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DRadio Wissen wird zum Jahresende in bisheriger Form eingestellt

Startbeitrag von Ihre Majestät am 20.06.2013 14:37

Zitat

Aus für DRadio Wissen in bisheriger Form zum Jahresende - Eklat um Alan Bangs
Das Deutschlandradio plant zum Jahreswechsel eine Reform seines digitalen Programmes DRadio Wissen. Das Programm soll komplett umgekrempelt und verjüngt werden. Unter anderem will der Kölner Sender ein zeitgemäßes jugendorientiertes Musikformat einführen. Dem neuen Format zum Opfer fallen unter anderem die anspruchsvollen Musiksendungen am Wochenende, die unter der Bezeichnung "DRadio Wissen Lärm" ausgestrahlt wurden. Am letzten Sonntag kam es zum Eklat, die Sendung "Nightflight" von Alan Bangs wurde nicht gesendet - aus "redaktionellen Gründen", wie der Sender mitteilte.

"Wir arbeiten mit Alan Bangs seit 2010 sehr gut zusammen, sein befristeter Vertrag läuft zum Jahresende aus. Diesen Vertrag werden wir nicht verlängern, weil wir das Musikprogramm von DRadio Wissen in eine andere Richtung weiterentwickeln wollen", so der Sender in einer Mitteilung.

"Als wir das Alan Bangs persönlich mitgeteilt haben, gab es Irritationen, die sich aber glücklicherweise nach einem gemeinsamen Gespräch erledigt haben. Wir freuen uns, dass der Nightflight bis zum Jahresende weiter zum Programm von DRadio Wissen gehört".


Quote: satnews.de

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
dxbruelhart
Interessante Musikprogramme gibts doch schon einige; weit attraktiver wäre es doch, wenn man DRadio Wissen zu einem reinen Wortprogramm umgestaltet hätte

Zitat
zwölf
Ich finds schade; höre bei DWissen gelegentlich mal rein gerade wegen der Wortbeiträge (die Musik hingegen spricht mich weitestgehend überhaupt nicht an). DKultur und leider auch DLF spielen häufiger (auch gleichzeitig) Musik oder bringen langweilige "Metamusik"; da bin ich ganz froh auch noch DWissen (und manchmal noch Dok&Deb) als Ausweichmöglichkeit zu haben.

Sehe ich exakt wie die beiden auch so.:)

DRadio Wissen ist (bis jetzt) ja keine Jugendwelle. Ein 2. NJOY oder KissFM werden die garantiert nicht werden (dürfen). Schon wegen dem Rundfunkstaatsvertrag und schon wegen dem "Innenverhältnis" zu der ARD und deren dortigen Jugendwellen.

(Edit) Ergänzung: Der Claim "Hirn will Arbeit" ist (war dann) einer der schlechtesten Slogans die es je im deutschen Radio gab.

von Schwabinger - am 03.01.2013 18:04

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
DigiAndi
Zitat
Wrzlbrnft
radioeins?


Genau damit habe ich gerechnet. Nein, radioeins ist mir zu alternativ (kann ich nur schwer beschreiben).
Nimm eine Popwelle deiner Wahl (SWR3, NDR 2, hr3, ...) und ersetze dauergutgelaunte Moderatoren, schlechte Comedy, Dauerclaimen, sinnlose Gewinnspiele, überdrehte Jingles und Werbung durch anspruchsvolles Wort und Moderatoren mit Köpfchen. Ich habe kein Problem mit der Musik der Popwellen. Man müsste man nur die Rotation erhöhen.

:spos:
Was will ich dazu sagen als einer der mit Bayern3, hr3, SWF3, SDR3, WDR1 und DT64 aufgewachsen ist.
Ein Jungendprogramm im D-Radio. Das hätte man mal 1991 besser festgemacht und hätte da DT64 genommen, da stimme ich Mobi 100% zu. Allerdings: Machen wir uns nichts vor, auch das hätte man geschleift und es wäre vielleicht sogar der Name geblieben aber wohl kaum noch was vom Inhalt :-( . Und das ist der Punkt: Auch 2013 oder 14 wird das niemals eine Weiterführung von DT64 wie es 1991 war :-( :-( :-( . Wobei DT64 damals eigentlich kein Jugendradio, sondern eine Popwelle wie Eingangs genannte war. Vielleicht sollte das ja das D-Radio veranstalten. Jugendwellen gibt es inzwischen bei jeder ARD-Anstalt. Popwellen wie damals hingegen nicht :heul: . Nachtrag: Und so ertappe ich mich als häufiger (sofern das Radio als Nebenbeimedium läuft) hr1- und SWR1B-W-Hörer...

von Thomas (Metal) - am 03.01.2013 23:04

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
DigiAndi
Zitat
Wrzlbrnft
radioeins?


Genau damit habe ich gerechnet. Nein, radioeins ist mir zu alternativ (kann ich nur schwer beschreiben).
Nimm eine Popwelle deiner Wahl (SWR3, NDR 2, hr3, ...) und ersetze dauergutgelaunte Moderatoren, schlechte Comedy, Dauerclaimen, sinnlose Gewinnspiele, überdrehte Jingles und Werbung durch anspruchsvolles Wort und Moderatoren mit Köpfchen. Ich habe kein Problem mit der Musik der Popwellen. Man müsste man nur die Rotation erhöhen.
Dann doch vielleicht etwas mehr in die Richtung von Fritz wie es "früher" mal war? Ansonsten geht radioeins doch schon in die Richtung, ich würde aber generell sagen es klingt eher zu alt denn zu alternativ. Ansonsten würde ich mir schon eine Mischung aus bereits genannten Sendungen wünschen, und es wäre auch klasse wenn etwas mit Drive kommt und nicht noch ein trockener Alternativsender. Aber ich denke gerade das sollte man nicht vom D-Radio erwarten. Und man sollte auch keine dämlichen Namen die das D-Radio beinhalten einführen, besser wäre etwas kurzes prägnantes!

von Anonymer Teilnehmer - am 03.01.2013 23:23

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Das auch von Stamm-Hören mit geforderte dritte Programm für das D-Radio war eigentlich dafür gedacht, die vorübergehende Stillegung des Rias in Schritten endlich wieder zu überwinden. Davon merkt man aber nichts. Rias-Hörer können mit einem D-Wissen-Format nicht viel anfangen. Die vorläufige Auslagerung von Rias-Elementen in die Tonart-Nacht von D-Kultur seit 1994 reicht nicht aus.

Es muss wieder ein qualifiziertes werbefreies Vollprogramm her, mit eigenen Nachrichten und eigenen Kommentaren, solide Magazine mit Rundschau am Morgen, am Mittag und am Abend und darüber hinaus formatfreie Sendestrukturen, die thematische Sendungen mit ordentlichem Anfang und Ende zulassen, sowohl für 30, 60 oder 90 durchgängige Minuten. Kennungen und Kennmusiken müssen sich vor allem wieder auf die Sendungen beziehen und nicht irgendeinen intern verordneten Formatmüll bewerben. Erst dann kann man überhaupt wieder von Radio reden.

Und ein solcher Sender sollte ja wohl, wie früher über Jahrzehnte praktiziert, zur Wiedererkennung seine Haupt-Nachrichten zur halben und nicht zur vollen Stunde senden. Dafür den Weg zu ebnen, wäre Sinn eines dritten Programms gewesen.

Was soll dieser schleichend verödende Hörfunk, wo man überall dieselben Wort-„Bänder“ abspielt und verschiedene Leute dieselben Kommentare vorlesen lässt. Überhaupt scheinen insgesamt die Medien hierzulande sich inhaltlich mehr und mehr die vorauseilende Gleichschaltung zu verordnen. Klar, wo der hausgemachte demografische Zusammenbruch unmittelbar bevorsteht, und im journalistischen Bereich ist der Anteil derer, die sich lebenslang vor Unterhaltspflichten drücken, besonders groß, da kriecht zwangsläufig die Diktatur hervor.

von RichtungBerlinRadiohörenderSachse - am 05.01.2013 22:37

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
99zwei
Zitat
Nordlicht2
Man muss sich mal daran gewoehnen, dass nicht nur klassische Musik und Theater als Kultur zu bezeichnen sind sondern auch andere 'Styles'. Es hat den Anschein, dass Kultur nur immer etwas fuer wenige aeltere Menschen ist, das ist aber falsch.


Genau so sehe ich das auch!
Goa, Industrial, Gothic und Metal zum Beispiel haben hier in Deutschland zwar nicht so viele Anhänger wie Katy Perry oder Rhianna, - aber diese Fans gibt es und diese Menschen bilden in meinen Augen ebenfalls eine Kultur hierzulande.
Schade um das Wissensprogramm, aber wenn Kultur, - dann bitte richtig!!!

Ich schließe ich dem ebenso an. Warum man allerdings wieder etwas mit Alleinstellungsmerkmal opfern muß :sneg: ? Das erinnert dann an ZDF Theaterkanal wird ZDF Kultur :rolleyes: .
Aber auch ein D-Radio kann es mit seinen drei Programmen nicht reißen, wenn man ansonsten in der ARD nach meiner Ansicht zuviel (so derbe muß die Aussage leider sein :-( ) gleichgeschaltete Hörfunk-Programme hat.

von Thomas (Metal) - am 05.01.2013 23:33

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Mittlerweile halte ich DKultur für die weitaus größere "Baustelle" - wie das modern ja so schön heißt.

Die Ortszeit am Morgen erscheint tatsächlich belanglos geworden, insbesondere, wenn zur halben Stunde irgendein Kulturgefasel statt Nachrichten läuft. Böse gesagt, sollen mit diesem Programm wohl Hörer angesprochen werden, die um 7:30 Uhr unter Schlaflosigkeit leiden und nicht "auf dem Sprung zur Arbeit" sind und entsprechend kein Informationsbedürfnis haben. Der Schritt zum "Hartz IV Radio" ist dann nicht mehr weit.

Das Radiofölletong ist sich selbst überlebt. Da mag es bisweilen noch Höhepunkte geben aber es wirkt vor allem am Nachmittag gekünstelt und überflüssig. Wir hatten in diesem Forum vor Monaten die Diskussion, die nächtlichen Musikprogramme auf den Nachmittag zu legen. Auch hier gilt, vor dem dritten Programm sollte DKultur interessanter werden.

Und die Spätausgabe der Ortszeit ist mit Oliver Thoma oder Justin Westhoff ein klarer Abschaltimpuls. Nichts gegen sonore Stimmen aber die müssen nicht so dermaßen langweilig klingen.

Insgesamt spricht doch nichts dagegen, eine alte RIAS Programmfahne aus dem Archiv zu ziehen und das Programm rund um 1990 wieder komplett und auch unter diesem Namen aufleben zu lassen - in Berlin müßte man nur 16 Buchstaben vom Funkhaus meißeln. Die Budgets für DWissen wären am Hans-Rosenthal Platz besser aufgehoben.

Und ich wenn ich mobis Beitrag lese ist es schon fast absurd, daß Sentimentalität nach "Deutschlandradio Berlin" aufkommt - wenngleich ich diese durchaus auch teile.

gb

von gb - am 05.01.2013 23:40

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat

Und ein solcher Sender sollte ja wohl, wie früher über Jahrzehnte praktiziert, zur Wiedererkennung seine Haupt-Nachrichten zur halben und nicht zur vollen Stunde senden. Dafür den Weg zu ebnen, wäre Sinn eines dritten Programms gewesen.

Zitat

Insgesamt spricht doch nichts dagegen, eine alte RIAS Programmfahne aus dem Archiv zu ziehen und das Programm rund um 1990 wieder komplett und auch unter diesem Namen aufleben zu lassen -

Auch wenn es stimmt, dass seit Anfang an das DLR die eigentliche Baustelle des bundesweiten Hörfunks ist, wird es ein neues rias1 (LEIDER) nicht geben (dürfen).

Man hat 1994 zwei gegensätzliche Programme (Vollprogramm (!) rias1 und Kulturwelle DLS) zu einem Kulturprogramm zusammengepresst. Hauptargument wohl den beliebten RIAS irgendwie durch 10 Hintertüren zumindest auf dem Papier weiterleben zu lassen und dann auch noch den Ossis wenigstens eines der ex-DDR-Programme in das vereinigte Vaterland hinüberzuretten (hätte man ja auch erfolgreicher mit DT64 machen können, bis auf die ehem. Stimme der DDR hat es ja kein Sender sonst aus dem Osten geschafft weiterleben zu dürfen).
Alles aber unter dem Kontext weder dem "Sieger" DLF noch den ARD-Sendern (auch den noch recht neuen in den neuen Ländern) irgendwie auch nur am Rande zu schaden oder gar Hörer wegzunehmen.
Alles in allem ist das DLR weder Fisch noch Fleisch.

DRW:
Ich kann nur davor warnen hier eine Art on3 oder FM musikalisch durchsetzt mit den bisherigen Wissenswortbeiträgen an den Start gehen zu lassen. Denen, die diese Musik bevorzugen würden, würden die Wortbeiträge wohl zu viel sein, anders herum die Worthörer würden von der speziellen Alternativmucke ggf. abgeschreckt werden.
Ich würde DRW -bis auf den blöden Slogan "Hirn will Arbeit"- eigentlich so lassen wie es ist und eher am DLR herumschrauben und dann noch konsequent alle längeren Musikstrecken aus dem DLF verbannen.

von Schwabinger - am 06.01.2013 08:11

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
DigiAndi
Zitat
Wrzlbrnft
radioeins?


Genau damit habe ich gerechnet. Nein, radioeins ist mir zu alternativ (kann ich nur schwer beschreiben).
Nimm eine Popwelle deiner Wahl (SWR3, NDR 2, hr3, ...) und ersetze dauergutgelaunte Moderatoren, schlechte Comedy, Dauerclaimen, sinnlose Gewinnspiele, überdrehte Jingles und Werbung durch anspruchsvolles Wort und Moderatoren mit Köpfchen. Ich habe kein Problem mit der Musik der Popwellen. Man müsste man nur die Rotation erhöhen.


Das "beste aus den 80ern, 90ern und von heute" wird nicht dadurch besser, dass man bessere Moderatoren einsetzt. Solche Sender gibt es wie Sand am Meer.

Ich wünsche mir ein richtig alternatives Radioprogramm mit wöchentlichen Spezialsendungen für verschiedene Musikrichtungen. Daneben wären mehrmals täglich Programmenschienen mit Information, Kultur, Diskussion und Wissenschaft wünschenswert.

Ich habe mich spätestens Anfang der 90er als Hörer deutscher Musikprogramme verabschiedet, weil ich nirgends ein Programm gefunden habe, dass man durchhören kann. Seit dem ich Sat und Internet habe, kann ich zum Glück auf ausländische Quellen zurückgreifen. Wobei es inzwischen auch in Deutschland besser geworden ist.

Ein weiteres Popprogramm braucht kein Mensch.

von Mujek3 - am 06.01.2013 10:00

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
Zwölf
Zitat

Aber auch ein D-Radio kann es mit seinen drei Programmen nicht reißen, wenn man ansonsten in der ARD nach meiner Ansicht zuviel (so derbe muß die Aussage leider sein ) gleichgeschaltete Hörfunk-Programme hat.

Bei der ARD darfst du aber nicht vergessen, dass dies keine deutschlandweiten Angebote sind (auch wenn du alle Angebote empfangen kannst) sondern regionale. Insofern musst du die Programme innerhalb einer ARD-Anstalt miteinander vergleichen und nicht das Angebot mehrerer Anstalten. (Sat und Internet-Empfang außerhalb des Zielgebietes ist auch Overspill und muss insofern nicht auf ortsübliche oder gar andere über Overspill empfangene Programme ausgerichtet werden) Zumindest was den BR betrifft kann ich kaum Gleichschaltungen innerhlb des Programmangebotes dieser Anstalt feststellen. Lediglich bei Bayern 2 fände ich eine Wortnacht statt der Übernahme des ARD-Nachtkonzertes besser.

Bei anderen Anstalten sieht das ganz anders aus:
NDR2 ist fast dasselbe wie NJOY,
MDR Jump unterscheidet sich nicht wesentlich von MDR Sputnik - um einmal zwei Beispiele zu nennen. Muss das wirklich sein?

von Hunsrücker - am 06.01.2013 10:23

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
rusradio
Zitat
Zwölf
Zitat

Aber auch ein D-Radio kann es mit seinen drei Programmen nicht reißen, wenn man ansonsten in der ARD nach meiner Ansicht zuviel (so derbe muß die Aussage leider sein ) gleichgeschaltete Hörfunk-Programme hat.

Bei der ARD darfst du aber nicht vergessen, dass dies keine deutschlandweiten Angebote sind (auch wenn du alle Angebote empfangen kannst) sondern regionale. Insofern musst du die Programme innerhalb einer ARD-Anstalt miteinander vergleichen und nicht das Angebot mehrerer Anstalten. (Sat und Internet-Empfang außerhalb des Zielgebietes ist auch Overspill und muss insofern nicht auf ortsübliche oder gar andere über Overspill empfangene Programme ausgerichtet werden) Zumindest was den BR betrifft kann ich kaum Gleichschaltungen innerhlb des Programmangebotes dieser Anstalt feststellen. Lediglich bei Bayern 2 fände ich eine Wortnacht statt der Übernahme des ARD-Nachtkonzertes besser.

Bei anderen Anstalten sieht das ganz anders aus:
NDR2 ist fast dasselbe wie NJOY,
MDR Jump unterscheidet sich nicht wesentlich von MDR Sputnik - um einmal zwei Beispiele zu nennen. Muss das wirklich sein?

Das ist halt die Sache mit den Jugendradios; Jump und NDR2 als "Erwachsenenprogramme" und NJOY und Sputnik als Jugenradios. Ich schätze mal, dass sich die Moderation unterscheidet und evtl. die Jugenradios Chartlastiger sind. Da landen wir wieder beim Thema wie ein Jugendradio gestaltet werden sollte oder ob es überhaupt eines braucht. Der BR hat mit on3 ein Jugendradio, das vollkommen anders ist als Bayern 3; dafür hört es kaum jemand - ist das bessere Jugendradio das, das kaum jemand hört?

von Zwölf - am 06.01.2013 10:40

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat

Die Ortszeit am Morgen erscheint tatsächlich belanglos geworden, insbesondere, wenn zur halben Stunde irgendein Kulturgefasel statt Nachrichten läuft. Böse gesagt, sollen mit diesem Programm wohl Hörer angesprochen werden, die um 7:30 Uhr unter Schlaflosigkeit leiden und nicht "auf dem Sprung zur Arbeit" sind und entsprechend kein Informationsbedürfnis haben. Der Schritt zum "Hartz IV Radio" ist dann nicht mehr weit.


Genau dieses Kulturgefasel entspricht aber eigentlich dem, was das Programm leisten sollte. Ob die Form so stimmt, ist nochmal was anderes. Aber dein Informationsbedürfnis solltest du eigentlich beim DLF stillen, wenn beide Programme schärfer positioniert wären. Aber so finde ich gibt es halt viel zu viele Überschneidungen und es laufen oft genug zur gleichen Zeit auf beiden Programmen Informations-/Nachrichtensendungen, zur gleichen Zeit Musik (meist Klassik) zur gleichen Zeit.

Kultur ist so ein breitgefächerter Begriff, das kann doch ein Programm alleine gar nicht alles abdecken ohne Abschaltimpulse zu erzeugen. Kunst, Theater, Film, Musik, Literatur und vieles andere und das alles noch in all seinen mannigfaltigen Ausprägungen. Im realen Leben sucht sich halt jeder die kulturellen Aspekte raus, die einen interessieren. Ein echtes Kulturprogramm müsste ein Death Metal Konzert ebenso im Programm haben wie eine Oper, eine Literaturdiskussion, den Bericht vom letzten Trachtenfest, Berichte über Handwerk, was weiß ich noch alles. Und Kultur lässt sich dann ja auch nicht immer in 5-Minuten-Häppchen abhandeln.

Um dem gerecht zu werden, müsste man alles was mit "herkömmlichen" Nachrichten (also Politik, Weltgeschehen) zu tun hat aus dem Programm werfen, damit mehr Platz ist für all die verschiedenen Dinge, die derzeit noch fehlen.

Das ist ein schwieriger Balanceakt, bei dem man es sich mit seiner Hörerschaft auch sehr verderben kann...

von Habakukk - am 06.01.2013 10:45

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
zwölf
Das ist halt die Sache mit den Jugendradios; Jump und NDR2 als "Erwachsenenprogramme" und NJOY und Sputnik als Jugenradios. Ich schätze mal, dass sich die Moderation unterscheidet und evtl. die Jugenradios Chartlastiger sind. Da landen wir wieder beim Thema wie ein Jugendradio gestaltet werden sollte oder ob es überhaupt eines braucht. Der BR hat mit on3 ein Jugendradio, das vollkommen anders ist als Bayern 3; dafür hört es kaum jemand - ist das bessere Jugendradio das, das kaum jemand hört?

Wer Charts braucht, kann NDR2 hören. NDR2 und NJOY sind von der Musikauswahl her sehr ähnlich, wenn es nur um die Moderation geht, könnte man ja genauso gut bspw. ein Klassikprogramm mit jugendlicher Moderation fordern. ;) Außerdem bedienen 70% der Privatsender ein AC/CHR-Format, um diese Hörer braucht man sich also auch mit einem "anderen" NJOY keine Sorgen machen. Desweiteren geht es doch bei den Ö-R Programmen um den gesetzlichen Versorgungsauftrag und nicht (nur) um Popularität und Quoten. Ein Klassikprogramm wie NDR Kultur hat doch auch seine Berechtigung, auch wenn es nicht so oft gehört wird wie z.B. NDR2.
Genauso wie eben auch ein Programm wie D Radio Wissen und auch genauso wie ein Programm mit "speziellen" Musikrichtungen ähnlich on3radio seine Berechtigung hat.

von Hunsrücker - am 06.01.2013 13:20

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
Zwölf
Zitat

Aber auch ein D-Radio kann es mit seinen drei Programmen nicht reißen, wenn man ansonsten in der ARD nach meiner Ansicht zuviel (so derbe muß die Aussage leider sein ) gleichgeschaltete Hörfunk-Programme hat.

Bei der ARD darfst du aber nicht vergessen, dass dies keine deutschlandweiten Angebote sind (auch wenn du alle Angebote empfangen kannst) sondern regionale. Insofern musst du die Programme innerhalb einer ARD-Anstalt miteinander vergleichen und nicht das Angebot mehrerer Anstalten. (Sat und Internet-Empfang außerhalb des Zielgebietes ist auch Overspill und muss insofern nicht auf ortsübliche oder gar andere über Overspill empfangene Programme ausgerichtet werden) Zumindest was den BR betrifft kann ich kaum Gleichschaltungen innerhlb des Programmangebotes dieser Anstalt feststellen. Lediglich bei Bayern 2 fände ich eine Wortnacht statt der Übernahme des ARD-Nachtkonzertes besser.

Das ist mir in gewisser Weise klar. Aber: Einerseits tritt man als Senderverbund auf, andererseits lohnt es sich durchaus auch gleichgelagerte Programme zu vergleichen. Dort fällt einem dan hinsichtlich der Musikauswahl auf, daß man in gleichen Zeiträumen auch die gleichen Titel von gegenwärtig nicht aktuellen Interpreten spielt. Man nutzt also offensichtlich überall die gleiche Software für die Musikauswahl. An dieser Stelle schließt das sogar die Privaten mit ein.
Ich frage mich dann ernsthaft, warum man das nicht ändert, es würde einen Mehrwert darstellen. Wenn ich Private nenne, so erlaubt dies den Hinweis, daß dann die ö. r. Popwelle durchaus mit einer Privaten im gleichen Bundesland direkt verglichen werden kann. Ich vermute mal, daß hier einfach Software fremdeingekauft wurde und man entweder Anpassungen im erforderlichen Rahmen nicht vornehmen kann oder dies einfach aus Angst nicht tut, da man ansonsten nicht nahe genug an der Zielgruppe dran ist. Formulieren wir es mal so: Es sollte jeder Fachinformatiker im 3. Lehrjahr fähig sein etwas zu programmieren was mehr Vielfalt liefert ;-) . Ganz zu schweigen davon, daß bei professionell genutzer Software nicht unerhebliche Lizenzgebüren anfallen. Mit etwas eigenem wäre man da völlig außen vor.
Und genau hier kommt ein D-Radio und macht möglicherweise etwas anderes. Genau das überzeugt dann.

Nachtrag:
Gleichschaltung ist ein Begriff, welcher der nationalsozialistischen Terminologie entstammt. Das Wort entstand 1933, als der Prozess der Vereinheitlichung des gesamten gesellschaftlichen und politischen Lebens – also des öffentlichen und privaten Lebens – in der Machteroberungsphase in Deutschland eingeleitet wurde. Ziel war es, bis 1934 den als Zerrissenheit verstandenen Pluralismus in Staat und Gesellschaft aufzuheben.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichschaltung)
Und genau diesen Pluarlismus im Rundfunk unserer Tag wurde u. a. bezüglich Musikauswahl eben damit beseitigt :-( .

von Thomas (Metal) - am 06.01.2013 17:26

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat

Eigentlich sollte dieses Problem im digitalen Zeitalter lösbar sein indem man einfach beliebige andere Programme (z.B. Festplattendudler wie LoungeFM, Absolut Relax oder meinetwegen auch das Bundes-Energy) oder auch eigene mp3s hören könnte und sich in diese die Beiträge von D-Wissen einblenden lässt. Mit einer dem Verkehrsfunk ähnlichen Kennung sollte dies möglich sein. Bedauerlicherweise sind solche Funktionen auch bei den mir bekannten DAB-Radios nicht mal vorgesehen.

Mit der 90elf-Methode sollte sowas in der Art technisch möglich sein. Das Problem ist eher, dass man in Deutschland ziemlich pingelig auf eine Trennung von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk achtet; da wird sowas kaum möglich sein. Abgesehen davon hätte man dann auch ein Problem wie man bei der Quotenmessung die Sender auseinanderklamüsert - möglicher Weise nehmen manche Zuhörer das gar nicht als Programmwechsel wahr. Ein weiteres Problem wäre die unterschiedliche Länge/Anordnung von Musikstücken; wenn man Pech hat, hört man bei der Umschaltung das Ende des einen Liedes und den Anfang des nächsten Liedes. Wenn man DLF und DKultur auf DAB+ umstellt könnte man überlegen, ob man evtl. gesparte kbit für ein Alternativmusikbett für DWissen hernimmt; ich schätze allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschehn wird auch gering ein.

von Zwölf - am 07.01.2013 19:08
Mir fällt ohnehin gerade auf, dass der Claim "Hirn will Arbeit" aus dem Radiotext und der Webseite verschwunden ist. Vielleicht wird bald daraus "Lass Hirn regnen" (wobei dieser Spruch dann wohl eher für den Programmdirektor gilt).
Die DRadios sind ja eigentlich dafür gedacht, Programme abseits des ARD-Einheitsbreis zu liefern und müssen nicht der Durchformatierung der Quote bzw. MA (da ohnehin werbefrei) hinterherhecheln. Die DRadios leben ja gerade von journalistischer Kompetenz.

Ausschnitte aus zwei Kommentaren auf der DRadio Wissen-Seite, die zu denken geben sollten:

Zitat
1
Man kann keine jüngere Popmusik spielen. Nur blödere.
Zitat
2
Klar, die Redaktion meint es nur gut mit der nicht erwünschten Zielgruppe: langsames Entzug. Was die Zielgruppe angeht: in meinem Bekannten- und Freundeskreis gibt es zahlreiche Menschen, die eurer Wunsch-Zielgruppe zuzurechnen sind. Und die hören in der Tat nicht DRadio Wissen. Und ich würde ganz viel Geld verwetten, dass sie das auch nach einer Programmreform nicht tun werden. Dann gibt es keine jüngere Zielgruppe und die ältere Zielgruppe ist vergrault. Ein Tod auf Raten - wenn's gut läuft. Ansonsten geht's ganz schnell mit dem Dudelradio zuende.


von rolling_stone - am 20.06.2013 19:52
Warum stellt man diesen Sender als Musterbeispiel für Steuerverschwendung nicht gleich komplett ein? Der hat doch ohnehin eine kaum messbare Anzahl von Hörern und war anfangs nur dazu gedacht, um das Packerl im Dabradio vollzubekommen. Aber im Gegensatz zu DLR Dok&Deb, wo auch viel recyclet wird, entstehen durch DLR Wissen enorme Zusatzkosten in der Redaktion und der Musikredaktion. Interessant finde ich, dass man daraus nun ein Jugendradio machen will, denn als genau solches war es doch vor rund fünf Jahren ursprünglich gestartet. Ich erinnere mich, dass zwischen den wenigen eingestreuten Beiträgen ganz merkwürdiges Elektro-Geklimper und Experimental-Töne liefen. Das war selbst der übermächtigen Indiefraktion hier im Forum zuviel des Guten! Generell muss man leider sagen: Ein Programm, das nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit sendet, aber von der Gesamtbevölkerung mitfinanziert wird, hat keinerlei Daseinsberechtigung. Mit dem DLF und dem DLR haben wir bereits derer zwei Einschaltradios für Minderheiten, ganz zu schweigen von den Klassikprogrammen, die es in jedem Bundesland geben muss, während es keines für anspruchsvolle Rock- und Popmusik oder deutschsprachige Titel gibt. Dass das ZDF (Altersschnitt 61 Jahre!) keinen blassen Schimmer hat, was junge Leute wollen, beweist man ja seit einigen Jahren eindrucksvoll mit dem Kinderkanal, ZDF Neo und seit Kurzem auch mit "Wetten dass...". Den "Nachtflug" mit Alan Bangs gab es bereits vor zwanzig (!) Jahren auf WDR 1 und später Eins Live. Da wäre es nun mal wirklich an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Der Gute (Baujahr 1951!) ist mittlerweile in ein Alter gekommen, wo er für ein Jugendradio absolut nicht mehr passend ist. Da kommt nur eine Lösung in den Sinn: Abschalten! Und das DLR Kultur als Gegenstück zum elitären DLF in ein Jugendradio umformatieren. Aber noch ein anspruchsvolles Radio mit 0,1 % Marktanteil bedarf es sicher nicht.

von - - am 20.06.2013 20:29
Jetzt mal Butter bei die Fische.
DRadio Wissen von den Hörerzahlen definitiv ein Sonderfall. Das Programm zwar nur eine relativ mäßige Zahl an Livehörern, dem gegenüber steht aber laut Eigenaussagen ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Podcast- und On-Demand-Hörern. Genau dieses individuelle Hörverhalten wird sich aber in den kommenden Jahren noch stärker durchsetzen, insbesondere bei "Einschaltprogrammen" wie den DRadios. So sehe ich DRadio Wissen denn eher als Vorläufer dessen, was dem DLF und DRadio Kultur in einigen Jahren erst noch blühen wird. Somit ist es auch ganz sinnvoll, dieses Know-How dann bereits im Haus zu haben.

Ich selber höre DRadio Wissen auch nur punktuell. Vor allem aber die donnerstägliche Was-mit-Medien-Redaktionskonferenz und bestimmte Ausgaben des Online-Talks haben es mir aber angetan. Bei Aufenthalten in Deutschland freue ich mich auch immer noch über die spätabendliche Wiederholung des "Echo der Zeit".

@Hunsrücker: Wenn du dir die Majestät'schen Beiträge genau durchliest, merkst du, dass das reine Satire war. Solche Claims sind bislang noch nicht über DRadio Wissen gelaufen.

von Wrzlbrnft - am 21.06.2013 07:06
@ParadiseFM: Nur weil du die DRadios offensichtlich nicht hörst, ist es unfair, den DLF und DKultur als Minderheitenprogramme zu bezeichnen. Es sind die einzigen bundesweiten und haben in ihrem Quasi-Vollprogramm-Anspruch und aus ihrer Rolle in der Geschichte (insbesondere DLF) ihre Daseinsberechtigung.

Um ehrlich zu sein, die DRadios sind die einzigen Programme neben denen des BR, die es mir wert wären,Gebühren zu zahlen.

Edit: Wenn, dann war DRadio Wissen nach deinem Verständnis elitär. Elektro-Gefrickel zwischen den Beiträgen, was kaum anhörbar war, Uni-Vorlesungen, die man nur durch Vorwissen als Student selbst nachvollziehen konnte (zugegebenermaßen sehr gut), Übernahmen anderer Sender, bei denen v.a. die Übernahmen von Radio France selbst in der DWissen Community anfangs wegen des "französischen Gebrabbels" für Proteste gesorgt hatten.

Ansosnsten ist über die Radionacht die Ausrichtung klar: DLF Information und einige wenige Musikspezialsendungen am Abend, DKultur die Kultur in allen Facetten (auch für Minderheiten).

Und nach Marktanteil, lieber ParadiseFM, braucht sich das DRadio nicht so krass zu richten, da komplett werbefrei (noch).

von rolling_stone - am 21.06.2013 07:10
Zitat
rolling_stone
Wieso? Die Podcast sind ja eh nur Sprache. Oder muss man bei einem Vortrag vor Publikum genau hören, dass jemand rechts vom Redner hustet?

Es gibt ja nicht nur Vorträge sondern auch Hörspiele, Reportagen und Features. Aber auch bei Gesprächsrunden erleichtert es das Zuhören ungemein wenn die Sprecher "im Raum verteilt" sind. Das hat Tim Pritlove in seinem "Lautsprecher" Podcast mal sehr eindrucksvoll demonstriert. Vor allem wenn hitzig Diskutiert wird kann man dem Gespräch besser folgen wenn die Sprecher links und rechts verteilt sind als wenn alle stur aus der Mitte sprechen.

Mal davon abgesehen klingen die 64kb/s MP3 schon recht dumpf muffelig. Man hatte schon öfters mal angekündigt von MP3 auf AAC+ umzustellen aber daraus wurde bis jetzt noch nichts weil viele Nutzer noch ur-alt Podcastreader im Einsatz hätten die kein AAC unterstützten. So zumindest die Auskunft des DRadio Hörerservice. Man wisse selbst das 64kb/s Mono MP3s nicht mehr auf der höhe der Zeit sind aber man möchte die Hörer auch nicht verprellen in dem man auf ein anderes Format umstellt.

von Spacelab - am 21.06.2013 08:26
@ ParadiseFM:

Ich komme zwar vom Thema ab, aber es ist immer wieder interessant zu lesen, wie Du versuchst, den DLF als elitär darzustellen. Ich würde eher sagen, hier wird unterschieden, welcher Hörer wirklich an Hintergründigem interessiert ist und welcher eher an der Oberfläche schnuppern möchte und sich damit zufrieden gibt. Die Wortwahl jedenfalls ist keineswegs elitär, sondern gut verständlich. Und dass bei Nachrichten oder Sachverhalten eine gewisse Seriösität vorhanden ist, versteht sich wohl von selbst. Diese vermisse ich selbst bei der Tagesschau mittlerweile, obwohl diese Sendung sich sonst bislang dieses Merkmal auf die Fahnen geschrieben hat. Jedenfalls hat es der DLF verstanden, Hörer nicht nur mit schlichten Nachrichten zu versorgen, sondern ein ganzes Bild zu vermitteln, welches vielleicht manche Tatsache leichter verstehen hilft.

Dies allein berechtigt schon das Dasein dieses Senders, wenn es die Landesanstalten nicht schaffen, eine vergleichbare Welle anzubieten (WDR 5 und Bayern 2 sind nahe dran, aber der DLF ist mir noch eine Spur "tiefer drin" ). :-)

Zum Thema Jugendradio: Ich warte einfach mal ab, was aus DRadio Wissen wird. Vielleicht lernen die Macher ja und schauen sich ein Pendant Marke FM4 oder vergleichbarem ab. Damit wäre doch einigen geholfen. Ganz ehrlich: Im Zeitalter, wo fast alles digital verfügbar ist, müssen entsprechende Sender Einschaltimpulse schaffen. Berieselungsstationen gibt es zuhauf, hier würde ein entsprechender Sender untergehen. Da hilft also wirklich gegenzusteuern.

Und Jugendlichkeit wird nicht allein vom Alter bestimmt (Stichwort Alan Bangs). Es gibt Menschen, die sind 50 und um einiges erfrischender als andere mit 20. Nur ist es natürlich schwieriger, solche Menschen auszumachen, gilt es doch, sie oder ihr Können besser zu kennen. Aber es lohnt.

von NurzumSpassda - am 21.06.2013 09:52
Darum geht es nicht. Das Programm richtet sich in erster Linie an ungarische Hörer. Zumindest gibt es dort keine Call-Ins oder Korri-Talks von fünf bis zehn Minuten Länge wie bei anderen hier positiv hervorgehobenen Beispielen. In einem jungen Programm sollte doch die Musik überwiegen, was nicht heißt, dass nur Blödsinn geschwatzt werden soll. Freilich hat SR P3 genau wie DR P3 gute Spezialsendungen und das jeden Abend bis tief in die Nacht hinein. Allerdings haben beide in den vergangenen zehn Jahren deutlich nachgelassen und ich habe schon Sendestunden erlebt, in denen fünf Titel oder weniger liefen! Auch sollte die Musik kein Pausenfüller sein, sondern Teil des Programms. Wer sagt, dass sich Beiträge in einem CHR-Format auf die Presseschau der "Süddeutschen" oder die Lage in der Türkei beschränken müssen? Wir sind mitten im Sommer, überhall sind Festivals, schickt die Leute raus und mischt euch unters Volk, testet die Badeseen und erzählt mir, in welchem Club gute DJs auflegen. Das interessiert mich, und nicht was Klaus aus Wittenberge heute zum Frühstück gegessen hat.

von - - am 21.06.2013 15:33
In welcher Sprache gesendet wird, spielt überhaupt keine Rolle! Die Sender richten sich an eine Zielgruppe in ihrem jeweiligen Land und in Ungarn spricht man nun einmal ungarisch. Dort laufen aber auch mal zwei oder drei Titel back-to-back oder nur mit Jingles dazwischen, ohne dass nach jedem Song erstmal behäbige Telefonate über das Privatleben der Hörer geführt werden oder das Moderatorenduo (standesgemäß Mann und Frau) erst einmal das Fußballspiel vom letzten Freitag nacherzählen.

Genauso so läuft es nämlich auf P3, und das verstehe ich sehr wohl. Nur interessiert es mich nicht. Knackige Moderation, themenbezogen (Musik, Film, Veranstaltungen, Showbizz, Lifestyle) sollte es sein. Da bieten z.B. Radio Split oder Radio Dubrovnik am Abend einige gute Sendungen. Und dort muss man nichts verstehen können, da nur die Titel an- und abgesagt werden und zwischendurch Interviews (auf Englisch!) mit den Künstlern laufen. Davon habe ich mehr, als wenn mir irgendwelche Hörer ihre politische Meinung aufdrängen wollen.

Warum kannst du nicht akzeptieren, dass wir jungen Menschen (dazu zähle ich mich mit unter 30 Jahren auch) diesen Mist der auf diesen Pseudo-Jugendsendern verzapt wird nicht sehen oder hören möchten? Die Fakten sprechen doch eine klare Sprache, sowohl im Radio als auch im TV, wo Kanäle wie Eins Plus oder ZDF Neo in der Bedeutungslosigkeit vor sich hinsenden. Die Masse holt sich ihre Filme, Serien und Musik ganz woanders, den gut gemachte Jugendradios gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr. Der letzte Versuch war der Relaunch von Sputnik, und der ist nun einmal gründlich in die Hose gegangen. Warum war wohl die Quote von Sputnik so schlecht? Weshalb sieht man beim "Deh Radio Wissen" Grund zum Handeln? Geh' mal in die Gymnasien und frage die Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren, wer dieses Programm kennt und wer es hört. Du wirst ernüchtert sein!

Aber was soll man auch von einer Hörfunkanstalt wie dem Deutschlandfunk erwarten, der einerseits zeitgemäß sein möchte, aber auf der anderen Seite an veralteten und wenig zukunftsweisenden Techniken wie Mittelwelle, Langwelle oder Dabradio festhält. Die Zukunft liegt im mobilen Webradio. Ein DLR-Webchannel on Demand, wo man sich sein Programm sowohl musikalisch als auch in Form von Beiträgen so prozentual zusammenstellen kann, wie man es mag wäre mal ein wichtiger Schritt. Und damit würde man auch die Jungen erreichen!

Zu deinen persönlichen Anfeindungen mir gegenüber sei angemerkt, dass ich hier im "RH" Forum (was ist ein "RH Forum"? Red Hat? Rechnungshof? Reihenhaus???) ohnehin kaum noch schreibe, da mir dies seitens der Forumadministration so ans Herz gelegt wurde aus "Rücksichtnahme" auf "alteingesessene User". Außerdem gibt es dank Sporadic-E jeden Tag soviel tolle Programme aus aller Herren Länder, die es besser machen als DLR Wissen, Sunshine Live oder Antenne Frankfurt.

von - - am 21.06.2013 15:59
Zitat
PFM
Weshalb sieht man beim "Deh Radio Wissen" Grund zum Handeln? Geh' mal in die Gymnasien und frage die Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren, wer dieses Programm kennt und wer es hört. Du wirst ernüchtert sein!

DWissen ist aber jetzt ja auch kein "Jugendsender".

Zitat
PFM
Warum kannst du nicht akzeptieren, dass wir jungen Menschen (dazu zähle ich mich mit unter 30 Jahren auch) diesen Mist der auf diesen Pseudo-Jugendsendern verzapt wird nicht sehen oder hören möchten?
Mit knapp unter 30 bist Du auch nicht mehr Zielpublikum eines ECHTEN Jugendsenders, denn: Du bist nicht mehr Jugendlicher oder Heranwachsender...
Lt. einer Umfrageeinschätzung von Frauen werden Männer allerdings erst mit durchschnittlich 42 Jahren tatsächlich erwachsen...
Und ein echter Jugendsender kann es nicht allen von 14 (bis 39J.1live) (bis 45J. Bremen4) rechtmachen. Sobald man 14-18jährige als Publikum anstrebt dürfte der Rest außen vor sein, ganz einfach weil 14-18j. einfach keinen Geschmack haben und nur wirklich schlechte Musik und für alle anderen einfach nur peinliche Witze hören wollen. Dürfen sie auch, das ist das Vorrecht der Jugend, und später gibt sich das ja auch wenn die Hormone wieder im Lot sind... :D

von iro - am 21.06.2013 17:52
Zitat

DWissen ist aber jetzt ja auch kein "Jugendsender".


Als solcher wurde er aber damals vor dem Start angekündigt und auch so konzipiert:

Zitat
Dietmar Timm, Sendeleiter
Wir versuchen, jüngere Zielgruppen anzusprechen


Quelle:
http://www.bild.de/regional/berlin/berlin-regional/neuer-sender-dradio-wissen-startet-montag-11134864.bild.html

Zitat
DWDL
Ziel sei es, das klassische Hören und die interaktive Radionutzung miteinander zu verbinden


Quelle:
http://www.dwdl.de/nachrichten/37854/was_mit_medien_startet_bei_dradio_wissen/

Zitat
TopNews
Mit dem neuen digitalen Sender DRadio Wissen will das Deutschlandradio eine jüngere Zielgruppe ansprechen.


Quelle:
http://www.topnews.de/deutschlandradio-startet-neuen-wissenssender-383654

Zitat
DLR
Der USB-Stick wird eingemauert und die Position über www.deaddrops.com bekannt gegeben. Danach kann man über Tage, Wochen oder Monate beobachten, welche Daten herauf- oder heruntergeladen werden. Fotos, Musik, Briefe, Gedichte, geheime Akten und Geheimdienstakten (wenn man Glück hat…).


Quelle:
http://blog.dradiowissen.de/dead-drops-dradio-wissen-und-die-netz-reporter-starten-experiment/

Zitat
W&V
Dradio Wissen baut auf einem "crossmedialen Konzept" auf, um eine junge Hörerschaft anzusprechen. [...] Erklärtes Ziel sei es, den "Abriss der Generationen" zu verhindern und durch die Verknüpfung mit sozialen Netzwerken zusätzliche Anreize für junge Hörer zu schaffen.


Quelle:
http://www.wuv.de/medien/dradio_wissen_startet_im_januar_fuer_junge_hoerer

Und jetzt soll bitte niemand sagen, dass man mit diesem Konzept Leute über 30 ansprechen wollte! Das Programm war ganz klar als multimediales Jugendprogramm (bis 29 Jahre) konzipiert - nur leider ist man mit dem Format grandios gescheitert: Es wollte keiner aus der angesprochenen Zielgruppe hören, stattdessen schalteten Hitradio-verdrossene Erwachsene ein. Unfassbar, dass man dafür bislang rund 21 Millionen Euro zum Fenster rausgeworfen hat! Wenn in der Wirtschaft eine Idee nicht anschlägt, steht man offen dazu, dass diese gescheitert ist und zieht die Konsequenzen: Sprich Personalabbau, Schließung, ... nur beim Staatsrundfunk ist man sich ja dank Zwangssteuer seiner Einnahmen sicher und kann weitermachen. Und Relaunch um Relaunch erreicht man immer weniger Menschen. Wie man gutes Jugenradio macht, kann man sich bei Studio Brussel, Le Mouv oder Pure FM abkucken!

von - - am 22.06.2013 08:03
Zitat
ParadiseFM
Und jetzt soll bitte niemand sagen, dass man mit diesem Konzept Leute über 30 ansprechen wollte!


Doch, sage ich! ;)
Man hat nur immer wieder betont, dass man eine jüngere Zielgruppe ansprechen wolle. Jünger als die Durchschnittshörer von DLF und DRadio Kultur, und das gelingt DRadio Wissen meines Erachtens auch. Ich fühle mich von DRadio Wissen besser angesprochen als vom Deutschlandfunk, den ich ebenfalls regelmäßig höre.

Ich tue mir mit dem Begriff Jugendradio ohnehin zunehmend schwerer. Je länger, je mehr fällt mir auf, dass es diese Zielgruppe nur im deutschen Sprachraum zu geben scheint - und das auch nur bei den öffentlich-rechtlichen. Auch hier würden sich Energy, Kiss FM, bigFM oder planet radio nie selber als explizites "Jugendradio" bezeichnen, auch wenn sie primär genau diese Klientel ansprechen.

Und noch dazu was:
Zitat

Zu deinen persönlichen Anfeindungen mir gegenüber sei angemerkt, dass ich hier im "RH" Forum (was ist ein "RH Forum"? Red Hat? Rechnungshof? Reihenhaus???) ohnehin kaum noch schreibe, da mir dies seitens der Forumadministration so ans Herz gelegt wurde aus "Rücksichtnahme" auf "alteingesessene User". Außerdem gibt es dank Sporadic-E jeden Tag soviel tolle Programme aus aller Herren Länder, die es besser machen als DLR Wissen, Sunshine Live oder Antenne Frankfurt.


Überleg mal, wie der Begriff "Radiohörer-Forum" abgekürzt werden könnte. :rolleyes:
Gewisse deiner Postings schätze ich ja durchaus, es nervt aber einfach, wenn du Posting für Posting auf deiner höchstpersönlichen Meinung bestehen bleibst. Leben und Leben lassen! Mir geht auch einiges an der Radiolandschaft hierzulande auf den Sack und habe auch meine Vorstellungen von perfektem Radio, aber ich vertrete meine Standpunkte nicht mit einer derartigen Gebetsmühlenvehemenz sondern lasse auch andere Meinungen zu! Bitte beherzige das endlich!

In diesem Sinne wird man wohl sehen, was man beim DRadio aus seinem Wissensprogramm machen wird. Wenn wir Glück haben, wird es etwas in Richtung Studio Brussel oder FM4, wenn nicht, dann was anderes.

von Wrzlbrnft - am 22.06.2013 08:27
Zitat

Man hat nur immer wieder betont, dass man eine jüngere Zielgruppe ansprechen wolle.


Wie jung darf es dann sein? Wenn man einerseits von jungen Zielgruppen spricht, und dann auf Facebook, Streams, Podcasts usw. setzt steht für mich außer Frage, dass man sich an technikaffine, social-media-begeisterte, wissbegierige Hörer wie Gymnasiasten der Oberstufe, Studenten oder Praktikanten im Technik / Forschungsbereich von etwa 20 bis 30 wenden will. Wozu sonst der starke Online-Bezug? Da sind heute 30 Jährige doch in einem ganz anderen Zeitalter aufgewachsen. Ich sehe es bei mir selber. Ich spreche noch mit Menschen im Bus oder auf der Strasse anstatt den Leuten neben mir irgendwelche klimpernden und piepsenden Botschaften zu schicken.

Zitat

Jünger als die Durchschnittshörer von DLF und DRadio Kultur, und das gelingt DRadio Wissen meines Erachtens auch.


Das bestreitet auch niemand. Zb Akademiker oder Menschen mit gutem Einkommen oder die viel reisen. Allerdings erreicht man damit eben nicht die jungen Leute von 20 bis 30 oder meinetwegen 35. Und genau um diese scheint es ja nun eben doch zu gehen, wenn man mit einem Altersschnitt von 44 (was nicht schlecht ist wegen der hohen Kaufkraft - der DLF Hörer dürfte um die 55 wenn nicht gar 60 sein!) totunglücklich zu sein scheint.

Zitat

Ich fühle mich von DRadio Wissen besser angesprochen als vom Deutschlandfunk, den ich ebenfalls regelmäßig höre.


Das liegt aber an der moderneren Aufmachung und der starken Präsenz im Internet die jüngere Menschen eben ansprechen soll. Während der DLF sich an seine Stammhörerschaft wendet, die eher konservativ ist und die FAZ liest, bei der es ja einen Großen Aufschrei gab als diese zum ersten Mal ein Titelfoto auf die Seite 1 drucken ließ. Dort schätzt man die Verlässlichkeit und Seriösität. Selbst die derzeitigen Jingles waren manchen schon zuviel.

Zitat

wenn du Posting für Posting auf deiner höchstpersönlichen Meinung bestehen bleibst.


Du darfst aber nicht vergessen dass ich auch die andere Seite der Medienlandschaft kenne. Ich weiß wie alte Leute negativ gesehen werden und dass das Internet eine massive Bedrohung für die dt. Privatradios aber auch den Staatsundfunk sind, da es dort alles kostenlos und sehr viel schneller gibt. Also muss man reagieren.

von - - am 22.06.2013 08:48
Zitat
ParadiseFM
Wie jung darf es dann sein? Wenn man einerseits von jungen Zielgruppen spricht, und dann auf Facebook, Streams, Podcasts usw. setzt steht für mich außer Frage, dass man sich an technikaffine, social-media-begeisterte, wissbegierige Hörer wie Gymnasiasten der Oberstufe, Studenten oder Praktikanten im Technik / Forschungsbereich von etwa 20 bis 30 wenden will. Wozu sonst der starke Online-Bezug? Da sind heute 30 Jährige doch in einem ganz anderen Zeitalter aufgewachsen. Ich sehe es bei mir selber. Ich spreche noch mit Menschen im Bus oder auf der Strasse anstatt den Leuten neben mir irgendwelche klimpernden und piepsenden Botschaften zu schicken.


Ich bin derzeit exakt 30-jährig und habe noch die guten, alten (weitgehend) internetfreien 90er miterlebt. Trotzdem mache ich den ganzen Online- und Social-Media-Hype mit, soweit er mich interessiert. Genauso wie mich "junge" Programme heute immer noch mehr ansprechen, als das klassische AC-Gedöns, das ich mir eigentlich antun soll. Umgekehrt habe ich aber auch schon vor 20 Jahren Deutschlandfunk gehört.
Mit solchen Verhaltensmustern bin ich auch bei weitem nicht der Einzige. Steck doch bitte nicht immer alles in irgendwelche Schubladen! Es geht speziell auch DRadio Wissen darum, ihre Hörer auf möglichst vielen verschiedenen Wegen zu erreichen. Wo früher eine einfache UKW-Frequenz und ein wenig Plakat- oder Zeitschriftenwerbung gereicht hat, muss man sein Publikum heute auch noch per Facebook, Twitter, auf dem Notebook, auf dem Smartphone, usw. ansprechen. Oft sogar noch persönlich. Den ganzen Zirkus machen die Sender doch nicht zum Spaß, sondern oft schon aus schierer Not, um den Anschluss nicht zu verlieren. Und sogar der Deutschlandfunk pflegt sorgfältig seinen Facebook-Auftritt, um jüngere Hörer an sich zu binden.

Zitat

Das liegt aber an der moderneren Aufmachung und der starken Präsenz im Internet die jüngere Menschen eben ansprechen soll. Während der DLF sich an seine Stammhörerschaft wendet, die eher konservativ ist und die FAZ liest, bei der es ja einen Großen Aufschrei gab als diese zum ersten Mal ein Titelfoto auf die Seite 1 drucken ließ. Dort schätzt man die Verlässlichkeit und Seriösität. Selbst die derzeitigen Jingles waren manchen schon zuviel.


Irgendjemand meckert immer. Machen wir hier auch, wenn sich irgendwo irgendetwas an einem liebgewonnenen Sender ändert. Trotzdem wird es durchgezogen und geht die Welt nicht unter. Für mich waren die musikalisch unterlegten DLF-Jingles auch ungewöhnlich, heute kenne ich es gar nicht mehr anders.

Zitat

Du darfst aber nicht vergessen dass ich auch die andere Seite der Medienlandschaft kenne. Ich weiß wie alte Leute negativ gesehen werden und dass das Internet eine massive Bedrohung für die dt. Privatradios aber auch den Staatsundfunk sind, da es dort alles kostenlos und sehr viel schneller gibt. Also muss man reagieren.


Damit wiedersprichst du dir aber selbst, wenn du zum hundertsten Male erzählst, wie verschnarcht unsere Sender hier sind. ;)
Das Problem sind doch die ganzen anderen medienpolitischen Zwänge. Die öffentlich-rechtlichen würden gerne mehr für ihr junges Publikum machen, nur haben da immer noch irgendwelche Rundfunkräte etwas dazwischenzusagen und die Struktur der ganzen ARD-Länderanstalten macht das Ganze auch nicht einfacher (deswegen gibt's ja beispielsweise auch immer noch kein ordentliches Jugendprogramm im TV). Die Privaten hingegen sehen ihre Felle davonschwimmen, sind finanziell auch nicht auf Rosen gebettet und versuchen halt, so gut es geht, ihre Hörerschaft an sich zu klammern. Woanders, z.B. in den Niederlanden, geht man ganz anders an solche Entwicklungen heran, aber das wird jetzt zu ausschweifend.

von Wrzlbrnft - am 22.06.2013 09:31
Zitat
wrzl
Ich bin derzeit exakt 30-jährig und habe noch die guten, alten (weitgehend) internetfreien 90er miterlebt. Trotzdem mache ich den ganzen Online- und Social-Media-Hype mit, soweit er mich interessiert. Genauso wie mich "junge" Programme heute immer noch mehr ansprechen, als das klassische AC-Gedöns, das ich mir eigentlich antun soll. Umgekehrt habe ich aber auch schon vor 20 Jahren Deutschlandfunk gehört.
Mit solchen Verhaltensmustern bin ich auch bei weitem nicht der Einzige. Steck doch bitte nicht immer alles in irgendwelche Schubladen!
Dem kann ich mich eigentlich nur anschließen, geht mir ähnlich - und ich hab sogar noch ein paar Jahre mehr auf dem Puckel... :D

@PFM:
in allen deinen Zitaten steht "jüngeres Zielpublikum" und nicht "Jugendsender". Deswegen bleibe ich auch dabei: DWissen ist nicht als "Jugendsender" gestartet, sondern peilt nur ein "jüngeres" Publikum als das der beiden anderen DRadio-Programme an. Also "unter 50"... :D

Für einen "Jugendsender" ist m.E. die Obergrenze des Zielpublikumsalters bei 18 bis 21J. anzusetzen.

von iro - am 22.06.2013 13:53
Die ÖR machen schon sehr, sehr viel für die Jugend (you FM, ZDF Neo, Wetten dass...) nur ist das alles der falsche Weg. denn sie geben ja offen zu (IV Zeit vor 3 Wo.) dass man damit Zuschauer von den Privaten rüberlocken will. man macht es aber nur leider schlecht und daher sind RTL , Pro7 , RTL 2und Planet Radio die lachenden Gewinner weil die Stammzuschauer / Hörer verschwinden (wer will schon diese komische Geiß Familie sehen? was machen die überhaupt?`?) und neue kommen nicht hinzu weil die lieber gleich den Raab auf Pro Sieben schauen

Es ist richtig, das vermehrt auf Crossmedialität gesetzt wird, auch bei kleinen Sendern. Aber: Das birgt auch eine gewaltige Gefahr denn wenn man die Hörer erstmal ins Netz geloggt hat wird der Hörer merken, dass man im Stream Werbung überspringen kann mit kleinen Apps, oder im Podcast ganz drauf verzichtet, dass es noch andere , bessere Sender gibt usw. man macht sich also selbst Konkurrenz und dadurch das alle Sender jederzeit und überall via Web und App empfangbar sind, bleibt für Metzger Müller oder Bäcker Baumann die Frage warum noch Radiowerbung schalten wenn es für das selbe Geld schon ne Plakatwand gibt???

Ich würde auch gern mehr verändern. Aber leider liegt es nicht in meiner Verantwortung, Entscheidungen bezüglich der Musikauswahl zb von Bayern 3 zu treffen. Wäre ich in einer entscheidenden Position, würde sich einiges ändern. Denn auch ein absolut durchgestyltes, top modernes Mainstream-Radioprogramm mit kleiner Playlist kann gut klingen (siehe FG, Fun radio, Skyrock, Flaix FM, VIBE 88.7 )

von - - am 22.06.2013 14:13
Was ist denn mit Pulsradio in Bayern? wie machen die sich so?? nach anfänglicher Euphorie schreibt hier keiner mhr was darüber (im extra Thread den es dafür gibt!)...hatte neulich grad bei uns im Kino Werbung von denen gesehen

oder Ego FM ist doch auch nicht schlecht. tja sowas bekommt die ARD nicht mehr hin. wahrscheinlich will sie es auch gar nicht. Denn Ende der 90er gab es ja diverse gute Programme wie Sputnik , Fritz oder HR XXL. die mag ich heute alle nicht mehr hören

und jetzt sagt nicht, ich wäre kein typischer Jugendlicher weil ich kein DKlutur-Wissen höre . Ich bin ein durschnittlicher Jgendlicher! Ich muss sogar beim Lottospielen immer den PA vorzeigen also bitte. Und eins ist ja mal sicher: Der normale Jugendliche hört kein DLR Wissen., sonst wären a ) die Quoten nicht so schlecht (denn die Leute in unsrerr Wohlstandsgeneration kriegen wieder seit einigen Jahren viele Kinder, oft 2 oder 3..es ist sogar ein Trend zu erkennen, dass es "cool "ist möglichst viele Kinder zu werfen) und b) der Altersschnitt nciht so hoch.

von - - am 23.06.2013 07:01
Natürlich hört kein durchschnittlicher Jugendlicher DRadio Wissen. Ich gehe mal so weit zu behaupten, dass der durchschnittliche Erwachsene auch nicht grade oft Deutschlandfunk hört.

Zu Puls: Ich höre gelegentlich gerne beim "Zoo" und bestimmten Ausgaben der "DJ Show" (jener mit Bonaparte) rein. Puls ist musikalisch zwar noch recht nahe bei on3, aber in seiner Alternativität trotzdem sehr unaufgeregt und glattgebügelt. Mir gefallen da andere Alternative-Programme wie FM4 oder FluxFM doch etwas besser, da die Moderatoren und Programminhalte doch noch mehr Ecken und Kanten haben.

Letztlich ist doch die Frage, welche Anforderungen sich DeutschlandRadio beim Relaunch derer 3. Programmkette stellt. Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass man eine deutschlandweite Dudelkette aufmacht. Das käme auch politisch nie und nimmer durch und würde DeutschlandRadio als ör-Anstalt an sich jede Menge Glaubwürdigkeit kosten. Auch ein so genanntes "DJ Radio" wird es nicht werden, da dies dem geforderten Bildungsauftrag sowie journalistischen Grundprinzipien wohl zu wenig nachkäme.
Es wird also schon an sich eher ein alternatives Angebot bleiben, möglicherweise mit anderer - noch jüngerer - Ansprache, im Stile von Puls oder FM4 und wahrscheinlich auch weiterhin mit mehr Wort als bei den anderen beiden genannten Sendern. Halt eine Art "Deutschlandfunk für Jüngere". Das ist jetzt auch nicht das, was sich alle hier im Forum wünschen, aber in meinen Augen die realistischste Entwicklung.

von Wrzlbrnft - am 23.06.2013 08:13
Zitat
1
Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass man eine deutschlandweite Dudelkette aufmacht


Das wäre erstens ziemlich sinnlos, da ja jede ARD-Anstalt bereits entsprechende Programme anbietet (nicht selten sogar zwei derer Sorte) und diese zudem problemlos über UKW empfangbar sind. Außerdem würde man sich damit ja selbst eine Kugel ins Bein jagen, da mein beim DLF doch die Fahnen des Qualitätsjournalismus aufrecht hält und auf Niveau und Anspruch setzt. Dieser Schritt wäre also ein Signal in genau die falsche Richtung und zudem würde man sich damit in direkte Konkurrenz zu HR3, SWR3 und B3 stellen - da kann der DLF nicht gewinnen, schon allein deshalb nicht, weil die UKW-Verbreitung fehlt.

Zitat
2
Auch ein so genanntes "DJ Radio" wird es nicht werden, da dies dem geforderten Bildungsauftrag sowie journalistischen Grundprinzipien wohl zu wenig nachkäme.


Vor allem würde man damit ja wohl noch weniger Hörer reißen, als bislang. Denn derzeit stehen ja eindeutig die Inhalte im Vordergrund wärend die Musik vor sich hinplänkelt und nur Beiwerk ist. Mit einem solchen Format würde man zwar eine sehr überschaubare Zielgruppe ansprechen, allerdings sowohl den wenigen Hörern bisher als auch allen neuen potenziellen Zielgruppen vor den Kopf stoßen. Und ob man mit einem DJ-Radio den Altersschnitt so stark drücken würde, bleibt auch fraglich.

Eher wird das Programm in Richtung Fritz gehen, also unbekannter Kommerz mit kurzen Beiträgen aus Showbizz, Popkultur und Musikszene.

von - - am 23.06.2013 08:20
Ich vermute, dass wir nach den Sommerferien erfahren werden, was sich die DWissen-Macher so ausgedacht haben.
Das dritte DRadio-Programm erscheint mit vollkommen überflüssig,.
Bloß weil man technisch die Möglichkeit hat, muß man ja nicht unbedingt ein drittes Programm veranstalten, wenn man keine Ideen für den Inhalt hat.
Das scheint mir bisher bei DWissen der Fall zu sein. Möglicherweise auch in Zukunft. Mit mehr Musik kann man natürlich alles zuschütten.
Fast möchte ich es noch extremer sagen:
Man kann schon die ketzerische Frage stellen, ob die Programmideen beim Deutschlandradio ausreichen
um zwei Programme ( DLF und DKultrur ) zu veranstalten !
Reicht nicht auch eins ?
Die Idee zwei Dradios zu senden entstand ja nicht, weil man sich inhaltlich mehr davon versprochen hätte
( dann hätte man ja schon vor 1989 zwei Programme machen können ),
sondern weil man die Mitarbeiter der alten DDR-Radios irgendwie unterbringen mußte.
Radio als Versorgungsunternehmen .... so ähnlich wie in Griechenland .... :entnervt:

von SagittariusA - am 16.07.2013 16:18
Zitat

Bücher sind ein Kulturgut und unentbehrlich für die gesellschaftliche Diskussion ( ohne die eine Demokratie nicht möglich wäre ).
Briefmarken sind eine Wertmarke, die die Bezahlung eines Beförderungsentgelts bescheinigt.

Über Bücher kann man sich auch im Internet, Zeitung oder im nächsten Buchladen informieren. Und die meisten Bücher dürften auch entbehrlich für die gesellschaftliche Diskussion sein; klar man kann über jedes Buch diskutieren, aber das macht es noch nicht wichtig, zumindest nicht so wichtig, als das nicht eine Ausstrahlung auf DKultur genügen würde.
Übrigens kann man auch Briefmarken als Kultur sehen; kommt ganz auf den Blickwinkel an. Genauso könnte ich auch sagen Bücher seien nur Brennmaterial so wie Kohle oder Holz. Könnte man wohl nicht bestreiten, das Potential von Büchern gibt aber wesentlich mehr her und so ähnlich ist es bei Briefmarken auch.
Abgesehen davon gibt es ja auch noch die Kulturwellen der ARD...

Vielleicht habe ich ungünstige Zeiten erwischt, als ich beim DLF reingehört habe und auf Musik gestoßen bin. Wenn ich das hier so lese, sollte ich es vielleicht noch mal probieren.

von Zwölf - am 16.07.2013 22:31
Zitat
ardey.fm
Ohnehin finde ich bedauerlich, dass nun auch der DLF im Nachtprogramm seine Tageskonserven als "Radionacht" weiterverwursteln muss - für sowas gibt's Podcasts & Co!

Ist so nicht hundertprozentig richtig. "Fazit" war schon immer eine Weiterverwurstelung von DRadio Kultur, auch vor der Radionacht, seit der Umstellung wird übrigens bereits ab 4 Uhr nachweislich (Uhrzeitangaben) live moderiert. Das Einzige, was rausgeflogen ist, sind die Klassiksendungen in der Nacht (dafür gibts in der Nacht ja bereits BR-Klassik überall), andere Sendungen wurden z.T. umgeschichtet, und Klassik gibt es weiterhin auf jeden Fall am Sonntag.

Zitat
ardey.fm
Gegen ein paar Veränderungen im Bereich der DLF-Werktags-Nachmittags-Schiene von 14 bis 17.30 Uhr hätte ich persönlich auch nichts einzuwenden. Bei einer grundlegenden Um- und Neuverteilung von Programminhalten zwischen DLF und DKultur wage ich jedoch zu prophezeien, dass dies nur zu Lasten beider Programme und insbesondere des DLF realisiert werden würde - von daher besser: don't touch this.

Gerade bei DLF und DKultur wird man sehr stark darauf achten müssen, dass die Veränderungen nicht zu radikal ausfallen.

von rolling_stone - am 17.07.2013 19:47
Die Reform scheint eingetreten zu sein. DJ Wissen spielt derzeit die neue Musikausrichtung.

www.dradiowissen.de/playlist-dj-wissen.103.de.html

Sendezeit: 17:27 Titel: Show Me Länge: 03:37 Min Interpret: Kid Ink feat. Chris Brown Sendezeit: 17:24 Titel: Changes Länge: 03:19 Min Interpret: Faul & Wad Ad vs. Pnau Sendezeit: 17:21 Titel: Evil Eye Länge: 02:45 Min Interpret: Franz Ferdinand Sendezeit: 17:17 Titel: Can't Believe It Länge: 03:40 Min Interpret: Flo Rida Feat. Pitbull Sendezeit: 17:14 Titel: Holding On To You Länge: 03:19 Min Interpret: Twenty One Pilots Sendezeit: 17:11 Titel: Lived A Lie Länge: 03:24 Min Interpret: You Me At Six Sendezeit: 17:07 Titel: Berzerk Länge: 03:58 Min Interpret: EMINEM Sendezeit: 17:03 Titel: Stolen dance Länge: 03:21 Min Interpret: MILKY CHANCE Sendezeit: 16:57 Titel: One day Länge: 03:30 Min Interpret: Asaf Avidan Sendezeit: 16:54 Titel: Inner Ninja Länge: 03:10 Min Interpret: Classified feat. Olly Murs Sendezeit: 16:51 Titel: Dance The Pain Away Länge: 03:09 Min Interpret: Benny Benassi feat. John Legend Sendezeit: 16:48 Titel: Snap out of it Länge: 03:10 Min Interpret: Arctic Monkeys Sendezeit: 16:44 Titel: Say Something Länge: 03:49 Min Interpret: A Great Big World Sendezeit: 16:41 Titel: Youth Länge: 03:29 Min Interpret: Foxes Sendezeit: 16:36 Titel: Know Bout Me Länge: 04:23 Min Interpret: Drake and James Fauntleroy Timbaland feat. Jay Z Sendezeit: 16:33 Titel: Story Of My Life Länge: 03:37 Min Interpret: One Direction Sendezeit: 16:29 Titel: The Hype Länge: 03:21 Min Interpret: Wookie feat Eliza Doolittle Sendezeit: 16:26 Titel: Hard Out Here Länge: 03:28 Min Interpret: Lily Allen Sendezeit: 16:22 Titel: Beautiful War Länge: 04:16 Min Interpret: Kings Of Leon Sendezeit: 16:18 Titel: Six Degrees Of Separation Länge: 03:51 Min Interpret: The Script Sendezeit: 16:15 Titel: Last Forever Länge: 03:32 Min Interpret: Fenech Soler Sendezeit: 16:11 Titel: Kraniche Länge: 03:38 Min Interpret: Bosse Sendezeit: 16:07 Titel: What Now Länge: 04:03 Min Interpret: Rihanna Sendezeit: 16:04 Titel: Jambalaya Länge: 03:30 Min Interpret: Casper Sendezeit: 15:56 Titel: Bad kingdom Länge: 04:16 Min Interpret: Moderat Sendezeit: 15:52 Titel: Do What U Want Länge: 03:46 Min Interpret: Lady Gaga feat. R. Kelly Sendezeit: 15:48 Titel: In My Head Länge: 03:50 Min Interpret: Madcon Sendezeit: 15:44 Titel: The monster Länge: 04:10 Min Interpret: Eminem feat. Rihanna Sendezeit: 15:41 Titel: Tom Ford Länge: 03:09 Min Interpret: Jay Z Sendezeit: 15:38 Titel: When I Was Your Man Länge: 03:29 Min Interpret: Bruno Mars Sendezeit: 15:34 Titel: Out Of My League Länge: 03:27 Min Interpret: Fitz & The Tantrums Sendezeit: 15:30 Titel: Shot At The Night Länge: 04:01 Min Interpret: The Killers Sendezeit: 15:27 Titel: Keep Moving Länge: 03:12 Min Interpret: The Boxer Rebellion Sendezeit: 15:24 Titel: How I feel Länge: 02:48 Min Interpret: Flo Rida Sendezeit: 15:20 Titel: I'm Aquarius Länge: 03:58 Min Interpret: Metronomy Sendezeit: 15:18 Titel: Under Control Länge: 03:02 Min Interpret: Calvin Harris & Alesso feat. Hurts Sendezeit: 15:14 Titel: Too Far Länge: 03:30 Min Interpret: Anna F. Sendezeit: 15:11 Titel: Party Around The World Länge: 03:03 Min Interpret: Carlprit feat. CvB Sendezeit: 15:07 Titel: Afterlife Länge: 04:11 Min Interpret: Arcade Fire Sendezeit: 15:03 Titel: XO Länge: 03:35 Min Interpret: Beyoncé Seite 1 / 787 Mittwoch, 1. Januar 2014

Leider so ein unformatierter Textwust vom Smartphone. Es wird eine Mischung aus Charttiteln aus dem Elektronischen Bereich, Indie und unbekannteren Titeln gespielt. Gefällt mir bisher ganz gut.

von Japhi - am 01.01.2014 16:37

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Mitte Februar führt das Deutschlandradio den Relaunch seiner Bildungswelle DRadio Wissen durch.
Im eigenen Programmheft erklärt Programmchef Dr. Ralf Müller-Schmid erste Details.
So soll es eine tägliche Morning Show mit dem Namen "Schaum oder Haase" geben, aus den Wissensnachrichten wird das "Update".
Neu sei auch die Show "Einhundert" am Abend, die laut eigenen Angaben aufwendig und lebensnah recherchiert sei.
Erhalten bleibt die "Redaktionskonferenz".
Auch am Wochenende werde nun ein Eigenprogramm geboten, die Übernahmen anderer Sender entfallen somit wohl komplett.
Radikalste Änderung ist aber, dass das bisher fast reine Wortprogramm DRadio Wissen ein Musikformat bekommt, das aktuellen Trends folgen, dabei aber nicht oberflächlich sein soll.
Das mögliche Format ist aktuell bereits in der Schiene "DJ Wissen" zu hören: Aktuelle Chartstitel paaren sich hier mit neuen Produktionen, vorrangig aus der Independent- und Elekronik-Szene.

( aus www.SatelliFax.de )

von SagittariusA - am 03.02.2014 17:57

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
SagittariusA
Zitat
Schwabinger

Aber: Der unsägliche (und m. E. auch dumme, sperrige, abschreckende und irgnorante) Name "DRadio Wissen" wird wohl nicht angetastet :mad:
Man hätte auch "Deutschlandsender" (ok, gab es schon mal, würde aber zu "Funk" und "Radio" passen) nehmen können. Oder "DLF 2".


Da kann ich nur zustimmen.
Ich finde der Name passt gar nicht zum Inhalt des bisherigen ( und vermutlich auch nicht zum zukünftigen ) Programm.
Sicherlich gibt es auch Vorlesungen, aber ansonsten eher Häppchen von Wissen.
Und außerdem - nochmal Zustimmung - er klingt abschreckend, so irgendwie nach Schule.
Ein besserer Name sollte sich finden lassen.
Muss ja nicht "Antenne Deutschland" sein. ;)

Naja, MDRinfo und Co. nennen sich ja auch so, obwohl sie größtenteils nur Schnippsel servieren; DRadio Wissen hat sich ja daran orientiert. Vielleicht wollte man aber auch selbst nicht wahrhaben, dass das 3. Programm nicht das gleiche Niveau wie die anderen beiden hat.
Bei dem Namen geht es wohl zum einen darum die Verwandtschaft zum DRadio zu symbolisieren, und da der DLF eine Nachrichten-Marke für sich ist, auch mehr zum DRadio als dem DLF. Schön dass es wenigstens ein deutscher Name ist. Aber vielleicht wäre etwas wie "DRadioAlternatiV" besser. Ich finde für ein nicht-Mainstream-Programm darfs auch ein etwas sperrigerer Name sein.

von Zwölf - am 05.02.2014 19:52

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
RoboCop
Normalerweise sage ich ja immer: "besser gut kopiert als schlecht erfunden", aber gerade der Versuch oder der Wunsch FM4 zu kopieren kann meiner Meinung nach bestenfalls scheitern! FM4 ist auf seine (Eigen-)Art doch zu einzigartig und ja auch eher ein wenig unfreiwillig zu dem geworden was es ist!

Zudem schafft es meiner Ansicht nach auch nur FM4 anders zu sein ohne aufgesetzt zu wirken, wenn ich mir als Vergleich die im Ansatz recht guten aber im Abschluss ungenügenden Programme wie Flux- oder egoFM anschaue.

Ersterer möchte zwanghaft hipp sein und zweiterer hat ja nur stammelnde Praktikanten am Mikro, kam mir jedenfalls immer so vor!


Ich finde FluxFM eigentlich gar nicht so zwanghaft. Hängt aber wohl doch etwas von den Moderatoren ab. Aber z.B. Ueli Häfliger und Winson finde ich bei Flux immer großes Kino. :spos:

Einigen missfällt hier auch der Begriff "Mainstream". Nun spielt aber auch FM4 Interpreten wie Milky Chance, Marteria oder Pharrell, die auch auf YouFM, DASDING oder 1LIVE - oder auch SLAM!FM und 538 ;) - teils rauf und runter laufen. Nur eben nicht in dieser Intensität. Wenn ich mir die bisher veröffentlichten Jingles und Trailer zum neuen Programm anhöre, klingt mir das Programm wie ein etwas kantigeres BR PULS. So schlecht nicht, aber etwas mehr Drive und Durchgeknalltheit à la 3FM würde ich mir bei gewissen Sendestrecken dennoch wünschen.

von Wrzlbrnft - am 06.02.2014 08:17

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
Wrzl
Einigen missfällt hier auch der Begriff "Mainstream". Nun spielt aber auch FM4 Interpreten wie Milky Chance, Marteria oder Pharrell, die auch auf YouFM, DASDING oder 1LIVE - oder auch SLAM!FM und 538 ;) - teils rauf und runter laufen. Nur eben nicht in dieser Intensität. Wenn ich mir die bisher veröffentlichten Jingles und Trailer zum neuen Programm anhöre, klingt mir das Programm wie ein etwas kantigeres BR PULS. So schlecht nicht, aber etwas mehr Drive und Durchgeknalltheit à la 3FM würde ich mir bei gewissen Sendestrecken dennoch wünschen.


Nach mittlerweile gut sechs Jahren intensiven FM4-Konsums kann ich behaupten, dass das mit diesem ,,Mainstream" anders anfällt.

Das beste Beispiel lieferte vor einigen Jahren "Laserkraft 3D" mit "Nein Mann" - FM4 spielte das und spielte das - zirka 4, 5 Monate lang. Erst dann kam dieser Track allmählich im Mainstream. FM4 spielt diesen Track weiter, es gehört ja immerhin zum FM4-Programm - also läuft es weiter. Diese Taktik gefällt mir so sehr! EgoFM setzt die Titel z. B. sofort ab. Finde ich für unglaublichen Schwachsinn, immerhin kam der Track vorher doch auch. Kann egoFM doch nix dafür, dass es auf einmal im Mainstream gelandet ist.
Selbiges auf FM4 mit Milky Chance etc. pp.

Marteria und Pharell sind eigentlich FM4-Interpreten, die .. naja, es auch irgendwie in die Charts geschafft haben. Hier überträgt sich die Titelerklärung gleich komplett in den Interpreten...

von BieMa - am 06.02.2014 16:54

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
zerobase now
Zitat
Nordlicht2
[Fuer einen Vergleich mit DR P3 ist DWissen doch etwas zu Rock lastig. Auf Dauer nervt mich das dann irgendwann im Tagesverlauf. Daher passt schon eher der Vergleich mit 1Live, wobei ich hoffe, dass das nur jetzt am Anfang so ist.


Ja, sehe ich auch so. "Normale Popmusik" läuft praktisch gar nicht und von Elektro habe ich auch bisher nichts gehört. Insgesamt aber schonmal nicht schlecht, aber an der Präsentation muss man noch arbeiten.


Also ich höre jetzt seit einer Stunde zu und habe kein einziges Rockstück gehört.
Ist was mit meinen Ohren ? oder versteht man heute unter Rock nicht mehr diese harte, rhythmische Gittarenmusik ?

Meine Zustimmung zur Kritik an der Präsentation.
DRadioWissen klang früher nach Schülerradio und so klingt es für mich heute immer noch.

Die größte Frage ist aber : Wo ist das WISSEN ?
Bin ich jetzt gebildeter als vorher, weil ich gerade den Hinweis auf den neuen Stromberg-Film gehört habe ? ;-)

von SagittariusA - am 19.02.2014 15:50
" Und Gekicher/Gegacker gehört doch zu einem (Jugend-) Radio dazu."
Quatsch!
"Und die Musik würde ich genauso lassen wie sie momentan ist."
Ich nicht. Und die vermutlich auch nicht, denn schliesslich haben sie ja erst einen neuen Musikredakteur gesucht.
"Also nicht noch mehr Indie/Alternativ und bloß nicht noch mehr FM4 oder Puls. "
Warum nicht?
"Gegen Hintergrundmucke bei den News spricht m. E. auch gar nichts."
m.E. recht viel. Vor allem, wenn sie so aufdringlich ist.
"Machen viele andere auch so."
Das ist kein Argument. Wenn die in die Isar springen, springst auch hinterher, oder?
"Warum dann nicht das JUGEND-Programm des DLR? "
Was hat Jugend mit Musikbetten unter Nachrichten, mit Gekicher und Gegacker zu tun? Erschliesst sich mir nicht.
"Nur der Name "DRadio Wissen" ist halt mies."
Mies nicht, es gibt besseres. Und Name und Format passen jetzt nicht mehr so richtig zusammen.

Ich gebe dem neuen "D Wissen" trotzdem eine Chance und höre jetzt mal längere Zeit rein. Was mir wenig gefällt, ist die Art der Moderation und die Höreransprache. Das ist mit wirklich zu "Eins Live", das gefiel mir von jeher schon dort nicht. Und was mir immer mehr auffällt: Gibt es eigentlich heute keine guten Mikrofonstimmen mehr?

Ach ja: Eins stört mich richtig. Der Sound des Streams. Der ist grottig dumpf. Per DAB ist es etwas besser. Sat muss ich noch testen.

von Peter Schwarz - am 19.02.2014 18:06
Zitat
Peter Schwarz
Was mir wenig gefällt, ist die Art der Moderation und die Höreransprache. Das ist mit wirklich zu "Eins Live", das gefiel mir von jeher schon dort nicht. Und was mir immer mehr auffällt: Gibt es eigentlich heute keine guten Mikrofonstimmen mehr?

Und genau das ist das, was mir an DRW seit heute sehr gut gefällt.

Zitat

"Und die Musik würde ich genauso lassen wie sie momentan ist."
Ich nicht. Und die vermutlich auch nicht, denn schliesslich haben sie ja erst einen neuen Musikredakteur gesucht.

Der Neue wird wohl die neue Musikrichtung mitgeprägt haben? Dafür ist der doch wohl eingestellt worden ;)

Zitat

"Also nicht noch mehr Indie/Alternativ und bloß nicht noch mehr FM4 oder Puls. "
Warum nicht?

Weil das ja schon andere machen (z. B. hier PULS und in Österreichnähe eben FM 4) und bei euch in AC das Campusradio. Und anderswo NKLs. Und weil m. E. ein "Jugendradio" nicht deshalb nur ein Jugendradio ist, wenn es nur Indie, Gittarengeschrammel, Elektro-Depro % Co. spielt. Immerhin hört auch unter der Jugend die Mehrheit eher etwas anderes. So mein Eindruck.

Zitat

"Gegen Hintergrundmucke bei den News spricht m. E. auch gar nichts."
m.E. recht viel. Vor allem, wenn sie so aufdringlich ist.
"Machen viele andere auch so."
Das ist kein Argument. Wenn die in die Isar springen, springst auch hinterher, oder?
"Warum dann nicht das JUGEND-Programm des DLR? "
Was hat Jugend mit Musikbetten unter Nachrichten, mit Gekicher und Gegacker zu tun? Erschliesst sich mir nicht.

Was stört an einer Hintergrundmusik bei den News. Und ja, wenn es andere Sender auch so zur Hörerbndung machen und sich abzuheben von "trockenen Nachrichten", kann es DRW auch.

Zitat

Ach ja: Eins stört mich richtig. Der Sound des Streams. Der ist grottig dumpf.

Höre DAB, wenn der BMux bei dir in Kerkrade funzt.

Zitat
gb
Nein! Wer wirklich Talent fürs Radiomachen hat, sieht schnell ein, daß man sich als Dauerpraktikant und Mikrophonsöldner zwischen den ARD-Sendern aufreibt und selbst zerstört. Also läßt man es.

Wer dort heute zu hören ist, macht halt "irgendwas mit Medien" und hört sich so an.

Oder wechselt zu einem Privatsender, z. B. ABY, und wird dort der große Star wie Leikermoser ;):p

von Schwabinger - am 19.02.2014 18:30

Re: Deutschlandradio will DRadio Wissen durch neues Jugendformat ersetzen

Zitat
SagittariusA
Also ich höre jetzt seit einer Stunde zu und habe kein einziges Rockstück gehört.
Ist was mit meinen Ohren ? oder versteht man heute unter Rock nicht mehr diese harte, rhythmische Gittarenmusik ?

Verstehe ich auch nicht. Eine Gitarre macht doch noch lange keine Rockmusik. Gut, paar Titel kommen aus dem Indierock-Bereich, aber die sind doch echt in der Unterzahl!

Zitat
Schwabinger
Zitat

"Also nicht noch mehr Indie/Alternativ und bloß nicht noch mehr FM4 oder Puls. "
Warum nicht?

Weil das ja schon andere machen (z. B. hier PULS und in Österreichnähe eben FM 4) und bei euch in AC das Campusradio. Und anderswo NKLs. Und weil m. E. ein "Jugendradio" nicht deshalb nur ein Jugendradio ist, wenn es nur Indie, Gittarengeschrammel, Elektro-Depro % Co. spielt. Immerhin hört auch unter der Jugend die Mehrheit eher etwas anderes. So mein Eindruck.

In vielen Gegenden Deutschlands dürfte aber dieses Musikformat noch nicht abgedeckt sein. Und ich bin gespannt, was BR aus PULS macht, wenn das erst mal auf UKW gesendet wird.

von Habakukk - am 19.02.2014 19:20
Zeitweise unterschiedliche Klangqualität scheint im Moment vorzukommen. Die letzte Nacht hatte ich mal kurz den SAT-Ton begutachtet. Der kurze Ausschnitt reichte, im Ohrhörer war es schon blubberig, wohltuend sauber im Vergleich nebenan die Tonart-Rock mit Christian Graf.

Mehrere Stunden heute im Auto fand ich DWissen allerdings wieder besserklingend. Eines muss man aber sagen, ein zartes Klängle ist das nicht. Ein klarer JamesLast-Sound wär nicht wiederzuerkennen. Wahrscheinlich wird schon im Studio alles auf die niedrige Datenrate zurechtgepresst und dafür scheint es dann wohl doch gelungen, wie hier schon geschrieben wurde. Anders darf man es wohl gar nicht sehen. Zwischen 56 bzw. 64 kbps (letzteres MDR-Ensemble) merkt man kaum einen Unterschied. Und über SAT klingt es dann halt auch ähnlich. Wäre schön, wenn über SAT die Klangvermüllung ganz abgeschaltet würde. Aber vermutlich dient es wohl auch der Zuführung zu den lokalen Ensembles?

Was man sehr positiv vermerken muss, es reden normale Menschen, gottseidank ohne Auftrag zur überdrehten Scheinbespaßung. Hab noch nie so lange hintereinander diesen Sender gehört und bin tatsächlich etwas überrascht und neugieriger geworden.

von RichtungBerlinRadiohörenderSachse - am 20.02.2014 20:55
So, nachdem ich mir jetzt in den letzten Tagen einige Stunden das neue Programm von DRadio Wissen angehört habe, möchte ich auch mal meine Meinung kundtun. Natürlich sind das alles rein subjektive Empfindungen.

Ich muss sagen, mir gefällt das Programm im großen und ganzen sehr gut. Einen Radiosender, welcher informative und relevante Beiträge mit "massenkompatibler" Musik und lockerer Präsentation kombiniert, habe ich schon länger vermisst. Am meisten hat mich beim alten DRadio Wissen die Musik gestört. Natürlich ist das Geschmackssache, ich behaupte aber, dass bei der Zielgruppe, welche DRadio Wissen erreichen will, mit dem alten Musikprogramm kein Blumentopf zu gewinnen war. Das sieht jetzt ganz anders aus. Ich würde mir allerdings dennoch etwas mehr Mut in der Musikauswahl wünschen. Einige Titel wiederholen sich doch recht häufig. Auf eine penetrante Hot-Rotation kann ich persönlich sehr gut verzichten. Zu alternativ sollte das Programm aber auch nicht werden. Es gilt hier, das Gleichgewicht zu finden.

Ich denke, dass das jetzige Format durchaus Erfolg haben kann. Wenn ich fundiert und umfassend informiert werden möchte, höre ich den DLF oder auch DKultur. Voraussetzung ist aber, dass ich mir hierfür entsprechend Zeit nehme und zuhöre, was mir im Alltag nur selten möglich ist. Was bleibt also übrig: Die Newsdudler (hier NDR Info), die durchformatierten Grützenprogramme mit 0% Inhalt außerhalb der Nachrichten (hier NDR2, R.SH und Konsorten) und die jugendorientierten durchformatierten Grützenprogramme mit 0% Inhalt außerhalb der Nachrichten, abgesehen von den Neusten Hits, den tollsten Partys und den besten Filmen (N-JOY, delta radio). Über DAB+ noch Programme wie Absolut Relax, ebenfalls mit 0% Inhalt oder dem Zeug, dass ich auch über UKW serviert bekomme.

DRadio Wissen stellt jetzt eine wohltuende Alternative dar. Man kann das Programm durchaus nebenbei hören, bekommt aber trotzdem recht viel Wort mit interessanten und informativen Beiträgen geboten. Was DRadio Wissen jetzt braucht, sind zwei Dinge:

1. Ein neuer Name. Wie schon einige angemerkt haben, der jetzige Name ist Murks. Wenn man für das Programm Werbung machen will, kassiert man höchstens Stirnrunzeln.
2. Werbung. Das Programm muss bekannter werden. DRadio Wissen kann eine sehr gute Alternative zu den UKW-Dudlern darstellen, dafür muss das Programm aber bekannt sein.

von Stuenie - am 23.02.2014 18:59
Die Namensänderung wird schon noch kommen, genauso wie eine weitere Durchformatierung und eine höhere Rotation der Musikauswahl sowie eine Reduzierung des Wortanteiles.

Beim DLR scheint es eine Politik des langen Atems zu geben. Es war erstmal wichtig überhaupt ein drittes Programm durchzusetzen. Nun wird der Schwenk in Sachen Zielgruppe vollzogen. Allein das gewählte Audio-Design lässt schlimmstes befürchten, bzw. ist schon eingetreten.

Als nächstes kommt bei DRW eine weitere Durchformatierung, Hot-Rotation, evtl. Werbung. Durch die Zwangsbeiträge der Wohnungsbesitzer ist es doch möglich über Jahre unter faktischer Ausschluss der Öffentlichkeit zu senden. Man will sich im Digitalradio etablieren und wenn sich DABplus nach und nach durchsetzt und die kommerziellen Anbieter wie hier in Niedersachsen den Anschluss verloren haben, dann ist man halt schon "da" wenn der Durchschnittskonsument mal neugierig auf den DAB-Knopf des zukünftigen Autoradios gedrückt hat.

Ich sehe folgendes auf uns zukommen:

DRadio Wissen: Hitdudler für das jüngere Publikum

DRadio Kultur bekommt "Gefühl": Eine tagesbegleitende Popwelle für das ältere Publikum, vielleicht wie das jetzige hr1

DRadio Köln: Der Deutschlandfunk wird zum "News-Programm". Die aktuellen Hintergrundsendungen Morgens, Mittags, Abends und Nachts werden vorerst erhalten bleiben. Die restlichen Stunden werden nach und nach mit dem Schlagzeilenformat aufgefüllt. Damit sich der "Eilige Hörer" auch schnell informieren kann.

von Murky - am 23.02.2014 19:49
Das Deutschlandradio darf keine Werbung senden.
So wird es auch bleiben. Das regelt schon allein das Gesetz für den bundesweiten Hörfunk.
Zitat

Ich sehe folgendes auf uns zukommen:

DRadio Wissen: Hitdudler für das jüngere Publikum

DRadio Kultur bekommt "Gefühl": Eine tagesbegleitende Popwelle für das ältere Publikum, vielleicht wie das jetzige hr1

DRadio Köln: Der Deutschlandfunk wird zum "News-Programm". Die aktuellen Hintergrundsendungen Morgens, Mittags, Abends und Nachts werden vorerst erhalten bleiben. Die restlichen Stunden werden nach und nach mit dem Schlagzeilenformat aufgefüllt. Damit sich der "Eilige Hörer" auch schnell informieren kann.


Soo schlecht sieht das was du prophezeist zumindest für mich doch gar nicht aus.
Man müsste halt nur einen neuen Namen für DWissen finden. Und überhaupt weg von den Namen "DRadio", denn die anderen heißen "Deutschlandfunk" (DLF) und DeutschlandRadio (ohne bisherige offizielle Abkürzung, richtig geschrieben müsste das "Deutschlandradio" heißen und als DLR abgekürzt werden, wie hier im Forum seit Ewigkeiten). M. E. würde sich für DRW "Deutschlandwelle" anbieten. Oder "-Sender").

von Schwabinger - am 24.02.2014 18:29
Zitat
Scheich Manfred
"Deutschland" im Namen fände ich nicht so toll - Deutschlandwelle o.Ä. klingt zu altmodisch, wie Reichssender. Auch DR klingt irgendwie komisch und nach DDR. Da müsste schon ein komplett neuer Name her.

DWissen ist nun mal das 3. Programm des DeutschlandRadios. Und mit dem Pfund "Deutschland" im Namen sollte udn soll das DLR eigentlich schon wuchern. Immerhin haben sie hier ein Alleinstellungsmerkmal bei den Öffis.

Zitat

Das Programm selbst kann man aktuell ganz gut hören, die Musikmischung ist nicht schlecht :spos:

Richtig. Auch die A-Rotation.

Zitat
Nordlicht2
Die groesste Playlist im DAB+ BMux scheinen mir A relax und LoungeFM zu haben.

Mag sein. Aber auch eher die wenigsten Hörer.

DWissen macht das m. E. ganz gut. Auch gerade, dass eine Hotrotation gefahren wird. Man will ja nicht "für nahezu niemand" senden (wie der Vorgänger gleichen Namens).

von Schwabinger - am 19.03.2014 16:48
Hab in den letzten Wochen in einige Sendungen des neuen DRadio Wissen-Programms reingehört.

Nach meinem (subjektiven!) Eindruck ist der Namen "Wissen" nach dem Relaunch nahe am Etikettenschwindel. Echte Wissensinhalte gibt es nur noch in homöopathischen Dosen. Oder ich habe die "falschen" Sendungen erwischt?
Die Musik gefällt mir nicht. Aber für mich (sprich meine Altergruppe) ist das Programm ja auch nicht gedacht.

Ingesamt gesehen kommt das neue DRadio Wissen doch dem Traum mancher Forenuser nach einem bundesweiten DT64 recht nahe. Oder? Natürlich ist das mit dem damaligen DT64 nicht zu vergleichen. Aber alle Programme, die es schon vor 20, 25 Jahren gab und heute noch on air sind, haben sich in den vielen Jahren weiter entwickelt - nicht immer zum Guten. Und so wäre es auch bei einer 1:1-Weiterführung von DT64 gekommen.

Die monotonen Zwischenmusiken aus dem "alten" DRadio Wissen haben den Programmrelaunch überlebt; nur das Programm gewechselt. Sie darf man jetzt in den Informations-Sendungen des DLF genießen. :rolleyes:

von Manager. - am 22.03.2014 07:33
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