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"Experte erklärt: Darum werden im Radio immer die selben Lieder gespielt"

Startbeitrag von dab_4 am 23.04.2016 16:01

Hier geht's zum Interview, das der Musiker Peter Maffay mit Walter Schmich (Programmchef von Bayern 3). Der Hinweis kam von @dxbruelhart.

Antworten:

Zitat
dab_4
Hier geht's zum Interview, das der Musiker Peter Maffay mit Walter Schmich (Programmchef von Bayern 3). Der Hinweis kam von @dxbruelhart.


Interessant finde ich das mit der Vielfalt: In der 1980ern dachten in Deutschland etliche Leute, durch die privaten Sender würde mehr Vielfalt aufkommen - aber es entwickelte sich hin zu mehr Eintönigigkeit.

Meine Vermutung: Die Sache hängt mit der Anzahl der Sender im Empfangsgebiet und dem hauptsächlich genutzten Empfangsweg so zusammen:

1.) Ganz wenige Sender:
Chance für Vielfalt; Grund: Für die wenigen Sender gibt es nur eine vernachlässigbare Konkurrenz und jeder einzelne ist bestrebt, mittels eines durchaus bis zu einem gewissen Grad vielfältigen Angebots möglichst viele Hörer zu kriegen.
Eine solche Situation gab es m. E. in Deutschland vor der Privatradiozeit.

2.) Nahezu unbegrenzt viele Sender (wie jetzt in der Internetzeit):
Auch hier gibt es eine Chance auf Vielfalt, weil der Hörer immer irgendeinen Sender findet, der das anbietet, was der Hörer möchte (z. B. argentinische Tangomusik).

3.) Weder 1.) noch 2.) liegen vor:
Dann gibt es eine beachtenswerte Konkurrenz und jeder Sender muss aufpassen, Hörer nicht durch solche Inhalte zu verlieren, die zu weit abseits vom Massengeschmack, neudeutsch: "mainstream", liegen. Das Ergebnis ist die Eintönigkeit.
Eine solche Situation gibt es m. E. zzt. in Deutschland, wo es private Sender gibt und zum Radiohören hauptsächlich UKW genutzt wird. (Ob noch viele oder wenige DAB+-Hörer hinzukommen, wird an der Situation kaum etwas Wesentliches ändern, weil DAB+ weit weniger Sender anbietet als Internetradio.)

von pro_dabby - am 24.04.2016 11:17
Wenn man Deutschland mit anderen Ländern vergleicht was dem Rundfunk anbelangt kommt man ganz schnell zu dem Schluss das bei uns die eintönigkeit darin begründet liegt das in jeden Bundesland das Selbe für sich Stattfindet!
Deswegen gibt es bei uns auch so viele Private Sender die sich vom Inhalt her gar nicht unterscheiden.
Erschwerend kommt noch hinzu das jedes Bundesland für sich entscheidet was Rundfunkmäßig veranstaltet wird.

Ein sehr guter ansatz ist hier der Bundesmux der wirklich in der Fläche Auswahl anbieten will.
Nur da tut man sich noch ein wenig schwer vom Bundeslanddenken abzukommen.

Was ich auch blöd finde ist das man bei uns in Niedersachsen gleich 2 Große Private Ketten mit gleichen inhalt zugelassen hat. (FFN und Antenne)
Wurde Antenne nicht mit ein Oldieformat Lizenziert?

von _Yoshi_ - am 24.04.2016 14:39
Zitat

Wurde Antenne nicht mit ein Oldieformat Lizenziert?

In Nds. wurden doch gar keine "Formate" lizensiert, sondern nur auf "Vielfalt" bei den Besitzverhälnissen geachtet ohne musikalische Vorgaben. Und anfangs waren die Formate von AN und ffn ja auch deutlich unterscheidbar, wenn man das damals überhaupt schon Format nennen konnte - zumindest bei ffn haben die Moderatoren doch gemacht, was SIE wollten. Damals war es ganz einfach: ffn = hörbar/jung , AN = Mist/Bauernsender. Heute ist es noch einfacher: beide = AC/HotAC-Mist incl. saudummer Moderation.

von iro - am 24.04.2016 16:33
Zitat
iro

In Nds. wurden doch gar keine "Formate" lizensiert, sondern nur auf "Vielfalt" bei den Besitzverhälnissen geachtet ohne musikalische Vorgaben.


Das war wohl ein großer fehler!
Warscheinlich hat man das auch in anderen Bundesländer so gehandhabt und man sieht ja was daraus geworden ist!

Um die Vielfalt zu erhalten hätte man bei der Lizenzierung das Format mit festlegen müssen.
Bei einer eventuellen Formatänderung müsste die bestehende Lizenz ungültig werden und für das neue Format eine neue Beantragt werden müssen.

von _Yoshi_ - am 24.04.2016 17:11
Zitat

Um die Vielfalt zu erhalten hätte man bei der Lizenzierung das Format mit festlegen müssen.

Warum? Es gab erst eine landesweite private Kette und dann noch eine weitere. Die Vielfalt fand INNERHALB des Programs statt, u.a. in Form abendlicher Spezialsendungen, wie z.B. der Grenzwellen. Hätte man jetzt ein bzw. später dann zwei Formate festgeschrieben - dann hätte man zwar zwei verschiedene Formate gehabt - aber keine Vielfalt. Damals, 1985, brauchte man noch keine Formate. Man experimentierte und erfand das deutsche Privatradio doch gerade erst - eine Vorgabe hätte das alles verhindert. HEUTE sieht das natürlich anders aus, aber wer hätte damals gedacht, daß Horden von "Beratern" über die Sender herfallen würden und allen Stationen die GLEICHEN Vorschläge machen.
HEUTE könnte man natürlich bei einer Lizenzverlängerung Vorgaben mit einbauen - sofern die Gesetzgebung das überhaupt vorsieht... Ich les' mir jetzt nicht nochmals das ganze NMedienG durch, aber soweit ich mich entsinne, geht es dort immer nur um Besitzverhältnisse, Gebiete und publizistische (nicht: musikalische!) Vielfalt.
Die Musik ist immer nur das Transportmittel oder der Honig, um die Botschaften der Werbeindustrie und der Zeitungsverleger an den Hörer zu bringen. Dem NMedienG geht es eher darum, daß diese Botschaften nicht nur von einem einzelnen Verleger stammen, sondern von vielen. Ob das so funktioniert, ist aufgrund der überwiegend völlig irrelevanten Wortbeiträge der "Privaten" allerdings zu bezweifeln.

von iro - am 24.04.2016 19:02
Zitat

Interessant finde ich das mit der Vielfalt: In der 1980ern dachten in Deutschland etliche Leute, durch die privaten Sender würde mehr Vielfalt aufkommen - aber es entwickelte sich hin zu mehr Eintönigigkeit.


Ganz am Anfang, als 1990 Radio Salü hier im Saarland auf Sendung ging, war das schon Abwechslung. Man spielte andere Musik als SR1 und vor allem war die Moderation flotter und frecher. Salü war am ehesten mit den ganzen Piraten zu vergleichen die von Frankreich aus gezielt ins Saarland sendeten. Nur war der Empfang von Salü wesentlich besser und sie sendeten nicht nur stundenweise. Irgendwann wurde die Rotation aber immer kleiner und die Moderation und Beiträge immer primitiver. Ich hätte damals erwartet das die Zuhörerzahlen sinken. Aber genau das Gegenteil war der Fall. :rolleyes:

von Spacelab - am 25.04.2016 07:47
Die Geschichte mit dem Privatfunk lässt sich einfach erzählen. Anfangs waren Pioniere am Werk, die von der Materie Ahnung und eine Vision von Radio hatten. So weit, so gut. Dann kamen die BWLer mit der Gewinnmaximierung (die ja laut Wirtschaftssubjekt-Theorie ohnehin das Kernziel der Unternehmen ist). Und es wurde alles zusammensgestrichen, was zu teuer oder zu aufwändig war. Das Ergebnis hören wir heute. Der Privatfunk war eine gute Idee, welche man aber nicht in alle Richtungen gedacht hat.

Und damit komme ich zu Yoshi's Theorie: Es wäre in der Tat besser, gewisse Ketten mit einem Format zu belegen. Nicht, um einen kommerziellen Hemmschuh zu schnüren, sondern um tatsächlich Abwechslung zu ermöglichen. Stellt Euch vor, die Ketten in NL wären nicht teilweise mit Zielgruppen als Bedingung geschaffen worden. Wäre dann nicht die gleiche Misere wie beispielsweise in Niedersachsen entstanden, wenn auch nur mit mehr Sendern? Schon jetzt sind die NL-Privaten ziemlich kommerziell, was sie aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit auch müssen. Aber sie halten sich noch halbwegs an ihre Vorgaben. Neun landesweite Sender mit der gleichen Soße helfen jedenfalls niemandem.

Zum Thema an sich: Meine Meinung hierzu: Gegen die bewährten Hits habe ich auch nichts. Mein Problem ist, dass der deutschsprachige Raum es übertreibt. Er setzt fast ausschließlich auf einen "bewährten Pool". Eine Mischung aus bekannten Hits und Überraschungen, die immer mal wieder ins Programm gestreut werden, wäre die aus meiner Sicht beste Lösung. So verfährt NL und so führte auch die Ostseewelle ihr Programm bis zur heutigen Gleichschaltung aus. Auch NDR 2 hat dies von 2005 bis 2007 so praktiziert. Die Hörer haben es (insbesondere der OW) gedankt.

von NurzumSpassda - am 25.04.2016 10:34
Das mit den BWLern hört sich immmer so böse an. Aber zumindest im Fall von Radio Salü gäbe es dieses Programm ohne BWLer nicht mehr. Das was diese oftmals zu sehr in Richtung Wirtschaftlichkeit denken, waren die Radiopioniere damals zu sehr (ich nenne sie mal aus Ermangelung eines anderen begriffs) "Freigeister". Ich kannte damals viele aus der Anfangszeit von Salü sehr gut und wenn man dort von "nachhaltiger Finanzierung" sprach wurde man angeschaut als würde man auf einem Apple Fanboy Treffen von den Vorzügen eines Android Handys reden. "Nachhaltige Finanz... Hä? Der Laden rockt doch und wir haben Spaß ohne ende! Also was willst denn du von mir?!" Ich denke es hätte mal eine gesunde Mischung aus (im positiven Sinne) Radioverrückten und BWLern gebraucht.

von Spacelab - am 25.04.2016 11:29
Ich meinte es auch nicht böse, Spacelab. Ich studiere dieses Fach selbst an der Fernuni in Hagen. ;-) Ich möchte damit nur sagen, dass es "von einem Extrem ins andere schlug". Das Pionierextrem ist natürlich positiv zu sehen, allerdings war die marktwirtschaftliche Situation auch eine andere. Der ÖR-Apparat war größtenteils angestaubt und die private Konkurrenz baute sich erst langsam auf. Das ist heute ganz anders.

Heute wär ich allerdings glücklich, wenn es eine - wie Du es schon schriebst - gesunde Balance geben würde, zwischen dem, was Radio ausmachen sollte und was sich wirtschaftlich trägt. Gemäß dem Motto: Lasst die Pioniere machen, aber achtet drauf, dass es sich ansatzweise rechnet.

von NurzumSpassda - am 25.04.2016 13:07
Zu Anfangszeiten des dt. Privatfunks und ausschließlicher Konkurrenz durch schnachnasige ö-r-Programme war die Sendelizenz ja noch wie eine Lizenz zum Gelddrucken. Man musste sich nicht viel anstrengen, um besser oder "attraktiver" zu sein, als die Konkurrenz.

von iro - am 25.04.2016 13:21
In der "Lebenszeit" im DLF ging es heute um das Thema Vielfalt im Radio. Gibt's zum nachhören als Pottcast.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 01.07.2016 18:18
In dem Beitrag merkt man ganz deutlich das man auf bestimmte Kernfragen die wirklich intressant sind nicht so richtig eingegangen wurde.

von _Yoshi_ - am 01.07.2016 20:19
Zitat
_Yoshi_
In dem Beitrag merkt man ganz deutlich das man auf bestimmte Kernfragen die wirklich intressant sind nicht so richtig eingegangen wurde.


Ich weiß nicht, welche Kernfragen du meinst, aber mir fiel Folgendes auf:

Eine wesentliche Aussage war, dass - statistisch gesehen - Hörer gern die ihnen bekannten Musikstücke hören möchten und dass deshalb zwecks Erreichung einer hohen Hörerzahl viele Programmmacher auf ältere und auch aktuelle Erfolgstitel setzen. Und so kommt es zu einer Art Einheitsbrei.

Anmerkung meinerseits: Glücklich scheinen die zu sein, die RBB Radio 1 reinkriegen, weil die Musikauswahl dort nach anderen Kriterien erfolgt. Mir bleibt immerhin das noch nicht zu sehr ver-"mainstream"-te NDR Blue (ich höre nicht via Internet, sondern nutze nur Rundfunk).

von dab_4 - am 02.07.2016 08:06
Sagt die Radio eins Moderatorin da wirklich, "wir können nicht mit sowas wie SWF3 konkurrieren" ?? (05:45 min)

von Cha - am 02.07.2016 09:10
Yep. Und das WDR 3 die Ärzte und die Toten Hosen spielt :D

von rolling_stone - am 02.07.2016 09:56
Zitat
dab_4
Eine wesentliche Aussage war, dass - statistisch gesehen - Hörer gern die ihnen bekannten Musikstücke hören möchten und dass deshalb zwecks Erreichung einer hohen Hörerzahl viele Programmmacher auf ältere und auch aktuelle Erfolgstitel setzen. Und so kommt es zu einer Art Einheitsbrei.

Anmerkung meinerseits: Glücklich scheinen die zu sein, die RBB Radio 1 reinkriegen, weil die Musikauswahl dort nach anderen Kriterien erfolgt. Mir bleibt immerhin das noch nicht zu sehr ver-"mainstream"-te NDR Blue (ich höre nicht via Internet, sondern nutze nur Rundfunk).


In Bezug auf das, was auf DAB+ in Deutschland ohne großen Aufwand empfangbar ist:
Welche Programme haben eine ähnliche Musikauswahl wie NDR Blue?

In Hinblick auf Süddeutschland könnte man mit ganz viel gutem Willen Puls nennen; außerdem - grenznah zur Schweiz - SRF Virus.

Und wie sieht es in anderen Regionen aus?

Eine Liste wäre für den Fall nützlich, dass man sich außerhalb Norddeutschlands aufhält und schnell die örtliche NDR-Blue-Entsprechung in seinem DAB+Radio einschalten möchte ;-)

von pro_dabby - am 02.07.2016 10:47
In den ersten Monaten habe ich sehr gerne Lounge FM; (Deutshland-Version) gehört, insbesondere DJ Jondal. Hat aber ne ziemlich heftige Rotation gehabt.

von rolling_stone - am 02.07.2016 10:52
Zitat
pro_dabby

3.) Weder 1.) noch 2.) liegen vor:
Dann gibt es eine beachtenswerte Konkurrenz und jeder Sender muss aufpassen, Hörer nicht durch solche Inhalte zu verlieren, die zu weit abseits vom Massengeschmack, neudeutsch: "mainstream", liegen. Das Ergebnis ist die Eintönigkeit.
Eine solche Situation gibt es m. E. zzt. in Deutschland, wo es private Sender gibt und zum Radiohören hauptsächlich UKW genutzt wird. (Ob noch viele oder wenige DAB+-Hörer hinzukommen, wird an der Situation kaum etwas Wesentliches ändern, weil DAB+ weit weniger Sender anbietet als Internetradio.)


Das ist nicht nur in Deutschland so. Mein kleiner Ausflug zu ausländischen Stationen, die im Land auf UKW senden: In einem besonders krassen Beispiel einer Station aus Ecuador krachte nach einem Latino-Song musikalisch absolut unpassend David Guetta rein. Und überraschenderweise findet man bei vielen Stationen wenig landestypisches. Auf Grönland wird genauso David Guetta gespielt wie in Ecuador, und auch in Dänemark muss man für Titel, die man bei uns nicht hört, lange warten und einen Zufallstreffer landen.

von rolling_stone - am 02.07.2016 11:16
Bei unseren Sender ist der Abschaltreflex deutlich höher als wenn ich einen Ausländischen Sender höre.
Irgend was machen die Ausländischen Sender besser bei der Musikauswahl.

von _Yoshi_ - am 02.07.2016 12:17
Vielleicht noch eher redaktionelle Auswahl als Generierung von Playlisten im Computer.

von rolling_stone - am 02.07.2016 12:37
Zitat
_Yoshi_
Bei unseren Sender ist der Abschaltreflex deutlich höher als wenn ich einen Ausländischen Sender höre.
Irgend was machen die Ausländischen Sender besser bei der Musikauswahl.


Das geht mir interessanterweise ähnlich. Auf den meisten ausländischen Hit-Stationen laufen die gleichen Songs wie bei den deutschen Hit-Maschinen. Entweder ist es der "grass is greener on the other side"-Effekt oder einfach nur der teilweise schnellere und brutalere Fahrstil. Abgesehen von wenigen Ausnahmen (DASDING, kick!fm, planet radio) sind zumindest die Übergänge zwischen den Titeln und den Verpackungselementen im Ausland deutlich kompromissloser und dynamischer als in Deutschland. Ist Geschmackssache, mir gefällt schnelles Radio (mit dickem Soundprocessing und gern auch etwas Pitch) besser als das was mir von den meisten deutschen Stationen geboten wird. Immerhin ist man in D tlw. schon auf die Idee gekommen Jingles bei den "richtigen Firmen" zu beziehen und manchmal einen Song direkt am Ende der Ramp zu starten. So klingen die Airplay Top 40 gleich anders als "normalerweise".

von Staumelder - am 02.07.2016 14:15
Das ist zumindest bei mir der Fall. Bei SR1 schlafen mir regelmäßig die Füße ein. Dabei ist die Playliste mittlerweile genauso wie bei hunderten anderen Dudelsendern auch. Aber beim durchhören fehlt total der Schmiss, der Drive.

von Spacelab - am 02.07.2016 14:30
Aber ich muss auch sagen das die Musikauswahl bei den Ausländischen Stationen deutlich größer ist als bei unseren Sendern.

Oftmals werden auch bekannte 80er und 90er gespielt die etwas neben dem Mainstream liegen die denn noch sehr bekannt sind aber hier in Deutschland gemieden werden wie der Teufel das Weihwasser. (z.b. Mel & Kim, Adeva, East 17, Jam & Spoon u.s.w.)
Auch ist das Mischungsverhältnis zu den einzelnen Jahrzenhten deutlich besser.

von _Yoshi_ - am 02.07.2016 14:56
Richtig peinlich ist es m.M.n. für unsere Sender, wenn ich auf einem ausländischen Sender einen deutschen Song höre, denn man hier in der Regel gar nicht kennt. Da erweitert der Sender von außerhalb noch die Musikkenntnis über das eigene Land. :D

von Cha - am 02.07.2016 15:51
Interessant, Cha. Würde mich mal interessieren, um welche Stationen es sich handelt.
Bei einem dänischen Webchannel ist mir letztens auch ein auf deutsch (!) gesungenes Lied eines dänischen Künstlers aufgefallen, mit dickem dänischen Akzent, aber deutsch vor Publikum gesungen, und die haben sich dabei köstlich amüsiert (erste Liedzeile: "Warum ist die Banane so krumm? Warum? Warum?" Könnte so auch bei uns an Fasching laufen.)

von rolling_stone - am 02.07.2016 16:21
Zitat
rolling_stone
Interessant, Cha. Würde mich mal interessieren, um welche Stationen es sich handelt.


Von meinen lokalen UKW-Sendern z.B. Muzyczne Radio, die z.B aktuell ziemlich up to date was die Songs von "Stereoact" oder "Gestört aber GeiL" angeht. Diesen Song hier teasert man dort zur Zeit immer wieder: Gestört aber GeiL & Two Magics – Glücklich wie die Kinder

Radio Wroclaw spielte mal den Song hier: Westernhagen - Rumpelstielzchen

Auf Evropa 2 war eine Zeit lang dieser Song aktuell: Bushido feat. Karel Gott - Für immer jung

Und auf Relax Radio ist mir sogar schon sowas begegnet: Alex C - Du hast den schönsten A**** der Welt

Das soll fürs erste reichen. Rammstein hab ich auch schon auf diversen ausländischen Sender gehört. :D

von Cha - am 02.07.2016 17:15
:D

In der Tat auch mir alles völlig neu.

Zu dem Titel auf Relax Radio. Irgendwie kommt mir die Melodie von einem älteren Dancetrack enorm bekannt vor. Einfach nur eingedeutscht, und von wem ist das Original?

Bei uns würde es schonmal wegen des unzensierten A-Wortes nicht gespielt, da sind britische Stationen sehr viel entspannter.

Ach ja, danke für die Bereicherung meiner Playlist.

von rolling_stone - am 02.07.2016 17:21
Na zumindest für Dänemark möchte ich auf P3 bezogen ganz klar widersprechen! Klar, auch die haben einiges was bei uns in der Rotation laufen könnte aber eben auch sovieles was niemals, unter keinen Umständen in unseren Beraterradios laufen würde, inklusive Deutscher Musik.

Ansonsten sind es halt die üblichen verdächtigen, StuBru, Couleur 3 und gar auf Triple J hörte ich schon Deutsches.

von Anonymer Teilnehmer - am 02.07.2016 17:52
Warum bekommen die Niederländer es z.B. hin, ein Dudelprogramm wie NPO Radio 2 so abwechslungsreich, schnell und positiv klingen zu lassen, ohne wirklich unbekannte Titel zu bringen oder alternativ zu sein?

Beispiele?
Gestern, 6-23 Uhr:

Foreigner - Say You Will
Ilse DeLange - Puzzle Me
Dua Lipa - Hotter than hell
Julian Velard - Joni
Michael Jackson - Rock With You
Indecent Obsession - Kiss Me
Major Lazer - Lean On
Gary Moore - Out in the Fields
Niels Geusebroek - Leave A Little Love Behind
Tupac & Dr Dre - California Love
The Rolling Stones - Start Me Up
Alan Walker - Faded
Elvis Costello - Oliver's Army
Rondé - Run
Prince - Raspberry Beret
The Tamperer & Maya - Feel It
Marten Fisher - Crazy
Razorlight - In The Morning
Kings Of Leon - Use Somebody
Kungs vs Cookin' On 3 Burners - This Girl
Tina Turner - Typical Male
Allen Stone - Perfect World
Bert Heerink - Julie July
Nico & Vinz - Am I Wrong
Sly Fox - Let's Go All The Way
Jackson Sisters - I Believe In Miracles

Huey Lewis & the News - Hip To Be Square
Anouk - Killer Bee
Walking On Cars - Speeding Cars
Spice Girls - Wannabe
Golden Earring - When The Lady Smiles
Gavin James - The Book Of Love
Boz Scaggs - Lido Shuffle
Racoon - Hate To Love
The Cure - In Between Days
Clean Bandit Ft. Jess Glynne - Rather Be
u2 - Who's Gonna Ride Your Wild Horses
Sugarhill Gang - Rapper's Delight
Vanessa Carlton & Counting Crows - Big Yellow Taxi
Outkast - Hey Ya!
The Waterboys - The Whole Of The Moon
Billy Joel - Piano Man
Daniel Lohues - Prachtig Mooie Dag
Madonna - Beautiful Stranger
Spin Doctors - Two Princes
Culture Club - Karma Chameleon
Allen Stone - Perfect World
Queen - Bicycle Race
Krystl - Fool For You
J. Geils Band - Centerfold
Nelly Furtado - Forca
Red Hot Chili Peppers - Dark Necessities
Rose Royce - Car Wash
Journey - Don't Stop Believin'
DNCE - Cake By The Ocean
Alison Moyet - Love Resurrection
REM - Losing My Religion
Mr. Probz - Fine Ass Mess
Electric Light Orchestra - Sweet Talkin' Woman
INXS - New Sensation

Golden Earring - Twilight Zone
Snap! - Welcome To Tomorrow
Sia - Cheap Thrills
Simple Minds - Alive & Kicking
Shawn Mendes - Treat you better
Republica - Ready To Go
Bob Marley & The Wailers - Waiting In Vain
Deorro/Elvis Crespo - Bailar

Inner City - Good Life
Kula Shaker - HUSH
Alan Walker - Faded
Alain Clark - This Ain't Gonna Work
Flume/Tove Lo - Say it
Fleetwood Mac - Don't Stop
Chef'special - In Your Arms
Adventures of Stevie V - Dirty Cash (Money Talks)
Kelly Clarkon - Since U Been Gone
Michael Jackson - Wanna Be Startin' Somethin'
Bløf - Dansen Aan Zee
Falco - Rock Me Amadeus
Stereo MC´s - Connected
Split Enz - Message To My Girl
SHEER - It Only Gets Better
LL Cool J - I Need Love
ANDREAS JOHNSON - Glorious
Icehouse - NO PROMISE
Buffalo Bob & The Rinkelstars - Sympathy for the devil

Gala - Freed From Desire
Gibson Brothers - Non Stop Dance
ARMAND VAN HELDEN - My My My
Communards With Sarah Jane Morris - Don't Leave Me This Way
TECHNOTRONIC - Pump Up The Jam
LTD - (Everytime I Turn) Back In Love Again
Jenny Bee - Wanna Get Your Love
Rick Astley - Never Gonna Give You Up
Dan Hartman - Relight My Fire
2 Unlimited - Tribal dance
M People - Moving On Up
Level 42 - To Be With You Again
Faith Evans - Mesmerized
Rick James - Superfreak
The Ventures - Hawaii Five-O
The Pointer Sisters - Jump (For My Love)
David Guetta & Kid Cudi - Memories
2 Brothers On The Fourth Floor - Never Alone
Gloria Estefan - Get On Your Feet
Kid Creole & the Coconuts - Endicott

von Japhi - am 02.07.2016 17:57
Da könnte man vielleicht in gleicher Weise CRo1 "Radio Zurnal" nennen. So habe ich es zumindest im Gefühl, was täuschen kann. Immer wenn ich die 89,1 mal einschaltet ist da zwar durchaus Mainstream zu hören, aber immer verschieden.
Dagegen ist jest bei hr3 zu lesen, daß die lange harte Nacht jetzt auch vorbei ist. Vielleicht sollte man den hr dann doch auf den mdr oder SWR fussionieren. Das spart dann auch und hoffentlich die Menschen ein die das zu verantworten haben. Sicher, wenn man das nur mitten in der Nacht und 4x im Jahr bringt hört es irgendwann keiner mehr. Es gibt ja Alternativen. Ob damit das Ziel endlich erreicht ist? Bliebe die Frage, wer da wie im Rundfunkrat tickt. Aber auch der ist, da muß man hier mal ganz klar sagen, eine Spätfolge von der Machtergreifung der Schwarzen in Hessen im Jahr 1999. Jetzt auch noch gestützt durch die Grünen :sneg: .

von Thomas (Metal) - am 02.07.2016 18:24
Sogar ein deutschsprachiges öffentlich-rechtliches Programm kann vielseitig und interessant sein, wie brf 1 aus Belgien beweist. Schön ist, dass man dort neben hier gar nicht gespielten deutschen Titeln auch viele hier vollkommen unbekannte Sachen aus Belgien und Frankreich hört.

von Bolivar diGriz - am 04.07.2016 08:10
Genial das es das Schlagerparadies gibt.
Die machen was sie und niemand anders für richtig halten. Ende letztes Jahr waren 40.000 Titel in der sogenannten Rotation, dazwischen Spezialsendungen und Hörerwünsche.

Auf die trifft keine der Kritiken hier zu. Darum mag ich sie so gern hören. Kommt mir ja nicht mit SWR 4. Bayern oder NDR Plus gehen gerade so durch. Bin ganz schön verwöhnt von denen.

von pomnitz26 - am 27.07.2016 14:16
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