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Zecke, Sparvöga, La Dolce Vita, saw, Der Imperator, Heike., Opelgang

Chávez wird Diktator - Lügenkampagne im Focus

Startbeitrag von Zecke am 29.06.2007 16:55

Folgender unglaublicher Artikel ist von Focus Online.
Wenn ich mal mehr Zeit habe, nehme ich den Artikel zu gerne Satz für Satz auseinander und entlarve ihn als Propaganda.


Chávez

Angst vor dem karibischen Demagogen

Ein TV-Sender wurde zugemacht, die „Bourgeoisie“ wird bedroht, in Russland werden massenhaft Waffen gekauft – Venezuelas linker Präsident wird immer radikaler.

Von FOCUS-Online-Redakteur Ingo Thor, München

Hugo Chávez wähnt sich sicher im Sattel. Denn ungenierter als je zuvor gibt sich der seit 1998 in Caracas regierende Militär als rabiater autoritärer Linksextremist. Seine immer wieder bekundete Nähe zum kubanischen Diktator Fidel Castro hatte bereits in den vergangenen Jahren international Besorgnis ausgelöst – nicht nur in Washington. Jetzt aber deckt sich Chavez mit Waffen ein. Bei einem Besuch in Moskau bekundete er sogar Interesse an U-Booten. In der russischen Hauptstadt spuckte er radikale Töne: „Entweder wir besiegen den amerikanischen Imperialismus oder dieser Imperialismus zerstört die Welt“, sagte er. Seinem Amtskollegen Wladimir Putin wünschte er, dass sein Land wieder zur Weltmacht erstarken möge: „Wir brauchen ein starkes und wiederbelebtes Russland.“

Chávez belässt es nicht bei linker Rhetorik: Vor einigen Wochen ließ er einen oppositionellen TV-Sender rücksichtslos schließen, weil dieser beim Putschversuch im Jahr 2002 zugunsten der Regierungsgegner berichtet hatte. Damals war Chávez kurzzeitig entmachtet worden und seiner Liquidierung wohl nur knapp entgangen. Bei der Abschaltung von RCTV im Mai kam es zu dramatischen Szenen: Mitarbeiter weinten und wüteten. In den folgenden Tagen gab es zahlreiche zum Teil gewalttätige Demonstrationen gegen die Schließung. US-Außenministerin Condoleezza Rice nannte das Vorgehen gegen den Sender „undemokratisch“.

„Nehmen Sie sich in Acht!“

Doch trotz allem nationalen und internationalen Protest setzte Chávez noch eins drauf: Er drohte dem renommierten Nachrichtensender Globovision ebenfalls das Aus an, und dies unter einem fadenscheinigen Vorwand. Der Sender hatte unter anderem Bilder vom Attentat 1981 auf Papst Johannes Paul II. gezeigt. Unterlegt war ein Lied des Panamaers Rubén Blades, in dem es heißt: „Ich glaube, dass es damit nicht zu Ende ist.“ Chávez wertete dies als Aufruf zu seiner Ermordung. Den Angehörigen der Oligarchie seines Landes drohte er unverhohlen, dass sie sich ruhig verhalten sollten: „Nehmen Sie sich in Acht und gehen Sie nicht zu weit.“

Die aggressive linke Rhetorik und die Härte gegenüber der Opposition kann geschlussfolgert werden, dass Venezuela auf dem besten Weg in eine totalitäre Zukunft ist. Die These wird auch durch Chávez’ Plan erhärtet, sich unbegrenzt wiederwählen lassen zu wollen. Außerdem nährt die Verstaatlichung von wichtigen Industriezweigen wie der Erdölbranche den Verdacht, dass Venezuela zu einer linken Diktatur vom Schlage Kubas werden könnte.

Angst vor US-Verschwörung

Diese Entwicklung weg von demokratischen Gepflogenheiten geht einher mit einer immer wieder geschürten Phobie vor den USA. Die trifft vor allem bei wenig gebildeten Teilen der Bevölkerung auf offene Ohren, denn auch dort ist bekannt, wie der große Nachbar im Norden einst mit missliebigen Regimen in Mittel- und Südamerika umgegangen war: 1954 wurde eine gewählte linke Regierung in Guatemala durch eine US-Geheimdienst-Aktion gestürzt, 1973 verlor der gewählte chilenische Präsident Salvador Allende bei einem von Washington unterstützten blutigen Putsch sein Leben.

Dass Washington dabei ist, mit traditionellen Geheimdienst-Methoden gegen Chávez vorzugehen, ist wahrscheinlich. Das weiß der Präsident. Er beschuldigte jüngst demonstrierende oppositionelle Studenten, einen „Aufstand“ der Militärs provozieren zu wollen. Hinter den Protesten stehe sein US-Amtskollege George W, Bush, der dies aus „Rache“ tue, „oder einfach, um seinen Herrschaftsplan fortzusetzen, um unseren Prozess zu stoppen“.

Wenn auch einige der Proteste der Studenten inszeniert sein mögen, der Unmut über Chávez in weiten Teilen der Bevölkerung ist echt und hat nichts mit den USA zu tun. Die Menschen fürchten, dass das bis in die späten 90er-Jahre als lateinamerikanische Musterdemokratie geltende Land eine Tyrannei wird. Diese Furcht ist mehr als berechtigt.

Die 50 interessantesten Antworten:

Clip aus der RH vom 29.07.07

Chavez wettert in Moskau gegen den "US-Imperialismus"

Moskau
Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat zu Beginn seines dreitägigen Russlandbesuchs gegen den "Imperialismus der USA" gewettert. Bei
der Eröffnung eines lateinamerikanischen Kulturzentrums in Moskau sagte er:
" Der amerikanische Imperialismus zerstört die Völker und unterwandert ihre traditionellen Werte."
In Anlehnung an Russlands Revolutionsführer
Lenin bezeichnete Chavez den Imperialismus als die letzte
Phase des Kapitalismus: " Die Welt kehrt
zu dieser Idee zurück."

von La Dolce Vita - am 29.06.2007 21:54
Okay, ich hab es was kürzer in 'ner Mail gemacht:


Wahnsinn, ein Land mit ellenlanger Küste und ständiger Bedrohung durch die USA will U-Boote kaufen!!! (Diese Absicht dementiert das Ministerium übrigens.)

Eine Schande, ein demokratischer Staat will mehrfach seinen Präsidenten wiederwählen können und wird damit totalitär! Wenn das Konrad Adenauer und Helmut Kohl wüssten...

Welch ein Verbrechen, die staatliche(!) Lizenz eines Fernsehsenders, welcher versucht hat die Regierung zu stürzen und den Präsidenten zu liquidieren, wird nach Vertragsende nicht verlängert!

Krass, die Verstaatlichung der Erdölbranche in Venezuela spricht für eine linke Diktatur! Seltsam, dass staatliche Energiebereiche bis vor wenigen Jahren auch in Europa noch völliger Usus waren und diese Branche in Venezuela seit den 1970er-Jahren staatlich ist und Chávez und Co lediglich die Privatisierung verhindert haben.

Und richtig logisch ist es, dass der Unmut über Chávez in weiten Teilen des Landes echt ist und er parallel seit 1998 jede der von unabhängigen Organisationen für völlig fair erklärten zig Wahlen mit ständig steigendem Prozentsatz von 56% 1998 bis knapp 63% Ende 2006 gewinnen konnte. Welcher andere Regierungschef erreicht solche Wahlergebnisse?


von Zecke - am 02.07.2007 16:25
Sprich Dich doch mal aus. ZB, was hälst Du von diesem Chavez? Ist die "ganze Welt" zu Unrecht gegen ihn, oder hast auch Du hin und wieder gewisse Zweifel gegen bestimmte Digne die er tut oder vor hat?
Ich weiß einfach nicht was sich von der ganzen Sache halten soll und würde gern mal ein paar andere Meinungen hören. Ich tendiere aber momentan eher zu der Ansicht, dass er es gut meint mit seinem Volk. Dass so was bei hochrangingen Politikern unter dem ständigen Einfluss von sehr viel Macht aber auch schnell umschlagen kann ist mir andererseits auch bewusst.
Trotzdem gibt es keinen Grund vom Focus oder anderen vergleichbaren Magazinen, die Wahrheit derart rumzudrehen. Das ist schon fast unglaublich, vor allem was die Sachen mit dem geschlossenen Fernsehsender angeht. Und da sich in Deutschland wohl kaum jemand so wie ich oder vielleicht noch ein paar wenige andere, was intensiver mit Chavez beschäftigen werden, kann man jetzt davon ausgehen, dass 98 Prozent der Focus Leser jetzt volle Schachtel gegen ihn aufgehetzt worden sind und ihre Meinung für alle Zeiten über ihn feststeht. Die Macht der Medien und ihre enormen Manipulationsmöglichkeiten finde ich erschreckend. Ich werde auch in dem dazugehörigen Forum mal deutlich meinen Senf dazutun. Mal sehen, wie man da auf die Provokation reagieren wird.*g*

von La Dolce Vita - am 05.07.2007 12:55

Re: Focus Forum

Wieso killen, lass ihnen
doch ihre andere Meinung.*g*

Und mit guten Gegenargumenten kann man den ein oder anderen eventuell von Dingen erzählen die er bisher so gar nicht wusste. Du bist doch den meinsten da haushoch überlegen in Sachen Lateinamerika, das würde ich gnadenlos ausnutzen.
Ich geh da auf jeden Fall heute Abend mal rein wenn ich vom Stall zurück bin
und werde sie fragen ob sie das denn
gut finden, dass man die Geschichte mit dem Fernsehsender so umgedreht hat im Focus. Mal sehen wie sehr sie reagieren werden. *g*

von La Dolce Vita - am 05.07.2007 17:07

Re: Focus Forum

Das ist ein sehr großes,
umfangfreiches Forum und ich denk, dass es auch da ein paar nette User geben wird. Außerdem brauch ich das nicht,
dass jeder da meine politische Meinung teilt. So kann man viel besser provozieren und das mach ich mitunter ganz gern.:D
Außerdem lernt man auch
davon andere Standpunkte zu hören.
Ich würde nie in ein Forum gehen wo alle meine Freunde sind und jeder meine Meinung teilt und man mich ständig für alles lobt.
Deshalb bin ich auch nur sehr selten in unseren Reiterforen, dort kommen nie mal Meinungsverschiedenheiten auf. Das einzige Reizthema ist Vielseitigkeitsreiten.

von La Dolce Vita - am 05.07.2007 17:18

Re: Focus Forum

Sprich die wären gegen Euch und Punkt? Meinst Du nicht dass viele
gar nicht wissen wer Chavez wirklich ist und man zumindest die moralische Pflicht hat sie aufzuklären?:D
Man kann das doch so nicht stehen lassen. Ich
jedenfalls begebe mich da heute mal rein in die Höhle des Löwen. Ich werde sie aufklären, dass dieser Artikel teilweise nicht der Wahrheit entspricht, das Wort erlogen werde ich nicht benutzen,
und dass es unverantwortlich ist, einen
Menschen auf diese Art und Weise
in die Diktator-Ecke zu drücken.

von La Dolce Vita - am 05.07.2007 17:24

Re: Focus Forum

Das stimmt, manche werden sich gegen einen stellen, die wollen die Wahrheit so haben wie der Focus es ihnen schildert und nicht von einem dahergelaufenen Neuling in einem Forum.*g*
Kann sein, dass ich auch erst morgen reingeh, da ich mir noch genau zurechtlegen will, was ich sage, aber machen tue ich es auf jeden Fall. Denke mal, die werden mich zuerst einmal auslachen. Dann wäre es natürlich ganz gut wenn man ihnen Bewiese liefern könnte oder zumindest "reliable sources."

von La Dolce Vita - am 05.07.2007 20:46

Re: Focus Forum

Es geht nicht um Argumente und Kompetenz, es geht um Dummheit und Intelligenz.
Sorry, ich hab bei Focus zuviel gelesen als ich da noch diskutieren wollte, als aktuelles Beispiel von heute folgender Artikel, besonders beachten bitte die Kommentare. Und dabei nach aktuellem Stand die aktuellen, die ersten ganz unteren:
[www.focus.de]
Es geht übrigens um ganze 0,8 Gramm Hasch. Ich habe heute den Kauf einer Menge durchgeführt, der eind wesentlich größere Menge beinhaltet hat. Ohne wirklich Kiffer zu sein. Nur für die Leute, die denken dass das viel sei...

Da fällt mir echt nicht mehr viel zu ein außer Bürgerrechte aberkennen.
Ich habe keine Lust mehr, mich mit Dummheit auseinanderzusetzen, in meinen Augen hilft bei vielen in der Theorie nur noch "Umerziehung".
Wer den Job des Diskussionspartners dort für mich anständig übernehmen möchte, dem bin ich sehr dankbar!

von Zecke - am 06.07.2007 00:06

Re: Focus Forum

Zuerst einmal glaube ich nicht, dass jeder Focus Leser dumm ist und die Linken intelligenter. Das viele gesellschaftspolitisch etwas rückständig sind, mag ja sein.*g* Oder ignorant. Oder meintetwegen auch erbärmlich spießig. Aber das sind für mich die meisten zivilierten Menschen auf dieser Erde in irgendeiner Form. Ich finde, es gibt nur ganz wenige, die wirklich anders drauf sind.
Ich werd mich da auch nicht als linke Kampfzicke aufführen, die ich ja auch nicht bin, sondern ich werde sie einfach fragen, was sie von der verdrehten Wahrheit halten, die ihnen der Focus da so präsentiert hat. Ob ich groß diskutieren werde hängt eher von der Reaktion der Leute da ab. Vielleicht beachten sie einen ja auch gar nicht. Bin ja mal gespannt.

Das andere würde ich im Netz mal besser nicht öffentlich preisgeben. Du bist mir ein Hase.
Und mit der Kifferei hätt ich es ja gar nicht. Da gönne ich mir lieber hin und wieder eine wohltuende Valium.:D

von La Dolce Vita - am 06.07.2007 07:12

Oskar Lafontaine ergreift Partei für Chávez & Morales gegen Westerwelle

URL: [www.welt.de]

7. Juli 2007, 18:00 Uhr Von Oskar Lafontaine

Oskar Lafontaine

Mit Hugo Chávez für die Freiheit

Der Chef der Linken reagiert bei WELT ONLINE auf Angriffe des FDP-Chefs Guido Westerwelle. Der hatte die Linke vor einem "Flirt" mit der südamerikanischen Linken gewarnt. Lafontaine sieht aber eine politische Verwandtschaft und ergreift nun beherzt Partei.

Vor einer Woche hat Guido Westerwelle an dieser Stelle in einem Gastbeitrag gefragt, „warum Oskar Lafontaine sein sozialistisches Vorbild bei südamerikanischen Autokraten findet“. Er rügt meine Parteinahme für Evo Morales und Hugo Chávez. Chávez und Morales sind jedoch vom Volk gewählte Präsidenten. Evo Morales ist 2005 mit absoluter Mehrheit als erster Indigener in der Geschichte Boliviens zum Staatspräsidenten gewählt worden. Sein neben der Armuts- und Korruptionsbekämpfung wichtigstes Politikziel ist die Teilhabe der indigenen Bevölkerungsmehrheit am politischen und wirtschaftlichen Leben. Im Hinblick auf Chávez und Venezuela stellt das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland fest: „Eine tiefe Ablehnung der traditionellen Parteien, die über Jahre die Macht unter sich aufgeteilt und sich immer tiefer in Korruption und Vetternwirtschaft verstrickt hatten, führte 1999 zur Wahl von Hugo Chávez zum Präsidenten. Dabei konnte er sich neben seiner Kernanhängerschaft in den Armenvierteln auch auf weite Teile der enttäuschten Mittelschicht stützen.“ Wenn Westerwelle demgegenüber schreibt, „die Neo-Sozialisten in Südamerika aber dividieren ihre eigenen Gesellschaften auseinander“, verwechselt er Ursache und Wirkung. Westerwelle schreibt: „Wer das Chávez-System als Modell für Europa rühmt, verhöhnt die Opfer sozialistischer Experimente.“ Ist es nicht eher so, dass derjenige, der die neue Welle der Demokratie in Südamerika als autokratisch bezeichnet, die Opfer der vergangenen Diktatoren und Oligarchen in lateinamerikanischen Ländern verhöhnt? Es geht uns nicht darum, die neuen fortschrittlichen sozialistischen Regierungen wie in Venezuela oder Bolivien als Vorbild für Europa hinzustellen. Zu unterschiedlich sind die sozialen und wirtschaftlichen Ausgangslagen. Und natürlich müssen sich Chávez und Morales als Demokraten bewähren und für die Einhaltung der Menschenrechte eintreten. Es ist aber zu begrüßen, dass dort Politiker an der Macht sind, die die Bodenschätze ihres Landes vor allem in den Dienst der Armen und Benachteiligten stellen wollen.
Dass diese Bevölkerungsteile nach wie vor die Mehrheit in diesen Ländern bilden, wirft kein gutes Licht auf die vorangegangene Entwicklung, für die korrupte kapitalistische Regimes die Verantwortung tragen. Der Kapitalismus, häufig unter US-Regie in diesen Ländern installiert, hat die Bevölkerungsmehrheit nicht von Not und Armut befreit, sondern die Reichen reicher und die Armen ärmer gemacht. Das ist das Fundament für die Wahlerfolge von Chávez und Morales. Hier liegen auch die gemeinsamen Wurzeln zur neuen Linken in Deutschland. Ich beziehe mich auf Rousseau, der gesagt hat, in dem Verhältnis zwischen Starken und Schwachen befreit das Gesetz, und die Freiheit unterdrückt. Wenn den Starken keine Grenzen gesetzt werden, unterdrücken sie die Schwachen und schaffen ein System der Unfreiheit. Die Verstaatlichung der Energiequellen und der darauf aufbauenden Industrien in Venezuela und Bolivien befreit die Schwachen. Sie eröffnet den Regierungen finanziellen Handlungsspielraum, um Armut und andere Not zu überwinden. Westerwelle sorgt sich um die Meinungsfreiheit in Venezuela. Es sei „höhnisch“, darauf hinzuweisen, Chávez habe keine Fernsehsender geschlossen, sondern eine Konzession nicht verlängert. Zu dem davon betroffenen Sender RCTV stellte die deutsch-venezolanische Historikerin Dorothea Melcher im Deutschlandfunk fest, dass die privaten Kanäle „zum Teil sehr üble Hetzkampagnen gegen Chávez geführt haben. Ich glaube, das könnte sich hier niemand leisten.“ Außerdem hätten einige von ihnen, angeführt von RCTV, den Putschversuch der Rechten gegen Chávez im Jahr 2002 unterstützt und dabei die Nachrichten auf üble Weise manipuliert. Melcher weist darauf hin, dass die Regierung Chávez Hunderte von Lizenzen für kleine, „offene“ Bürgerfunk- und Fernsehprogramme vergeben hat. Im Kontrast dazu steht die immer stärkere Medienkonzentration in den westlichen Demokratien. Pressefreiheit ernst zu nehmen heißt vor allem, deren Voraussetzungen immer wieder zu prüfen. Paul Sethe, einer der fünf Gründungsherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, hat zu seiner Zeit festgestellt: „Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ Wer behauptet, das sei heute anders und die deutsche Presse sei „frei“ von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen, hat den Blick für die Verhältnisse verloren. Die Linke wendet sich gegen jede Art von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen. Deren erfolgreiche Überwindung setzt aber eine unverstellte Sicht auf die Wirklichkeit voraus. Schlagworte
Oskar Lafontaine Hug Chávez Venezuela Medienfreiheit Tv-Sender Weil Westerwelle den brutalen US-amerikanischen Einfluss auf die Staaten Lateinamerikas gänzlich ausblendet – ich erinnere nur an den vom CIA betriebenen Sturz Salvador Allendes und die Diktatur Augusto Pinochets in Chile –, kann er auch der Situation Kubas nicht gerecht werden. Gerade erst hat die CIA bekannt gegeben, in der Vergangenheit Mordanschläge auf Castro geplant zu haben. Meldungen zufolge hat die US-Regierung ihre Mittel zur Destabilisierung Kubas im vergangenen Jahr um 80 Millionen US-Dollar aufgestockt. Es ist voreingenommen und ideologisch, in Südamerika Verstaatlichung und Protektionismus pauschal zu verurteilen, nicht aber das soziale Pulverfass, das die globalisierte, ungezügelte Privatwirtschaft nicht nur in lateinamerikanischen Staaten hervorgerufen hat. Wenn Westerwelle Die Linke auffordert, ihre Koketterie mit Staatschefs, die mit Despotie viel, mit Demokratie aber wenig zu tun hätten, zu beenden, dann muss er erklären, warum er die Politik der Bush-Regierung relativiert und verharmlost. Sie ist ja verantwortlich für die Folterkammern in Abu Ghraib und Guantánamo und den Tod Hunderttausender im Irak und in Afghanistan. Ideologische Einäugigkeit ist gefährlich.

von Zecke - am 08.07.2007 14:01

Re: Focus Forum

*lol* Und jetzt hab ich mich im Focus Forum registriert und erfolgreich eingeloggt und wollte posten, da erscheint eine Schrift, nur Leute mit speziellen Rechten dürften in diesem politischen Forum posten. War also nix.
Muss aber sagen,
dass einige dort durchaus was von Chavez halten. Komischerweise stört sich bloß keiner
an dem Focus Artikel. Oder die die es störte sind bereits
gesperrt worden.:D
Und da es da auch einige Linke zu geben
scheint die mit Sicherheit nicht im Focus lesen, scheint das ein echt interessantes Forum zu sein für
Leute
die sich für Politik interessieren und darüber debattieren wollen. Leider muss ich jetzt noch rausfinden, wie ich da reinkomme.

von La Dolce Vita - am 09.07.2007 12:32

Weitere (logische) Klarstellung zur Anti-Propaganda

Die Präsidentin der Nationalversammlung Venezuelas, Cilia Flores, hat angekündigt, dass das Projekt einer Verfassungsreform nach seiner Einreichung beim venezolanischen Parlament in erster Lesung verabschiedet und dann der öffentlichen Diskussion unterbreitet werden wird, denn es sei „das Volk, das mit seiner Stimme sagen wird, ob es die Reform annimmt oder nicht“.

Flores sagte, das Parlament kenne das Datum nicht, zu dem der venezolanische Präsident Hugo Chávez das Projekt zur Behandlung einreichen wird. Chávez arbeitet derzeit gemeinsam mit seinen Beratern an der Ausformulierung der vorgeschlagenen Veränderungen.

Die Parlamentarierin kritisierte zugleich, dass von Anfang an versucht worden sei, den Vorschlag einer unbegrenzten Wiederwahl des Präsidenten zu manipulieren, denn es gehe nicht um eine zeitlich unbeschränkte Amtszeit, sondern um die Möglichkeit zur wiederholten Wiederwahl. „Es ist das Volk, dass das Wort hat und mit seiner Stimme entscheidet, ob dies weitergeht und ob die Wiederwahl ermöglicht wird oder nicht.“

„Wenn ein Präsident des Land richtig geführt hat und das Volk zufrieden mit dieser Amtsführung ist, können wir ihm nicht die Möglichkeit nehmen, diesen Präsidenten wieder zu wählen“, sagte die Parlamentspräsidentin.

von Zecke - am 15.07.2007 02:23

Re: Weitere (logische) Klarstellung zur Anti-Propaganda

So kann man es natürlich auch sehen, obwohl sie im Grunde natürlich Recht hat. Gerade für ein Land wie Venezuela, das extrem bedroht ist, von den "Großen" dieser Welt verschlungen und ausgebeutet zu werden. Ich hab da allerdings 2 Sachen, die ich noch gern von dir wissen möchte. Es geht dabei ebenfalls um Chavez.
Im Falle der USA ist es allerdings ein Segen, dass Bush jetzt nicht noch 20
weitere Jahre,
angeblich demokratisch gewählte (wer's glaubt werde selig),
im weißen Haus hocken wird.

von La Dolce Vita - am 15.07.2007 12:43

Re: Weitere (logische) Klarstellung zur Anti-Propaganda

So kann man es nicht sehen. Die Presse verbreitet mal wieder (bewusst?) Falschinformationen. So wie der Großteil der Presse überall berichtet, glaubt der uninformierte Teil der Bevölkerung dass es eben um eine unendliche Amtszeit geht und nicht um die Möglichkeit zur unendlichen Wiederwahlmöglichkeit, wie es auch in der BRD üblich ist.
Ich persönlich halte die mehrfache Wiederwahlmöglichkeit wenn es schon diese repräsentative Demokratie geben muss für überhaupt nicht verkehrt. Und bei Bush rückt dann eben der nächste relativ bekloppte Republikaner oder Demokrat nach.

Ansonsten frag was Du fragen willst.

von Zecke - am 15.07.2007 13:00

Vorhaben zur Verfassungsänderung in Venezuela

Sechs-Stunden-Tag, Volksmilizen und Arbeiterräte - Chávez legt Verfassungsreform vor
Donnerstag, 16. August 2007

Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat gestern in der Nationalversammlung, dem venezolanischen Parlament, sein Projekt einer Reform der 1999 verabschiedeten Verfassung vorgestellt. Nach dem Vorschlag des Präsidenten sollen 33 Artikel verändert werden und damit weniger als ein Zehntel der 350 Bestimmungen. Chávez rief das Volk auf, seine Vorschläge breit auf der Straße zu diskutieren, denn es sei nicht die Reform "von Chávez", sondern des Volkes. Nach Behandlung des Projektes durch die Nationalversammlung müssen die Veränderungen in einer Volksabstimmung verabschiedet werden.

In einer über alle Radio- und Fernsehsender des Landes übertragenen Ansprache stellte Chávez die Details der Verfassungsreform vor.

So soll das Militär künftig "Bolivarianische Streitkräfte" (FAB) heissen. Dem Rückgriff auf den Namen des Befreiers Venezuelas und weiter Teile Südamerikas von der spanischen Kolonialherrschaft habe politisches, moralisches und soziales Gewicht, so Chávez. Die venezolanischen Streitkräfte müßten zutieft volkspatriotisch und antiimperialistisch sein, forderte er.

Aus der Nationalen Reserve werden dem Vorschlag zufolge die Bolivarianischen Volksmilizen, die als solche eine weitere Komponente - neben Heer, Marine, Nationalgarde und Luftwaffe - der Streitkräfte werden.

Die Reform der Verfassung 1999 bedeute eine weitere Vertiefung der Demokratie, sagte Chávez. Sie sei unverzichtbar, um den revolutionären Veränderungsprozess in Venezuela in sozialer, politischer, wirtschaftlicher Hinsicht und zur Stärkung der Demokratie zu beschleunigen.

Artikel 136 etabliert in der von Chávez vorgestellten Fassung eine Neuaufteilung der Machtsäulen des venezolanischen Staates in Volksmacht, bezirkliche Macht, staatliche Macht und nationale Macht. Während sich die öffentliche Macht in Legislative, Exekutive, Judikative, Bürgermacht und Wahlmacht aufteilt, drückt sich die Volksmacht durch die Selbstregierung der Gemeinden und Städte durch Kommunale Räte, Arbeiterräte, Bauernräte und Studentenräte sowie weiteren Einrichtungen aus.

Die reformierte Verfassung soll fünf Eigentumsformen anerkennen: öffentlich, gesellschaftlich, kollektiv, gemischt und privat. Dabei ist unter öffentlichem Eigentum der Staatsbesitz gemeint, das gesellschaftliche Eigentum gehört direkt oder indirekt dem gesamten Volk. Kollektiveigentum gehört und dient bestimmten gesellschaftlichen Gruppen oder Personen und kann gesellschaftlich oder privat organisiert sein. Daneben soll es weiterhin juristischen oder natürlichen Personen gehörendes Eigentum sowie Mischfrormen geben. Die Verfassung legt auch das Eigentum verpflichtende Parameter fest. Dazu gehört auch die Möglichkeit, Eigentum im öffentlichen Interesse zu enteignen.

Die tägliche Arbeitszeit soll dem Vorschlag des Präsidenten zufolge auf sechs Stunden am Tag beschränkt werden. Das gilt sowohl für Tag- wie für Nachtarbeit.

Dem Vizepräsidenten - künftig Erster Vizepräsident - soll eine nicht näher bestimmte Zahl von Vizepräsidenten mit regionaler Verantwortung zur Seite gestellt werden. Er erinnerte daran, dass er solche regionalen Vizepräsidenten bereits vor acht Jahren der Verfassunggebenden Versammlung vorgeschlagen habe, was damals aber nicht berücksichtig worden sei.

Die sozialen Missionen sollen ebenfalls Verfassungsrang bekommen, allerdings ohne sie dadurch zu bürokratisieren oder sie durch ein Übermaß an gesetzlichen Bestimmungen zu lähmen. Artikel 141 soll künftig die Missionen als eine alternative Form der öffentlichen Verwaltung anerkennen.

Der Großgrundbesitz, der in der geltenden Verfassung nur als "gegen das gesellschaftliche Interesse" gerichtet definiert wird, soll ausdrücklich verboten werden. Der Kampf gegen den Großgrundbesitz sei die Aufgabe aller, unterstrich Chávez, nicht allein des Nationalen Instituts für Länderein, des Landwirtschaftministers oder des Präsidenten.

Die Amtszeit des Präsidenten soll auf sieben Jahre verlängert werden, eine direkte Wiederwahl soll möglich sein. Chávez erinnerte daran, dass dies die ursprüngliche Formulierung der Verfassunggebenden Versammlung von 1999 gewesen war, bevor die derzeit gültige Regelung - sechsjährige Amtszeit und einmalige sofortige Wiederwahl - angenommen wurde. Er wies auch Kritiken zurück, er habe das Land mit diesem Vorschlag überrascht und erinnerte daran, dass er bereits am 12. August 2006, als er sich beim Nationalen Wahlrat als Präsidentschaftskandidat für die Wahl am 3. Dezember 2006 eingeschrieben hatte, den Vorschlag einer solchen Verfassungsänderung unterbreitet habe. Chávez wies auch darauf hin, dass eine Wiederwahl natürlich immer von der Unterstützung des Volkes abhängt.

(www.venezuela-aktuell.de)





von Zecke - am 16.08.2007 12:12

Dazu im Focus

Venezuela

Chavez will ewig regieren können

Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat seine Vision des „Sozialismus für das 21. Jahrhundert“ vorgestellt. Sie sieht vor, dass er beliebig oft wieder gewählt werden kann.

In einer Ansprache vor dem Parlament am Mittwochabend (Ortszeit) legte der linkspopulistische Staatschef einen Entwurf für eine Verfassungsreform vor. Sie sieht unter anderem die Möglichkeit zur unendlichen Wiederwahl des Präsidenten vor. Bislang war die Präsidentschaft auf zwei Amtszeiten beschränkt. Zudem plant er die Aufhebung der Autonomie der Zentralbank sowie die Kontrolle der Devisenrücklagen des Landes durch den Staatschef. Die Opposition verurteilte die Vorschläge als „faschistischen Plan“, der Venezuela nach dem Vorbild Kubas umgestalten solle.

Auch Amtsperiode soll verlängert werden

Insgesamt 33 der 350 Artikel der venezolanischen Verfassung will Chavez ändern. Das Grundgesetz des lateinamerikanischen Staates war 1999 schon einmal unter seiner Federführung umgeschrieben worden. Den neuen Vorschlägen zufolge soll das Staatsoberhaupt nicht nur beliebig oft wieder wählbar sein, sondern seine Amtsperiode auch von sechs auf sieben Jahre ausgedehnt werden. Chavez war erst im vergangenen Dezember bei Wahlen in seinem Amt bestätigt worden.

„Sie werfen mir vor, dass ich ewig an der Macht bleiben und sie allein ausüben will“, sagte Chavez in seiner Rede. „Wir wissen, dass das nicht so ist.“ Auch eine Verstärkung der Streitkräfte verlangte der Staatschef und sprach von einer „patriotischen und anti-imperialistischen“ Kampftruppe.

Chávez gegen verfassungsgebende Versammlung

Forderungen der Opposition nach der Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung wies Chavez zurück. Seine Vorschläge dürften ohne Umschweife vom Parlament verabschiedet werden, da die 167 Sitze der Volksvertretung wegen eines Wahlboykotts der Opposition im Jahr 2005 alle von Chavez-Anhängern gehalten werden. Venezuela ist der fünftgrößte Erdölexporteur der Welt. Der populistische Präsident, der sich in den vergangenen Jahren zum internationalen Wortführer gegen die Übermacht der USA stilisiert hat, will in seinem Land einen „Öl-Sozialismus“ einführen. Er regiert dabei praktisch als Alleinherrscher, seit das Parlament ihm im Januar weit reichende Befugnisse zum Regieren per Dekret übertrug.

Der einstige Fallschirmjäger-Oberst Chavez war 1998 zum ersten Mal für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt worden. Zuvor war 1992 ein von ihm unternommener Militärputsch gescheitert. Nach dem ersten Umschreiben der Verfassung 1999 wurde der Staatschef im Jahr 2000 für sechs Jahre wiedergewählt und im vergangenen Dezember erneut im Amt bestätigt.

[www.focus.de]



von Zecke - am 16.08.2007 12:14

Allianz mit London

SPIEGEL ONLINE - 21. August 2007, 14:46
URL: [www.spiegel.de]

PETRO-DOLLARS

Hugo Chávez bezahlt Londonern Bustickets

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat einen neuen Coup gelandet: Künftig erhalten benachteiligte Londoner Zuschüsse aus Caracas zu ihrem Busticket. Die Abmachung mit Bürgermeister Livingstone ist höchst umstritten.

London - Entwicklungshilfe umgedreht. Millionen von Petro-Dollars aus Venezuela machen es möglich. Einwohnern von London mit einem geringen Einkommen soll künftig die Hälfte des Fahrpreises für Busse erlassen werden, berichtet die "Financial Times" heute. Der Einjahresvertrag mit dem europäischen Arm des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns, Petróleos de Venezuela Europa, sieht eine Unterstützung von umgerechnet 24 Millionen Euro vor. Bis zu eine Million Londoner, darunter auch Behinderte oder Alleinerziehende, könnten von dem Angebot profitieren.

Die britische Metropole werde im Gegenzug Venezuelas Hauptstadt Caracas bei der Verkehrs-, Tourismus- und Städteplanung unterstützen, hatte Londons Bürgermeister Ken Livingstone am Vortag angekündigt. Kritiker warfen diesem jedoch vor, er schließe einen Pakt mit einem Diktator, der gegen die Menschenrechte verstoße. Sprecher des Bürgermeisters räumten zudem ein, die Kosten für den britischen Teil des Vertrages betrügen nur einen kleinen Bruchteil der Kosten, die Venezuela trägt.

Es sei zudem nicht verständlich, warum eine reiche Stadt wie London Geld von einem Land akzeptiere, in dem viele Menschen in Armut lebten. Das Bruttoinlandsprodukt Venezuelas beträgt weniger als ein Viertel dessen von Großbritannien. Livingstone entgegnete jedoch: "Offen gesagt, würde ich eher mit ihm (Chávez) ins Bett gehen als, wie die britische Regierung, mit (US-Präsident) George W. Bush."

Der wegen seiner Sozialprogramme in seiner Heimat wenig umstrittene Chávez schmiedet schon länger internationale Allianzen. Enge Verbindungen hegt er zu Kuba, Weißrussland und Iran. Nun auch mit London.

Zuletzt machte der Präsident, der sich als Erbe von Lateinamerikas Befreier Simón Bolívar versteht, gestern Schlagzeilen, weil er die Bewohner seines Landes künftig eine halbe Stunde früher aufstehen lassen will. Die Uhren sollen vorgestellt werden, um den Stoffwechsel anzukurbeln und damit der Arbeitskraft zugute kommen.

Schon mehrmals ließ der 53-Jährige durchblicken, noch lange regieren zu wollen - notfalls über 2030 hinaus. Vergangene Woche legte er dem Kongress einen entsprechenden Verfassungsreformentwurf vor: Er sieht die Möglichkeit einer unbegrenzten Wiederwahl vor.

von Zecke - am 21.08.2007 17:49

Infos über Ken Livingstone

Ken Livingstone
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ken Livingstone (März 2007)Kenneth Robert Livingstone (* 17. Juni 1945 in Lambeth, London) ist der Oberbürgermeister von London (Mayor of London) und Mitglied der Labour Party. Sein Spitzname lautet Red Ken (Roter Ken), dies aufgrund seiner ausgesprochen linken Politik. Er ist eine der schillerndsten politischen Figuren des Landes und hat eine Vorliebe dafür, Molche als Haustiere zu halten.

Nach seiner Schulzeit arbeitete er zuerst acht Jahre lang als Techniker in der Krebsforschung und besuchte später eine Weiterbildung als Lehrer. 1969 trat er der Labour Party bei. 1971 wurde er in die Lokalverwaltung des Stadtbezirks Lambeth gewählt, wo er Vizepräsident der Sozialwohnungskommission war (als Nachfolger des späteren Premierministers John Major). 1973 wurde er Abgeordneter des Greater London Council (GLC). 1979 kandidierte er im Wahlkreis Hampstead erfolglos als Abgeordneter des House of Commons. Zwischen 1978 und 1982 war er Bezirksrat in Camden.

Die Wahlen zum GLC am 7. Mai 1981 gewann die Labour Party unter der Führung des moderaten Andrew McIntosh. Livingstone hatte sich im Wahlkreis Paddington aufstellen lassen und wurde gewählt. Nur einen Tag später forderte er McIntosh heraus. Dank der Stimmen des linken Flügels wurde Livingstone der neue Vorsitzende des GLC.

Vorsitzender des Greater London Council
Ken Livingstone auf einen AufkleberEine der ersten Maßnahmen, die Livingstone umsetzte, war die Fahrpreissubventionierung auf Bus- und U-Bahnlinien. Obwohl das Programm Fares Fair (Faire Fahrpreise) sehr beliebt war und zu vermehrter Benützung des öffentlichen Verkehrs führte, focht die von Konservativen dominierte Verwaltung des Stadtbezirks Bromley (wo es keine U-Bahnlinien gibt) die Maßnahme an und erhielt von den Lordrichtern Recht.

Trotz dieser Niederlage blieb Livingstone für die Conservative Party ein ständiges Ärgernis. So provozierte er die Thatcher-Regierung, indem er auf einer riesigen Anzeigetafel die aktuellen Arbeitslosenzahlen zeigte, und zwar auf dem Dach der County Hall (dem Sitz der GLC), das direkt gegenüber dem Palace of Westminster liegt. Weitere Provokationen waren die Ausrufung eines „Antifaschistischen Jahres“, die Unterstützung von Friedensorganisationen und die Proklamation einer „nuklearfreien Zone“ in London. Der größte Affront war wohl die Einladung der Sinn Féin-Anführer Gerry Adams und Danny Morrison im Dezember 1982. Da ihnen die Einreise nach London aufgrund eines eilig erlassenen Anti-Terror-Gesetzes verwehrt wurde, traf Livingstone sie stattdessen in Nordirland. Nachdem Adams als Unterhaus-Abgeordneter gewählt worden war, wurde die Einreisesperre wieder aufgehoben.

Diese Aktionen machten Livingstone zu einer beliebten Zielscheibe der Presse. Die Zeitung The Sun nannte ihn Red Ken (Roter Ken) und beschrieb ihn als die „abscheulichste Person von ganz Großbritannien“. Nach den Unterhauswahlen von 1983 legte die Regierung der GLC immer mehr Steine in den Weg. So wurden z.B. sämtliche Subventionen gestrichen; ein Antrag zur Abschaffung des GLC scheiterte nur knapp. Livingstone und drei andere Stadträte traten am 2. August 1984 aus Protest zurück und erzwangen dadurch Neuwahlen. Die Kampagne lief unter dem Motto "Rettet die Demokratie in London!". Die Conservative Party stellte allerdings keinen einzigen Kandidaten auf; dies hatte eine sehr niedrige Wahlbeteiligung zur Folge, so dass die Kampagne letztlich scheiterte. Das Parlament beschloss am 15. Dezember 1984, die GLC per 31. März 1986 aufzulösen. Deren Kompetenzen erhielten teilweise die einzelnen Stadtbezirke und teilweise die Zentralregierung.


Livingstone im Unterhaus
Livingstone kandidierte 1987 erneut als Unterhausabgeordneter und wurde im Wahlkreis Brent East gewählt. Seine Rolle war auf die eines Hinterbänklers beschränkt, weil sein radikaler Sozialismus innerhalb der Partei immer weniger Anklang fand. Zu dieser Zeit bewegte sich Labour unter Neil Kinnock immer mehr zur Mitte. Die Exponenten des linken Flügels, zu den Livingstone gehörte, wurden für die „Unwählbarkeit“ der Labour Party verantwortlich gemacht. 1992 wurde Livingstone glanzvoll wiedergewählt.

Neben seiner Parlamentstätigkeit hatte er noch einige "Nebenjobs"; so war er Kandidat in Gameshows, Redner an Banketten und Restaurantkritiker für die Zeitung Evening Standard. 1995 steuerte er einige Worte zum Blur-Album The Great Escape bei.


Umstrittene Wahl
Livingstone wurde 1997 erneut als Unterhausabgeordneter bestätigt, als Labour unter Tony Blair an die Macht kam. Eines der Hauptanliegen der neuen Labour-Regierung war die Stärkung der Lokalverwaltung durch die Schaffung der Greater London Authority, mit ähnlichen Kompetenzen wie die GLC. Livingstone wurde auf die parteiinterne Kandidatenliste für die Wahl zum Mayor of London gesetzt, trotz der persönlichen Antipathie von Tony Blair, der Livingstone für ein „sozialistisches Relikt“ hielt.

Obwohl Livingstone bei der parteiinternen Kandidatenauswahl im Februar 2000 am meisten Stimmen erhielt, wurde der treue Blair-Anhänger und frühere Gesundheitsminister Frank Dobson zum Kandidaten gekürt. Dieser profitierte von einem kuriosen Wahlsystem, bei dem die Stimmen der Parlamentsabgeordneten viel stärker gewichtet wurden als jene der einfachen Parteimitglieder. Am 6. März erklärte Livingstone, dass er als Unabhängiger kandidieren würde. Am 4. April schloss ihn die Partei aus.

Die Wahl des Mayor am 4. Mai 2000 gewann Livingstone mit großem Vorsprung. Der Labour-Kandidat Frank Dobson, der von der Parteiführung angeblich zur Kandidatur gezwungen worden war, zeigte während des gesamten Wahlkampfs wenig Enthusiasmus und landete auf dem enttäuschenden dritten Platz. Das war noch hinter Steve Norris, dem Kandidaten der Konservativen (deren ursprünglicher Kandidat Jeffrey Archer wurde während des Wahlkampfs wegen Meineids angeklagt und später auch verurteilt). Livingstones Wahlsieg war für Premierminister Blair eine große persönliche Schlappe.


Londons erster Bürgermeister
Eines der Hauptanliegen Livingstones war die Modernisierung und Teilprivatisierung der London Underground. Livingstone setzte gegen den Widerstand der Ladenbesitzer auch die City-Maut London Congestion Charge durch, um das motorisierte Verkehrsaufkommen im Stadtzentrum zu reduzieren. Wegen dieser Leistung wurde er 2003 zum "Politiker des Jahres" gewählt. Livingstone erregte im Herbst des gleichen Jahres Aufsehen, als er US-Präsident George W. Bush im Vorfeld von dessen Besuch in London als "die größte Bedrohung für das Leben auf diesem Planeten" bezeichnete. Er gab gleichzeitig in der City Hall einen Empfang für „all jene, die nicht George Bush sind“ und lud dazu prominente Gegner des Irak-Kriegs ein.

Die Labour Party fürchtete, bei der zweiten Wahl zum Mayor of London noch schlechter abzuschneiden als beim ersten Mal. So wurde Livingstone im Januar 2004 wieder in die Partei aufgenommen, trotz Widerstand von prominenten Parteimitgliedern wie Finanzminister Gordon Brown, Vizepremier John Prescott und dem ehemaligen Parteivorsitzenden Neil Kinnock. Am 10. Juni 2004 wurde Livingstone mit beachtlichem Vorsprung wiedergewählt.


Zweite Amtszeit als Mayor of London
Im Februar 2005 wurde Livingstone in den Medien heftigst kritisiert. Im Dezember 2004 hatte er Oliver Finegold, einen jüdischen Journalisten vom rechtskonservativen Boulevardblatt Evening Standard, mit einem KZ-Wärter gleichgesetzt, nachdem dieser versucht hatte, Livingstone nach einem Empfang zu interviewen. Livingstone sagte dem Reporter, er solle „für eine Zeitung arbeiten, die nicht dafür bekannt ist, den Faschismus zu unterstützen“. Dies war eine Anspielung auf die im gleichen Verlag erscheinende Zeitung Daily Mail, die in den 1930ern Sympathien für den britischen und deutschen Nationalsozialismus gezeigt hatte. Der Londoner Stadtrat forderte Livingstone nach offener Abstimmung auf, sich zu entschuldigen, er verweigerte dies jedoch und bestand darauf, in Wortwahl und Inhalt richtig gehandelt zu haben. Das „Standards Board for England“ (Aufsichtsbehörde der englischen Kommunalverwaltungen) leitete aufgrund einer Beschwerde des britischen Zentralrats der Juden ein Disziplinarverfahren deswegen ein. Zunächst sollte Livingstone für ein Jahr von seinem Amt suspendiert werden und eine beachtliche Geldsumme bezahlen. Nach einer Beschwerde beim Obersten Gerichtshof darf Livingstone jedoch bis auf weiteres im Amt bleiben.

Im März 2005 sorgte er für weitere Schlagzeilen, als er in einer Kolumne für die Zeitung The Guardian den israelischen Premierminister Ariel Scharon einen Kriegsverbrecher nannte und für die Massaker in Sabra und Schatila sowie ethnische Säuberungen verantwortlich machte. Er setzte israelische Besatzungspolitik und Shoa gleich und wurde daher bezichtigt, Geschichtsrevisionismus Vorschub geleistet zu haben. Gleichzeitig lud er den Islamistischen Kleriker und Befürworter von "Selbstmordanschlägen" Yusuf al-Qaradawi zu einem offiziellen Empfang ein.

Im September 2005 setzte er sich dafür ein, auf dem Trafalgar Square eine Statue von Nelson Mandela aufzustellen: „Es gibt keinen besseren Ort für eine Statue von Nelson Mandela als unser bedeutendster Platz, so dass jede Generation die nächste an den Kampf gegen Rassismus erinnern kann“.

Livingstone engagierte sich stark für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2012 in London. Der positive Entscheid des IOC war deshalb ein großer persönlicher Erfolg. Nur einen Tag später erschütterten die Terroranschläge vom 7. Juli 2005 die Stadt. Daraufhin startete Livingstone eine Kampagne, um den Multikulturalismus der Stadt zu betonen und bei den Stadtbewohnern ein Gefühl der Einheit zu schaffen.


von Zecke - am 21.08.2007 18:15

Re: Infos über Ken Livingstone

Ich? Du hast vielleicht Ideen :D! Also ich würde mich ja vielleicht darauf einlassen und in Erwägung ziehen, die Artikel eventuell zu lesen, wenn du dich etwas kürzer fassen würdest. Den Artikel, den du um 14.46 Uhr gepostet hast, habe ich sogar gelesen, aber der letzte ist echt ein bisschen happig für jemanden, der sich nicht sooo brennend für Südamerika interessiert, zumal er ja auch nur indirekt etwas mit dem Thema zu tun hat, wie ich der Überschrift entnehme.
Was findet du an Südamerika eigentlich so interessant? Oder beneidest du die Südamerikaner lediglich um ihre politischen Verhältnisse, weil die so schön sozialistisch sind? Dann gebe ich dir einen heißen Tipp: AUSWANDERN!!! ;-)




von Sparvöga - am 21.08.2007 21:18

Re: Infos über Ken Livingstone

Ach, der Londoner Bürgermeister ist doch echt interessant.

Ich finde halt, dass in Teilen Lateinamerikas seit einiger Zeit eine einmalige Entwicklung stattfindet, die dort erstmalig in dieser Art ist und auch ansonsten recht einzigartig ist und eine neue Richtung auch allgemein sein kann. Außerdem sehe ich dadurch in Lateinamerika eine Tendenz zu einem Staaten-System, wo wir in Europa schon eine Spur weiter mit sind. Davon abgesehen finde ich aber auch die Länder und ihre Geschichte generell ganz interessant. Und gerade Kuba ist ja alleine wegen ihrem seit Jahrzehnten andauernden David-gegen-Goliath-Kampf gegen die USA was Einzigartiges auf der Welt. Außerdem kann ich gerade beim Thema "Lateinamerika" durch die Geschichte und die Gegenwart sehr ausführlich meinem Hobby "Anti-Amerikanismus" fröhnen. *g*

von Zecke - am 21.08.2007 21:32

Re: Infos über Ken Livingstone

Zitat
Zecke
Ach, der Londoner Bürgermeister ist doch echt interessant.


So, isser das? Also wie gesagt, der Artikel ist mir zu lang und der Oberbürgermeister interessiert mich auch nicht sooo sehr! Wobei London an sich natürlich schon nett ist (wenn auch etwas zu groß und zu teuer)! Das will ich ja nicht abstreiten *g*!

Zitat
Zecke
Ich finde halt, dass in Teilen Lateinamerikas seit einiger Zeit eine einmalige Entwicklung stattfindet, die dort erstmalig in dieser Art ist und auch ansonsten recht einzigartig ist und eine neue Richtung auch allgemein sein kann.


Und die wäre?

Zitat
Zecke
Davon abgesehen finde ich aber auch die Länder und ihre Geschichte generell ganz interessant.


Und was ist an diesen Ländern noch interessant, wenn man mal von Geschichte und Politik absieht? Mich würde in diese Regionen ja rein gar nichts ziehen. Aber gut, jeder ist ja anders....Mir wäre es dort zu heiß, zu unsicher und überhaupt.

Hast du eigentlich noch mal den Link zu dem Film?

von Sparvöga - am 21.08.2007 21:54

Re: Infos über Ken Livingstone

Halt der Weg zu einer neuen Form des demokratischen Sozialismus. Und erstmalig wirklich Tendenzen zur Basisdemokratie in Lateinamerika. Plus Loslösung vom nordamerikanischen Imperialismus. Leider nur in Schlagworten, sonst müsste ich hier Seiten füllen...

Also die Landschaft ist auch recht schön und die Kultur interessant. Oder was willst Du jetzt sonst noch hören? ;-)

Nee, den Link habe ich leider grad nicht. Und meine CD ist auch beschädigt, so eine Scheiße...

von Zecke - am 22.08.2007 15:12

Re: Infos über Ken Livingstone

Zitat
Zecke
Halt der Weg zu einer neuen Form des demokratischen Sozialismus....


Demokratischer Sozialismus? Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass so was funktioniert *g*.

Zitat
Zecke
Also die Landschaft ist auch recht schön und die Kultur interessant. Oder was willst Du jetzt sonst noch hören? ;-)


Was der Lehrer hören will, ist uninteressant :D!

Nee, also ich will nix Bestimmtes hören. Du sagtest, dass du die Länder generell interessant findest. Drum wollte ich wissen, was du daran toll findest. Gibt ja unterschiedliche Aspekte, die einem gefallen können! Musik, Literatur, Lebensart, Landschaft, Sprache, die Art der Menschen, der Baustil...was weiß ich. Muss man doch wissen, was einem an einem Land gefällt! Ich schreibe doch auch nicht einfach, dass ich Schottland toll finde.

Zitat
Zecke
Nee, den Link habe ich leider grad nicht. Und meine CD ist auch beschädigt, so eine Scheiße...


So'n Pech aber auch....Weißt du auch nicht, auf welcher Seite du den Film gefunden hast?

von Sparvöga - am 22.08.2007 18:13

Re: Allianz mit London

Jetzt wo ich meinen Post lese, stelle ich erst fest, dass dieser eine Mischung ist aus dem was ich erst schreiben wollte und nem anderen Gedanken... :eek:
Das wäre eigentlich eine Edit wert gewesen...
Verstanden hab ich den Text schon, mich nur völlig anders ausgedrückt (es war wohl noch zu früh...)
In London bedürftig zu werden, is ja auch keine Kunst (kann man das auch als Londoner-viel-Touri beantragen, ich komm mir auch immer ziemlich bedürftig da vor... :joke:), daher "wohnt" auch in ungefähr jedem 3. Hauseingang ein Obdachloser.

von Opelgang - am 23.08.2007 07:38

Re: Infos über Ken Livingstone

Wie gesagt, ich fand die Darstellung der Punks viel zu negativ klischeehaft. Ich erinnere mich aber auch nicht mehr so wirklich stark an den Film, weiß noch dass sie in Köln an der Domplatte und so gedreht haben.

"Wie Feuer und Flamme" geht um die Punk-Szene in der DDR und um die Liebe eines Ost-Punksängers und einem Westmädel. Soweit ich das weiß, teilweise nach 'ner wahren Begebenheit.

Infos:
[www.x-filme.de]



von Zecke - am 25.08.2007 18:16

Re: Infos über Ken Livingstone

Zitat
Zecke
Wie gesagt, ich fand die Darstellung der Punks viel zu negativ klischeehaft.


Klischeehaft ja. Negativ? Mmm würde ich nicht unbedingt sagen. Ich fand, dass Engel in gewisser Weise ein recht sympathischer Kerl war. Mit dem konnte man regelrecht mitfühlen....

Zitat
Zecke
Ich erinnere mich aber auch nicht mehr so wirklich stark an den Film, weiß noch dass sie in Köln an der Domplatte und so gedreht haben.


Jepp!

Zitat
Zecke
"Wie Feuer und Flamme" geht um die Punk-Szene in der DDR und um die Liebe eines Ost-Punksängers und einem Westmädel. Soweit ich das weiß, teilweise nach 'ner wahren Begebenheit.

Infos:
[www.x-filme.de]


Werde ich mir mal ansehen...!
Aber was DDR-Filme angeht, liegt "Sonnenallee" sowieso vorne :D!


So, bin dann mal weg für heute... ;-)! Wünsche noch einen schönen Samstag :-)!

von Sparvöga - am 25.08.2007 18:25

Re: Infos über Ken Livingstone

Seit wann sind Drogen und Saufen etwas Negatives für dich??? Wirst du jetzt auch so ein Spießer wie ich ;-)?

Wie gesagt, ich fand, dass der Typ aber auch seine positiven Seiten hatte. Damit meine ich zum Beispiel, dass er das Baby akzeptiert hat, das ja offenbar nicht von ihm war, dass er sich aufrichtig darum bemüht hat, für die kleine Familie eine Wohnung und einen Job zu finden,...Insofern würde ich das gar nicht so negativ sehen. Unsympathisch erschienen einem doch eher die Normalbürger, die dem Paar solche Schwierigkeiten bereitet haben. Also zum Beispiel die Tante aus dem Wohnheim, die Engel dort nicht geduldet hat. Oder die, die ihm keinen Job gegeben haben.

Ich habe Stadlober den Punk schon abgenommen, aber gut, vielleicht kann ich das auch nicht so gut beurteilen.... Warum siehst du das anders? War Stadlober nicht auch mal in der Szene (oder ist es sogar noch)? Hat der nicht auch eine Band? Jana Pallaske doch auch, oder?

Was war am Donnerstag? Muss ja heftig gewesen sein, wenn du deswegen noch den Samstagabend auf dem Sofa verbringst... ;-)! Tja, wirst halt auch nicht jünger :D!








von Sparvöga - am 26.08.2007 08:49

Re: Infos über Ken Livingstone

Die sind nicht zwingend was negatives, aber wenn man eine Sache darauf reduziert schon. Klar waren die Typen teilweise positiv dargestellt. Aber die positiven Seiten des Punks wurden meines Wissens damals nicht hervorgehoben. Aber ich erinnere mich halt auch kaum noch an den Film.

Stadlober spielt in irgendeiner Band, hat aber nicht so sonderlich viel mit Punk zu tun, soweit ich ihn einschätzen kann. Die Pallaske spielt in einer "richtigen" Punkband soweit ich weiß und die würde ich gerne mal backstage kennenlernen. *g*

[de.wikipedia.org]

[de.wikipedia.org]

Donnerstag haben wir im Kölner Underground mit Leftöver Crack gespielt und ich habe die restliche Nacht in meiner Stammkneipe verbracht. Der Grund dafür dass der Samstag im Eimer war, war aber dass ich in der Nacht zum Samstag auch erst wieder nach 6 Uhr im Bett war, nachdem Bandsitzung und noch das ein oder andere anstand. ;-)


von Zecke - am 26.08.2007 15:24

Re: Infos über Ken Livingstone

Zitat
Zecke
Aber die positiven Seiten des Punks wurden meines Wissens damals nicht hervorgehoben.


Welche sollten das deiner Meinung denn sein?

Zitat
Zecke
Die Pallaske spielt in einer "richtigen" Punkband soweit ich weiß und die würde ich gerne mal backstage kennenlernen. *g*


Na dann mal ran :D! Kannst ja mal ein gemeinsames Konzert anregen. Aber hey, das Mädel ist einige Jahre älter als du.... *gg*!



von Sparvöga - am 26.08.2007 20:29

Re: Infos über Ken Livingstone

Die einstellungsmäßige Überzeugung, die Fähigkeit in D.I.Y.-Manier einiges auf die Beine stellen zu können, die Fähigkeit Initiative zu ergreifen und solche Dinge. Ich erinnere mich wie gesagt nicht mehr sonderlich an den Film, aber ich glaube da hat so was nicht wirklich stattgefunden, oder?

Das Problem ist dass sich die Band wohl auflöst. Ich hab die auch noch nie gehört. Und zu dem anderen, na ja, das ist eigentlich auch mal nötig wenn man sich die letzten zwölf Monate so anschaut... *g*

von Zecke - am 26.08.2007 20:49

Re: Infos über Ken Livingstone

Ist doch eigentlich normaler Preis.
Wenn man den Film mag, ist der Soundtrack ganz gut. Ist zwischendurch aber halt auch nicht nur reines Song-Material. Was drauf ist, dafür müsste ich die CD mal suchen, meine Sampler sind hier noch nicht sortiert. Auf jeden Fall Dead Kennedys, The Stranglers und drei oder vier alte DDR-Punksongs neu aufgenommen von welchen die am Film mitgewirkt haben, da die DDR-Bandaufnahmen viel zu schlecht waren. Und die für DDR-Punk natürlich unvermeidlichen "Wir wollen immer artig sein" von Feeling B und "Dada in Berlin" von einer Band deren Namen mir jetzt nicht einfällt.

von Zecke - am 26.08.2007 20:53

Re: Infos über Ken Livingstone

Zitat
Zecke
Die einstellungsmäßige Überzeugung,


Also über diesen Punkt kann man jetzt streiten... ;-) :D!!!

Zitat
Zecke
die Fähigkeit in D.I.Y.-Manier einiges auf die Beine stellen zu können,


D.I.Y. = Do it yourself?

Okay, das ist wirklich ein Punkt, der gut ist! Das möchte ich nicht abstreiten. In diesen Kreisen scheint es wohl üblich zu sein, dass man irgendetwas tut und nicht nur konsumiert. Das ist zumindest mein Eindruck, den ich mit der Zeit gewonnen habe.
Tatsächlich kann ich mich nicht daran erinnern, dass etwas in der Richtung in dem Film vorkam.

Zitat
Zecke
die Fähigkeit Initiative zu ergreifen und solche Dinge. Ich erinnere mich wie gesagt nicht mehr sonderlich an den Film, aber ich glaube da hat so was nicht wirklich stattgefunden, oder?


Initiative zu ergreifen, um was zu tun? Sich politisch zu engagieren? Ja, auch das ist nicht übel. Also zumindest grundsätzlich nicht. Über die Sache, für die sich engagiert wird, kann man natürlich streiten *g*.
Was die Initiative angeht: Vielleicht kam das so ein bisschen in Engels Bemühungen hervor, einen Job und eine Wohnung zu finden und eben alles zu versuchen, um seine Familie von der Straße zu bringen.

Zitat
Zecke
Und zu dem anderen, na ja, das ist eigentlich auch mal nötig wenn man sich die letzten zwölf Monate so anschaut... *g*


Klingt ganz danach, als wären die letzten 12 Monate nicht bombig gewesen....Dabei sah's doch vor etwas mehr als 12 Monaten gar nicht so schlecht aus. Daran meine ich mich zumindest erinnern zu können. ;-)

von Sparvöga - am 26.08.2007 21:04

Re: Infos über Ken Livingstone

Zitat
Zecke
Ist doch eigentlich normaler Preis.


Viele DVDs gibt's aber auch für unter 10 Euro! Als ich heute bei Amazon nachgeguckt habe, wurde gleichzeitig die "Engel + Joe"-DVD aufgelistet. Frag mich nicht warum. Wahrscheinlich, weil's um eine ähnliche Thematik geht. Die hat 7 oder 8 Euro gekostet.

Zitat
Zecke
Wenn man den Film mag, ist der Soundtrack ganz gut. Ist zwischendurch aber halt auch nicht nur reines Song-Material. Was drauf ist, dafür müsste ich die CD mal suchen, meine Sampler sind hier noch nicht sortiert. Auf jeden Fall Dead Kennedys, The Stranglers und drei oder vier alte DDR-Punksongs neu aufgenommen von welchen die am Film mitgewirkt haben, da die DDR-Bandaufnahmen viel zu schlecht waren. Und die für DDR-Punk natürlich unvermeidlichen "Wir wollen immer artig sein" von Feeling B und "Dada in Berlin" von einer Band deren Namen mir jetzt nicht einfällt.


Sagt mir jetzt alles nicht sehr viel. Aber werde ich dann ja ggf. bald feststellen, ob's gut ist. ;-)

von Sparvöga - am 26.08.2007 21:11

Re: Infos über Ken Livingstone

Zitat
Zecke
Was sah vor 12 Monaten gut aus? Eigentlich nicht wirklich.


Doch, wenn man von dem ausgeht, was du damals geschrieben hast, sah es gut aus! Und so vergesslich kannst du gar nicht sein, dass du nicht weißt, wovon ich rede. Es sei denn, du verfasst Mails im absoluten Vollrausch - wovon ich mal nicht ausgehe. Ich will hier jetzt aber auch nicht genauer werden. Hast ja damals darum gebeten...Und im Allgemeinen halte ich mich daran, wenn man mich um so was bittet.... ;-)

Zitat
Zecke
Aber wie auch immer, danach wurde es recht jung.


Soso....

von Sparvöga - am 26.08.2007 21:30

Re: Infos über Ken Livingstone

Zitat
Zecke
Ich werde halt bei meiner Unikarriere gerade etwas durch die unmöglichen Nebenfach-Zustände behindert. Und vorher kann ich nicht den letzten Vordiplomsschein machen und auf Bachelor wechseln und unser Studiengang läuft zeitnah aus.


Wieso? Was ist denn? Gibt's mal wieder Pflichtveranstaltungen, die gleichzeitig ablaufen, sowieso hoffnungslos überfüllt sind und dann nicht mal jedes Semester angeboten werde`n?

von Sparvöga - am 26.08.2007 21:32

Re: Infos über Ken Livingstone

Meine Nebenfachkarriere ist eine einzige Katastrophe.
Im ersten Semester wurde uns vom Geschichte-Nebenfach-Kontaktmenschen gesagt, dass man zwei Vorlesungen, eine Übung sowie ein Proseminar besuchen müsse im Grundstudium. Happiges Programm. Also habe ich im zweiten Semester die zwei Vorlesungen und die Übung besucht. Anfang des dritten Semesters hieß es dann, dass die Regularien geändert wurden. Jetzt müsse man ein Proseminar und ein Hauptseminar besuchen. Das andere brachte mir nichts mehr. Also fingen wir im dritten Semester ein Proseminar bei einem unfähigen Professor an, wo fast niemand die Hausarbeit abgegeben hat. Ich auch nicht. Im vierten Semeste hab ich in einem anderen Proseminar einen weiteren Anlauf übernommen und habe die Hausarbeit u.a. durch die Nazischeiße und einen unerwarteten Umzug nicht fertigbekommen. Daraufhin hatte ich nach den Erfahrungen von Geschichte erst mal die Schnauze voll und wollte auf VWL wechseln. Vor dem fünften Semester konnte mir der Ansprechpartner von VWL nicht sagen, was ich besuchen müsste. Während des sechsten Semesters stellte sich dann heraus, dass der offiziell als VWL-Nebenfach-Ansprechpartner angegebene Professor gar nicht der Richtige ist, aber trotzdem sein Unwesen treibt. Ich habe mich dann ohne zu wissen, welche Veranstaltung die richtige ist und worüber die Prüfung geht, beim Sozialwissenschaften-Prüfungsamt für eine Klausur angemeldet, wo mir der Angestellte nicht sagen konnte, wann die geschrieben wird. Lustig dass ich mich aber laut ihm unbedingt anmelden musste. Wenige Wochen vor der Prüfung erfuhr ich dann die richtige Vorlesung, den Termin und den Stoff, habe das aber lerntechnisch nicht mehr auf die Kette bekommen und bin trotz Anmeldung nicht hingegangen weil es aussichtslos war. Nun wird in den meisten Nebenfächern, so auch in VWL, im nächstem Semester keine Veranstaltung mehr angeboten, obwohl wir unser Vordiplom noch bis Anfang 2009 machen können. Die Zuständige beim VWL-Prüfungsamt sagte mir, es werde aber auf jeden Fall im nächsten Semester eine Klausur angeboten. Der zuständige Ansprechpartner vom VWL-Nebenfach (den ich nach einigen Semestern ja jetzt rausbekommen habe...) schrieb mir aber per Mail dass das gar nicht sicher sei und dass das erst im Oktober klar wäre weil neue Institutszuständige für den Fachbereich kämen.

Mir fehlen vor dem Vordiplom noch die letzte (mündliche) Politikprüfung - die ich Mitte Oktober habe - sowie dieser scheiß Nebenfachschein und die letzte Statistik-Fachprüfung, die ich gerne im nächsten Februar schreiben würde. Aber vermutlich nicht schreiben kann, weil es eine total bescheuerte Regel gibt, dass man jeden anderen Schein (also auch den scheiß Nebenfachschein!) schon haben muss, bevor man die letzte Fachprüfung des Grundstudiums macht. Und selbst wenn ich im nächsten Semester das Nebenfach endlich erfolgreich abschließen kann, sind die Ergebnisse davon ja trotzdem nicht schon im Februar vorhanden, so dass ich Statistik mitschreiben kann.
Ach ja, ich kann mich ohne letzten erfüllten Schein zur Statistik-Klausur anmelden, darf sie aber nicht mitschreiben. Werde also im Nachhinein disqualifiziert. Auch eine Logik...

Nach dem Vordiplom möchte ich auf den Bachelor-Studiengang wechseln weil man da nach zwei zweiteren Regelsemestern fertig ist und ich erstens schnell aus dem scheiß Laden rausmöchte und ich den Diplomstudiengang zum zweiten wegen den vielen Beschäftigungen neben der Uni eh nicht mehr vor der Einstellung schaffe. Vor dem Vordplom mit individueller Anrechnung meiner erbrachten Leistungen darf ich nicht in den Bachelor-Studiengang wechseln, weil ich "nur" Fachabitur habe.
Ach ja, ich studiere zwar nicht schnell, aber ich bin noch NIE durch eine Prüfung oder Klausur durchgefallen.

Dieses Land und seine Einrichtungen sind eine unfähige Bürokratenscheiße hoch zehn.
Von den großen Ankündigungen Deines Parteifreundes Pinkie Arschwart habe ich auch nichts mehr gehört, seit die Studiengebühren da sind. Also dass man bei mangelhaftem Service und so seine Kohle zurückverlangen kann. Stattdessen wird es immer schlimmer.

von Zecke - am 26.08.2007 21:55

Re: Infos über Ken Livingstone

Also ein Kreuz habe ich mir nun auch nicht in den Kalender gemacht, aber es dürfte hinkommen. Ich meine zumindest, das zeitlich kurz nach dem Release-Konzert und noch so ein paar anderen Begebenheiten ansiedeln zu können. So um den Dreh halt. Außerdem zog sich das ja sowieso über einen längeren Zeitraum hin.
Aber ist vielleicht auch besser, diese Diskussion zu beenden, weil sie schon damals zu nichts geführt hat und vermutlich wohl auch jetzt wieder zu nichts führen würde. Standpunkte waren ja klar....Ich sehe vieles (oder zumindest einiges) immer noch so, du vermutlich auch...und naja... Und ins Forum gehört die Diskussion eigentlich sowieso auch nicht!
Und überhaupt ertappe ich mich gerade dabei, dass ich von einem Grundsatz abweiche...*lol*!

So, das andere Posting ist zu lang, um es jetzt noch zu beantworten! Werde ich dann ggf. morgen oder die Tage tun.

Gute Nacht!




von Sparvöga - am 26.08.2007 22:36

Re: Infos über Ken Livingstone

So, dann will ich mal eben schnell das hier beantworten, bevor ich wieder weg muss....

Zitat
Zecke
Im ersten Semester wurde uns vom Geschichte-Nebenfach-Kontaktmenschen gesagt, dass man zwei Vorlesungen, eine Übung sowie ein Proseminar besuchen müsse im Grundstudium. Happiges Programm.


Was ist daran happig? Was ist das normale Pensum im Nebenfach? Ich kenne ja so was wie Nebenfächer nicht!

Zitat
Zecke
Also habe ich im zweiten Semester die zwei Vorlesungen und die Übung besucht. Anfang des dritten Semesters hieß es dann, dass die Regularien geändert wurden. Jetzt müsse man ein Proseminar und ein Hauptseminar besuchen.


Was eine Unverschämtheit ist! Aber müsste es nicht so sein, dass du nach der Studienordnung studierst, nach der du angefangen hast?

Zitat
Zecke
Im vierten Semeste hab ich in einem anderen Proseminar einen weiteren Anlauf übernommen und habe die Hausarbeit u.a. durch die Nazischeiße und einen unerwarteten Umzug nicht fertigbekommen.


Hättest du's nicht wenigstens probieren können? Gab auch schon Fälle, wo ich Hausarbeiten in ein paar Tagen zusammengeschrieben habe. Für die eine Hauptseminarsarbeit hatte ich nicht mal den gesamten Text gelesen, sondern mir eine Inhaltsangabe besorgt und daraus erschlossen, welche Passagen wohl die wichtigen sind *lol*. Hat alles funktioniert :D! Wenn's terminlich eng wird, muss man das schon mal so machen. Hätte ich die Arbeit nicht bestanden, wär's halt Pech gewesen. Ich wollte es aber nicht unversucht lassen.

Zitat
Zecke
Daraufhin hatte ich nach den Erfahrungen von Geschichte erst mal die Schnauze voll und wollte auf VWL wechseln.


Du bei den Wirtschaftsleuten? Ist das ein Scherz??? :D


Zitat
Zecke
Mir fehlen vor dem Vordiplom noch die letzte (mündliche) Politikprüfung - die ich Mitte Oktober habe - sowie dieser scheiß Nebenfachschein und die letzte Statistik-Fachprüfung, die ich gerne im nächsten Februar schreiben würde. Aber vermutlich nicht schreiben kann, weil es eine total bescheuerte Regel gibt, dass man jeden anderen Schein (also auch den scheiß Nebenfachschein!) schon haben muss, bevor man die letzte Fachprüfung des Grundstudiums macht. Und selbst wenn ich im nächsten Semester das Nebenfach endlich erfolgreich abschließen kann, sind die Ergebnisse davon ja trotzdem nicht schon im Februar vorhanden, so dass ich Statistik mitschreiben kann.
Ach ja, ich kann mich ohne letzten erfüllten Schein zur Statistik-Klausur anmelden, darf sie aber nicht mitschreiben. Werde also im Nachhinein disqualifiziert. Auch eine Logik...


Das ist halt Uni! Kannste voll in die Tonne hauen! Reine Bürokratie, die zu nichts führt.

Zitat
Zecke
und ich erstens schnell aus dem scheiß Laden rausmöchte


Kann ich ja gar nicht verstehen.... :D!!!

Zitat
Zecke
Vor dem Vordplom mit individueller Anrechnung meiner erbrachten Leistungen darf ich nicht in den Bachelor-Studiengang wechseln, weil ich "nur" Fachabitur habe.
Ach ja, ich studiere zwar nicht schnell, aber ich bin noch NIE durch eine Prüfung oder Klausur durchgefallen.


Da kann man nur hoffen, dass die Studiengebühren wenigstens etwas Gutes bewirken: Das sich die Zustände an den Unis verbessern!!!


Bis denne!


von Sparvöga - am 27.08.2007 15:22

Re: Infos über Ken Livingstone

Das normale Programm im Nebenfach ist ein Schein im Grundstudium und der Rest im Hauptstudium. In Geschichte sollte man schon alles vom Studium außer der Abschlussprüfung im Grundstudium machen.

Das mit der Studienordnung dachte ich auch. Allerdings gibt es für ein Nebenfach ja gar nicht so richtig eine Studienordnung, das kann die Nebenfachleitung mehr oder weniger beliebig festlegen und ob man dann überhaupt vom richtigen Menschen die richtige oder falsche Information bekommen hat, weiß man auch nicht. Allerdings hatte ich diese Anfangs-Bekanntgabe der vier Scheine schwarz auf weiß vorliegen.

Na ja, VWL nicht BWL. Im Endeffekt dann ja auch nur für einen Schein. Aber wohl fühle ich mich dabei bestimmt nicht...

Die Situation verbessern? Du glaubst auch an den Weihnachtsmann, wa? Das einzige was sich verbessern wird, ist dass die Studenten eher Bescheid wissen werden und sich die Infos nicht erst an den unfähigen Stellen holen müssen. Aber das liegt nicht an den Studiengebühren, sondern an den neuen verschulten Studiengängen. Und dabei gibt es dann auch neue Probleme und vor allem die Tatsache, dass das kein freies Studium im eigentlichen Sinne mehr ist.



von Zecke - am 27.08.2007 15:42

Re: Infos über Ken Livingstone

Zitat
Zecke
Das normale Programm im Nebenfach ist ein Schein im Grundstudium und der Rest im Hauptstudium.


Okay, das ist dann natürlich ein gewaltiger Unterschied! Ich konnte das nicht so einschätzen, weil es in meinem Studiengang ja keine Nebenfächer gab!

Zitat
Zecke
In Geschichte sollte man schon alles vom Studium außer der Abschlussprüfung im Grundstudium machen.


Und welchen Sinn hat das? Muss man nicht verstehen, oder?

Zitat
Zecke
Das mit der Studienordnung dachte ich auch. Allerdings gibt es für ein Nebenfach ja gar nicht so richtig eine Studienordnung, das kann die Nebenfachleitung mehr oder weniger beliebig festlegen


Bitte? Das ist ja noch schöner! Der Student muss doch irgendetwas Schriftliches in der Hand haben, auf das er sich im Zweifelsfall berufen kann! Unmöglich....

Zitat
Zecke
Allerdings hatte ich diese Anfangs-Bekanntgabe der vier Scheine schwarz auf weiß vorliegen.


Ist das überhaupt rechtens, dann im Nachhinein etwas anderes zu verlangen? Hast du mal beim AStA nachgefragt?

Zitat
Zecke
Na ja, VWL nicht BWL. Im Endeffekt dann ja auch nur für einen Schein. Aber wohl fühle ich mich dabei bestimmt nicht...


Ist denn da so ein großer Unterschied von den Studenten her ;-)? Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, dass da ähnliche Typen rumlaufen *g*. Irgendwann musste ich in meiner studentischen Laufbahn mal ins Juridicum. Das war auch eine ganz andere Welt :D! Vor allem dann, wenn man gerade von den Philosophen kam, wo die irrsten Gestalten herumliefen ;-) :D!

Zitat
Zecke
Die Situation verbessern? Du glaubst auch an den Weihnachtsmann, wa?


Man darf doch wohl mal ein bisschen träumen, oder nicht ;-)?


von Sparvöga - am 27.08.2007 18:12

Re: Infos über Ken Livingstone

Nö, muss man nicht verstehen. Aber was muss man da schon verstehen?

Wenn niemand Ahnung davon hat, kann man ja auch nirgendwo sinnvoll nachfragen. Ich muss jetzt mal ein Protestschreiben gegen die Nebenfachvorgänge aufsetzen. Nur weiß man als Student ja noch nicht mal, wo man überhaupt gegen so was protestiert. Die sollen einfach sagen, ich kann mir den einen Schein schenken oder ich kann die andere Prüfung vorher machen und super.

von Zecke - am 27.08.2007 18:20

Re: Infos über Ken Livingstone

Weißt du was? Ich gebe dir mal einen ganz heißen Tipp: Sieh zu, dass du so schnell wie möglich mit der Uni fertig wirst...! Das ist die einzige Lösung. Und dann nix wie weg. Was meinst du, wie oft ich mich geörgert habe. Irgendwann war ich mal für eine Sprechstunde angemeldet. Die fing aber sage und schreibe 1 Stunde und 30 Minuten später an, weil Frau Dr. Prof. ja mit einer anderen Frau Dr. Prof. noch etwas besprechen musste. Und weil man Frau Dr. Prof nicht warten lassen kann, lässt man lieber die doofen Studenten warten! Ich hatte so eine Wut im Bauch! Da habe ich einfach ein Blaat von meinem Collegeblock genommen und das alles aufgeschrieben, um mich abzureagieren. Ich glaube, sonst hätte ich vor der Tür einen Tobsuchtsanfall bekommen! Mit solchen Mitteln muss man sich da einfach über Wasser halten!

von Sparvöga - am 27.08.2007 18:30

Ein paar Worte zum Film "Wie Feuer und Flamme"...

Hey!!! Ich habe mir die Tage endlich mal den Film „Wie Feuer und Flamme“ angesehen. Im Großen und Ganzen hat er mir richtig gut gefallen! War auf jeden Fall ein guter Tipp von dir :-)!!!

Ich finde, dass anhand eines Einzelschicksals sehr schön deutlich wurde, was die Mauer bedeutet hat und wie grausam und entwürdigend dieser Staat mit Menschen verfahren ist, die nicht ins Konzept passten.
Da wäre zum einen die erniedrigende Behandlung von Nele, als sie ausgewiesen wurde...Zum anderen fand ich es menschenverachtend, wie mit den Punks umgegangen wurde. Das betraf natürlich insbesondere die Verhaftung und die Haftbedingungen, aber auch die Aussage, dass Captain nun wieder „fast wie ein Mensch“ aussehe, und die Anweisung, dass mit diesen „Figuren“ nicht zart umzugehen sei. Erschreckend auch, mit welcher Brutalität die Wächter im Gefängnis vorgegangen sind! Ich befürchte, dass sich das in DDR-Gefängnissen wirklich so zugetragen hat. Dass Konzerte in Kirchen gespielt wurden, dürfte ebenfalls der Realität entsprechen, oder? Was ich ebenso heftig fand war, dass es offenbar unter den Punks auch Verräter gab! Schlimm auch der Vater, für den sein Sohn tot war. Ich war in dem Moment drauf und dran, die Taschentücher zu zücken :D, weil ich dachte, sie hätten Captain vielleicht im Gefängnis umgebracht oder so! Bei den Methoden, die dort angewandt wurden, hätte das ja sein können....

Nachdem ich all das noch einmal vor Augen geführt bekommen habe, frage ich mich wirklich umso mehr, wieso ausgerechnet du eine Partei wählst, die die Nachfolgepartei der SED ist....Ist für mich völlig unbegreiflich!!! Unter denen hättest du doch dieselben Probleme gekriegt, wenn du zu dieser Zeit in diesem bescheuerten Staat gelebt hättest! Und jetzt trägst du deine Stimme zu denen....

Aber um noch mal auf den Film zurückzukommen! Ich fand, dass es am Anfang ein bisschen schnell zwischen den beiden ging. Außerdem habe ich mich gefragt, was Nele beim ersten Zusammentreffen an Captain fasziniert hat und umgekehrt. Ich meine, normalerweise sollte man ja annehmen, dass sie eher nach anderen Typen Ausschau hält und er überhaupt kein Interesse an einem Mädchen im Blümchenkleid hat. Das war so ein Punkt, der meiner Meinung nach nicht so gut herausgearbeitet wurde.

Die illegale Einreise auf dem Schiff war für meinen Geschmack ebenfalls etwas unrealistisch. Andererseits zeigt sie aber vielleicht auch, wie ausweglos die Situation in Wirklichkeit gewesen wäre. Da muss man schon zu solchen Mitteln greifen, um die Geschichte schließlich doch noch zu einem glücklichen Ende zu bringen :-)! Im Übrigen denke ich, dass ein Spürhund Nele normalerweise in dem Rohr gefunden hätte....

Die Musik war übrigens auch nicht schlecht!


von Sparvöga - am 03.09.2007 07:16

Re: Ein paar Worte zum Film "Wie Feuer und Flamme"...

Ja, es musste bei Konzerten auf die Kirchen ausgewichen werden.
Dass es Verräter gab, halte ich jetzt für nicht besonders ungewöhnlich. Junge Leute, die unter Druck gesetzt werden, da ist so was überall möglich.
Ja, das mit dem Schiff war das was ich damals auch überzogen fand.

Und nun zur Linken:
Ich bin ja gespannt, ob diese Vorwürfe irgendwann mal aussterben, wenn es sich biologisch erledigt haben müsste...
Erstens ist es keine Schande, als überzeugter Kommunist in die DDR gegangen zu sein und Parteimitglied geworden zu sein. Die Ideologie war nichts unrechtes, die Ausführenden waren so.
Zweitens muss man die heutige Mitgliederstruktur aufschlüsseln: Erstens sind da die ehemaligen WASG-Mitglieder sowie jetzige Neumitglieder, die gar nichts mit der PDS zu tun hatten. Zweitens sind da Aktivisten, die erst nach der Wende Mitglied der PDS wurden. Und drittens sind da Aktivisten, die zwar in der SED Mitglied waren, aber nicht an führender Stelle. Die großen Schuldigen wurden nach der Wende ausgeschlossen. Die höchsten Übriggebliebenen dürften noch Modrow und Gysi sein. Hast Du mit denen ein Problem? Das ganze soll auch nicht verharmlosen, dass manche der heutigen Linken damals in Stasi-Diensten standen. Aber das standen auch andere. Es ist heute kein großer Teil der Partei.
Drittens hat sich die Europäische Linke (deren Mitglied auch Die Linke ist) sich immer wieder explizit gegen den Stalinismus ausgesprochen und den real exististierten Sozialismus in der Sowjetunion und seinen Satellitenstaaten als Unrecht, Fehler und gegensätzlich zu ihren aktuellen Zielen bezeichnet. Heute wird auf die Zivilgesellschaft Wert gelegt. Auch den Angeboten der unsäglichen MLPD zur Zusammenarbeit wurde aus eben diesen Gründen immer eine Absage erteilt.
Viertens ist dieses schwarz-weiße DDR-Bashing auch nicht der letzte Schluss. Wenn man die Vorteile der BRD mit denen der DDR im Osten vielleicht etwas gekreuzt hätte anstatt etwas in Form von einer Annektierung vorzunehmen, sähe heute vielleicht einiges anders aus. Hier zählt mal der Satz, dass auch nicht alles schlecht war... Ohne die Menschenrechtsverletzungen verharmlosen zu wollen.
Fünftens ist diese Partei inhaltlich im Moment die einzige ernstzunehmende Partei mit Erfolgsaussichten für einen Linken. Und durch die Umstrukturierung zu einer neuen Partei und die Entwicklung neuer Strukturen im Westen, dem Mitgliederzuwachs durch die Aufbruchstimmung und die Auflösungserscheinungen der SPD ist es der Moment, um diese Partei zu unterstützen und sie versuchen zu beeinflussen. Zum einen, nicht in alten volksfernen Dogmatismus zu verfallen und zum zweiten sich nicht anpassen zu lassen und der Macht zu erliegen. Ich sehe lediglich das zweite als deutliche Gefahr an. Aber gerade zu dieser Zeit sind die entscheidenden Momente in dieser Partei, die die Richtung vorgeben.





von Zecke - am 04.09.2007 16:36

Re: Ein paar Worte zum Film "Wie Feuer und Flamme"...

prima ,danke dafür!
besser kann man es kaum sagen!
ich bin schon seit 35 jahren dabei dauernd irgendwelche vorurteile aus der welt zu räumen*g*
aber ich muss doch sagen das es heutzutage leichterfällt weil die leute erstens mehr drüber wissen(etwas zumindest)und zweitens auch mal zuhören.
damals galt "linkssein" als aussenseiterkram,man war verpönt,wurde verprügelt und gejagt beim flyer verteilen.
die leute meinten,das es ihnen gutgeht,kwasi keine veränderung not tat.
und immer schön die nase hoch gegenüber den ostlern.
beliebtestes klischee war ja immer:die haben nichmal bananen*g*
antwort von mir:und du hast kein geld um bananen zu kaufen;wonach immer ein dämliches gesicht kam*fg*


von saw - am 04.09.2007 17:04

Re: Ein paar Worte zum Film "Wie Feuer und Flamme"...

Zitat
Zecke
Ich bin ja gespannt, ob diese Vorwürfe irgendwann mal aussterben, wenn es sich biologisch erledigt haben müsste...


Ist nur die Frage, ob du das erleben wirst ;-), denn die Leute, die in deinem Alter sind, sind ja unter Umständen selbst noch in der DDR aufgewachsen oder halt im Westen, mit dem Wissen, dass es da noch einen anderen deutschen Staat gibt, in dem es den Menschen nicht so gut geht! Ich würde sagen, du musst schon sehr alt werden, um den Tag mitzuerleben, an dem der letzte Zeitzeuge gestorben ist. Insofern finde ich das echt gut, wenn du schreibst "ich bin gespannt" :D!

Abgesehen davon finde ich, dass das eine berechtigte Frage meinerseits ist! Ich verstehe ja eh schon nicht, wie man ernsthaft vom Sozialismus überzeugt sein kann. Ich verstehe es aber noch viel weniger, wenn man selbst zu einer Gruppe gehört, die in einem sozialistischen Staat ernsthafte Probleme hatte...

Zitat
Zecke
Erstens ist es keine Schande, als überzeugter Kommunist in die DDR gegangen zu sein und Parteimitglied geworden zu sein. Die Ideologie war nichts unrechtes, die Ausführenden waren so.


Ach ja, es ist also nichts Unrechtes, wenn ich die sogenannten Kapitalisten ihres Eigentums beraube und es verstaatliche....?!
Und überhaupt widerstrebt mir diese ganze Gleichmacherei! Natürlich sind die Menschen gleich, aber es kann nicht jeder an der gleichen Stelle ankommen ;-)! Ich finde den Sozialismus einfach ungerecht, weil die Leistung des Einzelnen nicht ausreichend berücksichtigt wird.
Und wieso mussten denn so schlimme Methoden angewandt werden, um die Menschen im Land zu halten...??? Weil die alle so glücklich und zufrieden waren...?

Zitat
Zecke
Und drittens sind da Aktivisten, die zwar in der SED Mitglied waren, aber nicht an führender Stelle.


Ist doch wurscht, sie waren in der Partei drin....Das würde mir schon reichen....

Zitat
Zecke
Die höchsten Übriggebliebenen dürften noch Modrow und Gysi sein. Hast Du mit denen ein Problem?


Ja :D! Ich habe mit der ganzen Partei ein Problem *gg*!

Zitat
Zecke
Das ganze soll auch nicht verharmlosen, dass manche der heutigen Linken damals in Stasi-Diensten standen. Aber das standen auch andere.


Macht die Sache auch nicht besser, dass da auch andere standen! Kommt mir so vor wie bei kleinen Kindern: "Der hat aber auch....!"

Zitat
Zecke
Wenn man die Vorteile der BRD mit denen der DDR im Osten vielleicht etwas gekreuzt hätte anstatt etwas in Form von einer Annektierung vorzunehmen, sähe heute vielleicht einiges anders aus. Hier zählt mal der Satz, dass auch nicht alles schlecht war... Ohne die Menschenrechtsverletzungen verharmlosen zu wollen.


Mich würde interessieren, welche Vorteile du gerne vereint hättest!

Zitat
Zecke
Fünftens ist diese Partei inhaltlich im Moment die einzige ernstzunehmende Partei mit Erfolgsaussichten für einen Linken.


Aber auch nur für einen Linken... ;-)!


Du hast mir aber noch gar nicht verraten, warum dir der Film "Wie Feuer und Flamme" so gut gefällt :-)!




von Sparvöga - am 05.09.2007 14:34

Re: Ein paar Worte zum Film "Wie Feuer und Flamme"...

Zitat
saw
ich bin schon seit 35 jahren dabei dauernd irgendwelche vorurteile aus der welt zu räumen*g*


Welche Vorurteile? Gegenüber Linken oder gegenüber der DDR? Was ich aus dem Geschichtsunterricht, Dokumentationen, etc. über die DDR weiß, reicht mir ehrlich gesagt, um zu wissen, dass ich in diesem Staat mit Sicherheit nicht gerne gelebt hätte....Und das betrifft nicht nur die DDR, sondern auch andere Länder dieser Erde....

Zitat
saw
beliebtestes klischee war ja immer:die haben nichmal bananen*g*
antwort von mir:und du hast kein geld um bananen zu kaufen;wonach immer ein dämliches gesicht kam*fg*


Ehrlich gesagt wäre es mir lieber, kein Geld für Bananen zu haben, aber theoretisch die Möglichkeit zu besitzen, welche zu kaufen, als Geld zu haben, aber keine Möglichkeit, an die Dinger heranzukommen ;-)! Ich finde, diese Ideologie, also der Sozialismus, hat sehr viel mit purem Neid zu tun. Man gönnt anderen Menschen nicht, dass sie mehr haben als man selbst!

von Sparvöga - am 05.09.2007 14:47

Re: Ein paar Worte zum Film "Wie Feuer und Flamme"...

Zitat
saw
vorurteile gegen die linken.


Und die wären...?

Ich selbst bin ja bekanntlich nicht links. Es hat sich halt bei mir durch die Musik ergeben :-), dass ich hier und da mit Linken in Berührung gekommen bin. Ich muss zugeben, dass ich um diese Erfahrung nicht traurig bin. Und geschadet hat's mir bislang auch nicht. Ich seh's halt als eine Art Horizonterweiterung an. Ich werde sicherlich nicht von meinen Ansichten abrücken und auch weiterhin linke Ideologien kritisieren :D, aber ich finde es schon interessant, sich mal mit Leuten zu unterhalten und zu befassen, die viele Dinge ganz anders sehen als man selbst.
Abgesehen davon vertrete ich ja sowieso die Auffassung, dass jeder so leben soll wie er mag, solange er keinem anderen schadet. Und wenn jemand meint, sich eine Sicherheitsnadel irgendwo durchbohren zu müssen, dann soll er das tun :D! Ist sein gutes Recht.
Ich kenne Leute, die haben Angst, wenn sie einen Punk sehen, weil ihnen das Erscheinungsbild unheimlich ist. Ich sage dann zwar immer, dass sie eigentlich keine Angst zu haben brauchen, aber eine gewisse Skepsis bleibt in den meisten Fällen. Früher war ich mir da auch etwas unsicher, aber mittlerweile eigentlich nicht mehr, was ich auch ganz gut finde.
Allerdings bin ich der Meinung, dass Linke im Gegenzug auch eine gewisse Offenheit und Höflichkeit an den Tag legen müssen. Man kann nicht erwarten, dass die Leute auf einen zugehen und man selber tut nix.

Zitat
saw
und zu den bananen:
nein,ich möchte mir nicht immer wieder was angucken müssen was ich mir nicht kaufen kann,das ist quälerei.


Dann bist du neidisch und kannst nicht vertragen, dass ein anderer mehr hat als du, ganz nach dem Motto "Wenn ich das nicht bekommen kann, soll das ein anderer auch nicht haben!".
In dem Falle zielt deine Ideologie lediglich darauf ab, dass du nur nicht willst, dass du neidisch auf einen anderen schielen musst! Im Grunde ist das sehr egoistisch.

von Sparvöga - am 05.09.2007 19:25

Re: Ein paar Worte zum Film "Wie Feuer und Flamme"...

umgekehrt wird ein schuh draus*s*
es läst mich gänzlich ungerührt was andere sich leisten können.
ich finde es nur verkehrt,wenn sachen da sind die ich mir nicht leisten kann mit dem goldenen westen gleichgesetzt wurden und im osten wurden alle damit bejammert das sie diese nichtmal zu gesicht bekommen.
für mich war damit das wessileben ANSTRENGENDER,WEIL ICH ALLES hatte,nur nicht kaufen konnte.
kein neid,ganz bestimmt nicht*g*


von saw - am 05.09.2007 21:15

Re: Ein paar Worte zum Film "Wie Feuer und Flamme"...


"Dann bist du neidisch und kannst nicht vertragen, dass ein anderer mehr hat als du, ganz nach dem Motto "Wenn ich das nicht bekommen kann, soll das ein anderer auch nicht haben!".
In dem Falle zielt deine Ideologie lediglich darauf ab, dass du nur nicht willst, dass du neidisch auf einen anderen schielen musst! Im Grunde ist das sehr egoistisch."


von mir aus sollen andere schlösser bauen etc.,jeder kann machen was er will.
explizit bananen:
es war und ist ein unding das unsere tolle republik die salzsteuer abgeschafft hat,was für ein jubel herrschte!
im selben atemzug erfanden sie die bananensteuer*fg*
da warst du aber wohl noch zu jung um meine ironie @bananen zu verstehen zu können;-)



von saw - am 05.09.2007 21:23
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