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vor 10 Jahren, 11 Monaten
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La Dolce Vita, Zecke, Der Imperator, Scheißerle, OLAV., miikka

unterscheiden die sich ???

Startbeitrag von OLAV. am 30.11.2006 11:14



bundespräsidenten KÖHLER und LÜBKE.


[www.kommunisten-online.de]

Antworten:

Was liest du denn da für Radikaliblättchen?;)
Hab mal ein paar Auszüge reinkopiert für unsere User hier zum Durchlesen. Würde mich mal interessieren, was sie da so im Einzelnen von halten.

Der Bericht zu Deinen Bildern*gg*:

**************************************************************************************


Ein zum Bundespräsidenten aufgestiegener „kulturell depravierter Sparkassenleiter hält eine Rede vor Freunden im Nadelstreifen

Horst Köhler der Super-Lübke der Konzerne?

von Günter Ackermann

Er war einst Sesselfurzer in Theo Waigels Finanzministerium. Dem diente er von 1990 bis 1993 als Staatssekretär. Von 1976 bis 1981 war er im Bundesministerium für Wirtschaft in Bonn in der Grundsatzabteilung tätig – was das auch immer sein mag. Und später war er schon mal Präsident, nämlich des „Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes“, also eine Art oberster Sparkassendirektor.

Das ist wohl auch der Blickwinkel, aus dem er die Welt – auch als Bundespräsident – betrachtet. Die deutsche Ordnung aus Adenauers Zeiten, wo es sich noch lohnte, etwas zu unternehmen und die Welt wirtschaftlich zu erobern:

„Es gab Zeiten, da sprach noch niemand von Globalisierung, aber der VW Käfer lief in aller Welt – und lief und lief und lief. Damals galt in der Bundesrepublik eine Ordnung, die Leistung ermutigte und sozialen Fortschritt brachte.“

Nicht lachen! Das sagte ein leibhaftiger Bundespräsident. Seine Rezepte, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, bewegen sich genau auf diesem Niveau eines röhrenden Auspuffs des vom KdF-Wagen[3] zum VW-Käfer mutierten Vehikels.

„Diese Ordnung ist im Niedergang, weil immer neue Eingriffe sie schleichend zersetzt haben, selbst wenn sie gut gemeint waren. Seit Jahrzehnten fallen Bundes- und Landesregierungen und nicht zuletzt Brüssel immer neue Auflagen und Regulierungen für die Wirtschaft ein, Wirtschafts- und Sozialverbände haben das ihre dazu getan, die Tarifpartner schlossen Verträge zu Lasten von Dritten, und die Bürger ließen sich gern immer neue Wohltaten versprechen und Geschenke machen. Deshalb ist die Arbeitslosigkeit über Jahrzehnte immer weiter gestiegen. Deshalb machen hohe Abgaben Arbeit teuer und können doch nicht verhindern, daß unseren Sozialsystemen der Kollaps droht.“

Die arme Wirtschaft. Da darbt doch die Deutsche Bank und hungert bei maximalen Gewinnen und wirft 10% ihrer Beschäftigten auf die Straße. Da klagt DaimlerCrysler über zu hohe Steuern – bezahlt aber keine – macht Supergewinne und ging einst, als der Superkonzern aus Daimler und Crysler gegründet wurde, nach Deutschland mit seiner Zentrale, weil hier die Steuern und andere Kosten so niedrig sind.

Es sagte der Sparkassendirektor im höchsten Staatsamt außerdem:

„Angesichts der Lage auf dem Arbeitsmarkt brauchen wir in Deutschland jetzt eine politische Vorfahrtsregel für Arbeit. Was der Schaffung und Sicherung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze dient, muß getan werden. Was dem entgegensteht, muß unterlassen werden. Was anderen Zielen dient, und seien sie noch so wünschenswert, ist nachrangig. Eine solche Grundeinstellung wünsche ich mir von allen, die politische Verantwortung tragen.“

Klingt doch prima. Wenn er jetzt meinen Namensvetter Ackermann von der Deutschen Bank ins Gewissen geredet hätte, trotz der Riesengewinne seiner Bank niemanden zu entlassen und neue Menschen einzustellen, wäre das richtig mutig gewesen. Ober niemand kann über seinen eigenen Schatten springen. Und ein grundsätzlicher Referent im Wirtschaftsministerium und oberster Sparkassendirektor denkt und handelt nun mal in den Kategorien, die seinem VW-Käfer-Auspuff-Niveau entsprechen:

„Die Lohnkosten sind nicht nur wegen der hohen Sozialabgaben so hoch. Mehr als die Hälfte der Lohnnebenkosten beruht auf Tarifverträgen. Zu lange wurden solche Verträge zu Lasten Dritter abgeschlossen – zu Lasten der Arbeitslosen und der Steuerzahler.

Ich sage das nicht, um Unternehmerschelte zu betreiben. Ich sage es, weil es mir um die Hauptaufgabe von Unternehmen und Betrieben geht, und die ist: am Markt erfolgreich zu sein und Gewinne zu machen. Das verdient immer wieder klar gesagt zu werden. In Deutschland gilt es zuweilen als moralisch verdächtig, Gewinn zu machen. Das ist falsch. Wer als ordentlicher Unternehmer Gewinne erzielt, der hat andere von seiner Leistung überzeugt und ihnen geholfen. Und nur wer Gewinne erwirtschaftet, kann den Fortbestand seines Unternehmens durch Investitionen sichern, seine Mitarbeiter weiterbeschäftigen und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen."

Damit ist alles klar. Die Superprofite der Konzerne sind eine patriotische Tat. Sie ermöglichen Investitionen und die – so glaubt der Sparkassendirektor im Schloss Bellevue – schaffen Arbeitsplätze.

Nur tun die Gewinnmacher in den Chefetagen das nicht und pfeifen auf die Theorien des promovierten Volkswirtes im Amt des Präsidenten in diesem unseren Land. Wenn sie investieren, dann in Rationalisierungen zum Abbau der Arbeitsplätze oder in Billiglohnländern. Letztere Investitionen belohnt der bu8ndesdeutsche Staat dann auch noch in Steuergeschenken. Die im Ausland mit Hungerlöhnen ergaunerten Gewinne dürfen dann steuerfrei auf die Konten der Hausbanken in Deutschland transferiert werden.

Wieso führen Steuererleichterungen der Unternehmen eigentlich zu Arbeitsplätzen? Kann man jemand, der überhaupt keine Einkommens- und Körperschaftssteuern zahlt, überhaupt die Steuern erleichtern?

Die Großkonzerne zahlen ohne Ausnahme keinerlei Körperschaftssteuern. Als man vor einigen Jahren dem Chef von ThyssenKrupp-Stahl (Sitz in Duisburg), vorhielt, dass sein Unternehmen trotz guter Gewinne keine Steuern zahle, sagte er mit dem Augenaufschlag des Naiven: „Aber unsere Mitarbeiter zahlen Einkommenssteuern.“

Da traf er dann auch den Nagel auf dem Kopf: Die Unternehmen zahlen nichts, die Normalverdiener fast alles, denn die Spitzenverdiener wurden erst vor kurzer Zeit steuerlich entlastet (das Geld fehlt jetzt in den Sozialkassen) und die Arbeitslosigkeit steigt auf das Niveau von 1931. Und da stellt sich da einer hin und sagt: „Steuerentlastung!“

Der Mann ist wahrhaftig Volkswirt und promoviert auch noch. Er hat als Bundespräsident zwar nichts zu sagen und ist eine Art präsidialer Frühstücksdirektor, aber er hält Reden. Reden, die das ausdrücken, was in den Hirnen der Bosse herumspukt. Wenn der Bundespräsident das Klagelied des darbendem Unternehmers, der vor der Not fliegt und in Moldavien produziert, dabei Löhne zahlt, von denen auch dort trotz der hohen Arbeitslosigkeit eben mal das nackte Existieren möglich ist, dann klingt das wahrer, als wenn es aus den Maul des Dieter Hundt[4] gekläfft. Es ist trotzdem falsch.

Wir können gespannt sein, welche Reden noch in Zukunft vom Bundespräsidenten gehalten werden. Köhler hielt eine Hommage auf die Gründerzeiten der BRD, auf Adenauer und Erhard – Globke, den Staatssekretär Adenauers und Nazijuristen erwähnte er aber nicht.

Mir scheint, er hatte noch einen weiteren Repräsentanten der damaligen Zeit im Köpf: Heinrich Lübke, dem Meisterredner. Ob er eine Art Über-Lübke werden will, also ein Lübke des 21. Jahrhunderts?


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von La Dolce Vita - am 30.11.2006 12:44

von Karl Marx



Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk


Die Legende vom theologischen Sündenfall erzählt uns (...), wie der Mensch dazu verdammt worden sei, sein Brot im Schweiß seines Angesichts zu essen; die Historie vom ökonomischen Sündenfall aber enthüllt uns, wieso es Leute gibt, die das keineswegs nötig haben. Einerlei. So kam es, daß die ersten Reichtum akkumulierten und die letztren schließlich nichts zu verkaufen hatten als ihre eigne Haut. Und von diesem Sündenfall datiert die Armut der großen Masse, die immer noch, aller Arbeit zum Trotz, nichts zu verkaufen hat als sich selbst, und der Reichtum der wenigen, der fortwährend wächst, obgleich sie längst aufgehört haben zu arbeiten.

K. Marx, Das Kapital, MEW 23, Berlin (DDR), 1974, S. 741





von La Dolce Vita - am 30.11.2006 12:52
Bist du hier nun sowas, wie Moderatorin, und oder hast irgendwelche Webmasterfunktionen hier im Forum ?
DAS würde mich jetzt mal so interessieren.

Scheißerle

von Scheißerle - am 30.11.2006 12:57
ja liest du denn etwa nicht alles mit?:hallo

von miikka - am 30.11.2006 13:12

Karl Marx über die zivilisierte Ausbeutung








Zivilisierte Ausbeutung

Die Manufaktur war historischer Fortschritt und zugleich ein Mittel »raffinierter Exploitation«

Von Karl Marx

Die manufakturmäßige Teilung der Arbeit schafft durch Analyse der handwerksmäßigen Tätigkeit, Spezifizierung der Arbeitsinstrumente, Bildung der Teilarbeiter, ihre Gruppierung und Kombination in einem Gesamtmechanismus, die qualitative Gliederung und quantitative Proportionalität gesellschaftlicher Produktionsprozesse, also eine bestimmte Organisation gesellschaftlicher Arbeit und entwickelt damit zugleich neue, gesellschaftliche Produktivkraft der Arbeit. Als spezifisch kapitalistische Form des gesellschaftlichen Produktionsprozesses – und auf den vorgefundnen Grundlagen konnte sie sich nicht anders als in der kapitalistischen Form entwickeln – ist sie nur eine besondre Methode, relativen Mehrwert zu erzeugen oder die Selbstverwertung des Kapitals – was man gesellschaftlichen Reichtum, »Wealth of Nations« usw. nennt – auf Kosten der Arbeiter zu erhöhn. Sie entwickelt die gesellschaftliche Produktivkraft der Arbeit nicht nur für den Kapitalisten, statt für den Arbeiter, sondern durch die Verkrüpplung des individuellen Arbeiters. Sie produziert neue Bedingungen der Herrschaft des Kapitals über die Arbeit. Wenn sie daher einerseits als historischer Fortschritt und notwendiges Entwicklungsmoment im ökonomischen Bildungsprozeß der Gesellschaft erscheint, so andrerseits als ein Mittel zivilisierter und raffinierter Exploitation.

Politische Ökonomie

Die politische Ökonomie, die als eigne Wissenschaft erst in der Manufakturperiode aufkommt, betrachtet die gesellschaftliche Teilung der Arbeit überhaupt nur vom Standpunkt der manufakturmäßigen Teilung der Arbeit, als Mittel, mit demselben Quantum Arbeit mehr Ware zu produzieren, daher die Waren zu verwohlfeilern und die Akkumulation des Kapitals zu beschleunigen. Im strengsten Gegensatz zu dieser Akzentuierung der Quantität und des Tauschwerts halten sich die Schriftsteller des klassischen Altertums ausschließlich an Qualität und Gebrauchswert. Infolge der Scheidung der gesellschaftlichen Produktionszweige werden die Waren besser gemacht, die verschiednen Triebe und Talente der Menschen wählen sich entsprechende Wirkungssphären, und ohne Beschränkung ist nirgendwo Bedeutendes zu leisten. Also Produkt und Produzent werden verbessert durch die Teilung der Arbeit. Wird gelegentlich auch das Wachstum der Produktenmasse erwähnt, so nur mit Bezug auf die größre Fülle des Gebrauchswerts. Es wird mit keiner Silbe des Tauschwerts, der Verwohlfeilerung der Waren gedacht. Dieser Standpunkt des Gebrauchswerts herrscht sowohl bei Plato, der die Teilung der Arbeit als Grundlage der gesellschaftlichen Scheidung der Stände behandelt, als bei Xenophon, der mit seinem charakteristisch bürgerlichen Instinkt schon der Teilung der Arbeit innerhalb einer Werkstatt näher rückt. Platos Republik, soweit in ihr die Teilung der Arbeit als das gestaltende Prinzip des Staats entwickelt wird, ist nur atheniensische Idealisierung des ägyptischen Kastenwesens, wie Ägypten als industrielles Musterland auch andren seiner Zeitgenossen gilt, z. B. dem Isokrates, und diese Bedeutung selbst noch für die Griechen der römischen Kaiserzeit behielt. (...)

Eigener Widerspruch

Zugleich konnte die Manufaktur die gesellschaftliche Produktion weder in ihrem ganzen Umfang ergreifen noch in ihrer Tiefe umwälzen. Sie gipfelte als ökonomisches Kunstwerk auf der breiten Grundlage des städtischen Handwerks und der ländlich häuslichen Industrie. Ihre eigne enge technische Basis trat auf einem gewissen Entwicklungsgrad mit den von ihr selbst geschaffnen Produktionsbedürfnissen in Widerspruch.

Eins ihrer vollendetsten Gebilde war die Werkstatt zur Produktion der Arbeitsinstrumente selbst, und namentlich auch der bereits angewandten komplizierteren mechanischen Apparate. (...)

Dies Produkt der manufakturmäßigen Teilung der Arbeit produzierte seinerseits – Maschinen. Sie heben die handwerksmäßige Tätigkeit als das regelnde Prinzip der gesellschaftlichen Produktion auf. So wird einerseits der technische Grund der lebenslangen Annexation des Arbeiters an eine Teilfunktion weggeräumt. Andrerseits fallen die Schranken, welche dasselbe Prinzip der Herrschaft des Kapitals noch auferlegt.





von La Dolce Vita - am 30.11.2006 13:46

Re: Karl Marx über die zivilisierte Ausbeutung

Des Weiteren huldigt diese Page ( also www.kommunisten-online.de) Stalin...Oktoberrevolution usw... und was natürlich nicht fehlen darf: money, money, money:D:

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62360100430433407436., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage


von La Dolce Vita - am 30.11.2006 14:04
Ncahdem ich mir die Seite mal angesehen habe muss ich sagen: Diese Spinner könnten noch nützliches Fußvolk bei der Machtübernahme sein, aber dann sollte man sie schleunigst beseitigen.

von Der Imperator - am 30.11.2006 14:09
Das wundert mich jetzt aber echt. Ich dachte, du wärst begeistert auf ihrer Seite? Also jetzt mal von Stalin abgesehen. Sie zitieren doch im Grunde Lenin. Sind sie dir zu kommunistisch oder zu wenig?

von La Dolce Vita - am 30.11.2006 14:13
Von Lenin halt ich nichtmal so viel.
So wie da gegen Trotzkisten und Abweichler gestänkert wird hab ich den Eindruck dass diese Leute wirklich glauben die Sovietunion war ein toller kommunistischer Staat der eine Revolution wert war.
Mit solchen Leuten ist kein vernünftiger Sozialismus zu machen. Die würden mit Freuden die alten Fehler der UdSSR und DDR wiederholen.
Ich hoffe nur dass die Seite Satire ist, bezweifle es aber...



von Der Imperator - am 30.11.2006 14:20
Nee, ich befürchte die meinen das ernst. Ausserdem sind wir hier ausnahmsweise mal einer Meinung. Sie huldigen die Zustände in der ehemaligen Sowjetunion. Sicherlich hat keiner von ihnen zu der Zeit dort leben müssen.
Was genau hat dir an Lenin nicht zugesagt? Und wie ist es mit Marx?

von La Dolce Vita - am 30.11.2006 14:28
Lenin war zu ideologisch, skrupellos und machtgeil für meinen Geschmack, auch wenn er in der Hinsicht natürlich nicht an Stalin heranreicht. Seine Art war vielleicht wohl Anfangs notwendig um die Revolution ins rollen zu bringen, hat aber gleichzeitig den Grundstein für das moralische Versagen der Sovietunion gelegt.
Wäre nach Lenin jemand wie Chruchtschow an die Macht gekommen und danach jemand wie Gorbatschow könnte aus der Sovietunion vielleicht ein gutes Vorbild für andere geworden Staaten sein, aber so konnte das nichts werden. Lenin ist für mich daran mitverantwortlich dass dort viel zu lange eine pervertierte Form der Ideologie gegenüber der Vernunft eine Vormachtstellung hatte.
Als Gorbatschow versucht hat die Konstruktionsfehler zu beheben hatte viele Leute schon komplett von dem System die Schnauze voll, und andere hingen zu sehr an den verknöcherten Strukturen.

Was Marx angeht: Der Mann hatte gleichzeitig recht und unrecht.
Er hatte recht mi der Beobachtung dass der Kapitalismus vond er Ausbeutung leicht verfügbarer und miteinander konkurrierender Arbeiter lebt, die mir Religion oder anderem ruhig gestellt werden. Es hat ja durchaus seinen Grund dass seine Theorien damals nicht nur unter dem Proletariat sondern auch unter Intellektuellen großen Anklang fanden. Das damalige System war unhaltbar und das heutige ist trotz vieler verbesserungen (zumindest in der ersten Welt) noch suboptimal, um es mal nett auszudrücken.
Die Vermutung die Geschichte würde unvergeierlich irgendwann zu einer klassenlosen Gesellschaft führen halte ich zumindest teilweise für einen Irrtum. Realistischer wäre eine graduelle Angleichung der Lebensverhältnisse oder die Beseitigung einer großen Arm/Reich-Schere, aber das wird nicht automatische geschehn sodnern muss vom Staat langsam herbeigeführt werden.
Auch wenn der technische Fortschritt die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen auf dauer weniger profitabel macht als alles von Maschinen herstellen zu lassen ist die Arbeitskraft eines Menschen in einem Drittweltland krzfristig immer noch viel billiger.
Es entfallen keine Invetitionskosten für aufwändige Produktionsanlagen, der Mensch wartet sich selber und zeugt Nachwuchs der ihn irgendwann ersetzen kann. Damit das ganze profitabel bleibt bracuht man natürlich einen ausreichend großen Überschuss an schlecht ausgebildeten Leuten die dringend Arbeit brauchen und durch gegenseitige Konkurrenz die Lohnkosten unten halten.
Da China und Indien langsam Fortschritte machen wird jetzt ofenbar daran gearbeitet hier wieder einen Überschuss zu schaffen (zumindest wirkt das auf mich so), damit das System weiter funktionieren kann.
Das Dilemma des Kapitalismus ist dass Manager in einem Betrieb auch wenn sie es wollen nicht moralisch einwandfrei handeln können da ihnen zu viele Aktionäre im Nacken sitzen die sich nur für Gewinne interessieren, aber ich glaube sich schweife seit mindestenz zwei Absätzen zu sehr ab...


Rechtschreib- und Interpunktionsfehler sind mir jetz egal, ich werd das Ganze nicht mehr korrektur lesen.

von Der Imperator - am 30.11.2006 15:01
War echt mal interessant, Deine Meinung zu dem Ganzen zu hören. Du scheinst nicht einfach Anhänger von irgendeinem dieser Kerle zu sein, sondern hast dir eher eine eigene neuartige Staatformstheorie daraus erschaffen, die Du gut finden würdest.
Das Problem ist eben wieder bloss, dass man egal bei welcher Staatsform auch immer, auf die Ehrlichkeit der anderen mit angewiesen ist, wenn man demokratisch vorgehen will. Und daran scheitert der echte Sozialismus auf Dauer wahrscheinlich wieder. Obwohl es in einigen lateinamerikanschen Staaten ja nun zu klappen scheint. Aber kann man das so einfach auf unser Land hier übertragen?


von La Dolce Vita - am 30.11.2006 15:33
Der Sozialismus wird daran scheitern, genauso wie Demokratie und Kapitalismus seit Jahrzehnten scheitern.
Ich seh da keinen großen Unterschied wenn es um Machbarkeit geht.
Ist es zum Beispiel wirklich demokratisch dass Parteien eigenständig Koalitionen bilden ?
Wenn man Demokratie ernsthaft berteiben wollte dann müsste jede Koalition nochmal vom Wähler enzeln abgesegnet werden, aber das wär zu kompliziert. Also leben wir mit einem halbgaren Kompromiss der aber nicht viel mit wirklicher Beteiligung des Volkes an der Regierung zu tun hat.

von Der Imperator - am 30.11.2006 15:42
Die Koalitionen werden aber doch allein aus machbaren Mehrheiten gegründet, die vom Bürger gewählt worden sind. Fehlt die absolute Mehrheit, scheitert auch die Koalition.
Genau, der Sozialismus scheitert am Egoismus und an der Unaufrichtigkeit der Menschen und der Kapitalismus im Grunde auch. Ich hab ihn auch nie als sozial gerecht empfunden. Immer nur als das kleinere Übel.

von La Dolce Vita - am 30.11.2006 15:48
Wenn eine Partei mit 6% der Wählerstimmem Koalitionspartner wird, dann sehe ich da schon ein Problem.
6% sprechen sich dafür aus dass diese Partei in die Regierung kommt, und sie kommt in die regierung. dafür bleibt dann eine Partei mit über 30% in der Opposition.
Die ganze Perteiendemokrtie ist für mich nix halbes und nix ganzes, aber ein besseres System fällt mir zur Zeit nicht ein.


von Der Imperator - am 30.11.2006 16:00
Ein besseres System innerhalb der parlamentarischen Demokratie meinst Du, fällt Dir nicht ein.;)
Nö, mir auch nicht und den Politikern wohl auch nicht.
Es mag ungerecht sein, aber die Parteien passen eben teilweise absolut nicht zueinander. Das wäre dann auch wieder nix halbes und nix ganzes. Man stellesich vor, sie FDP müsste mit der PDS.....Oweia, was käme dabei raus?

von La Dolce Vita - am 30.11.2006 16:12
Hört sich irgendwie ungesund an. ;-)

von Scheißerle - am 30.11.2006 17:55
Also bei aller ebenfalls vorhandener Abneigung gegen Köhler und sicher manchen ähnlichen Zielen, diese Seite bzw. ihr komischer Webmaster und Autor ist mir suspekt. Wenn ich diesen "sachlichen" Schreibstil lese, wird mir übel und solche Dinge hier? Aber hallo...

"Ja, Trotzkisten sind Konterrevolutionäre, die sich in das Gewand von Linken, Sozialisten, Kommunisten und Revolutionäre hüllen. Der Kampf gegen Trotzkismus ist heute ebenso aktuell, wie in der Zeit, als Trotzki selbst noch im damaligen Sowjetrussland seine Wühl- und Zersetzungsarbeit leistete.
Im antifaschistischen Kampf stand er faktisch auf der Seite der Steigbügelhalter der Faschisten in Deutschland, Spanien usw. Diese machten Appeasement-Politik, Leo Trotzki sekundierte und stellte den Führer des Sowjetvolkes, J.W. Stalin, auf eine Stufe mit Hitler, indem er vom Doppelgestirn Hitler-Stalin schwafelte."


von Zecke - am 01.12.2006 00:20

Re: Karl Marx über die zivilisierte Ausbeutung

Spenden sind ja nicht verkehrt, Oktoberrevolution auch nicht wirklich, aber die (wenn auch in der Regel nicht offen angesprochene) Sympathie für Stalin und seine SU zieht sich durch die ganze Seite.

von Zecke - am 01.12.2006 00:22
Hui, das hatte ich och gar nicht gelesen.
Dann hatt sich ja mein schlimmster verdacht über diesen Spinner bestätigt.

von Der Imperator - am 01.12.2006 01:33
Sie sind zu dogmatisch, zu wenig liberal, zu spaltend etc.. Dir sollte doch klar sein, dass wir nie in irgendeiner ideologisch festgezurrten Ecke des schon real existierten Ost-Kommunismus standen. Ich komme aus der Punk-Szene, ich bin vielleicht libertärer Sozialist, aber mit solchen Spinnern habe und hatte ich nie was zu tun.

von Zecke - am 01.12.2006 01:43
Wolltest Du nicht schlafen?

von Zecke - am 01.12.2006 01:43
Die lateinamerikanischen linken Bewegungen sind für mich überhaupt nicht vergleichbar mit dem östlichen Kommunismus. Genauso wie die politischen Gegebenheiten dort auch insgesamt nicht mit denen in Europa, Osteuropa oder sonst wo zu vergleichen sind.

von Zecke - am 01.12.2006 01:46
Jedesmal wenn ich völlig übermüdet einschlafe wach ich spätestens nach 2 Stunden wieder auf und krieg kein Auge zu...

von Der Imperator - am 01.12.2006 01:53
Du arme Sau...

von Zecke - am 01.12.2006 02:00

Noch schnell einer...

...und dann geh ich wieder schlafen.

Arbeitslager in Sibirien. Drei Gefangene unterhalten sich darüber wieso sie da sind.
Der Erste: "Ich hab vor sechs Jahren mal den Genossen Popov kritisiert."
Der Zweite: "Ich hab mal vor zwei Jahren den Genossen Popov kritisier."
Der Dritte:"Ich bin Genosse Popov..."

von Der Imperator - am 01.12.2006 02:00

Re: Karl Marx über die zivilisierte Ausbeutung

Genau, das Gefühl hatte ich auch beim Durchblättern der Seite. Interessiert es diese Leute denn überhaupt nicht, was das für eine Bestie war?

von La Dolce Vita - am 01.12.2006 07:55
Nein, weiss ich. Sehe ich inzwischen auch so. Dafür muss man sich aber erst einmal näher mit der Materie beschäftigen und der jeweiligen Vergangenheit und Entwicklung eines bestimmten Landes oder Teilkontinent. Der Durchschnittsbürger wirft das alles in einen Pott. Hab ich anfangs auch getan. Zeitungen wie die Rheinische Post oder die NRZ berühren diese Thematik ja auch im Grunde nicht. Da steht im Grunde aller möglicher Kleinkram drin, wo Frau Merkel gerade zu Gast ist und ob der Papst gut ankommt in der Türkei,*lol*, aber nichts Weltpolitisches, was im Grunde genommen viel interessanter wäre. Und richtig verpackt, könnte man sicherlich auch einige ganz normale, weltoffene Bürger damit erreichen.

von La Dolce Vita - am 01.12.2006 08:04
Ja, nachdem ich mir die Seite später mal genauer angeschaut hab, war mir das dann auch ziemlich klar. Wobei ich mit der genauen Gesinnung vom Imperator noch nicht so vertraut bin wie mit deiner.

von La Dolce Vita - am 01.12.2006 08:18
Na ja, aber Hardcore- Linke und sachlich....... hab ich selten gesehen..... Du schreibst über politische Zusammenhänge immer ziemlich sachlich (ausser bei Nazisachen, da reagierst du emotional) aber sind wir mal ehrlich, bei Vielen hat
es häufig einen Touch ins Aggressive, Hetzerische. Hatten wir doch damals schon mal diese Diskussion mit dieser einen Seite, hiess die Antifa oder so? Ich fand die Art da über alles anderspolitsche dermaßen
herzuziehen, einfach nur schrecklich. Ich kann mich aber erinnern dass ich später noch mal da drauf gelangt war beim Googlen
und sie mir da schon deutlich " erwachsener " vorkam.


von La Dolce Vita - am 01.12.2006 10:28
Im Kölner Stadt-Anzeiger stand meines Wissens auch so gut wie nichts oder sogar überhaupt nichts über die Wahl in Ecuador. In diesen kleineren seriösen Zeitungen ist die "große Politik" ein ganz großes Problem. Dafür muss man echt schon Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, FAZ oder irgendein linkes Blättchen lesen.

von Zecke - am 02.12.2006 00:58
Wenn ich mich überhaupt für Politik interessiere, dann eher für weltpolitischen Sachen. Dann sollte ich vielleicht doch mal anfangen Zeitungen zu lesen wie die die FAZ oder Süddeutsche. Bei linken Blättchen weiss ich nicht so genau, wenn sie relativ neutral berichten und weltoffen erscheinen gern, aber so "Monitor"-mässig Dauerhetze betreibende Quellen, mag ich nicht so besonders, wobei einiges davon sicher wahr ist.
Der Spiegel gefällt mir übrigens echt gut inzwischen.

von La Dolce Vita - am 02.12.2006 12:50
"Monitor" betreibt keine Hetze. Mit linken Blättchen meine ich so was wie taz, Neues Deutschland, Frankfurter Rundschau etc. und die kann man durchaus lesen. Ich meinte kein linkes Kampfblättchen. "Der Spiegel" gefällt mir nicht mehr ganz so gut, der wird mit den Jahren immer schwächer und gemäßigter. Leider ist er aber ohne Alternative.

von Zecke - am 04.12.2006 00:06
Monitor ist besser geworden, aber früher ist mir bald schlecht geworden bei dem böse Welt Gejammer und permanenten Hetzjagden, die die betrieben haben. Von daher hatte ich es auch später nicht mehr geguckt und so ging es einigen aus meinem Bekanntenkreis. Das war wie Bildzeitung, bloss in die entgegengesetze Richtung. Zumindest hab ich es so empfunden und das ging mir auf den Geist.
Ja, aber der Spiegel ist dadurch nicht mehr ganz so trocken. Ich denke, er orientiert sich so ein bisschen Am Focus, natürlich nicht von der politischen Ausrichtung her, sondern indem er die Themen etwas auflockert. Ich finde nur, er sollte sich von Assi Sendern wie RTL fernhalten. Auch wenn's nicht genau dasselbe ist.

von La Dolce Vita - am 04.12.2006 07:57
Genau das ist eins der Probleme. Auch der Spiegel verkommt immer mehr zu einem Boulevard-Magazin. Das andere Problem ist, dass er nach Augstein immer gemäßigter wurde und mittlerweile weit in der Mitte angekommen ist.

von Zecke - am 05.12.2006 00:50
Ein bisschen Auflockerung hin zur Boulevardzeitung, finde ich aber nicht unbedingt negativ. Solange es im Rahmen bleibt. Da erreicht man viel mehr Leute mit. Ist eben so. Dass er nicht zu mittig werden darf, das sehe ich auch so. Er sollte eine deutlich linke Position beibehalten, sowie der Focus seine mittige bis konservative Linie einhalten sollte. Sonst entwickelt sich das nachher zu völligem Einheitsbrei.

von La Dolce Vita - am 05.12.2006 09:01
Es darf aber halt nicht auf Kosten der Inhalte bzw. der Länge und der Qualität der Artikel sein. Und das ist hier schon der Fall, finde ich. "Deutlich linke Position beibehalten"? Ich sehe beim "Spiegel" keine "deutlich linke Position. Überhaupt nicht. Sich links von anderen Medien zu befinden, heíßt noch lange nicht links zu sein. Gerade am Wochenende hab ich auch noch diesen ziemlich einseitigen Chavez-Artikel gelesen.

von Zecke - am 06.12.2006 21:52
Er ist schon links, aber eben nicht einseitig links oder extrem links. Aber man merkts schon,
finde ich.
Ich kann aber die Kritik von Deinem Standpunkt aus verstehen. Für Leute wie mich wird er interessanter und für sehr detailliert informierte und interessierete Leute wie Dich, ist er schon zu trivial geworden. So geht mir das mit Büchern über Psychologie.
Wo andere
anfangen zu verzweifeln, fängt ein Buch an,
für mich interessant zu werden. Für mich ist alles andere Dr. Sommer.:joke:

von La Dolce Vita - am 06.12.2006 22:42
Trivial ist er nicht, ich lese ihn gerne. Aber er ist eben nicht mehr wirklich links und er ist schwächer geworden. Schwächer und mittiger geworden heißt ja nicht, dass man ihn nicht mehr lesen sollte. Er ist weiter mit das wichtigste deutsche Politik-Medium und leider auch ohne Alternative.

von Zecke - am 07.12.2006 02:45
Okay.

von La Dolce Vita - am 07.12.2006 12:26
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