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vor 8 Jahren, 2 Monaten
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dw

Berliner «Füchse» wildern in Jessen

Startbeitrag von dw am 24.07.2009 18:12

Berliner «Füchse» wildern in Jessen


Bericht der Mitteldeutschen Zeitung - Lokalteil für Samstag, 25. Juli 2009

Hauptstadt-Bundesligavertretung plant die Anreise mit der kompletten Mannschaft
VON ANDREAS RICHTER, 24.07.09, 16:19h, aktualisiert 24.07.09, 19:56h

JESSEN/MZ. Danke Jürgen Hanisch. Ja, so könnte man es beinahe sagen. Denn Jürgen Hanisch war es, der den JSV-Leuten und somit der ersten Männermannschaft den Kontakt zu den "Füchsen" in Berlin herstellte und so die Grundlage für das Freundschaftsspiel am 5. August legte.

Einfach nachgefragt


Jürgen Hanisch ist ein Handballfan mit Leib und Seele, und einer, der gern herumreist. Neben anderem war er schon öfters bei den "Füchsen" zu Gast, schaute sich deren Aktionen auf dem Parkett der ersten Bundesliga an. Irgendwann lernte er den Manager der Berliner persönlich kennen. Was sich nun als Glücksfall herausstellte. Als man beim Jessener SV 53 nämlich auf Idee kam, endlich wieder einmal eine ganz große Mannschaft an die Schwarze Elster zu holen, meldete sich Jürgen Hanisch zu Wort und schlug vor, bei Bob Hanning nachzufragen, ob die Hauptstädter Zeit und Lust hätten. Und sie hatten. Michael Thieme, im Jessener Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, erinnert sich, "wie rasch und unkompliziert das alles über die Bühne ging". "Nur was den Termin anging, war es zuerst nicht ganz so einfach einen zu finden. Zum Glück passte dann aber der 5. August, was uns speziell entgegenkommt. Das Spiel ist dadurch Teil des Programms zum diesjährigen Schul- und Heimatfest."

Stolz und auch Aufregung schwingen in den Worten Thiemes mit, der sich wie alle Mitstreiter im Verein sehr auf das Aufeinandertreffen freut. "Nicht jeden Tag kommt eine Bundesligamannschaft zu uns. Darauf sind wir stolz, und ich sehe in solch einem Ereignis gleich mehrere Vorteile vereint." Der Jessener ist sich zum einen sicher, dass die mit dem Spiel verbundene Aufmerksamkeit die Chance birgt, neue Interessenten für den Handball zu gewinnen. "Nachwuchsarbeit ist immer ein Thema und wenn die Jüngsten sehen, wie faszinierend Handball ist, könnten neue Mitstreiter für den JSV gefunden werden." Andererseits verbindet Michael Thieme mit dem Ereignis einen wunderbaren Werbeffekt. "Und dies nicht nur für uns als Verein, sondern ebenso für die Stadt und die Region."

Im Mittelpunkt wird - der JSV hat sich für den 5. August ein entsprechendes Rahmenprogramm einfallen lassen - natürlich das Handballspiel stehen. Mit den "Füchsen" kommen Bundesligaprofis nach Jessen, die so mancher aus der Region kennt. Nicht wenige fahren mehr oder weniger regelmäßig zu den Heimspielen der Hauptstädter. Nun wird deren Auflaufen an der Schwarzen Elster entgegengefiebert. Wie die Berliner mitteilen, plane man, möglichst mit dem kompletten Kader anzureisen. Ob letztlich wirklich alle Akteure des aktuellen Aufgebotes kommen werden, stehe natürlich noch nicht 100-prozentig fest, "kurzfristige personelle Veränderungen sind immer möglich", so die Information des Managements.

Definitiv mit dabei ist der Trainer. Der 36-jährige Dagur Sigurdsson hat die Hauptstadtmannschaft neu als Coach übernommen. Bis 2007 gehörte er zum Kader des österreichischen Landesmeisters A 1 Bregenz. Sigurdsson weiß, dass er mit seinen Jungs als der Favorit gilt. Aber: "Man darf keinen Gegner unterschätzen. Die Mannschaft aus Jessen wird sicherlich hoch motiviert und mit viel Engagement gegen uns auflaufen. Für mich ist es wichtig, dass wir eine konzentrierte Leistung zeigen und keine Fahrlässigkeiten aufgrund des Klassenunterschiedes zu sehen sind." Er ist jedenfalls sehr gespannt auf den 5. August, "ich bin mir sicher, dass es in Jessen eine tolle Kulisse geben wird. Es macht immer wieder Spaß, vor begeistertem Publikum zu spielen".
Keine konkreten Namen


Bei der Frage, auf wen die JSV-Akteure besonders achten sollten und von wem die "größte Gefahr" ausgehen könnte, lässt sich der Coach nicht weiter aus der Reserve locken. "Das kann man nicht so genau benennen. Wir haben eine gute und ausgeglichene Qualität in unserem Kader, wobei es natürlich herausstechende Persönlichkeiten gibt. Für mich steht aber ganz klar das Team und nicht der persönliche Erfolg im Vordergrund." Beim Ergebnis tippt Dagur Sigurdsson eindeutlich "auf einen Sieg meiner Mannschaft. Auch wenn wir eine anstrengende Vorbereitung in den Knochen haben, die Spieler werden wohl müde sein".

Mit Blick auf den Start der neuen Bundesligasaison kann der Berliner Club einige Neuverpflichtungen vermelden. So wechselte der deutsche Nationaltorhüter Silvio Heinevetter von Magdeburg an die Spree, neu im Kader ist ebenso Torsten Laen vom Champions League Sieger Ciudad Real. Dagur Sigurdsson bilanziert, "dass sich alle Neuen sehr schnell in die Mannschaft eingefunden haben. Die Vorbereitung läuft bisher sehr ordentlich, wobei man als Trainer natürlich nie ganz zufrieden sein kann. Ich bin mir aber sicher, dass wir, wenn wir so weiter arbeiten, unser ehrgeiziges Saisonziel erreichen".

In Jessen laufen derzeit die letzten Vorbereitungen. Der Kartenvorverkauf wurde Anfang dieser Woche in Gang gesetzt, eine Sonderausgabe des "Siebenmeters" (vereinseigene Zeitung) ist in Arbeit. Die für solch eine Begegnung nötigen Genehmigungen sind eingeholt. Laut Michael Thieme "liegen wir bestens im Rennen, jetzt brauchen unsere Gäste nur noch kommen, die dann hoffentlich vor einer proppenvollen Halle spielen werden".

Kader "Füchse" Berlin: Tom Lessig, Silvio Heinevetter, Petr Stochl, Runar Karason, Gabor Langhans, Mark Bult, Bartlomiej Jaszka, Kjetil Øvrelid Strand, Stian Vatne, Sebastian Schneider, Johannes Sellin, Markus Richwien, Martin Murawski, Konrad Wilczynski, Colja Löffler, Torsten Laen, Rico Göde; definitiv nicht in Jessen mit auflaufen wird Michael Kubisztal (Bandscheiben-OP)

Anmerkung: Anlässlich des Handball-Sport-Events am 05. August 2009 wird es eine 20-seitige, kleine Ausgabe der JSV-Vereinszeitung "Siebenmeter" in der Turnhalle geben.

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