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"Waschen und rasieren,...

Startbeitrag von opl am 14.12.2006 21:31

dann kriegen Sie auch einen Job!"

Meinte jedenfalls Kurt Beck auf nem Weihnachtsmarkt in Berlin zu ihm

Oben "Vor-" und "Nach-Rasur-Bild".




Die 50 interessantesten Antworten:

Der Kommentar (Quelle Spiegelonline)

Was ist denn in Kurt Beck gefahren? Empfiehlt er dem Arbeitslosen Henrico F. so einfach eine erweiterte Körper- und Haarpflege zwecks Vollbeschäftigung. Hat Beck sich den Mann überhaupt angesehen?


Becks Styling-Fall F.: Fehlt die rosa Brille?
Henrico F. hat das perfekte Outfit für die Kreativszene. Die meisten Medienfuzzis in Berlin Mitte brauchen Jahre, Tausende von Euros und einen Stilberater, um so auszusehen.

Asymmetrische Frisur mit Strähnen, Heavy-Metal-Zitat per Nasen-Doppel-Piercing, HipHop-Anmutung durch Kapuzenpulli, Dolce&Gabbana-mäßige, knapp sitzende Lederjacke und als ideologisches Augenzwinkern ein Runenkreuz-Amulett: F. trägt die Stammeskluft der hippen Besserverdiener, wie sie Werbeagenturen, Lifestyle-Magazin-Redaktionen und Internet-Büros von Stuttgart bis Hamburg bevölkern.

"Wenn Sie sich waschen und rasieren, haben Sie in drei Wochen einen Job", hat Beck versprochen. Das Gegenteil ist der Fall: Rasur und Waschung im kleinbürgerlichen Sinn bringen den Mann um jedes Bewerbungsgespräch in einer der letzten Wachstumsbranchen des Landes. Beck, der gelernte Elektromechaniker, hat da vielleicht andere ästhetische Prämissen - mit gestärktem Hemd und krebsroter Rasurhaut kommt man bei Kreativdirektoren jedenfalls nicht weiter.

Man hätte von der SPD eigentlich mehr erwartet: Zu Schröders Zeiten wussten die Genossen, was die Medienuhr geschlagen hat. Brioni-Model Gerhard hätte F. ein Kompliment zur Haarfärbung gemacht und in Ermangelung anderer Stimulantien eine Zigarre rausgerückt.

Becks stylistisches Know-how hingegen beschränkt sich auf einen ordentlichen Drei-Tage-Bart, der so uncool ist wie ein Job beim Finanzamt. Ganz anders F.s Gesichtshaar, das gekonnt zwischen "Piraten der Karibik" und Charles Manson vermittelt.

Weil Stilberatung immer auch Zukunftsberatung ist, muss die Sache anders laufen. F. braucht lediglich ein Accessoire: eine Sonnenbrille. Die würde kaschieren, was in seinem Blick liegt: die Angst, nicht durchzuhalten; die Wut, abgehängt worden zu sein.

Eine kalte Dusche hat F. außerdem schon bekommen: Politiker-Zynismus, der sich gewaschen hat.

Schön geschrieben! :spos: *gg*


von opl - am 14.12.2006 21:54
Was, das soll derselbe Typ sein :eek: ?

Nun ja, ich finde diese Angelegenheit recht problematisch.
1. kann man heutzutage noch so rasiert und gewaschen und ordentlich angezogen sein, aber das bedeutet längst nicht, dass man eine Stelle bekommt. Selbst ein tolles Studium oder eine gute Ausbildung sind keine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit.
2. ist es natürlich recht ungeschickt, wenn man als Politiker solche Sprüche absondert.

Andererseits...wenn ich mir den Typen so anschaue (und nach allem, was man so gehört hat...), ist halt auch zu befürchten, dass er nicht gerade einer ist, der es sonderlich lange am neuen Arbeitsplatz aushalten wird...Und ehrlich gesagt - also ganz unter uns - wenn ich Arbeitgeber wäre und der stünde in dem Aufzug und mit dem Lebenslauf und möglichst noch mit einer Bierfahne vor mir, könnte es sein, dass ich mich auch für einen anderen Bewerber entscheiden würde...!

von Sparvöga - am 14.12.2006 22:13
Wollt ich gerade sagen. Am Anfang las sich das ja alles noch sehr normal, es kann jedem passieren dass man durch Rückenprobleme schwere Arbeiten wie Gärtnern oder Altenpflege nicht mehr uneingeschränkt betreiben kann, aber der Sticker auf seiner Brust sagt eigentlich eher aus, dass es sich bei dem Typ um einen Dummschwätzer handelt, der gar nicht arbeiten will.
Keine Ahnung.
Ob sein Aussehen eine negative Rolle spielt, kommt auf den Job an, den er ausüben wird.
Die Aussage von Beck ist ebenfalls sehr daneben. Da sieht man aber mal, wie die im Grunde über Leute denken, die nicht der allgemeinen Norm entsprechen. Und da denkt ein Gysi mit Sicherheit nicht viel anders. Der ist ja immer wie aus dem Ei gepellt.

von La Dolce Vita - am 14.12.2006 22:36
Trotzdem kein Grund, so eine Aussage zu tätigen. Als ein Politiker, der aus einer Partei stammt, die seit Jahren die sozialen Zustände in diesem Land nicht verbessert (ganz im Gegenteil!) verfällt man natürlich wieder in die typische Abwehrhaltung. Nämlich die Schuld bei den Arbeitslosen suchen. Das mag in Einzelfällen ja stimmen, aber ein niedriger einstelliger Prozentsatz rechtfertigt nicht den Status, den dieses Erklärungsmuster immer noch in der Öffentlichkeit innehat.

Und die Biografie von dem Kerl kennen wir nicht, daher sollten wir uns da nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Nur weil er häufiger mal trinkt, etwas abgewrackt gekleidet und aufgemacht rumläuft (welch Wunder, ich habe den starken Verdacht, dass er der alternativen Szene entstammt), ein Symbol von der APPD besitzt sowie angetrunken auf einem Weihnachtsmarkt rumläuft, steht einem noch kein Urteil zu. Genau das alles kann man über mich auch behaupten!

von Zecke - am 14.12.2006 23:17
Der Button sagt überhaupt nichts aus. Mit etwas Glück finde ich den auch noch bei mir in einer Kiste sowie bei unserem Bassisten im Auto...
Ich finde den Satz mit "waschen und rasieren" unter aller Kanüle. Wieso muss man sich rasieren, um einen Job zu bekommen? Tut Kurt Beck auch nicht. Und ob er es nötig gehabt hat, sich zu waschen, bezweifele ich auch.
Kurt Beck hat bewiesen, was er ist. Nicht mehr als ein Provinzpolitiker! Traurig genug, dass die SPD schon so ein Führungspersonenproblem hat, dass er den Vorsitzenden darstellen muss.
Was waren das noch Zeiten mit Brandt, Wehner, Schmidt usw.. Politisch konnte man dazu zwar auch so oder so stehen, aber die hatten zumindest noch was...

von Zecke - am 14.12.2006 23:22
Mit einer Bierfahne zur Bewerbung? Bei der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz sollte er vielleicht eher zu Wein greifen...

Und zu den ganzen anderen Vorverurteilungen hier mal wieder: Du kennst den Lebenslauf dieses Mannes nicht. Immerhin wurde diese Aktion wohl absichtlich von ihm und seinem Freund herbeigeführt und er ist Mitglied einer politischen Partei und weiß auch noch genau, wieso von dieser und nicht einer anderen Partei. Mit der Wrack-Zeichnung eines Mannes sollte man hier sehr vorsichtig sein. Die Allgemeinheit hat nicht die Courage, die Eliten für seine Situation anzugreifen sowie tritt nicht bewusst in eine Partei ein.

Außerdem sollte klar sein, dass nicht die Frage, ob ein Einzelschicksal durch die Politik und Wirtschaft oder durch eigene Schuld in diese Situation gekommen ist, entscheidend ist, sondern die Frage, wer an der allgemeinen Armuts sowie Arbeitslosensituation im Land Schuld ist. Da ist die Antwort leichter und trotzdem findet man in den Medien immer wieder Einzelschicksale sowie in der Öffentlichkeit Vorwürfe gegen Minderheiten.

Zur Situation an sich: Ist ja positiv, so in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam gemacht und Kurt Beck angegangen zu haben, aber ich habe die ganz starke Befürchtung, dass Kurt Beck für den Mann eine gute Lösung finden wird und der Kerl dann indirekt SPD-Wahlkampf betrieben hat.
Leider ist es in der Öffentlichkeit wichtiger, wie ein Kurt Beck so einen Einzelfall löst als die Tatsache, dass die SPD seit Jahren den Sozialstaat vor die Wand gefahren hat und keine Antworten auf die wichtigen Sozialfragen dieses Landes hat. Scheiß Personalisierung...

von Zecke - am 14.12.2006 23:31
Ja, der Meinung bin ich eigentlich auch, aber so'n Sticker zieht einen doch noch mehr runter. Von daher zieh ich mir so was schon gar nicht an.:D
Ja okay, aber der Typ ist doch bloss auf Konfrontation aus. Ist doch so leicht zu durchschauen. Das ist bestimmt nicht alles Zufall. Ich nehm solche Typen nicht sonderlich ernst, obwohl er er die Aktion äusserst geschickt angegangen ist, das muss man ihm lassen.:D Und glaubst Du, der Gysi nimmt so was ernster weil er links ist und der in seine Partei eingetreten ist? Der hat als totaler Karrieremensch schon mal gar nichts für so was übrig.

von La Dolce Vita - am 15.12.2006 08:33
Trotzdem kein Grund, so eine Aussage zu tätigen. Als ein Politiker, der aus einer Partei stammt, die seit Jahren die sozialen Zustände in diesem Land nicht verbessert (ganz im Gegenteil!) verfällt man natürlich wieder in die typische Abwehrhaltung. Nämlich die Schuld bei den Arbeitslosen suchen. Das mag in Einzelfällen ja stimmen, aber ein niedriger einstelliger Prozentsatz rechtfertigt nicht den Status, den dieses Erklärungsmuster immer noch in der Öffentlichkeit innehat.


Und die Biografie von dem Kerl kennen wir nicht, daher sollten wir uns da nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Nur weil er häufiger mal trinkt, etwas abgewrackt gekleidet und aufgemacht rumläuft (welch Wunder, ich habe den starken Verdacht, dass er der alternativen Szene entstammt), ein Symbol von der APPD besitzt sowie angetrunken auf einem Weihnachtsmarkt rumläuft, steht einem noch kein Urteil zu. Genau das alles kann man über mich auch behaupten!




Ich sagte ja bereits, die Aussage von Beck war nicht i. O.
Wenn du mit "Biografie kennen", meinst, dass ich nicht weiß, ob das Geschriebene stimmt, dann geb ich dir Recht. Ich wüsste allerdings auch nicht ob die Biografie stimmt, wenn Henrico sie selbst geschrieben hätte, es sei denn, ich überprüfe sie.

Also davon ausgehend, dass die "Spiegelonline" entnommene Bio stimmt, wage ich die vorgehend aufgeführte Behauptung/Prognose.

Aber auch ganz ehrlich: iIh würd mich freuen, wenn ich mich täuschen würde.





von opl - am 15.12.2006 14:09
Zitat
Zecke
Natürlich, da hat man's! Die FDP hat gesprochen...?


Ich möchte doch hier niemanden enttäuschen!!!

Zitat
Zecke
Die halbe Punkszene besitzt Accesoires von der APPD, sind die deswegen alle nicht zu gebrauchen?


Also mir ist das ehrlich gesagt zu dumm, in diesem Forum zum wiederholten Male irgendwelche Erklärungen über meine Einstellung zu Punks/ zur Punkszene/ zu Dingen, die mit Punk zu tun haben abzugeben. Wenn du meinst, irgendeine meiner Äußerungen unbedingt auf die Szene und über die Szene womöglich auf deine Person beziehen zu müssen, dann tu das. Ist mir doch schnuppe, was du glaubst, wie ich über wen oder was denke. Ich stelle hier nichts mehr klar. Wer mich hier länger gelesen hat, sollte wissen, wie ich worüber denke und wie und wo ich differenziere. So, das genügt.










von Sparvöga - am 15.12.2006 18:43
Zitat
opl
Nur weil er häufiger mal trinkt, etwas abgewrackt gekleidet und aufgemacht rumläuft (welch Wunder, ich habe den starken Verdacht, dass er der alternativen Szene entstammt), ein Symbol von der APPD besitzt sowie angetrunken auf einem Weihnachtsmarkt rumläuft, steht einem noch kein Urteil zu. Genau das alles kann man über mich auch behaupten!


Machen wir uns doch nichts vor! Wenn man ungepflegt aussieht und dazu noch säuft, wird es erst gar nicht zu einem Bewerbungsgespräch kommen! Ich würde so jemanden auch nicht einstellen.
Und ein ungepflegtes Ausehen hat meiner Meinung nach nichts mit alternativ zu tun. Ich habe schon genügend Leute gesehen, die auch alternativ gekleidet waren und trotzdem nicht aussahen, als hätten sie das letzte Mal vor 10 Jahren unter einer Dusche gestanden! Den Typ würde ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen!




von Sparvöga - am 15.12.2006 18:56

Re: edit

Ja, wollter es gerade hier reinsetzen. So steht es auch in der RP.*g*
Klar, nach diesen etwas sehr unglücklich gewählten Worten muss Beck nun strenge Wiedergutmachung betreiben. Irgendwie auch lustig das Ganze. Und der Typ muss sich dann allerdings auch als zuverlässig und arbeitssam herausstellen, sonst hat er nämlich die A......karte gezogen und die Gesellschaft fühlt sich in ihren "Vorurteilen" bestätigt.
Und sollte Beck ihm einen Job als Bauarbeiter zukommen lassen, was dieser Herr Frank ja gelernt hat, dann hätte er aber auch seinen Look behalten können. Ausserdem sah er vorher viel einzigartiger aus. Jetzt sieht er wie alle Männer aus. Fand ihn vorher interessanter, eventuell ohne Bart. Aber diese brave Frisur passt nicht zu dem Typ. Finde ich.

von La Dolce Vita - am 16.12.2006 12:20
Tja, wer hätte das gedacht :D?! Lässt der gute Henrico Frank doch glatt den Termin mit Beck platzen...! Jetzt bin ich aber echt überrascht, hätte ich gar nicht erwartet ;-) :D!!!


Job-Debatte
Arbeitsloser lässt Treffen mit Beck platzen

Erst ließ er sich auf Anraten des SPD-Chefs rasieren und frisieren. Dann hieß es, Beck werde dem Arbeitslosen persönlich mehrere Job-Angebote unterbreiten. Doch Henrico Frank hat für das Treffen keine Zeit. Von Beck fühlt er sich überfahren – und auch von seinem Friseur.

Berlin - Der von SPD-Chef Kurt Beck zum Waschen und Rasieren aufgeforderte Wiesbadener Arbeitslose Henrico Frank hat ein an diesem Dienstag geplantes Treffen mit dem Spitzenpolitiker abgesagt. Beck habe einen Termin mit ihm ohne vorherige Abstimmung angesetzt, ließ Frank am Sonntag mitteilen. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident hatte den 37-Jährigen in die Staatskanzlei in Mainz gebeten, um ihm Jobangebote zu unterbreiten. Frank habe jedoch am Dienstag wegen einer ehrenamtlichen Tätigkeit langfristige Verpflichtungen und könne daher nicht kommen, sagte Brigitte Vallenthin von der Wiesbadener Hartz-IV-Plattform, die als Franks Sprecherin auftritt.

Frank warf dem SPD-Chef vor, den Termin den Medien genannt zu haben, als er selbst die Einladung noch gar nicht im Briefkasten gehabt habe. Vallenthin sagte: „Das ist der gleiche Umgang wie auf dem Weihnachtsmarkt - Arbeitslose haben Gewehr bei Fuß zu stehen. Ich finde das ziemlich übel.“ Am Montag wolle sie die Staatskanzlei in Mainz über die Absage des Treffens unterrichten und möglicherweise einen neuen Termin ausmachen. „Es brennt ja nichts an.“ Kein Unternehmen werde Frank noch zu Weihnachten einen Job anbieten.

Ein Sprecher der Staatskanzlei in Mainz sagte, sollte es nicht zu einem persönlichen Gespräch zwischen Beck und Frank kommen, werde ein Mitarbeiter der Landesregierung dem Arbeitslosen die fünf Jobangebote von Unternehmen aus der Region überbringen. Gemeldet hätten sich unter anderem eine Baufirma und ein Malerbetrieb.

Beck hatte Frank vergangene Woche bei einer Wahlkampfveranstaltung auf dem Weihnachtsmarkt in Wiesbaden geraten: „Wenn Sie sich waschen und rasieren, finden Sie auch einen Job.“ Der Arbeitslose ist Mitglied der Hartz-IV-Plattform. „Ein Job mit Zukunft für mich wäre natürlich toll“, sagte er am Sonntag. Er erwarte von Beck aber vor allem Einsatz für alle Hartz-IV-Empfänger.

Frank hat sich inzwischen die Haare schneiden lassen. Nach einem Bericht des „Tagesspiegels“ fühlt er sich allerdings von seinem Friseur betrogen. „Es hieß, ich soll mir die Haare ein bisschen schneiden lassen. Ein bisschen! Nicht dass ich da mit einem Poposcheitel rauskomme“, zitiert ihn das Blatt. Beim Schneiden habe er die Augen geschlossen gehalten: „Ich wollte das Elend nicht mit ansehen.“

WELT.de/dpa

Artikel erschienen am 18.12.2006

Artikel drucken
WELT.de 1995 - 2006

Quelle: [www.welt.de]

von Sparvöga - am 18.12.2006 14:27
Zitat
Opelgang
Der Meinung bin ich eigentlich auch, obwohl es schon etwas unglücklich war, den Termin medienwirksam bekannt zu geben.

_______________________________________________________________________
Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!



[god-save-the-queen.ws24.cc]


Das mag sein, dass das unglücklich war. Er rechtfertigt meines Erachtens trotzdem nicht, den Termin platzen zu lassen, nur um Beck mal zu zeigen, dass das nicht so gut gelaufen ist! Ein neuer Job müsste einem doch eigentlich so viel wert sein, dass man diese Kröte schluckt!

von Sparvöga - am 18.12.2006 15:18


Mal weiter gesponnen ....

Worst case:

Henrico kriegt nen adäquaten Job und schmeißt den nach wenigen Wochen.

Wem hätte er mit der Pöbelei gedient? Was hat sie bewirkt?

Henrico wollte auf die Misere der Hartz-IV-Bezieher aufmerksam machen. Er nutzte dafür eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung mit einem Politiker. Ob die Art und Weise geeignet war, bleibt fraglich. Dies in einem angetrunkenen Zustand zu tun war m. E. ein Fehler, der an der Ernsthaftigkeit seines Anliegens erste Zweifel aufkommen ließ.

Über seine Kleidung lässt sich nun trefflich streiten. Ich selbst kenne auch genügend Leute, welche so rumlaufen.

Als dann tatsächlich die Medien sein Anliegen aufgegriffen haben, traf es ihn, nach den Interviews zu urteilen, völlig unerwartet und unvorbereitet.

Das Aufblähen jetzt „... leider andere Verpflichtungen und kann daher den Termin mit Beck nicht wahrnehmen...“, mag seinen Kumpels imponieren, der Allgemeinheit sicher nicht.

Alles in allem äußerst kontraproduktiv!

Daher könnte die Vermutung naheliegen, es handelt sich bei Henrico möglicherweise um einen Wahlkampfhelfer von Beck! ;-)


von opl - am 18.12.2006 15:48

Re: Bärendienste

ich will mir das ganze garnicht durchlesen,sonst würde ich mich nur aufregen.

die stütze kürzen??
NEIN! ....

...würde ich ganz streichen!

denke mir eher mehr,der junge man fühlt sich zu fein um in einem malerbetrieb oder auf dem bau zu arbeiten.
in solchen betrieben zählt... pünktlichkeit... zuverlässigkeit... und man muss halt körperlich arbeiten.
der würde sich nur blamieren...und das weisst er selbst bestimmt ganz genau.
ist halt ein fauler sack der auf kosten der anderen lebt...was soll man schon grossartig dazu sagen.

jetzt fühlt er sich noch von einem frisör betrogen *rofl*?
das ist lächerlich.

da frag ich mich nach wie vor warum er bis zum letzten tag gewartet hat.... anstatt direkt zu sagen dass er kein bock auf den ganzen medien scheiss hat?

wenn ich Beck wäre würde ich das ganze abblasen und die jobangebote an andere arbeitsuchende verteilen... denn zwischenzeitlich haben sich auch viele andere arbeitslose gemeldet.



von Zorro - am 18.12.2006 18:10
Zitat
Sparvöga
Machen wir uns doch nichts vor! Wenn man ungepflegt aussieht und dazu noch säuft, wird es erst gar nicht zu einem Bewerbungsgespräch kommen! Ich würde so jemanden auch nicht einstellen.
Und ein ungepflegtes Ausehen hat meiner Meinung nach nichts mit alternativ zu tun. Ich habe schon genügend Leute gesehen, die auch alternativ gekleidet waren und trotzdem nicht aussahen, als hätten sie das letzte Mal vor 10 Jahren unter einer Dusche gestanden! Den Typ würde ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen!




:klatsch
das sehe ich genau so....ganz egal was man von der riegierung halten mag,man sollte schon realistisch bleiben.

da geb ich dir 100% recht.... wer was anders denkt,der lebt schon irgendwo in einer märchenwelt... weit entfernt von der realität.

von Zorro - am 18.12.2006 21:43

Neue Entwicklung

Ich mag zu dem Kerl im Gegensatz zu vielen anderen hier, die ihn verdammt gut zu kennen scheinen, kein Urteil abgeben. Entweder ist er nicht besonders clever oder verdammt clever. Auf jeden Fall versucht man das Ruder wieder in die richtige Richtung rumzureißen. Weg vom unglücklichen Wahlkampftrick pro Beck hin zur Tatsache, dass jemand wie Beck es eben nur aus Öffentlichkeitswirksamkeit für eine Einzelperson macht, während man für die große Masse der Hartz-IV-Empfänger keine Alternative bereit hat. Bedauerndswert, wie hier alle auf Beck und seine Angebote hereinfallen. Ein paar Almosen für einzelne Arbeitslose sind keine soziale Alternative, die Systemfrage gehört gestellt! Und daher gibt es keine Alternative außer dem weiteren offenen Konflikt zu Volker Beck.

Ach ja, übrigens auch seltsam, dass ein pöbelnder Besoffener sowie planlos erscheinender Arbeitsloser im Vorstand einer Erwerbslosen-Initiative sitzt und Mitglied der Linkspartei ist, aber dies nur am Rande...



SPIEGEL ONLINE - 18. Dezember 2006, 20:28
URL: [www.spiegel.de]

RASIERTER ARBEITSLOSER
Henrico, das Beck-Gespenst

Von Björn Hengst und Carsten Volkery

SPD-Chef Beck hat acht Jobs für den arbeitslosen Henrico Frank gefunden. Doch der zeigt sich nicht dankbar, sondern schwingt sich zum Anwalt aller Arbeitslosen auf. Wird der Hartz-IV-Empfänger zum Schreckgespenst für den rheinland-pfälzischen Regierungschef?

Berlin - Für Kurt Beck ist die Sache erledigt. Zwei Mitarbeiter der Staatskanzlei hätten dem arbeitslosen Henrico Frank heute acht Job-Angebote zugestellt, teilte Becks Regierungssprecher am Montag mit. Es handele sich um konkrete Angebote von seriösen Firmen aus Hessen und Rheinland-Pfalz. "Damit ist die Zusage des Ministerpräsidenten erfüllt", hieß es in einer knappen schriftlichen Erklärung. "Kurt Beck bedankt sich bei den hilfsbereiten Unternehmen und hofft, dass Henrico Frank so einen Weg aus der Arbeitslosigkeit findet."

Eigentlich hatte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und SPD-Chef die Angebote dem frisch rasierten und frisierten Frank persönlich vorlegen wollen. Aber Frank hatte das für Dienstag angebotene Treffen in der Staatskanzlei abgesagt. Der Grund: Beck hatte den Termin öffentlich verkündet, ohne Frank vorher zu fragen. Dies empfand der 37-Jährige als Herablassung und schob seinerseits Terminnot vor.

Nach Darstellung der Staatskanzlei schlug Frank auch einen Ausweichtermin aus. Daraufhin wären die Mitarbeiter zu ihm gegangen. Da Frank nicht zu Hause gewesen sei, hätten sie den Umschlag mit den Angeboten in den Briefkasten geworfen. Beck selbst hielt sich heute in Oslo auf.

Der Ministerpräsident und seine Berater waren zufrieden. Aus einer politisch ziemlich unkorrekten Äußerung des SPD-Chefs ("Waschen und rasieren Sie sich, dann haben Sie in drei Wochen einen Job") wurde das Vorweihnachtsmärchen vom armen Schlucker Henrico und dem Wohltäter Kurt. Die Jobvermittlung soll das Happy End sein. Ein Lehrstück in Sachen Krisen-PR.

Doch verschiedene Arbeitslosen-Initiativen wollen das Rampenlicht nutzen und aus dem Einzelfall eine Grundsatzdebatte über das Schicksal der Arbeitslosen machen. So hat sich inzwischen das Erwerbslosenforum Deutschland mit Sitz in Bonn des Falls angenommen. "Wir sind seit Samstag dabei", wie Sprecher Martin Behrsing es ausdrückt. Für den 2. Januar kündigte die Interessenvertretung eine große Frisier-Aktion vor der Mainzer Staatskanzlei an. Behrsing hofft, dass er die Profis der Mainzer Friseur-Innung für Haarschnitte und Nassrasur gewinnen kann.

400 Arbeitslose, vornehmlich aus der Umgebung, werden erwartet. "Aber wir mobilisieren auch im Raum Köln-Bonn-Düsseldorf", sagt Behrsing. Er habe schon über ein Dutzend Bewerbungen auf dem Tisch liegen, mit der Bitte, sie an Beck weiterzuleiten. Ein 54-jähriger Elektrikermeister wolle unbedingt persönlich kommen und sich Beck vorstellen. Er habe geschrieben, dass er sehr auf sein Äußeres achte, aber trotzdem keinen Job bekomme.

Schöne Aussichten für Kurt Beck also. Henrico Frank, der ihm laut SPD-Drehbuch zu Dank verpflichtet sein sollte, ist nicht nur frisch rasiert und frisiert, sondern auch gut organisiert.

Binnen weniger Tage hat er sich vom pöbelnden Arbeitslosen zum Medienprofi gemausert. Quer durch die Republik werden für ihn Presseerklärungen an die Redaktionen geschickt.

"Brigitte Vallenthin hat inzwischen auch das persönliche Management für Henrico Frank übernommen. Alle Kontakte zu ihm können ab sofort nur noch und ausschließlich über sie erfolgen", heißt es in schönstem PR-Deutsch in einem Schreiben. "Für Interview- und Bild-Wünsche" werden Telefonnummer und E-mail-Adresse genannt. Ein Arbeitsloser mit eigenem Pressestab: Es wirkt wie ein Witz.

Die gelernte Journalistin Vallenthin verschickt die Pressemitteilungen aus ihrem Wohnzimmer in der Nähe von Wiesbaden. Sie engagiert sich ehrenamtlich als Vorsitzende der Wiesbadener "Hartz-IV-Plattform", einer Betroffenengruppe mit rund 30 Mitgliedern, in deren Vorstand auch Frank sitzt. Ihre Rundschreiben versieht sie gern mit dem Wort "Eilmeldung" - es ist eine Kategorie, die Nachrichtenagenturen benutzen, um besonders dringliche Nachrichten zu kennzeichnen. "Raketenangriff auf Abbas' Büro in Gaza", brachte etwa AFP gestern als Eilmeldung.

Für die Sprecherin von Henrico Frank reicht schon weniger, um zur ganz großen Nachricht auszuholen: "Eilmeldung und Einladung zur Pressekonferenz: Henrico Frank nach Gespräch mit dem Beauftragten des SPD-Vorsitzenden Kurt Beck. Kneift Beck?", hieß es in der heutigen Erklärung.

Die Pressekonferenz am Nachmittag hatte dann eher improvisierten Charakter: Deutschlands bekanntester Arbeitsloser steht vor einem Mehrfamilienhaus in Wiesbadens Stadtteil Dotzheim, Kameraleute drängen sich um ihn. Der Mann, der vergangenen Dienstag auf dem Wiesbadener Sternschnuppenmarkt den SPD-Chef beschimpfte und ihn für Hartz IV verantwortlich machte, sagt kein Wort. Meistens schaut er schüchtern in die Runde, manchmal haftet sein Blick auf dem Boden. Er bleibt knappe fünf Minuten vor der Tür, dann geht er zurück in das Haus.

Stattdessen führt wieder einmal Vallenthin das Wort. Frank habe den Termin mit Beck am Dienstag abgesagt, weil zur gleichen Zeit bereits ein Treffen mit der katholischen und evangelischen Kirche angesetzt war, erklärt sie. Ob Frank denn damit nicht eine große Chance verpasse, will ein Journalist wissen. Vallenthin wiederholt, was sie zuvor bereits in Interviews gesagt hatte: Frank gehe es nicht allein um sich, sondern um eine Verbesserung für alle Hartz-IV-Empfänger. Auch bestehe er darauf, dass Beck nicht ihn allein, sondern die "Hartz-IV-Plattform" zum Gespräch empfange.

"Die Staatskanzlei lehnt es ab, mit uns zu kommunizieren. Darauf werden wir aber bestehen", sagte Vallenthin SPIEGEL ONLINE. An einem Treffen mit Beck sei man weiterhin interessiert - auch Anfang nächsten Jahres. Es sei jetzt keine Sache mehr zwischen Frank und Beck, sondern ein "Machtspiel mit der Politik". Aus der Mainzer Staatskanzlei und der SPD-Pressestelle war dazu keine Reaktion zu erhalten.

Mitarbeit: Marco Plein


von Zecke - am 19.12.2006 02:09

Re: Neue Entwicklung

Zitat
La Dolce Vita
Man kann nur den Eindruck wiedergeben, den er einem vermittelt. Mehr nicht.


So ist es! Zecke, du hast ja auch kein Problem damit dir über bestimmte Politiker, Manager, Kirchenleute etc. ein "Urteil" (Meinung ist besser) zu bilden. Sie kennst du auch nicht!

Vielleicht spendet der Ackermann seine gesamten Millionen guten Zwecken und Gysi beutet möglicherweise eine illegal in seinem Haushalt beschäftigte Türkin aus oder hat ne Polin illegal zur Pflege seiner Eltern. Wer von uns weiß es schon??

LDV hat vollkommen Recht! Was "Links" betrifft, scheinst du mit Scheuklappen durch die Gegend zu laufen und relativ kritiklos zu sein.

Sorry ... ich kenn dich nicht und hab doch ne Meinung was dich (zumindest einen Teil von dir) betrifft ... steht mir das überhaupt zu?

Von mir behaupte ich, dass ich Verständnis für die Situation von Hartz-IV-Beziehern habe, aber absolut kein Verständnis für das Verhalten dieses Henrico. Dagegen finde ich solche Aktionen "rasieren für Beck" wieder nen cleveren Schachzug der Arbeitsloseninitative.





von opl - am 19.12.2006 11:48

ps:

Öffentliches Waschen und Rasieren

Die haarige Angelegenheit scheint indes für Beck noch nicht ausgestanden: Das Erwerbslosen Forum Deutschland hat zusammen mit anderen Initiativen zum "Happening der besonderen Art" aufgerufen. Unter dem Motto "Kurt Beck gibt uns am 2. Januar einen Job" sind Arbeitslose aufgerufen, sich vor der Mainzer Staatskanzlei öffentlich zu waschen und zu rasieren. "Wir erwarten von Kurt Beck ernsthaft, dass er dann den Teilnehmern dieser Aktion einen Job zusagen kann", erklärte Forum-Sprecher Martin Behrsing. Es scheine, dass sich das Problem der Massenarbeitslosigkeit sehr leicht beheben lasse und Hartz IV damit überwunden sei. Eine Mitfahrbörse ist bereits eingerichtet.


N-TV

von OLAV. - am 19.12.2006 12:59

Re: Neue Entwicklung

Wegen Zecke.... Also manchmal kann er sehr gut differenzieren, aber manchmal versteh ich ihn echt überhaupt nicht.
Wir werden ja aber sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt.
Na ja und bei Ackermann bist Du allerdings sehr optimistisch.:joke: Jemand, der dermassen unsoziel und so skrupellos sich über die Schicksäler von zig tausenden von Angestellten der Deutschen Bank hinwegsetzt, die auf ihre Jobs angewiesen waren, wieso sollte so einer Mitleid mit hungernden Menschen haben? Niemals. Ein Mensch ohne Gewissen ist normalerweise nicht sehr mitfühlend veranlagt.

von La Dolce Vita - am 19.12.2006 13:18

Re: Meine Meinung

wofür denn entschuldigen??

so wies aussieht,hat der kerl einfach keine lust zu arbeiten.
er ist nicht mal in der lage für sich selbst zu sprechen.
.... die interviews für ihn gibt eine fremde frau ab.... die auf den ersten blick scheint ob sie selbst nicht wüsste wovon sie redet.
die angesproche person wirkt danebenstehent und wortlos mit seiner clown (will jetzt nicht offen schreiben - säufernase) eher lächerlich.

die arbeitsangebote liegen nach wie vor - vor.
dazu haben sich auch öffentlich (im gegensatz zu diesem arbeitslosen) die jenigen firmen sachlich ausgesprochen.



von Zorro - am 19.12.2006 21:55

Re: Meine Meinung

Da vermischt Du jetzt aber 2 Dinge. Wenn ich zu einem fremden Mann sage, er soll sich waschen und seine Haare schneiden,
dann findet er auch Arbeit, ist das eine Beleidigung. Und ein Mensch mit Anstand entschuldigt sich in der Regel dafür. Kann jedem rausrutschen, mir würde so was sicher erst gar nicht rausrutschen, aber ist jetzt egal.
Wenn der Typ nicht ernsthaft arbeiten will und nur so tut und alle veräppelt ist er natürlich ein arrogantes Arschloch, hatte ich ja schon gesagt. Das steht ja
aber auf einem anderen Blatt.



von La Dolce Vita - am 19.12.2006 22:04

Re: Meine Meinung

keine ahnung...
kenne beide nicht...(will ich auch nicht kennen) aber wenn der mann wirklich gestunken hat...und sich nicht gepflegt hat,dann ist es doch keine beleidigung.

wenn ich mich eine woche nicht waschen würde... und stinkend durch die gegend rumlaufen würde...und dann würde mich jemand darauf ansprechen... - dass ich ungepflegt bin... da rege ich mich darüber nicht auf...denn ich weiss dass es stimmt.

immer hin hat er die "anweisungen" befolgt... darauf hin hat er auch mehrere job-angebote bekommen.(wie versprochen) sogar aus der umgebung... dafür müsste er nicht mal umziehen! (von da aus schon mal ein luxus.denn viele arbeitssuchende ziehen auch ungewollt weg... wegen einem job)
und hat bis heute keinen von denen angenommen.

mit der ausrede ...mein frisör hat meine frisur versaut und vor 24 dezember würde mich eh keiner einstellen.das ist alles was er dazu beigetragen hat.
einfach nur peinlich!

jemand der wirklich arbeiten will und ehrlich einen job sucht,benimmt sich anders.

von Zorro - am 19.12.2006 22:17

Re: Neue Entwicklung

aaach,
nee komm... wenn man das jetzt schon negativ betracht... ohne dass überhaupt irgendwas zu stande gekommen ist... dann brauchen wir uns wohl darüber garnicht zu unterhalten.
jobs sind da... was der kerl daraus macht daraus... hat Beck keinen einfluss.

so mancher arbeitsloser würde sich die finger danach lecken.
nur am rande... heute gabts im tv paar interviews mit den arbeitgeber... ua. diese müllfirma hat öffentlich dem mann ein job angeboten ...mit 2200 brutto gehalt... und einer garantie von mind. 7 jahren... - wo kriegt man schon heut zu tage sowas?

von Zorro - am 19.12.2006 22:37

Re: Neue Entwicklung

Ich erwarte von Beck überhaupt nichts. Die Frage stellt sich nicht, da ich in den letzten Jahren nicht solch eine unsoziale Politik gemacht habe wie die SPD. Daher brauche ich hier für keinen Ausweg aus dieser Situation sorgen. Er hätte sich außerdem das Zitat sparen und sich einen grinsen sollen, dann gäbe es diese Situation jetzt überhaupt nicht.

Ach ja, zur Frage: Angemessen wäre für mich, dass Volker Beck als Parteivorsitzender die Konsequenzen aus dem Niedergang der Partei zieht und eine Auflösung auf dem nächsten Parteitag beantragt. Weil wie sagte Kurt Tucholsky schon 1932:

"Es ist ein Unglück, dass die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas -: vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen." - Kurt Tucholsky, "Schnipsel", in "Die Weltbühne", 19. Juli 1932, S. 98

von Zecke - am 19.12.2006 23:50

Re: Meine Meinung

Genau. Es ist unsäglich wie alle hier ins Horn der Medien gegen einzelne Arbeitslose blasen, auf den SPD-Wahlkampf hereinfallen und Beck in den Himmel loben.
Ach ja, ich habe in den letzten Tagen wegen viel Beschäftigung die Nachrichten nicht so sehr verfolgt, aber ich habe vom Imperator heute einige Infos über die Angebote gehört, die ihm von der SPD so für einen Job gemacht wurden. Kennt sich irgendeiner derjenigen, der diese unsäglichen SPD-Poltiker verteidigt und den Arbeitslosen verurteilt eigentlich damit aus? Ich gebe zu, dass ich das nicht wusste, aber ich habe mir auch kein genaues Statement zu dem Kerl angemaßt. Es sollen alles körperliche Arbeiten gewesen sein. Hört mal, der Mann hat einen Bandscheibenvorfall/Rückenprobleme... Ach ja, darüber dass es arrogant und unverschämt ist, Termine anzusetzen ohne den Betroffenen zu informieren, regt sich hier auch niemand auf. Das ist genau das Verhalten, wieso die Politiker in diesem Land keinen Zuspruch mehr haben. Sogar beim Arbeitsamt kann man seine Termine problemlos verlegen, bevor es negativ in den Medien steht. Aber das interessiert ja alles das asozialdemokratische Forum nicht...

von Zecke - am 19.12.2006 23:58

Re: Meine Meinung

1. Volker Beck konnte bei der Äußerung nicht wissen, ob derjenige arbeitswillig ist oder nicht. Vorurteile aufgrund des Äußeren helfen daher nicht weiter.

2. Weißt Du, welche Arbeitsangebote es waren?

3. Wie der Kerl genau drauf ist, kann ich nicht sagen. Ich schaue keine Boulevardmedien, wo er zu Wort kommt. Aber mich stört es gewaltig, dass sich jetzt u.a. BILD-beeinflusst ein Großteil der Deutschen durch die Berichterstattung gegen einen vielleicht arbeitsunwilligen Arbeislosen wendet, anstatt dass sich der gleiche Anteil mit der selben Energie gegen die Eliten einsetzt. Deren Missverhalten spielt eine millionenfach größere Rolle als die einer Einzelperson.
Aber hat ja prima geklappt, die Gesellschaft wieder gegeneinander aufzubringen, einzelne Verliergruppen haben halt keine Lobby, weil die Gesellschaft zu blöd ist um zu sehen, dass alle in einem Boot sitzen. "Noch bin ich ja nicht arbeitslos und bekomme nicht Hartz IV..."

von Zecke - am 20.12.2006 00:05

Re: Neue Entwicklung

Ich stelle die Systemfrage doch nicht wegen dieser Geschichte hier. Ich hätte diese Geschichte überhaupt nicht in den Mittelpunkt gerückt. Mir ist Becks Äußerung noch nicht mal auf den Sack gegangen, bevor ihm ein beachtlicher Anteil der Bevölkerung gefolgt ist. Erst danach habe ich hier angefangen zu argumentieren, anfangs fand ich die Situation noch lustig, weil ich mich so was nicht überrascht hat. Die Systemfrage stelle ich wegen der wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen sowie sozialpolitischen Entwicklung der letzten Jahre oder Jahrzehnte. Ganz unabhängig von diesem Opium fürs Volk hier.

von Zecke - am 20.12.2006 00:25

Re: Neue Entwicklung

Ich hab keine Ahnung, ob der Typ ein "Gammler" ist oder nicht. Aber ich bin schon der Meinung, dass die Aktion von ihm oder fremdgesteuert beabsichtigt sein kann oder vielleicht später erst dazu gemacht wurde. Eigentlich alles keine schlechte Idee, wenn es so wäre, aber in dieser Gesellschaft scheint es nicht zu funktionieren. Einzelschicksale (Ausnahmen bestätigen die Regel... *lol*) interessieren mich für die Medien nicht in dem Maße wie es die BILD interessiert, das wichtige ist das politische Gesamtbild.
Und übrigens steuert man gerne komplett dagegen, wenn der Großteil erst mal einseitig gegen etwas hetzt. Da versuche ich erst mal für ein Gleichgewicht zu sorgen, auch durch Nur-Erwähnung der Gegenargumente, wenn der Gegner noch viel schlimmer auf die selbe Art arbeitet. Egal ob Kinderschänder, Chavez, Kommunismus oder Arbeitslose... Und es bestätigt sich hier auch immer wieder, dass danach einige nachrücken.

von Zecke - am 20.12.2006 00:34

Re: Meine Meinung

Du hast teilweise recht, aber die anderen Meinungen hier kann ich auch zum Teil nachvollziehen. Man selber hat nicht einen Tag zum ausruhen, weil man bemüht ist, sich am Leben zu erhalten, so mancher hat einen schweren Job zu bewältigen, schau Dir zB C Hörnchen an, was sie täglich zu bewältigen hat, und sie hat sich hier noch am meisten zurückgehalten, und dann sieht man den Typ, wie er gross sich gross in die Presse manövriert und gar nicht vor hat, ernsthaft Arbeit zu finden. Dann fühlt man sich verarscht und dann kommt es eben zu diesen Reaktionen. Ist doch wohl nicht so schwer nachzuvollziehen, oder? Dieser Typ macht das ja auch auf diese Art und Weise, um die Bevölkerung zu provozieren. Er zeigt einem im Grunde damit auf, dass man als arbeitender Mensch im Grunde auch viel der Dumme im Staat ist. Ohne, dass er das will.
Und Bandscheibenprobleme hab ich auch, sogar schwere, ich mache aber alles damit. Ausruhen gibt es nicht darauf bei mir! Schwere Sachen wie das Pferd versorgen, Reiten, Paddock abtragen und etwas schwerere Gartenarbeit mache ich damit! Von unseren Auszubildenen und deren Rücken ganz zu schweigen. Die haben fast alle enorme Rückenprobleme. Damit will ich aber jetzt NICHT sagen, dass der Kerl schwere Arbeit mit einem kranken Rücken zu verrichten hat, sondern dass es in vielen Fällen auch eine Einstellungssache ist, wieviel ich mit einer körperlichen Eingeschränktheit schaffen kann.
Enorm, wie Du hinter einem Menschen stehst, mit dem Du gar nichts zu tun hast. Da werd ich dir auch noch einen Satz privat zu sagen.

von La Dolce Vita - am 20.12.2006 12:24
So, nun habe ich alles nachgelesen ... stand viel von "Vorurteilen, Vorverurteilen" ... usw. ....

Hab mal nachgeschlagen ...

„Im Alltagsverständnis gebrauchen wir den Begriff Vorurteil, um ausgeprägte positive und negative Urteile oder Einstellungen eines Mitmenschen über ein Vorurteilsobjekt zu bezeichnen, wenn wir sie für nicht realitätsgerecht halten und der Betreffende trotz Gegenargumenten nicht von seiner Meinung abrückt. Da wir in unseren Urteilen zumeist nur unsere Sichtweise wiedergeben und Urteile fast immer gewisse Verallgemeinerungen enthalten, sind in jedem Urteil Momente des Vorurteilshaften zu finden.“ von Werner Bergmann

der Text brachte mich auf einen nächsten Begriff:


Intoleranz (soziologisch und politisch)

aus Wikipedia
Unter Intoleranz (lateinisch) versteht man das Nicht-Dulden von Menschen, die (gemessen am allgemeinen Durchschnitt) anders sind, z. B. bezüglich ihrer Nationalität, Religion, Sexualität, Sprache, Meinung, Erscheinung (Aussehen) oder ähnlichem, insgesamt das Gegenteil von Toleranz.

Ach ja??!


von opl - am 20.12.2006 12:59

Re: Bärendienste

Zitat
Zorro
ich will mir das ganze garnicht durchlesen,sonst würde ich mich nur aufregen.

die stütze kürzen??
NEIN! ....

...würde ich ganz streichen!


Ihm sollen ja nun die Jobangebote offiziell vom Arbeitsamt vorgelegt werden. Nimmt er sie nicht an, wird die Stütze gekürzt. Richtig so!!!

Zitat
Zorro
denke mir eher mehr,der junge man fühlt sich zu fein um in einem malerbetrieb oder auf dem bau zu arbeiten.
in solchen betrieben zählt... pünktlichkeit... zuverlässigkeit... und man muss halt körperlich arbeiten.


Nicht nur in solchen Betrieben zählen Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit usw.! Das sind Dinge, die richtigerweise überall als Selbstverständlichkeit gelten.

Zitat
Zorro
ist halt ein fauler sack der auf kosten der anderen lebt...was soll man schon grossartig dazu sagen.


...dass das nicht akzeptabel ist!!!


von Sparvöga - am 20.12.2006 21:31

Re: edit

Zitat
Zorro
"Was ich so höre scheint die Geschichte im Großen und Ganzen positiv auf Beck zurückzufallen"

natürlich! warum auch nicht?...immer hin hat er einem arbeitslosen ein job angeboten.
.... der arbeitslose weigert sich den job aber anzunehmen *lol*....das ist auch nicht zu übersehen.

wäre immer hin der erste politiker der sein wort hält ;-)



Sehe ich auch so! Ich kann an Becks Verhalten auch nichts wirklich Negatives entdecken. Gut, man kann natürlich über die Äußerung mit dem Waschen und Rasieren streiten, denn das allein genügt natürlich heutzutage nicht, um einen Job zu bekommen, aber in diesem Falle muss man sagen, dass es genau die richtige Person getroffen hat, nämlich eine, die anscheinend ganz einfach keine Lust auf Arbeit hat.

von Sparvöga - am 20.12.2006 21:37

Re: Neue Entwicklung

Zitat
Zecke
Weg vom unglücklichen Wahlkampftrick pro Beck hin zur Tatsache, dass jemand wie Beck es eben nur aus Öffentlichkeitswirksamkeit für eine Einzelperson macht, während man für die große Masse der Hartz-IV-Empfänger keine Alternative bereit hat.


Für mich geht es in dieser Angelegenheit überhaupt nicht darum, welche Angebote man der arbeitswilligen Masse von Hartz IV-Empfängern unterbreiten könnte. Das ist eine andere Diskussion. Mir geht es hier eher um die berühmten 3%, die einfach keine Lust auf Arbeit hat, sondern sich von der Gemeinschaft durchbringen lassen will. 3% sind einfach 3% zu viel *meine Meinung*.

Zitat
Zecke
Aber Frank hatte das für Dienstag angebotene Treffen in der Staatskanzlei abgesagt. Der Grund: Beck hatte den Termin öffentlich verkündet, ohne Frank vorher zu fragen. Dies empfand der 37-Jährige als Herablassung und schob seinerseits Terminnot vor.


Was kann ein Arbeitsloser schon für eine Terminnot haben? Dann muss man halt mal seine ehrenamtlichen Tätigkeiten zurückstellen und sich flexibel zeigen. Das kann man ja wohl verlangen! Meine schönen Pläne sind nach dem Examen auch ganz gehörig durchkreuzt worden und ich habe auf manche Dinge verzichtet, die ich gerne gemacht hätte. Ja und?! So ist halt das Leben! Dafür verdiene ich ein halbes Jahr früher als geplant mein Geld und muss niemandem auf der Tasche liegen. Die beruflichen Dinge gehen eben vor.



von Sparvöga - am 20.12.2006 22:01

Re: Neue Entwicklung

Er hatte ja keine wirkliche Terminnot, sondern hat das Date platzen lassen, weil er die Art von Beck herablassend fand. Und das war sie ja auch. Die Frage ist eben nur die, wie hoch darf das Ross sein, auf dem ich sitze, wenn ich derjenige bin, der auf einen anderen angewiesen ist. Keine schöne Sache in der Tat, hätte wohl den Beck heimlich auch verflucht, wenn mir das aber letztendlich 'nen Job gebracht hätte, hätte ich eine Faust in der Tasche gemacht und die sache dennoch durchgezogen. Denn der Job hätte MIR ja was Sinnvolles eingebracht. Daran hätte ich gedacht!

von La Dolce Vita - am 21.12.2006 14:53

Re: Neue Entwicklung

Zitat
La Dolce Vita
Er hatte ja keine wirkliche Terminnot, sondern hat das Date platzen lassen, weil er die Art von Beck herablassend fand. Und das war sie ja auch. Die Frage ist eben nur die, wie hoch darf das Ross sein, auf dem ich sitze, wenn ich derjenige bin, der auf einen anderen angewiesen ist. Keine schöne Sache in der Tat, hätte wohl den Beck heimlich auch verflucht, wenn mir das aber letztendlich 'nen Job gebracht hätte, hätte ich eine Faust in der Tasche gemacht und die sache dennoch durchgezogen. Denn der Job hätte MIR ja was Sinnvolles eingebracht. Daran hätte ich gedacht!



So ist es.

von Sparvöga - am 23.12.2006 15:15

Re: Neue Entwicklung

natürlich ist es für die gesamtheit keine lösung.

aber warum versucht man das immer so schlecht zu reden?
es ist immer hin ein anfang.

da könnten sich ruhig weitere politer beispiel nehmen,denn er hat sein wort gehalten.
in meinen augen ein sehr kleiner schritt in die richtige richtung.

der Hund liegt in deutschland nach wie vor darin begraben,dass so einigen ohne job besser geht als welchen die den ganzen tag hart arbeiten müssen.
(und bevor ich falsch verstanden werde - damit meine ich nicht alle arbeitslose)

von Zorro - am 23.12.2006 22:32

Re: Neue Entwicklung

Zitat
Zorro
der Hund liegt in deutschland nach wie vor darin begraben,dass so einigen ohne job besser geht als welchen die den ganzen tag hart arbeiten müssen.
(und bevor ich falsch verstanden werde - damit meine ich nicht alle arbeitslose)


Ich denke, damit liegst du gar nicht mal so falsch...Aber was soll man deiner Meinung nach tun? Die Stütze senken? Ich weiß nicht, ob das das Richtige wäre, weil es einfach schon mit 345 Euro im Monat schwer ist, über die Runden zu kommen. Für Kürzungen bin ich eigentlich nur bei Leuten wie dem Henrico... ;-)! Also für die gewissen 3%! Aber man kann eben auch nicht die Löhne bis ins Unermessliche heben. Muss schließlich irgendwer bezahlen können!

von Sparvöga - am 24.12.2006 00:55
Hartz IV
Stadt Wiesbaden kürzt Arbeitslosenhilfe für Henrico Frank

Weil er sich nicht um die angebotenen Stellen gekümmert hat, muss Henrico Frank nun mit weniger Hartz-IV-Hilfe auskommen. Ab dem 1.Februar wird die monatliche Leistung von derzeit 345 Euro um 30 Prozent gesenkt. Frank war durch seinen Streit mit SPD-Chef Kurt Beck in die Schlagzeilen geraten.

Wiesbaden - „Wir werfen ihm vor, dass er sich nicht mit der gebotenen Sorgfalt um die ihm angebotenen Stellen gekümmert hat“, sagte der Abteilungsleiter im Amt für soziale Arbeit, Wolfgang Werner, in Wiesbaden. Er bestätigte damit einen Bericht des „Wiesbadener Kurier“. Ein entsprechender Bescheid werde Frank in den nächsten Tagen zugestellt, sagte Werner weiter. Demnach muss der Arbeitslose von Februar bis April mit 241,50 Euro monatlicher Unterstützung auskommen.

Frank war in die Schlagzeilen geraten, nachdem er den rheinland- pfälzischen Ministerpräsidenten Beck bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wiesbaden für seine Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht hatte. Beck hatte Frank daraufhin gesagt: „Wenn Sie sich waschen und rasieren, finden Sie auch einen Job.“ Der Langzeitarbeitslose war dem Ratschlag gefolgt und hatte von der Mainzer Staatskanzlei acht Jobangebote übermittelt bekommen, die er jedoch ausschlug. Auch ein Regensburger Karriereberater zog nach einem Streit um die Pressearbeit sein Angebot für ein Bewerbungstraining mit Frank zurück.

Nach Angaben von Werner war Frank Ende Dezember aufgefordert worden, sich zu den ausgeschlagenen Job-Angeboten zu äußern. Dies sei jedoch ausgeblieben: „Er ist im Prinzip auf den Vorwurf nicht eingegangen.“ Bislang habe der Arbeitslose aber jede Auflage erfüllt, betonte der Abteilungsleiter im Amt für soziale Arbeit. „Er hat sich nichts zu Schulden kommen lassen.“ Frank müsse aber jede sich bietende Möglichkeit nutzen, ohne staatliche Hilfe auszukommen.

WELT.de

Artikel erschienen am 16.01.2007

Artikel drucken
WELT.de 1995 - 2007

Quelle: [www.welt.de]

Mein Kommentar
:D : :spos::klatsch

von Sparvöga - am 16.01.2007 13:06
Geile Sache in der Uni:

Nachdem es darum ging, dass es keine objektiven Medien gibt, dass es eben immer um Meinungsmache geht: Ultralinker Dozent zu uns heute "Kennt ihr in meinem Sozialismus-Seminar diesen Seniorstudenten, der 1945(!) seine Arztpraxis eröffnet hat. Extrem süßer Mensch, zwar strukturkonservativ, aber an allem interessiert, super! Ich hab nur keine Ahnung, was er ausgerechnet in meiner Veranstaltung macht...

Seniorstudent fragt den ultralinken Dozenten: "Sagen Sie mal, lesen Sie die "Welt am Sonntag"?"
Dozent "Ähem... eher selten..."
Seniorstudent "Da stand ein Artikel über Chavez drin, da stand, der wolle doch tatsächlich alle christlichen Feiertage abschaffen!"
Dozent zu uns "Ja, und zum Nachtischt isst er kleine Kinder..."

Ging mir nur gar nicht passend zum Thema durch den Kopf, als ich dieses Hetzblatt lesen musste.

von Zecke - am 18.01.2007 01:29

PS: Und er hat einen Job!! *lach*


Aus dem Spiegel online:



ARBEITSLOSER BECK-KRITIKER

Henrico Frank hat einen Job
Der Wiesbadener Arbeitslose Henrico Frank, bundesweit bekannt geworden durch seinen Streit mit SPD-Chef Kurt Beck, hat einen Job gefunden: Berichten zufolge arbeitet er künftig bei einem Musiksender als Experte für Punkrock. Sogar seinen von Beck kritisierten Bart darf er behalten.

Berlin - Henrico Frank hat einen neuen Arbeitgeber gefunden. Der 37-Jährige soll bei dem Musiksender iMusic TV als Experte für Punkrock einsteigen, wie der Berliner "Tagesspiegel" und die "Frankfurter Rundschau" berichten. "Ich kann mich wo einbringen, wo ich auch Ahnung von hab, es ist schon eine Art Traumjob", sagte Frank. "Ich hab Spaß an der Musik."


Künftiger Musikexperte Frank: "Ich kann mich wo einbringen, wo ich auch Ahnung von hab, es ist schon eine Art Traumjob"
Frank war in die Schlagzeilen geraten, nachdem er den rheinland- pfälzischen Ministerpräsidenten Beck bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wiesbaden für seine Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht hatte. Beck hatte Frank daraufhin gesagt: "Wenn Sie sich waschen und rasieren, finden Sie auch einen Job."

Der Wiesbadener Langzeitarbeitslose war Becks Ratschlag gefolgt und hatte von der Mainzer Staatskanzlei acht Jobangebote übermittelt bekommen, die er jedoch ausschlug. Die Stadt Wiesbaden hatte daher Anfang der Woche angekündigt, Frank ab Februar für drei Monate das Arbeitslosengeld um 30 Prozent zu kürzen. Die Behörde warf Frank vor, dass er sich nicht mit der gebotenen Sorgfalt um die ihm angebotenen Stellen gekümmert habe.

Frank soll heute seinen Arbeitsvertrag unterzeichnen, heißt es unter Berufung auf Frank und den Musiksender. "Wir wollen ihm eine faire, menschliche Chance geben", sagte Marco Quirini von der Unternehmensleitung. "Man braucht hier keinen Doktortitel, aber er wird sich beweisen müssen, wie jeder andere auch."

Frank sagte, dass sein neuer Arbeitgeber mit einem Bart kein Problem habe. Beim Vorstellungsgespräch sei er sogar gefragt worden, ob er nicht wieder einen Nasenring tragen wolle. "Sie haben gesagt: Das bist doch sonst gar nicht du", sagte Frank.

Der Musiksender iMusic TV wird seit Mai 2006 digital über Astra-Satellit ausgestrahlt und erreicht derzeit rund elf Millionen Haushalte.

kaz/AFP/dpa









von La Dolce Vita - am 18.01.2007 12:56
Zitat
Zecke
Ein schönes Leben? Okay, da der ALGII-Satz schon unter der Existenzgrenze liegt (wie Du selber auch mal festgestellt hast) lassen wir die Leute eben als Strafe verhungern und sozial verkümmern, wenn sie keinen Job annehmen.


Verhungern müssen sie nicht. Das, was sie noch erhalten, wird wohl zum Überleben reichen! Was das anderes angeht: Pech gehabt! Ich finde es nämlich verdammt asozial, wenn man sich auf Kosten anderer einen lauen Lenz macht, obwohl man seinen Lebensunterhalt selbst verdienen könnte und nicht auf die Unterschützung der Allgemeinheit angewiesen wäre! Was habe ich bitte damit zu tun, ob XY sozial verkümmert, weil er nicht arbeiten will?! Was anderes ist es ja bei Leuten, die WOLLEN, aber einfach keine Arbeit FINDEN!!! Das habe ich auch immer so gesagt!! Die haben meine volle Solidarität. Aber keine Faulpelze....

von Sparvöga - am 18.01.2007 19:56

Re: PS

Ich bin der Meinung, dass der Fortschritt es Leuten eigentlich erlauben würde, nicht mehr arbeiten zu müssen. Die Gesellschaft kann diese Leute, denen ein sehr kleines Einkommen genügt, finanzieren. Und das sollte sie auch.
Aus eigener Sicht kann ich nachvollziehen, dass man nicht jeden stupiden Job machen möchte und dann vielleicht lieber gar nicht arbeiten möchte. Ich würde auch lieber gar nicht arbeiten als einen geregelten Job mit der Abhängigkeit von einem Chef haben, der mich ständig zu irgendwelchen Drecksarbeiten nötigt, die mir nicht gefallen. Ich kann aber nicht verstehen, dass man gar nichts macht. Ich würde immer irgendwas tun, auch sinnvolle Sachen. Das muss aber nicht ein Job im eigentlichen Sinne sein. Leider werden nur viele Dinge gar nicht als wertvolle Arbeit angesehen.

von Zecke - am 19.01.2007 00:41

Re: PS

Diese Ansicht kann ich nicht teilen. Ich bin in dieser Hinsicht auch total andersherum erzogen worden. Ich bin so erzogen worden, dass ich immer meinen Anteil zu allem leisten musste, und wenn ich nur den Papierkorb raustragen musste und ich finde das eigentlich auch ganz sinnvoll so. Ich denke bei solchen Leuten wie Du sie beschreibst, ist es versäumt worden, ihnen beizubringen, dass jeder seinen Teil zum Ganzen beizutragen hat, egal in welchen System man gerade lebt und man Verantwortung nicht ganz auf andere schieben darf. Im Grunde wohl eher von der modernen und wohlgenährten Gesellschaft sehr "verwöhnte" Menschen.
Damit meine ich aber jetzt nicht, dass man nicht versuchen dürfen sollte, sich selbst zu verwirklichen. Ich selbst habe mich ja auch im Grunde nie irgendwelchen Normen unterworfen und mir einen ziemlich individuelles Lebensstil erschaffen, in dem ich ziemlich viel selbst bestimmern kann. So als Knecht irgendeinem Chef zu gehorchen, oh das könnte ich ebenfalls nicht, oder jeden Morgen nett lächelnd und schick gekleidet am Schalter einer Bank stehen, Nein, das wäre ein Albtraum, so was würde ich nicht lange aushalten.
Also in diesem einen Punkt gebe ich dir recht, sprich, dass jeder schon in etwa die Möglichkeit haben sollte, ein bisschen das zu machen, was in seine Welt und zu ihm selber passt. Also blind funktionerende Menschen sind natürlich ebenso abzulehnen. Da muss man aber eben auch dann was dran arbeiten, zufliegen tut einem nichts.

Und wenn heute
keiner mehr arbeiten müsste, wo käme denn dann kontiniuerlich das Geld her, um 90 Millionen Menschen am Leben zu erhalten?*lol* Das kann ich mir ehrlich gesagt, gar nicht vorstellen.

von La Dolce Vita - am 19.01.2007 09:04
Zitat
Zecke
Eine Gesellschaft muss jeden aushalten können. Ansonsten hat man wieder ganz schnell andere Verhältnisse.


Soso, muss sie das?! Ich würde dir an dieser Stelle durchaus zustimmen, allerdings mit einer Einschränkung: Es darf nicht auf Kosten anderer gehen! Die persönliche Freiheit hört da auf, wo man anderen schadet, und wenn man aus Faulheit nicht arbeiten gehen will, obwohl man ein Jobangebot vorliegen hat, dann schadet man definitiv der Allgemeinheit!!!

Zitat
Zecke
Dabei sind die Probleme ganz andere als ein kleiner Anteil von Faulpelzen.


Das eine entschuldigt aber das andere nicht! Es gilt, sowohl gegen das eine als auch das andere etwas zu unternehmen.

Zitat
Zecke
Ich halte es im Gegensatz zu Dir eben auch für zutiefst unsolidarisch, wenn man die Wirtschaftspositionen vertritt, wie es die FDP macht und ihre Wähler ihre Steuern hinterziehen.


Soso, FDP-Wähler hinterziehen Steuern...?! Und alle Punks sind arbeitsscheu?! Alles klar...! Es lebe das Vorurteil!!!


von Sparvöga - am 19.01.2007 22:33
Zitat
Zecke
Ich halte es aber für unsinnig, darüber zu diskutieren. Es ist ein unbedeutender kleiner Anteil, wieso soll ich mich damit beschäftigen?


Es muss halt deutlich gemacht werden, was generell von so einer Einstellung zu halten ist! Nämlich NIX!!!

Zitat
Zecke
Soll doch jeder so machen, wie er meint.


Ach ja? Jeder soll einfach machen wie er meint?! Fällt darunter auch, dass man seine Steuern hinterziehen darf *g*? Weißt du was?! Ich finde, du legst an Linke irgendwie immer andere Maßstäbe an als an Leute, die anders denken als deine Person!

von Sparvöga - am 19.01.2007 22:39

Re: PS: Und er hat einen Job!! *lach*

Zitat
Zorro
"als Experte für Punkrock" :D

laut medien mit einem gahalt von 1600 netto.
dass es ein traumjob ist,das glaub ich gerne!*lol*

da weisst man langsam echt nicht ob man darüber lachen oder weinen soll... *g*
für jeden der tag für tag hart arbeitet ist es sowas wie ein schlag ins gesicht.

wir können aber langsam wetten abschliessen... wann er gefeuert bzw. nicht übernomen wird.;-)


Tja, ist halt die Frage, was in seine Arbeit als Experte für Punkrock einfließt und wie viele Stunden er täglich arbeiten muss. Insofern kann es schon sein, dass die 1600 Euro netto okay sind.

von Sparvöga - am 23.01.2007 19:51

Re: PS

Aber das ist auch der springende Punkt. Es wird nicht anerkannt, daß es ehrbar ist.
Was meinst du, was ich hier oft für Mails oder Anrufe von Mitglieder aus meinem Verein bekomme, die irgendwelche Bescheinigungen haben wollen oder sonstige Anfragen haben. Die sind echt der Meinung, ich hätte gefälligst jeden Tag 8 Stunden Vereinsbürodienst zu leisten und werden teilweise ausfallend, wenn ich nicht innerhalb von 24 Stunden antworte.
Auch auf der Arbeit muß ich mich oft rechtfertigen, wenn ich wegen Vereinsinteressen (Vorstandssitzungen, Ausbildung usw.) mal nicht einspringen kann oder halt Frühdienst brauche. Und das, obwohl in unserem Tarifvertrag drinn steht, daß man für ehrenamtliche Tätigkeiten freigestellt werden muß. Gern gesehen wirds nicht und es wird einem mit dummen Sprüchen oft vermiest.

von C-Hörnchen - am 24.01.2007 08:07

Erster Arbeitstag ;-)

SPIEGEL ONLINE - 01. Februar 2007, 16:43
URL: [www.spiegel.de]

HARTZ IV

Unrasiert zum ersten Arbeitstag - Henrico Frank wird Profi-Punk

Henrico Frank, der von SPD-Chef Beck kritisierte Ex-Arbeitslose, hatte heute seinen ersten Arbeitstag im neuen Job: Er soll sich in Konzerten und Clubs über die Punkrock-Szene kundig machen. Rasiert - wie es Beck vorgeschlagen hatte - war er nicht.

Frankfurt/Main - Henrico Frank hatte sich nicht rasiert, ehe er am Morgen seinen ersten Arbeitstag in Frankfurt am Main antrat. Der berühmt gewordene Ratschlag von SPD-Chef Kurt Beck "Wenn Sie sich waschen und rasieren, finden Sie auch einen Job" ist damit widerlegt. Aber gelohnt hat sich die Begegnung des damals Arbeitslosen mit dem Politiker trotzdem: "Sonst würde ich im Endeffekt nicht hier sitzen", sagte der 38-Jährige an seinem neuen Arbeitsplatz beim Satelliten-Fernsehsender iMusic TV.

Zum 1. Februar hätte Frank eine Kürzung seiner Hartz-IV-Bezüge (345 Euro) um 30 Prozent hinnehmen müssen, also nur noch mit 241,50 Euro im Monat auskommen müssen. Das hatte die Stadt Wiesbaden angeordnet, weil er die vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Beck vermittelten acht Stellenangebote abgelehnt hatte. Jetzt verdient der gelernte Baufacharbeiter als Hilfsredakteur eine vierstellige Summe. Genauer wollte der Musiksender diese nicht nennen, erklärte aber, das in "Bild" genannte Gehalt von 1600 Euro sei zu hoch. Nach dem Arbeitsvertrag hat der Anfänger eine Probezeit von sechs Monaten.

Der erste Eindruck sei positiv und gut, sagte der Vizechef des Senders, Marco Quirini, über seinen neuen Mitarbeiter. "Er war sehr aufgeregt." Für Henrico Frank begann der Tag mit einer freudigen Nachricht. Seine Mutter habe ihn um halb zwei angerufen und gesagt, er sei Onkel geworden. Sie sei aber auch über seine neue Arbeit froh.

Als Arbeitsloser sei er zwischen 6.00 und 7.00 Uhr morgens aufgestanden, sagte Frank. "Dann hab' ich den ganzen Tag vor der Verblödungsröhre gesessen." Am Donnerstag erschien er gegen 9.00 Uhr an seinem Arbeitsplatz. Feste Arbeitszeiten hat er dort aber nicht. Er soll in Konzerte und Clubs gehen und sich über die Punkrock-Szene informieren.

Die Leute beim Sender hatten auf einem Foto den Punkfan in Henrico Frank erkannt und waren so auf die Idee gekommen, ihn als Mitarbeiter anzuwerben. "Bei Punkrock-Videos ging ihm das Herz auf", sagte Quirini. Bei seiner ersten Redaktionssitzung konnte Frank schon mitreden. Beim Anschauen des Videos der Band Blind Guardian widersprach er Quirini: "Das sind keine Newcomer." Der Chef freute sich: "Ja siehste, gut, dass wir Dich haben!" Und zur Band Negative, dessen Titel "Planet of the Sun" ein Kollege als "Tussi-Rock" bezeichnete, sagte Frank: "Beim Wäschewaschen würde ich den als Weichspüler nehmen." Punk-Videos gibt es bisher kaum. Programmdirektor Mola Adebisi sagte: "Wir können auch Konzertmitschnitte senden." Henrico Frank findet die Gruppe Methanol aus Mainz "absolut megageil". "Ich war in der DDR schon Punker", erzählte er. "Ich hatte einen Irokesen in Regenbogenfarben auf dem Kopf." Und er habe zeitweise "drei, vier Kilo Metall" getragen. "In Gotha gab es keinen Bullen, der mich nicht kannte." Nur bei der Jugendweihe habe er einmal einen Anzug getragen.

Erstes selbst verdientes Brötchen

Am Donnerstag erschien Frank in Punkerboots, dunkelgrauer Hose und schwarzem T-Shirt mit der Aufschrift "fight for your right" im Nacken. Er hatte Bartstoppeln von einem Zentimeter Länge und noch relativ kurze Kopfhaare. Nachdem die Begegnung mit Beck auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt in den Medien Wellen geschlagen hatte, war Frank im Dezember zum Friseur gegangen, ließ sich fotografieren, kämmte sich danach aber rasch den Scheitel weg.

In der Probezeit werde er weiter in Wiesbaden wohnen, sagte Frank. Seine Freude über die neue Arbeit mit Musikvideos und Konzerten drückte er so aus: "Früher musste ich dafür zahlen." Er habe auch früher nicht bei der Arbeit auf die Uhr gesehen, erklärte Frank.

"Das war auch schon in der Altenpflege so." Der Thüringer hatte 1999 mit einer freikirchlichen Gruppe Wiesbaden besucht und sich dort in eine Frau verliebt. Zunächst lebte er dann in Taunusstein und arbeitete unter anderem durch Vermittlung von Zeitarbeitsfirmen. Dann habe er sich die Schulter bei einem Unfall "zermatscht". Auch wegen eines Bandscheibenvorfalls könne er nicht mehr auf dem Bau arbeiten. Zu Äußerungen seiner Mutter, dass er ein Alkoholproblem habe, sagte er: "Problem würd' ich das nicht nennen. Sonst würd' ich nicht nüchtern hier sitzen."

Papiere über seinen beruflichen Werdegang musste er bei iMusic TV nicht vorlegen. Produktionsleiter Michael Groebert wunderte sich, als der Sender das Wiesbadener Arbeitsamt informierte. "Ich hab' echt gestaunt, dass bei dem Medienhype der Sachbearbeiter den Henrico nicht kennt." Frank selbst sagte: "Der Medienhype ging mir auf den Sack." Er habe noch nachts Interviews geben sollen.

Kamerateams und Journalisten begleiteten ihn auch an seinem ersten Arbeitstag. Als die Frühstückspause anstand, wies ein Kollege Franks die Fotografen auf ein Motiv hin: "Da kauft er sich sein erstes selbst verdientes Brötchen."

Inge Treichel, AP


von Zecke - am 02.02.2007 01:20

Re: Erster Arbeitstag ;-)

Um mich bei den etwas unbekannteren Rockbands noch besser auszukennen zum Beispiel.

Ich geh jetzt aber "Die Krücke" gucken. Hab ihn mir aufgenommen. Kann den Film einfach nur empfehlen! Es ist ein Krimidrama. Es handelt von einer jungen, leicht gehbehinderten, aber bildschönen Frau, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine Romanze erlebt.
Sie ist sehr verliebt und der Typ ist das schönste, was es für sie gibt auf der Welt. Sie kann sogar nach einiger Zeit ohne ihre Krücke laufen. Leider benutzt der Typ sie aber nur, um bei einem Raubüberfall einige Insidertipps zu erhalten. Sie erfährt das zufällig am Schluss und verrät ihn dann auch tatsächlich an die Polizei.
Der Film ist extrem sensibel aufgezogen und schildert sehr einfühlsam die jeweiligen Gefühlsmomente dieser Frau.

von La Dolce Vita - am 03.02.2007 23:15
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