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vor 13 Jahren, 3 Monaten
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International Strategic Review

Im Osten was Neues

Startbeitrag von International Strategic Review am 22.02.2005 12:05

Lange hat es gedauert, bis sich im Osten ein Bündnis abgezeichnet hat. Während im Westen England, Deutschland und Italien sich zumindest im ersten Kriegsjahr konsequent auf Frankreich eingeschossen haben um sich dann im 2. Kriegsjahr untereinander das Leben schwer zu machen, war im Osten auch nach zwei Jahren nicht abzusehen, wer mit wem oder auch gegen wem spielt. Das ist nun spätestens nach diesem Frühjahrszug endgültig geklärt. Offensichtlich haben sich der Doppelkaiser und der Zar zusammengetan um den Rest Europas das fürchten zu lehren. Nach dem der Sultan als erster Leidragender dieser schlagkräftigen Allianz schon jetzt schnell seine Vorbereitungen für den Gang ins Exil treffen sollte, holt Österreich bereits zum Schlag gegen den sträflichst offenstehenden italienischen Nachbarn aus, der zu allem Überfluss seine nominal sogar recht schlagkräftige Flotte weit ab der Heimat in bisher fruchtlose Kämpfe gegen seinen französischen Nachbarn verwickelt hat.

Wie wird es nun weitergehen in Europa? Wenn der Donaukaiser wie zu erwarten in Venedig Einzug hält, dürfte er damit auch klar die Marschrichtung für die nächste Zeit vorgeben. Viel kann ihm Italien nicht in den Weg stellen, die eigenen Einheiten sind weit der Heimat in einen Krieg mit Frankreich verwickelt und und werden zudem noch dezimiert. Spannender daher die Frage, was der Zar unternehmen wird. Erstmal sicherlich die Reste des Osmanischen Reiches einnehmen, was ihn aber maximal nocht ein weiteres Jahr beschäftigen wird, wenn überhaupt. Danach muss er sich zwangsläufig gegen einen seiner Nachbarn, also England, Deutschland oder Österreich wenden. Letzteres scheint der Redaktion nicht sehr wahrscheinlich. Da Italien für Österreich militärisch gesehen keine Herausforderung darstellt ist eine Schwächug der österreichischen Ostfront schon jetzt auszuschliessen. Dort steht Österreich so massiv, dass ein russicher Vorstoss ganz sicher nicht den gewünschten Erfolg haben würde und es wohl zu einem langwierigen Grabenkampf kommen würde, in dem Österreich aufgrund der in Italien anstehenden Eroberungen sehr wahrscheinlich sogar die Oberhand behalten wird. Zumal der Zar nicht zweifelsfrei davon ausgehen kann im Norden wie gehabt ohne Gegner dazustehen.

Viel spricht also dafür, dass sich der Zar verstärkt um seine Nordflanke kümmern wird und die Chance dazu scheinen gut zu stehen. Nachdem es anfänglich so aussah, als würden sich England und Deutschland gut verstehen und damit langfristig den Interessen des Zaren gefährlich werden können, kann davon nun gar keine Rede mehr sein. Zwei deutsche Flotten an der Nordsee auf der einen Seite, englisch-franzözisches Einvernehmen auf der anderen sprechen da eine klare Sprache; während das relativ schutzlose russische Skandinavien links liegen gelassen wird. Der Zar sollte sich diese fast schon offenen Feindseligkeiten zwischen Deutschland und England recht einfach zu nutze machen können. Er muss nur darauf achten, dass diese beiden Länder nicht mehr zueinanderfinden und kann sich dann seinen Partner aussuchen. England ist relativ schwach und momentan ohne grose Entwicklungsaussichten, allerdings auch nach hinten sicher; Deutschland nominell zumindest passabel aber zum einen weit im Westen stationiert und dort von einer englisch-französischen Front in Schach gehalten und zum anderen mit englischer Hilfe mit minimalen Aufwand für eine Landstreitmacht zu knacken. Zumal österreichische Schützenhilfe schnell und problemlos möglich ist. Insgesamt sollte es dem Zaren also möglich sein mit dem erwarteten österreichischen Entwicklungstempo mitzuhalten und sich somit langfristig zumindest eine Option auf die Hegemonie Europas offenzuhalten.

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