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vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
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Scheißerle, OLAV., Rigo_, miikka, kölschmädsche, Zecke, opl, *Kleini*, C-Hörnchen, Michimüller, Rattenfänger

Staat/Stadt & Religion

Startbeitrag von Zecke am 07.01.2006 00:56

Folgendes Problem möchte ich mal kurz vorstellen. Mir - der jetzt ein paar wenige Semester Politikwissenschaft studiert hat - stößt da irgendwie so einiges böse auf von wegen verfassungsfeindlich.

Wir hatten von einer österreichischen Band eine Anfrage, ob wir an einem bestimmten Tag (Karfreitag) mit ihnen in Köln spielen wollen. Alles geklärt, super! Dann teilte der Location-Inhaber mit, dass er den Termin wieder absagen müsse, da die Stadt Köln (Kölner Kirchenführung= fundamentalistisch katholisch) es Locations (natürlich mit Konzession für Konzerte!) verbietet, an den beiden Tagen Gründonnerstag und Karfreitag Konzerte zu veranstalten.
Hieß es nicht mal, dass in Deutschland Kirche und Staat voneinander getrennt sind?

Hätte diese Entscheidung vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand?
Ich bezweifele es stark!
Wer bezahlt mir die Klage bis ich recht bekomme?


Muss das in den nächsten Tagen mal nachprüfen...

Antworten:

Re: Staat/Stadt & Religion

Opa Frege

von Michimüller - am 07.01.2006 01:00

Re: Staat/Stadt & Religion

Ich glaube nicht.

von Zecke - am 07.01.2006 01:05

Re: Staat/Stadt & Religion

1. stört man mit dieser "negermusik" die christen,

die zuhause beten oder betend durch die strassen laufen.

letzteres sieht man ja immer wieder und erkennt dieses daran, wie mindestens zwei menschen eine bibel umherschleppen.

2. hat sich speziell "das grauen" ( antwerpes) mal dafür eingesetzt, das christen

an diesen tagen ungestört ihre betstunden vollziehen können und gedanklich dem herrn nah sind.

3. wie kannst du dich eigentlich in deutschland OHNE einen rechstschutz bewegen????

5. die umkehr wäre, das du dich z.b. an lauten karnevalstagen, durch das

deprimierenden glockengeläut, in deiner freude gestört fühlst.

6. sollten alle veranstaltungsorte weit entfernt von städten liegen, denn die christen müssen immer wieder an diesen lotterbuden vorbei ( tag und nacht und stündlich)
um sich über diesen unchristlichen lärm zu ärgern.

= = = = = = = = = = = = = = = = = = = =

wenn ich reich wäre würden wir beide klagen. ABBA heftig !!!!



von OLAV. - am 07.01.2006 04:29

Re: Staat/Stadt & Religion



entsteht dadurch nicht eine konkrete politische aussagen dieses herrn? :)

von OLAV. - am 07.01.2006 04:30

Re: Staat/Stadt & Religion

weil man als punkist arm ist !

von OLAV. - am 07.01.2006 04:31

Re: Staat/Stadt & Religion

Dann zieh dein Konzert eben woanders auf.

Ich erinnere mich, dass ich hier, in meinem wirklich tiefschwarzem Kreis, die letzten
Jahre mindestens zweimal auf Karfreitag auf einem lokalen Konzert war.

Vors Verfassungsgericht würde ich damit nicht gehen... oder.... reizen würde es mich zwar
auch schon irgendwo *g* Aber Kirche und Staat sind in Deutschland sowieso nirgendwo
getrennt... dann könntest du ja auch -theoretisch- wegen der Kirchensteuer vors BVG
gehen. Wäre mir zuviel Aufwand und zu teuer...

von Rattenfänger - am 07.01.2006 12:51

Re: Staat/Stadt & Religion

Zitat
Zecke
Folgendes Problem möchte ich mal kurz vorstellen. Mir - der jetzt ein paar wenige Semester Politikwissenschaft studiert hat - stößt da irgendwie so einiges böse auf von wegen verfassungsfeindlich.

Hätte diese Entscheidung vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand?
Ich bezweifele es stark!
Wer bezahlt mir die Klage bis ich recht bekomme?


Muss das in den nächsten Tagen mal nachprüfen...


Im Prinzip sind dann alle kirchlichen Feiertage verfassungsfeindlich und müssen abgeschafft werden.

Scheißerle

von Scheißerle - am 07.01.2006 13:38

Re: Staat/Stadt & Religion

Wäre ich sofort dafür. Schon allein deswegen weil es mir tierisch auf die Nerven geht dass man hier in Hamburg gegenüber Bundesländern wie Bayern oder Ba-Wü der absolute Looser ist, was die Anzahl von Feiertagen angeht... :mad:

von Rigo_ - am 07.01.2006 13:49

Re: Staat/Stadt & Religion

Bist du Arbeitgeber, oder was ? ;-)

Grüßle
aus Stuttgart
Scheißerle :-)

von Scheißerle - am 07.01.2006 13:54

Re: Staat/Stadt & Religion

Nee, leidender Arbeitnehmer... :-( ... der gleiches Recht für alle will! ;-)

von Rigo_ - am 07.01.2006 13:56

Re: Staat/Stadt & Religion

*ggg*

von Scheißerle - am 07.01.2006 14:07

Re: Staat/Stadt & Religion

Lach nicht, das ist echt gemein, was ihr da unten an frei habt und wir hier müßen die Witschaft in Schwung halten ;-)

von C-Hörnchen - am 07.01.2006 14:09

Re: Staat/Stadt & Religion

Zitat
C-Hörnchen
Lach nicht, das ist echt gemein, was ihr da unten an frei habt und wir hier müßen die Witschaft in Schwung halten ;-)


Da läßt sich drüber streiten, ob weniger Feiertage die Wirtschaft wirklich besser in Schwung halten.
Immerhin steht BW im Vergleich zu den anderen Bundesländern ziemlich gut da, rein wirtschaftlich gesehen und wir haben die meisten Feiertage ! :-D

Scheißerle

von Scheißerle - am 07.01.2006 14:25

Re: Staat/Stadt & Religion

Zitat
Scheißerle
Immerhin steht BW im Vergleich zu den anderen Bundesländern ziemlich gut da, rein wirtschaftlich gesehen und wir haben die meisten Feiertage ! :-D


Ihr Streber!!! :D :D ;-)

von Rigo_ - am 07.01.2006 15:25

Re: Staat/Stadt & Religion

Zitat
Zecke

Hätte diese Entscheidung vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand?
Ich bezweifele es stark!
Wer bezahlt mir die Klage bis ich recht bekomme?


Muss das in den nächsten Tagen mal nachprüfen...


hab ich jetz noch nicht die anderen meinungen gelesen, also wiederholung möglich.

da entscheiden städte und kreise autonom aber eigentlich alle glich und dagegen mahst halt nix.

das ordnungsamt überwacht und fertig.

was ich noch krasser find ist das sonntagsgedöns.

damit die leut vorher in die kirch gehn kriegst sonntags keine genehmigung für verkauf auf börsen u flohmaerkten vor 10 bzw 11.
egal ob köln dorf duisburg essen dortmund für ne cd platten börse kriegst sonntags keine genehmgung vor 10 uhr.

von miikka - am 07.01.2006 16:21

Re: Staat/Stadt & Religion

hallo schatz
*bussi*

;) :hot:

von kölschmädsche - am 07.01.2006 17:06

Re: Staat/Stadt & Religion



von miikka - am 07.01.2006 18:49

Re: Staat/Stadt & Religion

:eek WAS?? Um 10 Uhr ???? Ja seids ihr denn bekloppt.... Bei uns ist Kirche um 9.30 Uhr!! Da sind ja schon alle guten Sachen weg!!!!!! *aufreg*

:rp: :rolleyes: :iro *hihihi* kirche... sonntags morgens.... *an n kopp fass* um halb zehn...

von *Kleini* - am 07.01.2006 19:27

Re: Staat/Stadt & Religion



von kölschmädsche - am 07.01.2006 19:52

Re: Staat/Stadt & Religion

Hallo Zecke,

dass das Feiertagsgesetz mit dem GG kollidieren könnte ist eine interessanter Gedanke.

Ich hab hier mal das Übel nachgelesen:

[www.bildungsportal.nrw.de]

Wikipedia meint dazu :

· Das deutsche Grundgesetz geht von einer Trennung von Staat und Kirche aus. Anders als der Laizismus hält es aber die religiöse Betätigung der Staatsbürger für eine wichtige öffentliche Aufgabe: die Religionsausübung soll sich nicht alleine auf das Privatleben beschränken, sondern der gesamten Öffentlichkeit zu Gute kommen. Da die Verfassung aber den Staat zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet, ist er gerade daran gehindert, diese für wichtig gehaltene öffentliche Aufgabe selbst zu erfüllen. Stattdessen überlässt er den Raum den einzelnen Religionsgemeinschaften, die er darin gleichermaßen unterstützt (Paritätsprinzip). Diese Kooperation ist unter dem Schlagwort der hinkenden Trennung bekannt geworden.
[de.wikipedia.org]

Die Abschaffung kirchlicher Privilegien ist eine immer wieder vorgebrachte Forderung der FDP. u. a. mit dem Hintergedanken das Sonn- und Feiertagsgesetz dahingehend zu lockern, dass Feiertage abgeschafft und Ladenschlusszeiten geändert werden können.

Ich nehme mal an, das Recht auf „eine entsprechende Würdigung“ des Feiertages hätte vor deiner freien Entfaltung den Vorrang. *g *

Aber wie hier auch schon mal erwähnt ... auf weniger erzkatholischem Gebiet wird’s großzügiger gehandhabt.

Ich denke, die Toleranz, die wir für andere - nichtchristliche - Religionsgemeinschaften ausüben, sollten wir auch der eigenen (ob wir uns jetzt selbst als Christen bezeichnen oder nicht) zugestehen.

Grüße
opl

von opl - am 07.01.2006 22:02

Re: Staat/Stadt & Religion

zu letzterem :

SCHWACHSINN !!!!


da werden doch rechte, im bezug auf freihe entfaltung ,mit füssen getreten.



anderseits könnte der trödel ja IN der kirche sattfinden.
dann wäre allen geholfen:D

von OLAV. - am 08.01.2006 06:57
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