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Verein der möglicherweise Spargeschädigten
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vor 13 Jahren, 1 Monat
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ExSpar

Spar streicht 1.000 Stellen

Startbeitrag von ExSpar am 16.10.2004 13:54

Spar streicht 1.000 Stellen

Der Schenefelder Handelskonzern Spar will mehr als ein Viertel der Arbeitsplätze im Großhandel abbauen. Bei der Umstrukturierung sollen rund 1.000 Stellen wegfallen. "Es betrifft den gesamten Großhandel mit Schwerpunkt in der Zentrale und der Logistik", sagte Unternehmenssprecherin Christina Werthner NDR Online. Es gebe einen Sozialplan. Der Konzern will die Kosten um 70 Millionen Euro senken. Der Betriebsrat habe dem Programm zugestimmt, teilte das Unternehmen mit. Bislang arbeiten 3.600 Beschäftigte in der Großhandelssparte.
Sechs Großhandelsniederlassungen bleiben

Spar stuft die Standorte Flensburg und Rostock zu regionalen Umschlagspunkten herunter, die die Ware nur weiterverteilen. Die Logistik will der Konzern künftig auf sechs Großhandelsniederlassungen konzentrieren. Neben der Konzernzentrale in Schenefeld bei Hamburg sind dies Brinkum in Niedersachsen, Mittenwalde bei Berlin, Ellhofen bei Heilbronn, Poing östlich von München und Langenfeld in Nordrhein-Westfalen. Ein Lager in Sachsen-Anhalt mit 117 Arbeitsplätzen soll Ende Januar schließen.
Stellenverluste in Schenefeld, Flensburg und Rostock
In Flensburg verlieren 80 Mitarbeiter ihre Stelle, weitere 80 bleiben. Die Beschäftigten erhielten im Wesentlichen eine Abfindung, sagte der Flensburger Betriebsratsvorsitzende Volker Rennpferd der NDR 1 Welle Nord. In Rostock sollen 65 Mitarbeiter betriebsbedingte Kündigungen erhalten. Etwa 30 Beschäftigten bietet der Konzern eine Weiterbeschäftigung in Rostock oder Mittenwalde an. Am Firmensitz in Schenefeld sollen die Pläne nach einem Bericht des "Handelsblatts" 400 bis 600 Mitarbeiter treffen.
Schwarze Zahlen für 2005 geplant

"Uns ist bewusst, dass die bevorstehenden Maßnahmen noch einmal tief greifende Veränderungen für die Spar und ihre Belegschaft bringen werden", sagte Vorstandschef Stephan Schelo. Um für Einzelhandel und Industrie ein leistungsfähiger Partner zu sein, müsse der Konzern jedoch die Großhandelsorganisation wettbewerbsfähig reorganisieren. Dies sei "für zahlreiche Mitarbeiter und ihre Familien schmerzlich, jedoch ohne Alternative", so Schelo. 2005 will der Konzern beim Großhandel wieder schwarze Zahlen schreiben.
ITM übernimmt Netto-Anteile
Um die Sanierung zu finanzieren, soll der französische Großaktionär ITM Enterprises den Spar-Anteil an den Netto-Supermärkten übernehmen. Bislang hält das Schenefelder Unternehmen 50 Prozent an der Stavenhagener Discounterkette. Laut Spar kostet die Restrukturierung einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Bis Jahresende will sich der Handelskonzern von allen selbst geführten Verbrauchermärkten getrennt haben. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Netto-Discounter und die Belieferung selbstständiger Spar-Einzelhändler

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