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Frankfurt/Main bekommt Campusradio

Startbeitrag von Ihre Majestät am 19.04.2013 08:18

Zitat
Satnews
"dauerwelle": Frankfurt/Main bekommt Campusradio
Mit der "dauerwelle" startet das erste Campusradio für die Stadt Frankfurt/Main. Studenten der Goethe-Universität sollen für die Programmgestaltung sorgen. Das Geld für das neue Projekt wurde vom Fortbildungsprogramm Buch- und Medienpraxis eingeworben, wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtet. Die "dauerwelle" soll exklusiv im Internet verbreitet werden, da einerseits im Raum Frankfurt keine UKW-Frequenzen mehr zur Verfügung stehen, andererseits fast alle Studenten heute ein Smartphone, Tablet oder Notebook zum Radiohören besitzen, und der Internetzugang von der Universität kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Ein Starttermin steht noch nicht fest.

Antworten:

Eigentlich eine gute Idee, nur zweifle ich daran ob ein reines Internetradio-Projekt wirklich gehört wird. Wenn eine Internetverbindung besteht werden viele Studenten sich sicherlich ihre bevorzugten Musikprogramme aus aller Welt heraussuchen und hören. Externe werden den Sender kaum hören, wenn man vor Ort nicht terrestrisch empfangbar ist werden die meisten gar nicht auf diesen Sender aufmerksam werden.

von Hunsrücker - am 19.04.2013 12:22
Bei geschlossenen Zielgruppen ist Internetradio inzwischen wichtiger als UKW. Ich kenne Studenten, die haben weder TV noch Radio, dafür ein Notebook oder Tablet, das sie auch zum Fernsehen und Radiohören nutzen. Daher ist es vollkommen okay ein solches Projekt ausschließlich im Internet zu verbreiten. Zudem es auf dem Campus-Gelände und den meisten Wohnheimen kostenlos ist.

von Ihre Majestät - am 19.04.2013 12:47
Auf UKW gibt es doch in Frankfurt bereits mit Radio X ein interessantes Projekt, das zum Mitmachen anregt und das nach meinen Erfahrungen auch durchaus in der Szene gehört wird. Dort sind mir desöfteren DJ-Mixsendungen aufgefallen oder Spezialsendungen zu diversen Musikgenres. Zumal dieses NKL von der Aufmachung her deutlich jünger daher kommt als vergleichbare Sender in Kassel, Darmstadt oder Rüsselsheim. Das Programm spricht also bewusst auch Studenten an (nicht umsonst gibt es für diese Zielgruppe reduzierte Beiträge bei einer Förderung des Projektes), die dort sogar selber die Möglichkeit nutzen, zu senden: http://www.radiox.de/sendungen.html

Ob es da noch ein reines Campusradio braucht, ist die Frage. Für die Freunde und Kommilitonen ist es sicher ganz nett, die Sendungen der Kumpels zu hören. Aber ob das Programm auch professionell und inhaltlich interessant genug ist, auch außerhalb der Uni gehört zu werden, bleibt fraglich. Ich sehe es ähnlich wie der Hunsrücker und denke eher, dass es eine Art Schulradio wird, das sich also unter den Studenten durchaus schnell rumsprechen könnte, aber außerhalb niemand interessiert und im Internet zwischen 1 Million Sender recht bald untergehen wird.

von - - am 19.04.2013 14:46
Zitat
ParadiseFM
Auf UKW gibt es doch in Frankfurt bereits mit Radio X ein interessantes Projekt, das zum Mitmachen anregt und das nach meinen Erfahrungen auch durchaus in der Szene gehört wird. Dort sind mir desöfteren DJ-Mixsendungen aufgefallen oder Spezialsendungen zu diversen Musikgenres. Zumal dieses NKL von der Aufmachung her deutlich jünger daher kommt als vergleichbare Sender in Kassel, Darmstadt oder Rüsselsheim...

:danke:

von Eckhard. - am 21.04.2013 10:42
Zitat
Ihre Majestät
Zitat
Satnews
Die "dauerwelle" soll exklusiv im Internet verbreitet werden, da einerseits im Raum Frankfurt keine UKW-Frequenzen mehr zur Verfügung stehen


Wer´s glaubt...

von Tracker001 - am 21.04.2013 14:18
Zitat
ParadiseFM
Dort sind mir desöfteren DJ-Mixsendungen aufgefallen ...


Und gerade diese Mixsendungen sind es, die mich dann immer zum Umschalten bewegen. Ich fände es viel besser, wenn man musikalisch mehr aus der Alternativ-Ecke bieten würde. Etwa wie bei Radio Triquency oder beim Hochschulradio Aachen.

von DX OberTShausen - am 21.04.2013 17:05
Zitat
1
Wer´s glaubt...


Naja, für Bob FM hat man ja auch gleich zwei gefunden:rolleyes:
Und auch die katastrophale 101.4 von ex. HR XXL hat man mittlerweile entgegen anderslautender Versprechen wiederbelebt.

Wenn man sich die Rhein-Main-Gegend mal so anschaut, ist da EINIGES entbehrlich:
-4 Frequenzen am Standort MZ-Kastel
-5 Frequenzen am Standort Bingen
-3 Frequenzen am Standort RÜD
-2 Frequenzen am Standort Eltville
dazu einiges in WI, HA und DA....
-die Planet Gleichwelle auf 90.1
-106.8 HA
-100.8 Wetterau (Harmony)
-Hallgartner SPange

Da kommt ganz schön was zusammen!

Würde man diesen ganzen Müll ERSATZLOS abschalten, wären auch auf einmal wieder ein paar VERNÜNFTIGE QRGs frei...

denn mir braucht niemand erzählen dass der SWR / HR ohne diesen ganzen Kram dort nicht empfangbar wäre

Zitat
2
Und gerade diese Mixsendungen sind es, die mich dann immer zum Umschalten bewegen.


Ich finde sie seit der Einstellung der selben auf HR XXL (jetzt youfm) umso wichtiger! Denn wo wird sonst noch elektronische Musik angeboten? Planet hat ja nur sehr merkwürdige Mixe mit türkischen, arabischen Hiphop und sonem Kram und die Big City Beats ...weiß gar nicht ob die noch existieren, aber so gut waren die zuletzt auch nicht mehr.

Zitat
3
Ich fände es viel besser, wenn man musikalisch mehr aus der Alternativ-Ecke bieten würde.


Dafür könnte egoFM sorgen wenn mans mal bundesweit auf DAB packen täte. Ansonsten läuft dieses Studentengeschrammel ja auch genug auf YOU FM und vor allem Eins Live.

von - - am 21.04.2013 19:11
Natürlich ist da ein Chaos, aber schon spontan würde mir eine halbwegs freie Frequenz einfallen: 98,5. Und nein, Bob würde bestimmt nicht meckern wenn man außerhalb des Sendegebiets mit 50 oder 100 Watt funkt, so dass sich die beiden Sender nicht in die Quere kommen...

EDIT: Die 96.4/96.5/96.6 ist nahezu komplett frei. Wenn man da die 96.5 nehmen würde, ...

von Tracker001 - am 21.04.2013 21:30
Wie soll man im Rhein-Main-Gebiet einen Sender auf 98,5 MHz betreiben können? Auf 98,7 MHz sendet AFN.

von DH0GHU - am 22.04.2013 09:10
aber auch nicht mehr ewig.

generell haben sich FFH und HR3 mit den ganzen Umschaltungen an Rimberg und Eisenberg bzw. neuerdings Sackpfeife so richtig schön durch die Gesetze geschlängelt.

Man stelle sich einmal vor, auf dem Wendelstein würde statt B3 auf der 98.5 plötzlich On3 Radio funken

von - - am 22.04.2013 09:29
Gegenfrage: Warum nicht? Und jedes gescheite Radio wird einen Abstand von 2khz gebacken kriegen. Und wenn ich mir die Koordinierungen anderer Bundesländer anschaue ist das vollkommen in Ordnung.

von Tracker001 - am 22.04.2013 09:59
Zitat
Tracker001
Gegenfrage: Warum nicht? Und jedes gescheite Radio wird einen Abstand von 2khz gebacken kriegen. Und wenn ich mir die Koordinierungen anderer Bundesländer anschaue ist das vollkommen in Ordnung.

Nein. Die meisten Autoradios können 200 kHz nicht trennen. Stell dich mal unter den Spargel und versuche SWR2 zu hören. In den meisten Autoradios wird dieser Versuch scheitern.

Ich habe hier sogar ein altes Kofferradio das nicht mal 300 kHz kann. SWR4 gegen FFH war für den immer eine unlösbare Aufgabe, obwohl beide in Sichtweite sind.

von RheinMain701 - am 22.04.2013 12:23
107,9 Hohe Wurzel gegen BR Klassik scheint aber auch niemanden zu stören im Rhein-Main-Gebiet...:rolleyes:

von Hunsrücker - am 22.04.2013 14:57
Zitat
1
Nein. Die meisten Autoradios können 200 kHz nicht trennen.


Stimmt nicht. Das funktioniert problemlos, wenn ALLE Sender den vorgegebenen Hub einhalten oder gleich laut senden (aber freilich nicht mehr, wenn einer ausschert).

In Italien wird das wegen des übervollen Bandes seit Jahren ganz bewusst so gemacht:

Radio Nettuno
96.8 Castel San Pietro Terme
97.0 Bologna

Radio Play Studio
99.0 Bologna
99.2 Molinella

Radio Capital
99.2 Castel San Pietro Terme
99.4 Bologna

Radio Italia
100.6 Bologna
100.7 Serramazzoni

Italia Anni 60
102.1 Bologna
102.3 Pianoro

105 Network
103.5 Bologna
103.7Castel San Pietro Terme

funktioniert bestens

Zitat
2
Stell dich mal unter den Spargel und versuche SWR2 zu hören. In den meisten Autoradios wird dieser Versuch scheitern.


Das hat aber andere Gründe nämlich weil der nahe Ortssender in deinem Gerät übersteuert!
Wenn ich mich mit meinem Sangean unter den Gr. Feldberg stelle wars das auch für mich.
Oder auf Bergen mit Sichtweite. Da hilft nur der Hang.

Aber das ist sehr selten, dass das bei einigen wenigen schlechten Autoradios der Fall isr.

Zitat
3
Ich habe hier sogar ein altes Kofferradio das nicht mal 300 kHz kann.


Ich habe mit nem normalen Cassettenrecorder an der Küste noch Sky Radio (103.9) von den Ortssendern NJOY (103.7) und Delta (104.1) getrennt.

Zitat
4
107,9 Hohe Wurzel gegen BR Klassik scheint aber auch niemanden zu stören im Rhein-Main-Gebiet..


klassische Fehlkoordinierung
Da gibt es noch mehr so tolle Fälle wie die 101.1 / 101.2 / 101.3 Sache in Norddeutschland

von - - am 22.04.2013 15:20
200kHz Abstand klappen dann problemlos, wenn die Signale vom gleichen Standort kommen, da dann die Pegel auch vergleichbar sind. Bei extrem unterschiedlichen Pegeln kommt es zunehmend auf die Guete des Empfaengers an...

von Habakukk - am 22.04.2013 15:48
naja in der Realität sind so enge Antennenabstände am SELBEN Masten nur sehr schwer realisierbar. Am FT / Alex in Berlin wäre das wohl kaum möglich

von - - am 22.04.2013 15:59
Bei Analog-TV hat man es auch geschafft direkte Nachbarkanäle zu belegen, also sollte es bei UKW im Prinzip auch klappen.

von RheinMain701 - am 22.04.2013 16:02
ist alles eine Frage der Belastbarkeit der ANtennenanlage.

an einigen Standorten existiert dieser genannte Fall ja auch, ist aber teilw. mit Umbauten verbunden


zum Thema zurück: Fragt man sich ob FFM wirklich ein reines Studentenradio braucht. In Regenschpurg und München gibts ja auch "nur " egoFM. Reicht doch aber auch.

von - - am 22.04.2013 16:05
Zitat
RheinMain701
Nein. Die meisten Autoradios können 200 kHz nicht trennen.


Was für Autoradios hast du bisher benutzt?

Ich wohne unter einem 100m Füllsender mit 500 Watt Sendeleistung (Entfernung maximal 30 Meter), in Sichtweite. Ich bekomme mit dem Werksradio (vermutlich Blaupunkt) in einem 4-5 Jahre alten Fahrzeug der Kompaktklasse den benachbarten Ortssender (nur 140 Watt gehen in meine Richtung, 10km Entfernung mit freier Sicht) absolut sauber ins Radio, selbst mit meiner Micro-Anlage in der Küche und teils mit dem Handy einwandfrei. Abstand hier: 200 Kilohertz.

Die Werksradios sollte man nicht unterschätzen, die kriegen so einiges hin. Ich habe selbst in der Münchner City oft genug Fantasy empfangen können, im 100khz Abstand wohlgemerkt. Der Olympiaturm war nur ein paar wenige Kilometer entfernt. Auch im November als starkes Tropo herrschte kam der Meißner in Stadt teils mit RDS (je nach dem wie er einfiel), vom benachbarten Arabella habe ich fast nichts vernehmen können.

Fazit: Wenn die Signale nicht allzu schwach oder stark sind, haben sogar Autoradios im 100khz Abstand bei Füllsendern meist keine Probleme. Autoradios sind sehr gut. Jedenfalls aus meiner Erfahrung, mit Einbau-Radios aus dem Supermarkt darf das natürlich ganz anders aussehen.

von Tracker001 - am 22.04.2013 16:08
problematisch wird es bei unterschiedlichem Hub.
Da springt dann die 89.1 aus Westerland in List schon mal auf die lautere 89.3 aus DK

von - - am 22.04.2013 16:46
Zitat
ParadiseFM
ist alles eine Frage der Belastbarkeit der ANtennenanlage.

an einigen Standorten existiert dieser genannte Fall ja auch, ist aber teilw. mit Umbauten verbunden


Problematisch sind halt die Antennenweichen bei so engen Abständen. Da geht man wahrscheinlich in der Praxis eher auf separate Antennenanlagen.
Wie machen das eigentlich die Italiener bzw. Spanier? Die haben ja oft 200kHz am gleichen Standort. Aber da hat ja auch gerne jeder Anbieter seine eine eigene Anlage,was ja oft richtige Antennenwälder ergibt.

von Habakukk - am 22.04.2013 17:17
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