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Radiohörer-Forum
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
iro

Radio Revolución auf Funkaus Europa (zum nachhören)

Startbeitrag von iro am 29.03.2013 13:31

Seitenlink: http://www.funkhauseuropa.de/themen/2013_03/radio_spezial_themenwoche.phtml

Beiträge-Audiolinks:
http://ondemand-http.wdr.de/mediendb/fhe/audio/themen/2013/03/radio_vermisstenradio_130329.mp3
http://ondemand-http.wdr.de/mediendb/fhe/audio/themen/2013/03/radio_psico_valentini_130329.mp3
http://ondemand-http.wdr.de/mediendb/fhe/audio/themen/2013/03/radio_film_ko_130329.mp3
http://ondemand-http.wdr.de/mediendb/fhe/audio/themen/2013/03/radio_zukunft_130329.mp3
http://ondemand-http.wdr.de/mediendb/fhe/audio/themen/2013/03/radio_kenia_heberer_130329.mp3
http://ondemand-http.wdr.de/mediendb/fhe/audio/themen/2013/03/radio_peterson_130328.mp3
http://ondemand-http.wdr.de/mediendb/fhe/audio/themen/2013/03/jones_silly_radio_130326.mp3
http://ondemand-http.wdr.de/mediendb/fhe/audio/themen/2013/03/fascar_klub_radio_ungarn_130327.mp3
http://ondemand-http.wdr.de/mediendb/fhe/audio/themen/2013/03/radio_tuerkei_130326.mp3
http://ondemand-http.wdr.de/mediendb/fhe/audio/musik/story_behind/2013/story_behind_130328.mp3
http://ondemand-http.wdr.de/mediendb/fhe/audio/themen/2013/03/wegerhoff_frauensender_130328.mp3

Radio Revolución
Funkhaus Europa feiert das Radio!

Radio kämpft, Radio inspiriert, Radio verbindet – und das global. Deshalb feiern wir diese Woche unser Lieblingsmedium – mit einer Serie über Radiostationen rund um den Globus. Wir stellen Sender vor, die gegen Ungerechtigkeit die Stimme erheben, die etwas verändern wollen oder ganz einfach außergewöhnlich sind.

Stimme der Entführten
Vermissten-Radio in Kolumbien

Immer wieder werden Menschen in Kolumbien Entführungsopfer von Guerillagruppen und Erpresserbanden. Die Sendung "Stimme der Entführten" sendet den Opfern tröstliche Botschaften: Verwandte bestellen Grüße und erzählen aus dem Alltag. Befreite Geiseln berichten, wie sehr die Sendung sie am Leben gehalten habe. Auch die Entführer lassen ihre Geiseln die Sendung hören, damit die ihren Lebenswillen nicht verlieren.
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Silke Deittrich, Funkhaus Europa-Redakteurin (29.03.13), 4'48

Auf Stimmenfang
Absurde Höreraktionen

Brust-OP, Eheschließung oder Beerdigungen: Um auf Hörerfang zu gehen, lassen sich Sender die verrücktesten Dinge einfallen. Irgendwie muss man ja aus der Masse hervorstechen, und wenn man das nicht durch einzigartige Musik oder gute Programminhalte tut, dann müssen eben andere Weg gefunden werden.
(anscheinend nicht nachhörbar...)

Radio aus der Anstalt
Der Verrücktensender "Psicoradio"

Patienten einer Psychatrie die Radio machen: das gibt es Italien. "Psicoradio" heißt der Sender aus Bologna. Unter der Leitung professioneller Journalisten und Radiomacher geht das Programm seit 2006 jeden Donnerstag und Sonntag auf Sendung.
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Guisi Valentini, Funkhaus Europa-Reporterin (29.03.13), 5'51

Filmmotiv Radio
Der Hörfunk im Film

Beim Thema Radio denkt man nicht unbedingt an den Film, dabei ist das Kommunikationsmedium ein beliebtes Motiv auch auf Zelloloid. Funkhaus Europa-Filmfan Sebastian Ko hat sich für uns auf die Suche begeben und Filme gefunden, in denen das Radio auf verschiedene Weise eine Rolle spielt.
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Sebastian Ko, Filmexperte (29.03.13), 5'51

App statt Moderator
Das Radio der Zukunft?

Ein Sender ganze ohne Moderatoren? In den USA gibt es mit "97x" seit Januar einen Sender, der genau das probiert. Mitthilfe einer einzigartigen App haben User auf der Homepage die Möglichkeit, sich direkt am Programm zu beteiligen und die Musik auszuwählen.
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Bamdad Esmaili, Funkhaus Europa-Reporter (29.03.13), 3'42
http://www.97xonline.com/

Das wichtigste Medium
Radio in Afrika

Als Informationsmedium ist das Radio im ostafrikanischen Kenia mit über 110 Sendestationen unverzichtbar. Die Geräte funktionieren aber meist nur in den Städten. Auf dem Land gibt es oft keinen Strom und so ist das gute alte Transistorradio mit seinen Batterien oft die einzige Quelle für Musik und Informationen.
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Susanne Heberer, Korrespondentin in Nairobi (29.03.13), 3'36

Gilles Peterson
World:Wide Radio Show

Gilles Peterson begann seine Radiokarriere mit einem eigenen Piratensender: Sendegerät und Studioequipment waren im Gartenhaus seiner Eltern versteckt. Heute produziert BBC Radio 6 seine aktuelle Show - World:Wide wird inzwischen von 15 Radiostationen weltweit ausgestrahlt. Funkhaus Europa sendet World:Wide jeden Freitag von 00.00 - 02.00 Uhr.
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Gilles Peterson, Musikjournalist (28.03.13), 6'32

Radio nur für Mädels
Ägyptens Frauensender "Banaat wa bas"

Der Name ist Programm: "Banaat wa bas", zu Deutsch "Mädels und sonst nichts", heißt Ägyptens erster und einziger Radiosender von Frauen für Frauen. Schon zur Zeit des Mubarak-Regimes machte das die mächtigen Männer misstrauisch. Jetzt drohen radikale Islamisten den Journalistinnen sogar mit Gewalt. [mehr, siehe unten]
Beitrag von Cornelia Wegerhoff, Korrespondentin in Kairo (28.03.13), 4'09

Der kleinste Sender der Welt
Radio Scilly in England

Die Scilly-Inseln vor der Küste Cornwalls gehören zu den einsamsten Regionen Englands. Seit 2007 versorgt der kleinste Radiosender der Welt die rund 2100 Bewohner täglich mit den neusten Infos und spannenden Rubriken wie dem "Seevogel der Woche". Radio Scilly finanziert sich ausschließlich durch eine Lotterie: 800 Pfund winken dem Hauptgewinner.
Siham El-Maimouni im Gespräch Keri Jones, Leiter und Moderator von Radio Scilly (26.03.13), 7'23
http://www.radioscilly.com/

The Story Behind
"Im Radio 2.0"
Raggabund

"Im Radio läuft doch immer nur das Gleiche" – für unsere Themenwoche Radio Revolución erklärt uns Raggabund-Sänger und Rapper Paco Mendoza warum er von den immer gleich klingenden Radio-Playlisten genervt ist. Im Song "Im Radio 2.0" fordert die deutsch-spanische Reggae-Dancehall-Band Raggabund deshalb "mehr guten Sound im Radio". [mehr siehe unten]
Beitrag von Steen Thorsson (28.03.13), 2'42

Klubradio
Die letzte Stimme der ungarischen Opposition

In der ungarischen Medienlandschaft sieht es traurig aus: Die neuen Mediengesetze von Präsident Victor Orbán haben fast alle kritischen Stimmen verstummen lassen. Außer einer: Das Klubradio gilt als die letzte Stimme der Opposition – und kämpft gerade darum, seine Lizenz zu behalten.
Siham El-Maimouni im Gespräch mit Fanny Fascar, Funkhaus Europa-Reporterin (27.03.13), 6'48

Die Abräumer
Açık Radyo in Istanbul

Açık Radyo ist ein Ausnahmefall in der türkischen Radiolandschaft. Der Sender wird fast komplett von Freiwilligen betrieben und finanziert sich hauptsächlich aus Spenden. Und das scheint die Qualität des Senders nur zu verbessern: Zahlreiche Radiopreise hat Açık Radyo schon eingesackt.
Beitrag von Luise Sammann, Funkhaus Europa-Reporterin (26.03.13), 5'40
http://www.acikradyo.com.tr/

Für eine vereinte Nation
Radio Okapi im Kongo

Die Demokratische Republik Kongo ist eine krisengeschüttelte Region. Der Hass zwischen den einzelnen Volksgruppen ist immer wieder Auslöser für gewalttätige Konflikte. Als Projekt der UN und der Schweizer Fondation Hirondelle soll Radio OKAPI helfen, das zerissene Land zu einen. Täglich sendet es ein Programm in über fünf Sprachen.
(anscheinend nicht nachhörbar...)
http://radiookapi.net/



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Radio nur für Mädels
Ägyptens Frauensender "Banaat wa bas"
Sendung vom 28. März 2013

Der Name ist Programm: "Banaat wa bas", zu Deutsch "Mädels und sonst nichts", heißt Ägyptens erster und einziger Radiosender von Frauen für Frauen. Schon zur Zeit des Mubarak-Regimes machte das die mächtigen Männer misstrauisch. Jetzt drohen radikale Islamisten den Journalistinnen sogar mit Gewalt.

Eine kleine Mietwohnung für das Studio, ein Computer, ein Aufnahmegerät und ein paar Mikrofone: Die Ausstattung von Ägyptens Frauenradiosender "Banaat wa bas" ist mehr als bescheiden. Doch die Ansprüche sind groß: "Wir wollen Frauen Mut machen. Das ist unser wichtigstes Ziel", so Amani Tounsi, die den Sender vor fünf Jahren gegründet hat. Die 30-jährige Informatikerin wollte endlich etwas tun gegen die Diskriminierung der Ägypterinnen, mit anderen Frauen offen ansprechen, was bis dahin unter den Mantel der Verschwiegenheit fiel. Zum Beispiel das Thema Gewalt in der Ehe und auch die alltägliche sexuelle Belästigung, die ägyptische Frauen auf der Straße ertragen müssen.

Per Online-Stream in die Welt

Amani Tounsi
"Banaat wa bass" sendet online. So können auch Frauen in anderen arabischsprachigen Ländern zuhören. Bis zu 20.000 Hörerinnen klicken sich in die Live-Sendungen. Mehrere Millionen haben schon die Beiträge abgerufen. Das Programm ist bunt gemischt: Es geht um Kosmetik und Klamotten, um Kinder und Karriere, aber eben auch um vermeintliche Tabuthemen.

Hilfestellung im Alltag
"Worauf muss ich achten, wenn ich mich scheiden lasse", fragt Moderatorin Lubna Khairy in der Talkshow von "Banaat wa bas". Auch in Ägypten geht inzwischen jede dritte Ehe in die Brüche. Kein Wunder, meinen die Hörerinnen, die sich per Telefon, Skype und Mail ins Gespräch einschalten. Schließlich lassen es die strengen Sitten am Nil nicht zu, sich vor der Hochzeit näher kennenzulernen. Ist die Ehe dann am Ende, gilt das vor allem als Schande für die Frau. Wie kann ich mich wehren, wird auf dem Sender offen diskutiert.

Hoffnung auf Freiheit und Gerechtigkeit
Mehr zum Thema


Ägyptens Frauensender 'Banaat wa bas' (Arabisch)
Das Mubarak-Regime reagierte auf den emanzipierten Frauensender mit Einschüchterungsversuchen. Immer wieder gab es Razzien des Staatsssicherheitsdienstes im Studio von "Banaat wa Bas". Als die Ägypter ihren Diktator stürzten, hoffte auch Amani Tounsi auf Freiheit und Gerechtigkeit. Doch sie wurde schwer enttäuscht. "Seitdem die Islamisten an der Macht sind, steht es um die Frauenrechte in Ägypten so schlecht wie noch nie", klagt sie. "Bei denen ist der Platz der Frauen zu Hause. Frauen wie wir sind für diese Leute, Kaffer, Ungläubige, keine echten Muslime."

Vergebliche Einschüchterungsversuche
Den Radikalen ist der politisch selbstbewusste Frauensender "Banaat wa bas" ein Dorn im Auge. Man werde ihre Internet-Seite hacken, ihre Autos abbrennen, sie vergewaltigen, so anonyme Drohungen an die Adresse der Journalistinnen. Doch die Radiofrauen wollen sich nicht zum Schweigen bringen lassen. "Wir werden nicht aufhören zu reden", so Amani Tounsi kämpferisch. "Und wenn ich merke, dass ich hier nicht mehr sicher bin, ok, dann werde ich woanders hingehen und einfach von dort aus "Banaat wa bas" senden. Das ist der Vorteil, dass wir online senden. Wir geben nicht auf."
(Cornelia Wegerhoff)

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"Im Radio 2.0"
Raggabund
Sendung vom 28. März 2013

"Im Radio läuft doch immer nur das Gleiche" - für unsere Themenwoche Radio Revolución erklärt uns Raggabund-Sänger und Rapper Paco Mendoza warum er von den immer gleich klingenden Radio-Playlisten genervt ist. Im Song "Im Radio 2.0" fordert die deutsch-spanische Reggae-Dancehall-Band Raggabund deshalb "mehr guten Sound im Radio".

Als erstes zum Verständnis: Warum heißt der Titel Im Radio 2.0? Gab es schon mal die 1.0 Version?
Paco Mendoza: Der Titel heißt im Radio 2.0, weil es den Song schon mal auf unserem Debüt Album gab. Da gab es den ersten Teil "Im Radio", da hat mein Bruder auf einem HipHop-Beat erklärt warum er unbedingt im Radio gespielt werden will. Der Song hat mich dann dazu inspiriert, einen weiteren Titel zu dieser Thematik zu schreiben und daraus ist dann "Im Radio 2.0" geworden. Den Titel gibt es natürlich auch auf Spanisch. "En La Radio" ist auf meinem Soloalbum Paco Mendoza "Consciente y Positivo" erschienen.

Soll die Message heißen, dass ihr euch nur einfach mehr im Radio hören wollt, oder gibt es einen tieferen Sinn?
Natürlich spielen wir bei dem Refrain mit dem Raggabund-Sound auch damit, dass wir selbst mehr im Radio gespielt werden wollen. Aber im Allgemeinen zählt das natürlich nicht für unsere Musik. Ich meine, inhaltlich geht es beim Radio 2.0 um eine Sache: Wir sind ja als Band sehr oft mit dem Auto unterwegs, weil wir sehr viele Konzerte spielen. Und egal in was für einem Bundesland wir sind, immer wieder ertönen die selben Lieder im Radio. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass die großen Kommerzsender nur eine Platte an Künstlern spielen und die große Vielfalt der Independentkünstler in Deutschland außen vor gelassen wird. Ich bin ja viel auf Festivals unterwegs, höre viele Bands und tolle Musiker und würde mir einfach wünschen, mehr von diesen im Radio zu hören.

Wie kam denn der Song überhaupt zustande?
Produziert wurde er von Raggabund und Tailormade im Studio in Köln. Witzigerweise habe ich den Song während der Fertigstellung meiner Diplomarbeit geschrieben. Ich saß die ganze Zeit am Computer, musste diese Arbeit tippen und hatte einfach irgendwann keine Lust mehr. Was lag also näher als einen Song zu schreiben? Und so ist dann "Im Radio 2.0" entstanden.
(Steen Thorsson)

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