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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
shasa, La Dolce Vita, dat struppi, Zecke, Tica, eifel-mini, cokane

unfassbar.....

Startbeitrag von shasa am 11.02.2007 12:53

ein etwas längerer text ......


###########################################################

Hallo Leute,

ich habe diesmal leider schlechte Neuigkeiten.

Seit Jahren versucht ein Hausbesitzer von der anderen Straßenseite, das
Hauptquartier zu ruinieren, sei es, um seine Immobilie aufzuwerten,
oder weil wir ihm einfach zu bunt sind. Immer wieder hat er uns der
Ruhestörung bezichtigt, das Ordnungsamt und die Polizei mit Beschwerden
genervt. Das ging soweit, daß sogar die Polizei ans Ordnungsamt
geschrieben hat, es müsse sich um gezielte Schikane handeln, denn die
behaupteten Ruhestörungen seien nicht feststellbar. Nachdem wir ihm
mit einer Verleumdungsklage gedroht hatten, hat er für eine ganze Weile
still gehalten.
Nun ist er wohl dahinter gekommen, wie er uns über die Konzerte dran
kriegen kann. Eigentlich muß Livemusik gesondert genehmigt werden und
ist mit heftigen Auflagen verbunden. Für kleine Clubs wie unseren sind
diese praktisch nicht zu erfüllen. Deshalb ist es üblich,
stillschweigend auf die Genehmigung zu verzichten und die Konzerte
einfach so durchzuziehen, was ja auch immer gut geklappt hat.
Nun hat der gegnerische Anwalt das Ordnungsamt solange genervt, bis
sich der zuständige Mann den Fall vom Tisch geschafft hat.
Ich wurde aufs Amt zitiert und mir wurde unmißverständlich klar
gemacht, daß ich keine Konzerte mehr machen darf. Sollte ich mich
nicht dran halten, drohen mir Strafen von mehreren tausend Euro bis
hin zum Konzessionsentzug! Es interessierte überhaupt nicht, daß
an dem konkreten Datum im letzten September, an dem die "Störung"
stattgefunden haben soll, gar kein Konzert war! Auch nicht, daß die
kleinen Verstärker der Bands nicht lauter sind, als die Hifianlage des
HQ. Und selbst wenn: Ihr wißt selbst wie gut unser Schallschutz ist
und daß in einem schräg gegenüberliegenden Haus beim besten Willen
nichts zu hören sein kann. Angesichts der Tatsache, daß der "Anker"
und das "Promenadeneck" ihre Schrottmucke ungeniert bis zum Kaiserplatz
verbreiten können, liegt es auf der Hand, daß das Verbot völlig
willkürlich ist.

Ihr werdet verstehen, daß ich unter diesen Umständen erstmal alle
Konzerte absagen muß. Das ist katastrophal, nicht nur für Aachens
Kulturlandschaft, sondern auch für die betroffenen Bands, unsere treue
Fangemeinde und letztlich auch für mich und das Hauptquartier. Es war
bitter in den letzten beiden Wochen, an die zwanzig Bands und Booker
zu kontaktieren und Ihnen die Absagen mitzuteilen. Ganz besonders
Scheiße ist es für die Bands, die mit kleinem Budget auf großer Tour
sind. Ohne Show haben sie keine Gage, Verpflegung und Schlafplatz. Ohne
Show hat auch das Hauptquartier kein Publikum und keinen Umsatz. Aus
eigener Tasche kann ich die Aufwendungen für die Bands nicht
finanzieren. Dies betrifft in nächster Zeit vier Gruppen, die selber
keine Ausweichmöglichkeit gefunden haben. Hier möchte ich mich für die
Solidarität der Leute vom Autonomen Zentrum bedanken. Sie haben mir
ermöglicht, diese vier Shows im AZ zu veranstalten. Damit ist über den
Eintritt zumindest die Gage gesichert. Ich appelliere deshalb an Eure
Solidarität, auch möglichst zahlreich zu erscheinen. Noch besser wäre
es, wenn Ihr nach dem Konzert zum Biertrinken ins HQ umzieht, damit
ich nicht auf den restlichen Kosten sitzen bleibe.

Kurzfristig sehe ich keine Möglichkeit, eine eventuell auch
eingeschränkte Genehmigung zu bekommen. Das Ordnungsamt verschanzt sich
hinter seinen Vorschriften und seiner Trägheit. Es scheint auch kein
Interesse zu bestehen, etwas für die Promenadenstraße zu tun. Zum
Beispiel haben wir während der Weltreiterspiele im letzten Jahr, als
an allen Ecken und Enden der Stadt Open Air Veranstaltungen waren,
keine Genehmigung für unser zweites Straßenfest bekommen.

Ich bin ziemlich ratlos, was werden soll. Der Rechtsweg könnte was
bringen, kann aber auch ruinöse Kosten verursachen. Die Politik
könnte ein übergeordnetes Interesse an unserer mittlerweile weltweit
bekannten Spielstätte postulieren und für eine Ausnahmegenehmigung
sorgen. Aber da fehlen die kompetenten Kontakte, und es bleibt die
Gefahr, daß wir dann unter anderen Vorwänden gepiesackt werden.

Vielleicht fällt ja einer/m von Euch was besseres ein, oder hat die
guten Kontakte zu den richtigen Stellen. Ich bin für jede Hilfe
dankbar.

Antworten:

Da hilft dem Live Club Besitzer wohl nur noch ein guter Anwalt und den kann man sich nur leisten, wenn man ziemlich viel Kohle im Rücken hat. Dass Leute, die in der Nähe von Live Clubs wohnen, teilweise enormen Lärm ertragen müssen, wissen sie doch vorher. Dann darf man eben nicht in die Nähe von einem Live Club ziehen. Mich würde das wahrscheinlich auch nerven, wenn ich neben so einen Live Club oder Disco oder was weiss ich wohnen würde, aber ich würde wahrscheinlich nichts sagen, weil es mir zu leid täte für die Beteiligten, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten.

von La Dolce Vita - am 11.02.2007 13:04
das ist es ja.die haben so eine gute schallschutzausstattung dass nichts da raus kommt.es sei denn es geht die tür auf.
außerdem beshcwert sich kein anwohner sondern ein kneipenbesitzer der selber irrsinig laut musik macht.

von shasa - am 11.02.2007 13:08
Ach sooooo. Ich hatte was von Hausbesitzer gelesen. Dann ist es wohl Neid oder eben die gefürchtete Konkurrenz. Das läuft nur noch mit einem guten Anwalt. Auf friedliche Einigung wird so ein hartnäckiger Widersacher wohl kaum aus sein.

von La Dolce Vita - am 11.02.2007 13:13
Hi Shasa,

hab den Text nicht ganz gelesen, aber geht es hier um "unser" Hauptquartier? Was geht denn da ab?

von dat struppi - am 11.02.2007 15:00
Da es um "Aachens Kulturlandschaft" geht, gehe ich davon aus: ja ;-)

von eifel-mini - am 11.02.2007 15:06
ja,es geht um "unser" hauptquartier. dieter (der besitzer) hat schon alles versucht,aber die menschen lassen einfach nicht mit sich reden.und das obwohl das hq noch nicht mal zu laut - wegen guten schallschutz - ist.

von shasa - am 11.02.2007 15:40
und dann dem was da in unmittelbarer umgebung noch so abgeht, oder existieren die damen da nicht mehr? :rolleyes:

von dat struppi - am 11.02.2007 17:41
Was aber auch komisch ist, wieso hat dieser Kneipentyp da einfach so die Macht, diesen Live Club schliessen zu lassen? Wenn er doch selber ziemlich laut ist.

von La Dolce Vita - am 11.02.2007 17:50
doch,ich denke die damen existieren noch.hab ja selbst schon welche gesehen wenn ich da so durch gehe.allerdings nicht in letzter zeit.......

von shasa - am 11.02.2007 18:02
steht doch alles drin. !!! LESEN !!! wäre manchmal angebracht.

mit der lautstärke als grund hat er´s nicht geschafft.aber nachdem er nachgedacht hat er einen anderen weg gefunden.
konzerte müssten eigentlich immer genemigt werden,finden sie aber so statt werden sie stillschweigend geduldet.wenn es aber aufgrund dessen zu ner anzeige kommt muss natürlich was unternommen werden.

von shasa - am 11.02.2007 18:04
Ah okay, jetzt hab ich's gerafft! Sorry.

von La Dolce Vita - am 11.02.2007 18:36
Hab ja gesagt ich hab nicht alles gelesen :p

von dat struppi - am 11.02.2007 18:36
..... und wenn ihr euch vielleicht mal an die Zeitung wendet und da drüber ein Artikel verfasst wird ?

Oder an die Kulturabteilung der Stadt ?

Ich weiß nicht - fällt mir grad so spontan ein ....

von cokane - am 11.02.2007 22:38
... und das Movimiento hat anscheinend jetzt auch noch Probleme... irgendwas stimmt doch da ganz gewaltig nicht!

von Tica - am 12.02.2007 12:21
Das Movimento Wien? Ja, das haben sie geräumt! Und wisst ihr, wie sehr mich das überhaupt nicht wundert?! Also dass diese Konzertlocation abhanden gekommen ist, schmerzt nicht wirklich...

von Zecke - am 12.02.2007 12:25
wieso wundert dich das nicht?
was war denn so seltsam/ungewöhnlich am movimento? ich kenn das nicht......

von shasa - am 12.02.2007 16:43
Also erstens sollten Details dazu nicht in der Öffentlichkeit behandelt werden und zweitens würden sie hier auch den Rahmen sprengen. Fassen wir es unter der Bezeichnung "unorganisierteste Veranstaltung wo Keine Ahnung und Die Roten Ratten jemals gespielt haben" zusammen.

von Zecke - am 12.02.2007 16:47
ok..........

von shasa - am 12.02.2007 17:32
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