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Radiohörer-Forum
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Anonymer Teilnehmer, Wrzlbrnft, Chris_BLN, -, Japhi, rockradiob, 0815xxl

Tommy Wosch kehrt zurück!

Startbeitrag von Anonymer Teilnehmer am 04.05.2013 14:19

Gott schütze... Tommy Wosch und Robert Skuppin und radioeins!

https://mein.radioeins.de/profile/profileView.xhtml?userId=660990873

Antworten:

Yessss!!!

von Japhi - am 04.05.2013 14:30
WAS-WAS-WAAAAAAAAAAAASSSSSS!!!!!!!???????????? :eek: :eek: :eek: :eek:

:hot: :hot: :hot: :hot: :hot: :hot: :hot: :hot:

(und dann noch beim Mutterschiff RBB, damit hätte ich ganz ehrlich als letztes gerechnet... Jetzt will ich aber auch Kuttner zurück!!!)

von Wrzlbrnft - am 04.05.2013 17:15
Ich würde nun gern noch wissen wann er das erste Mal auf Sendung geht, für mich scheint es so als würde es ab sofort gelten. Jetzt müsste man nur wissen, ob Wieprecht in der letzten Woche den Nachmittag gesendet hat. Ob Tommy wieder Sidekicks erhalten wird, da er ja jetzt unter beinahe richtigem Namen moderieren wird. Ja, und auch ich wäre für Kuttner, aber allein die alte Drecksau Tommy wieder hören zu dürfen macht mich mehr als fröhlich. :D

von Anonymer Teilnehmer - am 04.05.2013 20:28
Laut Programmvorschau ist Tommy für die nächste Woche noch nicht eingeteilt. Und ich bin echt mal gespannt, wie "frei" er auf radioeins wird moderieren dürfen. Für qualitativ hochstehenden Journalismus oder gar Moderationsstil ist er ja wahrlich nicht bekannt. :D

von Wrzlbrnft - am 04.05.2013 20:37
Auf dem Fressebuch™ spricht man übrigens bereits von morgen. Dann mal ab und die DVB-Receiver umprogrammieren! :)

von Wrzlbrnft - am 05.05.2013 09:32
Ich werde voller Vorfreude versuchen ganztägig radioeins zu hören! Was ist eigentlich mit Thümie, bei Fritz ist sie ja momentan auch nicht zu hören, aus dem Gedächtnis: gab es nicht Gerüchte um eine Schwangerschaft?

von Anonymer Teilnehmer - am 05.05.2013 09:47
Ich habe das Tagesprogramm von Radio Eins nie gemocht und folglich auch nie gehört. Also wirds mich auch nicht stören, wenn Wosch jetzt dort zugegen ist. Ich finds nur witzig: die nennen das "nur für Erwachsene" und holen sich unter Skuppin immer mehr Kinderkram ins Programm. Schon Olli Schulz ist ja eine Katastrophe, nach dem bißchen, was ich davon gehört habe. Man schämt sich förmlich.

Ein Blick in die Kommentare im Fratzenbuch zeigt: die Hörer sind großteils genausowenig "erwachsen" wie das Programm. Das ist jetzt also das neue Fritz. Für wen sendet dann Fritz und wo sollen die Hörer hin, die sich nicht dumm vollabern oder anprollen lassen wollen? Zum Kulturradio? Zu D-Kultur? Oder doch besser an die frische Luft - ganz ohne Radio?

von Chris_BLN - am 05.05.2013 10:36
Zitat
RoboCop
Ich würde nun gern noch wissen wann er das erste Mal auf Sendung geht, für mich scheint es so als würde es ab sofort gelten. Jetzt müsste man nur wissen, ob Wieprecht in der letzten Woche den Nachmittag gesendet hat. ...


Laut Programmschema/Stundenplan hat das letzte Woche Mareike Mettke moderiert.
> http://www.radioeins.de/programm/stundenplan.html

Thommy Wosch ist ab Montag 06.05.2013 dran. ;-)
> http://www.radioeins.de/programm/index.psdoc.!content!rbb!ein!programm!sendungen!sendungen!56!1305!130506_eins_16_19_uhr_mo_do_4980.from.06-05-2013_05-00.to.07-05-2013_05-00.html

von 0815xxl - am 05.05.2013 10:37
Zitat
Chris_BLN
Ich habe das Tagesprogramm von Radio Eins nie gemocht und folglich auch nie gehört. Also wirds mich auch nicht stören, wenn Wosch jetzt dort zugegen ist. Ich finds nur witzig: die nennen das "nur für Erwachsene" und holen sich unter Skuppin immer mehr Kinderkram ins Programm. Schon Olli Schulz ist ja eine Katastrophe, nach dem bißchen, was ich davon gehört habe. Man schämt sich förmlich.

Ein Blick in die Kommentare im Fratzenbuch zeigt: die Hörer sind großteils genausowenig "erwachsen" wie das Programm. Das ist jetzt also das neue Fritz. Für wen sendet dann Fritz und wo sollen die Hörer hin, die sich nicht dumm vollabern oder anprollen lassen wollen? Zum Kulturradio? Zu D-Kultur? Oder doch besser an die frische Luft - ganz ohne Radio?


Naja, ich finde den Herrn Schulz in Kombination mit der anderen Pfeife Jan Böhmermann schon recht unterhaltsam. Und auch 3FM aus den Niederlanden nennt sich Serious Radio, ist aber alles andere als das ;-)

von Japhi - am 05.05.2013 10:41
Zitat
Chris_BLN
Ich habe das Tagesprogramm von Radio Eins nie gemocht und folglich auch nie gehört. Also wirds mich auch nicht stören, wenn Wosch jetzt dort zugegen ist. Ich finds nur witzig: die nennen das "nur für Erwachsene" und holen sich unter Skuppin immer mehr Kinderkram ins Programm. Schon Olli Schulz ist ja eine Katastrophe, nach dem bißchen, was ich davon gehört habe. Man schämt sich förmlich.

Ein Blick in die Kommentare im Fratzenbuch zeigt: die Hörer sind großteils genausowenig "erwachsen" wie das Programm. Das ist jetzt also das neue Fritz. Für wen sendet dann Fritz und wo sollen die Hörer hin, die sich nicht dumm vollabern oder anprollen lassen wollen? Zum Kulturradio? Zu D-Kultur? Oder doch besser an die frische Luft - ganz ohne Radio?
Nun, zynisch könnte man ja konstatieren daß diese nun bei Fritz perfekt aufgehoben sind, denn dort ist das gesprochene Wort ja mittlerweile nun fast gänzlich eliminiert worden. Wosch mag ja sicherlich polarisieren, aber anprollen tut er einen doch nicht, volllabern hingegen schon. Für seine Anhängerschaft auf diesem Fratzenbuch kann er ja nur bedingt etwas! :D

Und jetzt also auch doch wieder unter Wosch statt Vass aufgeführt.

von Anonymer Teilnehmer - am 05.05.2013 11:00
@Chris_BLN: Schade eigentlich, wenn man als Erwachsener nur noch Bierernstes oder bestenfalls irgendwelche Durchschnittsunterhaltung die keinem weh tut, gut finden soll. Ich bin mit meinen drei Dekaden wohl definitiv aus der Fritz-Zielgruppe draußen (obwohl mir Fritz musikalisch immer noch mehr zusagt als das Pendant für Erwachsene). Von daher werde ich jetzt wohl erstmals ein Radioprogramm hören, das mich auch explizit als seine Zielgruppe ansieht.

@Japhi: Die sonntäglichen Sendungen muss ich mir jetzt endlich mal reinziehen... Mann, Mann, Mann... (heute nicht, ich muss dem System™ dienen^^)

von Wrzlbrnft - am 05.05.2013 11:15
@ Wrzl

Nee, ich bin nicht bierernst, stelle aber zunehmend fest, daß alles um mich herum entweder streng einen auf Hochkultur oder pseudo-Hochkultur macht (ich hab nix mehr gegen Klassik, aber gegen das bierernste, leb- und leidenschaftslose) oder vollkommen in Blödsinn versinkt. Diese radikale Trennung, bei der einerseits die Lust aufs Zuhören mangels Faszination auf der Strecke bleibt (so tote Programme wie Figaro oder D-Kultur ertrage ich meist nicht) und andererseits die Lust aufs Zuhören wegen Inhaltslosigkeit, also reiner "Unterhaltung", sich ebenfalls nicht einstellen will, bekommt den Programmen nicht.

Was ich seit einiger Zeit sehr mag ist Bayern 2. Ich fühle mich da einfach ernstgenommen und bekomme als Hörer in der von mir investierten Zeit auch etwas geboten, das einen erkennbaren Wert hat. Wenn ich sehe, was aus einer partiell durchaus mit Bayern 2 vergleichbaren UKW-Kette in Berlin/Brandenburg geworden ist (Radio Brandenburg -> Radio Eins), wird mir übel.

von Chris_BLN - am 05.05.2013 11:47
Sehr gut! Da passt Wosch meiner Meinung nach als alter Mann (BJ 68!) auch wesentlich besser hin als beim Hopperradio Fritz. Ich schätze seine offene und provokante Art sehr, das ist wenigstens einer, der sich noch traut, hinterm Mikro anderen auf die "Fresse" zu geben. Aber seine letzten Gehversuche mit dieser komischen Frau bei Fritz waren doch eher peinlich und haben nur so vor "Fremdschäm-Momenten" gestrotzt. Da fand ich ihn früher beim Blue Moon oder auch bei Woschs Woche wesentlich besser.

Jetzt hat er eine neue Chance und ich denke, bei RadioEins, der ja quasi seit jeher das Experimentierfeld des ORB ist, wird er sich gut in eine Reihe mit Skuppin, Wieprecht und Caspari einfügen. Hoffe nur, dass er nicht auch diese leicht hochnäsige Art zu moderieren übernimmt, die einige Kollegen dort an den Tag legen. Dumm wäre jedoch auch, unter anderem (richtigem) Namen und gekünstelt-braver Manier mit einer Art Parallel-Persönlichkeit zu moderieren anstatt als "Thommy Wosch" wie früher. Das würde nach hinten losgehen! Den überschätzten Jan Börnemann mag ich im Übrigen überhaupt nicht genauso wie den Schnösel Benjamin von Stuckrad-Barre!

Zitat

Ich habe das Tagesprogramm von Radio Eins nie gemocht und folglich auch nie gehört.


Dafür, dass du den Sender angeblich so wenig magst und sowieso nie eingeschaltet hast, bist du aber erstaunlich gut darüber informiert, wie der Claim lautet, wer dort seit wann Wellenchef ist, wer welche Änderungen eingeführt hat und wie schlecht welcher Moderator klingt. Erinnert mich an wenig an den Nachbarn hinter der Gardine, der natürlich nur "rein zufällig" mitbekommt, welche Unterwäsche die Tochter des Hausmeisters trägt. Warum kann man nicht dazu stehen, dass man den Sender durchaus ab und zu mal einschaltet um zu wissen, worüber man schimpft? Mache ich doch auch so. Ich mag dort auch nicht jede Sendung und schon gar nicht die seit etwa 2004 eingesetzten Jingles, aber der Sender hat durchaus einige Einschaltimpulse zu bieten und war mir während meiner Schulzeit eine angenehme Begleitung bei den Hausaufgaben am Nachmittag! Außerdem gibt es dort noch so etwas wie einen Hörerservice, wo Menschen (nicht Roboter) Briefe und E-Mails mit Worten (nicht mit vorgefertigten Textbausteinen) beantworten. Zu guter Letzt werden dort Konzerte nicht nach jedem Song mit nervigen Jingles vollgeklatscht so wie NDR 2 das tut.

Zitat

Serious Radio


Das könnte man in dem Zusammenhang doch eher mit "handwerklich ursprünglichem, echten Radio" im Vergleich zu den ganzen Plastik-Mainstream-Sendern sehen. Von daher passt der Claim schon wieder.

Zitat

so tote Programme wie Figaro oder D-Kultur ertrage ich meist nicht


Hast du MDR Figaro oder das Nordwestradio überhaupt mal eingeschaltet? Das hat mit reinen Klassikdudelstationen wie dem "Kulturradio", NDR 3 oder B4 rein gar nichts mehr zu tun! Die sind eher mit BR2 zu vergleichen. Zu behaupten, diese Stationen, die durchaus auch mal Popkonzerte übertragen, Jazz-Sondersendungen oder Krimilesungen bringen, wären tot und leidenschaftslos, tut den Machern unrecht. Auch das Deutschlandradio bietet genügend Popmusik und belanglose Moderation, dort läuft sogar gelegentlich Chartmusik im Tagesprogramm, auch wenn mir das Wirrwarr (so folgt auf einen Rocksong nicht selten ein Satz aus irgendeiner Oper) dort nicht zusagt.

Zitat

Wenn ich sehe, was aus einer partiell durchaus mit Bayern 2 vergleichbaren UKW-Kette in Berlin/Brandenburg geworden ist (Radio Brandenburg -> Radio Eins), wird mir übel.


Dann solltest du vielleicht auch erwähnen, dass parallel zu Radio Brandenburg das Vorgängerprogramm von RadioEins in Berlin "Radio B 2" hieß und ähnlich wie MDR Life überwiegend die Chart-Hits der letzten 30 Jahre gespielt hat mit Claims wie "Top informiert und einfach gute Musik". Morgens im Morgenecho gab es einen (!) Kommentar ("Auf ein Wort") und um halb einige belanglose Schlagzeilen ("Frisch gepresst"). Das war's. Als Berliner Stadtradio hat man sich dort nie gesehen. Dagegen müsste dir RadioEins mit seinen zahlreichen Infoblöcken und dem hohen Wortanteil wie eine Wohltat vorkommen. Du merkst: Es ist alles eine Frage der Ansicht, einer pinkelt daneben und einer ins Klo.

Zitat

gab es nicht Gerüchte um eine Schwangerschaft?


Ein dicker Bauch ist bei einer Frau selten mal ein Gerücht, es sei denn sie ist einfach nur ein Moppel. Das ist eben etwas, womit das weibliche Geschlecht punkten kann: Zu jedem Anlass (wenn man mehr Geld will, wenn der Ex ne Neue hat, wenn der Freund droht, sie zu verlassen, um sich in eine Festanstellung reinzuklagen...) wird ein Kind geworfen! Bei den Frauen von heute ist das eher so etwas wie eine Art Hobby geworden und nicht selten spazieren drei oder vier Blagen an ihrer Seite.

von - - am 05.05.2013 15:55
Da hat sich ja jemand richtig Mühe gegeben...

Zitat
ParadiseFM
Hoffe nur, dass er nicht auch diese leicht hochnäsige Art zu moderieren übernimmt, die einige Kollegen dort an den Tag legen.


Das wäre wirklich zu wünschen - auch bei anderen auf Radio Eins. Übrigens einer der Gründe, warum ich das Tagesprogramm nie gemocht habe: mal hält sich für was besseres, für was intellektuelleres, für jemanden, der andere belehren darf und ach-so-witzig ist. Paßt für mich irgendwie in den Prenzlauer Berg. Ein Radio-Eins-Mann der ersten Stunde sagte vor über 10 Jahren im privaten Kreise, Radio Eins wäre ein Programm für "Zehlendorfer Yuppies", ich verorte es eher im Prenzlauer Berg.

Im Kontrast zu der für mich gewollt witzigen, aber absolut unwitzigen Art des Tagesprogramms, im Kontrast zur aufgesetzten Möchtegern-Intellektualität stehen einige Abendsendungen. Leute wie Jürgen König, Holger Luckas und einige andere können es sich leisten, sie selbst zu sein, bescheiden, aber extrem kompetent. Die mag ich. Die habe ich auch gehört, bis der Optimod auch auf Sat reingenommen wurde.

Zitat
ParadiseFM
Dafür, dass du den Sender angeblich so wenig magst und sowieso nie eingeschaltet hast, bist du aber erstaunlich gut darüber informiert, wie der Claim lautet, wer dort seit wann Wellenchef ist, wer welche Änderungen eingeführt hat und wie schlecht welcher Moderator klingt.


Also, ich bitte Dich! Wenn man in Berlin wohnt und sich für gehobeneres Radio interessiert, kommt man vielleicht nicht bei 104.6RTL oder Energy vorbei, aber bei Radio Eins schon. Ich habs ja von Anfang an verfolgen dürfen und im Kollegenkreis liefs teils ja sogar im Büro, was ich nie gekonnt hätte, da ich bei Gerede anderer (auch aus dem Radio) nicht konzentriert arbeiten kann. Ich habe Wieprecht und Skuppin in der "Schönen Woche" ertragen müssen, wenn ich mal zu dieser Zeit in einer Mitfahrgelegenheit saß (ich empfand es als genauso schlimm wie Jump auf Mitfahrgelegenheiten, nur halt nicht wegen der Musik, sondern wegen der Art zu moderieren). Ich habe einst die Sommernachts- und Winternachtskonzerte gehört und mit meiner Vergangenheit kenne ich halt auch paar Leute dort schon aus Zeiten, als an Radio Eins nicht zu denken war. Da weiß man halt, wer Wellenchef ist und wie der Claim lautet. Ich könnte aber nicht das aktuelle Wochenprogramm aus dem Kopf aufschreiben und erinnere mich nur noch dunkel, daß Jürgen König Freitag 21 Uhr dran war. Einziger Fixpunkt, den ich nicht vergesse: das Medienmagazin Samstag um 18 Uhr - aber das höre ich nie, weil mich die Themen meist nicht interessieren (liegt an mir, nicht am Medienmagazin) - und da reicht dann, bei Jörg Wagner auf der Webseite vorbeizuschauen. Geht schneller.

Es ist tatsächlich so: Radio Eins habe ich seit September 2011 nicht mehr gehört wegen der rotzigen Tonqualität. Insgesamt seitdem vielleicht zwei, drei Stunden, ab und an mal reinzappen, obs noch so schlimm ist und dann reichts auch wieder. RBB-Programme habe ich gar nicht mehr in der Favoritenliste, mit Ausnahme des Kulturradios, das ich aber auch seltenst höre. Wenn, dann muß es einen echten Grund geben, auf den mich jemand explizit hinweisen muß, weil ich keine Programmlisten mehr studiere.

Zitat
ParadiseFM
Warum kann man nicht dazu stehen, dass man den Sender durchaus ab und zu mal einschaltet um zu wissen, worüber man schimpft?


Dazu stehe ich - wie gesagt zwei bis drei Stunden in den vergangenen eineinhalb Jahren. Ich schalte inzwischen nichtmal mehr ein, wenn mir jemand aus dem Freundeskreis mailt, daß ein gutes Radiokonzert kommt. Der Sound ist so mies, ich würde mich nur ärgern. Aber ganz allgemein: mein Radiokonsum ist radikal zurückgegangen, auf wenige Stunden im Monat, es sei denn, es liegt was spezielles an, ich soll für jemanden was mitschneiden (das Ende der MDR-Mittelwelle beispielsweise oder einen Sat-Stream der Deutschen Welle).

Zitat
ParadiseFM
aber der Sender hat durchaus einige Einschaltimpulse zu bieten und war mir während meiner Schulzeit eine angenehme Begleitung bei den Hausaufgaben am Nachmittag! Außerdem gibt es dort noch so etwas wie einen Hörerservice, wo Menschen (nicht Roboter) Briefe und E-Mails mit Worten (nicht mit vorgefertigten Textbausteinen) beantworten. Zu guter Letzt werden dort Konzerte nicht nach jedem Song mit nervigen Jingles vollgeklatscht so wie NDR 2 das tut.


Alles richtig - und stilvoller dürften viele Konzerte ebenfalls sein. Leider nützt das gar nichts, wenns klingt wie ein DDR-Kassettenrecorder mit Automatikaussteuerung. Die Einschaltimpulse für mich gäbe es halt ab 21 Uhr - wenn denn die Tonqualität mal wieder genießbar wäre.

Ich nehme halt nur wahr, daß alles, was man seit eineinhalb Jahren über das Programm liest, immer mehr in die Richtung "geschmacklos" abdriftet. Olli Schulz ist auf der Bühne genial, ich war einer der ersten, der ihn sehen durfte, da war die erste LP noch gar nicht raus. Olli Schulz schreibt auch tolle Texte. Aber Olli Schulz im Radio? Mir hat eine Ausgabe "Olli Schulz auf Tour" gereicht, bin im schnellen Vorlauf durch und habe mich fremdgeschämt, wie er in der komischen Oper den Naivling gespielt hat. Das ist einfach nur peinlich und Aussagen aus meinem privaten Umfeld, die ich als authentisch einstufe, bestätigen das. Ich hoffe nun, daß Wosch nicht tagsüber das weitermacht, was abends im Bluemoon teils hochgradig amüsant war - für eine begrenzte Zeit, als Spiel mit den Grenzen. Sowas täglich auf Radio Eins... naja, ok, ich höre das Tagesprogramm ja sowieso nicht. Irgendwann wirds dann aber das gesamte Programm betreffen, befürchte ich. Irgendwann stellt man dann fest, nun gibts da gar nichts mehr, was man hören mag, nun "gehört" das Programm komplett anderen Hörern.

Zitat
ParadiseFM
Hast du MDR Figaro oder das Nordwestradio überhaupt mal eingeschaltet?


Ja. beim Nordwestradio passiert tagsüber fast gar nichts. Kann man ihnen nicht verübeln, das Programm hat halt die undankbare Aufgabe, letztlich ohne vorhandenes Geld eine UKW-Frequenz zu bespielen. Während auf Bayern 2 ein buntes Füllhorn an Themen läuft, teils mit einstündigen Specials zur frühkindlichen Sprachentwicklung, zu Ethik und Tierrechten, zum Anbau tropischer Früchte mitten in Franken, spielt das Nordwestradio fast nur Musik, wenngleich auch handverlesene, die bei mir keine Übelkeit auslöst. Und manchmal gibt es abends auch Perlen, wie z.B. einen Jackie-Leven-Konzertmitschnitt, noch aus dem alten Sendesaal.

Richtig übel wird mir aber bei Figaro.

Zitat
ParadiseFM
Das hat mit reinen Klassikdudelstationen wie dem "Kulturradio", NDR 3 oder B4 rein gar nichts mehr zu tun! Die sind eher mit BR2 zu vergleichen.


Sind sie nicht. Figaro nehme ich als hochgradig inkompetent und lustlos gemacht wahr. Bayern 2 ist erkennbar engagiert. Figaro schafft es sogar, Klassik-Kenner zu entsetzen mit stümperhafter Recherche und ebenso stümperhafter Moderation zur Musik. Dazu zumindest für mich fast immer thematische Langeweile und Musik, die ich als ebenso langweilig empfinde. Die haben einfach nichts zu sagen, was bei Bayern 2 komplett anders ist.

Und dann sage mir bitte, was Figaro gegen Zündfunk oder Nachtmix zu setzen hat. Nichts. Jüngere Kultur hat man beim MDR ja gleich zu Beginn systematisch vertrieben. Die haben da nichts zu bieten. Und wenn ex-Sputniker Tobi Kluge Ostrock-Mitschnitte ansagt, wirkt das nur albern. Sowas läßt man bitte kompetente Menschen betreuen. Warum holt man sich für dieses Gebiet nicht z.B. Olaf Leitner?

Da würde ich dann wohl doch lieber BR Klassik hören, denn da gibts auch feine gepfefferte Kost ("Taktlos"). Das ist nämlich KEINE "Klassikdudelstation"

Zitat
ParadiseFM
Auch das Deutschlandradio bietet genügend Popmusik und belanglose Moderation, dort läuft sogar gelegentlich Chartmusik im Tagesprogramm


Hatte ich darum gebeten, belangloses Zeugs serviert zu bekommen? Ich fragte nach dem Gegenteil, denn "Chartmusik" und "belanglose Moderation" ist für mich "tot".

Zitat
ParadiseFM
Dann solltest du vielleicht auch erwähnen, dass parallel zu Radio Brandenburg das Vorgängerprogramm von RadioEins in Berlin "Radio B 2" hieß und ähnlich wie MDR Life überwiegend die Chart-Hits der letzten 30 Jahre gespielt hat mit Claims wie "Top informiert und einfach gute Musik".


Das hat man aber nicht gehört, wenn man gewissen Anspruch ans Radio hatte. Nun versucht man sich halt in der Mitte zu treffen, aber das ist zuwenig, wenn man nunmal gewissen Anspruch ans Radio hat. Die Schärfe eines RaBra-Wissenschaftsmagazins, die Herzlichkeit von "Ad Libitum", das Freak-Zeugs von Jörg Wagner und Claus Grote, die Entspanntheit, Freude und Neugier einer Marion Brasch, wenn sie eine amerikanische Songwriterin im Studio hatte und mit ihr gleich 2 Stunden auf englisch moderiert hat und jeder seine Lieblingsplatten spielte - tagsüber!!! - das ist alles weg, ist einem Format gewichen, das eine "coole" Zielgruppe ansprechen will, zu der ich nicht gehöre. Ich bin nicht cool, ich wills auch gar nicht sein, ich habe noch 37 Grad Körpertemperatur und hoffe, das bleibt auch noch eine zeitlang so.

RaBra war für mich eine Art "Gundermann-Sender": ein herzliches Program für empfindsame, herzliche Menschen. Davon ist tagsüber durch die neue Ausrichtung nichts geblieben. Radio Eins wirkt auf mich oft kühl und "technisch".

Zitat
ParadiseFM
Dagegen müsste dir RadioEins mit seinen zahlreichen Infoblöcken und dem hohen Wortanteil wie eine Wohltat vorkommen.


Wortanteil ist das eine. Relevantes Wort das andere. Und schon gehts wieder los mit den persönlichen Vorlieben. Ich lasse mir halt nicht gern in klug-und-witzig-wirken-wollenden Doppelmoderationen irgendwas über Autos, Lifestyle oder (einst) Computerspiele im Stakkatotempo erzählen. Das ist vertane Lebenszeit.

Aber wie gesagt, meine Konsequenz habe ich ja gezogen: kaum noch Radio. ich bin hier ja auch fast nur in technischen Dingen unterwegs.

von Chris_BLN - am 05.05.2013 18:04
War doch ein recht solider Einstand nach dem, was ich heute von ihm hören konnte! Wirkte für mich so, als wäre er nie weg gewesen und er hat den Spagat zwischen Seriosität und Unterhaltung gut hinbekommen.

von Anonymer Teilnehmer - am 06.05.2013 17:44
Habe von dem Spaß auch noch einen Mitschnitt angefertigt...

von Wrzlbrnft - am 06.05.2013 20:48
Jetzt, nachdem ich die mitgeschnittenen 3 Stunden im schnellen Vorlauf durch habe (Musik meist schnell drüberweg, das Wort war hier Ziel der Aufmerksamkeit), muß ich anerkennen: das hat der Wosch weitgehend ganz fein gemacht. Ich hatte mit bewußter Provokation und mit bewußt dilettantischem Verhalten gerechnet, aber nichts von alldem. Wosch kann also seriös - zumindest so seriös, wie es für Radio Eins wohl als angemessen betrachtet wird. Bis auf das Interview mit dem Mann vom Tagespiegel über den NSU-Prozeß, da grauste es mir schon ob Woschs klischeebeladenen Vorstellung. Aber sonst... er kann sich selbst auf eine für mich recht angenehme Art nicht sonderlich ernst nehmen, das wirkt sehr positiv bei kleineren Pannen, die er regelrecht mit Genuß nimmt, wenn sie schon passieren. Das ist souverän.

Ich hatte mir das völlig anders vorgestellt. So, wie es nun ist, paßt das gut zum Programm, wie es sein soll. Das ändert aber nichts daran, daß ich irgendwie aus dem Alter (?) für derlei Programm irgendwie rausgewachsen bin. Viel zu wenig Inhalt, viel zuviel Musik, die aber immerhin meist nett. Ich brauche sowas jedoch nicht (mehr) als Tagesbegleitung, aber das kann ich nicht Tommy Wosch anlasten.

von Chris_BLN - am 06.05.2013 21:33
Wosch - seriös?
Ich bin am vergangenen Freitag zufällig gegen 15:30 Uhr auf Herrn Wosch auf Radio Eins gestoßen. Er setzte zu einem kurzen Monolog über seine Füße (Fußgröße) und gewissen hygienischen Problemen im Studio an, um damit dann einem (offenbar sehr) verdutzten weiblichem Studiogast einen vermeintlich existierenden hohen Abstand zu Kollegen Hübner zu erklären. Dann bat er die (immer noch) verdutzte Dame, bitte das Thema nicht weiter zu vertiefen.
Der Hinweis auf die flapsige und unpassende Interviewführung mit dem Herrn vom Tagesspiegel zum NSU-Prozess fiel ja schon...

Ich weiß nicht, ob Herr Wosch ein (guter) Journalist ist; ich kenne mittlerweile nicht einmal mehr Kriterien für diese Einschätzung, die in einer belastbaren Diskussion "Akzeptanz" fänden.
Ich habe mir gerade einmal die Diskussion auf der Radio-Eins-Homepage angeschaut: drei Threads zu einem Thema, im Grunde nur persönliches, gegenseitiges Angegeifer, wer nun im Besitz der Wahrheit ist.
Wäre die Frage, woher diese Prägung rührt? Und wäre die Vermutung, dass dies wiederum eine Folge von dem sein könnte, was auf den jeweiligen Frequenzen so ausgestrahlt wird, von vornherein von der Hand zu weisen?

von rockradiob - am 15.05.2013 20:51
Zitat

Bis auf das Interview mit dem Mann vom Tagespiegel über den NSU-Prozeß


Genau diese Art der Berichterstattung ist es, die ich vom RBB (früher noch ORB) seit Jahren gewohnt bin und die mich trotz der handwerklich und musikalisch hervorragend gemachten Programme immer hat kotzen lassen! Da schalte ich sofort ab, wenn ich Meinungs- und Stimmungsmache wittere. Das hat im Ö-R Rundfunk nichts zu suchen.

Sowohl bei RadioEins, als auch bei Fritz (dort noch viel stärker!) wird ganz bewusst linke Propaganda eingesetzt. Das reicht denn soweit, dass in Wahlzeiten die Jugendlichen darauf hingewiesen werden "dafür zu sorgen, dass die braune Soße draußen bleibt" oder ihnen eingebleut wird, dass sie ja "als Fritz-Hörer wissen, wo sie ihr Kreuzchen zu machen haben".

Einfach widerlich! Das ist eher die Form des Journalismus, die man aus staatlichen Programmen in diktatorischen Systemen gewohnt ist. Hier nimmt der RBB eine Musterrolle des Linksradikalismus ein. Dort werden auch die traditionellen Autoverbrennungen am Morgen des 1.Mai nicht verurteilt sondern als eine Form des Protestes am System gutgeheißen!

von - - am 17.05.2013 14:13
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