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Relaunch RTL Radio zum 01.07.2015

Startbeitrag von Sebastian Dohrmann am 23.06.2015 13:13

Seit kurzem läuft bei RTL Radio (zumindest in der Satelliten- und Kabel-Version) ein Spot, der darauf hinweist, dass auf diesem Sendeplatz ab dem 01.07.2015 ein neues Programm zu hören sein wird. On Air spricht man nur von "RTL", ohne den Zusatz Radio. Nebenan wird auch schon darüber diskutiert und es sickern wohl langsam Details durch.

Gespannt bin ich zwar, aber beim Namen "RTL" erwarte ich leider kein Produkt, was mich ansprechen wird. Abzuwarten bleibt, ob auch die UKW-Frequenzen 93.3 und 97.0 betroffen sind. Das neue Programm soll angeblich nicht mehr aus Luxemburg kommen, sondern aus Berlin.

Das was jetzt über den Sender geht, ist ja auch wirklich toter als tot. Damit lockt man niemanden mehr hinter'm Ofen hervor.

Die 50 interessantesten Antworten:

Wenn das Programm tatsächlich aus Berlin kommen soll, liegt ein "Regionalfenster" von 104.6 RTL auf der Hand. Technisch könnte man das Ganze wie bei radioNRW abwickeln. Allerdings frage ich mich ob a) der Großraum LUX auf das 35. Hitradio wartet und b) der Berliner Stil im Großraum LUX überhaupt funktioniert. Ich könnte mir eher eine Welle mit Oldies und Evergreens vorstellen (ohne aktuelle Pop- oder Plastikschlagermusik). Vmtl. wir der Relaunch eher Kosmetik (wenn überhaupt).

von Staumelder - am 24.06.2015 05:32
Ich bin mal gespannt ob sich auf der 93,3 und 97,0 auch was ändern wird. Das ist ja jetzt schon nichts anderes mehr als ein Musikprogramm von irgendwo her mit Lokalfenstern. Manchmal hängt die Automation und man hört während den Nachrichten, dem Wetter und der Werbung noch jemand anders im Hintergrund babbeln. Es ist aber immer zu leise um zu verstehen was der Mensch da im Hintergrund sagt.

von Spacelab - am 27.06.2015 11:09
RTL Radio hatte als man noch "Der Oldiesender" war immer recht beachtliche Quoten gehabt. Bis auf die letzten geschätzt 3 Jahre als man nur noch 50 Titel in Endlosrotation spielte und man die Uhr danach stellen konnte wann welcher Titel lief. Da sank die Quote zum ersten mal unter die Messbarkeitsschwelle. Und dann kam man ja mit dem Einschlafradio "Die größten Hits mit Gefühl" um die Ecke dessen Musikrotation aber auch extrem klein war und nur aus den ausgelutschtesten und nervigsten Schnarchsongs bestand. Ich glaub da kam man auch nur mal an Anfang kurz über die Messbarkeitsschwelle. Und seitdem gibts ein Musik hin und her da kommt man gar nicht mehr mit. Mal Rockprogramm, mal Chartgedudel, dann mal ein Mix aus allem und weder Fleisch noch Fisch... Gefühlt ist man permanent an der Musikauswahl am drehen aber kommt nie auf einen grünen Zweig weil man zu sehr darum bemüht ist die Hausfrau beim Bügeln nicht zu erschrecken. Mit dem Chartprogramm hatte man auch kurzfristig mal erfolg. Aber das wurde dann immer mehr durch total tot gespielte 70er und 80er durchsetzt und seitdem liegt man wieder unter der Messbarkeitsschwelle. Das Programm ist seit etlichen Monaten schon eh total lieblos dahingeschludert. Also wirklich was zu verlieren hat man bei RTL Radio UKW nicht.

von Spacelab - am 27.06.2015 15:33
Laut radioszene.de wurde das neue Programmschema durch einen "versteckten Link" veröffentlicht. Demnach ist "Arno und die Morgencrew" künftig nicht nur in Berlin sondern bundesweit zu hören. Helmer Litzke moderiert den Vormittag, Koschwitz den Nachmittag und Hans Blomberg den Abend. Taktisch sehr kluger Schachzug wenn es wirklich so kommt. RTL in Berlin funktioniert, was liegt da näher als Elemente bundesweit/in LUX zu verwursten. Mich würde nicht wundern wenn auch 89.0 näher an Berlin rückt.

Dem "versteckten Link" traue ich übrigens nicht wirklich. Hier vermute ich einen geschickte Kampagne von RTL. Aber so bringt man sich ins Gespräch.

von Staumelder - am 29.06.2015 05:06
Zitat
Nordi
Zitat
Staumelder
RTL in Berlin funktioniert, was liegt da näher als Elemente bundesweit/in LUX zu verwursten.

So denken auch viele Manager. Das Beispiel NRJ Frankfurt/Rhein-Main zeigt, das dies nicht so einfach ist,wie es scheint.


Letztendlich gibts es immer einen Controller, der sich nur nackte Zahlen anschaut. RTL Radio erreicht bundesweit laut der letzten MA 139.000 Hörer (JAM FM 55.00 / Klassik Radio 164.000 / sunshine live 52.000) und liegt damit noch hinter dem Spartenprogramm Klassik Radio. An dieser Stelle bitte keine Diskussion darüber was Sparte ist und was nicht ;-) Terrestrisch ist Klassik Radio natürlich besser aufgestellt als RTL Radio und auch ssl dürfte terrestrisch mehr Leute erreichen als RTL. 139.000 ist bei einer technischen Reichweite von ganz Deutschland natürlich ernüchternd. Ich formuliere es mal krasser: die Karre ist im Dreck. Gleichzeitig gibt es 104.6 RTL in Berlin, der Sender liegt relativ knapp hinter dem Martkführer Antenne Brandenburg (206.00 zu 228.000). Mit anderen Worten: die Karre läuft. Natürlich kann man Berlin nicht mit der Provinz zwischen LUX, F, RLP und SAR vergleichen, zahlentechnisch betrachtet ist eine Übernahme des Berliner Programms aber eine logische Konsequenz.

Ich kenne die Auflagen für die UKW-Frequenzen nicht, hoffe aber dass eine 1:1-Übernahme nicht zulässig ist. RTL MUSS also regionalen Content produzieren. Das wird natürlich erst auf Sparflamme passieren. Vielleicht kommt aber genau das beim Hörer an und RTL baut den regionalen Content aus. Theoretisch könnte man TV-Headliner (DSDS etc.) exklusiv im Radio zweitverwerten und herrliche Crosspromotion betreiben (morgen Vormittag interviewen wir Dieter Bohlen beim Nasebohren, hören Sie bei RTL Radio und das gibts in ganz Deutschland im Kabel). Schlimmer als jetzt kann es für RTL Radio eigentlich nicht werden. Die Zeiten der vier fröhlichen Wellen sind freilich vorbei.

von Staumelder - am 29.06.2015 09:42
Du glaubst doch nicht ernsthaft das RTL sich mit dem Radioprogramm mühe gibt. Das haben sie seit den ersten Jahren Oldieprogramm nicht mehr gemacht. Die werden regionalen Content machen wie jetzt aktuell auch. Also Wetter, Verkehr ab X Kilometer und Veranstaltungshinweise und fertig ist der Fisch.

Es gab mal irgendwo Hörerzahlen der RTL UKW Frequenzen einzeln. Also ohne das deutschlandweite Kabel-/Satprogramm. Da lag man wie schon gesagt meistens unter der Messbarkeitsschwelle. Und dafür verbrät man den Strom für 2x 100kW. :rolleyes:

von Spacelab - am 29.06.2015 09:59
Mein RTL Radio-Konsum beschränkt sich auf gelegentliche Aufenthalte in einem griechischen Imbiss. Da bin ich eher mit anderen Dingen beschäftigt als das programm zu analysieren :D

Wenn das 104.6-Programm auf die Antenne geht klingt es jedenfalls nach viel Mühe. Produktionstechnisch gefällt mir das was auf 104.6 läuft ziemlich gut.

von Staumelder - am 29.06.2015 10:09
Nun ja, immerhin "Happy Luxemburg" zum Ende um kurz vor 19 Uhr.

Zu dem, was da nun jault und kreischt muß die Frage erlaubt sein: Wie musikalisch abgestumpft ist das deutsche Hörfunkpublikum, wenn sowas für eine begehrenswerte Einschaltquote sorgt?

Grübelnd,

gb

P.S.: Das neue RTL Radio Logo wurde mit Word oder mit Wordpad zusammengebastelt?

von gb - am 30.06.2015 17:26
Ich hab's jetzt seit gut zehn Minuten laufen:
-Nachrichten/Wetter/Werbung gab's jeweils getrennt für Berlin und Deutschland, danach drei Titel am Stück im Deutschlandprogramm, in Berlin liefen zwei Titel, da mehr Werbung
-Mod-Break um 9 Uhr in Berlin, zwei Minuten später (jeweils mit Uhrzeit-Ansage) im Deutschlandprogramm
-Derzeit laufen verschiedene Musiktitel in den zwei Programmen

von DigiAndi - am 01.07.2015 07:04
Das was Koschwitz da von sich gibt ist aber extrem dünn. Ein beliebiger austauschbarer Satz und schon kommt das nächste Lied. Das ist sehr enttäuschend und wirkt selbst auf Leute die keine Ahnung von so etwas haben sehr billig. Ein Arbeitskollege meinte eben "Wird der pro Wort bezahlt und dem Arbeitgeber ist das Geld ausgegangen?"

von Spacelab - am 01.07.2015 13:45
Ich hab schon den ganzen Tag RTL Radio laufen um mir mal ein komplettes Bild zu machen und nicht nur die berühmten 10 Minuten. Im Büro, genauso wie jetzt in der Werkstatt, meinte jeder dass das Programm nun aber wesentlich mehr Schwung/Drive hätte als vorher. Die Daumen gingen ausnahmslos nach oben. Zumindest im Vergleich zu dem was vorher auf UKW lief. Bei der Moderation waren sich aber alle einig das diese irgendwo zwischen "unnötig" und "peinlich doof" pendelt. Meiner Meinung nach wäre es ja fast besser gewesen man hätte ein Non-Stop-Musikprogramm draus gemacht wie Bundes-Energy. Dann wäre uns vor allem das dümmliche Voicetracking erspart geblieben.

von Spacelab - am 01.07.2015 16:15
Wir geben dem Sender mal 100 Tage um Feinheiten zu korrigieren. Vielleicht kam der Relaunch ja innerhalb weniger Tage/Wochen und ist mit heißer Nadel gestrickt (könnte ich zwar nicht nachvollziehen aber ich arbeite auch nicht für RTL). Gerüchteweise gingen gestern 104.6-Jingles über die Luxemburger Frequenzen. Kann das jemand bestätigen?

von Staumelder - am 02.07.2015 05:03
Wenn dann höchstens in der Morgensendung. Denn sonst ist man ja nicht mit der 104.6 verbunden.

Zitat

Vielleicht kam der Relaunch ja innerhalb weniger Tage/Wochen und ist mit heißer Nadel gestrickt

Zumindest bei RTL Regional (also den UKW Frequenzen) war grundsätzlich alles was nach dem Oldieprogramm kam mit der heißen Nadel gestrickt. Und selbst dieser wurde in den letzten 2 Jahren nur noch sehr amateurhaft gefahren.

von Spacelab - am 02.07.2015 07:07
Zitat
Spacelab
Wenn dann höchstens in der Morgensendung. Denn sonst ist man ja nicht mit der 104.6 verbunden.


Sag das nicht ;) Wenn ich aus Versehen mal bei Radio 21 reinhöre ist die Chance gut Wetter für Hessen oder Verkehr für das Rhein/Main-Gebiet zu erwischen. Bei Rockland/Radio 21 gibt es zig Regionalfenster, bei RTL nur zwei. Demnach müsste eine Betreuung einfacher sein. Trotzdem besteht dei Gefahr, dass ein falsches Element in der Playlist landet.

Weiß jemand wie das Ganze technisch umgesetzt wird? AFAIK kommt ja alles aus Berlin.

von Staumelder - am 06.07.2015 09:47
So, jetzt habe ich das neue sHit Radio RTL aus meinem Receiver ausprogrammiert. Ab in die Tonne damit ! :sneg:

Das bisherige „RTL – die größten Hits aller Zeiten“ war zwar auch nicht mein Favorit, aber als ausweich- Programm ab und zu noch zu gebrauchen, wenn alles andere versagte.

Ein weiteres sHit Radio – darauf hat die Welt dringend gewartet ! Als ob es davon nicht schon mehr als genug geben würde ! Ich wünsche den RTLern bodenlose Hörerzahlen – Abstürze ! :sneg:

Marnach kann jetzt auch gerne sofort abgerissen werden und meinetwegen auch Hosingen und Dudelange gleich mit ! :xcool:

von RealRock - am 07.07.2015 12:55
Jetzt gibt es auch ein Statement von RTL Radio zum Relaunch:

Zitat
RTL Radio via Facebook
Hallo zusammen

Seit gut einer Woche ist das neue RTL Deutschlands Hitradio on Air. Wir haben seit dem 1.7. unfassbar viele Briefe, Mails und Anrufe bekommen. Aufgrund der Menge und Hektik der ersten Tage kommen wir erst jetzt dazu, diese nach und nach zu beantworten.

Hier bei Facebook fragen viele, warum es ihr altes RTL Radio nicht mehr gibt - und warum plötzlich alles neu gemacht werden musste.

RTL Radio hatte mal mehrere Millionen Hörer, zuletzt waren es aber immer weniger geworden. So groß die Unterstützung hier bei Facebook aktuell ist, so gering waren leider zum Schluss die Einschaltquoten. Die Alternative wäre gewesen den Sender zu schließen. Das wollten wir nicht.

Wir haben uns entschieden, etwas Neues zu wagen. Wir wissen, dass wir dadurch auch Hörer verlieren werden - was wir sehr bedauern. Wir freuen uns über jeden der bleibt und begrüßen jeden der uns neu entdeckt.

Beste Grüße
Das Team


Und die Kommentare sind zu 99% negativ. Vorallem stört die Leute, dass Helmer nicht mehr die Morgenshow moderiert.

https://www.facebook.com/pages/RTL-RADIO-Die-besten-Hits-aller-Zeiten/1455792787976104

von DX OberTShausen - am 09.07.2015 16:25
Bei mir haben sie es jetzt nach über 10 Jahren auf Preset 3 auch geschafft aus der Programmliste im Autoradio zu fliegen. Das alte Programm war zwar manchmal ein bisschen lahm, aber doch als Alternative zu den anderen Programmen hier um Raum Saarland/Luxemburg immer noch ganz gut brauchbar. Das was jetzt da läuft werde ich genauso wenig einschalten wie Radio Salü (von der Musik und auch von der Aufmachung/Stil würde ich sagen, dass es mir sogar noch schlechter als Salü gefällt und das will schon etwas heißen).

Außerdem ist es doch arg lächerlich wenn ein "Deutschlands Hit-Radio" von Sendern in Luxemburg gesendet wird und nach dem Trailer dann auch noch ein Werbespott für ein Etablissement(!) in Saarlouis kommt. :mad:

von SaarLux03 - am 09.07.2015 19:53
Man sendet doch deutschlandweit im Kabel und über Sat. Von daher stimmt das doch mit dem "Deutschlands Hitradio". Und die Werbung ist genau wie Wetter und Verkehr regionalisiert.

Dieses Etablissement macht aber doch schon lange Werbung im Saarland. Auf Salü und Classic Rock Radio läuft die schon eine gefühlte Ewigkeit.

von Spacelab - am 09.07.2015 20:59
Zitat
Staumelder
Keiharde Porno? :D

Im niederländischen Radio läuft auf einigen Sendern Werbung für Kondome etc.. Vor 30 Jahren undenkbar, in 30 Jahren lachen wir darüber.


Finde ich jetzt nicht so schlimm. Radio 2day in München bringt auch immer wieder Werbung für den Dolly Buster Shop in München.:D

von Winterkönig - am 10.07.2015 08:06
Ja, das ist nichts besonderes.
Beim Schwarzwaldradio läuft ständig Werbung für den FKK-Club Lancelot ("weckt den Mann in Dir" :D ) in Offenburg.


Zum neuen RTL Radio fällt mir nicht mehr viel ein. Im DAB-Bundesmux wäre "Deutschlands Hitradio" sicher ein Zugpferd, aber für mich ist das nichts (mehr).

von Manager. - am 11.07.2015 15:35
Mein Gesamteindruck :sneg: :sneg: Sehr, sehr Schade was aus RTL Radio geworden ist. Sie sollten mal die "Unternehmensberater" mal tauschen oder dem Mut haben gegen den Mainstream zu schwimmen und keine Kopie von anderen Hitdudler zu machen. Übrigens gibts um 12h keine Nachrichten?
Hitradio RTL = Hitradio Radio total langweilig.

von DJ Taifun - am 12.07.2015 10:30
Ach RTL Radio war doch auch totale Grütze. Das letzte gute RTL Radio war "Der Oldiesender". Alles was danach kam war doch lieblos herunter gedudelter Mist. Man hat 2 ganz gute UKW Frequenzen, ist deutschlandweit im Kabel und über Satellit. Da gibt es Programme die würden für eine solche technische Reichweite ihren rechten Arm für hergeben. Und RTL spult seit zig Jahren nur billigst produzierten Quatsch darüber ab. Da gehört schon eine gewisse Portion Dreistigkeit dazu ein solches Potential einfach zu verschenken. Hut ab!

von Spacelab - am 12.07.2015 11:11
Ich hab schon damals nicht verstanden warum man nicht mal das riesige Musikarchiv nutzt was sich über die Jahrzehnte angesammelt hat und ein ordentliches Jack Format auf die Beine gestellt hat. Stattdessen gab es eine Programmreform nach der anderen und alle waren gleich Grütze.

Das man jetzt zu einem einfachen Hitdudler geworden ist ist klar. RTL hatte ja schon vor Ewigkeiten angekündigt bei RTL Radio kräftig den Rotstift anzusetzen und da man mit 104.6 und 89.0 bereits zwei Hitdudler im Portfolio hat konnte man bei RTL Radio richtig schön sparen da man sich nur bei den anderen beiden Programmen zu bedienen brauchte. Siehe die Mornigshow oder Koschwitz.

von Spacelab - am 12.07.2015 12:15
Thomas Koschwitz kann vmtl. jeder Sender einkaufen wenn er das Kleingeld übrig hat. Er produziert seine Takes 1x, schickt sie an die Sender und trinkt nen Kaffee. Die Arbeit haben die Stationen vor Ort. Für beide Seiten eine Win/Win-Situation: 1x produzieren, x-fach verkaufen, der Sender hat einen großen Namen in der Referenzliste.

Zitat
Spacelab
... und da man mit 104.6 und 89.0 bereits zwei Hitdudler im Portfolio hat konnte man bei RTL Radio richtig schön sparen da man sich nur bei den anderen beiden Programmen zu bedienen brauchte. Siehe die Mornigshow oder Koschwitz.


So wird es kommen. Ich sehe langfristig eine Zusammenlegung einiger Sendestrecken (außerhalb der Drivetimes, Nachtsendungen, Chartshows etc.). Zwischen 89.0 und 104.6 klafft zwar noch eine Musiklücke, die kann man aber mit kleinen Relaunches stopfen (Claims vereinheitlichen, 104.6 schmeißt 80er/90er aus dem Programm), schon hat man ein zentral produziertes Hit-Format für ganz Deutschland. Ob zwischen den Songs eine ID mit 89.0, 93.3 oder 104.6 läuft ist dem Playout-System egal (siehe radioNRW). Seitens RTL ein genialer Schachzug, für die Mitarbeiter ziemlich übel. Die werden dann nicht mehr in dem Maße gebraucht wie jetzt (wobei eine Regionalisierung schon viel Aufwand bedeutet gerade wenn man off air drei oder vier Wettervarianten etc. einsprechen und bearbeiten muss). Wir sprechen uns in drei bis vier Jahren.

von Staumelder - am 12.07.2015 15:02
hallo zusammen. ich weiß nicht, ob das hier gepostet wurde. es ist in planung, das rtl radio die größten hits aller zeiten wieder in internet hörbar sein soll. wäre toll. oder?
weil den dudelfunk das klingt wie bei rtl 104.6. irgendwie total gleich. gut 80er 90er aber viel charts. die 60er 70er soll es ja dann wenn die größten hits aller zeiten im internet laufen dann wieder zu hören sein. bin gespannt, warte schon auf den stream.
immerhin hat mir der sender doch gut gefallen. mit den alex john. andree werner. die habe ich mir gerade gemerkt.

von stephan kirsch - am 24.07.2015 13:26
Wo hast du das gehört mit dem Stream? Die RTL Hotline hat davon noch nie was gehört. Ganz im Gegenteil. Ich hatte noch angefragt ob man vielleicht auch einen 192kb/s Stream anbieten wird wie beim Berliner Programm. Darauf hieß es das man das aus Kostengründen nicht machen wird. Mal davon absehen kann ich mir schon gut vorstellen wie so ein Webchannel aussehen würde. Da laufen dann, wie bei dem Classic Rock Channel den er damals mal kurz gab, die immer gleiche 40 Lieder in Endlosschleife. Nein danke!

von Spacelab - am 24.07.2015 14:33
hallo spacelap ich habe es bei satellifax gelesen. und im rundfunk und medien auf facebook.
es soll halt so ein format laufen, wie halt rtl-radio war. es heißt daß sie über einen stream nachdenken würden. ich sagte nicht, daß hier ein oldiebasiertes radio on air geht sondern daß sie über die größten hits aller zeiten darüber nachdenken würden. ich persönlich denke auch, daß hier es einen nonstop music channel geben würde daß so klingt wie rtl-radio mit jingles aber ohne news und ohne wetter.
halt mit 60s 70s 80s und 90s.
wie gesagt, ich habe es auch nur gelesen. und mich darüber gefreut. aber wenn rtl selbst nichts davon weiß, entweder abhacken das ganze, oder wir warten einfach mal ab, was da passiert.

von stephan kirsch - am 24.07.2015 17:35
Ich hatte im Urlaub die Gelegenheit Arno beim Frühstück mit einem Dritel Ohr zu hören (Beschallung im Hotel). Das Ganze scheint auf der Senderseite ein ziemlich hoher Produktionsaufwand zu sein. Zu hören waren Anrufer aus ganz Deutschland (z.B. Sachsen), die KÖNNTEN 104.6 auch per Stream hören,waren auf 104.6 sicher nicht On Air. Im Programm wurden andere Mailadressen genannt als in Berlin und auch die Verkehrshinweise fehlten komplett. Einige Elemente wurden nur von einem weiblichen Sidekick gesprochen ("Machen sie mit...."), die aufgezeichneten Telefongespräche wiederum von Arno und den Sidekicks. Pro Stunde gab es 1-2 80er, das deckt sich wiederum mit den Playlists aus Berlin.

von Staumelder - am 26.07.2015 12:15
Von der Musik her waere 104.6 RTL Berlin eigentlich recht breit aufgestellt, trotzdem sie sich auf Mainstream von den 1980ern bis heute beschraenken. Sie machen nur nichts draus, die "Heavy Rotation" mit den ueberall gespielten und halbwegs aktuellen Titeln ist viel zu klein. Das kritisieren selbst Kollegen, die sich das Programm trotzdem tagtaeglich immer wieder antun.

Gestern noetigte man mich mit RTL Radio vom Satellit in einer wohnortnahe Gastronomie. Das Ganze kommt nicht nur irgendwie aus Berlin, es klingt deckungsgleich. Es war in meinen Ohren ein Baukastenradio, fuer das man sich aus den zur Verfuegung stehenden Elementen bedient hatte. Mit dem Wissen, was halbwegs aktuelle Sendesysteme fuer "Alleinfahrer" liefern koennen, ist der Produktionsaufwand wahrscheinlich nur anfangs hoch. Es ist fuer mich herauszuhoeren, dass die immergleichen Schubladen zur gleichen Zeit aufgemacht werden und es damit eben doch Baukastenradio ist. Dafuer einige eigene Programmelemente und Einspieler zu produzieren, das macht weniger Arbeit als die Produktion eines komplett autonomen Programms. Ungeachtet dessen ist 104.6 RTL auch seit Ewigkeiten nach dem gleichen Schema produziert und blaest einem regelmaessig (und zu oft) die gleichen Voicetracking-Elemente um die Ohren. Wirklichen Produktionsaufwand hoere ich nur noch bei Arno Mueller heraus, auch personell ist der Aufwand hoeher als ihn andere Produktionen fuer ihre Morgensendung treiben.

von PowerAM - am 27.07.2015 06:09
Was die Leute gut finden und was sie dann tatsächlich hören sind immer zwei paar Schuhe. Hier beschweren sich alle über die selten dämliche Morningshow von Radio Salü, das man mit den immer selben gar nicht lustigen ausschnitten daraus den ganzen Tag im 30 Minuten Tackt gefoltert wird und das dort manche Titel 4 mal an einem Nachmittag laufen. Aber was ist? Überall wo man geht und steht plärrt einem trotzdem Radio Salü entgegen. :rolleyes:

RTL hat mit RTL Radio genau das durchgezogen was sie angekündigt hatten. Ein Programm zu produzieren das so wenig wie möglich kostet. Man hatte halt die Wahl. Entweder auf absoluter Sparflamme kochen oder das Programm ganz einstellen.

von Spacelab - am 27.07.2015 06:54
Das war doch schon immer so: Ein Unternehmen, das seine Produkte nicht richtig weiterentwickelt, oder nicht weiß, wohin es sich entwickeln soll, verschwindet irgendwann von der Bildfläche. Egal, wie gut es einmal war - siehe Nokia. Bis zum Ende wurschtelt man halt vor sich hin und versucht, irgendwas zu reißen.

Warum sollte das bei RTL anders sein? Die haben halt verlernt, wie man innovative Radioprogramme macht und haben keine Resourcen dafür. Man muß es nicht einschalten, UKW, DAB und Internet bieten genug Alternativen.

von DH0GHU - am 27.07.2015 07:08
Ja und? Reiten lassen. Je mehrs am Ende weh tut, desto lehrreicher wirds dann für bis dahin Lernresistente...
Radiohörer in D hängen viel zu sehr an gewohnten Programmen - fast überall auf der Welt ist es ganz normal, dass Programme kommen und gehen. Dem Rundfunkmarkt bzw. den Hörgewohnheiten können scheiternde Programme und verschwindende Programme, die den Hörer dazu zwingen, auch mal umzuschalten, nur zugute kommen. Unter der "seit 20 Jahren eingerosteten Programmtaste", d.h. unter dem Ergebnis einer Rundfunkpolitik, bei der sich nie etwas groß am Angebot ändert, leiden alle Newcomer. Etwas Zwang zur Flexibilität täte dem Hörer gut ;-). Jeder, der von RTL weg läuft, nutzt anderen Anbietern.

von DH0GHU - am 27.07.2015 08:01
Zitat

Ja und? Reiten lassen. Je mehrs am Ende weh tut, desto lehrreicher wirds dann für bis dahin Lernresistente...

Ja klar. Es tut nur schon irgendwie weh. Ich bin Radio Luxemburg aufgewachsen. Das Programm lief bei mir täglich über Jahrzehnte(!) hinweg. Aber nach der Umbenennung in RTL ging es nur noch den Berg runter. Und heute schlägt es einem die Tränen in die Augen wenn man hört was dort ausgestrahlt wird. Vor allem weil man weiß es würde um Welten besser gehen.

von Spacelab - am 27.07.2015 08:42
Zitat
Spacelab
RTL hat mit RTL Radio genau das durchgezogen was sie angekündigt hatten. Ein Programm zu produzieren das so wenig wie möglich kostet. Man hatte halt die Wahl. Entweder auf absoluter Sparflamme kochen oder das Programm ganz einstellen.


Ich denke es handelt sich im einen Testballon. Wenn es so wie jetzt funktioniert, wird entweder weiter geköchelt oder man kocht richtig (ein in LUX produziertes Hit-Format). Vielleicht trifft man mit diesem Format aber genau den Nerv im Zielgebiet (terrestrisch / Kabel). Nicht ohne Grund sind Hitdudler erfolgreich (auch wenn sich alle über "immer die gleiche Musik" beschweren).

von Staumelder - am 27.07.2015 14:22
Zitat
Spacelab
Ja wie ich ja auch schon sagte. Jeder meckert über das ständig gleiche Gedudel auf Radio Salü aber aus jeder Ecke schallt einem der Sender entgegen. Das soll man mal verstehen...


Das liegt vor allem auch an mangelnden Alternativen, sofern man keine anderen Empfangswege als UKW zur Verfügung hat. Und in Läden und Büros ist das meistens der Fall.

von Bolivar diGriz - am 28.07.2015 06:02
Zitat
Bolivar diGriz
Zitat
Spacelab
Ja wie ich ja auch schon sagte. Jeder meckert über das ständig gleiche Gedudel auf Radio Salü aber aus jeder Ecke schallt einem der Sender entgegen. Das soll man mal verstehen...


Das liegt vor allem auch an mangelnden Alternativen, sofern man keine anderen Empfangswege als UKW zur Verfügung hat. Und in Läden und Büros ist das meistens der Fall.


Und weil somancher scheinbar hochgradig allergisch gegen ausländische Sender ist.

von Cha - am 28.07.2015 16:24
Die meisten hören ihren Sender aus Gewohnheit ... weil sie ihn immer schon gehört haben und weil _man_ ihn ja hört, egal was da so kommt. In den ganzen Jahren habe ich verschiedene Szenarien erlebt. Die RPR-Familie, die SWF3-Familie und RTL-Familie. Dort waren bzw. sind die Radios quasi auf einer Frequenz fest eingestellt, egal ob Auto, Küche oder Werkstatt. Und wenn dann Samstags plötzlich RPR-Maximal lief, dann war das halt so. Kam auf SWF3 irgendein hartes Rock-Konzert, dann wurde das halt gehört. Ok, das ist jetzt schon etwas her, heutzutge haben die "Zapper" wohl zugenommen oder man hört wie in meinem Bekanntenkreis eher eigene Musik und kein Radio.

von WellenJäger - am 30.07.2015 22:03
Leiden die Berliner alle an Geschmacksverkalkung oder warum ist RTL seit 20 Jahren dort Marktführer mit großem Abstand!!! Ich glaube auch nicht, dass sich die Berliner großartig vom Rest der Deutschen unterscheiden.In Berlin gibt es auf dem Radiomarkt viel Konkurrenz und soviel Auswahl, wie es im Rest von Deutschland selten der Fall ist. Mir gefällt das Berliner Programm schon lange.

von aru - am 24.08.2015 19:38
Zitat
Cha
Und weil somancher scheinbar hochgradig allergisch gegen ausländische Sender ist.


An der französischen Grenze ist das ja auch ein Problem: Erstens sprechen nur rel. wenige Leute Französisch, selbst im Saarland ist Französisch keineswegs so weit verbreitet, wie die Politik es gerne hätte. Außerdem wird im französischen Radio weit mehr "gelabert" als bei uns, was das Sprachproblem noch verstärkt. Und drittens spricht die Quote mit den 30% französischer Musik gegen ein dauerhaftes Einschalten der Sender von dort, diese Quote nervt ja selbst die Franzosen. Luxemburg wurde ja früher, als das Programm noch gut war, durchaus viel gehört. An der niederländischen Grenze ist vor allem Slam FM eine besonders von Jugendlichen öfter eingeschaltete Alternative zum WDR oder dem Lokalfunk.

von Bolivar diGriz - am 25.08.2015 06:35
Zitat
Bolivar diGriz
Zitat
Cha
Und weil somancher scheinbar hochgradig allergisch gegen ausländische Sender ist.


An der französischen Grenze ist das ja auch ein Problem: Erstens sprechen nur rel. wenige Leute Französisch, selbst im Saarland ist Französisch keineswegs so weit verbreitet, wie die Politik es gerne hätte. Außerdem wird im französischen Radio weit mehr "gelabert" als bei uns, was das Sprachproblem noch verstärkt. Und drittens spricht die Quote mit den 30% französischer Musik gegen ein dauerhaftes Einschalten der Sender von dort, diese Quote nervt ja selbst die Franzosen.


Diese Quote nervt die Franzosen? Echt? Ist das so? Kann ich mir gar nicht vorstellen.

Ich muss mal eine Lanze für französisches Radio brechen. Ich persönlich höre fast nur französisches Radio. Als Kind hatte ich auf der Langwelle meines Röhrenradios französische Sender entdeckt, und fand die Sprache total toll. Konnte es kaum erwarten, in die 7. Klasse zu kommen und Französisch zu lernen! Wir sind dann oft in Urlaub nach Frankreich gefahren, dort habe ich Sender wie NRJ kennengelernt (das war ab 1984).

Damals gab es noch kein Internet und die Sender waren auch noch nicht auf Satellit, so dass die Phasen zwischen den Urlauben radiomäßig sehr langweilig waren (wir wohnten in Düsseldorf, da ging der RTBF aus Belgien, aber sonst nichts französischsprachiges).

Irgendwann in den 90ern konnte ich dann NRJ und Nostalgie aus Verviers empfangen.

Mittlerweile ist die Welt ein globales Dorf geworden und ich höre, seitdem es technisch möglich ist (Internet & Satellit) fast nur französisches Radio.

Französische Musik wie Shy'm oder Tal sind mir geläufiger als deutsche Musik (von der ich gar nicht weiß, was hier aktuell angesagt ist).

Ach ja, das wäre für mich auch ein Kritikpunkt am neuen RTL Programm (habe dort die letzten Tage mal reingehört): mit den deutschen Titel, die hin und wieder laufen, kann ich nichts anfangen. Ansonsten finde ich die Musikauswahl, die dort läuft, nicht schlecht.

von Klaus Wegener - am 25.08.2015 07:53
Zitat

Diese Quote nervt die Franzosen? Echt? Ist das so?

Oh ja. Manche Radioprogramme hatten damals eine "Gesetzeslücke" ausgenutzt und nur die erste Strophe und den ersten Refrain gesendet und dann schnell wieder einen anderssprachigen Titel gespielt. Irgendwann hat der Gesetzgeber diesem aber einen Riegel vorgeschoben so das die Titel jetzt ausgespielt werden müssen. Vor allem die jüngere Generation kritisiert diese Quotenregelung recht scharf da es ihrer Ansicht nach nur wenig qualitativ hochwertige französischsprachige Musik gibt. Außerdem wirke diese in vielen Spezialsendungen wie ein Fremdkörper. Zum Beispiel DJ Mixes oder Sendungen in denen ganz gezielt ausländische Musik gespielt wird (Chartsendungen oder Kultursendungen).

Im französischen TV (ich glaub auf France 5 war das) lief mal eine sehr interessante Dokumentation diesbezüglich. Der Titel war sinngemäß übersetzt "Das Volk das seine eigene Sprache nicht mag". Diese Doku fand so großen Zuspruch das sie es sogar zu mehreren großen Artikeln in mehreren französischen Zeitungen brachte. Die Französischquote im Radio ist dort genauso ein ewiger Aufreger wie hier in Deutschland die Zwangsabgabe an die GEZ.

von Spacelab - am 25.08.2015 08:45
So eine Quote ist schlicht und ergreifend Zensur und Faschismus. So etwas dürfte es nicht geben und ist aus gutem Grund regelmäßig in Deutschland abgeblitzt. Zumal rein statistisch 60 Mio Franzosen rein quantitativ nicht in der Lage sind, 30 % gute Titel auf "Weltniveau" zu produzieren. Das gleiche gilt auch für Deutschland. Wenn bei uns nur noch Helene Fischer und Konsorten gedudelt würde, würde mein Radio achtkantig aus dem Fenster fliegen.

von Bolivar diGriz - am 25.08.2015 08:57
Es gibt seit einiger Zeit auch vermehrt englischsprachige Produktionen von französischen Künstlern oder DJ's (wobei ich nicht weiß, ob diese bei der 30%-Quote mitgezählt werden). In Deutschland sind diese weitestgehend unbekannt und werden bei Youtube aus GEMA-rechtlichen Gründen auch nicht wiedergegeben. Da hilft dann nur ein VPN Tunnel nach Frankreich.

Auch gibt es internationale Künstler, die zweisprachige Songs produzieren (englisch / französisch), die bei uns unbekannt sind (z.B. Flo Rida mit Zaho), oder der schwedische Mohombi, der auch spezielle Versionen, z.B. zuletzt mit Shaggy, auf Französisch aufnimmt. Das heißt, die Künstler müssen nicht unbedingt aus Frankreich kommen.

von Klaus Wegener - am 25.08.2015 11:02
Nein natürlich nicht. Es geht bei der Quote rein nur um die Sprache. Deshalb ist es egal woher der Künstler kommt. Deshalb kommt es auch zu so komischen Situationen das ein DJ Mix plötzlich für ein französisches Lied unterbrochen wird und danach geht der Mix weiter. Manche Künstler nutzen diese zwangsverordnung auch um öfter im Radio gespielt zu werden. Dazu singen sie manche ihrer Lieder wieder neu in französisch ein. Bei uns in Deutschland gab es zwar nie eine solche verordnung aber, vor allem in den 70er und 80er Jahren, gab es viele Künstler die ihre Hits auch auf deutsch sangen um öfter im (damals noch lange nicht so durchformatierten) Radio gespielt zu werden. Nicht selten war deren Aussprache aber so schlecht das es oftmals unfreiwillig komisch war.

In dem TV Bericht wurde erzählt das in der Anfangszeit nachdem die französisch Quote eingeführt wurde, diese nur über den ganzen Tag gerechnet wurde. Das trieb dann solche Blüten wie bei uns mit dem Wortanteil um Gema Gebühren zu sparen. Also tagsüber lief nur ausländische Musik, und irgendwann nachts versendete man dann das französische. Bei uns sendet man den ganzen Tag über Musik und mitten in der Nacht hauen dann manche Sender Hörspiele raus oder bringen einfach mal einen x beliebigen Teil eines Hörbuchs um unter XX Prozent Musikanteil pro 24 Stunden zu kommen und so Gema zu sparen.

von Spacelab - am 25.08.2015 11:27
Zitat
aru
Leiden die Berliner alle an Geschmacksverkalkung oder warum ist RTL seit 20 Jahren dort Marktführer mit großem Abstand!!! Ich glaube auch nicht, dass sich die Berliner großartig vom Rest der Deutschen unterscheiden.In Berlin gibt es auf dem Radiomarkt viel Konkurrenz und soviel Auswahl, wie es im Rest von Deutschland selten der Fall ist. Mir gefällt das Berliner Programm schon lange.


Die typischen Hitradios kommen doch überall in der BRD gut an. Nicht nur in Berlin. Persönlich kann ich mit dieser Art von Radio gar nichts anfangen. Wenn ich schon "RPR 1" im Display lese, muss ich umschalten.

Warum muss Hitradio immer Minimalrotation mit peinlichen Witzen und wenig Inhalt bedeuten? Wieso darf ein Hitradio nicht eine große Rotation mit bedeutsamen Wort und natürlicher Moderation verbinden?

Wenn man doch blo0 bei RTL Radio wirklich etwas neues gewagt hätte, wie man es auf Facebook so schön schrieb. Stattdessen fällt den Macher nichts anderes als das x-te Hitradio nach Schema F ein. Absolut traurig.

von Kreisel - am 27.08.2015 18:13
Zitat
stephan kirsch
hallo zusammen. heute las ich bei satellifax das in wenigen wochen rtl radio die größten hits aller zeiten im internet wieder neu starten soll. das diese meldung kam aus luxemburg. wer es genau lesen möchte?
www.satnews.de dort bei satellifax steht es drinnen. gruß stephan.


http://stream.rtlradio.de/rtl-de-beste-hits/mp3-192/

Das ist er.

von Cha - am 16.09.2015 15:17
Zitat
Spacelab
Nicht selten war deren Aussprache aber so schlecht das es oftmals unfreiwillig komisch war.


Da fallen mir einige ein: Petula Clark, auch Charles Aznavour, France Gall, Gilbert Bécaud &Co. habe ihre bekanntesten Titel auf Deutsch gesungen. Das läuft heute dann wohl unter "Raritäten", ist aber irgendwie auch sympathisch. Auf einer mitlerweile geschlossenen Plattform habe ich mal eine gerippte LP entdeckt, auf der sich Reinhard Mey auf holländisch quält. Auch das klingt unfreiwillig komisch.

von rolling_stone - am 23.07.2016 08:57
Ich selbst eher weniger. Ich hatte schon in der Schule den Französischunterricht gehasst wie die Pest. Aber meine Oma hat sich über die französischen Lieder von Herrn Mey immer köstlich amüsiert. Vor allem weil er die eh schon sehr weiche französische Sprache noch weicher gesprochen bzw. gesungen hat. Meine Oma meinte das wäre als wenn ein betrunkener deutscher total verliebt ins Mikrofon säuselt.

von Spacelab - am 23.07.2016 09:28
Zitat
Spacelab
Ich selbst eher weniger. Ich hatte schon in der Schule den Französischunterricht gehasst wie die Pest. Aber meine Oma hat sich über die französischen Lieder von Herrn Mey immer köstlich amüsiert. Vor allem weil er die eh schon sehr weiche französische Sprache noch weicher gesprochen bzw. gesungen hat. Meine Oma meinte das wäre als wenn ein betrunkener deutscher total verliebt ins Mikrofon säuselt.


:joke: Der Vergleich ist gut :rp:
Naja, seine erste Frau war ja Französin, von daher passt der vielleicht sogar, ich meinte das verliebte Säuseln :-)

von rolling_stone - am 23.07.2016 09:35
Radio Luxemburg geht zum 60. Geburtstag nochmal auf Sendung

"Darin werden viele alte Weggefährten, wie Hugo Egon Balder oder Thomas Koschwitz zu Wort kommen, sowie unzählige O-Töne und Interviews aus dem Archiv gegraben. Außerdem gibt es ein Wiederhören mit Frank Elstner, der als Programmchef einst Thomas Gottschalk zum "Mister Morning" von Radio Luxemburg machte. Für das Jubiläum werden auch viele Hits aus der glorreichen Zeit des Senders laufen. Dies berichtet das Online-Portal "Radioszene"."

von Cha - am 10.07.2017 17:09
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