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Zecke, La Dolce Vita, Scheißerle, Der Imperator, -Mami-, opl, Opelgang, miikka

Lustiges Verfassungsraten

Startbeitrag von Zecke am 06.12.2006 21:45

In der aktuellen Verfassung welchen Landes stehen die folgenden Auszüge? Der Text hier auf deutsch.
Gelegentlich kotzende Bosnier sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Und bitte nicht per Internetrecherche schummeln! Der Gewinner bekommt eine Prise frische Luft, solange sie noch nicht privatisiert ist. ;-)


Artikel 21
Gesetzliche Strafen
(1) Ist jemand einer strafbaren Handlung für schuldig befunden worden, so können ihm auf Grund der Strafgesetze durch richterliches Urteil die Freiheit und die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen oder beschränkt werden. Bei besonders schweren Verbrechen kann er zum Tode verurteilt werden.
(2) Die Strafe richtet sich nach der Schwere der Tat.
(3) Alle Gefangenen sind menschlich zu behandeln.

Artikel 25
Ehrenämter, Hand- und Spanndienste
Jedermann hat nach Maßgabe der Gesetze die Pflicht, ehrenamtliche Tätigkeiten zu übernehmen, und persönliche Dienste für den Staat und die Gemeinde zu leisten. Steht er in einem Dienstverhältnis, so ist ihm die erforderliche freie Zeit zu gewähren. Näheres bestimmt das Gesetz.

Artikel 28
Schutz der menschlichen Arbeitskraft, Arbeitslosensicherung
(1) Die menschliche Arbeitskraft steht unter dem besonderen Schutze des Staates.
(2) Jeder hat nach seinen Fähigkeiten ein Recht auf Arbeit und, unbeschadet seiner persönlichen Freiheit, die sittliche Pflicht zur Arbeit.
(3) Wer ohne Schuld arbeitslos ist, hat Anspruch auf den notwendigen Unterhalt für sich und seine unterhaltsberechtigten Angehörigen. Ein Gesetz regelt die Arbeitslosenversicherung.

Artikel 29
Arbeitsgesetzbuch, Tarifverträge, Streikrecht, Aussperrungsverbot
(1) Für alle Angestellten, Arbeiter und Beamten ist ein einheitliches Arbeitsrecht zu schaffen.
(2) Im Rahmen dieses Arbeitsrechts können Gesamtvereinbarungen nur zwischen den Gewerkschaften und den Unternehmungen oder ihren Vertretungen abgeschlossen werden. Sie schaffen verbindliches Recht, das grundsätzlich nur zugunsten der Arbeitnehmer abbedungen werden kann.
(3) Das Schlichtungswesen wird gesetzlich geregelt.
(4) Das Streikrecht wird anerkannt, wenn die Gewerkschaften den Streik erklären.
(5) Die Aussperrung ist rechtswidrig.

Artikel 32
1. Mai als Feiertag
Der 1. Mai ist gesetzlicher Feiertag aller arbeitenden Menschen. Er versinnbildlicht das Bekenntnis zur sozialen Gerechtigkeit, zu Fortschritt, Frieden, Freiheit und Völkerverständigung.

Artikel 38
Rechte und Pflichten der Wirtschaft, wirtschaftliche Betätigungsfreiheit
(1) Die Wirtschaft des Landes hat die Aufgabe, dem Wohle des ganzen Volkes und der Befriedigung seines Bedarfs zu dienen. Zu diesem Zweck hat das Gesetz die Maßnahmen anzuordnen, die erforderlich sind, um die Erzeugung, Herstellung und Verteilung sinnvoll zu lenken und jedermann einen gerechten Anteil an dem wirtschaftlichen Ergebnis aller Arbeit zu sichern und ihn vor Ausbeutung zu schützen.
(2) Im Rahmen der hierdurch gezogenen Grenzen ist die wirtschaftliche Betätigung frei.
(3) Die Gewerkschaften und die Vertreter der Unternehmen haben gleiches Mitbestimmungsrecht in den vom Staat mit der Durchführung seiner Lenkungsmaßnahmen beauftragten Organen.

Artikel 39
Verbot wirtschaftlichen Machtmißbrauchs, staatliche Mißbrauchsaufsicht
(1) Jeder Mißbrauch der wirtschaftlichen Freiheit - insbesondere zu monopolistischer Machtzusammenballung und zu politischer Macht - ist untersagt.
(2) Vermögen, das die Gefahr solchen Mißbrauchs wirtschaftlicher Freiheit in sich birgt, ist auf Grund gesetzlicher Bestimmungen in Gemeineigentum zu überführen. Soweit die Überführung in Gemeineigentum wirtschaftlich nicht zweckmäßig ist, muß dieses Vermögen auf Grund gesetzlicher Bestimmungen unter Staatsaufsicht gestellt oder durch vom Staate bestellte Organe verwaltet werden.
(3) Ob diese Voraussetzungen vorliegen, entscheidet das Gesetz.
(4) Die Entschädigung für das in Gemeineigentum überführte Vermögen wird durch das Gesetz nach sozialen Gesichtspunkten geregelt. Bei festgestelltem Mißbrauch wirtschaftlicher Macht ist in der Regel die Entschädigung zu versagen.

Artikel 40
Gemeineigentum
Gemeineigentum ist Eigentum des Volkes. Die Verfügung über dieses Eigentum und seine Verwaltung soll nach näherer gesetzlicher Bestimmung solchen Rechtsträgern zustehen, welche die Gewähr dafür bieten, daß das Eigentum ausschließlich dem Wohle des ganzen Volkes dient und Machtzusammenballungen vermieden werden.

Artikel 41
Sofortsozialisierung von Kohle und Stahl, Erzen und Kali, Energie und Eisenbahnen
(1) Mit Inkrafttreten dieser Verfassung werden
1. in Gemeineigentum überführt: der Bergbau (Kohlen, Kali, Erze), die Betriebe der Eisen- und Stahlerzeugung, die Betriebe der Energiewirtschaft und das an Schienen oder Oberleitungen gebundene Verkehrswesen,
2. vom Staate beaufsichtigt oder verwaltet, die Großbanken und Versicherungsunternehmen und diejenigen in Ziffer 1 genannten Betriebe, deren Sitz nicht in (...) liegt.
(2) Das Nähere bestimmt das Gesetz.
(3) Wer Eigentümer eines danach in Gemeineigentum überführten Betriebes oder mit seiner Leitung betraut ist, hat ihn als Treuhänder des Landes bis zum Erlaß von Ausführungsgesetzen weiterzuführen.

Artikel 42
Großgrundbesitz, Bodenreform, Siedlung
(1) Nach Maßgabe besonderer Gesetze ist der Großgrundbesitz, der nach geschichtlicher Erfahrung die Gefahr politischen Mißbrauchs oder der Begünstigung militaristischer Bestrebungen in sich birgt, im Rahmen einer Bodenreform einzuziehen.
(2) Aufgabe der Bodenreform ist vor allem, den land- und forstwirtschaftlichen Boden zu erhalten und zu vermehren und seine Leistung zu steigern, Bauern anzusiedeln und gesunde Wohnstätten, Kleinsiedlerstellen und Kleingärten zu schaffen.
(3) Streubesitz ist durch Umlegung leistungsfähiger zu machen.
(4) Grundbesitz, den sein Eigentümer einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung entzieht, kann nach näherer gesetzlicher Bestimmung eingezogen werden.
(5) Für die Entschädigung des seitherigen Eigentümers gilt der Artikel 39 Abs. 4 entsprechend.

Artikel 45
Eigentumsgarantie, Erbrecht
(1) Das Privateigentum wird gewährleistet. Sein Inhalt und seine Begrenzung ergeben sich aus den Gesetzen. Jeder ist berechtigt, auf Grund der Gesetze Eigentum zu erwerben und darüber zu verfügen.
(2) Das Privateigentum verpflichtet gegenüber der Gemeinschaft. Sein Gebrauch darf dem Gemeinwohl nicht zuwiderlaufen. Es darf nur im öffentlichen Interesse, nur auf Grund eines Gesetzes, nur in dem darin vorgesehenen Verfahren und nur gegen angemessene Entschädigung eingeschränkt oder enteignet werden.
(3) Soweit die Gesetze nichts anderes bestimmen, sind für Streitigkeiten über Art und Höhe der Entschädigung die ordentlichen Gerichte zuständig.
(4) Das Erbrecht wird nach Maßgabe des bürgerlichen Rechts gewährleistet. Der Anteil des Staates am Nachlaß bestimmt sich nach dem Gesetz.

Artikel 50
Neutralitätsgebot, Verbot der gegenseitigen Einmischung
(1) Es ist Aufgabe von Gesetz oder Vereinbarung, die staatlichen und kirchlichen Bereiche klar gegeneinander abzugrenzen.
(2) Die Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften haben sich, wie der Staat, jeder Einmischung in die Angelegenheiten des anderen Teiles zu enthalten.

Artikel 59
Unterrichtsgeldfreiheit
(1) In allen öffentlichen Grund-, Mittel-, höheren und Hochschulen ist der Unterricht unentgeltlich. Unentgeltlich sind auch die Lernmittel mit Ausnahme der an den Hochschulen gebrauchten. Das Gesetz muß vorsehen, daß für begabte Kinder sozial Schwächergestellter Erziehungsbeihilfen zu leisten sind. Es kann anordnen, daß ein angemessenes Schulgeld zu zahlen ist, wenn die wirtschaftliche Lage des Schülers, seiner Eltern oder der sonst Unterhaltspflichtigen es gestattet.
(2) Der Zugang zu den Mittel-, höheren und Hochschulen ist nur von der Eignung des Schülers abhängig zu machen.

Artikel 60
Universitäts- und Hochschulautonomie, theologische Fakultäten
(1) Die Universitäten und staatlichen Hochschulen genießen den Schutz des Staates und stehen unter seiner Aufsicht. Sie haben das Recht der Selbstverwaltung, an der die Studenten zu beteiligen sind.
(2) Die theologischen Fakultäten an den Universitäten bleiben bestehen. Vor der Berufung ihrer Dozenten sind die Kirchen zu hören.
(3) Die kirchlichen theologischen Bildungsanstalten werden anerkannt.

Artikel 61
Genehmigungsvorbehalt für Privatschulen
Private Mittel-, höhere und Hochschulen und Schulen besonderer pädagogischer Prägung bedürfen der Genehmigung des Staates. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die Privatschulen in ihren Lehrzielen und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen, wenn sie eine Sonderung nach den Besitzverhältnissen der Eltern fördern oder wenn die wirtschaftliche und rechtliche Stellung der Lehrkräfte nicht genügend gesichert ist. Das Nähere bestimmt das Gesetz.

Artikel 69
Friedensgebot, Völkerverständigung, Verbot jeglicher Kriegsvorbereitung
(1) (...) bekennt sich zu Frieden, Freiheit und Völkerverständigung. Der Krieg ist geächtet.
(2) Jede Handlung, die mit der Absicht vorgenommen wird, einen Krieg vorzubereiten, ist verfassungswidrig.

Artikel 147
Widerstandsrecht und -pflicht, Verfassungsbruch
(1) Widerstand gegen verfassungswidrig ausgeübte öffentliche Gewalt ist jedermanns Recht und Pflicht.
(2) Wer von einem Verfassungsbruch oder einem auf Verfassungsbruch gerichteten Unternehmen Kenntnis erhält, hat die Pflicht, die Strafverfolgung des Schuldigen durch Anrufung des Staatsgerichtshofes zu erzwingen. Näheres bestimmt das Gesetz.

Artikel 148
Strafbarkeit des Verfassungsbruchs
Sollte die Verfassung durch revolutionäre Handlungen ihre tatsächliche Wirkung auf kürzere oder längere Zeit verlieren, so sind alle, die sich beim Umsturz oder danach einer Verletzung der Verfassung schuldig gemacht haben, zur Rechenschaft zu ziehen, sobald der verfassungswidrige Zustand wieder beseitigt ist.

Die 50 interessantesten Antworten:

Wer soll das denn hier wissen? :schock

von La Dolce Vita - am 06.12.2006 21:55
Wo steckst du denn? Schreibst mir sicher gerade
eine schöne grosse Mail*looooooooooool* ( Ich glaube noch an Wunder wie Du siehst)
Oder soll ich alleine raten? Ich
hab von so was keine Ahnung.

von La Dolce Vita - am 06.12.2006 23:04
Na dann....
Artikel 21 sind die USA. Texas vielleicht?
Artikel 25 ist China
Artikel 28 ist die Bundesrepublik
Deutschland
Artikel 29 ist Polen
das andere kommt später, jetzt muss ich mir erst mal Kaffee machen.

Ausserdem ist der Imperator nur halber Bosnier!:joke:

von La Dolce Vita - am 06.12.2006 23:11
Artikel 32 ist die Schweiz.
Die 38 ist Venezuela. Obwohl, haben die Gewerkschaften?:confused:
Artikel 39 könnte Italien sein.

Ich geh jetzt aber wohl doch lieber ins Bett.
Gute Nacht.


von La Dolce Vita - am 07.12.2006 00:10
Ja, wieso soll ich denn mitraten? Ich kenne die Lösung doch.

Nee, heute Abend bin ich erst wieder aus dem Ruhrpott wiedergekommen. Bin aber kommendes Wochenende endlich mal wieder komplett zuhause, auch ums Wochenende drumrum. Da werde ich wohl zu ein paar Erledigungen hier mal kommen, hoffentlich.

von Zecke - am 07.12.2006 02:48
Was zum Henker machst Du hier? *lol*
Das ist alles aus einer Verfassung und nicht aus verschiedenen Ländern! *gg*

Und wieso ist der Imperator nur halber Bosnier?

von Zecke - am 07.12.2006 02:49
Du bist mir eine mit Deinen Einzel-Tipps... *gg*

Wieso sollte die Schweiz ausgerechnet einen 1.Mai-Absatz haben?
Ja klar, in Venezuela gibt es Gewerkschaften. Ein größerer Teil von ihnen ist aber auch in der (neoliberalen) Opposition.

von Zecke - am 07.12.2006 02:56
Ich hatte gedacht, das wären einzelne Ausszüge aus allen möglichen verschiedenen Ländern. Sieht man ja an den Antworten.

von La Dolce Vita - am 07.12.2006 08:32
Ich meine, mich erinnern zu können, dass er mal erwähnt hat, halber Kroate und halber Bosnier zu sein.

von La Dolce Vita - am 07.12.2006 12:09
so viel driss lesen....näää danke :D

von miikka - am 07.12.2006 12:20
Man, das sind Auszüge aus dem deutschen Grundgesetz. Wie kann man nur so verpeilt sein und dann auch noch jeden Gag verpatzen ? *Kopfschüttel*

Scheißerle



von Scheißerle - am 07.12.2006 13:07
Wir sollten aber nicht im Internet nachgucken.:D

von La Dolce Vita - am 07.12.2006 13:20
Ich hab nur gelesen, was Zecke geschrieben hat !

von Scheißerle - am 07.12.2006 13:24
Aha, na dann....
Du bist bei mir auf dem Computer schon gar nicht mehr vorhanden, selbst im Archiv nicht.*lol* Das löscht sich nach einiger Zeit von allein. In der Regel speichere ich meine Mails auch
nicht ab. Es kommen ja im Normalfall immer wieder neue aktuellere Briefe
derjenigen Person hinzu, da würde ja irgendwann der Computer platzen, wenn ich immer alles aufbewahren würde.


von La Dolce Vita - am 07.12.2006 13:36
Allerdings. *g* Hier und da hilft schon gründliches Lesen: "In der aktuellen Verfassung welchen Landes stehen die folgenden Auszüge?" ;-)

von Zecke - am 07.12.2006 16:40
Von der Abstammung ist er ein Balkan-Mischmasch, offiziell ist er aber kompletter Bosnier.

von Zecke - am 07.12.2006 16:46
Äh, das sind keine Auszüge aus dem Grundgesetz!

von Zecke - am 07.12.2006 16:50
In Deutschland gibt es aber nicht die Todesstrafe. ;-)

von Zecke - am 07.12.2006 16:56
Also bei mir platzt mit Outlook der Computer nie und ich bekomme verdammt viele Mails...

von Zecke - am 07.12.2006 16:56
Ach ja, deshalb dachte ich ja an Texas bei dem einen Artikel.*g*


von La Dolce Vita - am 07.12.2006 17:24
Bosnier sind kein Volk, Bosnien ist größtenteils von Kroaten, Serben und sogenannten Bosniaken (muslimische Serben/Kroaten, teilweise auch türkischer Abstammung.
Ich bin halber Serbe und halber Kroate. Bosnier könnt man sagen wenn man sich nicht auf Völker sondern auf den Staat bezieht. Halber Bosnier ist in jedem Falle falsch.

von Der Imperator - am 07.12.2006 17:56
Wieso bin ich denn von der Teilnahme ausgeschlossen ? Bin ich jetzt Verfassungsexperte ?

von Der Imperator - am 07.12.2006 17:58
Ich brauch aber die alten Mails nicht mehr. Wozu? Besondere Sachen speichere ich ab. Sonst aber nichts.

von La Dolce Vita - am 07.12.2006 21:13
Ich dachte, Du hättest das falsch formuliert gehabt.


von La Dolce Vita - am 07.12.2006 21:16
Ich schiebe alles in mein Outlook-Archiv. Manche Mails brauche ich schon noch mal. Aber das sind in der Regel auch keine privaten Mails.

von Zecke - am 07.12.2006 23:34
Meien geschäftlichen Mails werden auch abgespeichert.
Ich sprach lediglich von meinem privaten Briefverkehr.

von La Dolce Vita - am 08.12.2006 00:03
In Hessen schon noch und in Bayern bis vor kurzem auch: Historie

von Opelgang - am 08.12.2006 07:37
Im Grundgesetz ist sie weg und das zählt.:cool:

von La Dolce Vita - am 08.12.2006 09:52
Stimmt, du bist halber Kroate und halber Serbe. So war's. Also doch ein Bosnier.:xcool:

von La Dolce Vita - am 08.12.2006 13:34

Auflösung

Es ist die noch heute gültige hessische Verfassung!
Man beachte die vorhandene Todesstrafe und die Artikel mit sozialistischem Hintergrund.

[de.wikipedia.org]



von Zecke - am 08.12.2006 21:31
Jep. Aber eben durch Bundesrecht nicht in der Praxis.

von Zecke - am 08.12.2006 21:32

Re: Auflösung

Hammer !
Da sollte man also doch mal ein paar Gymnasiasten ranlassen um das zu überarbeiten. ;-)
Politiker sind dazu wohl nicht fähig, ach im Grunde auch viel zu teuer bezahlt dafür ! Die hängen sich besser am "Gotteslästerungsparagraphen" fest ! :-)

Scheißerle

von Scheißerle - am 08.12.2006 22:00
Das brachte mich ja auch zum Nachdenken, aber als du das mit dem 1.Mai an LDV geschrieben hast, war klar, dass es sich nur um ein deutsches Grundgesetz handeln konnte.


von Scheißerle - am 08.12.2006 22:03

Re: Auflösung

Wieso überarbeiten? Mir wäre lieber, manches davon würden welche umsetzen. Okay, die Todesstrafe jetzt nicht.

von Zecke - am 08.12.2006 22:49
Der 1.Mai wird aber auch in anderen Ländern zelebriert.
Und ein kleiner Seitenhieb gegen das Grundgesetz: Bei der hessischen Verfassung handelt es sich eben nicht um ein Grundgesetz, sondern von Anfang an um eine Verfassung. *gg* *klugscheiß*

von Zecke - am 08.12.2006 22:53
..da haste mich nun eiskalt erwischt ! ;-)
Ich habe keine Ahnung, aber in welchen Ländern gibt es noch den 1. Mai als Feiertag ?



von Scheißerle - am 08.12.2006 22:55

Re: Auflösung

Mein Posting war auf die Todesstrafe gemünzt, denn die gehört da ja eigentlich rausgeschmissen, weil das ja zum Glück keine Gültigkeit mehr hat !

von Scheißerle - am 08.12.2006 22:57
Also in welchen Ländern er Feiertag ist, weiß ich auch nicht. Aber ich denke, es werden noch einige auf diesem Planeten sein. Und in den ganzen früheren kommunistischen Ländern wird er auch einer gewesen sein, denke ich.

von Zecke - am 08.12.2006 23:18
Du denkst, aber du weißt es nicht ?

von Scheißerle - am 08.12.2006 23:24
Also dass er Feiertag in manchen kommunistischen Staaten war, weiß ich. In welchen Ländern er heute noch Feiertag ist, weiß ich nicht. Müsste mal jemand bei Wikipedia nachschauen.

von Zecke - am 08.12.2006 23:28
Interessant.

Art. 25 bzgl. den Ehrenämtern haben wir ja ähnlich auch in der Kommualverfassung (hier jetzt Rh.-Pf.) aufgeführt. Allerdings hab ich noch nie was von "Hand- und Spanndiensten" gehört.

Gleiches Arbeitsrecht für Arbeiter, Angestellte und Beamte? Schön wärs! Ansonsten in der Verfassung Regelungen, die sonst im TVG erfasst sind :spos:

Und Art. 38 erst! >>>jedermann einen gerechten Anteil an dem wirtschaftlichen Ergebnis aller Arbeit zu sichern und ihn vor Ausbeutung zu schützen.

von opl - am 09.12.2006 08:58
Unglaublich mit der hessischen Verfassung. Hätte ich nicht gedacht. Du hast natürlich gleich wieder die teilweise herrlich sozialistischen Tendenzen erspäht.;-) Das mit der Todesstrafe in schweren Fällen*lol*ist echt gut. Überholen die so was nur alle 500 Jahre mal?

von La Dolce Vita - am 09.12.2006 09:05

Re: Auflösung

Ups, Hessen???

Ich hab den Thread jetzt erst gelesen.
Ich hätte so ganz spontan auf ein neues Bundesland getippt *g* Aber da die ja neu formulieren mussten, sind die vielleicht in der Hinsicht doch noch ein bisschen moderner als die alten *g*

von -Mami- - am 09.12.2006 10:09
In Finnland ist es ebenfalls ein Feiertag, heisst aber Vappu. Sprich, es ist ihr Unabhängigkeitstag, nicht der Tag der Arbeit.


von La Dolce Vita - am 09.12.2006 10:17
Besonders gefallen mir Artikel 38 1, 39, 41, 50 und 59.

Klar sind die Studiengebühren in Hessen verfassungsfeindlich. Und genau deswegen bin ich dafür, dass irgendein Hesse Roland Koch mit Waffengewalt aus dem Regierungssitz jagt. Allein schon wegen Artikel 141.

von Zecke - am 10.12.2006 00:33
Klar. Die Verfassung bietet einige Schmankerl, die Sozialisierungs-Punkte, die vielen Hinweis der zum Allgemeinwohl zu dienenden Wirtschaft, dem Verbot von Studiengebühren und so weiter und so fort. Man merkt, wer hier an der Verfassung gearbeitet hat.

von Zecke - am 10.12.2006 00:35
Laut Wikipedia:

"Am 30. Juni 1946 fanden Wahlen zur verfassungsberatenden Landesversammlung statt. Bei einer Wahlbeteiligung von 71% erzielte die SPD 44,3%, die CDU 37,3%, die KPD 9,7% und die LDP 6 %."

Sprich, die KPD-Leute und die in Hessen traditionell recht linke SPD haben nach den Nazierfahrungen der Verfassung wohl ihren Stempel aufgedrückt. Und auch bei der CDU war zu der Zeit ja noch mehr möglich, ich sage nur "Ahlener Programme".

von Zecke - am 10.12.2006 01:09
Worum ging es bei den Ahlener Programmen?
Und damals gab es eine LDP*g* und die KPD war anscheinend auch ziemlich beliebt.
War die LPD eine "Liberale Partei Deutschlands", sprich so eine Art FDP Vorgänger oder liege ich damit völlig falsch?
Es waren ja auch völlig andere Zustände hier im Land. Und in der Welt. Was damals eventuell gut war muss ja nicht unbedingt heute auch noch sinnvoll sein.

von La Dolce Vita - am 10.12.2006 01:41
Also ich halte diese Punkte, die ich hervorgehoben habe und die vermutlich sehr KPD-beeinflusst waren, heute auch noch oder vielleicht auch wieder für sehr aktuell!
Dass die KPD anfangs beliebt war, wundert nach den Erfahrungen mit der anderen Seite nicht so ganz wirklich...

[de.wikipedia.org]

[de.wikipedia.org]


LPD:

Liberale Parteien nach 1945
Bald nach Kriegsende forcierte die Sowjetunion die Gründung von Parteien. Anfang Juli 1945 riefen Wilhelm Külz und Eugen Schiffer zur Gründung einer Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands als gesamtdeutsche Partei auf, die wegen der zögerlichen Genehmigung im Westen jedoch nur in der Ostzone als LDP konstituiert wurde. Im September 1945 gründete sich die Hamburger Partei Freier Demokraten (PFD) als erste liberale Partei in den Westzonen. Bei den ersten Bürgerschaftswahlen in Hamburg erreichte die nunmehr FDP genannte Partei am 13. Oktober 1946 18,2 %. Ebenfalls im September 1945 wurde im Südwesten die DVP gegründet, die bei den Landtagswahlen in Württemberg-Baden im November 1946 ähnlich stark abschnitt. Neugründungen liberaler Parteien erfolgten in allen Bundesländern. In Hessen erhielt die FDP durch eine Listenverbindung mit den Heimatvertriebenen, die noch nicht eigenständig kandidieren durften, 1950 mit 31,8 % das beste Landtagswahlergebnis ihrer Geschichte. In den sowjetisch besetzten Gebieten erlangte 1946 die LDP bei den einzigen freien Landtagswahlen zwischen 7,8 % in Groß-Berlin (Ost) und 29,9 % in der Provinz Sachsen (Sachsen-Anhalt). Die LDP (Ost) ging jedoch 1949 als „Blockpartei“ LDP in die Nationale Front auf.


FDP-Vorgängerorganisationen in der Nachkriegszeit
Brit. Zone: Freie Demokratische Partei (FDP);
Hamburg: Partei Freier Demokraten (PFD) 1945–1946;
Bremen: Bremer Demokratische Volkspartei (BDV) 1945–1952;
Bremen: Freie Demokratische Partei Bremen (FDP) 1946–1947;
SBZ: Deutsche Demokratische Partei (DDP) 1945;
SBZ: Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDP) 1945–1951;
SBZ: National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD) 1948–1990;
Bayern: Deutsche Demokratische Partei (DDP) 1945–1946;
Bayern: Freie Demokratische Partei (FDP);
Hessen: Deutsche Demokratische Partei (DDP) 1945–1946;
Hessen: Liberal-Demokratische Partei Hessen (LDP) 1946–1948;
Hessen-Pfalz: Sozialer Volksbund (SV) 1946–1947;
Rheinland: Liberale Partei des Rheinlands (LP) 1945–1947;
Rheinland-Pfalz: Demokratische Partei (DP) 1947–1948;
Württemberg-Baden: Demokratische Volkspartei (DVP) 1945–1952;
Baden: Demokratische Partei (DemP) 1946–1948;
Württemberg-Hohenzollern: Demokratische Volkspartei (DVP) 1946–1952;
Saarland: Demokratische Vereinigung des Saarlands (DVS) 1945–1947;
Saarland: Demokratische Partei Saar (DPS) 1947–1951 und 1955–1957;
DDR: Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) 1951–1990;
DDR: Bund Freier Demokraten (BFD) 1990;
DDR: Deutsche Forumspartei (DFP) 1990;
DDR: Freie Demokratische Partei (F.D.P.) 1990;
Deutschland: Demokratische Partei Deutschlands (DPD) 1947–1948;

von Zecke - am 10.12.2006 02:01
Dann aber höchstens wieder. Ich bin ja eh der Meinung, dass nicht immer die selbe Richtung in einem Land für immer und ewig das Richtige sein muss.
Eine ziemlich lange Zeit fand ich die Politk der SPD ganz okay für Deutschland (lange, bevor ich überhaupt entstanden bin*g*) und auch die alten FDPler kann man nicht mit den heutigen Führern der Partei vergleichen. Gilt natürlich auch für die SPD.

Danke, für die umfassende Aufklärung.



von La Dolce Vita - am 10.12.2006 02:12
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