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vor 8 Jahren, 5 Monaten
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Coach.Manni

Spielberichte 23. Spieltag

Startbeitrag von Coach.Manni am 21.04.2009 10:26

Volksstimme Haldensleben
Wiegert-Sieben bleibt weiter im Rennen um die Medaillen
( fbo ). Im Kampf um die Medaillenplätze bleibt der HSV Haldensleben im Geschäft. Beim Tabellensechsten Jessener SV 53 siegten die Ohrestädter mit 23 : 18.

Dabei verloren die Elsterstädter ihren beeindruckenden Heimnimbus : Als einzige Mannschaft der Oberliga waren sie auf eigenem Parkett noch unbezwungen. Haldensleben war in der Begegnung keineswegs der übermächtige Kontrahent, Gastgeber Jessen allerdings produzierte technische Unzulänglichkeiten und Fehlwürfe am Fließband, so dass der HSV daraus Kapital schlug. Nach einer kurzen Abtastphase fand die Jessener Defensive zu gewohnter Stärke. Aber auch die Abwehrreihe der groß gewachsenen Wiegert-Sieben stand ihren Mann, bot eine der besten Leistungen in dieser Saison. Der HSV Haldensleben kam im Angriff zu so genannten einfachen Toren, oftmals nach Tempogegenstößen. Die torarme erste Spielhälfte verlief mit wechselnden Führungen. Der Gastgeber von der Elster ging mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Wechsel bot sich ein ähnliches Bild. Haldenslebens Rückraum-Asse Hilliger und Schöttke fanden zwar gegen die gut agierende JSV-Hintermannschaft wenige Lücken, aber die Gastgeber schafften es ihrerseits auch nicht, den Ball unterzubringen. " Schuld " daran hatte der überragende HSV-Keeper Steffen Oppenheimer. Den vorentscheidenden Vorsprung erzwangen die Rolandstädter in der 38. Minute, als sie 18 : 14 in Führung gingen. Jessen kam zwar noch auf 18 : 20 heran, brachte sich aber wie schon in der ersten Halbzeit mit eigenen Fehlern aus dem Rennen. Eine tempoarme, aber intensiv geführte Partie endete mit dem 23 : 18-Sieg für die Gäste. Trainer Ingolf Wiegert kam zu folgendem Fazit : " Es ist erstaunlich, welche Entwicklung das Team genommen hat. Beim Training zieht jeder Einzelne mit, das macht sich im Wettkampf bemerkbar. " Nach dem Erfolg verteidigten die Haldensleber Platz vier und setzten sich von Jessen mit drei Punkten ab.
HSV Haldensleben : Oppenheimer, Siegmund, Marco Schöttke ( 2 ), Hilliger ( 3 ), Deutschmann, Krüger, Teßmann ( 3 ), Sandrock ( 4 / 1 ), Schufft ( 1 ), Große ( 1 / 1 ), Steinweg, Kühnel ( 8 / 2 ).
Siebenmeter : HSV 6 / 5, Jessen 6 / 5 ; Zeitstrafen : HSV 6 ; Jessen 6.

MZ Elbe-Kurier
Jessener SV 53 HSV Haldensleben 18:23

Den Nimbus, als einzige Mannschaft der Oberliga auf eigenem Parkett noch unbezwungen zu sein, büßten die JSV-Männer im vorletzten Heimspiel gegen den HSV Haldensleben ein. Dabei sahen sich die Elsterstädter nicht etwa einem übermächtigen Gegner gegenüber. Was an technischen Unzulänglichkeiten und Fehlwürfen produziert wurde, brachte nicht nur die Anhänger zum Verzweifeln. Nach einer kurzen Abtastphase fand die Jessener Defensive zu gewohnter Stärke. Doch dem Rückraum der Hausherren fehlte es nicht nur an gleichwertiger Körperhöhe gegenüber dem groß gewachsenen Mittelblock der Wiegert-Schützlinge. Auch die Durchschlagskraft litt unter einer Vielzahl von Fang- und Abspielfehlern. So gelangen den Gästen einfache Treffer nach Tempogegenstößen. Mit wechselnder Führung lief die recht torarme erste Hälfte ab. Durch den einzigen vergebenen Strafwurf kurz vor der Pause ging es nur mit einer knappen Führung für den JSV in die Kabinen. Nach dem Wechsel exakt das gleiche Bild: Jessens Abwehr stand sicher, hatte die Rückraum-Asse Hilliger und Schöttke gut im Griff, aber im Angriff scheiterte die Breu-Truppe immer wieder am überragenden Gäste-Keeper Steffen Oppenheimer. Den spielentscheiden Vorsprung erzwangen die Gäste in der 38. Minute, als sie 18:14 in Führung gingen. Jessen kam zwar noch auf 18:20 heran, brachte sich aber stets mit eigenen Fehler ins Hintertreffen. Am Ende stand eine leider verdiente 18:23-Niederlage auf dem Spielprotokoll. Manfred Breu nach dem Abpfiff: "Heute klappten bei uns die einfachsten Dinge nicht. 18 Treffer in eigener Halle, wo wir sonst im Schnitt 29 Buden werfen, sagen alles."

Grün-Weiß Wittenberg Dessau-Roßlauer HV II 40:37
Mit diesem Sieg wahren die Grün-Weißen aus Wittenberg weiter ihre Chance auf eine Medaille. Da die direkten Mitkonkurrenten Jessen und Irxleben ihre Begegnungen verloren, rückt in der Tabelle alles noch näher zusammen.
Wittenberg und Dessau-Roßlau II praktizierten bei ihrem Aufeinandertreffen die schnelle Mitte und hielten in der Anfangsphase das Tempo hoch. Der Gastgeber legte durch Kapitän Rene Seiffert, Christian Peschek und Robert Giese vor, doch die "Rookies" blieben bis zum 4:4 keine Antwort schuldig. Beide Mannschaften kämpften mit offenem Visier und legten wenig Augenmerk auf die Deckung. Beim 6:4 von Tobias Scheinert gab es erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung für die Lutherstädter. Bis zum 10:8 wurde dieser auch verteidigt, doch die Schützlinge von Trainer Marco Rösike, der selber das Tor hütete, ließen nicht locker. Vor allem über ihre Außen Falko Müller und Florian Lampe kamen sie immer wieder zu Torerfolgen. Beim 15:15 nach 20 Minuten war diese Oberliga-Partie wieder ausgeglichen. Doch die Grün-Weißen ließen nicht locker. Christian Peschek und Andreas Olle warfen einen 18:15-Vorsprung heraus. Doch die agil agierenden Gäste ließen sich nicht so einfach abschütteln. Beim Stand von 22:20 wurden die Seiten gewechselt.
Man war gespannt, ob beide Mannschaften auch in der zweiten Hälfte das hohe, kraftraubende Tempo beibehalten würden. Und sie behielten es bei. Der DRHV II erwischte den besseren Start und beim 24:24 war man wieder auf Augenhöhe. Nun begann die beste Phase der Grün-Weißen. In der Deckung kaufte man den Gästen ein paar Angriffe ab und im Angriff warfen René Seiffert, Christian Peschek und Tobias Scheinert die Gastgeber 30:25 in Front. Doch die tapfer kämpfenden Gäste wollten sich mit der drohenden Niederlage nicht abfinden. Vor allem Falko Müller und Max Najmann ließen mit ihren Treffern bis zum 33:30 noch Hoffnung auf einen Punktgewinn zu. Als Robert Szep Kis vier Minuten vor dem Ende das 39:33 warf, war die Vorentscheidung zugunsten der Grün-Weißen gefallen.


Naumburger Tageblatt
Naumburg muß weiter Zittern

NAUMBURG. Der HSV muss weiter zittern: Die Oberligahandballer aus Naumburg und Stößen verpassten gestern durch eine 30:33-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten aus Spergau die Vorentscheidung im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg. Weit mehr als 350 Zuschauer sahen in der ausverkauften Sporthalle in der Seminarstraße ein zu jeder Zeit packendes, umkämpftes, jedoch selten hochklassiges Spitzenspiel.
Dabei erwischten die Männer aus dem Burgenlandkreis sogar den besseren Start. Über die Stationen 4:1, 10:6 und 12:8 konnte ein ordentlicher Vorsprung erspielt und gehalten werden. Als dann die Spergauer eine doppelte Zeitstrafe und eine zusätzliche Rote Karte wegen einer Tätlichkeit kassierten und sich immer mehr mit den Referees anlegten, sah es aus, als würde alles seinen Gang gehen. Doch die Partie wurde hektischer, und auch der HSV verlor jetzt zusehends den Faden, so dass die Führung bis zum Halbzeitstand von 18:14 nicht weiter ausgebaut werden konnte. Nach der Pause folgte - einmal mehr - das bekannte "HSV-Loch". Nichts ging in den ersten Minuten nach dem Wechsel, man war, so Trainerin Ines Seidler nach der Partie, "völlig von der Rolle" und aus einem Vier-Tore-Vorsprung wurde in der 40. Minute ein 21:22-Rückstand. Auf Seiten des HSV häuften sich die individuellen Fehler, die unnötigen Zeitstrafen, und man tat nun das, was die Spergauer in der ersten Hälfte machten: mit den Schiedsrichtern hadern. In der Offensive versuchte Tobias Seyfarth mit Gewalt, die Partie erneut zu drehen. Doch der Pfosten, der gegnerische Torhüter oder eine schlechte Wurfauswahl sorgten dafür, dass das Prädikat "Genie und Wahnsinn" gestern häufiger zu Letzterem tendierte. Der SV Spergau nutzte diese Schwächephase, wurde im Angriff konsequenter, und die HSV-Torhüter bekamen so gut wie nie eine Hand an den Ball. Ein Fakt, den Trainerin Seidler als absolut mitentscheidend analysierte. Beim Stand von 22:27 schien die Partie gelaufen, doch noch einmal bäumten sich die Naumburg-Stößener auf. Verkürzten mit leidenschaftlichem Einsatz bis auf 28:29 und waren wieder voll in der Partie. In der Seminarstraße "brodelte" es für Oberliga-Verhältnisse, doch zum Happy End reichte es nicht. Beim Stand von 30:33 nach 60 Minuten hatten die Spergauer den Rückstand in der Tabelle von vier auf zwei Punkte verkürzt und haben zudem nach dem Hinspiel-Erfolg auch den direkten Vergleich auf ihrer Seite. Eine Niederlage darf sich der HSV wahrscheinlich nicht mehr erlauben. Am kommenden Sonntag geht es nach Dessau.
HSV mit: Pfannschmidt, Seelig; Gotter, Benecke 8 / 2, Seyfarth 8, Deibicht 1, Laue 1, Andrae 4, Ufer 3, Schreiber 2, Kilz 1 / 1, Slamka 1.

Volksstimme Magdeburg
Endlich siegt der BSV wieder

Die Negativserie von fünf Niederlagen in Folge ist durchbrochen. Doch war der Erfolg des BSV gegen den Tabellenletzten nicht mehr als eine Pflichterfüllung. Der Auftakt war noch recht holprig, bis die Neu-Olvenstedter nach einer knappen Viertelstunde begannen sich deutlicher abzusetzen. Allerdings überzeugte man, mit Ausnahme von Toptorjäger John Bade, keineswegs, da insgesamt zu viele klare Chancen ausgelassen wurden. Viel zu selten wurde Überlegenheit der Gastgeber auf dem Parkett sichtbar und so reichten Zwischenspurts Mitte der ersten und zu Beginn der zweiten Hälfte für einen ungefährdeten Sieg. Der BSV kam schwer in die Partie und musste sich seine ersten Treffer hart erarbeiten. Im Gegenzug fand man keine Mittel gegen den Rückraum der Gäste, der vor allem durch Schlagwürfe, rasch zum Torerfolg kam. In der Anfangsphase war es auf Seiten der Hausherren besonders John Bade, der dem Angriffsspiel mit seinen Toren dem Stempel aufdrückte. Nachdem sich die Deckung des BSV besser auf den Gegner eingestellt hatte, konnte man sich ausgehend von einem 5:6-Rückstand allmählich einen Vorsprung erarbeiten. Die zwischenzeitliche 12:7-Führung täuschte dann ein wenig über die zahlreichen Möglichkeiten hinweg, die die BSV-Spieler in schnellen Tempogegenstößen vergaben. Weiterhin offenbarte der Mittelblock der Gastgeber immer noch deutliche Abstimmungsschwierigkeiten, so dass Glinde etwas verkürzen konnte. Als im Angriff der Ball wieder konzentrierte durch die Reihen lief und die Abwehr aggressiver zu Werke ging, gelangte der BSV endgütig auf die Siegerstraße. Folgerichtig setzen sich die Hausherren von 13:11 auf 18:11 ab. Beim Stand von 19:13 wurden dann die Seiten gewechselt. In der zweiten Hälfte begann der BSV, bei dem sich Falko Nowak nach seiner 6-wöchigen Zwangspause mit 4 Toren wieder nahtlos einfügte, wie die Feuerwehr. Bis zur 40. Minute wurde der Gegner förmlich überrannt. Nun wurden die Vorgaben des Trainergespanns Eckstein/Lantzsch konsequenter umgesetzt. Das Kombinationsspiel der Hausherren war druckvoller und flexibler als in den vergangenen Spielen. Die spielerische Überlegenheit des BSV wurde endlich effektiv in Treffer umgemünzt. So wuchs der Vorsprung nach diesem Zwischenspurt auf 12 Tore an (27:15). Mit diesem beruhigenden Polster im Rücken wollten die Neu-Olvenstedter in der Folgephase einen Gang zurück schalten. Doch verlor man dadurch den Spielfaden. Viel zu häufig wurden die Angriffe nun wieder unkonzentriert und unvorbereitet abgeschlossen. Weil den Gästen aber die Mittel fehlten, den BSV erneut unter Druck zu setzen, blieb der Abstand bei etwa 10 Treffern (30:20). Somit konnte der BSV trotz einer eher glanzlosen Vorstellung den moralisch so wichtigen Sieg einfahren.
Fredow – Aebi (1), Auerbach, Bade (11/1), Berger (2), Heinicke (1), B. Hoffmann, Jander (4), Kamm (1), Kolberg (4/4), Nowak (4), Pethe (2), Thiele (3)

Volksstimme Burg
Güsen verliert in der Handball-Oberliga bei Lok Schönebeck 31 : 39 ( 13 : 23 )
Nach desolater erster Halbzeit GHC beizeiten auf Verlierer-Kurs

Der Güsener HC konnte seinen positiven Trend in der Handball-Oberliga nicht fortsetzen und musste mit dem hohen 31 : 39 ( 13 : 23 ) bei Lok Schönebeck eine bittere Niederlage hinnehmen. Nach einer desolaten ersten Halbzeit war die Partie bereits beizeiten entschieden.
Güsen. Eigentlich verliefen die ersten fünf Minuten der Partie genau nach den Vorstellungen der Güsener. Doch diese heile Welt zerbröckelte dann wie im Flug und nahm mit der schweren Handverletzung von Christian Haßbargen in der 6. Minute seinen Lauf. Obwohl Kevin Haßbargen mit seinen sicher verwandelten Siebenmetern und Tobias Beyer im Tor als Sieben-Meter-Killer ( konnte fünf Strafwürfe der Schönebecker entschärfen ) der Mannschaft die nötige Sicherheit geben sollten, entwickelte sich das Spiel ganz anders. Abwehrtechnisch schwach, im Angriff ideenlos und zu berechenbar mussten die Güsener miterleben, wie sie regelrecht ausgekontert wurden, woran auch die Auszeit in der 20. Minute nichts änderte. Mit zehn Toren Rückstand ( 13 : 23 ) ging der GHC in die Halbzeitpause.
An ihre Ehre appelliert, sich nicht kampflos zu ergeben, brachten die Güsener Spieler noch einmal eine Wende herbei. Nach der Umstellung auf eine offensivere 5 : 1-Deckung mit Florian Hennig als vorgezogenen Spieler sollte diese Rechnung auch aufgehen. Endlich ging ein Ruck durch die Güsener Mannschaft, die sich bis zur 50. Minute, auch mit Unterstützung der zahlreich mitgereisten Fans, auf fünf Tore ( 27 : 32 ) heranspielte. Dennoch verwalteten die Schönebecker ihren Vorsprung clever bis zum Schluss und siegten mit 39 : 31.
Güsens Trainer Eric Steinbrecher nach dem Spiel : " Erst einmal Anerkennung ans Team für die kämpferische Leistung in der zweiten Halbzeit. Zehn Tore hinterherzulaufen war verdammt schwer, dennoch haben alle Spieler Moral gezeigt und nicht aufgegeben. Hervorheben möchte ich auch den spielerischen Einsatz von Chris Hoffmann und Florian Hennig, die sich toll ins Team eingegliedert haben. "
Langsam wird es eng für die Güsener und bereits nächsten Sonnabend steht mit Wittenberg ein schwerer Gegner in Güsen auf der Platte. Wie die verletzten Christian Haßbargen und Eric Klewe in dieser entscheidenden Phase personell kompensiert werden können, wird wesentlich über das Abschneiden im Abstiegskampf entscheiden, und da muss der GHC Farbe bekennen.
Güsen : C. Bretschneider, T. Beyer – K. Haßbargen 8, Steindorf 3, E. Klewe, C. Haßbargen 1, R. Klewe 3, Müller 1, Schwab 2, Tusch, C. Beyer 3, Salomon, Hoffmann 4, Hennig 6

Volksstimme Oschersleben
TSG Calbe – SV Langenweddingen 25 : 24 ( 9 : 10 )
Im Derby nur knapp unterlegen

Handball-Oberligist SV Langenweddingen unterlag bei der TSG Calbe nach großartiger kämpferischer Leistung knapp 24 : 25 ( 10 : 9 ). Die Gäste aus dem Sülzetal mussten in dieser für sie nicht einfachen Auswärtspartie, man war ja unmittelbarer Tabellennachbar der TSG-Sieben, auf vier ganz wichtige Akteure verzichten.
Langenweddingen. Neben Tim Heine und Marvin Philippczyk standen SVL-Trainer Markus Deinert auch David Herpig und Sebastian Höppner nicht zur Verfügung. Am Ende wurde der SVL für seine kämpferische Leistung nicht belohnt. Die Gäste, mit dem jüngsten Aufgebot der Oberligasaison angereist, boten dennoch eine ansprechende Leistung. Von Beginn an entwickelte sich eine Partie beider Mannschaften auf Augenhöhe. Die TSG legte vor, der SVL glich wieder aus ( 2 : 2, 4 : 4, 7 : 7 ). Schon in Halbzeit eins war deutlich zu erkennen, wie schwer der Verlust der Ausfälle gerade im Angriff zu verkraften war. Das Aufbauspiel war nicht flüssig genug, Calbe stand aggressiv in der Deckung, dennoch wurden gute Einwurfmöglichkeiten vergeben, so dass der Gastgeber im Spiel blieb. Die Deckung der Gäste kämpfte ebenfalls um jeden Ball und Torhüter Matthias Krüger präsentierte sich in guter Verfassung. Mit dem Pausenpfi ff gelang dem SVL durch Ricardo Schult die Führung zum 10 : 9.
Auch nach Wiederanpfi ff blieb der Gast aus dem Sülzetal spielbestimmend und baute den Vorsprung beim 10 : 12 und 14 : 16, nach Treffern von Steffen Lange und Stefan Schult, auf zwei Treffer aus. Bis zum 16 : 17 blieb der SVL auf Erfolgskurs. Doch dann kam der Knackpunkt in diesem Spiel. In der 44. Minute versäumte es der Gast, sich abzusetzen. Trotz Überzahlsituation wurden zwei Konter vergeben. Selbst ein Strafwurf wurde nicht im TSG-Tor untergebracht. Im Gegenzug nahm das Unheil seinen Lauf, denn Alexander Rohr kassierte seine dritte Zeitstrafe und musste für den Rest des Spiels von draußen mit ansehen, wie Calbe nun davonzog. Damit schied auch der letzte verbliebene Spieler aus dem etatmäßigen Mittelblock im Abwehrzentrum aus. Die TSG bestrafte dies eiskalt und erzielte, meist durch zu einfache Treffer vom Kreis, den Ausgleich und setzte sich sogar auf 20 : 17 ab. Doch der SVL gab nicht auf. Beim 22 : 21, nach Treffern von Nick Bollmann, Tino Bzdok und Tobias Deutscher, war er wieder im Spiel. Einzig der Ausgleich wollte nicht fallen. Carlo Bzdok verkürzte auf 24 : 25 und es waren noch 40 Sekunden zu absolvieren. Calbe nahm die Auszeit und versuchte den Angriff taktisch auszuspielen. Als SVLTorhüter Matthias Krüger den letzten Calbenser Wurf parierte, landete der Ball im Niemandsland der Hegerhalle. Vielleicht hätten hier die Schiedsrichter die Spielzeit anhalten müssen und der SVL hätte noch einen Angriff starten können. So wurde Tino Bzdok an der Mittellinie am Abspiel gehindert, die Zeit war abgelaufen und der SVL stand mit leeren Händen da.
" Sicherlich war es heute von beiden Mannschaften kein schönes Spiel, was zumindest bei unserer Besetzung auch nicht gerade zu erwarten war. Trotzdem muss ich der Mannschaft für ihre kämpferische Leistung ein Kompliment aussprechen. Bis zur 45. Minute hätten wir für eine Vorentscheidung sorgen müssen. Als dann auch noch Alexander Rohr rausmusste, haben wir zu viele einfache Tore vom Kreis kassiert, sicherlich fehlte uns zum Schluss die Kraft, wahrscheinlich aber auch die nötige Cleverness ", so die Meinung von SVL-Trainer Markus Deinert nach dem Spiel.
Langenweddingen : Krüger, Tischmeyer – C. Bzdok ( 3 ), T. Bzdok ( 4 ), R. Schult ( 2 ), N. Bollmann ( 5 ), Schneider, Deutscher ( 1 ), Lange ( 7 / 5 ), Rohr, S. Schult ( 2 ).

TSG Calbe – SV Langenweddingen 25 : 24 ( 9 : 10 )
Volksstimme Schönebeck
Starke Phase dreht die Partie
Mit einem knappen 25 : 24 ( 9 : 10 ) -Sieg entschied die TSG Calbe ihre Heimpartie gegen den SV Langenweddingen für sich und übernahm dadurch wieder Rang acht in der Handball-Oberliga.
Calbe ( gle ). Die Gäste reisten mit der Empfehlung von 9 : 1-Punkten in Folge an. Calbe hatte in den vergangenen Heimspielen überzeugt. So stand einer spannenden Partie nichts im Wege. Vom spielerischen Niveau her bekamen die Zuschauer keine Spitzenpartie geboten, denn dafür war die Fehlerquote auf beiden Seiten einfach zu hoch. Dafür sahen die Fans Einsatz, Kampf und Spannung bis zum Ende. Beide Abwehrreihen – inklusive glänzend aufgelegter Torhüter – standen im Blickpunkt. Nach anfänglichem 1 : 2-R ückstand fanden die Gastgeber besser in die Begegnung und erarbeiteten sich eine 6 : 4-F ührung ( 19. ). Anstatt diese auszubauen, vergaben sie zahlreiche gute Gelegenheiten. So kamen die Gäste zurück, glichen postwendend aus und erzielten sogar noch das 9 : 10 zur Pause.
Nach dem Wechsel erhöhte Langenweddingen auf 10 : 13 und blieb bis zum 14 : 16 ( 40. ) in Front. Dann ging ein Ruck durch die Reihen der Gastgeber, die über den Kampf zurück ins Spiel fanden. Jetzt nutzten die Saalestädter ihre Chancen effektiver und standen auch in der Abwehr aggressiver. Mit einer starken Phase und Treffern von Sebastian Roost, Andreas Doll, Felix Kralik, René Hulha und Christian Hübner ( 2 ) drehte die TSG den Rückstand innerhalb von zehn Minuten in eine 20 : 17-F ührung ( 50. ). Noch war die Partie aber nicht entschieden, denn der SVL kämpfte sich wieder auf 22 : 21 heran. Die Schlussminuten waren nichts für schwache Nerven : Martin Sowa traf zum wichtigen 24 : 22, wenig später Felix Kralik zum 25 : 23, was aber noch keine Vorentscheidung war. Im Gegenzug erzielte Tino Bzdok mit einem geschickten " Dreher " den Anschluss zum 25 : 24. Noch waren dreißig Sekunden zu spielen. Die Gäste gingen zur offenen Manndeckung über. Nach einer Auszeit spielte Calbe die letzten 15 Sekunden runter, sicherte sich den knappen Erfolg und beschenkte Mannschaftskapitän Daniel Schwarz zum 24. Geburtstag mit zwei Punkten.
Am Sonnabend bestreitet Calbe ab 16. 45 Uhr die Auswärtspartie beim Tabellenfünften SV Irxleben.
Calbe : Bertram, Knörich – Walter, Schwarz ( 1 ), Sowa ( 7 ), Barth, Doll ( 1 ), Hulha ( 2 ), Roost ( 2 ), F. Kralik ( 6 ), M. Kralik, Deumeland ( 3 / 3 ), Hübner ( 3 )

Volksstimme Oschersleben
Frankleben – Irxleben 25 : 24 ( 12 : 11 )
Medaillenträume sind wohl geplatzt
Irxleben ( dei ). Ist es ein Pyrrhus-Sieg, den der SV Friesen Frankleben am 23. Spieltag der Handball-Oberliga beim 25 : 24 ( 12 : 11 ) gegen den SV Irxleben 1919 errungen hat ? Fast scheint es so, denn bei in Augenscheinnahme der Tabelle verharrt der Gewinner dieser Partie auf einem Abstiegsplatz. Der Verlierer hingegen, dem diese peinliche Niederlage zugefügt wurde, muss sich von seinen hochfliegenden Medaillenträumen, so lautete das Saisonziel, verabschieden. Im Rennen um die Meisterschaft spielt der SVI keine Rolle mehr. Und ob am Ende noch eine Medaille herausspringt, ist ebenfalls fraglich. Hier beträgt der Rückstand auf den Bronzerang bereits drei Punkte.
Die neuerliche Pleite in Folge ist ein weiteres Indiz für fehlende Konstanz. Auch in Frankleben fehlte die ordnende Hand, eine Persönlichkeit, die den Dirigentenstab aufnimmt und das Spiel lenkt. So lief Irxleben permanent Rückständen hinterher. Mangelhaftes Rückzugsverhalten bei Ballverlusten, zu viel Lamento nach Entscheidungen der Unparteiischen, fehlende Effizienz in den Angriffsaktionen – so stolperte sich Irxleben zur Niederlage. Da waren die Friesen aus anderem Holz geschnitzt. Und so staunten die Irxleber nicht nur über den wieselfl inken Friesen Steffen Holzapfel, der sich auf seine Weise bedankte, und den Irxlebern gleich 18 Treffer ins Netz setzte.
Irxleben : Rüdiger, Böhm – Werkmeister ( 2 ), Most ( 3 ), Damm ( 2 ), Munter, Malek ( 4 ), Huber ( 3 ), Grünberg ( 6 ), Hätscher ( 4 ).
Friesen spielte mit: Küster, Klose; Schmidt (2), Fischer (1), Wasner (3),Gora, Schubert, Benne, Berg (1), Barnickel, Graßmeyer, Holzapfel (18)
Zeitstrafen : Frankleben 3, Irxleben 5. Siebenmeter : Frankleben 12 / 10, Irxleben 5 / 3.

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