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vor 11 Jahren, 8 Monaten
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vor 11 Jahren, 8 Monaten
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OLAV., Erok, miikka, Eddie 72

TÜRKENFILM

Startbeitrag von OLAV. am 22.02.2006 00:59



"tal der wölfe".


da ist es mal interessant in spiegel-online den beitrag vom 14-2-06 zu lesen.


VIELLEICHT KANN EINER DEN MAL HIER REINSETZEN ?!?!?!?!?!?


was da im kino abgeht ist erstaunlich.









Antworten:

"TAL DER WÖLFE"

Türkischer Kinohit schürt Kulturkampf

Von Alexander Bürgin

Ein extrem einseitiger Film über den Irak-Krieg, der in der Türkei bereits Besucherrekorde brach, sorgt jetzt auch in Deutschland für Furore unter türkischstämmigen Jugendlichen. Die antiamerikanischen Ressentiments, die "Tal der Wölfe" plakativ bedient, sorgen für Jubel im Kinosaal.

Der Kinosaal im Berliner Stadtteil Wedding ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele türkischstämmige Jugendliche haben es sich in den Sesseln bequem gemacht. Auf der Leinwand sprengt der türkische Held des Films das Haus des amerikanischen Oberbefehlshabers im Nordirak in die Luft. Seine Freunde gratulieren: "Die Türkei ist stolz auf dich." Die Jungs im Kino klatschen Beifall.


Seit Wochen haben sie darauf gewartet, dass "Tal der Wölfe - Irak", die mit zehn Millionen Dollar teuerste türkische Filmproduktion aller Zeiten, die dort allein in den ersten drei Tagen eine Million Zuschauer in die Kinos lockte, auch in Deutschland zu sehen ist. Es geht um verletzte Ehre, Rache und Antiamerikanismus. Ein extrem einseitiger Film über den Irak-Krieg, der den Kampf der Kulturen schürt. Seit Donnerstag hatte "Tal der Wölfe" in Deutschland bereits 130.000 Zuschauer, obwohl er nur mit einer geringen Kopienzahl (65) gestartet ist.

Der Film beginnt mit einer wahren Begebenheit: 4. Juli 2003, ein türkischer Militärposten in der nordirakischen Stadt Süleymaniye. Der Auftrag: Der Militärführung in Ankara soll über die Entwicklung der Situation berichtet werden. Es besteht die Befürchtung, dass die instabile Lage in den Kurdengebieten sich über die Grenze bis in die Südtürkei ausdehnt.

Plötzlich rücken amerikanische Soldaten an, verhaften die Türken, stülpen ihnen Säcke über das Gesicht und führen sie ab. Bilder, die damals durch die türkischen Medien gingen: Stolze Soldaten, vom Nato-Partner beleidigt, gedemütigt und aus dem Irak geschmissen. Der einhellige Tenor: So arrogant können die Amerikaner nicht auf unserer nationalen Ehre herumtrampeln. Die Aktion der Amerikaner wird als Strafe dafür gewertet, dass das türkische Parlament drei Monate zuvor den Vereinigten Staaten die Benutzung türkischer Militärbasen zur Eröffnung einer zweiten Front gegen Saddam Hussein untersagte.

Im Film steht der Vorfall prototypisch für das Vorgehen der USA in der Region. Der amerikanische Oberbefehlshaber heißt Sam, damit klar ist, dass er für ganz Amerika steht. Er höhnt: "Wir trampeln schon lange auf eurer Ehre herum." Der türkische Offizier kann die Schmach nicht ertragen und bringt sich um.

Soldaten im Blutrausch

Die Episode über den Rauswurf der türkischen Soldaten zeigt, welch immens hohen Stellenwert der Ehrbegriff bei Männern der muslimischen Welt hat. Und wie ehrverletzend Muslime das Auftreten des Westens wahrnehmen. Das Abführen mit Säcken über dem Kopf - ein weiteres Glied in einer langen Kette von Demütigungen und Beleidigungen, die den Hass auf den Westen gedeihen lassen.

Der Film instrumentalisiert diesen Groll auf den Westen. In einer verzerrenden Darstellung des Irak-Kriegs werden alle Klischees des Kampfs der Kulturen bedient. Folterszenen, die an die Ereignisse in Abu Ghureib erinnern, werden im Film alptraumhaft inszeniert - eine fragwürdige Lust an der Erniedrigung: Soldaten im Blutrausch reißen den Männern die Kleider vom Leib, werfen sie auf einen Haufen und schlagen mit Knüppeln auf sie ein.

In der nächsten Szene wird klar, dass es hier nicht um Aufklärung, sondern um das Schüren von Ressentiments geht: Ein jüdischer Arzt operiert im Stile des Nazi-Arztes Dr. Mengele den geschundenen Körpern die Nieren heraus. Zu sehen sind Transportbehälter mit der Aufschrift: Tel Aviv, Israel, London, Großbritannien. Antisemitische Hetz-Legenden im Breitwandformat. Im Berliner Publikum, das vor allem aus jungen Männern türkischer Herkunft besteht, wird vor allem dann geklatscht, wenn wieder ein Amerikaner dran glauben muss.

Irak-Krieg als amerikanischer Kreuzzug

Der amerikanische Oberbefehlshaber Sam ist ein Schlächter, der wahllos Leute erschießt und auf einer Hochzeit unbescholtener Bürger ein Blutbad anrichtet. Und er ist ein christlicher Eiferer. In einer stillen Stunde kniet er vor einem Jesusfigur am Kreuz und verspricht, dass er nicht ruhen werde, bis auf diesem Flecken Erde das Reich Christi errichtet sei. Schnitt. Szenenwechsel: Turkmenische Iraker müssen ihr Dorf verlassen. Krüppel werden auf Schultern getragen, Tränen fließen, begleitet von trauriger Musik und Versen über den Islam. Die Botschaft: Der Irakkrieg als amerikanischer Kreuzzug gegen den Islam.

Der Film vermischt die verzerrte Wahrnehmung des Irakkriegs und die verletzte Ehre der türkischen Soldaten zu einem Aufruf zum Kampf. Der türkische Held des Films, Geheimagent Polat Alemdar, reist in den Irak, um die Schande der türkischen Soldaten zu rächen und Sam, der die Aktion gegen den türkischen Militärposten leitete, umzubringen. Nach dem Motto: Einen Türken beleidigt man nicht ungestraft.

Geteiltes Echo in der Türkei

Das Echo in den türkischen Medien auf den Streifen ist geteilt. Die Verteidiger des Films sagen: Die Amerikaner haben auch viele einseitige Filme gemacht über den Vietnam-Krieg oder über den russischen Feind im Kalten Krieg, warum dürfen wir nicht auch einen einseitigen Film machen? Der in der Türkei renommierte Regisseur Akar meint: "Warum darf es denn keinen antiamerikanischen Film geben?"

Es ließe sich darauf mit einer Lehre aus dem Mohammed-Konflikt antworten: Nicht alles, was erlaubt ist, ist in der derzeit aufgeheizten Stimmung zwischen Orient und Okzident auch klug. So sehen das auch Kritiker in der Türkei, die befürchten, dass der Film nationalistische und religiöse Gefühle anheizen werde. Die türkische Tageszeitung "Hürriyet" prophezeit gar: "Die Partei, die sich die Botschaft des Films zu eigen macht, wird die nächsten Parlamentswahlen haushoch gewinnen."

Allerdings haben in der Türkei keine Botschaften gebrannt und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat zusammen mit seinem spanischen Amtskollegen zur Mäßigung und zum Dialog der Kulturen aufgerufen. Die türkischen Verbände in Deutschland reagierten besonnen. Dennoch werden nach Schätzungen der Produzenten in den nächsten Wochen fünf Millionen Türken den Film sehen, davon eine halbe Million in Deutschland. Nicht alle werden den Film bloß als Fiktion betrachten, sondern als Beschreibung eines realen Kampfes: Wir gegen die.

Diesen Eindruck vermitteln zumindest einige Jugendliche im Kino im Stadtteil Wedding. Schlussszene: Der türkische Held rammt Sam den Dolch ins Herz. Die Jugendlichen stehen auf und skandieren: "Allah ist groß."




von miikka - am 22.02.2006 06:00

nochmal Spiegel

Cinemaxx nimmt "Tal der Wölfe" aus dem Programm

Von Miriam Schröder

Die Altersfreigabe des türkischen Action-Films "Tal der Wölfe" kommt erneut auf den Prüfstand. Das Land NRW hat einen Antrag auf Berufung bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaftwirtschaft (FSK) gestellt. Cinemaxx, die größte deutsche Kinokette, nimmt den umstrittenen Film ab morgen aus dem Programm.

Berlin - Zwar hatte die FSK hatte den umstrittenen Film in erster Instanz nur für Erwachsene freigeben wollen. Es bestehe "die Gefahr, dass viele Jugendliche ab 16 Jahren ideologisch manipuliert " würden, heißt es in der Urteilsbegründung des Arbeitsausschusses. Für junge Migranten in Deutschland könne der Film als Provokation oder als Verstärkung eigener ideologischer Sichtweisen wirken. Der Verleiher des Films, die Maxximum Film und Kunst GmbH, hatte den Beschluss nicht akzeptiert. Darum sah eine zweite Instanz, der Hauptausschuss der FSK, den Film noch einmal und entschied: Frei ab 16 Jahren. Jetzt muss der Berufungsausschuss entscheiden.


Dem Aufruf an die Kinobetreiber, "Tal der Wölfe" aus dem Programm zu nehmen, ist bislang niemand offiziell gefolgt. "Wir spielen weiter. Jeder soll sich eine eigene Meinung bilden", sagte Georg Welles, Sprecher der UCI-Gruppe. Die Cinemaxx-Kinos zeigen den Film ab morgen allerdings nicht mehr. Dies sei jedoch nicht als Reaktion auf politische Forderungen zu verstehen, betonte Pressesprecher Arne Schmidt. "Wir wollen uns nicht vor den Karren spannen lassen, von keiner Seite", begründet Schmidt den Entschluss.

Am Wochenende hatte die Debatte um den türkischen Actionfilm einen neuen Höhepunkt erreicht: Etliche CDU-Politiker, darunter Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber und der Innenminister von Baden-Württemberg, Heribert Rech, forderten die Kinobetreiber auf, den "rassistischen und antiwestlichen Hassfilm" sofort abzusetzen. Vor allem türkische Jugendliche würden durch den Film "radikalisiert", so Rech. Auch der Zentralrat der Juden hatte die Absetzung von "Tal der Wölfe" gefordert. Wer den Film zeige, unterstütze "den Hass auf jüdische Menschen", so Vizepräsidentin Charlotte Knobloch.

"Die Leute merken selbst, wie hirnrissig das ist"

Die neun Mitglieder im Hauptausschuss der FSK hingegen hatten mehrheitlich entschieden, dass Jugendliche ab 16 Jahren erkennen können, welche Passagen des Filmes der Wahrheit, und welche der Fiktion entsprechen. Er halte es darum für vernünftiger, "den Film laufen zu lassen und die Leute selbst merken zu lassen, wie hirnrissig das ist", sagte der Ausschussvorsitzende Hermann Dettbarn SPIEGEL ONLINE. Der Film beschreibe ausschließlich Einzelpersonen, Rückschlüsse auf "die Amerikaner" müssten deshalb nicht gezogen werden. Er hält es auch für unwahrscheinlich, dass der Film antisemitische Einstellungen verstärken könne. "Wir greifen nur dann ein, wenn die falsche Darstellung einer Religion plausibel dazu geeignet ist, Unfrieden zu stiften", so Dettbarn. Dies sei bei "Tal der Wölfe" nicht der Fall.

Der Hauptvorwurf des Antisemitismus bezieht sich auf eine Szene, in der ein jüdischer Arzt den irakischen Gefangenen bei lebendigem Leib die Nieren herausnimmt, und sie in Transportbehälter steckt, auf denn "Tel Aviv", "London" und "New York" steht. "Das ist so überzogen, so unglaubwürdig, so abstoßend, das schlägt doch zurück auf die Leute, die das ins Bild gesetzt haben", glaubt Dettbarn. Kritiker sehen in der Szene eine moderne Variante antisemitischer Hetzbilder aus dem Mittelalter, in denen Juden unter anderem als grausame Schacherer und Kindermörder dargestellt wurden.


Die FSK entstand 1949 - vier Jahre nach dem Ende der Nazi-Herrschaft, in der die Filmindustrie ausschließlich Propagandafilme produzierte, die auch den Antisemitismus schüren sollten. "Nie wieder, das war der Gründungsimpuls der FSK", sagt Geschäftsführerin Christiane von Wahlert, die den Film selbst noch nicht gesehen hat. Trotzdem erklärt sie, dass die FSK mit antisemitischen Inhalten "äußerst sensibel" umgehe. Warum die Szene mit dem Arzt bei der FSK ohne Konsequenzen bei der Freigabe blieb, kann von Wahlert allerdings nicht erklären.

Einen Film rechtlich zu verbieten ist nur dann möglich, wenn die Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Antrag stellt und ein Gericht entscheidet, dass der Film gegen das im Grundgesetz verankerte Verbot von Volksverhetzung oder Pornographie verstößt. "So etwas kommt nur alle Jubeljahre vor", so Hermann Dettbarn von der FSK. Zuletzt 1972, als der Erotikfilm "Im Reich der Sinne" verboten wurde.

Runder Tisch statt Verbot

Ein Verbot wird bei der CDU offensichtlich auch nicht mehr diskutiert. Im Anschluss an eine Kabinettssitzung kündigte der bayrische Staatskanzleichef Sinner heute an, Medienvertreter und Kinobetreiber an einem "Runden Tisch" zu versammeln. Dort will Sinner diskutieren, "wie gemeinsam ein verantwortungsvoller Umgang mit den Freiheiten in Presse und Kunst gestaltet werden kann." Ein Beispiel für verantwortungsvolles Handeln von Kinobetreibern könnte nach den Worten Sinners etwa sein, dass im Anschluss an problematische Kinofilme den Kinobesuchern die Gelegenheit zur Diskussion und Information angeboten wird.

Ministerpräsident Stoiber mahnte heute die Regierung in Ankara: "Es muss korrigiert werden, dass verantwortliche Spitzenpolitiker in der Türkei diesen Film begrüßen und der eigenen Bevölkerung praktisch als Vorbild empfehlen. Diese Radikalisierung gegen Europa passt überhaupt nicht zu dem von der Türkei angestrebten Weg in die Europäische Union", so Stoiber.








von miikka - am 22.02.2006 06:05

Re: nochmal Spiegel

Erschreckend !!!!

von Eddie 72 - am 22.02.2006 08:40

Re: nochmal Spiegel

was ?


die reaktionen der türken oder der film ?

von OLAV. - am 22.02.2006 12:10
das sind doch die besten vorrausetzungen ,


das so ein staat in die EU kommt !!!!

von OLAV. - am 22.02.2006 17:45

Re: nochmal Spiegel

den Film habe ich noch nicht gesehen, aber die Reaktionen der Türken vor meinem geistigen Auge .

von Eddie 72 - am 22.02.2006 18:10

Re: nochmal Spiegel




dazu fällt mir nix mehr ein :(



und garantiert kommt hier einer angepisst und erzählt was davon,

das es sich dabei um MINDERHEITEN handelt.


schrei mich weg !

von OLAV. - am 22.02.2006 18:15

Re: nochmal Spiegel

Bitte keine Randgruppenwitze hier :D


Greetz

Erok

von Erok - am 23.02.2006 08:18

Re: nochmal Spiegel

hab garnix über dich geschrieben:)

von OLAV. - am 24.02.2006 10:43

Re: nochmal Spiegel

Ich bin auch keine Gruppe, nur ne Erscheinung :D

Greetz

Erok

von Erok - am 24.02.2006 12:23

Re: nochmal Spiegel

waahhhaaaa.....ich ahnte es .....:)

von OLAV. - am 24.02.2006 13:11
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