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vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
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La Dolce Vita, Zecke, miikka, Sparvöga, Der Imperator, matze05, OLAV.

CDU und FDP ins Exil oder hinter Gittern!!! Sofort!!!

Startbeitrag von Zecke am 25.01.2006 00:43

Boah, ich könnte mich aufregen!!!
Also was diese CDU-/FDP-Regierung in NRW schon kurze Zeit nach ihrer Machtübernahme in der Bildungspolitik angerichtet hat, haut echt dem Fass den Boden aus!!! Das habe noch nicht mal ich ihnen zugetraut. Und ich rechne bei diesen Figuren grundsätzlich mit dem schlimmsten...
Zunächst Studiengebühren und Verwirtschaftlichung der Unis, dann Verschandelung der Grundschulen und ihrer Strukturen, nun der größte Schwachsinn mit der Umstrukturierung der Gymnasiums-Oberstufen. Die Konservativen schaffen es echt (unterstützt durch die Kapitalistenschweine von der FDP), dass sie das Volk politisch und geschichtlich so verblöden, dass man mit ihm alles machen kann! Vor allem Gewinn.
Und das Volk merkt das noch nicht mal... Ich will ein neues!!!
Und außerdem Jürgen würgen!!!

So:

Dödelhaie "Tag X"

So ein Tag, der kommt nie wieder
Die Revolution seit gestern erfolgreich vorüber
Abgeurteilt wurde die deutsche Bank
hinter Gittern sitzt die CDU.
und mit ihr das halbe Land!!

Für die Freiheit, die Gerechtigkeit
und mein ganz persönliches Wohlbefinden
Für die Freiheit, die Gerechtigkeit
und ein billiges Rachegefühl....

...bekommt ihr einen "fairen Prozess"
wir machen mit euch kurzen Prozess.
Kein Geld uns kein Anwalt holt euch da jetzt raus
und ganz am Ende macht der Letzte
die Lichter aus!!

Die Luxussteuer geht auf 100 Prozent.
Die Grenzen sind geschlossen
und das Kapital verschenkt
Der Dicke wird jetzt reden, die Spender werden genannt.
Wir haben unser Mittel, das hat er schnell erkannt!!

Für die Freiheit...

Die Gesetze werden geändert
in der Stunde nach dem Sieg...
während die Oppositionn
noch glücklich lächelnd schlief

und die FDP noch rasch das Land verließ...

Antworten:

:rolleyes: Jetzt sind mal wieder die Pferde mit ihm durchgegangen...

von Der Imperator - am 25.01.2006 00:49
Ich hab keine Pferde...

von Zecke - am 25.01.2006 00:52
hättest du dich mehr in der FDP aktiviert,


wärs jäzz mit einem gestüt nicht mehr weit:)









der imperator meinte bestimmt rüttgers.

von OLAV. - am 25.01.2006 05:21
Zitat
Zecke
Boah, ich könnte mich aufregen!!!
Also was diese CDU-/FDP-Regierung in NRW schon kurze Zeit nach ihrer Machtübernahme in der Bildungspolitik angerichtet hat, haut echt dem Fass den Boden aus!!! Das habe noch nicht mal ich ihnen zugetraut. Und ich rechne bei diesen Figuren grundsätzlich mit dem schlimmsten...


ja wie recht du hast :kotz

nur das kommt wirklich alles noch viel schlimmer....:-(

von miikka - am 25.01.2006 05:30
Zitat

Boah, ich könnte mich aufregen!!!


Kann man irgendwie helfen... :D?

von Sparvöga - am 25.01.2006 10:28
Zitat

Ich hab keine Pferde...


Dann heirate ich dich auch nicht :D!

von Sparvöga - am 25.01.2006 10:29
Genau das selbe wollt ich auch grad schreiben. Er scheint sich ständig mit irgendwelchen für ihn "schrecklichen Dingen" rumzuquälen die er letzendlich doch nicht ändern kann obwohl er damit nicht ganz Unrecht hat mit dem was er sagt . Es ist ja gut und schön sich kritisch mit diesem land ausseinader zu setzen aber bei zecke hab ich den Eindruck dass er komplett verlernt hat positiv zu denken.Und sowas kommt von innen nicht von irgendwelchen Politikern oder Parteien die einem nicht passen.
Jetzt ist er bestimmt wieder böse mit mir ;-)

von La Dolce Vita - am 25.01.2006 12:41
So lieber Miikka inwiefern verurteilst denn Du die Bildungspolitik der grossen Koalition. nenn mir mal ein paar konkrete Punkte die Dir da so wiederstreben?

von La Dolce Vita - am 25.01.2006 12:47
sorry widerstreben

von La Dolce Vita - am 25.01.2006 12:48
Genau das ist doch das Ziel: Bevölkerung verblöden um sie besser zu kontrollieren. Wer das nicht sieht ist einfach blind. Das schlimme ist ja, dass die Fortschritte dabei nicht erst über Jahrzehnte bemerkbar sind, sondern über wenige Jahre. 2006 sind die Leute durchschnittlich deutlich dümmer als beispielsweise 2004, ganz zu schweigen von 2002. Ich bin ja seit mehreren Jahren freiberuflich für unsere lieben öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Medienforschung tätig und merke das von Monat zu Monat. Bei allen repräsentativen Stichproben (WDR z.B. ca. 2000 pro Monat, SWR 1000 pro Monat) gibt es immer wieder und immer mehr Ausfälle, weil die Leute einfach zu dumm sind die einfachsten ja/nein-Fragen zu beantworten. Und das nicht bloß wegen einer Verweigerungshaltung, sondern weil sie es einfach nicht kapieren nach 3 mal erklären. Zufall kann diese Entwicklung wirklich nicht sein, und ist eigentlich nicht nur bei solchen Erhebungen bemerkbar sondern wirklich im normalen Leben. Und jetzt kommts: am krassesten merkt man das in CDU/CSU dauer-regierten Ländern. Am Stärksten Bayern und Sachsen, etwas abgeschwächt in Baden-Würtemberg. In anderen Ländern ebenso, aber verhältnismässig harmloser.

von matze05 - am 25.01.2006 14:17
Was soll das denn heissen. Das liegt doch nicht am Bildungssystem sondern an dem was die Leute bereit sind im leben dazuzulernen und wie kulturell sie ihren Alltag gestalten. . Und von was für Fragen redest Du denn da?Und sowas auf CDU regierte Länder zurückzuschieben das ist Blödsinn in meinen Augen. In bayern kommt es sicher viel daher das die Leute doch noch viel Abgeschnitten leben von übrigen Deutschland als wir das tun.Aber in dieser einen Studie hatten sie intelligenzmässig besser abgeschnitten als wir hier in NRW.

von La Dolce Vita - am 25.01.2006 14:30
hab nicht gesagt dass es nur mit bildungssystem zu tun hat. kannst dir aber gerne mehrere studien heranziehen, regressionsanalyse durchführen und signifikante zusammehänge ausrechnen zwischen regierungsmehrheit und intelligenz der bevölkerung. ich könnte wetten das die irrtumswahrscheinlichkeit bei einem solchen signifikanztest sehr gering ausfällt...

von matze05 - am 25.01.2006 14:37
q.e.d.

du merkst es ja noch......aber spätere generationen, wer weiss, wer weiss......:D

von miikka - am 25.01.2006 14:52
Zitat
La Dolce Vita
So lieber Miikka inwiefern verurteilst denn Du die Bildungspolitik der grossen Koalition. nenn mir mal ein paar konkrete Punkte die Dir da so wiederstreben?


huuuuuuuuuch...grosse koalition in düsseldorf ? :confused:

FDP ne grosse partei.....öhm.....mit minister wolf und pinkwart.....

mit wieviel promille sind die noch beteiligt ? :D

von miikka - am 25.01.2006 14:57
ich dachte Deine negativ Einstellung war bundesweit bezogen.
Trotzdem hast Du mir keine vernünftige Antwort gegeben was Du dann eben auf kommunaler Ebene hier in NRW verurteilst. Konkret. An der Bildungspolitik der schwarz gelben

von La Dolce Vita - am 25.01.2006 15:42
ganz aktuell

mit der einführung des verbindlichen grundschulgutachtens werden die eltern entmündigt.

ich bin meiner mutter dankbar, dass sie sich seinerzeit über den "qualifizierten rat" eines lehrers hinweggesetzt hat, der seine empfehlung sicher nicht aufgrund meiner eignung, neigung und intelligenz abgegeben hat. da standen die persönlichen befindlichkeiten im vordergrund - mag sein, dass dein vater seriöser vorgeschlagen hat, aber das ist eben bei vielen lehrern nicht der fall.

bei andreas war es übrigens nicht anders.

von miikka - am 25.01.2006 16:14
Geldgeile Schnepfe!!! *gg*
Dafür hab ich aber andere Sachen zu bieten. ;-)

von Zecke - am 26.01.2006 02:33
Ja, bin ich. ;-)
Ja bitte, was soll man denn sonst machen als sich über diese Dinge aufzuregen?
Teilweise ist man ja auch selber betroffen davon, aber auch wenn nicht sollte einen das doch wohl was angehen.

von Zecke - am 26.01.2006 02:34
In NRW ist keine Große Koalition.

von Zecke - am 26.01.2006 02:35
Auch wenn Du jetzt nicht mich meintest, konnte man es bei mir doch zwischen dem Rumgepöbel rauslesen:
- Einführung Studiengebühren
- Umstrukturierung der Universitäten
- Abschaffung der Grundschulbezirke
- Umstrukturierung der Ausrichtung der Grunschulen
- Einschränkung der Elternmitspracherechte sowie der Eltern- und Schülermitvertretungen an den Schulen
- Umstrukturierung der gymnasialen Oberstufe hin zu einer wirtschaftsfreundlichen Ausrichtung, auf Kosten des Verlustes der Entwicklung zu politisch und gesellschaftlich fähigen Bürgern (Abitur ohne gesellschaftswissenschaftliches Kernfach möglich, mehr als ein gesellschaftswissenschaftliches Fach im Abi für keinen möglich)

Und so weiter und so fort.
Was die hier anstellen, ist ein ganz extremer Rollback in der Bildungspolitik. Ich weiß nur gar nicht, wohin überhaupt zurück...

Und jeder mit einem Funken Restverstand, der von der normalen politischen Ausrichtung dieser konservativen Parteien ja vielleicht noch überzeugt sein mag, müsste hier doch auch das Kotzen kriegen. Ist zumindest bei den Leuten, die ich kenne und die keine "Linksradikalen" sind so. Aber okay, die meisten kümmern sich um so etwas eben nicht. Und bald können es dann ja eh nur noch die wenigsten raffen!!! *g*

von Zecke - am 26.01.2006 02:42
Dann sag das denen aber mal. Die wichsen sich da auf ihre guten Abi-Verhältnisse und bessere Service-Einrichtungen einen ab. Dass da viele Leute bildungsmäßig auf der Strecke bleiben und eben manche Bereiche gar nicht vermittelt werden, ist da doch egal, vermutlich will man das eben. Gerade in Ländern wie Bayern, Sachsen oder Baden-Würrtemberg.

von Zecke - am 26.01.2006 02:44
Lieber Zecke das weiss sogar ich , ich dacht er meinte das bundesweit, hab mir das posting zugegebermassen nicht gut genug durchgelesen.

von La Dolce Vita - am 26.01.2006 10:20
Na das ist eine vernünftige Antwort.
Also ehrlich gesagt hab ich mich damit jetzt nicht allzu intensiv befasst, ich wusste eben nur das mit den Studiengebühren ab 2007 und mit der Abi Möglichkeit ohne gesellschaftswissenschaftliches Hauptfach, was ich übrigens auch nicht gut finde und absolut nicht verstehen kann.Aber da schimpfen zur Zeit Viele drüber ,klar auch die CDU /FDP Freunde . Was verspricht man sich davon. Du glaubst doch nicht wirklich das man die Leute bewusst doof machen will. was waren die Argumente dafür es nicht zur Bedingung zu machen?
Inwiefern will man die Unis umstrukturieren,wie findet Du das mit Aachen, das die dortige Uni zur Eliteuni erklärt werden soll eventuell?Findest Du das gut oder nicht. ich habe eine Bekannte die in der freien Wirtschaft tätig ist und sich gut hochgearbeitet hat aus eigener Kraft ( nein sie ist trotzdem kein kaltblütiges Kapitalistenschwein sondern immer für ihre Mitmenschen da wenn man sie braucht im Gegensatz zu den meisten menschen die ich sonst so kenne)die möchte ihre Kinder in Deutschland gar nicht mehr zur Uni schicken weil sie ihr zu schlecht sind. Wenn dann nur zu dieser einen die da irgendwo im Süden von Deutschland sein muss .

von La Dolce Vita - am 26.01.2006 10:33
Das mit dem bewusst doof machen halte ich für möglich, aber ein anderes Motiv ist für mich viel wahrscheinlicher: Mindestens 2 Fremdsprachen und Mathe Pflicht, die "unproduktiven" Laberfächer raus und wir lassen die Schüler genau das (und NUR das) lernen was ihnen später im Beruf nützt, die politische (oder Allgemein-)Bildung kann da ruhig auf der Strecke bleiben. Interessiert keinen Arbeitgeber (zumindest glauben das wohl die Leute die für diese Regeln verantwortlich sind).
Damit droht den Schulen schon das was auch an den Unis vorangetrieben wird, die Bildung soll zur Hure der Wirtschaft gemacht werden und Rüttgers und Pinkwart sind ihre Zuhälter.

Zu den Elite-Unis. Du meinst wahrscheinlich nicht die Uni Aachen sondern die RWTH. Die Rheinisch-Westfählische Technische Hochschule setzt wie der Name schon verumten lässt größtenteils auf technische und naturwissenschaftlische Fächer und gerade beim Maschinenbau wird Aachen nicht zur Elite-Uni gemacht sondern ist es schon seit langem, auch weil durch die Enge Zusammenarbeit mit der Industrie einiges an Drittmitteln eingeworben wird. Das Geld was da jetzt noch zusätzlich reingepumpt wird brauchen die vermutlich garnicht mehr...
Ich fände es sowieso besser wenn man eher renomierte Fachbereiche anstelle von Unis unterstützt und ausbaut, das wäre ein effizienterer Einsatz von Ressourcen ist aber weniger publikumswirksam...

von Der Imperator - am 26.01.2006 11:35
Also vorgestern kam dieser Bericht von der Uni Aachen im WDR 3 im TV und es war die Rede davon das man sie zur Elite Uni erklären will und das das für die Stadt Aachen super wäre.So hab ich das aufgeschnappt beim zappen.Keine Ahnung.Hab ich mich das so verhört? Nee kann nicht sein.
Gut es geht bei der Bildung mehr in Richtung Schwerpunkt Wirtschaft ,klar da das politische und sozialkritische Denkvermögen drunter leiden wird auf Dauer das denk ich auch denn die Bilddungsstruktur eines Landes spiegelt sich immer im Volk wieder.Auf Dauer. Allerdings seh ich auch heute kein hohes Niveau bei vielen Studenten und ehemaligen Abiturienten. Kein Vergleich mit Finnland ohne die Deutschen jetzt beleidigen zu wollen.

von La Dolce Vita - am 26.01.2006 12:02
Und was genau für Sachen wären das die Du einer Dame zu bieten hast ?

von La Dolce Vita - am 26.01.2006 14:22
Zitat

Geldgeile Schnepfe!!! *gg*


:D

Du weißt doch, wie FDP-Wähler veranlagt sind ;-)! Ich möchte doch nicht dein Weltbild zerstören... ;-)!

Zitat

Dafür hab ich aber andere Sachen zu bieten.


Und die wären ;-)?



von Sparvöga - am 26.01.2006 14:35
Zitat

- Umstrukturierung der gymnasialen Oberstufe hin zu einer wirtschaftsfreundlichen Ausrichtung, auf Kosten des Verlustes der Entwicklung zu politisch und gesellschaftlich fähigen Bürgern (Abitur ohne gesellschaftswissenschaftliches Kernfach möglich, mehr als ein gesellschaftswissenschaftliches Fach im Abi für keinen möglich)


Okay, das kann man so sehen. Ich persönlich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halte, weil das nämlich alles ein Für und Wider hat.

Einerseits finde ich es auch nicht gut, wenn es einem ermöglicht wird, sich vor der
Gesellschaftswissenschaft zu drücken, denn mit dem Abitur sollte man ja schon so etwas wie eine allgemeine Bildung nachweisen, die meines Erachtens nicht mehr gegeben ist, wenn die Gesellschaftswissenschaft wegbricht.

Andererseits sollte man so ehrlich sein und zugeben, dass in einigen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern in der Schule wirklich nur dumm rumgeschwätzt wird. Zum Beispiel im Fach Erziehungswissenschaften....Sozialwissenschaften war auf meiner Schule auch bei keinem einzigen Lehrer ein ernstzunehmendes Fach. Wie es mit Erdkunde aussieht, weiß ich nicht, weil ich das Fach in der Oberstufe nicht mehr hatte. Geschichte hingegen ist aus meiner Sicht durchaus ein wichtiges und anspruchvolles Fach, das jeder haben sollte.
Außerdem ist es natürlich schon so, dass naturwissenschaftliche Fächer wichtiger sind als zum Beispiel das Fach Erziehungswissenschaften, zumindest im Hinblick auf den Fortschritt dieses Landes. Das sagt übrigens jemand, der Naturwissenschaften GEHASST hat und davon auch keine Ahnung hat ;-) ... !!!

Was hattest du eigentlich Leistungskurse?



von Sparvöga - am 26.01.2006 15:19
Dann ist ja gut. *g*

von Zecke - am 26.01.2006 15:42

Presse 1

Den Unis winkt die große Freiheit
VON GÜNTHER M. WIEDEMANN, 26.01.06, 07:06h
Forschung, Personalwerbung und Lehre sollen weitgehend in eigener Verantwortung gestaltet werden. Außerdem können sich Universitäten an Firmen beteiligen.
Düsseldorf - „Noch leistungsfähiger und national wie international wettbewerbsfähiger“ sollen die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen werden. Dieses Ziel will die Landesregierung unter anderem mit einem „Hochschulfreiheitsgesetz“ erreichen, das den Universitäten und Fachhochschulen mehr Eigenverantwortung überträgt und sie von Weisungen des Forschungsministeriums weitgehend unabhängig macht. Die Eckpunkte der Reform sind vom Landeskabinett jetzt beschlossen worden.

Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) erläuterte die Reform und ihre Grundlage: NRW habe zwar die dichteste Hochschullandschaft in Europa, „aber leider noch nicht die beste“. Dies habe sich noch vorige Woche gezeigt beim Wettbewerb um Bundesmittel für Elite-Universitäten, bei dem in NRW nur Aachen noch im Rennen ist. Das Land wolle diesen Rückstand gerade gegenüber den Hochschulen im Süden der Republik aufholen. Dies bedeute eine „riesige Kraftanstrengung“, sagte Pinkwart.

Zwei große Schritte zur Verbesserung der Hochschulsituation habe die schwarz-gelbe Koalition bereits getan, meinte Pinkwart. Sie habe trotz schwierigster Haushaltslage für eine sichere finanzielle Basis gesorgt und den Hochschulen „die Eigenbewirtschaftung der vom Land zur Verfügung gestellten Finanzmittel übertragen“. Das auf den Weg gebrachte Studienbeitragsgesetz verbessere Studium und Lehre durch zusätzliche Einnahmen. Nach Inkrafttreten des Gesetzes könnten die Hochschulen mit jährlich bis zu 320 Millionen Euro rechnen. Dies sei in etwa die Summe, die jährlich von Bund und Ländern im Rahmen der „Exzellenz-Initiative“ (Elite-Universitäten) zur Verfügung gestellt werde. Zu der geplanten Einführung von Studiengebühren findet heute im Landtag eine Experten-Anhörung statt.

Das Hochschulfreiheitsgesetz, das noch vor der Sommerpause in den Landtag eingebracht werden und zum Jahreswechsel in Kraft treten soll, sei der dritte große Schritt, sagte Pinkwart. Die 26 öffentlichen Hochschulen im Lande bekämen „ein Höchstmaß an Gestaltungs- und Entfaltungsfreiheit“. Dieses Maß an Autonomie sei „bundesweit einmalig“. Der „Wettbewerb um die besten Professoren und die besten Studierenden sowie um beste Forschungs- und Ausbildungserfolge“ sei nur zu bestehen, „wenn die Hochschulen neben hinreichender finanzieller Ausstattung zugleich die Freiheit erhalten für schnellere Entscheidungen, unbürokratische Handlungsmöglichkeiten, effektiveren Ressourceneinsatz und strategische Eigenverantwortung“.

Die Hochschulen sollen künftig auch eigene Unternehmungen gründen oder sich leichter als bisher an Firmen beteiligen können. Pinkwart räumte ein, dass dies auch das Risiko von Insolvenz enthalte. Aber dies sei mehr eine theoretische Gefahr, da das Land ja die Finanzierung für das laufende Geschäft trage. Die Landesregierung wolle „so wenig staatliche Bürokratie und so viel Anreize für ein eigenes Qualitätsmanagement der Hochschulen wie möglich“. Mit dem Gesetz werde das Verhältnis zwischen Staat und Hochschule auf eine neue Grundlage gestellt.

Die Finanzierung bleibe staatliche Angelegenheit, werde sich aber stärker an Aufgaben, Zielen und erbrachten Leistungen der Hochschulen orientieren. Pinkwart: „Der Grundsatz der staatlichen Verantwortung für Leistungsfähigkeit und ausgewogenes Leistungsangebot der Hochschulen bleibt bestehen.“ Die Zielvereinbarungen zwischen Ministerium und Hochschulen würden aber künftig verbindlicher und „den Charakter größtenteils unverbindlicher Absichtserklärungen überwinden“.


(KStA)

von Zecke - am 26.01.2006 18:47

Presse 2

Opposition befürchtet Faustrecht
ERSTELLT 26.01.06, 07:06h
Düsseldorf - In scharfer Form kritisierte die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen, Ruth Seidl, die Eckpunkte der Reform. Die Freiheit von Lehre und Forschung werde auf dem Altar der Marktwirtschaft geopfert. Im unkontrollierten Wettbewerb der Hochschulen könnten übergeordnete Interessen des Landes nicht mehr berücksichtigt werden. Pinkwart nehme in Kauf, dass Universitäten auch Pleite gehen könnten. Das sei „keine Freiheit, sondern Faustrecht“.
Der SPD-Politiker Karl Schultheis merkte zum Gesetzentwurf kritisch an, Freiheit könne man nicht verordnen, sondern nur schrittweise einführen. „Was Pinkwart jetzt will, ist überstürzt“, meinte der Sozialdemokrat in Düsseldorf. Seine Fraktion werde sehr genau darauf achten, dass der Minister seine Zusage einer hinreichenden Finanzausstattung der nordrhein-westfälischen Hochschulen auch tatsächlich einhalten werde. (gmw)


(KStA)

von Zecke - am 26.01.2006 18:47

Presse 3

Eckpunkte der Hochschulreform
ERSTELLT 26.01.06, 07:06h
Rechtsform: Hochschulen unterliegen nicht mehr der Fachaufsicht des Ministeriums. Sie sind keine staatlichen Einrichtungen mehr, sondern Körperschafen des öffentlichen Rechts; sie können sich in Stiftungen unwandeln.
Personal: Über die Berufung von Professoren entscheiden die Hochschulen selbständig. Professoren und alle Mitarbeiter sind nicht mehr beim Land beschäftigt, Arbeitgeber ist die jeweilige Hochschule. Der Minister ist nicht mehr Dienstvorgesetzter. Tarifverträge bleiben gültig, neue können abgeschlossen werden, wenn der Tarifpartner der Hochschule mindestens 25 Prozent der jeweils Beschäftigten vertritt.

Finanzen: Die Hochschulen unterliegen nicht mehr der Landeshaushaltsordnung. Sie werden über Zuschüsse vom Land finanziert und können frei wirtschaften, Geld ansparen oder Investitionen über Kredite finanzieren. Die Zuweisung an eine Universität richtet sich nach Aufgaben, Personal, Studentenzahl und Leistungen. Aufgaben und Leistungen werden in Zielvereinbarungen mit dem Ministerium beschrieben.

Immobilien: Die Gebäude und Grundstücksflächen bleiben im Besitz des Landes. Die Universität Köln und die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg erhalten in einem Modellversuch das vollständige Eigentum an den Liegenschaften, ihnen wird auch das Management hierüber übertragen. So soll geprüft werden, unter welchen Voraussetzungen Hochschulen selbst die Gebäudebewirtschaftung betreiben können.

Gremien: Neu geschaffen wird ein Hochschulrat, der mindestens zur Hälfte aus Mitgliedern von außerhalb der Hochschule bestehen soll. Dies gilt auch für den Vorsitzenden. Der Rat entscheidet über die strategische Ausrichtung der Hochschule und nimmt die Fachaufsicht wahr. (gmw)


(KStA)


von Zecke - am 26.01.2006 18:48
Was soll das heissen , traust Du mir soviel Wissen etwa nicht zu ???

von La Dolce Vita - am 27.01.2006 00:12
Naturwissenschaften in der Schule werden vollkomen überbewertet. Diejenigen die sich nicht dafür interessieren werden eh alles wieder nach dem Abschluss vergessen haben, die die sich interessieren werden ein Studium anfangen und merken dass das was sie an der Schule gelernt haben oft irreführend, oberflächlich oder einfach nur falsch ist. Das Einzige was der Unterricht bezwecken kann ist die Schüler für das Fach zu begeistern , aber das geht ja bei den Meisten nach Hinten los.

Erziehungswissenschaften: Hab ich nie gewählt weil ich es immer für Larifari gehalten ab...

Sozialwissenschaften: Fand ich interessant und müsste auf jeden Fall Pflicht werden. Man hatte bei dem Lehrer zwar auch immer den Eindruck "Netter Kerl, aber viel lernt man hier nicht", aber es ist doch noch zielmlich viel hängen geblieben, und damit meine ich nicht nur Fachwissen.

Geschichte: Was macht man da eigentlich ? Ich hatte das Fach in der Oberstufe nur noch in der 13, hab aber das Gefühl dass da seit der 10 nur andauernd die beiden Weltkriege durchgenudelt wurden. Irgendwie kamen Antike und Spätantike in der Schule viel zu kurz.

von Der Imperator - am 27.01.2006 03:54
Das ist bei mir generell ein Problem. Was mich nicht interessiert vergesse ich komplett. Aber wirklich. Was mich fasziniert behalt ich wie ein Elefant.Sehr
eigenartig. ich habe auch schonmal die Situation dass ich etwas lese und
absolut nichts davon im Kopf aufgenommen wird.

von La Dolce Vita - am 27.01.2006 09:15
Zitat
La Dolce Vita
Sehr
eigenartig. ich habe auch schonmal die Situation dass ich etwas lese und
absolut nichts davon im Kopf aufgenommen wird.



in diesem fall kann eeg sehr hilfreich sein :D

von miikka - am 27.01.2006 09:59
Meine gehirnströme sind durchaus okay.

von La Dolce Vita - am 27.01.2006 10:01
oder mrt

von miikka - am 27.01.2006 10:06
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