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La Dolce Vita, Zecke, Scheißerle, Sparvöga, Der Imperator, Katastrophenkommando, Rattenfänger

Grüne: Gotteslästerung soll straffrei werden

Startbeitrag von Sparvöga am 30.11.2006 20:43

Ginge es nach den Grünen, würde Gotteslästerung straffrei werden. Wie seht Ihr das? Ich persönlich bin der Meinung, dass Kritik erlaubt sein muss, nicht aber Blasphemie. Und zwar unabhängig davon, um welchen Gott es geht. Überhaupt frage ich mich, welchen Vorzug es haben soll, diesen Paragrafen abzuschaffen?! Kann mir das einer mal erklären? Im Grunde werden doch Leute nur in ihren Gefühlen verletzt und man ermöglicht es, dass es zu unnötigen Provokationen und Konflikten kommt.

Religion
Grüne: Gotteslästerung soll straffrei werden

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, hat die Abschaffung des strafrechtlichen Gotteslästerungsparagrafen gefordert. Der Paragraf gehöre auf „den Misthaufen der Rechtsgeschichte“. Unions-Politiker sind empört.

Berlin - Die Debatte um die Absetzung der Mozart-Oper „Idomeneo“ in Berlin habe gezeigt, dass auch der Gotteslästerungsparagraf überholt sei, sagte Beck der „Berliner Zeitung“. Nach der gesetzlichen Regelung drohen bis zu drei Jahren Haft, wenn religiöse Bekenntnisse in einer Weise beschimpft werden, dass dies den öffentlichen Frieden stört.

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, reagierte mit Empörung auf die Forderung Becks. Das zeige erneut, welche Probleme die Grünen mit den Grundwerten der Gesellschaft hätten. „Es ist ihnen anscheinend wichtiger, Krötenwanderungen zu schützen als den Kernbereich personaler Würde und Freiheit“, sagte Kauder.

Beckstein: Erschreckender Werteverfall bei den Grünen

Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) sprach von einem "erschreckenden Ausdruck eines fundamentalen Werteverfalls bei den Grünen“. Die Verunglimpfung von religiösen Gefühlen werde erleichtert, wenn der Paragraf abgeschafft würde. Damit störe Beck empfindlich das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen. Der CDU-Politiker Holger Haibach nannte die Formulierung während einer Bundestagsdebatte eine „Unverschämtheit in der deutschen Rechtsgeschichte“.

Nach einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen wird der Gotteslästerungsparagraf nur noch selten angewandt. Während 1995 noch 24 Menschen danach verurteilt wurden, waren es 2004 nur noch 15. Die Regierung sehe keine Notwendigkeit, das Strafgesetzbuch zu verändern.

Laut Paragraf 166 StGB drohen demjenigen bis zu drei Jahre Haft, der öffentlich oder durch Schriften religiöse oder weltanschauliche Bekenntnisse in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hatte im Sommer eine Gesetzesinitiative mit dem Ziel einer Verschärfung des Paragrafen 166 StGB angekündigt. Die bisherige Regelung sei „völlig stumpf und wirkungslos“, begründete er sein Ansinnen. Konkrete weitere Schritte wurden bislang jedoch nicht bekannt. Im Frühsommer hatte die „Popetown“-Serie von MTV und die im Vorfeld geschaltete Werbung des Musiksenders für anhaltende Kontroversen gesorgt.

WELT.de

Artikel erschienen am 30.11.2006

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WELT.de 1995 - 2006

Quelle: [www.welt.de]

Die 50 interessantesten Antworten:

Ach, Werteverfall...natürlich gehört diese mittelalterlich angehauchte Gesetz gekippt. Da regen sich leute wegen dieser bescheuerten Popetown Werbung auf.
Wenn jemand Jesus Christus beleidigt dann soll der ihn doch in gottes Namen strafen, aber lasst weltliche Gerichte mit so'nem Scheiß in Ruhe. Es ist nicht Aufgabe des Staates ein Wesen zu schützen dass sich selber wehren kann falls es existiert.

von Der Imperator - am 30.11.2006 20:52
Artikel 3: Gleichheit vor dem Gesetz

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Sagt das alleine nicht eigentlich alles aus ? Braucht es denn noch überflüssige Zusatzgesetze in denen zwar ein Strafmaß festgelegt ist, aber sonst in alle Richtungen auslegungbar ist und total schwammig rüberkommt ?

Scheißerle


von Scheißerle - am 30.11.2006 20:58
Zitat
Der Imperator
Ach, Werteverfall...natürlich gehört diese mittelalterlich angehauchte Gesetz gekippt.


Dann nenne mir doch mal einen vernünftigen Grund dafür! Interessieren dich die religiösen Gefühle anderer Menschen nicht? Siehst du keine Gefahr darin, dass Konflikte entstehen können, vielleicht auch gerade im Bezug auf den Islam....?

Zitat
Der Imperator
Es ist nicht Aufgabe des Staates ein Wesen zu schützen dass sich selber wehren kann falls es existiert.


Ich würde sagen, der Staat schützt hier auch die Menschen, die an jenes Wesen glauben....
Außerdem: Wie sollte Gott sich wehren? Meinst du, er schickt jetzt einen Blitz vom Himmel herunter, der den Gotteslästerer erschlägt? Würde das nicht seinem göttlichen Wesen widersprechen, wenn er das täte?

von Sparvöga - am 30.11.2006 20:59
Zitat
Scheißerle
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Sagt das alleine nicht eigentlich alles aus ? Braucht es denn noch überflüssige Zusatzgesetze in denen zwar ein Strafmaß festgelegt ist, aber sonst in alle Richtungen auslegungbar ist und total schwammig rüberkommt ?

Scheißerle


Nein, sagt es nicht! Inhaltlich ist es nicht dasselbe. Das Gesetz, das du anführst, stellt lediglich sicher, dass dir deine Religionszugehörigkeit nicht zum Nachteil oder Vorteil ausgelegt werden darf.

von Sparvöga - am 30.11.2006 21:02
Aber es sind doch Menschen, der sich durch die "Gotteslästerung" benachteiligt oder von mir aus "nur" beleidigt fühlen. Gott sieht doch über sowas hinweg !
Die Gesetze sind doch für die Menschen, die miteinander leben gemacht, und nicht für Gott ! Die Natur(Gott) hat ganz andere Gesetze.

Scheißerle

von Scheißerle - am 30.11.2006 21:09
Zitat

Dann nenne mir doch mal einen vernünftigen Grund dafür! Interessieren dich die religiösen Gefühle anderer Menschen nicht? Siehst du keine Gefahr darin, dass Konflikte entstehen können, vielleicht auch gerade im Bezug auf den Islam....?


Wenn es Stoiber erlaubt ist Leute mit meiner Weltanschauung mit Hitler gleich zu setzen ("Die Nationalsozialisten waren in erster Linie Sozialisten") dann nehm ich mir auch das Recht heraus seinen Glauben zu verarschen.
Ich würde öffentlich keine Religion beleidigen weil es geschmacklos ist, aber man sollte den Leuten keine Geschmacklosigkeiten verbieten. Der Staat hat wichtigere Aufgaben als seinen Bürgern Manieren beizubringen. Und wieso sollten wir besonders rücksichtsvoll mit den Gefühlen von Fanatikern umgehen ? Das Kinfliktpotenzial kommt nicht von von Leuten die den Islam beleidigen, sondern von Leuten die Gewalttätig werden wenn sie glauben man hätte ihre religion beleidigt.

Zitat

Würde das nicht seinem göttlichen Wesen widersprechen, wenn er das täte?

Nö, das würde ihn bestätigen wenn Juden, Christen und Muslime recht hätten. Lies mal das ALte Testament. Abrahams Gott ist ein egozentrisches, rachsüchtiges Arschloch.

von Der Imperator - am 30.11.2006 21:22
Ein schwieriges Thema. Aber jemanden strafrechtlich verfolgen, weil er Gott beleidigt...ich weiss nicht, klingt irgendwie auch nicht sinnvoll. Man kann die Gefühle von Menschen auf so viele Art und Weisen verletzen und wird ja auch nicht dafür bestraft.
Und wer legt fest, was blasphemisch ist und was bloss Provokation ist?

von La Dolce Vita - am 30.11.2006 21:29
Sofort abschaffen! Und gleichzeitig die Trennung Staat-Kirche endlich mal konsequent angehen. Danke schön!

Und ja, mir ist es auch wichtiger ein paar existierende Tiere zu schützen als gegen Beleidigungen gegen jemand vorzugehen, dessen Existenz noch niemand nachweisen konnte. Es ist mir übrigens auch wichtiger als Herr Beckstein zu schützen... :joke:

Aber nett, dass sich die Grünen und die Union mal wieder in die Haare bekommen, diese Anbiederei war ja schon nicht mehr erträglich.

von Zecke - am 30.11.2006 21:38
Zitat
Scheißerle
Aber es sind doch Menschen, der sich durch die "Gotteslästerung" benachteiligt oder von mir aus "nur" beleidigt fühlen.


Also für mich sind "benachteiligen" und "beleidigen" zwei verschiedene Dinge...!

Zitat
Scheißerle
Die Gesetze sind doch für die Menschen, die miteinander leben gemacht, und nicht für Gott !


Ja natürlich, aber ist es dir nicht wichtig, dass die Menschen möglichst ordentlich miteinande umgehen?





von Sparvöga - am 30.11.2006 21:39
Du musst ja deswegen nicht genauso blöd handeln wie Herr Stoiber.:rolleyes:
Ich glaube, es geht Sparvöga auch eher um die Menschen und um den Schutz ihrer religiösen Gefühle, als darum, ob Gott im AT rachsüchtig war oder nicht.

Ich bin aber auch eher der Meinung, dass es sich um eine Geschmacklosigkeit und um eine Gemeinheit handelt, nicht mehr und nicht weniger.

von La Dolce Vita - am 30.11.2006 21:41
Eben! Und das ist auch richtig so. Alles was darüber hinausgeht ist überflüssige Rücksichtsnahme. Wenn mich jemand als "schlechte Texte schreibender Musiker" bezeichnet, verletzt das meine Gefühle theoretisch auch nicht weniger als wenn ich über die Religionszugehörigkeit eines Menschen lästere. Trotzdem kann ich diesen Menschen nicht belangen. Und das ist auch richtig so. Meinungsfreiheit. Meinetwegen auch bis zur Geschmackslosigkeit.

von Zecke - am 30.11.2006 21:41
Zitat
Der Imperator
Ich würde öffentlich keine Religion beleidigen weil es geschmacklos ist,


Eben! Aber es gibt eben Leute, die nicht über das nötige Empfinden verfügen...

Zitat
Der Imperator
aber man sollte den Leuten keine Geschmacklosigkeiten verbieten.


Auch nicht, wenn sie unter Umständen das friedliche Zusammenleben stark gefährden?

Zitat
Der Imperator
Der Staat hat wichtigere Aufgaben als seinen Bürgern Manieren beizubringen.


Ich finde, es geht hier aber nicht nur darum, dass hier den Bürgern Manieren beigebracht wird, so nach dem Motto "Man darf nicht auf die Straße rotzen"!

Zitat
Der Imperator
Und wieso sollten wir besonders rücksichtsvoll mit den Gefühlen von Fanatikern umgehen ?


1. fühlen sich auch Leute in ihren Gefühlen verletzt, die keine Fanatiker sind.
2. stellt sich mir die Frage, ob man diese Fanatiker noch mehr herausfordern muss?



von Sparvöga - am 30.11.2006 21:44
"Auch nicht, wenn sie unter Umständen das friedliche Zusammenleben stark gefährden?"

Es gibt Gesetze gegen Leute, die zur Gewalt aufrufen. Das reicht vollkommen. Die Dummen sind nicht die, die lästern, sondern die, die sich provozieren lassen!

Ich fühle mich übrigens auch in meinen Gefühlen verletzt, weil ein paar Häuser weiter eine Deutschlandfahne hängt und es auf unserem Konzert am Freitag kein Kölsch, aber Alt gab!

von Zecke - am 30.11.2006 21:47
Zitat

Auch nicht, wenn sie unter Umständen das friedliche Zusammenleben stark gefährden?


Wenn mich jemand ein Scheiß Kommunistenschwein nennt und ich ihm mit der Rohrzange die Fresse poliere dann bin ich es der die öffentliche Ordnung und das friedliche Zusammelnleben stört und hinter Gittern gehört, und nicht.


Zitat

1. fühlen sich auch Leute in ihren Gefühlen verletzt, die keine Fanatiker sind.
2. stellt sich mir die Frage, ob man diese Fanatiker noch mehr herausfordern muss?


Wie gesagt, der Staat ist kein Sozialpädagoge. DU bist aber auch ziemlich regulierungsfreudig für eine Liberale...
Fanatiker ! Fordert sie raus wo immer es geht, und wenn sie ihr wahres Gesicht zeigen dann immer feste drauf !
OK, das könnte man jetzt als Stammtischniveau bezeichnen wenn es ernst gemeint wäre. Was ich sagen will: keine falsche Toleranz. Wer mit einem liberalen Staat nicht klar kommt soll dahin gehen wo man den Propheten nicht beleidigen darf.

von Der Imperator - am 30.11.2006 21:51
Zitat
Zecke
Eben! Und das ist auch richtig so. Alles was darüber hinausgeht ist überflüssige Rücksichtsnahme. Wenn mich jemand als "schlechte Texte schreibender Musiker" bezeichnet, verletzt das meine Gefühle theoretisch auch nicht weniger als wenn ich über die Religionszugehörigkeit eines Menschen lästere. Trotzdem kann ich diesen Menschen nicht belangen. Und das ist auch richtig so. Meinungsfreiheit. Meinetwegen auch bis zur Geschmackslosigkeit.


Ich sagte ja auch, dass Kritik erlaubt sein muss. Das fällt für mich unter Meinungsfreiheit. Oder anders ausgedrückt: Es ist ja wohl ein Unterschied, ob jemand deine Texte auf sachliche Art und Weise kritisiert oder ob er anfängt, dich mit irgendwelchen schlimmen Ausdrücken persönlich anzugehen oder irgendwelche Dinge mit deinem Album veranstaltet, die grob beleidigend sind.

von Sparvöga - am 30.11.2006 21:51
Wieso? Wenn jemand mein Album in der Öffentlichkeit verbrennt oder es sich in den Hintern schiebt, ist es sein gutes Recht und ich kann dagegen nichts tun. Vermutlich hat er ja auch dafür bezahlt, macht das Teil dann eh nur wieder rarer und wertvoller. Mal marktwirtschaftlich gedacht. Und nein, es besteht kein Unterschied, ob jemand sagt "ich finde die Texte nicht gut" oder "die Texte sind scheiße, fick die Hölle!".

von Zecke - am 30.11.2006 21:56
Zitat
Zecke
Es gibt Gesetze gegen Leute, die zur Gewalt aufrufen. Das reicht vollkommen.


Da stellt sich mir die Frage, ob in dem Gesetz, das besagt, dass es verboten ist, zu Gewalt aufzurufen, enthalten ist, dass man nicht Gott beleidigen darf, weil dies zu Konflikten führen könnte. Ich meine NEIN!

Zitat
Zecke
Die Dummen sind nicht die, die lästern, sondern die, die sich provozieren lassen!
.


Interessiert das noch, wenn sich einer von denen womöglich in die Luft sprengen würde, um Vergeltung zu üben? Ich muss sagen, dass man da unglaublich viel von hat, wenn man tot in der Erde liegt, aber der Klügere war!



von Sparvöga - am 30.11.2006 21:57
Zitat
Sparvöga
Zitat
Scheißerle
Aber es sind doch Menschen, der sich durch die "Gotteslästerung" benachteiligt oder von mir aus "nur" beleidigt fühlen.


Also für mich sind "benachteiligen" und "beleidigen" zwei verschiedene Dinge...!

Zitat
Scheißerle
Die Gesetze sind doch für die Menschen, die miteinander leben gemacht, und nicht für Gott !


Ja natürlich, aber ist es dir nicht wichtig, dass die Menschen möglichst ordentlich miteinande umgehen?



Wieso greifst du mich jetzt persönlich an ? Ich versuche hier nur mitzudiskutieren und du kennst doch mich persönlich kein Stück.
Natürlich ist es mir wichtig, dass Menschen ordentlich miteinander umgehen. Ich lebe nicht auf einer Insel, nur meine ich, dass mit diesem Grundgesetz dort oben von mir zitiert, alles abgegolten ist.
Zum Thema "Gefühle verletzt-Bestrafung"
gebe dir ein Beispiel, was nix mit Religion zu tun hat, aber ich denke du bist intelligent genug das zu übertragen:
Ein Kapo in einer großen Industriebetrieb in BW sagt über einen seiner Untergebenen:"Der muß parieren, wie ein Hund !"
Dis Sache machte die Reihe über den Betriebsrat und der Kapo wurde dekradiert und kann nun im Betrieb bis zu seiner Rente blanke Schrauben waschen, oder kündigen.

Scheißerle

von Scheißerle - am 30.11.2006 21:58
Deswegen schrieb ich ja auch "theoretisch". Mir ist klar, dass ich nicht so aufgebracht bin. Aber genau das meinte ich ja, man hat auf beide nicht Rücksicht zu nehmen.

Meine Texte sind übrigens nicht grottig. Ich finde nur diesen einen ziemlich übel, wo die Idee und der zuerst geschriebene Teil des Textes von jemand anders stammt.

von Zecke - am 30.11.2006 21:59
Zitat

Interessiert das noch, wenn sich einer von denen womöglich in die Luft sprengen würde, um Vergeltung zu üben? Ich muss sagen, dass man da unglaublich viel von hat, wenn man tot in der Erde liegt, aber der Klügere war!


Sich vorsorglich selbst zensieren weil wahnsinige Gewalt anwenden könnten ist für eine Gesellschaft die sich "wehrhafte Demokratie" nennen will absoulut inakzeptabel.
Ich fände hier sogar den Begriff Appeasement durchaus treffen.

von Der Imperator - am 30.11.2006 22:01
Gott sollte man ja auch beleidigen dürfen. Er hat sich mir noch nicht als gefühlsmäßig verletzte Person vorgestellt. Entweder existiert er nicht oder er ist ein kleineres Weichei als seine Schafe. Beides spricht für eine Streichung dieses Paragrafen.

Am klügsten ist es, wenn ich nur noch zuhause in meiner Wohnung bleibe, Züge und Flugzeuge meide, keinen Alkohol mehr trinke, meine Ohren nicht mehr mit lauter Musik schädige und aus Angst vor Kindern und bösen Geschlechtskrankheiten nicht mehr ficke. Dann wäre der Lebensspaß aber etwas eingeschränkt. Genauso wie ansonsten die Freiheit eingeschränkt ist. Man kann sich auch einbuddeln...

von Zecke - am 30.11.2006 22:05

Mit Gefühle verletzen meinte ich, einem anderen Menschen weh tun, nicht ihn knüppelhart verbal zu beleidigen. Dass das unter Umständen strafbar ist, weiss ich. Man darf ja noch nicht einmal den Mittelfinger im Auto gegen jemand anderen erheben.
Wie findest du denn dieses Gesetz? Auch abschaffen?

von La Dolce Vita - am 30.11.2006 22:06
Zitat
Der Imperator
Wenn mich jemand ein Scheiß Kommunistenschwein nennt und ich ihm mit der Rohrzange die Fresse poliere dann bin ich es der die öffentliche Ordnung und das friedliche Zusammelnleben stört und hinter Gittern gehört, und nicht.


Also es ist natürlich nicht in Ordnung, wenn dich jemand als Kommunistenschwein bezeichnet, ganz gleich, wie man persönlich zum Kommunismus, der meines Erachtens natürlich abzulehnen ist *g*, steht.
Ich finde den Vergleich nur nicht sehr passend. Der Unterschied besteht einfach darin, dass in dem einen Fall eine einzige Person beleidigt wird, in dem anderen trifft es gleich eine ganze Religionsgemeinschaft. Letzteres kann viel weitreichendere Konsequenzen haben als wenn du demjenigen, der dich beleidigt hat, mal eben eins mit der Rohrzange überziehst.

Zitat

Wie gesagt, der Staat ist kein Sozialpädagoge. DU bist aber auch ziemlich regulierungsfreudig für eine Liberale...


Was heißt "regierungsfreudig"? Ich lehne den Staat ja nicht ab. Wäre ja noch schöner...! Aber da, wo er gebraucht wird, sollte er schon eingreifen!

Zitat

Was ich sagen will: keine falsche Toleranz.


Da stimme ich dir absolu zu! Es hat allerdings meiner Ansicht nach nichts mit falscher Toleranz zu tun, wenn man auf Menschen Rücksicht nimmt.


von Sparvöga - am 30.11.2006 22:10
Zitat
Zecke
Und nein, es besteht kein Unterschied, ob jemand sagt "ich finde die Texte nicht gut" oder "die Texte sind scheiße, fick die Hölle!".


Kannst du nicht mit sachlicher Kritik umgehen? Das ist aber schlecht! Wenn man etwas zur veröffentlichung freigibt, muss man damit rechnen, dass es nicht von jedem bejubelt wird.

von Sparvöga - am 30.11.2006 22:13
Also das Argument von Dir ist echt der Knüller! Meinst Du nicht, dass sich vielleicht in dem Fall auch alle "Kommunistenschweine" beleidigt fühlen?

Richtig, der Staat sollte eingreifen, wo er gebraucht wird! Zum Beispiel bei möglichst schneller Rücküberführung von ehemaligen Staatsbetrieben in Staatsbesitz, Einhaltung der sozialen Menschenrechte etc..

Nein, es ist keine falsche Toleranz, Rücksicht zu nehmen. Aber Rücksichtsnahme ist Privatsache!

von Zecke - am 30.11.2006 22:13
Klar kann ich mit Kritik umgehen. Und klar ist mir sachliche Kritik lieber. Ich will aber, dass beides nicht verfolgt wird. Das wäre ja noch schöner. Wer unsachliche Kritik übt, bekommt von mir vielleicht was zu hören, aber gefälligst nicht auf irgendeinem offiziellem Weg. Er disqualifiziert sich selber damit. Dafür brauche ich kein Gericht.

von Zecke - am 30.11.2006 22:15
Zitat
Der Imperator
Sich vorsorglich selbst zensieren weil wahnsinige Gewalt anwenden könnten ist für eine Gesellschaft die sich "wehrhafte Demokratie" nennen will absoulut inakzeptabel.


Wieso spricht du hier von Zensur? Ich sagte doch, dass Kritik erlaub sein muss! Im Grunde geht es doch nur darum, wie man seine Kritik vorträgt. Warum kann man das nicht auf vernünftige Art und Weise tun? Warum muss sie beleidigend sein?

von Sparvöga - am 30.11.2006 22:21
Zitat
Zecke
Also das Argument von Dir ist echt der Knüller! Meinst Du nicht, dass sich vielleicht in dem Fall auch alle "Kommunistenschweine" beleidigt fühlen?


Die anderen Kommunisten bekämen es nur nicht mit, wenn XY den Imperator als Kommunistenschwein bezeichnen würde!







von Sparvöga - am 30.11.2006 22:27
Zitat
Zecke
Klar kann ich mit Kritik umgehen. Und klar ist mir sachliche Kritik lieber. Ich will aber, dass beides nicht verfolgt wird. Das wäre ja noch schöner. Wer unsachliche Kritik übt, bekommt von mir vielleicht was zu hören, aber gefälligst nicht auf irgendeinem offiziellem Weg. Er disqualifiziert sich selber damit. Dafür brauche ich kein Gericht.



...wobei man natürlich herausstellen sollte, dass es viel weitreichendere Folgen für den Weltfrieden haben kann, wenn eine ganze Religionsgemeinschaft in ihren Gefühlen verletzt wird als wenn jemand etwas Unnettes über dein Album äußert!

von Sparvöga - am 30.11.2006 22:29
Die anderen Christen bekämen es auch nicht mit, wenn jemand in einer Kneipe z.B. über Christen lästern würde. Es ist genau das selbe. Wenn es eine starke kommunistische Bewegung gäbe und jemand lästert über sie und Einzelexemplare dieser Gattung ticken aufgrund dessen aus, ist da keinerlei Unterschied im Vergleich zu einem religiösen Fundamentalisten, der ausrastet. Religiöse Gemeinschaften haben solche Sonderrechte im Vergleich zu einer politischen Bewegung oder einem Kegelclub nicht verdient.

von Zecke - am 30.11.2006 23:43
Ist dann halt Pech für den Weltfrieden. Die Leute, die ein Problem haben, wenn ein Mensch über das lästert, was ihnen viel wert ist, haben anscheinend noch ganz andere Probleme. Wenn man von einer Sache und sich selber überzeugt ist, steht man da drüber.
Und abgesehen davon, den Weltfrieden können auch ganz andere Querelen als religiöse verletzten, z.B. politische. Und trotzdem darf man ungestraft auf unqualifizierte Weise über andere politische Weltanschauungen lästern. Zum Beispiel ich über die FDP. Wobei das in den wenigsten Fällen unqualifiziert ist... :D

von Zecke - am 30.11.2006 23:47
Also an mangelnde Menschenkenntnis leide ich normalerweise nicht. Ich fand deine Aussagen und Verhaltensweisen mir gegenüber eigentlich ziemlich offensichtlich, braucht man da viel Menschenkenntnis? Und ich kann dir versichern, dass ich für eine Frau verhältnismässig unempfindlich bin. Da müsstest du mal meine Freundinnen kennenlernen.
Ja, wir besprechen es per Mail, okay. Ich hab aber keine bekommen.:-(
Die Spitze hier war jetzt aber nicht so böse gemeint.*lol* Die ist ja wohl so was von harmlos.


von La Dolce Vita - am 01.12.2006 08:37
Achso, jetzt hab ich es verstanden.
Das sind wohl die Tücken des Internets. Sorry Sparvöga !

Also nochmal, selbstverständlich ist mir wichtig, wie Menschen miteinander umgehen,
eben deshalb habe ich ja bereits geschrieben, dass Gesetze für Menschen gemacht sind und nicht für Gott.
Ich meinte ja lediglich, dass dieser Artikel 3 im Grundgesetz bereits alles aussagt darüber. Ich finde , dass man alles machen und sagen darf, solange keinem anderen Menschen kein Nachteil daraus entsteht und ich sehe nunmal keinen Schaden für irgendeinen Menschen, wenn ein Comiker einen Papstwitz macht.............wenn sich davon jemand beleidigt fühlt, will er entweder ganz groß im Mittelpunkt stehen, oder er ist in seinem Glauben nicht fest genug.

Scheißerle

von Scheißerle - am 01.12.2006 18:47
Zitat
Zecke
Ich würde eher sagen, er ist in seiner Persönlichkeit nicht stark genug.


Das mag noch hinzukommen....

Ich definiere Gotteslästerung mit "Beleidigung eines Gottes" und wenn ich fest an einen Gott glaube, dann gehe ich davon aus, dass man diesen Gott NICHT beleidigen KANN, denn er steht als Gott über allem. So steht das glaube ich in allen religiösen Schriften.

Scheißerle

von Scheißerle - am 01.12.2006 19:05
Wird langsam Zeit, ja.

Trauen die sich allerdings nur, weil sie eh Opposition spielen müssen und somit relativ unbehelligt davon kommen, also ohne dass ihre Forderung ne ernsthafte Konsequenz hätte. Leider.

Für mich geht diese selten bescheuerte Gotteslästerungsscheiße ziemlich gegen den Grundsatz der Meinungsfreiheit. Für einen Staat der sich demokratisch nennt eigentlich ne Schande. Ich will endlich mein Recht, diese dämlichen Hirnfickideologien öffentlich so durch den Kakao ziehen zu dürfen wie die das mit Atheisten auch schon lange machen.

Ich beschwer mich ja auch nicht ob der Verletzung meiner religiösen Gefühle, wenn mal wieder behauptet wird, dass Atheismus der Verfall des gesamten Abendlandes ist.

von Rattenfänger - am 01.12.2006 21:32
Es ist ja auch gestattet, daß Eltern gegen Kinderlose und Haustierhalter gegen Haustierlose argumentieren, wieso sollte es also nicht gestattet sein, als Atheist/Agnostiker seine Meinung zu sagen? Ich finde überhaupt, daß der Religion zuviel Bedeutung zugemessen wird, während jeder Hinz und Hunz wegen Verletzung der Menschenrechte (Stephanie-Prozeß!!!) oder sonstwelchen Gebrechen der Kindheit verschont wird

von Katastrophenkommando - am 02.12.2006 02:21
Wieso würdest Du die nicht kennenlernen wollen? Das sind nette, umgängliche Mädels. Sie lassen halt nicht den Molly mit sich machen. Das meinte ich damit nur.
Mit ihrer Empfindsamkeit kann ich sehr gut leben und umgehen. Wenn man ein wenig Feingefühl hat, ist das kein Problem.:rp: Ich hab bloss eine Freundin, die verlangt echt zuviel Loyalität von mir, sieht die Flöhe im Himmel tanzen wo ich ihr angeblich wieder in den Rücken gefallen bin, wo gar nichts war. Hätte dir normalerweise ja auch längst davon berichtet, aber leider hat sich ja unser privater Mail-Kontakt in den letzten Woche als äusserst schwierig bis vollkommen unmöglich erwiesen *looooooooooooooooooool*. Nun ja wie auch immer, der musste ich wirklich mal ganz deutlich sagen, das ihr Beleidigtsein völlig
aus der Luft gegriffener Quatsch ist und seitdem redet sie natürlich gar kein Wort mehr mit mir. Jetzt steht sie wahrscheinlich erstmal 4 Wochen unter Schock. Ich kann es nicht ändern. Ich werde ihr das dieses Mal jedenfalls nicht durchgehen lassen und mich entschuldigen, ohne überhaupt irgendwas über oder gegen sie gesagt oder getan zu haben.
Es ging wahrhaftig um ein ein im Gaumen unseres Pferdes
kleben gebliebenes Stück Brötchen.*loooooooooooooooooooooooooooooooool* Dieses Brötchen hat verhindert, dass unser Pferd sein Heu normal kauen konnte. Er hat eingespeichelt und ausgespuckt. Ich wagte darauf hin die unverfrorene These, dass das eventuell bloss von dem Brötchen sein wird, welches meine Freundin ihm jeden Abend in den Trog wirft, dass da halt schon mal Stück von am Gaumen kleben kann. Sie meinte darauf hin (bereits schwer gereizt), dass er eindeutig Haken an den Zähnen hätte (hat er aber nicht, denn wir lassen unser Pferd alle 6 Monate raspeln und es war auch gerade noch kontrolliert worden). Da hab ich bloss gesagt, Nee Haken könnten es nicht sein, ich vermute der spuckt gleich das Brötchen aus. Da rannte sie schon schwer beleidigt weg. Dann spuckte er das Brötchen tatsächlich aus und frass wieder ganz normal. Das war alles. Sie meinte aber hinterher wie ich es wagen konnte, ihr vor anderen derart zu widersprechen und ihr vor allen Leuten in der Stallgasse
die Schuld zu geben, dass unser Pferd nicht richtig kauen kann. Tja, da sagste nix mehr. Mit so einem Menschen ist der Umgang dann schon wirklich sehr schwierig. Da sie aber sonst eine superliebe Freundin ist, auf die ich immer bauen kann, die immer da ist und zu einem hält, möchte ich sie auf keinen Fall verlieren. Aber so was nervt.
So, ich muss noch was arbeiten...
Oh ja, dann bin ich ja mal auf die Mail gespannt.;)

von La Dolce Vita - am 02.12.2006 12:41
Menschenrechtsverletzer gibt es überall, innerhalb jeder Gesinnung! Liberale Wirtschaftspolitik hat auch schon ganz, ganz vielen Menschen Möglichkeiten geschaffen sich was aufzubauen und was auf die Beine zu stellen. Auch den Kleinen. Ich würde das mal nicht ganz so einseitig sehen, selbst wenn diese Art Politik absolut nicht dein Ding ist. Muss ja auch nicht sein.
Und Menschen haben auch nicht NUR Rechte, sondern auch gewisse Pflichten.

von La Dolce Vita - am 02.12.2006 13:33
Hier geht es um Blasphemie, nicht um allegemeine Meinungsfreiheit.
Was mich auch an dem Gesetz stört ist, würden Stoiber, Kauder und Beckstein sich ebenso aufregen, wenn man zB den Zeugen Jehovas ordentlich eins vor den Bug geben würde? Wohl kaum. Und von daher klärt sich für mich auch gleich die Frage wie sehr es denen wirklich um die Gefühle verletzter Menschen geht.


von La Dolce Vita - am 02.12.2006 13:57
Wer ist denn Stephanie ? Hat sich deren Peiniger nicht umgebracht, oder war das Tanja ?
Sorry, aber ich lese keine Bildzeitung und kann mir die Vornamen von Mädels, die ich nicht kenne auch nicht merken.
Was meinst du mit "Gebrechen der Kindheit!"

Oder war das nur deine Bemühung OLAVS Lieblingthemen: "Kampfhund", "schlimme Kindheit, als Ausrede" und "Kindesmißhandlung" ins Thema einzubauen ? *lol*
Nach dem Motto, was nicht paßt, wird passend gemacht !

Scheißerle

von Scheißerle - am 02.12.2006 18:04
Ich glaub, Stephanie hiess das Mädel mit dem Typ auf dem Dach. Wieso Bildzeitung? Ihr Name fiel doch tagelang jeden Abend in den Nachrichten.
Auf Grund einer schlimmen Kindheit ist man eben später meist nicht schuldfähig. Das meinte sie. Viele Leute sehen es nicht als gerechtfertigt an.

von La Dolce Vita - am 03.12.2006 14:49
Eigentum hat man sich aber auch meist selbst
erarbeitet. Ich finde deshalb nicht, dass es zum Wohle der Allgemeinheit zu dienen hat. Oder
verleihst du jeden Tag
dein Handy oder alle möglichen anderen Sachen, um der Allgemeinheit zu dienen*lol*.
Mit Pflicht meinte ich, dass
jeder Bürger auch gut dran tut,
nicht nur über La Dolce Vita und seine Rechte nachzudenken, sondern auch was Geben zu wollen. Seinen Anteil zur Gesellschaft beizutragen zu wollen. So was gefällt mir gut. Wie siehst du das? Hast du auch Achtung vor so was oder lachst du solche Leute eher aus?

von La Dolce Vita - am 04.12.2006 09:11
Zitat
La Dolce Vita
Eigentum hat man sich aber auch meist selbst
erarbeitet. Ich finde deshalb nicht, dass es zum Wohle der Allgemeinheit zu dienen hat. Oder
verleihst du jeden Tag
dein Handy oder alle möglichen anderen Sachen, um der Allgemeinheit zu dienen*lol*.
Mit Pflicht meinte ich, dass
jeder Bürger auch gut dran tut,
nicht nur über La Dolce Vita und seine Rechte nachzudenken, sondern auch was Geben zu wollen. Seinen Anteil zur Gesellschaft beizutragen zu wollen. So was gefällt mir gut. Wie siehst du das? Hast du auch Achtung vor so was oder lachst du solche Leute eher aus?

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Abschied lese ich in Deinen Augen.
Nimm unser Lächeln mit in Deine neue Welt.
Mein Traum ist längst vorbei.
(für B. A-H)


Ich würde den Paragraphen anders auslegen.
Um beim Beispiel zu bleiben, geht es nicht darum, dass du dein Handy täglich verleihen sollst/mußt, sondern eher, dass du z.B. verpflichtet bist es auszuschalten, wenn du im Flugzeug, oder in einem Krankenhaus wenn du dazu aufgefordert wirst, oder noch besser, dass du es nicht in den nächsten Fluss wirfst, oder im Wald entsorgst, wenn es kaputt geht.
Wenn du Hauseigentümer bist, darfs du den Schuppen z.B. auch nicht verkommen lassen bis beim nächsten Sturm den Passanten die Dachziegel um die Ohren fliegen, sondern mußt es sanieren, d.h. wieder Geld reinstecken, sonst kannst du am Ende sogar enteignet werden.
Du darfst auch in deinem eigenen Waldstück keinen Giftmüll entsorgen, darfst nicht jeden Dreck durch den Schornstein deiner Fabrik blasen u.s.w.....
Oder wenn du schon beim Verleihen bist, z.B. der Kölner Dom, der gehört doch der Kirche und ist aber auch ein historisches Gebäude. Die sind verpflichtet den Dom für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wenn auch nur zu bestimmten Zeiten, aber den darf jeder besichtigen, auch Atteisten !

Scheißerle


von Scheißerle - am 04.12.2006 18:23
Zitat
La Dolce Vita
Ich glaub, Stephanie hiess das Mädel mit dem Typ auf dem Dach. Wieso Bildzeitung? Ihr Name fiel doch tagelang jeden Abend in den Nachrichten.
Auf Grund einer schlimmen Kindheit ist man eben später meist nicht schuldfähig. Das meinte sie. Viele Leute sehen es nicht als gerechtfertigt an.

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Abschied lese ich in Deinen Augen.
Nimm unser Lächeln mit in Deine neue Welt.
Mein Traum ist längst vorbei.
(für B. A-H)


Ich sehe das auch nicht unbedingt immer als gerechtfertigt an. Das Gericht doch wohl auch nicht, oder ?
Aber ich finde es unseriös und trivial sowas reisserisch an einem süßen Mädchennamen auszumachen. Mir tut das Mädel leid, erst recht, weil es so in die Öffentlichkeit gezogen wird.

Hast aber recht es ist nicht immer die BILD, die sowas macht. Gestern bei Leute 2006 im ZDF , beim Kerner, ich hätte kotzen können.

Scheißerle

von Scheißerle - am 04.12.2006 18:28
Kann sein, dass ich Zecke falsch verstanden habe, aber ich hatte es so interpretiert, also sollte sich der Staat um die Einhaltung anderer wichtiger Gesetze kümmern, wie z.B. die Großkotzerden ihre Verpflichtung dem Eigentum gegenüber wahrnehmen, anstatt sich lange um so einen "Gotteslästerungsparagraphen" zu streiten.



von Scheißerle - am 04.12.2006 18:32

Ich kann irgendwie nicht einschlafen.*g* Also bin ich kurz zurückgekehrt.

Du meinst die Leute, die ihre 2 Kinder in der Eishalle verloren haben? Ich hab mich auch gefragt, warum man die im Fernsehen zeigt und nochmal danach so genau ausfragt. Welchen Sinn hatte das? Das die aber dazu bereit waren, hat mich ebenfalls überrascht. Und als der Kerner dann fragte, wann genau wussten sie, dass die zweite Tocher auch tot ist, da hab ich mich gefragt, was für einen Sinn hatte, diese grausame Frage. Ich finde, da gibt es keinen.
Ich hab angefangen vor dem Fernseher zu heulen und ich hab gesehen im Publikum gab es auch einige.

von La Dolce Vita - am 05.12.2006 00:32
Bist Du etwa eine kleine Verfassungsfeindin? *lol*
Okay, mal ernsthaft, Du bist wirklich der Meinung, dass Eigentum nicht verpflichtet? Ich rede nicht von einem Handy oder ähnlichem, ich rede davon, dass Firmen fair mit ihren Mitarbeitern umzugehen haben, dass Immobilienfritzen fairen Mietraum anbieten, dass Reiche ihren finanziell erheblichen Beitrag für die Gesellschaft leisten und so weiter und so fort. Und diesen Abschnitt des Grundgesetzes sehe ich in Deutschland derzeit nur sehr, sehr unzureichend verwirklicht.

Deinen letzten Abstand verstehe ich nicht. Klar sollte jeder der kann, was zur Gesellschaft beitragen. Aber nichts anderes sage ich mit der Auslegung des Absatzes doch auch. Oder in welche Richtung wolltest Du thematisch hin? Und warum soll ich welche Leute auslachen?

von Zecke - am 05.12.2006 00:54
Worauf wollte ich spaßeshalber hinaus? Nö, ich habe schon auf ähnliche Sachen wie Scheißerle angespielt. Und dass die Bereiche nicht verstaatlicht sind, heißt ja nicht, dass dieser Absatz für diese Leute nicht zu gelten hat. Ganz im Gegenteil. Als reicher Mensch, als Arbeitgeber, als Vermieter etc. hat man eine Verantwortung für die Gesellschaft zu haben. Und wer sich da schuldig macht, soll wie jeder Ladendieb vor Gericht gestellt werden. Beziehungsweise wegen was anderem, zum Beispiel Landesverrat oder so. (Ich würde es anders formulieren, "Verrat an der Gesellschaft" oder ähnlich.)

von Zecke - am 05.12.2006 01:09
Du sprachst also von Firmeneigentum.
Oh ja, da hat man natürlich eine moralische Verpflichtung und ist auch als Arbeitgeber der Gesellschaft gegenüber verpflichtet. Es wäre schön, wenn alle so denken würden, aber leider ist das nicht so.
Ich wollte damit sagen, das auch der kleine Mann moralische Verpflichtungen einzuhalten hat und für die Gesellschaft mitverantwortlich ist!

von La Dolce Vita - am 05.12.2006 13:16
Zitat
La Dolce Vita
Und wer bewacht sie? Die Wirtschaft bestimmt und Punkt. So sieht es doch aus.

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Abschied lese ich in Deinen Augen.
Nimm unser Lächeln mit in Deine neue Welt.
Mein Traum ist längst vorbei.
(für B. A-H)

Jetzt sind wir nach dreimal im Kreis genau an Zeckes erstem Posting in diesem Bäumchenzweig angelangt........Glückwunsch..
Ich geh nun Bette

Gut's Nächtle
Scheißerle

von Scheißerle - am 06.12.2006 23:16
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