosten als mit Bleibatterien bedeuten müsste.

Viele Grüße:

Klaus

von bm3 - am 22.07.2009 06:53

Re: LiFePO4-Umbau - SAM 03 nun mit 50 Ah LiFePO4 von Hipower

Bis jetzt bin ich total begeistert von de LiFePO4 Zellen. Funktionieren prima soweit und laufen auch nicht besonders auseinander (soweit).
Die Belastung im SAM ist meist zwischen 30 und 70A, man kann gut unter 50A fahren mit Ausnahme von Ueberland und Steigungen, da bin ich dann meist mit 60-90A dabei, kurzzeitig beim Beschleunigen bis zu 110A fuer ein 1-2 Sekunden. Also meist bis 1C und so gut wie nie ueber 2C.

Der kritische Wert wird bei mir wohl die Alterung sein. Ich fahre taeglich 35km, muss also nur jeden 2. Tag laden bzw. jeden Tag nur ca. 35-40% der Kapazitaet nachladen - d.h. ca. 250 x im Jahr laden, oder 120-150 Vollzyklen/Jahr .... die Zellen wuerden also erst nach 10 Jahren ihre 1500 Vollzyklen erreichen also werden sie wohl eher vorher aufgrund des Alters abbauen - mal sehen.

Der Hauptvorteil ist einfach die Sorglosigkeit - endlich kann ich losfahren ohne mir Gedanken zu machen ob der Energievorrat reicht, ich hab ja genug dabei :)



von Markus L - am 27.07.2009 21:07
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