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Radiohörer-Forum
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Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten, 3 Wochen
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HouseFan, Cha, Wrzlbrnft, Thomas (Metal), Japhi, iro, hetietz, Wolfgang Pachur, rolling_stone, hansol1, DX OberTShausen

Radio Fritz entlässt fast alle Moderatoren zum 31.01.2017

Startbeitrag von HouseFan am 01.02.2017 01:14

Der RBB hat fast allen Moderatoren der Musikspezialsendungen von Radio Fritz zum 31.01.2017 gekündigt. Rausgeschmissen wurden jetzt Anja Schneider, Tobias Koch, Nadine Kreuzahler, Betty Babette Conrady, Maxwell Smart, Robert Smith, Shir Khan, Lexy, K-Paul, Heiko Hoffmann, Thaddeus Herrmann, Flo Hayler, Maurice Gajda und André Langenfeld, die teilweise schon seit 18 Jahren jede Woche bei Fritz moderieren. Deren Sendungen reißen nun eine tiefe Lücke ins Fritz-Programm.

Der Nightflight am Wochenende wurde bereits vor 2 Jahren von 5 auf 3 Stunden, jetzt auf 2 Stunden (0-2 Uhr) verkürzt. DJ-Mixe oder Musik von Schallplatte gibt es nun gar nicht mehr. Die Sendungen 'Soundgarden am Abend' und 'Dance under the Blue Moon' wurden komplett eingestellt. Schade, schade, schade :-(

Zitat vom RBB: 'Uns ist bewusst, dass solche Veränderungen auch Enttäuschungen nach sich ziehen können. Aber: Lasst uns positiv in die Zukunft blicken! Hiermit wollen wir die "Neuen" fett willkommen heißen, und zu allen Moderatoren, die sich verabschieden, sagen wir: Danke! Ihr habt über Jahre hinweg, einige sogar über Jahrzehnte großes Radio gemacht. Ihr seid für immer Fritz! Wir bedanken uns zutiefst bei Anja Schneider, Nadine Kreuzahler, Betty Conrady, Maxwell Smart, Shir Khan, Lexy & K-Paul, Tobias Koch, Heiko Hoffmann, Thaddeus Herrmann, Flo Hayler und André Langenfeld. Sie haben über viele Jahre hinweg Musikspezialstrecken übernommen und geprägt - und damit sehr viel für Fritz getan. Wir wünschen ihnen von Herzen alles Gute.'

http://www.fritz.de/neu

Antworten:

Von wegen Öffis schielen nicht nach der Quote.... Aber: Wasrum sollte es beim RBB anders sein als bei den anderen ARD-Anstalten? UKW höre ich daher nur noch, wenn ich es nicht vermeiden kann. Ist aber natürlich schade für Fritz. Wieder ein Programm mit Alleinstellungsmerkmalen weniger.

von rolling_stone - am 01.02.2017 05:28
Zitat

Von wegen Öffis schielen nicht nach der Quote....

Könnte es nicht einfach sein, daß diese Mods nach bis zu 18 Jahren jetzt mal einfach zu alt für ein Jugendprogramm geworden sind. Die sind doch mittlerweile höchstens noch berufsjugendlich, also nicht mehr glaubwürdig für die Zielgruppe.

von iro - am 01.02.2017 09:00
Ach waren das noch Zeiten mit Mike Lehmann und "Sprechfunk"-Kuttner. Die wurden eh nie mehr erreicht...

Mike Lehmann-Beim Kotzekocher....

Blue Moon-Kuttner

von hansol1 - am 01.02.2017 11:57
Also kann man erwarten, dass sich Fritz jetzt auch zum Dudelfunk a la You FM verwandelt? :rolleyes:

von DX OberTShausen - am 01.02.2017 14:28
Vor vielen Jahren wurde ich mal telefonisch befragt nach meinem Lieblingssender, und der war Fritz. Mein Alter war glaube ich 31. Woraufhin mir erklärt wurde, dass ich da ja dann nicht mehr so richtig die Zielgruppe wäre. Meine Stimme wurde, so hab ichs verstanden, dann also gar nicht erst gezählt. Statistiken werden eben offensichtlich oft "gemacht". Schade.

von Wolfgang Pachur - am 01.02.2017 15:35
Zitat

und der war Fritz. Mein Alter war glaube ich 31.

Wenn Dir Fritz mit 31 Jahren noch gefallen hat, dann muss da ja bereits seit Jahren etwas falsch laufen beim Erreichen der eigentlichen Zielgruppe. Jugendsender dürfen 31jährigen nicht gefallen!

von iro - am 01.02.2017 15:54
Spezielle Musiksendungen sind es trotzdem noch, nur wurde viel an Name oder Sendezeit geschraubt.

Abends 20-22 Uhr

Montag: NEU UND GUT (bisher International -> jetzt in Nachtschiene)
Dienstag: URBAN TUNES - Soul, R'n'B und HipHop (unverändert)
Mittwoch: IRGENDWAS MIT RAP - HipHop/Rap (unverändert)
Donnerstag: STAHLWERK - Punk, Metal (nahezu unverändert)
Freitag: NOISEY - Rap, Beats, Bass, Elektronik (unverändert)
Samstag: IM CLUB - E-Trap, House, Garage (ähnlich wie bisher, ersetzt auch den Dance under the Blue Moon)
Sonntag: INDIE - Indie-Rock/-Folk/-tronic/-Pop (unverändert, nur anderer Name)


Nachts 0-2 Uhr (oder 1-3 Uhr)

Montag: Global Pop (bisher House)
Dienstag: Indie (bisher Rock)
Mittwoch: Electro Remix & EDM (ähnlich wie bisher)
Donnerstag: Rap (bisher Club)
Freitag: Stahlwerk (bisher Electro-Pop)
Samstag: Majestic Casual Radio & Techno (bisher Club)
Sonntag: Club (unverändert)


von 2-4 Uhr: weitere Wiederholungen der Spezialsendungen

von Cha - am 01.02.2017 20:41
Fritz verjüngt sich, sollten sie auch tun. Was passiert, wenn man sich nicht verjüngt, sieht man an "Jugendradios" wie N-Joy oder 1LIVE. Jugend endet nun auch mal spätestens mit 25, da können hier nicht mehr all zu viele mitreden. Was hier einige als gut, wichtig und jung empfinden ist mittlerweile nicht mehr angesagt.
Mit den Spartensendungen sieht es bei Fritz auch nicht viel verdudelter aus als vorher. Schade natürlich um altbekanntes und -bewährtes, sowas würde radioeins doch auch gut stehen.

von Japhi - am 02.02.2017 11:54
Zitat
iro
Jugendsender dürfen 31jährigen nicht gefallen!


Da muss man nicht so streng sein!

Fritz kann jeder hören, der gerne Musik aus den Charts, Rap, Hip Hop oder Elektro hört - egal ob man 14 oder 40 Jahre alt ist. So wie jeder, der gerne Klassik hört, Kulturradio hören kann. Oder wer Nachrichten mag, Inforadio hören kann. Oder wer Weltmusik mag, Cosmo hören kann. Unabhängig vom Alter.

Also: Fritz darf auch 31jährigen gefallen!

von HouseFan - am 02.02.2017 18:51
Ich bin 34 und fühle mich den Jugendradios musikalisch mehr zugetan, als den gängigen AC-Stationen. DASDING spricht mich mehr an als SWR3, PULS mehr als Bayern 3 und Fritz (zumindest musikalisch) mehr als radioeins (wo hingegen die mir sympathischeren Moderatoren - oft Ex-Fritzen - sind).

Allerdings ist der deutsche Sprachraum auch der einzig mir bekannte, der explizit von "Jugendradios" spricht. Würde jemand bei BBC Radio 1 von einer "youth oriented radio station" oder bei SLAM!FM von einem "radio voor jongeren" sprechen?

Die Verjüngung macht irgendwo durch ja Sinn, dass man es aber mit einem Radikalschlag macht, ist (wieder mal) sehr unglücklich. Hätte man die Sendungen und Moderatoren schleichend ersetzt, wären Aufschrei und Schock geringer ausgefallen. Anderswo, z.B. bei DASDING, scheint man sowas besser hinzubekommen.

von Wrzlbrnft - am 02.02.2017 18:59
Das Stahlwerk gibt es also weiter. ...damit wird man nach dem Inhalt fragen müssen. Bleibt das bei Metal oder wird hier auf irgendwechlen undefinierbaren Rock oder NuMetal umgestellt? Kreator und Amon Amarth statt Dreck wie Placebo, Korn, etc. ! ;-)

von Thomas (Metal) - am 02.02.2017 19:13
Man hätte Fritz - gemeinsam mit seinen Hörern - altern lassen können und was neues starten können (so wie in Bremen mit Bremen Next als neuer Jugendwelle. Früher war Bremen Vier die Jugendwelle!)

Jetzt gerade läuft auf Fritz (20-22 Uhr) die allerletzte Heavy-Metal-Sendung Stahlwerk, die es seit 30 Jahren (vorher auf DT64) gibt! Denkwürdig!

http://www.metal-hammer.de/radio-fritz-will-metal-sendung-auf-mitternacht-verschieben-763287/

von HouseFan - am 02.02.2017 19:19
Zitat
Thomas (Metal)
Das Stahlwerk gibt es also weiter. ...damit wird man nach dem Inhalt fragen müssen. Bleibt das bei Metal oder wird hier auf irgendwechlen undefinierbaren Rock oder NuMetal umgestellt? Kreator und Amon Amarth statt Dreck wie Placebo, Korn, etc. ! ;-)

Um mal einen direkten Vergleich zu nennen: Bremen vier Rockt. Nein, dafür bitte das Stahlwerk nicht abwickeln. Hier würde ich weiterhin gerne noch eine "Tendenz Hard bis Heavy" von Jens Molle reininterpretieren und nicht Westdeutscher Schnöselfunk eines Pseudojugendsenders für die Gosse wie eben 1Live oder Bremen Vier. Auch beim WDR gab es schließlich einmal Scream.
Ja, richtig geslesen, da werde ich sauer. DT64 war Jugendkultur und bleibt die Referenz. Von mir aus dampft ihr das ab 1990 ein. Aber: Die heutigen Jugendsender kann man fast vollständig in der Pfeife rauchen. Wenn jetzt der rbb da auch noch einschert sollte man konsequent abschalten. Das ist dann 100% Redundanz.

Nachtrag:
Wie das so ist mit dem Vision Magazin hier bei Wikipedia. Sowas ist bei mir auf der Tolette nicht zu finden da ich mir auch in höchster Not damit nicht den Arsch abputzen würde :D . Dortmund wäre übrigens gut. Da fallen mir direkt zwei Magazine ein die eine entsprechende Fachkompetenz vorweisen können.

von Thomas (Metal) - am 02.02.2017 19:35
Zitat
Wrzlbrnft
und Fritz (zumindest musikalisch) mehr als radioeins (wo hingegen die mir sympathischeren Moderatoren - oft Ex-Fritzen - sind).


Bei der Moderation geht's mir da andersrum. Radioeins wollte ich mir schon einige Male antun, aber diese Moderation, die nach meinem Empfinden Richtung Radio-PSR-Niveau ging, hat mich dann doch wieder schnell umschalten lassen. Fritz ist in der Hinsicht zur Zeit der einzige deutsche Sender, denn ich mir länger anhören kann.

von Cha - am 03.02.2017 13:12
"Radio-PSR-Niveau" ist ein Ausdruck, den auch ich oft gebrauche.
Absolute Zustimmung also zum Beitrag von Cha.

Ergänzend möchte ich aber noch betonen, dass die Sender aus Berlin-Brandenburg insgesamt deutlich besser sind als die mitteldeutschen. Deshalb bemühen sich hier einige Hörer auch um ihren Empfang. Auf UKW klappt das aber nur begrenzt (z. B. östlich von Leipzig abhängig von Lage und Aufwand).

von hetietz - am 10.02.2017 20:04
Den EPG über Astra hat man wohl schon lange nicht mehr aktualisiert. Da stehen noch die alten Sendungen bzw. auch veraltete Sendezeiten drin.

von Cha - am 19.02.2017 13:29
Beim rbb eh schon alte Gewohnheit. Ich nehme an, bei radioeins steht auch immer noch "Sanft & Sorgfältig" drin.

von Wrzlbrnft - am 21.02.2017 17:45
Tat es zuletzt zumindest noch :D

von Japhi - am 21.02.2017 18:54
Die Heavy-Metal-Sendung "Stahlwerk" wechselt zu STAR FM Berlin: http://www.radioszene.de/101696/stahlwerk-radio-fritz-heavymetal-fritz-starfm-berlin.html

von Cha - am 01.03.2017 16:47
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