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Zecke, La Dolce Vita, Scheißerle, -Mami-, Der Imperator, OLAV., Erok, wölli, Zorro

Der 11.September

Startbeitrag von Zecke am 10.12.2006 21:18

Gedenken wir doch mal den Zigtausenden Opfern des 11.Septembers, die auch durch die unmenschliche Außenpolitik der USA ums Leben kamen und/oder schwerstes Leid durchstehen mussten!

Die 50 interessantesten Antworten:

In erster Linie ist es wohl die Schuld der Amokflieger. Wenn das überhaupt alles so stimmt, wie man uns das verkaufen will.

von La Dolce Vita - am 10.12.2006 21:27
Dann meinst du einen anderen 11.September und wir sind drauf reingefallen?:(
Ich muss jetzt erstmal schnell meine Pizza abholen hab noch gar nix gegessen, da ich den ganzen Tag total Migräne hatte.

von La Dolce Vita - am 10.12.2006 21:34
ähm? weiss ich nicht?
keine ahnung,vielleicht bist du zur zeit irgendwie nicht so gut drauf...
aber das kling schon fast so,als ob du die primitive art der terroristen befürworten würdest.

"unmenschliche Außenpolitik" ist keine erklärung für diese taten.

wenn die politiker - unmenschlich handeln... ist es nach wie vor kein grung unschuldige zivilisten zu töten.
denn die haben auch keine entscheidung getroffen.

von Zorro - am 10.12.2006 21:37
Wie? Erinnerst Du Dich etwa nicht an die alljährlichen Jahrestage, die mit großer Anteilnahme in der Öffentlichkeit stattfinden?

von Zecke - am 10.12.2006 21:37
Naja, hätte ja sein können, dass jemand deinen Nick faked, ein Komma, dass ich übersah, oder eien Leerstelle, alles schon gehabt.

von Scheißerle - am 10.12.2006 21:40
Er meint wahrscheinlich den Putsch Pinochets gegen Allende, der war nämlich auch an einem 11. September. Und die USA hingen da ziemlich aktiv im Hintergrund mit drin.

von La Dolce Vita - am 10.12.2006 22:26
Klar, ich habe mir einen kleinen Scherz erlaubt. Allerdings mit ernstem Hintergrund. ;-)

von Zecke - am 11.12.2006 02:46
*gg*
Nicht aufregen, ich hab doch nichts anderes damit gesagt als Du meinst. ;-)

An den 11.9.1973 erinnern zumindest nicht an jedem Jahrestag Gedenkveranstaltungen auf der ganzen Welt und die Täter laufen teilweise noch hochgeachtet und -dekoriert durch die Weltgeschichte.

von Zecke - am 11.12.2006 02:48
Vermutlich noch weit mehr, das sind nur die offiziell bestätigten Zahlen. Insgesamt inklusive nicht ermordeten Folter-Opfern sowie Eingesperrten dürften sich die Opfer über 50.000 bewegen, jetzt geschätzt ohne genaue Zahlen zu kennen. Die ins Exil Geflüchteten noch nicht eingerechnet. Da hätte Fidel Castro aber lange für stricken müssen...

von Zecke - am 11.12.2006 03:06
Das kam doch den ganzen Abend im Fernsehen. Und wieso sollte ich nicht recherchieren, wenn mich etwas interessiert?:rp:

von La Dolce Vita - am 11.12.2006 11:08
Zitat
Zecke
Gedenken wir doch mal den Zigtausenden Opfern des 11.Septembers, die auch durch die unmenschliche Außenpolitik der USA ums Leben kamen und/oder schwerstes Leid durchstehen mussten!


Also ich hab hierbei schon an den aktuelleren 11. September gedacht, den mit den Amokfliegern, aber nicht an die von denen ausgelöste Katastrophe, sondern an die vielen anderen kleinen Katastrophen, die an diesem Tag überall in der Welt passiert sind, und das nicht zuletzt auch aufgrund amerikanischer Außenpolitik ...

von -Mami- - am 11.12.2006 12:34
Am 11. September 1973 kam es schließlich zum Militärputsch gegen die Regierung. Präsident Allende soll im Präsidentenpalast „Moneda“ nach glaubhaften Zeugenaussagen und einer späteren Obduktion Selbstmord begangen haben (es geht das Gerücht mit einem von Fidel Castro geschenkten Jagdgewehr). Hunderte seiner Anhänger kamen in diesen Tagen ums Leben, Tausende wurden inhaftiert. Sämtliche staatlichen Institutionen in ganz Chile waren binnen Stunden vom Militär besetzt. Die Macht als Präsident einer Junta übernahm General Augusto Pinochet, der gleichzeitig Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, der Luftwaffe und der Nationalpolizei war.

In den dünn besiedelten Wüstengebieten im Norden Chiles und in Patagonien errichtete das Militär Konzentrationslager, wo Oppositionelle und deren Sympathisanten nicht selten zu Tode gefoltert oder unter anderem mit Flugzeugen hinaus aufs Meer geflogen und dort hinausgeworfen wurden. Tausende Chilenen gingen daher wegen der fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen ins Exil.

siehe auch Folter in Chile

Schon kurz nach der Machtübernahme Pinochets begannen auch die USA und die westeuropäischen Staaten wieder, Chile intensiv mit Wirtschaftshilfe zu unterstützen. Die Militärregierung machte die Verstaatlichungen Allendes mit Ausnahme der wichtigen Kupfermine Chuquicamata rückgängig, führte neoliberale Wirtschaftsreformen durch und schaffte die Gewerkschaftsrechte ab. Durch das zurückfließende Kapital erholte sich allmählich die Wirtschaft. Mit dieser rigorosen Wirtschaftspolitik klafften die Unterschiede zwischen Arm und Reich in Chile wieder deutlicher auseinander, aber die Volkswirtschaft insgesamt profitierte von hohen Wachstumsraten und einer für südamerikanische Verhältnisse außergewöhnlichen Stabilität. Eine politische und ökonomische Stabilität, die auf einer menschenverachtenden Repressionspolitik seitens der Militärmachthaber basierte.

Etwa zehn Jahre vor der Machtübernahme Pinochets kam es zur Gründung der Colonia Dignidad, einer streng bewachten Siedlung von Deutschstämmigen, geführt von Paul Schäfer, die von manchen als Sekte bezeichnet wird. Die Colonia soll während der Militärherrschaft angeblich als Folterzentrum für die chilenischen Geheimdienste gedient haben. Darüber hinaus soll sich die Colonia zu einem florierenden Konzern, der u.a. Titan nach Deutschland exportierte, entwickelt haben.



von OLAV. - am 11.12.2006 13:16
Selbstverfaßt ?
Man, du bist aber gebildet, hätte ich dir jetzt gar nicht mal so unbedingt zugetraut ! ;-)

von Scheißerle - am 11.12.2006 13:30
Hab ich mir schon gedacht. Im Fernsehen sprachen sie eben von 3000 offziellen Toten, sowie man beim jüngsten Irak Krieg von 120 Toten oder so sprach.*lol* Kann ich da nur sagen.

Castros Intension war ja auch eine völlig andere als die von Pinochet. So was kann ich eher akzeptieren als das, was Pinochet getan hat. Also akzeptieren in Anführungszeichen. Wenn man selber sein Opfer gewesen wäre, oder das eigene Kind, würde man eventuell ganz anders darüber denken. Von Weitem kann man da immer so gut drüber urteilen.
Hey, Du machst mich noch zum begeisterten Polit Freak*gg*

von La Dolce Vita - am 11.12.2006 21:26
Das würde mir besser bei noch mehr Menschen gelingen...

Und Castro ist in keiner Weise vergleichbar. Er ist kein Massenmörder der Weltgeschichte.

von Zecke - am 11.12.2006 21:28
Du kriegst das ganz gut hin Zecke, bleib bei dem Beruf ! Mich hast du auch schon oft zum Nachdenken gebracht über politische Dinge.

von Scheißerle - am 11.12.2006 21:31
Hey du Klugscheißer, ich meinte natürlich, bleib bei deinem Studium, denn das ist genau das richtige für dich .

Scheißerle

von Scheißerle - am 11.12.2006 21:42
Ach so. *lol*
Na ja, so das richtige ist das Studium für mich auch nicht, aber irgendwie muss es durchgezogen werden. Ich studiere ja auch kaum. *gg*

von Zecke - am 11.12.2006 21:46
Ich dachte du studierst irgendwas wie Politikwissenschaft verbunden mit Journalismus ?
Ich habe einen Schulkameraden, der den selben Weg ging und dann beim Radio landete. Der hatte es ähnlich drauf damals als ich so 16 J-17 J. war, also noch jünger als du jetzt.
Guck mal bei Wikepedia unter Hans-Peter-Archner .

Grüßle
Scheißerle

von Scheißerle - am 11.12.2006 21:50
Ich sag ja, dass Castro akzeptabler ist und man das nicht vergleichen kann.
Das Umdenken und das gesteigerte Interesse setzt durch das vermehrte Wissen ein. Es entstehen neue Zusammenhänge und man sieht viele Dinge in einen völlig anderen Licht. Zumindest teilweise.
Also ich versuche mein Wissen weiterzugeben so gut es geht und merke auch, dass die Leute es hören wollen. Also meine Freundinnen und so. Das sind aber auch alles ziemlich offenherzige Gestalten. Gerade versuch ich unserer hübschen Professorin aus der 1 (hatte ich ja mal von berichtet) einige Dinge zu vermitteln. Sie ist nämlich CDU Wähler, aber ein ganz extrem sozial geprägter Mensch. Sie rettet Pferde vor dem Schlachter und solche Sachen. Sie wundert sich über mein Wissen*g*, meistens hält man ja nicht viel von der Intelligenz von Leuten, die Psychologie studiert haben, wenn mal selber Physikerin ist.:D
Einer, der bereits in ein Richtung festgefahren ist, versucht Dir erst verzweifelt Gegenargumente zu liefern und sträubt sich. Da ist das schon schwieriger. Ich will ja auch niemanden komplett umstimmen, aber die meisten Leute wissen einfach fast nix über Weltpolitik und die vielen feinen Unterschiede. Sehr schade. Das ist so ein spannendes Thema. Ich hab sogar schon meine Oma begeistern können. Sie hat sich ihr Leben lang immer für Politik interessiert, aber auch sie kennt kaum die grösseren Zusammenhänge und die geschichtlichen Entwicklungen der einzelnen Länder.
Wie ist das eigentlich bei Deiner Oma? Springt sie da auch drauf an oder eher nicht?

von La Dolce Vita - am 11.12.2006 21:51
Also Pinochet würd ich auch nicht als Massenmörder der Weltgeschichte bezeichnen. Mit einer dreistelligen Zahl von Todesopfern ist er grad Regionalliga.

von Der Imperator - am 12.12.2006 00:15
Dreistellig? Also bestätigt sind über 3.000 Todesopfer. Und inoffiziell können es auch gut und gerne Todesopfer im fünfstelligen Bereich sein.

Wieso bist Du eigentlich nie bei ICQ?

von Zecke - am 12.12.2006 00:23
Äääh, vierstellig, also mit drei Nullen meinte ich.
Trotzdem: Königsklasse sind Adolf, Jossif , Mao, und auch Pol Pot (30% der Bevölkerung in 2 Jahren ist schon beachtlich) und danach Leute wie Saddam oder Kim Il Sung.
Hätte Augusto einen Krieg ausgelöst der die Region destabilisiert wär die Sache eine andere...

von Der Imperator - am 12.12.2006 00:35
Mit Journalismus studiere ich nichts. Ich wollte früher lediglich immer in dem Bereich arbeiten.
Ich studiere den Diplom-II-Studiengang(noch) Sozialwissenschaften mit der Ausrichtung Politikwissenschaft.
Habe mir den Eintrag angeschaut. Weiß aber nicht, ob das so das richtige für mich wäre... Auch wenn man beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk natürlich einen sehr gesicherten Job hat.

von Zecke - am 12.12.2006 01:13

Und ausseredm ...

...ist er schon in der ersten Runde gegen Bokassa ausgeschieden.


[www.giles.34sp.com]

von Der Imperator - am 12.12.2006 01:16
Meine eine Oma ist am Weltgeschehen sehr interessiert, für fast alles offen, wählt aber ihr ganzes Leben schon CDU. Das kann man auch nicht mehr ändern und bei manchen Sachen haben ältere Leute eben noch richtige Vorurteile. Trotzdem kann man sich mit ihr aber sehr gut austauschen. Und versuchen zu ändern sollte man sie auch gar nicht mehr, das sollte man eher bei inhaltlosen Jugendlichen versuchen. Da ist es einfacher und langfristig sinnvoller.
Meine andere Oma ist politisch nicht interessiert und wählt ihr ganzes Leben lang schon SPD.
Bei älteren Leuten kann man echt noch perfekt am Wahlverhalten studieren, wo sie schichtsmäßig herkommen.

von Zecke - am 12.12.2006 01:17
Die hatten ja auch ja (fast?) alle ein bevölkerungsreicheres Land zur Verfügung.
Außerdem ist es auch nicht so schlecht, eins der zu der Zeit langfristig am stabilsten demokratischen lateinamerikanischen Länder demokratisch vor die totale Wand zu fahren.

von Zecke - am 12.12.2006 01:26
Das stimmt schon. Versuchen, sie zu ändern bringt nicht viel, geht auch in dem Alter nicht mehr. Schliesslich sind unsere Omas ja alle über 80. Das Einzige, wo ich meine Omi schonmal dezent kritsiere ist, wenn sie sich diese vielen Teenie Soaps anguckt, oh, da wird sie aber immer gleich sehr giftig:D und meint, solange sie sich für Politik und Sport interessiere, dürfe sie sich gefälligst auch so was ansehen. Typisch fatale Oma Zeitungen wie "die Aktuelle" "liest" sie Gott sei Dank nicht so, aber sie rätselt sich einen zurecht. Überall liegen Rätselzeitungen herum und sie löst auch quasi alles. Sind ja aber fast eh immer die selben Antworten. Ihre Tageszeitung ist die Rheinische Post und sie mag alle Politiker, die ordentlich und bodenständig rüberkommen*gg* Sprich, die, die sich gut situiert darstellen und tendenziell konservativ sind. Und an Herrn Köhler bewundert sie derzeit seinen Mut, den Unbequemen zu spielen.*ggg* Wo ist denn der bitte unbequem?? Das ist wohl eher eine gespielte Unbequemheit.

von La Dolce Vita - am 12.12.2006 10:27
Unter Allende meinst du jetzt? Die Zustände im Land werden aber in den Medien nicht als sehr rosig dargestellt. Also unter Allende damals. Unter Pinochet wurden sie allerdings nicht besser.

von La Dolce Vita - am 12.12.2006 11:13
Die Leute in dem Tower sind aber GENAUSO elendig gestorben! Sind die nicht so wichtig oder wie? Wenn du schon mit der ganzen Welt mitleidest musst, musst Du schon wirklich alle bemitleiden und nicht selektieren.:mad: Ich jedenafall kann mit niemandem drastisch mitleiden, den ich gar nicht kenne und über dessen persönliches Schicksal ich nichts weiss. Bei den Leuten im Tower weiss man ja genau, wie sie zu Tode kamen. Man konnte ja im Fersehen bei einer Tasse Kaffee dabei zusehen.

von La Dolce Vita - am 12.12.2006 11:24
Meine eine, die unpolitischere, Oma ist noch nicht 80. Die andere ist 81. Zeitungen wie "Bunte" und "Bild der Frau" über die Königshäuser dieser Welt liest sie aber auch.
Und Horst Köhler kann man schon ein wenig als unbequem bezeichnen, ein ganz klein wenig. Allerdings ist erwiesenermaßen dabei auch ein "Kapitalistenschwein"! ;-)

von Zecke - am 12.12.2006 13:57
Ich redete von der demokratischen Kultur des Landes, nicht vom wirtschaftlichen Zustand. Ein Land kann politisch demokratisch stabil und trotzdem wirtschaftlich nicht erfolgreich sein. Und ein wirtschaftlicher Höhenflug ist widerum nicht gleichbedeutend mit sozialer Gerechtigkeit und niedriger Arbeitslosigkeit. Und die letzten beiden Punkte waren unter Allende eher gegeben als vor und nach ihm.

Infos über Allende, den damaligen Zustand und auch die abscheuliche Verwicklung der USA und Henry Kissingers in den Putsch hier: [de.wikipedia.org]

von Zecke - am 12.12.2006 14:12
Ich sag, wenn ich was nicht gut finde.

Übrigens vielen Dank für das aufmunternde Lied ! Hab mich sehr über die kleine Überraschung gefreut!

von La Dolce Vita - am 12.12.2006 15:33
Zitat
La Dolce Vita
Die Leute in dem Tower sind aber GENAUSO elendig gestorben! Sind die nicht so wichtig oder wie? Wenn du schon mit der ganzen Welt mitleidest musst, musst Du schon wirklich alle bemitleiden und nicht selektieren.:mad: Ich jedenafall kann mit niemandem drastisch mitleiden, den ich gar nicht kenne und über dessen persönliches Schicksal ich nichts weiss. Bei den Leuten im Tower weiss man ja genau, wie sie zu Tode kamen. Man konnte ja im Fersehen bei einer Tasse Kaffee dabei zusehen.



Hö???
Was hab ich denn geschrieben, dass du so komisch reagierst?

Zitat

Also ich hab hierbei schon an den aktuelleren 11. September gedacht, den mit den Amokfliegern, aber nicht an die von denen ausgelöste Katastrophe, sondern an die vielen anderen kleinen Katastrophen, die an diesem Tag überall in der Welt passiert sind, und das nicht zuletzt auch aufgrund amerikanischer Außenpolitik ...


Hab ich irgendwo gesagt, dass die Leute im Tower nicht zu bedauern seien?
Wo selektiere ich denn???

Ich finde es bloß auch nicht richtig, dass um diese 3000 da so ein großes Geschiß gemacht wird, während z.B. der Hungertod von Zigtausenden täglich scheinbar allen am Arsch vorbei geht, ganz besonders auch den großen Amerikanern, die mit ihrer Außenpolitik daran nicht gerade unschuldig sind.

von -Mami- - am 12.12.2006 16:21
Zitat
La Dolce Vita
Ich sag, wenn ich was nicht gut finde.


Dann erklär dich doch bitte auch mal genauer.
Was findest du nicht gut?

von -Mami- - am 12.12.2006 16:22
Zitat
OLAV.
he...was hast du denn zu die genommen ?

kotz mami nicht an !


Danke für deine Unterstützung :-)

von -Mami- - am 12.12.2006 16:22
Wie soll ich denn um jemand trauern, den ich nicht kenne oder dessen Schicksal ich nicht kenne. Das in den Towern hat man im Fernsehen mitbekommen und
deshalb nimmt einen das natürlich mehr mit
als das andere Schicksäler, von denen man nichts direkt weiss. Alles andere nehme ich Leuten nicht ab!
Und bin da ausnahmsweise mal auf Zappis Seite.

Ich mag es nicht wenn Menschen jedesmal nen Anfall bekommen, bloss weil man der Tower Opfer gedenkt. Es geht eben in diesem speziellen Fall dann um diese Leute.
Wenn ich den Judenopfern gedenke, kommt auch niemand an und schreit, oh wir müssen auch den deutschen Soldaten gedenken. In diesem Fall geht es eben um die Juden sie zu Opfern wurden. Punkt. Ein anderes Mal
geht es um deutsche Soldaten.

von La Dolce Vita - am 12.12.2006 18:33
Zitat
La Dolce Vita
Wie soll ich denn um jemand trauern, den ich nicht kenne oder dessen Schicksal ich nicht kenne. Das in den Towern hat man im Fernsehen mitbekommen und
deshalb nimmt einen das natürlich mehr mit
als das andere Schicksäler, von denen man nichts direkt weiss. Alles andere nehme ich Leuten nicht ab!
Und bin da ausnahmsweise mal auf Zappis Seite.

Ich mag es nicht wenn Menschen jedesmal nen Anfall bekommen, bloss weil man der Tower Opfer gedenkt. Es geht eben in diesem speziellen Fall dann um diese Leute.
Wenn ich den Judenopfern gedenke, kommt auch niemand an und schreit, oh wir müssen auch den deutschen Soldaten gedenken. In diesem Fall geht es eben um die Juden sie zu Opfern wurden. Punkt. Ein anderes Mal
geht es um deutsche Soldaten.



Also jetzt entschuldige bitte mal, wovon redest du denn?????

Ich hatte mich auf das bezogen, was Zecke in seinem ersten Posting geschrieben hatte:


Zitat
-Mami-
Zitat
Zecke
Gedenken wir doch mal den Zigtausenden Opfern des 11.Septembers, die auch durch die unmenschliche Außenpolitik der USA ums Leben kamen und/oder schwerstes Leid durchstehen mussten!


Also ich hab hierbei schon an den aktuelleren 11. September gedacht, den mit den Amokfliegern, aber nicht an die von denen ausgelöste Katastrophe, sondern an die vielen anderen kleinen Katastrophen, die an diesem Tag überall in der Welt passiert sind, und das nicht zuletzt auch aufgrund amerikanischer Außenpolitik ...


Wo hab ich denn da bitte einen Anfall bekommen, weil man etwa um die Tower-Toten trauert? Von denen war hier doch überhaupt nirgends die Rede!

Aber wenn du so weitermachst und mich grundlos angreifst mit völlig aus der Luft gegriffenen Argumenten, dann bekomm ich gleich noch nen Anfall!!!

Ich hab mich doch nur darauf bezogen, dass täglich Tausende Menschen hungers sterben, u.a. weil auch die USA nicht zu einer vernünftigen Außenpolitik fähig ist, und auch darauf, dass viele Menschen durch Kriege sterben, die ganz besonders von den USA so gewollt sind.

Das hat mit Missachtung der Tower-Toten überhaupt nichts zu tun.
Ich finde einfach, diese vielen anderen Tausenden, die am 11. September 2001 sterben mussten, sollten ganz genauso betrauert werden.
Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob ich auch nur einen einzigen davon persönlich gekannt habe oder nicht. Ich finde, es ist schlicht und einfach eine Katastrophe, was da tagtäglich passiert und dazu noch von der großen Masse der Menschheit einfach ignoriert wird!!!

Und wenn man mal drauf aufmerksam machen will, dann wird man sogar noch so angeschissen wie von dir!
Na danke vielmals!


von -Mami- - am 12.12.2006 19:05
Was ist denn mit Dir los? Ich bin der Meinung, dass Mami recht hat. Sie hat nirgendwo was gegen die amerikanischen Opfer vom 11.9. gesagt, sie hat nur darauf hingewiesen, dass man um andere Menschen nicht in dem Maße trauert. Also quasi genau das selbe, was ich hier mit meinem Eintrag für die chilenischen Opfer auch getan habe.

von Zecke - am 12.12.2006 20:56
Meinst du nicht, der gefällt sich eventuell bloss in der Rolle als grosser Rebell? Wieso bezeichnest du ihn als "Kapitalistenschwein"? Ich hab mich noch nie so intensiv mit dem beschäftigt.

Also über die Königshäuser dieser Welt weiss meine Omi natürlich auch gut Bescheid. Und es interessiert sie auch. Sie holt sich diese hochwertigen Informationen *g* immer durch irgendwelche RTL Promi Sendungen oder so. Und dann erzählt sie uns davon. Ist ja aber auch okay.

von La Dolce Vita - am 12.12.2006 21:13
Du hattest gesagt, du dachtest schon an den 11.Sep. mit den Amokfliegern und
du gedenkst allen anderen kleinen Katastrophen, die an diesem Tag vonstatten gingen, aber NICHT an die von den Amokfliegern ausgelöste Katastrophe. Steht doch so da.
Und sorry, das kommt für mich so rüber, als würdest Du die von Deiner "Trauer" auschliessen. Diese Menschen sind ja aber genauso gestorben. Das gerade die nun viel in der Presse waren, da können die wohl kaum was für.
Und jetzt genug davon.

von La Dolce Vita - am 13.12.2006 13:24
Zitat
La Dolce Vita
Du hattest gesagt, du dachtest schon an den 11.Sep. mit den Amokfliegern und
du gedenkst allen anderen kleinen Katastrophen, die an diesem Tag vonstatten gingen, aber NICHT an die von den Amokfliegern ausgelöste Katastrophe. Steht doch so da.
Und sorry, das kommt für mich so rüber, als würdest Du die von Deiner "Trauer" auschliessen. Diese Menschen sind ja aber genauso gestorben. Das gerade die nun viel in der Presse waren, da können die wohl kaum was für.
Und jetzt genug davon.


Ach, lies doch einfach mal genau, was da steht. Ich hab von keinerlei Trauer gesprochen und auch nicht von "gedenken", nicht an die einen und nicht an die anderen!

Ich hab nur geschrieben, woran ich gedacht habe (nicht wessen!).

von -Mami- - am 13.12.2006 17:35
Ist doch egal wie rum. Du hast gesagt du denkst NICHT an die von den Amokfliegern ausgelöste Katastrophe, sondern an all die anderen Leute die an dem Tag irgendwo ums Leben kamen. Deshalb ist das bei mir so angekommen.

Ich denk beim 11. September 2001 zu allererst an die Leute, die da in den 2 Türmen ums Leben gekommen sind. Und zwar deshalb, weil ich da den nächsten Bezug zu habe, weil ich das im Fernsehen mitansehen musste. Wenn man da überhaupt von Bezug sprechen kann. Ob das nun moralisch einwandfrei ist ist mir dabei scheissegal. Ich zumindest kann an niemanden denken, den ich nicht kenne und mit dessen Schicksal ich in keiner Weise konfrontiert werde. Dann müsste man ja auch jede Minute an jedes verhungernde Kind denken. Das tut kein Mensch.

von La Dolce Vita - am 13.12.2006 17:53
Schau doch mal seinen bisherigen Lebenslauf an. Und mittlerweile dürfte die FDP ja sogar die einzige Partei sein, die noch komplett zu ihm steht.

von Zecke - am 15.12.2006 00:35

Statement von Hans Olaf Henkel


Das werde ich tun.
Was hälst Du von den Worten Henkels? Ist der auch bloss ein mieser Kapitalist oder findest Du nicht, dass er teilweise auch recht hat? Wenn man einmal nicht nur "einseitig" denkt?




Hans-Olaf Henkel zur Verantwortung der Handelnden

04.03.2003 - Die Diskussionen in Wirtschaft und Politik bestimmen andere Themen. Dabei könne gerade das Qualitätsmanagement einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, um aus dem "Tal der Tränen" herauszufinden, meint Hans-Olaf Henkel. Voraussetzung sei, dass jeder in der Arbeitswelt mehr Verantwortung übernimmt.

Jammern ist in diesen Tagen in Deutschland zum Volkssport geworden. Wir beklagen die andauernde Konjunkturflaute in Deutschland und vermissen zukunftsgerichtete Impulse in Gesellschaft, Wirtschaft, Arbeitswelt. Neben den vielen großen und kleinen Reformen, die zurzeit diskutiert, beredet, zerstritten werden, gibt es einen Bereich, der ganz im Windschatten der Debatten liegt. Die Rede ist vom Qualitätsmanagement. Hier schlummern ungeahnte Potenziale und verborgene Schätze. Sie könnten gehoben werden, wenn jeder in der Arbeitswelt bereit wäre, mehr Verantwortung zu übernehmen. Die Qualitätsmanager kennen die Methoden dafür, doch leider hört man ihnen zu wenig zu.

Mehr Anerkennung für die Vorreiter
Die Botschaft ist nicht angekommen. Noch immer scheint die deutsche Wirtschaft nicht recht erkannt zu haben, was 1988 die Vorsitzenden von 14 führenden europäischen Unternehmen mit insgesamt über 7 Millionen Mitarbeitern veranlasste, die European Foundation for Quality Management (EFQM) zu gründen. Die Aufgabe dieser unabhängigen mitgliedergestützten Organisation ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken. Sie tut dies unter anderem durch die Vergabe eines Preises.

Aber: Nur wenige deutsche Unternehmen nehmen am jährlich ausgeschriebenen European Quality Award teil. Noch immer hat auch das deutsche Pendant, der Ludwig-Erhard-Preis, der seit 1997 ausgelobt wird, zu wenige Bewerber. Woran liegt das? Finden die Medien den European Quality Award oder die deutsche Auszeichnung für Spitzenleistungen im Wettbewerb nicht publikumswirksam genug? Ein Grund für die Missachtung des Themas Qualitätsmanagement hierzulande ist sicherlich darin zu suchen, dass die Leute, die wissen, worum es geht, meist nicht an der obersten Spitze einer Organisation stehen. Kaum anders ist es zu erklären, dass zum Beispiel die Initiative Ludwig-Erhard-Preis mehrere hundert ehrenamtlich tätige und hoch engagierte Assessoren aufweisen kann, die sich jedes Jahr nach speziellen Trainings den Preisbewerbern als Bewerter zur Verfügung stellen wollen, die Bewerberzahl aber Jahr für Jahr unter zwanzig dahindümpelt.

Die Assessoren kommen aus allen Unternehmensbranchen, dem Bildungswesen, dem Gesundheits- und Sozialwesen, der Öffentlichen Hand (Polizei, Bundesgrenzschutz, Ministerien, Stadtverwaltungen, Finanzämter, Museen) und dem Bankgewerbe. Die meisten von ihnen sind Qualitätsmanager in ihren Organisationen, kümmern sich um kundengerechtes Arbeiten und zielorientiertes Handeln, treffen Maßnahmen zur Fehlerreduzierung und Beseitigung von Risiken, streben nach ständiger Verbesserung und Innovation und beteiligen sich an der Qualifizierung organisationseigener Mitarbeiter und Manager.


Abschied von den Vorurteilen
Eigentlich müssten diese Tätigkeiten jeden Topmanager überzeugen. Doch je größer eine Organisation ist, desto schwieriger wird der Job eines Qualitätsmanagers. Kümmert sich in kleineren Unternehmen die Geschäftsführung meist selbst um das strategisch wichtige Qualitätsmanagementsystem, so werden diese Aufgaben bei größeren Organisationen an Qualitätsmanager delegiert. Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn die damit beauftragten Personen auch mit den nötigen Handlungsspielräumen ausgestattet werden und sich der vollen Unterstützung des Topmanagements sicher sein können. Doch genau das ist leider oft nicht der Fall. Abgeleitet aus den Erfahrungen mit so mancher Zertifizierungsgesellschaft und deren oft unqualifizierten Auditoren überträgt das Topmanagement das erlebte (ungenügende) Niveau auf sein eigenes Qualitätsmanagement und die dafür verantwortlichen Personen. Der Markt gab den Leidensdruck vor, und die Zertifikate wurden notwendige Mode. Oft genug wurde ja auch tatsächlich an den wirklichen Belangen einer Organisation vorbei auditiert und zertifiziert.

Diese und andere Pannen haben in den Köpfen vieler Unternehmenslenker den Eindruck hinterlassen, dass das Qualitätsmanagement, auch wenn es sich heute "umfassend" oder "Total Quality Management" nennt, nur ein mit bürokratischem Ballast befrachtetes Übel sei. Aber diese Unternehmensführer erkennen nicht den eigentlichen Stellenwert der dahinter stehenden Geisteshaltung. Und so glauben leider noch zu viele Vorstandsvorsitzende und Hauptgeschäftsführer, sie wären zu groß für diese vermeintlich kleinen Aufgaben, statt zu erkennen, dass es hier um die wirklich großen, das Schicksal ihrer Organisation bestimmenden Aufgaben geht - und sie sich als zu klein für die Lösung erweisen könnten.

Worum geht es wirklich?
Was ist denn Qualitätsmanagement im eigentlichen Sinne? Mit Sicherheit keine Vorlage einer Stellenbeschreibung für Qualitätsmanager. Auch nicht eine standardisierte Methode, die, einmal angewandt, sofort Erfolg verspricht. Schon gar nicht stimmt die oft gehörte Meinung, Qualitätsmanagement sei vermehrte Bürokratie. Denn richtig verstandenes Qualitätsmanagement überprüft alle Arbeitsschritte auf ihren Sinn und ihre Effizienz, was man bei einem bürokratischen Arbeitsablauf ja wohl in der Regel nicht behaupten kann. Nein, Qualitätsmanagement ist bestes Unternehmensmanagement in allen Wertschöpfungsphasen, um die Wettbewerbsfähigkeit durch hohen Markterfolg und sinkende Kosten langfristig zu sichern.

Im Mittelpunkt steht ein konkretes Führungskonzept, das Tun und Handeln der Mitarbeiter konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden und damit folgerichtig auf eine kontinuierliche Verbesserung der Produkt- und Dienstleistungsqualität ausrichtet. Kein Mitarbeiter darf sich davor drücken. Alle Bereiche und Prozesse des Unternehmens sind einzubinden.

Um das zu erreichen, braucht Qualitätsmanagement einen umfassenden Denk- und Handlungsansatz, der sich in dem Selbstverständnis und dem Leitbild eines Unternehmens, einer Organisation widerspiegelt.

Verantwortung teilen, Vertrauen schenken!
Ich rufe den Bossen der deutschen Wirtschaft zu: Hören Sie auf die Leute, die Sie selbst zu Qualitätsmanagern benannt haben. Denn sie kennen sich aus in der Analyse von Verbesserungspotenzialen, einer partnerschaftlichen Unternehmensführung, in den Informations- und Kommunikationsprozessen, sie kennen die ergebnis- und kundenorientierten Methoden und die Instrumente einer vorausschauenden Personalentwicklung.

Geben Sie ihnen im Rahmen eines kooperativen Führungsstils Ihr Vertrauen. Viele sind gar Bewerter im Bewerbungsprozess der Auszeichnung von Spitzenleistungen im Wettbewerb, dem Ludwig- Erhard-Preis, und genießen bei den Preis-Bewerbern hohes Ansehen. Ihr Beauftragter in Sachen Qualitätsmanagement wird nur mit Ihrer vollen Unterstützung Ihrem Unternehmen zukunftsgerichtete Impulse geben können.

Der Autor dieses Beitrags

Hans-Olaf Henkel, geb. 1940, absolvierte nach einer kaufmännischen Lehre ein Studium an der Hamburger Akademie für Wirtschaft und Politik. Mit einer Ausbildung begann er 1962 bei der IBM Deutschland seine Karriere, in deren Verlauf er 15 Jahre im Ausland verbrachte. 1987 wurde er zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der IBM Deutschland bestellt, 1994 folgte seine Ernennung zum Präsidenten der Europa-Zentrale von IBM in Paris. 1995 bis 2000 war er Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI), seit 2001 ist er dessen Vize-Präsident. Neben seiner Mitgliedschaft in den Aufsichtsräten zahlreicher Wirtschaftsunternehmen ist er Senator der Helmholtz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft sowie aktives Mitglied von Amnesty International. Seit 2000 lehrt er als Honorarprofessor am Lehrstuhl für Internationales Management der Universität Mannheim, seit 2001 ist er Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz. Seit 2001 sitzt er der Initiative Ludwig- Erhard-Preis e.V. vor.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von QZ Qualität & Zuverlässigkeit/Hanser Verlag, München.

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Persönlich: Hans-Olaf Henkel zur Verantwortung der Handelnden
04.03.2003 - Die Diskussionen in Wirtschaft und Politik bestimmen andere Themen. Dabei könne gerade das Qualitätsmanagement einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, um aus dem "Tal der Tränen" herauszufinden, meint Hans-Olaf Henkel. Voraussetzung sei, dass jeder in der Arbeitswelt mehr Verantwortung übernimmt.

Jammern ist in diesen Tagen in Deutschland zum Volkssport geworden. Wir beklagen die andauernde Konjunkturflaute in Deutschland und vermissen zukunftsgerichtete Impulse in Gesellschaft, Wirtschaft, Arbeitswelt. Neben den vielen großen und kleinen Reformen, die zurzeit diskutiert, beredet, zerstritten werden, gibt es einen Bereich, der ganz im Windschatten der Debatten liegt. Die Rede ist vom Qualitätsmanagement. Hier schlummern ungeahnte Potenziale und verborgene Schätze. Sie könnten gehoben werden, wenn jeder in der Arbeitswelt bereit wäre, mehr Verantwortung zu übernehmen. Die Qualitätsmanager kennen die Methoden dafür, doch leider hört man ihnen zu wenig zu.

Mehr Anerkennung für die Vorreiter
Die Botschaft ist nicht angekommen. Noch immer scheint die deutsche Wirtschaft nicht recht erkannt zu haben, was 1988 die Vorsitzenden von 14 führenden europäischen Unternehmen mit insgesamt über 7 Millionen Mitarbeitern veranlasste, die European Foundation for Quality Management (EFQM) zu gründen. Die Aufgabe dieser unabhängigen mitgliedergestützten Organisation ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken. Sie tut dies unter anderem durch die Vergabe eines Preises.

Aber: Nur wenige deutsche Unternehmen nehmen am jährlich ausgeschriebenen European Quality Award teil. Noch immer hat auch das deutsche Pendant, der Ludwig-Erhard-Preis, der seit 1997 ausgelobt wird, zu wenige Bewerber. Woran liegt das? Finden die Medien den European Quality Award oder die deutsche Auszeichnung für Spitzenleistungen im Wettbewerb nicht publikumswirksam genug? Ein Grund für die Missachtung des Themas Qualitätsmanagement hierzulande ist sicherlich darin zu suchen, dass die Leute, die wissen, worum es geht, meist nicht an der obersten Spitze einer Organisation stehen. Kaum anders ist es zu erklären, dass zum Beispiel die Initiative Ludwig-Erhard-Preis mehrere hundert ehrenamtlich tätige und hoch engagierte Assessoren aufweisen kann, die sich jedes Jahr nach speziellen Trainings den Preisbewerbern als Bewerter zur Verfügung stellen wollen, die Bewerberzahl aber Jahr für Jahr unter zwanzig dahindümpelt.

Die Assessoren kommen aus allen Unternehmensbranchen, dem Bildungswesen, dem Gesundheits- und Sozialwesen, der Öffentlichen Hand (Polizei, Bundesgrenzschutz, Ministerien, Stadtverwaltungen, Finanzämter, Museen) und dem Bankgewerbe. Die meisten von ihnen sind Qualitätsmanager in ihren Organisationen, kümmern sich um kundengerechtes Arbeiten und zielorientiertes Handeln, treffen Maßnahmen zur Fehlerreduzierung und Beseitigung von Risiken, streben nach ständiger Verbesserung und Innovation und beteiligen sich an der Qualifizierung organisationseigener Mitarbeiter und Manager.


Abschied von den Vorurteilen
Eigentlich müssten diese Tätigkeiten jeden Topmanager überzeugen. Doch je größer eine Organisation ist, desto schwieriger wird der Job eines Qualitätsmanagers. Kümmert sich in kleineren Unternehmen die Geschäftsführung meist selbst um das strategisch wichtige Qualitätsmanagementsystem, so werden diese Aufgaben bei größeren Organisationen an Qualitätsmanager delegiert. Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn die damit beauftragten Personen auch mit den nötigen Handlungsspielräumen ausgestattet werden und sich der vollen Unterstützung des Topmanagements sicher sein können. Doch genau das ist leider oft nicht der Fall. Abgeleitet aus den Erfahrungen mit so mancher Zertifizierungsgesellschaft und deren oft unqualifizierten Auditoren überträgt das Topmanagement das erlebte (ungenügende) Niveau auf sein eigenes Qualitätsmanagement und die dafür verantwortlichen Personen. Der Markt gab den Leidensdruck vor, und die Zertifikate wurden notwendige Mode. Oft genug wurde ja auch tatsächlich an den wirklichen Belangen einer Organisation vorbei auditiert und zertifiziert.

Diese und andere Pannen haben in den Köpfen vieler Unternehmenslenker den Eindruck hinterlassen, dass das Qualitätsmanagement, auch wenn es sich heute "umfassend" oder "Total Quality Management" nennt, nur ein mit bürokratischem Ballast befrachtetes Übel sei. Aber diese Unternehmensführer erkennen nicht den eigentlichen Stellenwert der dahinter stehenden Geisteshaltung. Und so glauben leider noch zu viele Vorstandsvorsitzende und Hauptgeschäftsführer, sie wären zu groß für diese vermeintlich kleinen Aufgaben, statt zu erkennen, dass es hier um die wirklich großen, das Schicksal ihrer Organisation bestimmenden Aufgaben geht - und sie sich als zu klein für die Lösung erweisen könnten.

Worum geht es wirklich?
Was ist denn Qualitätsmanagement im eigentlichen Sinne? Mit Sicherheit keine Vorlage einer Stellenbeschreibung für Qualitätsmanager. Auch nicht eine standardisierte Methode, die, einmal angewandt, sofort Erfolg verspricht. Schon gar nicht stimmt die oft gehörte Meinung, Qualitätsmanagement sei vermehrte Bürokratie. Denn richtig verstandenes Qualitätsmanagement überprüft alle Arbeitsschritte auf ihren Sinn und ihre Effizienz, was man bei einem bürokratischen Arbeitsablauf ja wohl in der Regel nicht behaupten kann. Nein, Qualitätsmanagement ist bestes Unternehmensmanagement in allen Wertschöpfungsphasen, um die Wettbewerbsfähigkeit durch hohen Markterfolg und sinkende Kosten langfristig zu sichern.

Im Mittelpunkt steht ein konkretes Führungskonzept, das Tun und Handeln der Mitarbeiter konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden und damit folgerichtig auf eine kontinuierliche Verbesserung der Produkt- und Dienstleistungsqualität ausrichtet. Kein Mitarbeiter darf sich davor drücken. Alle Bereiche und Prozesse des Unternehmens sind einzubinden.

Um das zu erreichen, braucht Qualitätsmanagement einen umfassenden Denk- und Handlungsansatz, der sich in dem Selbstverständnis und dem Leitbild eines Unternehmens, einer Organisation widerspiegelt.

Verantwortung teilen, Vertrauen schenken!
Ich rufe den Bossen der deutschen Wirtschaft zu: Hören Sie auf die Leute, die Sie selbst zu Qualitätsmanagern benannt haben. Denn sie kennen sich aus in der Analyse von Verbesserungspotenzialen, einer partnerschaftlichen Unternehmensführung, in den Informations- und Kommunikationsprozessen, sie kennen die ergebnis- und kundenorientierten Methoden und die Instrumente einer vorausschauenden Personalentwicklung.

Geben Sie ihnen im Rahmen eines kooperativen Führungsstils Ihr Vertrauen. Viele sind gar Bewerter im Bewerbungsprozess der Auszeichnung von Spitzenleistungen im Wettbewerb, dem Ludwig- Erhard-Preis, und genießen bei den Preis-Bewerbern hohes Ansehen. Ihr Beauftragter in Sachen Qualitätsmanagement wird nur mit Ihrer vollen Unterstützung Ihrem Unternehmen zukunftsgerichtete Impulse geben können.

Der Autor dieses Beitrags

Hans-Olaf Henkel, geb. 1940, absolvierte nach einer kaufmännischen Lehre ein Studium an der Hamburger Akademie für Wirtschaft und Politik. Mit einer Ausbildung begann er 1962 bei der IBM Deutschland seine Karriere, in deren Verlauf er 15 Jahre im Ausland verbrachte. 1987 wurde er zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der IBM Deutschland bestellt, 1994 folgte seine Ernennung zum Präsidenten der Europa-Zentrale von IBM in Paris. 1995 bis 2000 war er Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI), seit 2001 ist er dessen Vize-Präsident. Neben seiner Mitgliedschaft in den Aufsichtsräten zahlreicher Wirtschaftsunternehmen ist er Senator der Helmholtz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft sowie aktives Mitglied von Amnesty International. Seit 2000 lehrt er als Honorarprofessor am Lehrstuhl für Internationales Management der Universität Mannheim, seit 2001 ist er Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz. Seit 2001 sitzt er der Initiative Ludwig- Erhard-Preis e.V. vor.



von La Dolce Vita - am 16.12.2006 10:18
Meine Meihnung dazu, endlich haben die Amis mal was auf den Frack bekommen, auch wenns wieder nur Zivis getroffen hat...

von wölli - am 17.12.2006 00:24
So eine Scheiss Einstellung hab ich selten gehört. Aber Du hast ja in den Türmen auch niemanden verloren, da kann man ja so leicht reden. Und ich bin mir nicht einmal ganz sicher, wer hinter diesen Anschlägen steckt. Das muss nicht Bin Laden gewesen sein. Es können auch sehr gut Geheimdienste dahinterstecken. Wer weiss das schon.

von La Dolce Vita - am 17.12.2006 00:32
Zitat
wölli
Meine Meihnung dazu, endlich haben die Amis mal was auf den Frack bekommen, auch wenns wieder nur Zivis getroffen hat...



Dein posting hat nen verdammt beschissenes Gschäckle, wie wir Schwaben das ausdrücken.
Wie dumm und charakterlos muß man sein, ein schweres Verbrechen damit zu entschuldigen, dass auch ein anderer schon solche Verbrechen unbestraft vergangen hat ?

Scheißerle

von Scheißerle - am 17.12.2006 00:35
Zitat
wölli
Meine Meihnung dazu, endlich haben die Amis mal was auf den Frack bekommen, auch wenns wieder nur Zivis getroffen hat...


Also nicht dass einer noch meint, ich hätte mir da nen neuen Nick zugelegt, um mehr oder weniger anonym diese Meinung zu vertreten, von mir stammt diese unqualifizierte Aussage nicht!!!

Obwohl ich mir irgendwie schon auch denke, auf diese Weise kam die amerikanische Regierung selber mal in die Rolle des Angegriffenen, was denen ja sonst völlig fremd ist.
Aber sich quasi darüber zu freuen, dass es mal Amis und nicht Angehöriger anderer Staaten getroffen hat, das ist ja nun wohl auch nicht die richtige Einstellung.




von -Mami- - am 17.12.2006 09:50
"Klasse" Statement...
Erstens war der politische Massenmord noch nie eine sinnvolle Alternative, zum zweiten sind mir die Urheber dieses Attentats auch alles andere als sympathisch von der Ausrichtung her. Religiöser Fundamentalismus...

von Zecke - am 17.12.2006 22:33
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