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vor 11 Jahren, 7 Monaten
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Happy Helge Hitler

Startbeitrag von Erok am 09.03.2006 22:05

Laut einem Interview kommt ein neuer Hitler-Film in die Kinos.

Mal von der lustigen Seite präsentiert.

Und wer könnte das besser darstellen als Helge Hitler (Schneider)

Regie und Hauptdarsteller in seinem eigenen Filmprojekt. Es ist jetzt schon ein Pflichttermin für mich *g*

Aber darf man da überhaupt in dieser Weise darüber lachen ?

Greetz

Erok

Die 50 interessantesten Antworten:

jepp,hab davon gelesen... *gg*

bin auch gespannt was es wird.
aber all zu viel verspreche ich mir nicht davon.
denn alle filme bis jetzt mit Helge Schneider,waren einfach nur schrott.

naja,schauen wir mal ;-)



von Zorro - am 09.03.2006 22:28

Re: ooohhh...

naja.. mir gehts eigentlich auch in diesem falle eher daru, dass diese dumme cordoba niederlage ziemlich lustig dargestellt wird. Denn als ich über Sylvester in Österreich war und das Thema mit den Ösis auf Fußball kam, kam sofort wieder Cordoba 78

von Dommö - am 10.03.2006 10:03
für die aufmerksamkeit sorgen schon andere,

die IMMER WIEDER die sache aufbrühen

um ihr politisches süppchen drauf zu kochen.

und ein ganzes volk immer wieder in "schuld" bringen.



doch wenn man "unsere" vergangenheit, nicht mehr so betroffen zur kenntnis nimmt,

wird das gelaber vielleicht einmal aufhören.


es gibt schon mehrere generationen, die mit adolf nichts zu tun haben.

und DIESE sollte man in ruhe lassen.


dieser beitrag soll NICHT heissen , das man das grauenhafte beispiel von hitlers politik, nicht im geschichtsuntericht hervorheben soll.

von OLAV. - am 10.03.2006 20:39
Zitat
La Dolce Vita
Nein, höchstens indem man den Hitler selber ins total Lächerliche zieht und selbst dann ist es noch geschmacklos genug.


Wassen das für eine Aussage ?

Du solltest in die Politik gehen. Kannst auch viel schwätzen ohne wirklich etwas zu sagen zu haben.



von Scheißerle - am 10.03.2006 21:41
Man bedenke aber auch die Zeit, in der Chaplin seinen Hinkel drehte.

Absolutes Meisterwerk dieser Film.

Und Hitler selbst, soll den Film ja auch privat gesehen haben, wenn man diesen Gerüchten glauben darf. Jedenfalls hatte er ihn wohl nachweislich 3 Tage lang bei sich zuhause *g*

Greetz

Erok

von Erok - am 10.03.2006 22:27
Zitat
Erok
Man bedenke aber auch die Zeit, in der Chaplin seinen Hinkel drehte.

Absolutes Meisterwerk dieser Film.

Und Hitler selbst, soll den Film ja auch privat gesehen haben, wenn man diesen Gerüchten glauben darf. Jedenfalls hatte er ihn wohl nachweislich 3 Tage lang bei sich zuhause *g*

Greetz

Erok

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Signaturen sind fürn Arsch


Na eben, wenn es in der damaligen Zeit nicht geschmacklos war, dann doch heute, wo das alles vorbei ist und niemand mehr unter Hitler zu leiden hat, dann doch um so weniger.............Vielleicht denke ich da auch verkehrt ?

Was Hitler selbst gesehen hat, weiß ich nicht. Da gibt es auch viel Gerüchte. Denk mal an die Tagebücher !*g*
Ich dachte eher, dass die damaligen Imigranten, die diesen Film gesehen haben und unter Hitler zu leiden hatten das eventuell als Geschmacklos erachtet haben könnten, wenn man sich lustig macht. Das haben sie aber nicht !
In diese Richtung ging mein Posting, weiß nicht ob ich das richtig auszudrücken vermag.

Grüßle
Scheißerle






von Scheißerle - am 10.03.2006 22:48
Zitat
Scheißerle
Der soll ja auch niemals in Vergessenheit geraten !!!!

DAS IST MEINE MEINUNG und ich kann es nicht freundlicher sagen, lieber Herr OLAV !


aber Olav hat doch RECHT , es gibt mehr als eine handvoll solcher kranken Geister in der Geschichte der Menschheit, aber bei Hitler bleiben alle hängen. Es soll ja auch an ihn erinnert werden um als negatives Beispiel zu dienen. Muß man denn eine Komödie machen oder ihn sonst ausserhalb des Geschichtsunterricht immer als Thema bringen. Schlimm genug das es noch heute Leute gibt die sich mit sowas identifizieren.

von Eddie 72 - am 11.03.2006 07:38
Zitat
Eddie 72
Zitat
Scheißerle
Der soll ja auch niemals in Vergessenheit geraten !!!!

DAS IST MEINE MEINUNG und ich kann es nicht freundlicher sagen, lieber Herr OLAV !


aber Olav hat doch RECHT , es gibt mehr als eine handvoll solcher kranken Geister in der Geschichte der Menschheit, aber bei Hitler bleiben alle hängen. Es soll ja auch an ihn erinnert werden um als negatives Beispiel zu dienen. Muß man denn eine Komödie machen oder ihn sonst ausserhalb des Geschichtsunterricht immer als Thema bringen. Schlimm genug das es noch heute Leute gibt die sich mit sowas identifizieren.

"Wir sind anders als die Anderen auch wenn es keine Anderen gibt"


Eine Komödie nicht aber eine Satire !
Klar hat OLAV recht. Er ist ja auch der steilste Blicker hier ! :ironie:

Scheißerle

von Scheißerle - am 11.03.2006 16:42
Komisch, es wird im Geschichtsunterricht soviel über andere Herrscher berichtet, die allesamt Verbrecher waren. Es wird wöchentlich im TV von historischen Gestalten berichtet, die Mörder sind, fällt jedoch der Name Hitler, regt sich alles gleich auf wie Sau.


Liegt vielleicht daran, daß die Leute selbst ihn noch zu wichtig nehmen ?

Auch die ewige Verteufelung, als ob es das grösste Monster aller Zeiten gewesen ist, find ich immer amüsant, da ich mich dann frage, wenn er so ein böses Monstrum war, wie er von den Leuten immer geschildert wird heutzutage, wie hat er dann diese riesen Masse an Menschen auf seine Seite bringen können damals. Jaja, wieder die faule Ausrede, man wusste ja nicht, was der vor hat, obwohl jedes Paar vor dem Standesamt Mein Kampf ausgehändigt bekam, in dem alles nachzulesen ist......


Und zu Deinem Argument, es reicht im Geschichtsunttericht. Hm, Geschichtsunterricht haben nur Schüler meines Wissens, und diese Geschichte wird nicht in allen Schulen dieser Welt in diesen Details durch gesprochen. Ist also quatsch und völlig unschlüssig Deine Aussage.

Und ja, ich lache über einen Adolf Hitler, versuch den Menschen dahinter zu sehen, was ihn zu solchen Handlungen damals getrieben hat.

Und lieber so etwas mit Humor begegnen, ohne den Opfern, die jedoch nur noch geringfügig zu finden sind, dabei auf den Schlips zu treten.

Greetz

Erok

von Erok - am 11.03.2006 23:13
Zitat
Erok
Und zu Deinem Argument, es reicht im Geschichtsunttericht. Hm, Geschichtsunterricht haben nur Schüler meines Wissens, und diese Geschichte wird nicht in allen Schulen dieser Welt in diesen Details durch gesprochen. Ist also quatsch und völlig unschlüssig Deine Aussage.


selbst bei uns in den Schulen wird das nicht alles durchgesprochen. Mein kompletter Jahrgang hatte es jedenfalls damals nicht in der Schule, weil wir monatelang mit der Steinzeit und der Eiszeit beschäftigt waren. Ich weiß, daß es bei meinen jüngeren Geschwistern in der Schule nicht viel anderes war. Um zum Schluß fehlte uns dann die Zeit um das letzte Jahrhundert der Geschichte durchzunehmen.

von C-Hörnchen - am 12.03.2006 08:27
Im Fernsehen kommt fast jeden Abend was über den Holocaust. Es beschränkt sich also nicht nur auf den Geschichtsunterricht an den Schulen. Das das Thema in Deutschland so dauerpräsent ist, kann bei sehr anfälligen und desorientierten Menschen auch wiederum zu erneuter Faszination dieser Epoche führen.

von La Dolce Vita - am 12.03.2006 09:53
ich denke im Fernseh guckt sich das nur derjenige an, der wirklich was darüber wissen will. Wen es nicht interessiert, der guckt das auch nicht und weiß somit dann immer noch nicht viel mehr.
In der Schule muß man mehr oder weniger zuhören.

von C-Hörnchen - am 12.03.2006 10:03
So ist es. Allerdings guck ich es mir auch nicht mehr gross an weil es mehr oder weniger immer das Selbe ist. Und es gehört eben auch nicht zu meiner eigenen Vergangenheit von daher wieso soll ich mir das ständig antun? Ich finde das alles schon schlimm und pervers genug was da abgegangen ist.Heute gibt es andere Dinge wo wir nötiger gebraucht werden und mehr unser Augenmerk drauf richten sollten. Da muss man meist gar nicht das Fernsehen für anschalten, sonderen in seinem eigenen Umfeld bleiben.
ich jedenfalls halte im Normalfall Menschen mit einem guten Sozialverhalten für wichtiger als diese Weltverbesserer, Ausnahmen natürlich inbegriffen.


von La Dolce Vita - am 12.03.2006 11:53
Zitat
La Dolce Vita
So ist es. Allerdings guck ich es mir auch nicht mehr gross an weil es mehr oder weniger immer das Selbe ist. Und es gehört eben auch nicht zu meiner eigenen Vergangenheit von daher wieso soll ich mir das ständig antun? Ich finde das alles schon schlimm und pervers genug was da abgegangen ist.Heute gibt es andere Dinge wo wir nötiger gebraucht werden und mehr unser Augenmerk drauf richten sollten. Da muss man meist gar nicht das Fernsehen für anschalten, sonderen in seinem eigenen Umfeld bleiben.
ich jedenfalls halte im Normalfall Menschen mit einem guten Sozialverhalten für wichtiger als diese Weltverbesserer, Ausnahmen natürlich inbegriffen.


Du meinst also das dritte Reich und Hitlers Schandtaten sollte man getrost in Vergessenheit geraten lassen, oder allerhöchstens kurz in der Schule abgehandelt werden, und auf jegliche Satire und humoristische Karikatur Hitlers in der heutigen Zeit wäre geschmacklos ?

Menschen mit gutem Sozialverhalten interessieren sich normalerweise für ihre Geschichte, ihre Wurzeln und warum manche Dinge in ihrem Land, Regierung u.s.w. sich eben genau so entwickelt haben, wie sie nunmal Fakt sind.

Scheißerle




von Scheißerle - am 12.03.2006 14:41
In der Schule werden aber auch nicht alle erreicht, weil es oft detaillierter erst in der Oberstufe gemacht wird. Und viele Leute lassen sich durch modernere Mittel wie aufgepeppte Fernsehdokus eher erreichen, weil sie ans Fernsehen so gewöhnt sind. Ob diese Dokus jetzt so gut sind, lasse ich mal dahingestellt, aber zumindest nehmen die Zuschauer wohl etwas vom inhaltlichen Stoff mit, mehr als ohne.

von Zecke - am 12.03.2006 18:06
Hitler darf auch nicht sympathisiert werden. Allerdings darf man Witze über Hitler machen, das durfte auch schon Charlie Chaplin. Hitler zu humorisieren ist halt nur ein Balanceakt für die Beteiligten, der auch sehr schnell in die Hose gehen kann.

Und Hans Süper ist ganz großes Tennis!!!

von Zecke - am 12.03.2006 18:32
Ich habe nicht gesagt das es nicht wichtig ist.
Ich hatte 2 Themen ineinander geworfen weil ich ein Posting durcheinander geworfen hatte.
Ich wollte nur anmerken, dass mir Menschen die in ihrer allernächsten Umgebung mit aufmerksamen Augen durchs Leben gehen meist sinnvoller erscheinen wie diese Weltverbesserer. Ausnahmen inbegriffen.

von La Dolce Vita - am 12.03.2006 18:35
Man MUSS Hitler und den Nationalsozialsmus auch außerhalb des Geschichtsunterrichts behandeln!!!

Und ich verstehe sowieso nicht, wieso sich manche so über diese Übersättigung aufregen. Also ich würde nicht sagen, dass ich alle paar Tage eine Sendung oder einen Artikel über Nazis zu sehen bekomme. Ich weiß aber auch einigermaßen Bescheid. Es ist doch nicht so schwierig, bei dem Thema umzuschalten oder die Zeitung eben nicht zu lesen. Hier wird ja fast so getan, als würde täglich jemand an der Tür klingeln und einem eine Stunde lang ein Referat über Göring und Eichmann vortragen. Mich würden gerne mal konkrete Beispiele interessieren, wo man denn den Nazi-Themen überhaupt nicht aus dem Weg gehen kann, so dass man schon fast agressiv reagiert. Das ist doch Blödsinn.
Außerdem tut es den meisten Leuten auch gut, darüber noch mehr zu erfahren. Das Wissen ist nämlich erschreckend geringer als man denkt.

von Zecke - am 12.03.2006 18:37
Man kann diese beiden Gruppen aber nicht strikt als zwei verschiedene trennen. Natürlich gibt es auch immer Leute, die ihre eigentliche Einstellung, die von ihnen verkauft wird, im Alltag nicht genauso handhaben, aber das sind dann die Ausnahmen bzw. man kann es halt nicht so klar sagen. Arschgesichter gibt es halt überall, da können sich keine Kreise und Szenen von freisprechen. Es gibt keine Szenen ohne Arschgesichter, es gibt aber Szenen nur mit Arschgesichtern.

von Zecke - am 12.03.2006 18:44
Man kann sie nicht strikt trennen aber es sind 2 völlig verschiedene Dinge die weniger miteinander zu tun haben als es für viele den Anschein hat.
Für mich gilt: Wenn ich mich verändere , verändert sich auch die Welt um mich herum. Und mehr kann ich nicht tun.Die grosse Welt als Solches kann ich nicht verändern.Die Weltverbesserer wollen die Welt meist nur aus dem Grund verbessern weil sie es hassen sich mit sich selber ausseinander zu setzen. Dies ist ein sehr bekanntes tiefenpsychologisches und auch ziemlich einleuchtendes Naturgesetz auch wenn Du es nicht gerne hörst.


von La Dolce Vita - am 12.03.2006 19:03
Zitat
OLAV.
für die aufmerksamkeit sorgen schon andere, die IMMER WIEDER die sache aufbrühenum ihr politisches süppchen drauf zu kochen. und ein ganzes volk immer wieder in "schuld" bringen. doch wenn man "unsere" vergangenheit, nicht mehr so betroffen zur kenntnis nimmt, wird das gelaber vielleicht einmal aufhören. es gibt schon mehrere generationen, die mit adolf nichts zu tun haben. und DIESE sollte man in ruhe lassen. dieser beitrag soll NICHT heissen , das man das grauenhafte beispiel von hitlers politik, nicht im geschichtsuntericht hervorheben soll.


So ungefähr sehe ich das auch. Ich bin nun mal glücklicherweise eine ganze Weile nach Kriegsende geboren worden und habe mit dem 3. Reich in keiner Weise etwas zu tun. Ich habe das alles weder miterlebt noch bin ich gar für irgendetwas verantwortlich. Die, die irgendetwas zu verantworten haben, dürften mittlerweile fast alle tot sein, und selbst die Generation, die es miterlebt hat, aber eben nicht die Schuld trägt, weil sie noch im Kindes- oder Jugendalter war, stirbt langsam weg.
Mir geht es ehrlich gesagt auf den Keks, wenn hier manche die ganze Angelegenheit als so eine Art Erbsünde betrachten.... Ich wüsste nicht, weshalb wir uns selbst deswegen noch immer niedermachen sollten, denn wie ich bereits gesagt habe, sind die allermeisten Menschen, die theoretisch schuldig sein könnten, tot. Heißt ja schließlich nicht, dass irgendetwas vergessen werden soll.

von Sparvöga - am 12.03.2006 20:17
Ich bin sonst auch immer dafür alles auch von der humorvollen Seite zu bertrachten, aber es gibt einige wenige Bereiche da ist Humor einfach grundsätzlich fehl am Platz . Und ich finde den Holocaust einfach zu grausam.Allerdings um noch genauer darüber urteilen zu können müsste man den Film kennen.Aber er interessiert mich nicht sonderlich.
Sag mal läuft eigentlich der Echo oder vertu ich mich da?Ist Herr Frege dabei?

von La Dolce Vita - am 12.03.2006 20:18
Zitat
La Dolce Vita
So ist es. Allerdings guck ich es mir auch nicht mehr gross an weil es mehr oder weniger immer das Selbe ist. Und es gehört eben auch nicht zu meiner eigenen Vergangenheit von daher wieso soll ich mir das ständig antun?



So ist es! Ich fand damals in Geschichte die Zeit ab 1945 bis zur Wiedervereinigung, mit der mein Geschichts-LK geedet hat, am interessantesten, weil man ja als Kind durchaus von der DDR wusste und auch den Mauerfall schon bewusst miterlebt und die Bilder im Fernsehen gesehen hat. Meine Eltern haben mir damals zwar kindgerecht erklärt, was da gerade abläuft, denn ich HATTE mitgekriegt, DASS da offenbar etwas Besonderes passiert, aber ich war natürlich noch nicht alt genug, um das alles richtig zu verstehen und die genauen Zusammenhänge einzusehen. Insofern fand ich das Thema am interessantesten, weil man selbst ja auch schon da war ;-)!

von Sparvöga - am 12.03.2006 20:30
Zitat
Zecke
In der Schule werden aber auch nicht alle erreicht, weil es oft detaillierter erst in der Oberstufe gemacht wird. Und viele Leute lassen sich durch modernere Mittel wie aufgepeppte Fernsehdokus eher erreichen, weil sie ans Fernsehen so gewöhnt sind. Ob diese Dokus jetzt so gut sind, lasse ich mal dahingestellt, aber zumindest nehmen die Zuschauer wohl etwas vom inhaltlichen Stoff mit, mehr als ohne.


Wie kann man denn in der Schule NICHT erreicht werden? Also ich kann mich z.B. daran erinnern, dass wir (katholische und evangelische Schüler zusammen) in der Mittelstufe in Religion "Die Welle" gelesen haben. Im Anschluss daran wurde uns ein KZ-Film vorgeführt, wo einige echt geheult haben, damit wir das Buch eben noch besser verstehen. Ich weiß gar nicht mehr wer, aber irgendwer an meiner Schule hat auch in der Mittelstufe das Tagebuch von Anne Frank gelesen. Ich weiß echt nicht, wie oft das Thema Nationalsozialismus in der Schule durchgekaut wurde - quer durch alle Stufen und Fächer. Geschichte, Politik, Deutsch, Religion und ich weiß nicht wo noch.

von Sparvöga - am 12.03.2006 20:36
Zitat
Zecke
Man MUSS Hitler und den Nationalsozialsmus auch außerhalb des Geschichtsunterrichts behandeln!!!


Ja, dagegen ist ja auch nichts einzuwenden. Ich habe jedenfalls mit 8 Jahren von meiner Mutter das Buch "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" zu lesen bekommen und später dann mal das Tagebuch von Anne Frank. Ist ja auch alles okay. Es ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn das Thema in der Schule fächerübergreifend behandelt wird. Nur ich finde eben, dass irgendwann auch mal der Punkt erreicht ist, wo gut ist. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir manchmal in der Schule schon zu den Ohren rauskam.

Zitat

Also ich würde nicht sagen, dass ich alle paar Tage eine Sendung oder einen Artikel über Nazis zu sehen bekomme.


Mmm, ich habe eher das Gefühl, es läuft ständig irgendwo irgendetwas über das 3. Reich.




von Sparvöga - am 12.03.2006 20:42
Zitat
La Dolce Vita
Hi da bist Du ja ! Hab Dich schon so vermisst im Forum!!


Hatte zu tun! Musste meine Reitstiefel putzen, die waren nämlich voll Schlamm, und Pferdebandagen waschen. Hatte nämlich keine sauberen mehr. Aber jetzt bin ich da.

von Sparvöga - am 12.03.2006 20:44
Bingo. Das man gut aufgeklärt wird bezüglich des Dritten Reiches finde ich wichtig und gut , gar keine Frage, aber es gibt inzwischen einfach so viele Dinge die uns mehr betreffen oder angehen .
Auf unserer Realschule (ich war erst Real dann Gymnasium!) haben wir das auch alles gründlichst durchgenommen , Die Welle kenn ich auch, wir haben die Tagebücher der A.Frank gelesen und wir haben sogar Holocaust ansehen müssen. ja und auch bei und flossen viel Tränen ich hatte damals wochenlang Alpträume , ich hatte regelrechten Hass gegen Menschen entwickelt eine Weile, so schwer bin ich damit fertig geworden.

von La Dolce Vita - am 12.03.2006 22:34
Es geht aber nicht darum, was am interessantesten ist. Und ich muss ehrlich sagen, also von der Deutschen Einheit findet auch nicht gerade keine Übersättigung statt. Und dabei hat die ja wohl nicht so diese extremen Lehr-Effekte wie andere Ereignisse sie haben sollten. Und rein historisch betrachtet, natürlich war die Deutsche Einheit ein wichtiges Ereignis, aber mit zig Millionen Toten der NS-Zeit oder der Oktoberrevolution in Russland und ihren kurzzeitigen Folgen kann es wohl von der Bedeutung nicht so ganz mithalten.
Ich habe übrigens im Geschichts-LK außer NS-Zeit sehr viel über die russische Revolution, die chinesische neuere Geschichte sowie Imperialismus und Ersten Weltkrieg gehabt, daher habe ich überhaupt keine Übersättigung eines Themas festgestellt, sondern ich fand, dass die Geschichte von 1860 bis 1945 sehr gut abgehandelt wurde. In 13.2. dann vermutlich auch später, aber das habe ich nicht mehr mitbekommen. Ich finde ehrlich gesagt auch, dass für die Zeit von 1945 bis 1990 in Geschichte ein halbes Jahr ausreicht. Manche politische Themen dieser Zeit sollten lieber parallel auch noch mal in einem vernünftigen Schulfach Politik behandelt werden. Aber ein vernünftiges, eigenständiges Schulfach Politik ist wohl Wunschdenken...

von Zecke - am 12.03.2006 22:41
In dem man nicht in der Oberstufe ist?
Also vor der Oberstufe wird in der Schule geschichtsmäßig meiner Meinung nach fast Null vermittelt und für gerade so heikle Themen sind die Schüler auch nicht alle reif genug. Und okay, die NS-Zeit und Bücher wie "Die Welle" waren auch in anderen Fächern Thema, auch wenn man im Deutsch-LK Brecht und so behandelt hat. Aber ich finde trotzdem, dass die detaillierte Geschichts-Vermittlung der NS-Zeit in der Schule nicht zuviel ist. In den anderen Fächern fand die nämlich in der Regel nicht statt, da wurde doch nur gestriffen. Und wir leben nun mal in Deutschland, also werden wir mehr deutsche Geschichte lernen als amerikanische und mehr berühmte deutsche Dichter und Autoren durchnehmen als internationale und so kommt es halt, dass in vielen verschiedenen Fächern auch mal ein wenig die NS-Zeit behandelt wird.

Also hältst Du es für falsch, dass gleichzeitig in Geschichte die NS-Zeit behandelt wird, es in Politik Thema ist und in Deutsch Schriftsteller wie Brecht, Tucholsky und Co behandelt werden? Ich kapier den Kritikpunkt nicht. Es ist nun mal so, dass diese Zeit in Deutschland auf alles mögliche andere abstrahlt und man kann der Sache gar nicht aus dem Weg gehen. Selbst wenn man es wollte.

von Zecke - am 12.03.2006 22:47
Regt euch lieber darüber auf, was sonst so im Fernsehen läuft. Als ob es da keine schlimmeren Probleme gibt. Außerdem gibt es eine Fernbedienung. Ich versteh es nicht, wie man sich in diese Kritik so reinsteigern kann. Und das letzte war jetzt nicht wirklich gegen Dich gerichtet.

von Zecke - am 12.03.2006 22:49
Und solange das noch möglich ist, sollte man das auch ausnutzen!!! Also mir läuft jedes Mal ein Schauer über den Rücken, wenn vor mir einer von den letzten überlebenden Edelweißpiraten eine eine Ansprache oder Fragerunde hält.
Man muss sich ja auch nicht jede Guido-Knopp-Scheiße zu dem Thema anschauen, wenn es nervt. Dann lieber auf die wirklich fähigen Sachen konzentrieren und dann kann es auch nur sehr schwer zuviel werden.

von Zecke - am 12.03.2006 23:00
Zitat
Zecke
Es geht aber nicht darum, was am interessantesten ist.


Für mich war es aber am interessantesten. Punkt. Aus. Weiteres ist in meiner Antwort auf Olavs Posting nachzulesen!

Zitat

Ich habe übrigens im Geschichts-LK außer NS-Zeit sehr viel über die russische Revolution, die chinesische neuere Geschichte sowie Imperialismus und Ersten Weltkrieg gehabt, daher habe ich überhaupt keine Übersättigung eines Themas festgestellt, sondern ich fand, dass die Geschichte von 1860 bis 1945 sehr gut abgehandelt wurde.


Wir haben bei der Französischen Revolution angefangen und bei der Wiedervereinigung aufgehört. Die chinesische Geschichte kam da gar nicht vor.







von Sparvöga - am 12.03.2006 23:01
Nee, ich meinte jetzt die Sache mit unserem Drummer. Es gibt halt Zeiten, da passieren soviele unvorhergesehene Sachen, dass noch ein Haufen Arbeit unkalkuliert dazukommt.
Mein Freund ist ein Jahr jünger als ich, der ist heute (also seit wenigen Sekunden gestern) 22 geworden, sein Vater war 65. Und ja, es war richtig plötzlich und trotzdem war er letzten Endes krank. Wenn auch nur kurzzeitig und unentdeckt. Aber mehr möchte ich hier nicht dazu schreiben.

von Zecke - am 12.03.2006 23:05
Nein das ist schon klar, ich kann mir schon denken um was für eine Krankheit es sich handelt. Schlimm das wir im Grunde alles im Leben irgendwann verlieren , nichts kann man festhalten und Niemanden.
Was war denn mit eurem Drummer ? Mir hast Du nichts davon erzählt .

von La Dolce Vita - am 12.03.2006 23:10
Zitat
Zecke
In dem man nicht in der Oberstufe ist?


Entschuldige bitte, hast du meinen Beitrag nicht richtig gelesen? Ich sagte doch, dass wir z.B. "Die Welle" in der M I T T E L S T U F E gelesen haben. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass mir das Thema Nationalsozialismus nicht erst in der Oberstufe intensiv begegnet ist...!

Zitat

Also vor der Oberstufe wird in der Schule geschichtsmäßig meiner Meinung nach fast Null vermittelt und für gerade so heikle Themen sind die Schüler auch nicht alle reif genug.


Ach was! So ein Buch wie "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" ist ja auch für Kinder geschrieben. Ich denke, es kommt immer darauf an, wie man das Thema aufbereitet. Und so einen KZ-Film muss man ja nun nicht in der Unterstufe vorführen.

Zitat

Aber ich finde trotzdem, dass die detaillierte Geschichts-Vermittlung der NS-Zeit in der Schule nicht zuviel ist.


Das Problem ist aber, dass man mit dem detaillierten Wissen zu einem Zeitpunkt konfrontiert wird, an dem man das Thema schon bald nicht mehr hören kann, weil man es eben schon unzählige Male in sämtlichen anderen Fächern durchgekaut hat, wenn vielleicht auch nicht ganz so intensiv wie im Geschichts-LK in der Oberstufe.

Zitat

Und wir leben nun mal in Deutschland, also werden wir mehr deutsche Geschichte lernen als amerikanische und mehr berühmte deutsche Dichter und Autoren durchnehmen als internationale und so kommt es halt, dass in vielen verschiedenen Fächern auch mal ein wenig die NS-Zeit behandelt wird.


Es sagt ja auch keiner was dagegen, dass das Thema in der Schule behandelt wird. Das ist doch selbstverständlich. Aber man wird eben das Gefühl nicht los, dass es das EINE fachübergreifende Thema ist, das in fast allen Fächern einmal behandelt werden muss.

Zitat

Also hältst Du es für falsch, dass gleichzeitig in Geschichte die NS-Zeit behandelt wird, es in Politik Thema ist und in Deutsch Schriftsteller wie Brecht, Tucholsky und Co behandelt werden?


Solange es mit Maß und Ziel geschieht nicht. Aber eben nicht immer und immer wieder.

Zitat

Es ist nun mal so, dass diese Zeit in Deutschland auf alles mögliche andere abstrahlt und man kann der Sache gar nicht aus dem Weg gehen. Selbst wenn man es wollte.


MANN! Das Thema soll doch auch nicht aus den Geschichtsbüchern fliegen! Davon redet doch keiner!





von Sparvöga - am 12.03.2006 23:15
Zitat
Zecke
Mein Freund ist ein Jahr jünger als ich, der ist heute (also seit wenigen Sekunden gestern) 22 geworden, sein Vater war 65. Und ja, es war richtig plötzlich und trotzdem war er letzten Endes krank. Wenn auch nur kurzzeitig und unentdeckt. Aber mehr möchte ich hier nicht dazu schreiben.


Dann wird dein Freund heute wohl keinen schönen Geburtstag feiern können...! Traurig so was, also das mit seinem Vater, aber so was passiert halt. Früher oder später trifft es uns alle. Musst jetzt halt für deinen Freund da sein, wenn er dich braucht.

von Sparvöga - am 12.03.2006 23:25
Wir haben keine Schuld, ganz richtig. Jeder anständige Mensch hat aber eine Verantwortung dafür, dass so was zumindest im eigenen Wirkungskreis (und das ist hier nun mal Deutschland, auch wenn das Land einem ansonsten vielleicht am Arsch vorbei geht) nie mehr passieren wird. Und dafür ist Aufklärung über die Zeit nötig. Und wenn Dein Lieblingsthema der deutschen Geschichte die Deutsche Einheit ist, dann ist man auch ganz schnell wieder beim anderen Thema. Man kann sich doch nicht in der Geschichte einzelne interessante Themen rauspicken, Geschichte hängt alles zusammen.
Und wer macht sich denn hier im dem Eintrag selber runter als Deutsche?


von Zecke - am 12.03.2006 23:40
Das mit dem Drummer steht im "Verschwende Deine Zeit" Forum an Shasa.
Und dass man aus meinen Ausführungen die Krankheit herauslesen konnte, glaub ich nicht unbedingt. Aber ich werde mich hier im Forum auch nicht auf ein Ratespiel einlassen, wirst Du verstehen.

von Zecke - am 12.03.2006 23:43
Zitat
Zecke
Wir haben keine Schuld, ganz richtig. Jeder anständige Mensch hat aber eine Verantwortung dafür, dass so was zumindest im eigenen Wirkungskreis (und das ist hier nun mal Deutschland, auch wenn das Land einem ansonsten vielleicht am Arsch vorbei geht) nie mehr passieren wird.


Habe ich was anderes behauptet?

Zitat

Und dafür ist Aufklärung über die Zeit nötig.


Keine Frage!

Zitat



Zitat

Man kann sich doch nicht in der Geschichte einzelne interessante Themen rauspicken,


Was heißt hier herauspicken? Natürlich muss man die Geschichte im Ganzen sehen, aber ich sage trotzdem, dass mich manche Phasen mehr interessieren als andere. Die Weimarer Republik fand ich z.B. total öde. Da wurde doch nur gewählt... :D! Aber auch wenn ich sie langweilig finde, habe ich mich damit befasst.

Zitat

Geschichte hängt alles zusammen.


Ist ja'n Ding! Gut dass du mir das noch mal sagst!!!

von Sparvöga - am 12.03.2006 23:49
Klar hat man in der Mittelstufe und Unterstufe Anne Frank behandelt und "Die Welle" gelesen, ich finde aber nicht, dass die GESCHICHTE dieser Zeit vor der Oberstufe (also auch vor der 11.Klasse, nicht erst vor dem LK) wirklich detailliert behandelt wurde. Ich bin mir relativ sicher, dass man nach der 10.Klasse eine Schule verlassen kann, ohne zu wissen wer Göring oder Goebbels waren.

"Aber man wird eben das Gefühl nicht los, dass es das EINE fachübergreifende Thema ist, das in fast allen Fächern einmal behandelt werden muss."

Aber da kann man nun mal nichts dran ändern, wie schon von mir geschrieben. Wie will man ernsthaft deutsche Literatur-Geschichte in Deutsch durchnehmen ohne die Dichter und Autoren dieser Zeit zu behandeln? Das lässt sich auf andere Fächer übertragen, es geht einfach nicht, ohne wichtige Sachen nicht zu behandeln.

Die meisten anderen Ausführungen sehe ich was anders, aber das habe ich ja alles schon beschrieben. Und bei meinem letzten Satz, der Dich "laut" werden ließ *g* hast Du es nicht richtig verstanden. Ich redete doch gar nicht mehr über die Geschichtsbücher, sondern über die anderen Bereiche, auf die es abstrahlt. Man kann Deutsch und Politik nicht ohne diese Dinge behandeln. Religion vielleicht schon, aber dieses Fach würde ich ja eh abschaffen. Das ist Privatsache und hat in der Schule nix verloren.


von Zecke - am 12.03.2006 23:52
Bitte? Die Weimarer Republik plus die beiden Zwischenzeiten zu Beginn und Ende ist doch so eine der interessantesten Phasen der deutschen Geschichte überhaupt. Das war jetzt meine persönliche Meinung. Und jetzt kommt die objektiv betrachtende: Man kann doch nicht deutsche Geschichte nach der Weimarer Republik behandeln wollen, ohne auf die Weimarer Republik einzugehen. Das war der erste richtige Demokratie-Versuch in Deutschland und in dieser Zeit liegen so ziemlich die meisten Fragen und Antworten der deutschen Geschichte überhaupt herum. Sorry, vielleicht meintest Du es anders, aber wenn nicht fass ich mir da als Geschichts-LKler (der Du ja auch warst) und späterer Geschichte-Nebenfach-Student etwas an den Kopf.

von Zecke - am 13.03.2006 00:01
Zitat
Zecke
Klar hat man in der Mittelstufe und Unterstufe Anne Frank behandelt und "Die Welle" gelesen, ich finde aber nicht, dass die GESCHICHTE dieser Zeit vor der Oberstufe (also auch vor der 11.Klasse, nicht erst vor dem LK) wirklich detailliert behandelt wurde. Ich bin mir relativ sicher, dass man nach der 10.Klasse eine Schule verlassen kann, ohne zu wissen wer Göring oder Goebbels waren.


Man kann auch MIT Abitur die Schule verlassen, ohne das zu wissen! In meiner Stufe war eine, die strubbeldumm war und von gar nichts eine Ahnung hatte. Sie hat in der Oberstufe erstaunt vor der Weltkarte gestanden und festgestellt "Ach da liegt Israel...!". Es gibt auch Leute, bei denen ist in der 13 noch nicht angekommen, wer Bismarck war.







von Sparvöga - am 13.03.2006 00:02
Nein ist es nicht. Natürlich habe ich das
schwer vereinfacht dargestellt, aber wenn Du mir nicht glaubst frage von mir aus mal einen erfahrenen Psychiater, der kann Dir das vielleicht auf einer anderen Ebene darstellen als Jemand der wie ich nie in diesem Beruf gearbeitet hat.Es gibt für alle Verhaltensweisen klare Gründe.

von La Dolce Vita - am 13.03.2006 00:04
Ja, auch die gibt es. Solche Beispiele kenne ich selber zu Genüge. Woran es liegt, würde wohl in Ausführungen zur deutschen Bildungspolitik sowie zu allgemeiner Dummheit und Roboterfunktion vieler Menschen führen, aber da möchte ich hier thematisch gar nicht hin. Formulieren wir es anders: Die Oberstufe erhöht die Chance wesentlich, dass jemand genau sagen kann, wer Göring oder Goebbels war. In der Zeit vorher wird das nicht ausreichend fürs Leben behandelt, auch weil es teilweise noch nichts nützen würde. Da müsste dann später Erwachsenenbildung her, aber wie will man das schon anstellen...

Und Bismarck? Ist der jetzt nicht Fraktionsvorsitzender der SPD? *ggg*

von Zecke - am 13.03.2006 00:05
Zitat
Zecke
Bitte? Die Weimarer Republik plus die beiden Zwischenzeiten zu Beginn und Ende ist doch so eine der interessantesten Phasen der deutschen Geschichte überhaupt.


Die Geschmäcker sind halt verschieden. Ich fand es sterbenslangweilig. Habe bei der Vorbereitung für meine Abi-Klausur auch auf Lücke gesetzt. Ich habe die WR gar nicht mehr vorbereitet, dafür aber die Zeit nach 1945 ziemlich gründlich. Meine Rechnung ist aufgegangen... :D! Das war das erste Mal, dass ich so ein bisschen gepokert habe.
Die Zeit von 1860 bis zur WR hatte ich aber auch noch ganz gut drauf, und über das 3. Reich hätte ich auch etwas schreiben können.

Zitat

Das war jetzt meine persönliche Meinung.


Die ich dir ja durchaus zugestehe....

Zitat

Und jetzt kommt die objektiv betrachtende: Man kann doch nicht deutsche Geschichte nach der Weimarer Republik behandeln wollen, ohne auf die Weimarer Republik einzugehen.


Behauptet das jemand? Ich habe lediglich geäußert, dass ich die Zeit ab 1945 persönlich am interessantesten finde.
Sag mal, hältst du mich eigentlich für doof oder was? Glaubst du tatsächlich, mir wäre nicht bewusst, dass man das als Ganzes sehen muss und dass man vieles nur versteht, wenn man weiß, was 100 Jahre zuvor passiert ist?

Zitat

Sorry, vielleicht meintest Du es anders, aber wenn nicht fass ich mir da als Geschichts-LKler (der Du ja auch warst) und späterer Geschichte-Nebenfach-Student etwas an den Kopf.


Das ist ja nun nichts Neues, dass du dir bei meinen Beiträgen an den Kopf fasst...



von Sparvöga - am 13.03.2006 00:16
Nö, ich halte Dich überhaupt nicht für doof. Aber wie von Dir schon geschrieben, ich denke z.B. ein großer Teil der Abiturienten Zusammenhänge zwischen Weimarer Republuk und Nazi-Zeit bzw. Machtergreifung nicht herstellen kann.
Aber keine Sorge, Du hast mich schon überzeugt, dass Du davon Ahnung hast. Ich finde halt nur irgendwie, dass man so eine wichtige Zeit mit diesen Zusammenhängen automatisch interessant finden müsste, wenn man sich ansonsten für Geschichte und andere Teile der Geschichte interessiert. Ich denke, dass man dann diese Phase nicht öde finden kann. Aber vielleicht ist das eine falsche Annahme.

von Zecke - am 13.03.2006 00:22
Zitat
Zecke
Nö, ich halte Dich überhaupt nicht für doof.


Das ist aber nett!

Zitat

Aber wie von Dir schon geschrieben, ich denke z.B. ein großer Teil der Abiturienten Zusammenhänge zwischen Weimarer Republuk und Nazi-Zeit bzw. Machtergreifung nicht herstellen kann.


Ich kann aber Zusammenhänge herstellen. Die dritte Aufgabe in meiner Abi-Klausur war ja auch so eine Überblicksfrage. Man sollte zu Brandts Satz "Solange das Brandenburger Tor geschlossen ist, ist die Deutsche Frage offen." Stellung beziehen. Habe halt mit den bei der Wiedervereinigung endgültig festgelegten Grenzen angefangen und dann sozusagen aufgerollt, dass Deutschland, so wie es heute besteht, noch ein sehr junger Staat ist. Bin dann in die Zeit bis kurz vor dem Kaiserreich zurückgegangen und habe alles wunderschön dargelegt. Mag sein, dass nicht jeder Abiturient Bezüge zu Ereignissen herstellen kann, die mehr als 10 Jahre zurückliegen. Aber wenn sich einer nicht für das Fach interessiert, wirst du es so oder so nicht schaffen.

Zitat

Aber keine Sorge, Du hast mich schon überzeugt, dass Du davon Ahnung hast.


Das beruhigt mich aber! ich hätte heute Nacht gar nicht schlafen können, wenn du das jetzt nicht zu mir gesagt hättest *lol*.

Zitat

Ich finde halt nur irgendwie, dass man so eine wichtige Zeit mit diesen Zusammenhängen automatisch interessant finden müsste, wenn man sich ansonsten für Geschichte und andere Teile der Geschichte interessiert. Ich denke, dass man dann diese Phase nicht öde finden kann. Aber vielleicht ist das eine falsche Annahme.


Ich finde dafür anderes interessant. Ich habe ja nun nicht gefordert, ab jetzt die WR zu überspringen. Mir ist schon klar, dass man die nicht außer Acht lassen kann.




von Sparvöga - am 13.03.2006 00:37
ich verstehe. Wir haben auch im weiteren Bekanntenkreis mal wieder einen Todesfall, eine 39 jährige Frau die vor 5 Jahren angeblich nur ein kleines Knötchen aus ihrer Brust entfernt bekommen hat und nun elendig und voller Krebs gestorben ist . Dieser Brustkrebs greift um sich wie eine Seuche und die Frauen sind fast alle noch so jung.ich denk ja das es mit der Pille in engem Zusammenhang steht.War nicht wirklich fortschrittlich sie zu erfinden.

von La Dolce Vita - am 13.03.2006 01:19
Meines Wissens sind die heutigen Exemplare aber recht harmlos. Die ersten Generationen der Pille haben aber ja wohl einiges an Gesundheitsschäden auf dem Gewissen.

Hier war der Fall aber anders gelagert, bis zum Tod topfit und erst zwei Tage vor dem Tod entdeckt, dass sich in den letzten wenigen Wochen was entwickelt hat.

von Zecke - am 13.03.2006 01:24
Was, so plötzlich. Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
geht das ja auch so schnell und es gibt von vorn herein keine Therapie.

Es gibt heute Pillen mit weniger Hormonen aber weniger gefährlich sind die deshalb nicht.
Weniger nNebenwirkungen
sollen die wohl haben.
Die meisten Mammakarzinome sind hormonabhängige Tumore , das ist die traurige Wahrheit. Das gefährliche
Hormon ist das Östrogen.

von La Dolce Vita - am 13.03.2006 01:30
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